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Zwanzig internationale Schüler zu Gast am DHBW-Campus in Bad Mergentheim

2. August 2017


Der Startschuss für das Programm „Sommer im Schloss“ ist gefallen: Bereits zum vierten Mal verbringen 20 Schülerinnen und Schüler aus 6 europäischen Ländern vier Wochen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Im Schloss des Campus Bad Mergentheim lernen sie das duale Studium, die Region und die Dualen Partner kennen.


Die zwölf Schülerinnen und acht Schüler machen im kommenden Jahr das Abitur und stammen größtenteils von Partnerschulen der DHBW Mosbach in Ungarn, Bulgarien, Italien und der Slowakei. Neu an Bord ist diesmal
der Nordosten Europas, vertreten duch Lettland und Estland. „Es ist eine Besonderheit, Sie hier am Campus zu haben, denn Sie befinden sich in einer wichtigen Entscheidungsphase Ihres Lebens.“ begrüßte Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim die internationalen Gäste. Er ermunterte sie, ihren Aufenthalt bewusst zu nutzen, um zu erleben und zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und das Land und die Region mit allen Sinnen zu erfahren. „Haben Sie Spaß und genießen Sie die Zeit.“

Die jungen Europäer sollen durch das Seminar motiviert werden, als zukünftige Fachkräfte in die Region zu kommen, so Kim. Auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar hieß die Schüler willkommen und beglückwünschte sie dazu, an diesem besonderen Programm teilnehmen zu dürfen. Gleichzeitig bedankte er sich für ihre Bereitschaft, bei ihrer Studien- und Berufswahl den „Blick auch Über Ihrer eigenenen Landesgrenzen hinaus" zu richten.

Das Programm des Bewerberseminars ist durchaus anspruchsvoll: Neben einem intensiven Deutschkurs und Einblicken in das Studium an der DHBW Mosbach stehen Unternehmensbesuche bei Dualen Partnern, Bewerbungscoaching mit Speeddating, aber natürlich auch ein Freizeitprogramm zum Kennenlernen von Land, Leuten und Kultur an. Deshalb bekommen die Schüler die Gelegenheit, Deutschland nicht nur als Urlaubsland kennenzulernen, sondern als Ort zum Studieren und Arbeiten. Deutsch sprechen die internationalen Gäste bereits auf hohem Niveau.

Mit ihren Sprachkenntnissen und der interkulturellen Erfahrung sind solche Studierende gefragte Arbeitskräfte für die Dualen Partner in den Regionen Main-Tauber, Hohenlohe, Neckar-Odenwald und Heilbronn. Denn sie bringen interkulturelle Erfahrungen mit und sollen dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenwirken und die Internationalisierungsstrategien der Unternehmen unterstützen: „Sie nutzen eine besondere Chance, die sich Ihnen in jungen Jahren bietet“, bestätigt auch die Personalleiterin von ROTO Frank Sandra Braun. „Lernen Sie, die Menschen anderer Kulturkreise zu nehmen, wie sind. Aber bringen Sie auch Ihre Landesmentalität ins Unternehmen ein – so entsteht eine Win-Win-Situation.“

„Spezielle Form des Studiums“

Die 18-jährige Micol kommt aus der Nähe von Padua in Italien und interessiert sich besonders für den Bereich Wirtschaftsingenieurwesen: „Das duale Studium bietet eine gute Möglichkeit, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.“ Ihre Nachbarin Giulia sieht ihre Stärken eher im Bereich Marketing, stimmt ihr schnell zu: “Diese spezielle Form des Studiums gibt es in unserem Heimatland nicht.“

Prof. Dr. Enrico Purle und Stefan A. Riedl begleiten die euröpäischen Gäste während ihres Aufenthals an der DHBW Mosbach. In seinem Grußwort riet Holger Simonides  von der Berufsberatung der Arbeitsagentur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mutig zu sein, Vieles auszuprobieren und Entscheidungen zu treffen.