Exkursion zur Tunnelbaustelle Mörlenbach
Praxisnahe Vertiefung der Tunnelbauvorlesung für die angehenden Bauingenieurinnen und Bauingenieure
Der Kurs PMT23A des Studiengangs Bauingenieurwesen führte am 25. März 2026 gemeinsam mit seinem Dozenten für Tunnelbau Rainer Jouaux eine Exkursion zur Tunnelbaustelle der B 38-Ortsumgehung Mörlenbach durch. Die Anreise erfolgte in den frühen Morgenstunden von Mosbach aus. Ziel der Exkursion war die praxisnahe Vertiefung der Inhalte der Vorlesung „Tunnelbau“, die Ende 2025 im 5. Semester stattfand.
Zu Beginn wurde im Infocenter Mörlenbach im Rahmen eines Fachvortrags ein Überblick über das Bauprojekt, die geologischen Randbedingungen sowie die angewandten Vortriebsverfahren gegeben. Im Anschluss erfolgte die Begehung der Tunnelbaustelle. Der Vortrieb wird konventionell im Kalottenvortrieb ausgeführt und erfolgt je nach Baugrund sowohl durch Sprengvortrieb als auch mechanisch mit dem Bagger. Zum Zeitpunkt der Besichtigung wurde der Vortrieb mit dem Bagger durchgeführt. Während der Begehung bot sich die Gelegenheit, die Ortsbrust während eines Übergangs zwischen den Arbeitsschritten Schuttern und Sicherung in Augenschein zu nehmen. Die Ortsbrust war zu diesem Zeitpunkt frei zugänglich, wodurch sich ein seltener und besonders eindrucksvoller Einblick in den anstehenden Baugrund ergab. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Studierenden unter den ersten Personen, die diesen freigelegten Baugrund direkt betrachten konnten. Unmittelbar im Anschluss wurde die Ortsbrust mit Spritzbeton gesichert. Auch dies war ein wertvoller Einblick für die Studierenden, so konnte der Sicherungsprozess direkt vor Ort nachvollzogen werden.
Die Exkursion wurde von den Studierenden organisiert und stellte eine praxisnahe Ergänzung zur theoretischen Ausbildung dar. Sie ermöglichte einen direkten Einblick in die Abläufe des konventionellen Tunnelvortriebs. Ein großer Dank gilt Herrn Vogel von Hessen Mobil, der den Kurs vor Ort betreute.



