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News:
Studium Generale: Politischer Klimawandel beim Umweltschutz gefordert

- Hochwasser in Bangkok, Wintereinbruch an der Ostküste der USA, Hitzewellen in Europa, Dürre und Hungersnot in Afrika, Drogentote in Mexiko, politische Unruhen in den arabischen Staaten: Prof. Dr. Ursula Oswald Spring aus Mexiko und PD Dr. Hans Günter Brauch aus Mosbach entwarfen beim Studium Generale zum Thema „Globaler Umwelt- und Klimawandel und Nachhaltigkeit: Perspektiven aus Lateinamerika und Europa“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach eine globale Sicht auf unsere Umwelt und forderten ein gemeinschaftliches Umdenken und nachhaltiges Konzept zur Vermeidung weiterer Gefahren für die Natur und den Weltfrieden. Sie legten Zusammenhänge zwischen Klimakatastrophen und politischen Umbrüchen dar und machten deutlich: Es gibt nur diese eine Welt, und auf der leben mittlerweile sieben Milliarden Menschen. Was in der evolutionshistorisch relativ kurzen Zeit menschlicher Existenz schon zerstört worden ist, macht aus – nicht identischen - Menschen Täter, Opfer und – hoffentlich – auch Retter. „Die Zerstörung der Biodiversität macht mir die größten Sorgen“, sagte Ursula Spring Oswald und zeigte, wie die vielfältigen, sensiblen Ökosysteme aufeinander angewiesen sind. So seien bereits 30 Prozent der Mangroven und 20 Prozent der Korallenriffe zerstört. (Trink-)Wassermangel, Bodenerosion, unfruchtbare Böden, tote Meere – ein Horrorszenario. „Was wir heute machen, wirkt erst in 2000 Jahren“, sagte die Wissenschaftlerin mit Bezug auf die Treibhausgase, „ und trotzdem ist es wichtig, sie aufzuforsten“. Allerdings stünden politische Interessen oft gegen einen sinnvollen Umweltschutz. So sorgen etwa Nordamerika und China für mehr als 40 Prozent der Treibhausgase. Nachvollziehbarer ist Springs weiteres Beispiel für das Ungleichgewicht verschiedener Staaten: Eine Milliarde Menschen haben Hunger, vier Milliarden Menschen haben Übergewicht. „Wenn sich die Umwelt ändert, ändert sich die Gesellschaft“, so Spring, „Profitmaximierung und Kurzzeitinteressen“ begünstigten die weitere Zerstörung. Auch Hans Günter Brauch forderte eine aktive Klimapolitik und verbindliche Regeln. Er schilderte anschaulich, wie Missernten und daraus resultierender Nahrungsmangel zu Unzufriedenheit und politischen Umbrüchen, zum Beispiel der französischen Revolution, führte. Migration aufgrund von Umweltveränderungen, militärische Abwehr und die Wahrscheinlichkeit von Kriegen um Wasser und Nahrung wurden von ihm erläutert. Eindringlich machte er deutlich, wie fatal die Haltung „business as usual“ in der Gesellschaft sei. Er forderte die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft. In seiner Vision brauchen wir eine Nachhaltigkeitsrevolution. Wichtig, so Spring, sei, dass wir „proaktiv“, also vorbeugend, handeln und nicht reaktiv. Beide Wissenschaftler sprachen die zahlreich erschienenen Studenten im Publikum oft direkt an: „Es ist Ihre Zukunft. Sie werden sehen, ob es eine echte Nachhaltigkeitsrevolution gegeben hat und wie die Welt im Jahre 2050 sein wird.“ Interessante Informationen zum Thema findet man unter www.afes-press.de und in den beiden umfangreichen Büchern "Herausforderungen des Globalen Umweltwandels" und "Antworten auf den Globalen Umweltwandel, Naturkatastrophen und Sicherheit" (Springer-Verlag, 2011), von denen die Autoren Brauch und Oswald Spring jeweils ein Exemplar während einer kleinen Feierstunde im Mosbacher Rathaus der DHBW Mosbach und der Stadtbibliothek Mosbach als Spende überreichten.

