Fakultät Wirtschaft - BWL - Handel

BWL-Branchenhandel Elektro hat erfolgreich gestartet

BWL - Branchenhandel Elektro hat mit 12 Studierenden erfolgreich begonnen

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach führt seit 2007 erfolgreich für die Haustechnik- und Baubranche ein duales Studienangebot BWL – Branchenhandel durch. Dieses hat sich sehr positiv etabliert und wurde nunmehr um den Schwerpunkt BWL – Handel – Branchenhandel Bau, Haustechnik, Elektro erweitert. Kennzeichen des Bachelor-Studienangebots ist das übergreifende Denken in der gesamten Wertschöpfungskette Hersteller – Großhandel / Einzelhandel – Handwerk / einbauende Industrie.

Neben den allgemeinen BWL-Bachelor-Studieninhalten erfolgt hierbei eine intensive Spezialisierung, die mit 35 Credit Points (ECTS) in der Theorie, 48 ECTS in der Praxis (inkl. zwei Projektarbeiten) und 12 ECTS für die Bachelorarbeit bewertet wird. Das entspricht 95 ECTS von 210 ECTS im gesamten Studienprogramm. Die Vertiefungsrichtung macht damit einen Anteil von 45 Prozent aus.
Besonderheit sind für das Elektroprofil die Vermittlung technischer und elektrotechnischer Grundkenntnisse mit Grundlagen Elektrotechnik und Elektronik, Grundlagen der Sensor- und Messtechnik, Grundlagen der System- und Automatisierungstechnik und Grundlagen der Energietechnik im Umfang von 15 ECTS (450 Stunden Gesamtlernumfang).

Auf dieser Basis können sich die Studierenden der Betriebswirtschaftslehre in den Unternehmen und den Praxisphasen eine bestimmte technische Grundkompetenz aneignen und sind damit später in der Lage, mit Elektrofachkräften und Elektroingenieuren zu kommunizieren.

Ebenfalls wesentlich für die Praxisorientierung der Studierenden sind die vielfältigen Projekte wie Handwerkerprojekt Elektro, Endkundenbefragung, Homepage-Bewertung, Store-Check, Standortanalyse Handel, Projektmanagement von Elektroinstallationen, SCM-Befragung, welche im Rahmen des Studiums durchgeführt werden und inzwischen zu vielen Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften geführt haben.

Im Laufe der Jahre sind vom Studiengang aus Kooperationen zum VDS (Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V.), zum ZVSHK und zum DGH (Deutscher Großhandel Haustechnik) entstanden.

Nunmehr hat mit 12 Studierenden erstmals 2015 das Elektroprofil begonnen in Zusammenarbeit mit dem VEG (Bundesverband Elektrogroßhandel). 2015 beginnen insgesamt 48 Studierende im BWL-Branchenhandel Bau, Haustechnik, Elektro, 41 in einem Kurs und und weitere 7 Studierende zusammen mit in einem Kurs mit dem BWL-Branchenhandel Holz. „Um weiterhin eine optimale Betreuung in kleinen Kursen zu ermöglichen, haben wir uns für 2016 zum Ziel gesetzt, zwei Kurse Bau, Haustechnik, Elektro branchenrein anzubieten“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Alexander Neumann.

An dem neuen Studienangebot beteiligen sich aus dem Elektrogroßhandel fast alle wesentlichen Markteilnehmer wie Würth Elektrogroßhandel (Uni-Elektro, Fega + Schmitt), Alexander Bürkle, EGU Elektrogroßhandel, Union Rhein-Ruhr, Emil Löffelhardt GmbH, hager group, Moster Gmbh und Sonepar. „Schade ist es nur, dass sich bisher erst ein Herstellerunternehmen und kein einziger Elektroplaner bzw. -installationsbetrieb am Studiengang beteiligt“, so Neumann, der auf die Möglichkeiten der Unternehmen hinweist, die Curricula aktiv mitzugestalten und damit direkten Einfluss auf die Qualifizierung künftiger Mitarbeiter zu nehmen.

Der Studiengang BWL-Branchenhandel Elektro spricht aber bewusst alle Wertschöpfungsstufen der Elektrobranche an, auch wenn dieser auf einem allgemein ausgerichteten Handelsstudienprofil basiert, erklärt Neumann. Unternehmen profitieren davon, weil das Studium sowohl vertriebs- und logistik- als auch wertschöpfungsorientiert ist, sodass eine sehr breite Abdeckung des realen Personalbedarfs erreicht wird.

Die Abbrecherquote ist mit ca. 10% sehr niedrig. Fast ausschließlich erfolgt der Abbruch innerhalb des ersten Jahres freiwillig, weil das BWL-Studium nicht den eigenen Neigungen entspricht bzw. Anforderungen zu hoch sind. 85 Prozent der Absolventen sind nach ihrem Abschluss im eigenen Ausbildungsunternehmen geblieben. „Es ist damit zu rechnen, dass sich diese Raten auch im Bereich Elektro wieder einstellen werden“, wertet Neumann diese Zahlen als Beleg für die hohe Zufriedenheit beider Seiten mit dem dualen Studienkonzept der DHBW.

Autor: Prof. Dr. Alexander Neumann