- "Ich bin dual. Du auch?" Diese Frage stellt die Duale Hochschule Baden-Württemberg ihren künftigen und aktuellen Studierenden auf der neuen Internet-Plattform "ich-bin-dual.de" . Vom 21. Dezember 2010 bis zum 10. Februar 2011 findet ein Ideen-Wettbewerb statt, bei dem es heißt: Mitmachen statt auf den Bildschirm starren. Thema ist die Dualität. Studieninteressierte sind dazu aufgerufen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen – ganz egal, ob in Text-, Bild oder Video-Form, als Musikstück, "Flashmob"-Aktion oder etwa als Graffiti-Artwork-Projekt. Die Ideen und Entwürfe sollen mit der digitalen Dualen Community bei "ich-bin-dual.de" geteilt und diskutiert werden. Am Ende entscheiden die User, wer zu den besten und kreativsten Köpfe zählt. Als Preis winkt nicht etwa schnöde Massenware von der Stange, sondern es locken einzigartige Einblicke in die Arbeitswelt. Beispielsweise ein Kurzpraktikum bei Daimler, bei dem man mit dem Personalvorstand Wilfried Porth sprechen kann, bei HP eine Begegnung mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Volker Smid oder bei Porsche mit dem Personalvorstand Thomas Edig usw. Diese außergewöhnlichen Begegnungen gibt es nur über "ich-bin-dual.de" .
- Ein bionischer Ansatz Aktuell wird unter Industrie 4.0 die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Etablierung cyber-physischer Systeme intensiv diskutiert, erforscht und entwickelt. Dies umfasst vor allem die Vernetzung menschlicher und maschineller Akteure entlang der Wertschöpfungskette. In der aktuellen Debatte fällt auf, dass ein Ausblick auf nachfolgende (R)evolutionsstufen, die potenziell auf die Industrie 4.0 folgen könnten, so gut wie gar nicht Teil der Debatte sind. Mit diesem Beitrag soll ein Blick über die vierte industrielle Entwicklungsstufe hinaus erfolgen auf das, was einmal die Industrie 5.0 werden kann. Der bionische Ansatz der Autopoiesis wird hierfür herangezogen und Analogien aus den Naturwissenschaften werden verwendet. Bereits 1987 entwickelten Maturana und Varela in theoretischen Grundzügen die Autopoiesis. Im Kern geht es um eine sich selbst produzierende Fabrik, welche durch die Merkmale Selbstbegrenzung, Selbsterhaltung und Selbsterzeugung gekennzeichnet werden kann. Unter Berücksichtigung aktueller innovativer Entwicklungen – es seien hier additive Fertigungsverfahren (3D-Druck), Nanotechnologie sowie die Gentechnologie exemplarisch genannt – rückt die technische Umsetzbarkeit der Autopoiesis und ihre Nutzung im industriellen Kontext in deutlich greifbarere Nähe als dies noch in den 1980er Jahren der Fall war. Die durch Industrie 4.0 betriebene Vernetzung bisher unverbundener Produktionskomponenten gilt als notwendige Voraussetzung eines autopoietischen Produktionsansatzes. Insofern muss es ein Anliegen von Wissenschaft und Forschung sein, frühzeitig Impulse zur Weiterentwicklung der Industrie 4.0 hin zu nachfolgenden Entwicklungsstufen zu geben. Dieser Beitrag liefert einen Ausblick hierzu.