News:
„Es braucht die große Transformation“

- Der Vortragende: Andreas Huber, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, einer „Denkfabrik für Zukunftsfragen“. Er ist seit mehr als zehn Jahren als professioneller Redner auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit unterwegs und weiß, wovon er spricht. Ein aufschlussreicher und bewegender Nachmittag also, den die DHBW zum Auftakt der Europäischen Nachhaltigkeitswoche (ESDW) an der Hochschule für die vielen Interessierten vor Ort und im Online-Livestream organisiert hatte. Ausgangspunkt: die angenehme Welt, in der wir leben, gerade hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten. Aber das, was das Leben angenehm macht, geht auf Kosten der Erde. Und die wehrt sich, mit Dürren, Starkregen, Artensterben und mehr. Energie gibt’s auch hierzulande plötzlich nicht mehr für jeden und schon gar nicht mehr billig. Dass das Wachstum an Grenzen stößt, hat der Club of Rome –eine informelle Vereinigung von engagierten Fachleuten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus 53 Ländern – schon 1972 in einer bis heute viel beachteten Studie propagiert: „Die Grenzen des Wachstums“. 50 Jahre später steht Andreas Huber als ein Vertreter dieser wichtigen „Denkfabrik“ auf dem Mosbacher Audimax-Podium, um zu erklären, wie „aus Nachhaltigkeit ein ‚Abenteuer des Geistes‘“ werden kann. „Beyond Sustainability“ – Jenseits der Nachhaltigkeit – ist sein Vortrag überschrieben, und Huber legt auch gleich richtig los, indem er sich erstmal eine Zigarette anzündet. Der gewünschte Lerneffekt: „Dinge, die noch vor wenigen Jahren ganz alltäglich waren, gelten innerhalb kürzester Zeit als absurd.“ Wie etwa das Rauchen in diesem Moment an diesem Ort. Huber macht sich Sorgen, was seine beiden zweijährigen Zwillingstöchter in 50 oder 100 Jahren wohl erleben werden. Was ihn mit Blick auf die Zukunft umtreibt: „Wir kennen die Probleme und haben die Lösungen. Aber es passiert zu wenig.“ Ein Grundproblem: Der Menschheit sei die Demut abhandengekommen. „Die Erde ist der einzige uns bekannte Planet, der Leben ermöglicht.“ Unglaublich alt seien Universum und Erde. „und es wird wahrscheinlich auch in 1 Million Jahren noch Pflanzen auf unserem Planeten geben.“ Aber was ist mit unserer Zivilisation? „Wir setzen unsere zivilisatorische Qualität aufs Spiel.“ Wäre die Erde ein Beziehungspartner – würde man sie derzeit mit Respekt, Wertschätzung, Empathie behandeln? „Eher nicht. Wir empören uns nicht, wenn in dieser Beziehung etwas kaputt geht. Und das ist für mich das Kernproblem der Nachhaltigkeit.“ Huber redet über Anthroposphäre – all das Menschengemachte, das aus dem menschlichen Gestaltungstrieb kommt – und setzt es ins Verhältnis zur Biogeosphäre – „all das, was der Planet zur Verfügung hat, um Leben zu ermöglichen.“ Hier gibt es schon ein Missverhältnis allein durch den Blickwinkel, wie ein Bild von einem Tier auf einer Straße verdeutlicht: „Der Mensch sieht eine Straße, auf der er schnell von A nach B kommt und nicht, dass er in den Lebensraum des Tieres eingedrungen ist.“ Er erinnert an die Entstehungsgeschichte des Club of Rome, dessen Mitgründer Aurelio Peccei – ein italienischer Industrieller – in den 1960er Jahren das Gefühl gehabt habe: „Irgendwas stimmt hier nicht, wir befinden uns auf einem falschen Weg, ich mache mir Sorgen.