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Breite Unterstützung für Digitalisierungsstrategie der DHBW Mosbach

10. August 2018

Open Space Forum
Andreas Schwarz in der Digitalen Fabrik


Einen Beitrag zur Personalentwicklung sowie für Forschung und Transfer der Dualen Partner leisten – das ist das wesentliche Merkmal des dualen Studienkonzepts der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Die Unternehmen aber befinden sich im digitalen Wandel, und damit auch die Hochschule und ihre Angebote. Die DHBW Mosbach bietet bereits ein breites Spektrum an IT-nahen Studiengängen und einen Forschungsschwerpunkt auf Industrie 4.0. Um dieses Profil zu schärfen, sucht sie den engen Schulterschluss zu ihren Dualen Partnern, zur Politik und Wissenschaft.

Bereits im Frühsommer bestätigte Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg, im Zuge eines Besuchs am Campus Mosbach, wie wichtig es sei, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als wesentliche Motoren für die Stärke Baden-Württembergs insbesondere auch im ländlichen Raum bei der Gewinnung von Fachkräften zu unterstützen: „Das Konzept für die Weiterentwicklung des Themas Digitalisierung mit den drei Bereichen kooperative Forschung, Weiterbildung und zusätzliche Studiengänge finde ich wichtig. Das ist genau der richtige Ansatz zur Stärkung der Region. Deshalb werde ich mich – auch mit Blick auf den nächsten Hochschulfinanzierungspakt – innerhalb der Koalition für dieses Thema und den Hochschulstandort einsetzen.“

Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann und Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim stellten dem Fraktionsvorsitzenden die Pläne der DHBW Mosbach und ihres Campus Bad Mergentheim vor, im ländlichen Raum mit einem „Kompetenzcluster Digitalisierung“ zu Impulsgebern für Forschung, Innovation und Transfer für die digitale Transformation zu werden. Seon-Su Kim forderte: „Kleinere und mittlere Unternehmen in der Region dürfen in der digitalen Transformation nicht abgehängt werden!“ Dafür wolle man die ohnehin schon vorhandenen Kompetenzen – beispielsweise das Digitale Labor im Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement, die Digitalisierung in der Lehre, die klassischen IT-Studiengänge und die neuen digitalen Schwerpunkte in den technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Studienangeboten – bündeln und weiter ausbauen, so die Hochschulleitung.

Wirtschaft benötigt Begleitung bei der Digitalisierung vor Ort

Ein Workshop mit Unternehmensvertretern Mitte Juli stellte sicher, dass die eingeschlagene Digitalisierungsstrategie die Bedarfe der Unternehmen abdecken wird. „Wir möchten den Mittelstand und die KMU in unserem ländlichen Raum auf ihrem Weg in die Digitalisierung begleiten und streben einen regelmäßigen Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen an“, so Campusleiter Seon-Su Kim.

Rund 25 externe Teilnehmer aus Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche sowie aus öffentlichen Verwaltungen und 20 Professorinnen und Professoren fassten die Bereiche aus dem weiten Feld der Digitalisierung zusammen, die sie für zukunftsweisend halten. Dabei standen neben der Technik (Internet der Dinge, Infrastrukturfragen und Data Asset) auch wirtschaftliche Themen (digitale Geschäftsmodelle, Service Engineering oder Führung 4.0) und gesellschaftliche bzw. bildungspolitische Fragen auf der Agenda (digitale Kompetenzen oder Bürgerbeteiligungsprozesse).

„Ich habe es als erfrischend erlebt, gemeinsam mit den Dualen Partnern aus unterschiedlichsten Branchen Forschungsprojekte zu identifizieren. Die ausgewählten Projekte halte ich für wegweisend und die richtigen“, resümierte Michael Hüffner, der für die Audi AG die Fertigungsplanung Neckarsulm leitet und dort die Automation und Digitalisierung vorantreibt. Martin Bürkert, Abteilungsleiter Entwicklung Elektronik bei ebm-papst, ergänzt: „Es ist der beste Ansatz, die Zukunftsthemen gleich in der Ausbildung des Nachwuchses unterzubringen.“

Land und Bund sind aufgefordert, die Initiative zu fördern

Der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Mosbach Michael Ferch betonte, dass Digitalisierung nicht mit der Breitbandversorgung ende und damit zur langfristigen Aufgabe und Herausforderung für die Gesellschaft werde. Den Workshop bezeichnete er als fruchtbaren Nährboden, um die Potenziale für die DHBW, ihre Studierenden und die Kooperationspartner zu identifizieren. Paul Gehrig, Geschäftsführer der Stadtwerk Tauberfranken GmbH: „Jetzt ist der DHBW zu wünschen, dass Land und Bund diese Initiative tatkräftig unterstützen und sich die Partnerunternehmen auch der dualen Verantwortung stellen und die theoretischen Ergebnisse durch ihre Bereitschaft, praktische Projekte mit der DHBW anzugehen, unter Beweis stellen.“

Kontakt

Prof. Dr. Seon-Su Kim

Leiter Campus Bad Mergentheim

seon-su.kim(at) mosbach.dhbw.de 07931 530-610 Detailansicht