- Die Duale Hochschule Mosbach informierte auf dem Campus Bad Mergentheim zum Thema Studium – ein Kooperationsprojekt des Integrationsnetzwerks Hohenlohe-Main-Tauber. Das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber (INW) lud am Mittwoch, 24. Mai 2017 gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim und dem Jobcenter Main-Tauber Geflüchtete zur Informationsveranstaltung „Studieren in Deutschland – Studieren am Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach“ ein. „An der DHBW Mosbach studieren insgesamt über 3.600 Studierende in 23 wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen. Am Campus Mergentheim bieten wir für unsere Studierenden sechs verschiedene Studienrichtungen an. Mit unseren Studienangeboten und den neugeschaffenen Vorbereitungskursen und Sprachkursen öffnen wir unsere Angebote für Geflüchtete und Studierende aus den EU-Ländern“, begrüßte Prof. Dr. Seon-Su Kim alle Anwesenden. Bevor Flüchtlinge an einer deutschen Hochschule studieren können, müssen erst einige bürokratische Hürden überwunden werden. Übersetzung und Anerkennung von bisherigen Zeugnissen und Nachweise der Sprachkenntnisse sind neben den üblichen Bewerbungsunterlagen wichtig. Die Verfahren können jedoch von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein – die Besonderheit der DHBW: Studierende sind bei Unternehmen angestellt und durchlaufen dort vorab ein Bewerbungsverfahren wie für jeden normalen Job. „Informieren Sie sich über die Voraussetzungen für Ihre angestrebte Studienrichtung und sprechen Sie rechtzeitig mit allen Stellen wie der Hochschule selbst, Ausländerbehörde, Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit und BAföG-Amt“, riet Dr. Silvia Keller, Projektleiterin des INW. Stefan A. Riedl, zuständig für Internationale Kooperationen am Campus Mergentheim, informierte über das Angebot des Zentrums für Internationale Fachkräfte (ZIF), und Studienberaterin Janine Berger beantwortete Fragen rund ums Studium der DHBW. Im Anschluss konnten sich die Geflüchteten bei der Besichtigung ein Bild vom Campus machen. Der Rundgang führte vom Vorlesungssaal über die Bibliothek bis hin zu den Laboren. Nach einem regen Fachaustausch klärten Stefan Riedl und Karin Aeckerle, INW-Integrationsmanagerin vom Main-Tauber-Kreis, die individuellen Zulassungsvoraussetzungen. Die vielen einzelnen Rückfragen zeigten, dass stets im Einzelfall die Auswahl des Studiengangs im Hinblick auf die Studieninhalte und des zu erreichenden Abschlusses – im Kontext zu den erworbenen Studien im Heimatland – zu klären ist. Das INW, u.a. finanziert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie durch den Europäischen Sozialfonds, unterstützt Asylbewerber/-innen und Flüchtlinge bei der Arbeitsmarktintegration auf vielfältigste Weise und soll zur Vernetzung der Akteure beitragen.
- „Endlich ist unsere Leitung am Campus Bad Mergentheim wieder vollständig“ freute sich Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am 15. Dezember 2010 bei der Amtseinführung von Prof. Dr. Clemens Troche. Seit dem 1. Dezember ist er neuer Leiter des Campus Bad Mergentheim. Im Rahmen der Beiratssitzung des Campus Bad Mergentheim wurde Prof. Dr. Clemens Troche offiziell als neuer Campusleiter begrüßt. Prof. Dr. Nicole Graf, die ehemalige Leiterin des Campus Bad Mergentheim übergab symbolisch den Schlüssel an ihren Nachfolger. Mit seinen Qualifikationen als Mediziner und Gesundheitsökonom sei mit Prof. Dr. Clemens Troche die richtige Führungskraft für den noch jungen Campus Bad Mergentheim gefunden, ist sich Prof. Reinhold Geilsdörfer sicher. Aktuell studieren am Campus Bad Mergentheim 464 Studierende, bis 2015 soll die Zahl auf 810 anwachsen. Für das nächste Jahr zeichne sich bereits jetzt eine „gigantische Nachfrage“ nach Studienplätzen von Seiten der Partnerunternehmen ab. Eine Perle habe man insbesondere mit dem in Deutschland einmaligen Studienangebot „Food Management“ gehoben, das endlich zum eigenen Studiengang werden soll. Beiratsvorsitzender Dr. Manfred Wittenstein wünschte Prof. Dr. Clemens Troche viel Erfolg bei der Weiterentwicklung des Campus Bad Mergentheim und beschrieb ihn als „ideale Besetzung durch seine verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkte.“ Auch Oberbürgermeister Dr. Lothar Barth ist sich sicher, dass die DHBW Mosbach mit Prof. Dr. Clemens Troche die richtige Wahl für die Campusleitung in Bad Mergentheim getroffen hat. „Prof. Dr. Troche passt hervorragend zum Profil von Bad Mergentheim als Gesundheitsstadt und bringt auch gleich den betriebswirtschaftlichen Hintergrund mit.“ Prof. Dr. Clemens Troche ist verheiratet, hat eine neunjährige Tochter und wohnt mit seiner Familie in Schwäbisch Hall. Er freut sich über die neue Aufgabe und möchte seine langjährigen Management-Erfahrungen (er arbeitete unter anderem für Bayer, Boehringer Ingelheim, Schwarz Pharma und Kyphon International) sowie seine medizinischen Kenntnisse dazu nutzen, um den Campus Bad Mergentheim weiter voranzubringen. Das große Ziel sei es, da waren sich alle Anwesenden einig, die 1000er Marke bei den Studierendenzahlen anzupeilen.
- DHBW Mosbach gewinnt mit Pilotprojekt internationale Studierende Studierende gewinnen, Fachkräfte in die Region holen, noch internationaler werden – diese drei Ziele verfolgt die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und insbesondere ihr Campus Bad Mergentheim mit dem Pilotprojekt „Gewinnung internationaler Studierender“. Nach einem guten Jahr zieht nicht nur die Hochschule eine positive Bilanz. Im Sommer 2014 gestartet, ruht das Pilotprojekt der DHBW Mosbach mittlerweile auf drei Säulen: Zum einen bietet das Programm „Sommer im Schloss“ in Bad Mergentheim Schülerinnen und Schülern nicht nur erste Orientierung und Eindrücke der Region und Hochschule, sondern auch einen Intensivkurs „Deutsch als Fremdsprache (DaF)“, um sie fit für ein Studium in Deutschland zu machen. Zum anderen gibt es für die jungen Leute, die schon konkreter wissen, dass sie dual in Deutschland studieren wollen, mit einer Schnupperwoche erste Kontakte zu Unternehmen, Praktikumstage und Schnuppervorlesungen. Die dritte Säule bietet internationalen Studieninteressierten umfassende Beratung und Betreuung auf ihrem Weg zum DHBW Studium, auch wenn sie ihre Landesgrenzen (noch) nicht verlassen haben. Konkrete Angebote von Dualen Partnern Für alle drei Säulen fällt das Fazit der Hochschule positiv aus: Eine Teilnehmerin aus dem ersten Orientierungsseminar im August 2014 beginnt in diesem Oktober ihr DHBW-Studium der Wirtschaftsinformatik beim Dualen Partner Würth Industrie Service. Die 15 Teilnehmer aus dem Sommerkurs 2015, die alle erst im nächsten Jahr ihr Abitur machen, befinden sich ebenfalls auf einem guten Weg zum Studium in Baden-Württemberg: Während eines Bewerbungsspeeddatings gaben fast alle Teilnehmer mindestens fünf Bewerbungen bei den Dualen Partnern ab. Eines der Unternehmen ging sogar mit Bewerbungen aller 15 Teilnehmer nach Hause. Drei der Teilnehmer haben bereits drei Wochen nach dem Orientierungsseminar Zusagen ihrer Wunscharbeitgeber. „Die ersten konkreten Angebote hatten wir nach weniger als 12 Stunden“, erinnert sich Projektkoordinator Stefan A. Riedl. „Das zeigt uns auf der einen Seite, wie groß das Interesse der Unternehmen ist und belegt auf der anderen das hohe Niveau unserer Teilnehmer im sprachlichen, fachlichen und sozialen Bereich.