“ Aus der folgenden Diskussion mit Experten entstand die bis heute aktuelle Studie „Die Grenzen des Wachstums“. Rund 40 Minuten lang gibt Andreas Huber solche Denkanstoßstöße in Sachen Nachhaltigkeit. Jeder Satz ein Treffer, könnte man den Vortrag salopp zusammenfassen – der erfahrene Referent weiß, wie man ein Publikum fesselt und den Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Sachen nachhaltigem Agieren auf den Punkt bringt. Ein weiterer Gedanke: „Aurelio Peccei war schon damals überzeugt, dass es zur Bewältigung der Aufgaben vor allen Dingen ein ‚Abenteuer des Geistes‘ braucht, ein Vorankommen im Denken, im Wertesystem, im Leitsystem“. Der Mensch entwickele in kurzer Zeit mächtige Werkzeuge, aber das menschliche Denken entwickele sich nicht in der gleichen Geschwindigkeit mit. Die Folge sei letztlich eine völlige Überforderung der planetaren Grenzen. Bislang habe der Mensch mit seiner zivilisatorischen Entwicklung Glück gehabt – „aber wir sind dabei, dieses Glück zu verspielen.“ Womit primär? Durch die Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre. Angemessen zu reagieren habe natürlich einen Preis, denn es fühle sich unangenehm an, wenn man etwas im persönlichen Verhalten oder in der Wirtschaft verändere: „Im falschen System das Richtige zu tun, ist verdammt schwer.“ Huber plädierte daher für einen Systemwechsel, für neue Leitsätze und Narrative. Es gelte, einen Berg zu überwinden: „Es braucht die große Transformation. Das wird Arbeitsplätze und Geld kosten und unangenehm sein.“ Viele Dinge, die heute noch selbstverständlich sind, würden in 30 oder 40 Jahren hoffentlich für Empörung und Unverständnis sorgen – so wie seine angezündete Zigarette zu Beginn des Vortrags. Intensiv wurde es auch danach bei der von Professorin Anja Kern (Studiengangsleiterin BWL-Handel) moderierten Podiumsdiskussion. Mit DHBW-Präsidentin Martina Klärle und dem Stuttgarter Professor Erich Zahn – 1972 einer der Mitautoren von „Grenzen des Wachstums“ – brachten sich eine Umweltwissenschaftlerin und ein Ökonom meinungsstark in die Thematik ein. Zahn nannte das Problem der hohen Bevölkerungsentwicklung: „Wir werden demnächst 8 Milliarden Menschen sein – als wir 1972 unser Modell entwickelten, waren es 3,2 Milliarden. 2086 werden es 10,4 Milliarden sein. Die Frage ist: Können wir uns das leisten?“ Er skizzierte weit verbreitete „unreflektierte“ Hoffnungen“, es würde schon nicht so schlimm werden: „Das verleitet uns, zu spät zu kommen.“ Martina Klärle schilderte ihre Erkenntnisse aus einem Grönland-Besuch mit dem Meteorologen und Klimaforscher Mojib Latif: „Das war für mich ein Schlüsselerlebnis und ich merkte: Wir können nicht mehr warten, wir müssen jetzt jeder für sich etwas tun!“ Egal wo man ist, egal wann man ist, egal mit wem man ist – man müsse handeln. Dies sei auch ihr Ziel als DHBW-Präsidentin: „Dafür sorgen, dass wir immer wieder ein kleines Schrittchen vorankommen.“ Auch dass die DHBW im Mosbacher Audimax mit dieser Veranstaltung – und vielen weiteren im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche – Schritte vorankommt, sind kleine, aber wichtige Handlungen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Ab Oktober 2023 startet der Bachelor-Studiengang "Sustainable Management" an der DHBW Mosbach. Informationen dazu gibt es unter: www.mosbach.dhbw.de/sm

