- An den DHBW-Campus Mosbach und Bad Mergentheim kamen rund 280 Schülerinnen und Schüler, um sich über das duale Studium zu informieren. 28 Partnerunternehmen präsentierten sich in Vorträgen und mit Ständen. Jens Goldberg von der Software-Schmiede Vogler & Hauke nutzte „die Chance, auch als unbekannteres Unternehmen Kontakt vielen Studieninteressierten gleichzeitig“ aufnehmen zu können. Doris Franke von VS Spezialmöbelfabriken informierte den ganzen Vormittag am Stand über die Theoriephasen, aber auch die Arbeitsatmosphäre beim Familienunternehmen und den Betriebsgarten. „Wir hatten viel Fragen zur Holztechnik, ein eigentlich sehr kleiner Studiengang“, so Franke. Ein Schüler war dazu sogar aus Donaueschingen nach Mosbach angereist. „Die meisten der Schüler befinden sich noch in einer sehr frühen Phase der Berufsfindung“, befand Ilka Rölke von GEMÜ, die sich ebenfalls über diese Möglichkeit der ersten Kontaktaufnahme vor offiziellen Bewerbungsgesprächen freute. Bei Vorträgen der Studienberatung und von Professorinnen und Professoren bekamen die Schülerinnen und Schüler allgemeine Informationen über Ablauf und Voraussetzungen des dualen Studiums, aber auch über die Studienangebote. Adrian und Lukas aus dem Großraum Mosbach, die beide Elektrotechnik studieren wollen, schätzten insbesondere die Möglichkeit, mit den Unternehmen persönlich ins Gespräch zu kommen. „Es ist dann doch noch mal was anderes, mit den Leuten direkt darüber zu reden, als nur einen Vortrag zu hören oder im Flyer oder auf der Webseite zu stöbern.“ Auch Johanna, die demnächst Wirtschaftsinformatik studieren möchte, schätzte den persönlichen Kontakt zu den Dualen Partnern. Doch nicht alle der Schülerinnen und Schüler hatten bereits so konkrete Pläne für ihre berufliche Laufbahn. Viele schnupperten zum ersten Mal Hochschulluft. Die Oberstufenklassen des technischen Gymnasiums der Zentralgewerbeschule Buchen bekamen zusammen mit ihren Lehrern eine Campus- und Laborführung. „Gerade unsere 11.-Klässler stehen noch am Anfang ihrer Überlegungen, da sie gerade einmal seit drei Monaten an der Schule sind. Daher ist der DHBW-Studieninfotag eine hilfreiche Veranstaltung, die die Schüler auch mit großem Interesse und Begeisterung wahrnehmen“, so Lehrer Josef Mitschke.
- Nach einem Semester Planung, Filmen und Schneiden haben es die Studierenden geschafft. Sie präsentierten am Abend ihre Projektarbeit im Studiengang Onlinemedien. In Kleingruppen übernahmen sie alle Aufgaben selbst – teilweise bis in letzter Minute schnitten die Studierenden an ihren Dokumentarfilmen. Am Ende entstandenen Porträts der Protagonisten, die das authentische Leben, mit all seinen Facetten widerspiegeln. Die Film-Porträts 2019 Blaulichtmilieu Am Anfang steht immer die Neugier Was man sagt, hat Gewicht Niemand soll im Schatten stehen Spiegelbild der Gesellschaft Die Turnhalle ist meine Therapie Ein Ziel vor Augen
- Strange Beauty, Susy-Theorien, Superpartner – ist das hier Physik? Mechatronik? Jedenfalls handelte es sich um eine Veranstaltung des Studiengangs Mechatronik. Das Audimax der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach (DHBW) war gut besucht. Um Elementarteilchen drehte sich die jüngste „Vorlesung“ des offenen Studierformats „Studium Generale“. Als Dozenten hatte Prof. Dr. Rainer Klein, der den Studiengang Mechatronik leitet, Dr. Gunter Kabisch gewonnen. Der Physiker ist Lehrbeauftragter der DHBW im Bereich Mechatronik. Am Mittwochabend aber ging’s um nicht weniger als das große Ganze und wie danach im Kleinsten gesucht wird, darum, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Weltformel. Elementarteilchen sind die unteilbaren und fundamentalen Bausteine, aus denen sich die gesamte Materie zusammensetzt. Mit