“ Auch Yvonne Busch, Ausbildungsleiterin bei WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG aus Klingenberg, bestätigt das: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und es war schön, auf unkomplizierte Art mit den sehr motivierten internationalen Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu kommen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.“ Auch Projektleiter Prof. Dr. Enrico Purle bescheinigte den Teilnehmern beste Chancen auf einen Studienplatz an der DHBW Mosbach: „Das sprachliche Niveau war bereits vor dem Intensivkurs hoch. In den vier Wochen in Bad Mergentheim konnten die Schüler es verfeinern, sodass sie damit nun bald auch studierfähig sind.“ Mindestens sieben der Schüler schrieben aus ihren Heimatländern weitere Bewerbungen, erzählt Riedl, der die Teilnehmer auch nach dem vierwöchigen Aufenthalt in Deutschland weiter betreut – idealerweise bis über den Studienstart in Mosbach oder Bad Mergentheim hinaus. Dazu wird er auch Gelegenheit haben, denn er weiß als Projektkoordinator, dass auch weitere internationale Schülerinnen und Schüler bereits Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten haben und so schon bald wieder in Deutschland sind. DAAD-Förderung für Pilotprojekt Im Frühjahr lud der Campus außerdem zu zwei Schnupperwochen ein. Die insgesamt vier Schülerinnen und Schüler kamen aus Italien, Tschechien und Bulgarien. Zwei der Teilnehmerinnen starten bereits in diesem Herbst ins Studium. Die anderen beiden haben ebenfalls einen positiven Eindruck hinterlassen und wurden von den Praktikumsunternehmen um weitere Bewerbungsunterlagen gebeten. Das Pilotprojekt wird seit 2015 vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Zur Anschubfinanzierung des Projekts erhält der Campus Bad Mergentheim Unterstützung von der hauseigenen Stiftung „Pro DHBW Mosbach“ und weiteren Stiftern und Unterstützern. Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim: „Wir freuen uns, dass wir damit unsere Region und die Dualen Partner attraktiver für internationale Fachkräfte machen. Wir werden das erfolgreiche Projekt weiterführen!“
- Wie kann das Studieren an der Dualen Hochschule im ländlichen Raum der Main-Tauber-Region künftig noch attraktiver gestaltet werden? Darüber diskutierte die Landtagsfraktion der GRÜNEN mit der Campusleitung und zwei Studierenden der DHBW Mosbach im Bad Mergentheimer Schloss. Vor Ort mit dabei waren u.a. Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr MdL (Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion GRÜNE), Staatssekretär Jürgen Walter MdL, Prof. Dr. Dirk Saller (Rektor DHBW Mosbach), Prof. Dr. Seon-Su Kim (Leiter des Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach) und die beiden dualen Studierenden Maria Friedel und Christoph Jentsch. Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, ist sich sicher, durch eine Erweiterung des Studienangebots die Attraktivität von Bad Mergentheim als Studienstandort deutlich zu steigern. Ab Oktober soll am Campus Bad Mergentheim nicht nur ein neuer Studiengang, sondern auch eine weitere Fakultät angesiedelt werden. Während bislang lediglich betriebswirtschaftliche Studiengänge am Campus im Schloss angeboten wurden, kann hier künftig der stark nachgefragte technische Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit der Studienrichtung „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ studiert werden. Zunächst sollen zwei Anfängerkurse à 30 Studierende vom Campus Mosbach an den Campus Bad Mergentheim wechseln, ab 2014 soll ein weiterer Kurs mit der Studienrichtung „Innovations- und Produktmanagement“ hinzukommen. Prof. Dr. Dirk Saller sieht im neuen Studienangebot die