News:
Der Stoff, aus dem CO²-freie Träume sind

- „Energiewende“ steht als Motto über einer Reihe des Studium Generale an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, initiiert von Prof. Dr. Rainer Klein, Leiter des Studiengangs Mechatronik. In der dritten dieser öffentlichen Lehrveranstaltungen sollte es im Audimax um Wasserstoff gehen. Als Energieträger der Zukunft wird das Molekül mit dem Symbol H2 gehandelt. Raketen treibt er längst an. Auch Züge, Flugzeuge und Schiffe. Als Ersatz für Erdgas, Öl und Kohle ist er Teil der Nationalen Wasserstoffstrategie. Aber taugt der H2 auch für den irdischen Normalverkehr? Als Gastreferenten hatte Klein den Manfred Scholl unterrichtet am Schülerlabor des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im 30 Kilometer entfernten Lampoldshausen. Dort wird erstmals ein DLR-Standort nachhaltig auf der Basis von „grünem“ (emissionsfreiem) Wasserstoff mit Energie versorgt. Die dafür notwendige Energie wird mit überschüssiger Elektrizität von 18 Windrädern im benachbarten Harthäuser Wald erzeugt. Technologie und Knowhow aus Jahrzehnten langem Umgang mit Wasserstoff in der Raumfahrt, wird in die Sektoren Mobilität und Energie transferiert. Über die Notwendigkeit der Energiewende brauche man nicht zu diskutieren, führte Gastgeber Klein ins Thema ein. „Aber wie wir die Energiewende aktiv herbeiführen können“, ist sein Anliegen. „Dass wir uns dabei nicht allein auf die Politik verlassen können, zeigen leider die immer wieder nicht erreichten Ziele der Energie- und Klimapolitik der letzten Jahrzehnte.“ Bekannt als Verfechter der Elektromobilität erlaubte sich der Dozent noch vor dem Vortrag die Feststellung: „Viele warten aufs Wasserstoff-Auto, ich verrate Ihnen: es wird nicht kommen.“ Was von seinem Gast auch bald bestätigt wurde. Wie notwendig für Scholl die Energiewende ist, das machte der Ingenieur, der bekannte, einen Golf Diesel zu fahren, gleich zu Beginn deutlich: „Ich spreche nicht vom Klimawandel, denn wir haben eine Klimakrise.“ Das Rückgrat der Energiewende bilden für ihn Sonne und Wind, der Schlüssel sei der Wasserstoff. Die Schlüsselrolle komme dem Wasserstoff als Speichermedium zu. „Dann, wenn wir wenig Wind und wenig Sonne, so genannte Dunkelflauten haben.“ Weil es darum geht, klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) zu vermeiden, ist die Herstellung von Wasserstoff nur dann „grün“, wenn er durch Elektrolyse aus Wasser erzeugt und in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. „Grün“, CO2-frei aber wird’s logischerweise nur mit Strom aus erneuerbaren Energien. So ein sektorenübergreifendes Kraftwerk sei die Forschungsplattform „HO2rizon“, verriet Scholl, dafür habe man 2020 vom Land Baden-Württemberg 16 Millionen Euro erhalten. Die Kosten für grünen Wasserstoff bezifferte Manfred Scholl auf derzeit rund 20 Euro pro Kilogramm, das sei zwar (noch) mehr als bei der Erzeugung von „grauem und blauem“ Wasserstoff, die aber hinterließen CO2. „2050 könnten wir bei einem Kilopreis für grünen H2 von drei Euro sein.“ Wie wichtig es ist, Kohlendioxid als Klimakiller zu vermeiden, machte der Vortragsredner auch an der eigenen Lebensgeschichte deutlich. „Mein erstes Auto war ein Käfer mit 40-Liter-Tank. War der leer, waren 106 Kilogramm CO2 in der Luft.“ Scholl empfahl beim nächsten Tanken daran zu denken, die Tankmenge mit dem Faktor 3,7 zu multiplizieren. „Dann wissen Sie, dass das Produkt in Kilogramm Ihr CO2-Ausstoß sein wird.“ Strom aus Wasserstoff zu gewinnen, damit eine Brennstoffzelle zu be- und etwa ein Fahrzeug anzutreiben, ist nur eine bedingte Alternative, da der Wirkungsgrad weit hinter dem Batterie-elektrisch betriebener Autos zurückbleibe. Während der Wirkungsgrad beim Verbrenner unter zehn Prozent liege, schaffe das Batterieauto mehr als 90 Prozent. „Doch Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr könnten so klimaschonend laufen“, sieht Scholl Möglichkeiten. „1000 Kilometer schafft ein Lkw spielend.“ Auch bei Großprojekten in der Stahl- und Chemieindustrie, bei denen thermische Energie aus H2 hergestellt werde, auf schwer zu elektrifizierenden Bahnstrecken oder zum Betreiben von Gaskraftwerken mit klimaneutralen Gasen habe Wasserstoff Potential. „Es geht voran mit dem H2 in Deutschland“, begrüßte Scholl die von Bundesregierung vor zwei Jahren beschlossene Nationale Wasserstoffstrategie, von der man auch im Lampoldshausener „Reallabor“ profitiere. Doch: „Es muss extrem schnell gehen“, blickte Manfred Scholl auf die deutsche Wasserstoff-Zukunft, „wir sind die qualifizierte Industrienation, um einen großen Anteil des Weltmarktes zu sichern.“

