Meldung im Detail

 


Der Region ein Gesicht geben

24. Oktober 2018

Studiengang Onlinemedien präsentiert StadtLandFluss-Geschichten


Ein Semester haben die Onlinemedien-Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am Drehbuch geschrieben, Interviews geführt und das Rohmaterial geschnitten. Am 18. Oktober war es dann soweit: Zum achten Mal präsentierte der Studiengang die Filme aus dem Dokumentarfilm-Projekt „Stadt-Land-Fluss-Geschichten
.

Das Filmprojekt ist eine Kooperation des Studiengangs Medien-Onlinemedien und der DOKWERK Filmkooperative in Berlin. Die Studierenden sollen dabei jedoch nicht nur etwas über audiovisuelle Gestaltung lernen – über Storytelling, Schnittprogramme, Licht- und Tontechnik. Auch Web-Programmierung für die projekteigene Webseite www.stadtlandfluss-geschichten.de, das Event-Management des Premierenabends und die anschließende Veröffentlichung und Verbreitung über Social Media stehen auf dem Lehrplan.

Prof. Dr. Thomas Wirth, der Vater des Projekts, freute sich über den vollbesetzen Audimax der DHBW Mosbach wie auch über die authentischen sieben Dokumentarfilme. „Wie oft kommt es vor, dass ein Mensch eine interessante Facette hat, die niemand oder nur sehr wenige kennen?“ Die den StadtLandFluss-Geschichten stellen eine Verbindung zwischen der akademischen Welt der Hochschule und dem Umland her und dokumentieren Veränderungen einer ganzen Region, so der Professor.

Die Film-Porträts

 

Jeder kann Geschichte schreiben

„Jeder kann Geschichte schreiben, egal wie jung oder alt man ist”. Dieses Motto vermittelt Christine Eggers, Lehrerin am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach, in ihrer Geschichts-AG Schülern von der 5. Klasse bis zur Oberstufe. Die Ziele, vergangene Geschichte vor der eigenen Haustüre zu entdecken und dabei selbst Geschichte zu schreiben, erreicht Frau Eggers mit ihren engagierten AG-Teilnehmern Jahr für Jahr. Die Projekte zur Heimatforschung wurden nun bereits schon zum 6. Mal in Folge mit dem ersten Platz des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten und dem Tutoren-Preis für Frau Eggers belohnt. Mit einer der ersten öffentlichen gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in Mosbach geht Frau Eggers mit gutem Beispiel voran, selbst Geschichte schreiben zu können.

 

Aufgeben gibt's bei mir nicht

Obwohl ihm vorausgesagt wurde, dass er zeitlebens einen Rollstuhl benötigen würde, stand es für Michael Gänßmantel nie zur Debatte, aufzugeben. Er hat trotz seinen erst 22 Jahren bereits einen langen Weg und eine ungewöhnliche Entwicklung hinter sich. Er nutzt eines der Wohnangebote für Menschen mit Behinderung der Johannes-Diakonie in Mosbach. Nun will er sich dafür einsetzen, dass auch andere Menschen für das Thema Behinderung sensibilisiert werden und die Botschaft weitergeben, dass jeder Mensch mit entsprechender Willenskraft und Selbstdisziplin Großes erreichen kann.

 

Daheim angekommen

Anıl İlerigider ist in der Türkei geboren. Nach seinem Abitur kam er zum studieren nach Deutschland. Im schönen Mosbach hat er Fuß gefasst und seine neue Heimat gefunden. Hier entdeckt er seine Leidenschaften für Gesang und Schauspiel. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet er als Dozent mit Flüchtlingen, Menschen mit Migrationshintergrund und Wiedereinsteigern zusammen. Bei dieser Tätigkeit kann er sich an seinen eigenen Weg nach Deutschland zurückerinnern, sowie bei Schwierigkeiten Unterstützung leisten.

 

Holz ist für mich Leben

Harald Hannich, Ur-Badener und Alleskönner. Mit knapp 60 Jahren ist er neben seinem Beruf als Förster immer noch sehr aktiv. Als leidenschaftlicher Turner, Besenwirt und Hobby-Schreiner steht Harald nie still und zeigt vollen Einsatz bei allem, was er anpackt.

 

In die Wiege gelegt

Selbst Schlachten - für viele Frauen unvorstellbar. Und doch wollte Ann-Katrin Zimmermann aus Waldkatzenbach schon seit ihrer Kindheit Fleischerin werden. In dritter Generation arbeitet sie in der familieneigenen Metzgerei mit eigener Kuhaufzucht und behauptet sich so gegen Massentierhaltung und Discounterware.

 

Klappe auf und ab in die Freiheit

Sonja Jonas hat ein außergewöhnliches Hobby: Sie kümmert sich um verwaiste Eichhörnchen und macht sie wieder fit für das Leben in Freiheit.

 

Meine Partner mit der kalten Schnauze

Die 25-jährige Esther gestaltet ihr Leben rund um ihre beiden Hunde Clara und Wilma. Während sie als Physiotherapeutin arbeitet, trainiert sie regelmäßig für Agilityturniere (Hundesport) und engagiert sich obendrein zwei mal die Woche und am Wochendende bei der Rettungshundestaffel in Mosbach.

Ihr Kontakt

Prof. Dr. Thomas Wirth

Professor Onlinemedien

thomas.wirth(at) mosbach.dhbw.de 06261 939-475 Detailansicht