Meldung im Detail

 


Digitale Fabrik der DHBW Mosbach pilotiert „Internet der Dinge“ mit SAP HANA

24. November 2017

Kooperation mit der Universität Magdeburg (SAP UCC)

Als erste Hochschule hat die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach zusammen mit dem SAP University Competence Center (UCC) der Universität Magdeburg ein neues Modul des Curriculums „Internet of Things“ pilotiert. 

Nicht nur die Fabrik der Zukunft ist vernetzt, auch Produkte (Smart Products), Maschinen oder allgemein Dinge kommunizieren mehr und mehr. Das „Internet der Dinge“ entsteht. Hierzu entwickelte die Universität Magdeburg ein Curriculum für die Lehre an Hochschulen. Die DHBW Mosbach hat als erste Hochschule ein neues Modul zu diesem Thema pilotiert. Über die gesamte Projektdauer erhielt das SAP UCC Magdeburg umfangreiches Feedback aus der Digitalen Fabrik an der DHBW Mosbach und arbeitete dieses erfolgreich in die erste Version des neuen Moduls ein. Damit konnte die Universität Magdeburg eine allgemein lehrtaugliche Version des Moduls fertigstellen. Diese steht jetzt anderen Hochschulen zur Verfügung. Um auch das Feedback der Studierenden zu erhalten, wird im Dezember die in der Pilotphase implementierte Lösung in einer Lehrveranstaltung an der DHBW Mosbach vorgestellt. 

In Echtzeit Informationen erfassen

„In unserer Digitalen Fabrik konnten wir sowohl auf passende Hardware als auch auf Know-How im Bereich Industrie 4.0, Automatisierung und SAP-Unternehmenssoftware zurückgreifen“, so Prof. Dr. Stephan Hähre, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen. Reinhard Wenig, akademischer Mitarbeiter, ergänzt: „Mit Sensoren in unserer Digitalen Fabrik erfassen wir in Echtzeit Informationen, die über das Internet an ein SAP-System gesendet und dort überwacht werden. Auf dieser Basis wäre zum Beispiel die nutzungsabhängige Klimatisierung einer Produktionsstätte denkbar“.

Für das neue Modul wurden Sensoren zur Erfassung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewegungen an einen SAP HANA Streaming Server angebunden, um die gesammelten Sensordaten in Echtzeit auszuwerten. Als Gateway für die Datenübertragung zwischen Sensoren und SAP HANA wurde ein Raspberry Pi, ein Single-Board Computer, verwendet. Das SAP UCC Magdeburg stellte der DHBW Mosbach mehrere Übungen für die Anbindung und eine Library zum Auslesen und Senden der Sensordaten auf dem Raspberry Pi zur Verfügung.  

Über die Digitale Fabrik der DHBW Mosbach

In der Digitalen Fabrik der DHBW Mosbach werden typische Produktionsanlagen und Fertigungsprozesse, insbesondere auch von mittelständischen Betrieben (KMUs), mit realen industriellen Komponenten, verteilter Automatisierungstechnik sowie echtzeitfähigen Simulationssystemen abgebildet und mit realen Informationssystemen (ERP, MES, SCADA,...) vernetzt, analysiert und gesteuert. Sie ist Teil des Kompetenzzentrums "Fertigungs- und Informationsmanagement" (FIM) der DHBW Mosbach.

Über die SAP University Competence Center (UCC)

Mit ihrem University Alliances (UA) Programm fördert SAP eine praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung, indem sie Lehrenden und Studierenden weltweit Zugang zu neuesten SAP-Technologien ermöglicht. Die Wartung, den Betrieb und den technischen Support der SAP-Lösungen übernehmen University Competence Center (UCC). Sie fungieren als Application-Service-Provider. Die Lehrenden können sich somit auf die Vermittlung des Lehrstoffs und ihre jeweiligen Kernkompetenzen konzentrieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen, Industriepartnern und Interessierten rund um das Thema Einsatz von SAP-Software in der Lehre.

Kontakt zu den Projektverantwortlichen

Prof. Dr. Stephan Hähre

Studiengangsleitung WIW - Internationale Produktion und Logistik
Professor WIW - Internationales Technisches Vertriebsmanagement

stephan.haehre(at) mosbach.dhbw.de 06261 939-292 Detailansicht

Reinhard Wenig

Akademischer Mitarbeiter Labor 4.0/Digitale Fabrik

reinhard.wenig(at) mosbach.dhbw.de 06261 939-171 Detailansicht