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Duales Studium zum Anfassen

16. Juli 2018

Tag des dualen Studiums in Mosbach


„Entspannt euch!“ Was vier Professoren selbst überzeugend vermittelten, indem sie im Plauderton darüber sprachen, was ein duales Studium kennzeichnet, empfahlen sie auch den Zuhörerinnen und Zuhörern im Forum am Tag des dualen Studiums an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. Der „lockere Rahmen“ war gegeben mit einer Vielzahl von Veranstaltungs- und Informationsorten, die sich über den ganzen Campus verteilten. Von der nicht minder großen Zahl der Programmpunkte zwischen 10 und 15 Uhr – allein 31 Vorträge wurden gehalten – ließen sich Studieninteressierte ansprechen; von Anfang an herrschte Hochbetrieb in der Hochschule – und das bei hochsommerlichen Temperaturen.

Am Ende waren rund 1100 Besucher gezählt. Schülerinnen und Schüler, solche mit (Fach)abitur und solche, die darauf zusteuern, aber auch solche, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen oder ein Studium an einer (Fach)hochschule abgebrochen haben, waren zum Schnuppern in den Lohrtalweg gekommen, oftmals begleitet von Eltern. „Das ist genau das Richtige für dich“, steuerte eine Mutter aus Schwäbisch Hall mit ihrem Sohn auf den Stand des DHBW-Partners ZG Raiffeisen zu. Dass der sich noch nicht fest für ein BWL-Studium für Agrarhandel entschieden hat – Maschinenbau könnte ebenfalls passen –,  schreckt die an diesem Stand Auskunft gebende Hanna Lenz nicht. Die Studentin im vierten Semester kann den jungen Mann mit guten Tipps versorgen.

Darum geht es: Kontakte knüpfen, Orientierung geben, die nächsten Schritte nach der Schule angehen, einen Überblick verschaffen, Entscheidungen anbahnen. Und – nicht zuletzt – darum, etwas von dem Enthusiasmus vermitteln, mit dem die jungen Menschen hier in Mosbach studieren. Da alle Studierenden in einem Partnerunternehmen ausgebildet werden, und von diesen sich 124 auf dem Campus präsentierten, war das, was DHBW-Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann und Robert Zimmermann als Vorstand des Örtlichen Hochschulrats als Maxime herausgeben, überall zu spüren: „Wir halten zusammen.“

Der Zusammenhalt, das klang schon beim „Grundkurs DHBW-Studium“ im Forum an, er gelte auch und besonders unter den Studierenden. Anders ausgedrückt  von Jeck-Schlottmann: „Bei uns sind Sie keine anonyme Nummer.“ Symbolträchtig hatte sie zusammen mit den Prorektoren Prof. Dr. Max Mühlhäuser und Prof. Dr. Karl Albert Strecker im Info-Zelt einen Ikosaeder zusammengesetzt, einen platonischen Körper aus 20 gleichseitigen Dreiecken, mit dem dem Zusammenhalt zwischen DHBW, Dualen Partnern und der Region ein Zeichen gesetzt wird.

Aber nicht nur die potentiellen künftigen Studierenden suchen (und finden) an einem solchen Tag des dualen Studiums etwas. Das Gleiche gilt für die Partnerunternehmen, die sich für qualifizierten Firmennachwuchs als attraktive Arbeitgeber darstellten. Beim Speed-Dating mit 75 Bewerbungsgesprächen wurden konkrete Kontakte im Zehn-Minuten-Takt angebahnt. Aus manchen werden sich für den Semesterbeginn im Herbst noch konkretere Karriereschritte ergeben. Ein Bewerbungstraining konnte an diesem Tag ebenfalls absolviert werden. Etwas allgemeiner dagegen sind die Auskünfte und Ratschläge, die Studienberaterin Janine Berger denen gibt, die sich in einer noch frühen Entscheidungsphase befinden.

Dass man an der DHBW weiter in die Zukunft denkt, ließ sich im Gebäude A beobachten. Da hatten Studierende der Mechatronik, Elektrotechnik und des Maschinenbaus Anlagen gebaut, die realitätsnah Prozesse in Produktion, Service und Anlagenmanagement simulierten – aus Legosteinen. Die zogen sogar jene Besucher an, die in frühestens zehn Jahren über ein Studium an der DHBW nachdenken werden. „Genau das wollten wir erreichen“, machte sich Elektrotechnik-Laborleiter Stefan Bauer seine Gedanken dazu, dass es zunehmend schwieriger wird, die technischen Studienplätze zu besetzen.

Theorie und Praxis, das Wesensmerkmal eines dualen Studiums, gingen auch am Tag der dualen Studiums Hand in Hand. Sie habe ja geahnt, dass der Praxisbezug ihrer Tochter in deren BWL-Studium an der Uni fehle, räsoniert eine Mosbacherin vor dem Audimax, während drinnen die junge Frau beim Speed-Dating ist. „Wir nehmen hier heute einiges mit, besonders wenn es darum geht, dass dual studieren bedeutet, Gelerntes in einem Unternehmen umzusetzen und die dort gesammelten Erfahrungen in den Studienalltag an der DHBW einfließen zu lassen.“

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