Teilchenbeschleunigern wird nach den elementaren Grundbausteinen der Materie gefahndet. Diese Maschinen beschleunigen kleinste Teilchen – wie Elektronen, Protonen oder Atomkerne – fast auf Lichtgeschwindigkeit, um sie dann gezielt miteinander kollidieren zu lassen. Bei solchen Kollisionen können neue, bislang unbekannte Teilchen entstehen. Gunter Kabisch kam über seine Tätigkeit in der Industrie in Kontakt mit dem „Large Hadron Collider“ (LHC) am CERN in Genf, des weltweit größten Teilchenbeschleunigers. Was in dem 27 Kilometer langen Tunnel 100 Meter tief unter der Erde passiert, darin gab es seinen Mosbacher Zuhörerinnen und Zuhörern einen Einblick. Was folgte, waren zum einen viele Zahlen in Exponentialschreibweise, 1011 oder 10-22 zum Beispiel. Letztere etwa ist die Zerfallszeit in Sekunden so genannter Higgs-Teilchen. „Ihr Nachweis ist extrem schwer und gelingt nur über ihre Zerfallsprodukte“, machte Kabisch für die Vorstellungskraft von Nichtphysikern unvorstellbar kleine Einheiten deutlich. Am LHC aber ist der Nachweis 2012 gelungen. Dass das Higgs- als „Gottes-Teilchen“ Karriere gemacht hat, zeigt zwar zum einem, dass die Physik damit möglicherweise erklären könnte, wieso etwas ist und nicht nicht ist. Gunter Kabisch aber räumte mit einem Missverständnis auf, denn eigentlich war die Suche nach dem „gottverdammten Teilchen“ gemeint. Bei dieser Suche werden weder Mühen noch Kosten gespart. Der große Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum kann mit jeder Menge Superlative aufwarten. Einige davon listete Kabisch auf: die „schnellste Rennstrecke“ auf der Erde (fast mit Lichtgeschwindigkeit kollidieren die Teilchen im LHC) ist der „leerste Raum“ innerhalb des Sonnensystems, in den Kollisionszonen der Detektoren ist es enorm viel heißer als im Inneren der Sonne, zugleich herrscht in den Rohren des Beschleunigers mit -271 Grad eine größere Kälte als im interstellaren Raum. „Das Auftauen der Ringsektoren dauert jeweils einen Monat.“ Mit den Forschungsergebnissen kommt die Wissenschaft dem Urknall zwar näher, aber (noch) nicht auf die Schliche. Nachdem Gunter Kabisch Funktionsweise und Zielsetzung der Experimente mit dem LHC und einen (auch für Laien verständlichen) Grundkurs in Elementarteilchenphysik gehalten hatte, kam er von den kleinsten Teilchen zum großen Ganzen. Denn was die kleinsten Bausteine der Materie zusammenhält, muss auch bei der Entstehung des Universums gewirkt haben. So sei es nach dem Urknall zu einem winzigen Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie gekommen. „Warum“, fragt sich nun die Wissenschaft, „finden wir im beobachtbaren Universum nur Materie?“ Und: „Woraus bestehen die 95 Prozent des Universums, das wir nicht sehen.“ Es herrscht Dunkelheit oder physikalisch ausgedrückt: dunkle Energie und dunkle Materie. Mit dem Teilchenbeschleuniger in Genf, glaubt auch Kabisch, „kann was kommen“. Bis 2030 soll es im Speicherring rundgehen. Schon denke man an einen 100-Kilometer. Den Grenzen seiner Wissenschaftsdisziplin aber ist sich der Physiker durchaus bewusst. „Ob‘s vor dem Urknall Physik gab, das weiß man nicht.“ Und wo man nichts weiß, da werden Theorien aufgestellt. Vorerst ist die so intensiv gesuchte Weltformel begrifflich noch eine „Theorie von allem“… Über den Referenten Dr. Gunter Kabisch studierte Physik an der Universität Leipzig und promovierte an der TU Freiberg über spektroskopische Untersuchungen an speziellen Elektrolytlösungen. Von 1986 bis 2010 arbeitete Dr. Kabisch beim Dualen Partner Bürkert Fluid Control Systems in Ingelfingen. Seit 2011 ist er an der DHBW Mosbach Lehrbeauftragter im Studiengang Mechatronik, sowie Mitglied der Prüfungskommision. Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier .
- Mit der feierlichen Erstsemesterbegrüßung starteten an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach Anfang Dezember die Erstsemester der Fakultät Technik in ihr Studi-Leben. Das Programm des ersten Tages: Kontakte zu den Kommilitonen knüpfen, die Professoren und die älteren Semester kennenlernen, Stadt und Campus erkunden. Die Fakultät Technik startet in Mosbach und Bad Mergentheim traditionell mit einem Praxissemester bei den Dualen Partnern. Erst ab Dezember sitzen sie in Vorlesungen und Seminaren an der Hochschule. Der offizielle Studienbeginn der Technik-Studierenden liegt daher bereits zwei Monate zurück. Dennoch werden die knapp 750 Technik-Erstis von der Hochschulleitung, der Studierendenvertretung und ihren Professorinnen und Professoren nicht weniger herzlich begrüßt wie diejenigen der Fakultät Wirtschaft. Insgesamt starteten zusammen mit der Fakultät Wirtschaft 1.311 Studierende im Studienjahr 2019/20 an der DHBW Mosbach. An beiden Campus der DHBW Mosbach startete ein neuer Studiengang. In Mosbach begann mit den neuen Studierenden Maschinenbau – Lebensmitteltechnik gleichzeitig eine Professorin für Lebensmitteltechnik. Prof. Dr. Ansgard Kopatz bringt 12 Jahre Berufserfahrung aus der Lebensmittelbranche als Entwicklungsingenieurin, Abteilungsleiterin für Forschung und Entwicklung sowie Managerin für strategische Projekte mit. Am Campus Bad Mergentheim – „dem kleinsten Campus an der größten Hochschule des Landes“, wie Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim verriet – startet der neue Kurs Angewandte Informatik in die Vorlesungszeit. „So viele Erstsemester in der Fakultät Technik hatten wir noch nie!“ Ab Januar setzt auch Dr. Carsten Müller seine langjährige Erfahrung als Consultant bei nationalen und internationalen Unternehmen, zuletzt bei einem großen internationalen Verkehrsflughafenbetreuer in Deutschland, als Professor für Informatik am Campus Bad Mergentheim ein. Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann begrüßte ebenfalls die Studierenden der technischen Studiengänge am Campus Mosbach: „Die DHBW Mosbach bietet mit ihrer guten Ausstattung, ihrer Nähe und der individuellen Betreuung in kleinen Kursen erstklassige Voraussetzungen für ein erfolgreiches und gesundes Studium. Die Natur verringert Stress, fördert die Kreativität und Konzentration, die Sie im Intensivstudium benötigen. Bei uns können Sie in familiärer Atmosphäre, umgeben von Hügeln hyggelig studieren.“
- Freude, Stolz und Aufbruchstimmung, eine Prise Wehmut: Am 5. Dezember entließ die Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach ihre Absolventinnen und Absolventen feierlich ins Berufsleben. Mit Zitaten aus drei Jahrtausenden verabschiedte Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann die 920 Mosbacher Graduierten, 537 davon aus der Fakultät Technik, 383 aus der Fakultät Wirtschaft. Weitere 178 Absolventen gibt es in Bad Mergentheim. Schon Cicero im vorchristlichen Jahrtausend habe gewusst: „Je größer die Schwierigkeit, desto größer der Sieg!