Chance, die Effizienz an allen drei Campus in Mosbach, Heilbronn und Bad Mergentheim zu steigern. Das Wachstum der DHBW Mosbach um knapp 200 Prozent seit 2004/05 könne nur dadurch dauerhaft verkraftet werden, dass die personellen und räumlichen Ressourcen an allen Campus optimal genutzt würden. „Damit reagieren wir auf den Wunsch vieler im Umkreis ansässiger Unternehmen, die schon seit Jahren einen technischen Studiengang am Campus in Bad Mergentheim fordern“, so der Bad-Mergentheimer Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim. Für die ländlich geprägte Main-Tauber-Region sei das technische Studienangebot ein Segen, denn kleinere und mittelständische Betriebe könnten auf diese Weise ihren Nachwuchs direkt vor Ort ausbilden. Zusätzlich entspanne sich dadurch die Raumnot am Campus Mosbach. Gerade der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen erfahre eine immense Nachfrage seitens der Partnerunternehmen. Bislang sind 30 Studien- und Ausbildungsverträge eingegangen, die Hälfte der zur Verfügung stehenden Studienplätze ist damit bereits vergeben. Zusätzlich zur Erweiterung des Studienangebots ist es Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim jedoch auch ein Anliegen, das studentische Leben in der Region zu fördern. Wichtig sei ihm insbesondere die Verbesserung der Hochschulinfrastruktur. Bislang gebe es beispielsweise keine eigene Mensa am Campus Bad Mergentheim, lediglich Kooperationen mit ansässigen Restaurants. Zusätzlich wolle er sich für weitere Angebote im Bereich Kultur, Sport und Freizeit einsetzen. Auch um qualifizierte Professorinnen und Professoren zu gewinnen sei es wichtig, die Bad Mergentheimer Infrastruktur weiter auszubauen und den Standort attraktiver zu gestalten. Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, der die DHBW Mosbach nicht nur als für die Main-Tauber-Region zuständiger Abgeordneter besuchte, sondern auch als Vorsitzendes des AK Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion GRÜNE, begrüßte im Namen der grünen Delegation das Engagement der DHBW Mosbach gemeinsam mit den regionalen Unternehmen. „Die Duale Hochschule trägt damit dazu bei, die Zukunftsfähigkeit der Main-Tauber-Region zu sichern und die Region positiv zu entwickeln.“ Die demografischen Probleme der Region nehme er sehr ernst. Schmidt-Eisenlohr unterstrich die herausragende Bedeutung der Dualen Hochschule im Hochschulsystem. „Wir Grüne sehen uns als verlässlicher Partner für die Duale Hochschule, gerade in ihrer Verankerung im ländlichen Raum.“ Als besonders positives Fazit nahm Schmidt-Eisenlohr mit, dass sich die Studierenden am Campus Bad Mergentheim sehr wohl fühlten. Er würdigte dies als Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Hochschule, Stadt und Kreis. Die beiden Studierenden Maria Friedel und Christoph Jentsch lobten die ganz besondere Studienatmosphäre am Campus Bad Mergentheim. Als problematisch beurteilte Maria Friedel es, die Absolventen nach dem Studium langfristig in der Main-Tauber-Region zu halten. Viele würden nach zwei bis drei Jahren nochmals einen Auslandsaufenthalt oder ein weiterführendes Studium in einem urbanen Zentrum anstreben und kehrten danach nicht mehr ins Taubertal zurück. Maria Friedel und Christoph Jentsch waren sich einig, dass die Qualität des Studentenlebens am Campus Bad Mergentheim anderen Universitäten oder Hochschulen in Großstädten vorzuziehen sei. Vieles müssten die Studierenden zwar selbst organisieren, dafür genössen sie die persönliche Atmosphäre und auch die gute Betreuung am Campus Bad Mergentheim. Die Stärken der Region müssten allerdings noch besser überregional bekannt gemacht werden, so die Einschätzung der Studierenden.
