Daisy auf dem Podium, Donald im Finale

Mosbacher Studierende überzeugen bei Betonkanuregatta

Studierende der DHBW Mosbach haben bei der Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel Erfolge gefeiert. Mit dem zweiten Platz in der Konstruktionswertung für das Betonkanu „Daisy“, dem Finaleinzug des Frauenteams mit Betonkanu „Donald“ und dem Halbfinale der Männer blickt die Hochschule auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Wochenende zurück.

Der Weg nach Brandenburg an der Havel begann für das 30-köpfige Team bereits im letzten Sommer. Über ein Jahr hinweg arbeiteten Studierende aus den Bauingenieur-Studienrichtungen „Projektmanagement Hoch- und Tiefbau”, „Fassadentechnik” und „Öffentliches Bauen” gemeinsam mit Studenten aus der Holztechnik an ihrem großen Ziel. Unter der Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Reinke und Laboringenieur Christian Stier wurde intensiv geplant, gerechnet, gebaut und immer wieder optimiert. Die Herausforderung bestand darin, ein Kanu zu entwickeln, das nicht nur schwimmt, sondern auch konstruktiv überzeugt und im direkten Rennen bestehen kann. Mit den völlig unterschiedlich konzipierten Kanus „Donald“ und „Daisy“ stellte sich das Mosbacher Team einem internationalen Teilnehmerfeld von über 1.000 Studierenden.

Starker Auftritt auf dem Wasser

Dass sich die unzähligen Stunden im Labor gelohnt haben, zeigte sich in den sportlichen Wettkämpfen bei der 20. Deutschen Betonkanu-Regatta. Der vom Informations-Zentrum Beton organisierte Wettbewerb fand Ende Juni statt. Insgesamt gingen die Mosbacher Studierenden mit zwei Männer-, zwei Frauen- und einem Mixed-Team an den Start und absolvierten mit den zwei Booten zehn Rennen. Das Männerteam mit „Donald“ steigerte sich dabei kontinuierlich, gewann sowohl seinen Vor- als auch den Zwischenlauf und zog souverän ins Halbfinale ein. Noch weiter schaffte es das Frauenteam, das ebenfalls im Kanu „Donald“ antrat. Nach starken Vorrunden paddelten sich die Studentinnen bis ins Finale und sicherten sich dort mit einer Zeit von 2:02,56 Minuten einen hervorragenden vierten Platz. Da das Podium nur um knappe zwei Sekunden verfehlt wurde, feierte das Team am Ende den bislang größten sportlichen Erfolg der DHBW Mosbach.

Silber für innovative Konstruktion

Neben den sportlichen Höchstleistungen sorgte vor allem die Technik von Kanu „Daisy“ für strahlende Gesichter. Statt auf bewährte Methoden zu setzen, wählte das Team einen völlig neuen Ansatz und wurde dafür mit dem zweiten Platz in der Konstruktionswertung sowie 350 Euro Preisgeld belohnt. Die Fachjury war von dem mutigen Konzept rundum begeistert: Eine Positiv-Negativ-Schalung im innovativen Pressverfahren, selbst entwickelte 3D-gedruckte Abstandshalter in einer doppellagigen Bewehrung und ein eigens konzipierter selbstverdichtender Mörtel machten den Unterschied.

Der Auftritt in Brandenburg hat gezeigt, was in den Teams steckt: technische Stärke, großer Einsatz und spürbare Begeisterung für Ingenieurarbeit. Das gesamte Projekt steht damit beispielhaft für das anwendungsnahe Ingenieurstudium an der DHBW Mosbach, das theoretisches Wissen direkt in erlebbare Innovation und echten Teamgeist verwandelt.