“ Mit dem Intensivstudium und der Extraportion Praxiserfahrung haben die Studierenden eine andere, eine besondere Form des Studierens gewählt – und mit dem Abschluss nun einen großen Erfolg erreicht, auf den sie stolz sein könnten, so die Rektorin. Stellvertretend für 1.000 Duale Partner verabschiedeten auch Stefan Müller (Bürkert Fluid Control Systems), Thorsten Strebel (MPDV), Maren Gluns (Bechtle AG) und Tamara Molitor (Würth Gruppe) die Absolventinnen und Absolventen. „Unsere Unternehmen leisten einen unschätzbaren Beitrag, nicht nur jährlich 70 Millionen Euro an Personalkosten für unsere Studierenden, sondern auch auch im Studium selbst in den Praxisphasen“, erklärte Jeck-Schlottmann und freute sich, dass sie neben den privaten Wegbegleitern der Studierenden wie Eltern, Partnern und Geschwistern auch viele Unternehmensvertreter im Publikum begrüßen durfte. Das Gespür für Märkte und Trends Auch die Vertreter von IHK, Stadt und Landkreis – Dr. Andreas Hildenbrand (Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar Mosbach), Michael Keilbach (Bürgermeister Mosbach), Dr. Björn-Christian Kleih (Erster Landesbeamter des Landratsamts) und Manfred Beuchert (Stadtrat und stellvertretender Mosbacher Oberbürgermeister) – betonten den hohen Wert von Wissen und Bildung für die jungen Leute. „Zukunft wird aus Ideen gemacht“, so Hildenbrand. „Zukunft ist kein Zufallsprodukt, sie wird gestaltet durch Ihre Findigkeit, Ihre Kreativität, durch Fleiß und Ausdauer, Flexibilität und Risikobereitschaft und auch durch Ihr Gespür für Märkte und Trends.“ Einer der Höhepunkte war die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger der Stiftung Wirtschaft und Ethik für hervorragende Bachelorarbeiten. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Clara Schlindwein, Studiengang BWL-Handel, für ihre Bachelorarbeit „Analyse des Compliance-Management-Systems der VVürth-Gruppe auf Grundlage der DIN ISO 19600“. „Change-Management: Personalführung und Prozessveränderung durch räumliche Veränderungen innerhalb des Zentrallagers der Ronald Schmitt Design GmbH“ untersuchte der zweite Preisträger Nico Frisch, Studiengang BWL-Industrie, in seiner Bachelorarbeit. „Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen“, zitierte Gabi Jeck-Schlottmann den Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. So sei auch der Abschluss nur ein Schritt auf dem Berufsweg, den die Mehrheit der Studierenden nahtlos an das Studium anschließen – mehr als vier Fünftel der Absolventen nehmen das Übernahmeangebot des Partnerunternehmens an. Doch egal in welcher Branche und an welcher Position, so die Rektorin, „man muss finden, was man liebt, sagte bereits Steve Jobs. Und so wünsche ich Ihnen vor allem Erfüllung!“ Die Bilder der Graduierungsfeier finden Sie unter: Fotostudio Kapferer (PW: DHBW2019).