- DHBW Mosbach lädt Schüler ein Berge von theoretischem Wissen oder doch direkt in den Beruf einsteigen? Viele Schüler sind nach dem Abi unentschlossen, wie es weitergehen soll. Die DHBW Mosbach bietet für junge Menschen vom 2. bis 6. November verschiedene Vorlesungen der Wirtschaftswissenschaften zum Schnuppern an, um das duale Studium vorzustellen. Wer weder auf Theorie noch auf Praxis verzichten möchte, bekommt an der DHBW Mosbach beides: Dreimonatige Phasen im Unternehmen und in der Hochschule wechseln sich ab, Theorie und Praxis greifen ineinander. Das bereitet bestmöglich auf den Beruf vor. In den Herbstferien vom 2. bis 6. November besteht die Möglichkeit, an die zwei Campus nach Mosbach und Bad Mergentheim zu kommen. Die Teilnehmer wählen zwischen Themen wie Controlling, Finanzbuchhaltung, Krankenhausfinanzierung oder Grundlagen International Business. Zusätzlich erhalten sie einen Einblick in den Hochschulstandort, können sich bei Einzelterminen beraten lassen und erste Kontakte knüpfen. Alle Termine sind im Internet zu finden. Eine Online-Anmeldung ist notwendig: www.mosbach.dhbw.de/schnuppervorlesung .
- Der Weltenergierat – Deutschland hat eine wissenschaftliche Empfehlung für eine umweltverträgliche Förderung unkonventionellen Erdgases in Deutschland und Europa vorgelegt. Prof. Dr. Andreas Seeliger von der DHBW Mosbach und Prof. Dr. Felix Müsgens von der TU Cottbus sind die Autoren der Jahrespublikation mit dem Titel „Energie für Deutschland 2013“. Prof. Dr. Andreas Seeliger lehrt seit 2011 an der DHBW Mosbach Volkswirtschaft und Energiewirtschaft. Zuvor arbeitete er mehr als zehn Jahren in verschiedenen Positionen in der Energiewirtschaft und ist auch aktuell nebenamtlicher Berater für energiewirtschaftliche Fragestellungen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören vor allem die Ökonomik von Öl- und Gasmärkten, Energiepreisprognosen sowie aktuelle Fragen der Energiepolitik. Zurzeit ist er auch als Experte für das EU-Programm „Western Balkans Investment Framework“ aktiv, in dem Wirtschaftsministerien der EU-Aufnahmekandidaten in Südost-Europa in der Umsetzung verschiedener EU-Richtlinien zum Energiemarkt unterstützt werden. Mit seinem Engagement leistet er den für die Duale Hochschule Mosbach spezifischen Transfer zwischen Forschung, Theorie und praxisnaher Vermittlung eines aktuellen Themas. Der gemeinnützige Weltenergierat – Deutschland gibt jedes Jahr mit einer eigenen Publikation „Energie in Deutschland – Fakten, Perspektiven und Positionen im globalen Kontext –“ einen Überblick über die wichtigsten energiewirtschaftlichen Daten und Perspektiven für die Welt, Europa und für Deutschland. Er ist das nationale Mitglied für die Bundesrepublik Deutschland im World Energy Council (WEC). Mitglieder des politisch unabhängigen Weltenergierats – Deutschland sind Unternehmen der gesamten Energiewirtschaft, Institutionen der Wissenschaft und Verwaltung sowie Einzelpersönlichkeiten. Zu den Aufgaben des Weltenergierats gehören unter anderem die Untersuchung aller nutzbaren Energiequellen unter Beachtung der Ressourcenschonung, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit sowie die Unterrichtung der Öffentlichkeit und Politik über die Zusammenhänge von Energie, Umwelt und Wirtschaft. Prof. Dr. Andreas Seeliger und Prof. Dr. Felix Müsgens warnen in der neuen Publikation des Weltenergierats – Deutschland „Energie für Deutschland 2013“ vor wirtschaftlichen Konsequenzen durch den „Shale-Gas Boom“ in den USA. Das ist die Förderung von Erdgas, das in