News:
Erster Story Slam am Campus Bad Mergentheim

- Die Aufgabe: Stricke aus 5 für alle gleich vorgegebenen Substantiven eine kleine, unterhaltsame Geschichte, maximal eine DIN A4 Seite lang. „Reizwortgeschichte“ nennt man das im Deutschunterricht. Die Geschichte wird einer Jury – hier dem anwesenden Publikum – vorgelesen, die dann entscheidet, wer Story-Queen oder Story-King wird. 5 Studierende und Mitarbeitende haben sich der Herausforderung gestellt. Im adventlich geschmückten Pavillion trugen sie ihre Storys vor. Diese zeigten trotz der gleichen Vorgaben völlig unterschiedliche Themen und Stimmungen, von vorweihnachtlich-fröhlich bis nachdenklich und brachten zum Teil erstaunliche erzählerische Fähigkeiten zu Tage. Nicht nur das Publikum hatte sichtlich Freude am Wettbewerb und spendete eifrig Beifall. „Die Idee war, mit diesem kleinen Event Wissenschaft und Kreativität zu verbinden und das ist uns gelungen“, freute sich Jessica Haass, die Initiatorin des Stroy Slams, die sich ebenfalls mit einer eigenen Geschichte am Wettbewerb beteiligte. Am Ende kürte das Publikum Prof. Dr. Volker Siegismund vom Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit seiner bewegenden Geschichte „Naim träumt“ zum Story-King. Bei Weihnachtsgebäck und Punsch klang die Veranstaltung aus und alle waren sich einig, dass eine Wiederholung angestrebt werden sollte. Naim träumt - Volker Siegismund (Sieger-Story) Als Weihnachten noch seinen Zauber hatte - Bastian Klopf Die Stille des Berges - Jessica Haass Spitze - Charlotte Schwandt Jägeradvent - Bettina Schütte

News:
Weiterbildung des ZHL: (Digitale) Generationen – auf wen lasse ich mich da ein?

- Das ZHL bietet für die DHBW Mosbach direkt in Mosbach das Seminar: " (Digitale) Generationen – auf wen lasse ich mich da ein? " an. Die Zielgruppe der Studierenden wird immer heterogener und die Anforderungen an Sie und ihre Umwelt verändert sich stetig, vor allem aber durch immer schneller aufkommende technologische Veränderungen. Wie kann die Lehre auf diese Veränderungen eingehen und wo gibt es Grenzen? Was können oder sollten Sie als Lehrperson beachten und wie kann die Veränderung zum Nutzen der Lehreinheiten werden? Die Veranstaltung findet am 24. April 2023 in Mosbach statt. Anmeldung und weitere Informationen finden Sie über die Weiterbildungsplattform der DHBW.

News:
EdCoN Learning Festival

- Am 19.04.2023 findet das EdCoN-Learning Festival am Bildungscampus in Heilbronn statt. Alle Lehrende, Studierende und Interessierte der DHBW und darüber hinaus sind herzlich eingeladen. Lassen Sie sich überraschen von der Vielzahl unterschiedlicher Angebote und toller Referent*innen! Der Tag steht unter dem Motto „Neues (Kennen-) Lernen“! und bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse der 10 an der DHBW gegründeten Education Competence Center und die wachsende Community zu innovativer Lehre und Lernen kennenzulernen. Jedes Education Competence Center wird dabei zum Erfahren, Lernen und Mitmachen anregen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektes EdCoN.