- Anfang Dezember 2019 wurden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach die Absolventen der beiden Studiengänge Holzwirtschaft und Holztechnik in einem feierlichen Rahmen verabschiedet. In diesem Jahr konnten insgesamt 53 Studierende des Jahrgangs 2016 von den beiden Studiengangsleitern, Prof. Dr. Hubert Speth und Prof. Dr. Klaus Pfuhl, ihre Zeugnisurkunden entgegennehmen. Wie in jedem Jahr wurden auch 2019 im Studienangebot Holzwirtschaft wieder zwei Preise an die Studentin/den Studenten mit dem besten Gesamtnotenschnitt sowie mit dem besten Notenschnitt in den holzspezifischen Fächern verliehen. Da im aktuellen Absolventenjahrgang jedoch überdurchschnittlich viele Absolventen in der Spitzengruppe waren, erweiterte der Studiengang die Liste der Preisträger auf vier. Der mit 300 Euro dotierte Preis der Firma Neudeck ging an Leonie Cramer mit einem Gesamtschnitt von 1,1. Beinahe genauso gut waren die Noten der nächsten zwei Studentinnen, deren Schnitt nahezu gleichauf lag: Paula Rüttgers hatte einen Gesamtschnitt von 1,3 und in den holzspezifischen Fächern einen Durchschnitt von 1,4. Bei Randi Marleen Kieker war es genau umgekehrt. Aus diesem Grund sprang das Unternehmen Egger Holzwerkstoffe ein: Es spendete zusätzlich zu dem mit 250 Euro dotierten Preis des Almunivereins MCH (Management Club Holzhandel Mosbach) zwei weitere gleichwertige Preise für die nächsten Plätze. Da nicht nur alle drei Studentinnen, sondern auch der viertplatzierte Daniel Andres bei Egger ihr duales Studium absolvierten, ließ es sich Michael Egger jun. nicht nehmen, persönlich die Preise zusammen mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Hubert Speth an die Studierenden zu übergeben.
- Der Weltraum. Unendliche Weiten. Diese berühmten ersten Worte der Kult-Serie Star Trek stehen für das menschliche Streben nach der Erforschung immer neuer, weit entfernter Ziele. Heute sind wir in der Lage alle Meere zu überqueren, den Planeten zu umrunden, ohne nachzutanken oder zum Mond zu fliegen. Der Frage nach dem Sinn, aber auch dem Preis der Raumfahrt ging Wolfgang Stuchlik in seinem Vortrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach auf den Grund. Als die moderne Raumfahrt 1957 ins Bewusstsein der Bevölkerung rückte, war die Welt durch zwei Weltkriege verändert, die Menschen waren wieder motiviert, neue technische Ziele in Angriff zu nehmen. Der Referent erklärte die Entwicklung der Raumfahrt von damals bis heute und ludt ein, über Sinn und Zweck und die Frage „Was verdanken wir der Raumfahrt?“ zu diskutieren. Über den Referenten Wolfgang Stuchlik ist Jahrgang 1957, also genau in dem Jahr geboren, als die moderne Raumfahrt erstmals von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Nach Ausbildung und Studium der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik begann er 1984 eine Tätigkeit als Entwicklungsingenieur in der Raumfahrt beim Institut für Kosmosforschung (IKF) in Berlin. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dort ist er im Bereich Prüfstände für die Ariane-Triebwerke tätig und verantwortet die Prozess- und Messtechnik. Seit 2005 ist er als externer Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach im Studiengang Maschinenbau aktiv. Mitschnitt des Vortrags
- Kurz vor der vorlesungsfreien Zeit am 13. Juli luden die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach zusammen mit 120 ihrer Partnerunternehmen zum Tag des dualen Studiums an Campus. Studienberatung und Bewerbungscoaching, ein Infoslam und ein Studienplatz-Speeddating: Mit frischen Formaten wurden die jungen Leute an die wichtigen Informationen zur Berufsorientierung herangeführt. Wie funktioniert das duale Studium? Wann sollte man sich bewerben? Und was kann man überhaupt studieren? Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Hochschule zwischen 10 und 15 Uhr. „Wir beobachten in den letzten Jahren den Trend, dass nicht nur die interessierte Öffentlichkeit zu uns in die Hochschule strömt“, erklärte Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann. „Vielmehr kommen die Studieninteressierten, teils mit ihren Eltern, zielgerichtet und gut vorbereitet.“ Diese Entwicklung schlug sich auch auf das Studienplatz-Speeddating nieder, bei dem die Hochschule in diesem Jahr fast doppelt so viele, nämlich 120, Kurz-Bewerbungsgespräche vermittelte wie noch 2018. 55 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, die Personalverantwortlichen der Unternehmen in 10 Minuten mit ihren Fragen zu löchern und sich selbst kurz vorzustellen. Dass das Format funktioniert, konnte Silvia Nadj, Ausbildungsreferentin bei Fujitsu, bestätigen. Sie erinnerte sich an das Speeddating im Mai zurück, bei dem sie einen Bewerber fand, der im Herbst das Studium beginnen wird. Insbesondere die Technik-Studiengänge waren beim Speeddating wie auch bei der Beratung stark nachgefragt. Über den Campus verteilt konnten die Besucher die Technik-Labore besichtigen. Ein Höhepunkt des Tages nicht nur für die Kleinen waren die Lego-Exponate, mit denen die Studierenden Produktionsprozesse simulierten. Auch „Zementa“, das Betonkanu der Bauingenieure, konnte bewundert werden, ebenso wie ein Bot-Schwarm und der Lego-Mindstorms-Parcours, dem die Angewandte Informatik Leben eingehaucht hatte. Daneben standen Informationen rund um das duale Studium auf dem Programm. Beim Infoslam präsentierten Professorinnen und Professoren die Studieninhalte und den Ablauf der Theoriephasen. Die Partnerunternehmen erläuterten, was in der betrieblichen Praxisphase geschieht, die sich in rund 3-monatigem Wechsel mit der Theorie abwechselt. Tipps und Tricks rund um Motivationsschreiben und Vorstellungsgespräch gab es von der Studienberatung und beim Bewerbungscoaching.
- Die Digitalisierung lässt die Welt immer weiter zusammenwachsen. Gleichzeitig soll der Fokus wieder mehr auf die wirtschaftlich-nationale Ebene gelenkt werden. Eine Herausforderung auch für Steuerwesen und Unternehmensrechnung. Der 12. Mosbacher Finanz- und Steuertag (MoFiSta) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach griff am 13. Mai dieses Spannungsfeld auf und bot dabei eine Besonderheit: Die sechs Vorträge wurden ausschließlich von Absolventinnen und Absolventen des Mosbacher Studiengangs RSW-Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen gehalten. Mehr als 100 Unternehmensvertreter und deren Berater, aber auch Studierende der DHBW Mosbach, hatten sich im Audimax der DHBW eingefunden um gemeinsam mit dem Studiengang RSW-Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen (BStUF) der DHBW Mosbach und dem Institut für Wirtschaft und Steuer (IWS) zu diskutieren. Das IWS, vertreten durch Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick, ist ein etablierter Seminaranbieter im Bereich der Steuerberaterausbildung und seit den Anfängen des MoFiSta Mitorganisator und Mitfinanzierer. Herausforderungen nationaler und internationaler Besteuerung Steuerberaterin Stefanie Tietze eröffnete die Tagung. Die Leiterin der europäischen Steuerabteilung des Pharmagroßhändlers McKesson Europe AG und Absolventin des Jahrganges 2008 stellte die Aufgaben und Herausforderungen für die Steuerabteilungen von international ausgerichteten Konzernen am Beispiel ihres Arbeitgebers dar. Informationsgehalt, Nutzen und Kosten des „Country-by-Country-Reportings“ analysierte Steuerberater Heiko Vay (Absolvent 2009). Basis seines Vortrages bildete ein empirisch ausgelegtes Promotionsprojekt, welches Vay derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der Universität Mannheim verfolgt. Der Frage, welche steuerlichen Fallstricke die Lohnbesteuerung bei der Entsendung von Mitarbeitern in ausländische Niederlassungen und