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1.115 Adler sind flügge

10. Dezember 2018

1.115 Graduierte, vier Gruppen, 11 Studiengänge: feierliches Ende und inspirierender Neuanfang nach drei Jahren intensiven Studiums an der DHBW Mosbach


„So schnell geht das bei uns!“ Erst am vergangenen Montag, konstatierte Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, seien die Erstsemester der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW) begrüßt worden. „Heute feiern wir Ihre Graduierung“, freute sich die DHBW-Rektorin am 6. und 7. Dezember mit den 950 Absolventinnen und Absolventen vom Mosbacher Campus über deren Studienabschluss. Am Campus Bad Mergentheim sind es weitere 165. Zwar liegen für die in der Alten Mälzerei versammelten Graduierten nicht drei Tage, sondern drei Jahre zwischen Begrüßung und Verabschiedung, doch wird für manchen die Zeit wie im Fluge vergangen sein. „Ihr Studium war anstrengend, aber kurzweilig“, fasste Jeck-Schlottmann zusammen. „Daran sind Sie gewachsen.“

Die Hochschulleiterin sieht die Absolventinnen und Absolventen bestens gerüstet für die (nicht nur) berufliche Zukunft. „Neue Welten warten auf Sie“, spann sie den Faden eines Märchens fort, das davon handelt, dass ein Adler, der aufwächst wie ein Huhn, sich aufschwingt in die Lüfte, als er entdeckt, was wirklich in ihm steckt. „Nutzen Sie den Schwung aus Ihrem dualen Studium und bleiben Sie in Bewegung“, wünschte die Rektorin nicht nur „Erfolg, sondern Erfüllung!“ Rückblickend auf mehr als 15.000 DHBW-Biografien am Standort Mosbach konnte Gabi Jeck-Schlottmann feststellen: „Es gibt dafür viele Wege.“ Die Unternehmen bräuchten mehr denn je junge Leute, die dem Wandel offen gegenüber stehen und ihn gestalten, die sich wagen, in neue Welten aufzubrechen, die mit Mut, Energie und mit Zielorientierung neue Wege gehen wollen, die die Chancen erkennen, die auch leistungsbereit sind und die mit Durchhaltevermögen Innovationen durchsetzen, so die Rektorin. „Menschen die ihren Traum leben und ihre Ideen in Taten umsetzen!“

Hoch hinaus (wie der Adler) nahm auch Dr. Björn-Christian Kleih sein Publikum mit. Nicht in die Lüfte, aber auf Berges Höhen führte der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises in Gedanken. Die eingangs gestellte Frage, warum der Mensch auf Berge steige, beantwortete er mit dem Gefühl des Gipfelrausches: „Es geht um den Moment, in dem man oben steht.“ Ein solcher Moment ist für Kleih auch die Graduierungsfeier, ein „Tag des Triumphes“, um mit einer Empfehlung fortzufahren: „Feiern Sie und prägen Sie sich dieses Gefühl ein“, beglückwünschte er die Absolventinnen und Absolventen im Namen aller 27 Landkreisgemeinden.

Musikalische Hochgefühle versprühte auch das Trio Cajon, das mit quirlig-souligen Popsongs die Festversammlung auflockerte. Die Titel – nicht abgesprochen – passten perfekt: „Heaven, I’m in heaven“ von Frank Sinatra oder der Song „Happy“ von Pharrell Williams. Im Namen der Partnerunternehmen – auf mehr als 1.000 bezifferte sie Prorektor Prof. Dr. Max Mühlhäuser– gratulierte Thorsten Strebel vom Dualen Partner MPDV Mikrolab GmbH. „Ich bin selbst hier vor mehr als 20 Jahren verabschiedet worden: Auf das Premiumelement ‚BA‘ in meinem Zeugnis bin ich noch heute stolz.“ 2009 wurde aus der BA, der Berufsakademie, eine staatliche Hochschule, seitdem schließen die Studierenden ihr duales Studium mit der Bachelor-Urkunde der ‚DHBW‘ ab.

Zur Feier gehörte auch ein hochwertig gemachtes Journal, das die Namen aller Graduierten beider Campus enthält und den beziehungsreichen Titel „Hochleistung15“ trägt. 15 steht für den Jahrgang 2015. Es war das Jahr, als auch Maya Hena und Bettina Spießl nach Mosbach kamen, um ihr duales Studium im Wirtschaftsingenieurwesen aufzunehmen. Die Graduierung kommentierten die beiden jungen Frauen im Namen aller Absolventinnen und Absolventen mit einem Rückblick auf „drei Jahre angestrengten Lernens“, der das Zeug zum Poetry Slam hatte. Im Wechsel, mal gereimt, mal prosaisch, selbstironisch und menschlich ließen sie die Zeit des Studierens, des Arbeitens, des Prüfungsstresses, des Feierns Revue passieren, wobei einige Anekdoten echtes Insider-Wissen offenbarten, lachten doch an bestimmten Stellen nur bestimmte Leute. Die mehrfach zitierten Türen, die denen mit einem Bachelorzeugnis in der Hand nun offenstünden, haben für Hena und Spießl eher die Ausmaße von „Toren“. Vor ihnen liege ein Leben  mit vollem Postfach, schlossen sie bildreich ihre Rede ab, die einer „Stadt im Odenwald namens Mosbach“ huldigte, die für sie als „unvergesslich in Erinnerung bleibt.“

Danach flatterten die „jungen Adler“ zur Zeugnisübergabe in die Hörsäle, wo ihnen die jeweiligen Studiengänge die Urkunden überreichten. Waren am ersten Tag 498 ehemalige Studierende der Fakultät Technik dran und daher ihr Dekan Mühlhäuser der Moderator der Veranstaltung, so folgten am Freitag 452 Ehemalige der Fakultät Wirtschaft mit Dekan Prof. Dr. Karl Albert Strecker als „Leitadler“.

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