News:
New Study Informatik: Digitales Studium für eine digitale Arbeitswelt

- Professorin Kay Berkling kann ihren Stolz nicht verhehlen. Vor wenigen Tagen hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes einen neuen Studiengang an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zugelassen, der deutschlandweit einmalig ist: New Study Informatik, ein virtuelles duales Studium in englischer Sprache über sechs Semester. „Jetzt kann es mit der Akquise von Interessierten losgehen – im Herbst dieses Jahres starten wir“, sagt die Studiengangsleiterin, die mit Kolleginnen und Kollegen sehr viel Arbeit in das neue Angebot gesteckt hat. Ihr Erwartungshaltung ist eindeutig: „Das wird was, das geht nach vorne los!“ Was die Hochschullehrerin, die für das neue Studienangebot extra innerhalb der DHBW vom Standort Karlsruhe nach Mosbach wechselte, so optimistisch macht: „Unser Angebot passt absolut in die Zeit, war fast schon zwangsläufig. In der Pandemie haben die meisten Firmen erlebt, dass vernetztes digitales Arbeiten nach kurzer Anlaufzeit problemlos läuft. Mit dem Begriff ‚New Work‘, der sich mittlerweile durchgesetzt hat, kann jeder etwas anfangen.“ Gleichzeitig hat auch die DHBW reichhaltige Erfahrungen bei der Digitalisierung der Lehre gemacht. Zuerst zwangsläufig, wie Berkling sagt, dann mit zunehmender Freude: „Für uns Informatikerinnen und Informatiker wurde diese Herausforderung zum Erfolgserlebnis, weil wir am Ende sagen konnten: Online-Lehre funktioniert!“ Das sagt die Mosbacher Professorin nicht so einfach dahin: Sie hat es zusammen mit Professor Dirk Saller (ebenfalls DHBW Mosbach) und Professorin Carmen Winter (DHBW Stuttgart) auch nachgewiesen. „Selbsteinschätzung der Kompetenzen von Bachelor-Studierenden der Informatik“ hieß die Forschungsarbeit, in der das Trio die Erkenntnisse von digitalem Lehren und Lernen während der Corona-Pandemie untersuchte – und zweifelsfrei feststellte, dass Online-Lehre in der Informatik im dualen Studium klappt und alle wichtigen Kompetenzen vermittelt, die sonst durch Präsenzlehre erzielt werden. Was die DHBW daraus ableitete, war aber eben nicht, dass diese Präsenzlehre ausgedient hat. „Ganz im Gegenteil. Unsere Erkenntnisse haben uns vielmehr gezeigt, dass es Studierende gibt, für die aus ganz unterschiedlichen Gründen das digitale Studium besser passt: Menschen mit Familie, an entfernteren Orten oder in sozialen Engagements, die ihren Wohnort nicht aufgeben wollen, aber dennoch dual studieren möchten. Oder Menschen, die Angehörige pflegen, selbst chronisch krank sind oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Manche – auch das zeigt unsere Studie – fühlen sich mit dieser Art des Lernens auch wohler.“ In der Vergangenheit seien ganz neue Demographien entstanden, darauf reagiere die DHBW mit dem Digital-Angebot. Auch die dualen Partner seien überzeugt und teilweise sogar begeistert von dem virtuellen Studiengang: „Dass sich die Arbeitswelt in Richtung vernetzter digitaler Arbeit verändert hat, ist Fakt. ‚New Work‘ beginnt schon mit dem Studium. Wenn es eine passende Ausbildung gibt, die die dazu gehörenden ‚Skills‘ gleich mit einübt – umso besser.“ Dazu passt, dass das Angebot konsequent auf Englisch läuft. Der Fachkräftemangel, den auch die dualen Partner der DHBW intensiv spüren, erfordert die Integration internationaler Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt. „Das muss dank unseres Studienangebotes aber nicht zwingend mit einer dauerhaften Präsenz in Deutschland verbunden sein. Warum nicht dual in Verbindung mit einer deutschen Firma an einer deutschen Hochschule studieren, aber weiter im Heimatland leben?“, sagt Berkling. Ein Teil dringend benötigter Fachkräfte könne auch auf diese Art und Weise gefunden werden. Bestandteil des Studiums sei natürlich auch, die Englischkenntnisse fachspezifisch zu verbessern. Ganz ohne Präsenz gehe es auch in diesem Studiengang nicht: „Es gibt Kick-Off-Events, und auch die Prüfungen finden in Präsenz statt. Wir lernen uns alle also auch von Angesicht zu Angesicht kennen.“ Die dualen Partner würden natürlich in den Praxisphasen ihre neuen Mitarbeitenden immer wieder vor Ort einsetzen, „aber wie gesagt: sie müssen ihren Lebensmittelpunkt nicht zwingend hierher verlagern.“ Obwohl die DHBW mit dem Angebot „längst nicht bei Null anfängt“, begleitet sie den Studiengang weiter wissenschaftlich und passt ihn an, wo es die weiteren Erfahrungen nötig machen. Als Pilotprojekt begeistert das neue Angebot naturgemäß auch die DHBW-Leitung. „New Study Informatik trägt hochschulweit zur Diversität bei und stärkt gleichzeitig die internationale Sichtbarkeit der DHBW“ sagt Professorin Gabi Jeck-Schlottmann, die Rektorin der DHBW Mosbach. „Wir sammeln hier wertvolle Erfahrungen für die Zukunft. Heute studieren, was morgen gebraucht wird – an dieser Maßgabe sind wir mit dem digitalen Studiengang ganz nah dran.“