dichtem Schiefergestein eingeschlossen ist und daher deutlich anspruchsvoller zu fördern ist als konventionelles Erdgas. Beim so genannten „Fracking“ werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in das Schiefergestein gepresst, um das Erdgas freizusetzen. Während diese Methode in den USA längst eingesetzt wird und zu deutlich sinkenden Gas- und Strompreisen geführt hat, ist ein Gesetz zum Fracking in Deutschland Anfang Juni gescheitert. Bei Umweltschützern ist Fracking wegen einer möglicherweise zu hohen chemischen Belastung des Trinkwassers umstritten. Die Professoren fordern, die Technologie für die Förderung von unkonventionellem Gas in Deutschland weiterzuentwickeln. Hierbei könnten auch deutlich weniger umweltbelastete Verfahren als in den USA eingesetzt werden, um den strengeren deutschen Umweltvorschriften gerecht zu werden. In der vorgelegten Analyse der Auswirkungen des Shale-Gas-Booms in den USA auf Deutschland und Europa im Auftrag des Weltenergierats wurde festgestellt, dass die Unterschiede in den Energiepreisen zu Wettbewerbsnachteilen in Deutschland führten. Waren die Erdgaspreise in den USA und Deutschland einst auf vergleichbarem Niveau, sind sie aktuell in Deutschland dreimal so hoch wie in den USA. Dort wird Gas wegen des günstigen Preises verstärkt auch zur Stromerzeugung eingesetzt, während dieses Marktsegment in Deutschland stagniert. Ist der Industriestrompreis dort seit 2008 nicht gestiegen, liegt er in Deutschland nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) doppelt so hoch: rund 15 US-Ct/kWh gegenüber etwa 7 US-Ct/kWh. „Das Risiko von Abwanderungen energieintensiver Industrien ist größer geworden“, sagte Prof. Dr. Andreas Seeliger auf der Pressekonferenz in Berlin. Zwar bestehe die Attraktivität eines Industriestandorts nicht ausschließlich aus Energiekosten, sie seien aber ein wichtiger Baustein, bei dem sich die Balance deutlich zugunsten der USA verschoben hat. Darüber hinaus könne Shale-Gas ein Baustein für Erdgas als Brückentechnologie der Energiewende sein, da das Potenzial technisch gewinnbaren unkonventionellen Erdgases in Deutschland laut den Zahlen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe mit 2,3 Bio. m³ um ein Vielfaches höher ist als die verbliebenen konventionellen Reserven und Ressourcen mit knapp 0,3 Bio. m³. Einen Fracking-Boom in Deutschland erwarten die Experten wegen der hier geltenden hohen Umweltauflagen jedoch nicht. Die Publikation „Energie in Deutschland 2013“ kann kostenlos beim Weltenergierat – Deutschland angefordert oder im Internet heruntergeladen werden.
- Die Industrie hat erkannt, dass das professionelle Management industrieller Services ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Differenzierung im nationalen und internationalen Markt ist. Darüber hinaus kann es die Innovationskraft, die Kundenorientierung und die langfristige Kundenbindung unterstützen sowie wichtige Impulse für den vertrieblichen Erfolg geben. Als Reaktion auf die Anforderungen der Industrie wird im Studiengang BWL-Industrie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach das Fach Industrielles Service Management angeboten. Ergänzend zu dem Studienangebot wurde das Mosbacher Industrieforum ins Leben gerufen, um eine Plattform für den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Industrie und Hochschule zu bieten. Im Fokus stehen dabei: neue Erkenntnisse gewinnen, Meinungen und Problemstellungen austauschen und Lösungsmöglichkeiten mit Gleichgesinnten erörtern. Das 1. Mosbacher Industrieforum