Konzerngesellschaften bereithalten kann, widmete sich Steuerberaterin Rebecca Matthäy in ihrem Vortrag. Matthäy schloss ihr DHBW-Studium 2010 ab und ist mittlerweile Managerin „Tax Compliance/Wage Tax“ in der Steuerabteilung der deutschen Niederlassung der Bank BNP Paribas S.A. Enge Verzahnung von Unternehmensrechnung, Recht und Steuern Gleich zwei Mitarbeiter der FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, einem Automobilzulieferer aus dem bayerischen Königsberg, präsentierten sich in einem Tandemvortrag. Steffen Wetterich, Bereichsleiter Finanzen (Absolvent 2011) und Pascal Stefan, Steuerreferent (Absolvent 2016), boten am Beispiel des Hidden Champions Einblicke in bilanz- und umsatzsteuerrechtliche Problembereiche bei der Behandlung von Werkzeugkosten in der Automobilindustrie. Dr. Leon Keul (Absolvent 2012) ist Steuerberater und Immobiliensteuerexperte bei der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Berlin. Er führte aus, welche Gestaltungsspielräume und Fallen die Grunderwerbssteuer bei der Durchführung von Unternehmenstransaktionen aufweist und wie sich dies durch die aktuell geplante Gesetzesreform verändern wird. Den Vortragsreigen beendete Steuerberater Sebastian Beinke, Partner einer mittelständischen Steuerberatungsgesellschaft aus dem Weser-Ems-Gebiet und Absolvent 2013. Er zeigte aus seiner Perspektive als steuerlicher Berater auf, unter welchen Bedingungen die vermögensverwaltende GmbH ein sinnvolles Gestaltungsinstrument zur steueroptimalen Ausgestaltung einer Immobilieninvestition durch Mandanten sein kann. Hohes fachliches Niveau Steuerberaterin, Mediatorin und Studiengangsleiterin Prof. Dr. Elke Heizmann und Prof. Dr. Stefan Leukel, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, zeigten sich mit dem diesjährigen MoFiSta überaus zufrieden. Stefan Leukel, der gemeinsam mit Elke Heizmann den Tag moderierte, stellte fest: „Für mich war es aufgrund der bemerkenswerten Zusammensetzung der Referenten eine ganz besondere Tagung.“ „Die Tagung war ein voller Erfolg“, betonte auch Heizmann. „Nicht nur die gute fachliche Darbietung der Themen war ein Genuss. Eine besondere Freude war es zu sehen, wie hervorragend sich unsere Absolventen entwickelt haben und zu spüren, dass sie immer noch mit ihrem Studiengang verbunden sind.“ Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann lobte Prof. Dr. Elke Heizmann für „die tolle Idee, eine Tagung ausschließlich mit Ehemaligen als Referierenden zu gestalten. Es macht mich stolz“, so Jeck-Schlottmann weiter, „zu sehen, was aus unseren Studierenden nach Abschluss ihres Studiums wird. Die hier anwesenden Alumni bilden ein gutes Beispiel dafür.“ Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick vom Mitorganisator IWS aus Mosbach resümierte, dass die Referenten erneut aufgezeigt haben, wie stark Unternehmensrechnung, Recht und Steuern verzahnt sind. Der MoFiSta wird seit seinen Anfängen vom Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH in Mosbach und der Stiftung Pro DHBW Mosbach e.V. gefördert.
- Kinematiken sind wesentlicher Bestandteil der Präzisionsmechatronik. Die Herausforderung besteht darin, das Optimum zwischen Beweglichkeit (Verformungsfähigkeit) und Steifigkeit (Führungsfähigkeit) zu finden. Manches per finiter Elemente Berechnung gefundene Design lässt sich fertigungstechnisch schlecht oder nicht umsetzen. Die additive Fertigung kann hier ein Schlüssel zum Erfolg werden. Auf der anderen Seite wird von derartigen Material-Struktur-Konzepten eine geringe Ausfallquote verlangt. Um diese Lebensdauerabschätzung durchführen zu können, erfordert es eine entsprechende Testphilosophie. Der Referent präsentiert die aktuellen Fakten zur dynamischen Werkstoffperformance von additiv gefertigtem Ni36 (Invar) und gibt einen Ausblick auf weitere Einsatzoptionen für Kinematiken. Mitschnitt des Vortrags