News:
Start des 1. Theoriesemesters für unsere Erstis - Info-Veranstaltung für Ausbildungsbetreuer*innen

- Kurz vor Beginn des ersten Theoriesemesters unseres Jahrgangs 2022 fand gestern um 12:00 Uhr eine Info-Veranstaltung speziell für die Ausbildungsbetreuer*innen unserer Erstsemester statt. Zur Durchführung kam die DHBW Videokonferenz-Plattform BigBlueButton zum Einsatz, die sich mit Beginn der Corona-Pandemie etabliert hat. Nach einer Kurzvorstellung unseres Studiengangs wurden die Ziele und der Ablauf des Dualen Studiums vorgestellt und dann auf das 1. Studienjahr mit seinen Theorie- und Praxisphasen eingegangen. Natürlich konnten auch Fragen zu anderen Themenbereichen diskutiert werden. Mit dieser Veranstaltung ergänzen wir den regelmäßigen Dialog und Austausch mit unseren Partnerunternehmen: Jeweils im Mai findet unser Ausbilder*innentreffen Wirtschaftsingenieurwesen in Präsenz im Wechsel in Bad Mergentheim und Mosbach statt, zu dem wir alle unsere Ausbildungsunternehmen einladen Zu Beginn der Bachelorarbeiten jeweils im Juni bieten wir eine Info-Veranstaltung für die Betreuer*innen der Bachelorarbeiten an, die dafür speziell eingeladen werden. Im November wird es dann wieder Informationen zum Start des 1. Theoriesemesters geben, Falls Sie weitere Fragen haben oder nähere Information benötigen wenden Sie sich bitte an die Studiengangsleitung Prof. Dr. Tobias Riegmann oder Prof. Dr. Stephan Hähre.

News:
Übergabe Bachelorurkunden und Preisverleihung beste Studierende 2022

- Am 01.12. war es wieder einmal in Präsenz so weit. Der Jahrgang 2019 wurde mit der Übergabe der Bachelorurkunden verabschiedet. Erstmals erhielten alle Absolventen einen eigenen Absolventenhut und es fand das traditionelle Werfen nach der Zeugnisübergabe gemeinsam statt (siehe Bild). Preisträger der Verbände für den Jahrgang 2022 wurden: Frau Leonie Götz (Knauf) und Herr Albert Weber (Hansgrohe) als Gesamtbeste des Studienjahrganges (jeweils Notendurchschnitt 1,2) für die Kategorie Theorie und Herrn Marcel Böhm (T.I.P) als Besten für die Kategorie Praxis (aufgrund seiner drei sehr guten und innovativen Projekt- und Bachelorarbeiten) Herr Böhm arbeitete und wird weiter arbeiten für T.I.P in Waibstadt (T.I.P https://tip-pumpen.de , gleichzeitig Hersteller und Händler) und hat dort in der 1. Projektarbeit bereits ein sehr umfangreiches Konzept für den Markteintritt in den USA erstellt, in der 2. Projektarbeit eine Analyse der Vertriebswege im Online-Handel mit den verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Amazon durchgeführt und es darüber geschafft die Konditionen des Unternehmens dort zu verbessern und in der Bachelorarbeit den Produktneueinführungsprozess der T.I.P GmbH - Am Beispiel der Akkubox Travelbox 500 standardisiert, aber auch sehr innovativ die Vermarktung mit den eigenen Wechsel-Akkuboxen auf Festivals vorgenommen. Allen Preisträgern gratulieren wir als Team des Studiengangs recht herzlich zu Ihren exzellenten Leistungen und wünschen allen Absolventen alles Gute auf Ihren Berufs- und Lebenswegen.