am 24. Mai 2011 stellt dieses Mal Aspekte aus den Bereichen Betriebliches Instandhaltungsmanagement und Industrielles Service Management in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Produktions- und Instandhal-tungsleiter, Serviceleiter, Marketingleiter und marktorientierte Führungskräfte. Die Teilnehmer erfahren mehr über neue Technologien, Trends und Entwicklungen und können mit Hochschullehrern und Kollegen gleichermaßen diskutieren. Programm: 13.30 – 14.00 Uhr Get-together & Mittagsimbiss 14.00 – 14.15 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach Prof. Andreas Weißenbach, DHBW Mosbach 14.15 – 14.45 Uhr „Situation der betrieblichen Instandhaltung – ein wenig beachteter Erfolgsfaktor“ Prof. Andreas Weißenbach, DHBW Mosbach 14.45 – 15.15 Uhr „Geplante Instandhaltung oder ungeplantes Störungsmanagement mit Hilfe webbasierender IPS-Systeme – ein Beispiel“ Dipl.-Ing. (FH) Alwin Schauer, EuSIS – Europäische Standort Informations Service GmbH 15.15 – 15.30 Uhr Diskussion und Ausblick Prof. Andreas Weißenbach, DHBW Mosbach 15.30 – 16.00 Uhr Kaffeepause 16.00 – 16.30 Uhr „Life Cycle Exzellenz – Service Management mit dem Life Cycle Index“ Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jörg Niemann, ABB AG 16.30 – 17.00 Uhr „Service und Marketing: Stronger Together – Warum Best-in-Class-Service alleine nicht reicht“ Dipl. oec. Carsten Neugrodda, Océ-Deutschland GmbH 17.00 – 17.15 Uhr Diskussion und Ausblick Prof. Dr. Seon-Su Kim, DHBW Mosbach 17.15 – 17.45 Uhr Verabschiedung und Ausklang mit Networking Prof. Dr. Seon-Su Kim, DHBW Mosbach DOWNLOAD des Veranstaltungsflyers
- Freitag, der 13. – ein perfekter Tag für eine Exkursion Die angehenden Bauingenieure des Kurses PM15B unternahmen am Freitag, den 13.10.2017, eine eintägige Exkursion, bei der zahlreiche neue Erkenntnisse und imposante Eindrücke zurückblieben. Am Vormittag stand ein Besuch der Herrenknecht AG in Schwanau auf dem Programm. Die Herrenknecht AG ist Weltmarktführer für maschinelle Tunnelvortriebstechnik und hat beispielsweise die Tunnelbohrmaschinen für Meilensteine der Bautechnik wie den Gotthard-Basistunnel entwickelt und produziert. Auf dem Produktionsgelände fand eine lehrreiche Führung statt, wobei das Highlight sicherlich die Besichtigung einer vollständig aufgebauten Tunnelbohrmaschine mit knapp 11 Meter Durchmesser und rund 150 Meter Länge war, die Funktionstests durchführte. Nach der Stärkung durch ein Mittagessen in gemütlicher Runde ging es weiter nach Rheinau-Linx. Dort ist der Sitz von WeberHaus, einem Hersteller von Holzhäusern in Fertigbauweise. WeberHaus produziert Häuser in Holzrahmenbauweise mit ökologischer Gebäudehülle, d.h. auch für die Dämmung werden Baustoffe auf Holzfaserbasis eingesetzt. In der Fertigungsstraße konnten sich die Studierenden von den Vorteilen einer industriellen Fertigung überzeugen, dort werden die einzelnen Wand- und Deckenelemente inklusive aller Einbauten der technischen Gebäudeausstattung vorgefertigt. Die Elemente werden dann auf die Baustelle transportiert und innerhalb eines Tages von einem Montageteam zum fertigen Haus zusammengebaut. Zum Abschluss der Werksbesichtigung konnten die Studierenden noch die fertigen Produkte in Form von Musterhäusern besichtigen. Die Organisation der Kurs-Teilnehmer Alexander Berger und Anna-Lena Bing sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Tages, selbst das Wetter spielte perfekt mit. Begleitet wurde der Kurs von Studiengangsleiter Prof. Dr. Markus Schönit und Tunnelbau-Dozent Rainer Jouaux.