News:
Nicht nur für Klausuren lernen, sondern für das Leben

- Studierende der DHBW befassten sich mit Nachhaltigkeit Wie kann man nachhaltiger wirtschaften und leben, um die begrenzten Ressourcen der Erde auch für die folgenden Generationen zu bewahren? Mit dieser Fragestellung befassten sich die Studierenden des sechsten Semesters im Studiengang BWL-Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach in einem dreiwöchigen Seminar. Die Interessen der global agierenden Unternehmen − geprägt durch wirtschaftliches Denken − sind oft so weit von der Sorge um Nachhaltigkeit entfernt, dass die Kluft unüberwindbar erscheint. Um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum zu erhalten, stehen Regierungen im Konflikt zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit. Innerhalb des Seminars wurden die Studierenden damit beauftragt, diese vielfältigen Dimensionen und Zusammenhänge anhand verschiedener Fragestellungen zu erfassen und trotz aller Komplexität Lösungswege aufzuzeigen. In der ersten Seminarwoche wurden die Studierenden durch Vorlesungen und Vorträge in das Konzept der Nachhaltigkeit eingeführt. Dabei wurden Ursprung, Entwicklung und verschiedene theoretische Ansätze des Nachhaltigkeitsgedankens behandelt. Die Inhalte orientierten sich am 3-Säulen-Verständnis, welches besagt, dass Nachhaltigkeit immer eine ökonomische, eine ökologische und eine soziale Dimension hat. Abgerundet wurden die theoretischen Grundlagen durch einen einleitenden wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Erich Zahn zu den „Grenzen des Wachstums“, einen Praxisvortrag eines DHBW-Absolventen zum Thema des Nachhaltigkeitsreportings sowie eine Exkursion in den Global Food Garden der Missionsgesellschaft Operation Mobilisation (OM) in Mosbach. Die von den Studierenden zu bearbeitenden Themen reflektierten diese drei Säulen: Neben Themen mit ökonomischem Schwerpunkt wie TTIP, Technikfolgenabschätzung, geplante Produkt-Obsoleszenz, Konsum und Themen mit ökologischem Schwerpunkt, wie Trinkwasser-Knappheit, Verschmutzung der Meere, ökologisches Bauen und Verpackungswahn standen auch Themen mit sozialem Schwerpunkt im Fokus: Armut in Deutschland, Korruption und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Die Gruppenpräsentationen der jeweiligen Ergebnisse im neuen Audimax der Hochschule überzeugten durch eine originelle Aufbereitung der Themen: Pressemitteilungen, Interviews, eigene Kurzfilme, professionell moderierte Diskussionsrunden, vielfältiges Anschauungsmaterial und viele andere Ideen sorgten für konzentrierte und interessierte Zuhörer während der gesamten Veranstaltung. In den schriftlichen Ausarbeitungen spiegelten sich die fachliche Durchdringung der komplexen Zusammenhänge, aber auch die Begeisterung und das Interesse der Studierenden wider. Das Seminar gab den Studierenden die Möglichkeit, ihre eigenen Handlungen zu überdenken und legt damit den Grundstein, auch auf gesellschaftlicher Ebene Veränderungen herbeizuführen. Eine Studentin schließt ihre Bewertung mit den Worten: „Das Fach hat mich inspiriert, einen bestimmten Weg einzuschlagen!“

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