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News:
3. Platz beim BIM-Award 2022 für Absolventin der DHBW Mosbach

- Ein Programm, das beim Bauen automatisch die Positionsdaten wichtiger Objekte einliest und abgleicht, ob sie sich an der erwarteten Position befinden? Für diese kostensenkende Methode wurde eine DHBW-Bachelorarbeit mit dem 3. Platz des BIM-Awards ausgezeichnet. Vicky Abdic, die vor kurzem ihr Studium des Bauingenieurwesens an der DHBW Mosbach erfolgreich beendete, erzielte dieses hervorragendes Ergebnis, das zudem noch mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert ist. Am 28. Januar 2022 fand die Preisverleihung des BIM-Awards 2022 der Virtuellen Akademie A6 in einem Online-Format statt. BIM steht für „Building Information Modeling“, eine neue Arbeitsmethode beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauobjekten. Abdic war eine von insgesamt 54 Studierenden bzw. Absolventen, die Wettbewerbsbeiträge einreichten. Sie bewarb sich mit ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Entwicklung einer Methode zur automatisierten Erkennung von Bruchkanten für die innerbetriebliche Qualitätskontrolle“. Bei ihrem Dualen Partner, dem Bauunternehmen Schwenk, entwickelte sie im Rahmen der Bachelorarbeit ein Programm, mit dessen Hilfe Vermessungsdaten, die durch Drohnen oder Tachymeter aufgenommen wurden, automatisiert ausgewertet werden können, um Bruchkanten zu erkennen, also Kanten, bei der die Höhe „bricht“. Dies ermöglicht die regelmäßige und unmittelbare Überprüfung, ob die Soll- und Ist-Position von relevanten Objekten der Verkehrsinfrastruktur wie Schachtdeckeln oder Randsteinen übereinstimmen. Im Falle einer Abweichung von der geplanten Lage kann der Fehler sofort – und damit vor dem Einbau einer Asphaltschicht – korrigiert werden. Dies ermöglicht eine erhebliche Kosteneinsparung und trägt zur Qualitätssteigerung bei. Als Schirmherr des BIM-Awards 2022 übergab Winfried Hermann, Minister für Verkehr in Baden-Württemberg, virtuell die Urkunde. „Wir zeichnen junge Studierende für ihre herausragenden Forschungsarbeiten und ihre innovativen Lösungsansätze zum Building Information Modeling, kurz BIM, aus. Ein längerfristiges Ziel ist es, sämtliche Baumaßnahmen im Land mit BIM-Unterstützung zu realisieren. Als Verkehrsminister ist mir besonders daran gelegen, dass Digitalisierung genutzt wird, um zu einer nachhaltigen, klimaschonenden und sicheren Mobilität für alle beizutragen. In unserem Ministerium haben wir für die Weiterentwicklung der digitalen und vernetzten Mobilität ab diesem Jahr eine eigene Abteilung. Wir fördern gerne innovative Studierende. Die Ausgezeichneten machen mich sehr zuversichtlich, dass baden-württembergische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch künftig zu den Vorreitern in Sachen BIM gehören werden.“ Organisiert wurde die Online-Preisverleihung durch das Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart. Über den BIM-Award und die Virtuelle Akademie A6 Der BIM-Award wird im Rahmen der Virtuellen Akademie A6 für studentische Abschluss- und Projektarbeiten aus den Bereichen BIM (Building Information Modeling) und Digitalisierung im Bauingenieurwesen gestiftet. Dieses Jahr fand die Verleihung des BIM-Awards bereits das fünfte Mal statt. HOCHTIEF PPP Solutions, Johann BUNTE Bauunternehmung, Dutch Infrastructure Fund (DIF) und das BIM-Cluster BW haben insgesamt 20.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung gestellt. Die Virtuelle Akademie A6 entstand rund um das Projekt „Verfügbarkeitsmodell BAB A6“. An ihr beteiligen sich Professoren der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, der Hochschulen Biberach, Karlsruhe, Konstanz und Stuttgart, des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität Stuttgart. Die DHBW Mosbach wird durch Prof. Dr.-Ing. Markus Schönit vertreten.

News:
Deiche und Probabi-Was?!

- Regelmäßig halten Hochwasserkatastrophen die Menschen in Atem - auch in Deutschland. Das Problem betrifft keinesfalls nur Küstenregionen, wie spätestens nach der Katastrophe in Ahrweiler im Juli 2021 auch der Öffentlichkeit bekannt ist. Deiche können im Katastrophenfall Leben und Besitz retten. Doch wann und wie lange halten Deiche? Marco Öttl, Doktorand an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, untersucht dies in seiner Forschung. „Probabilistische Bemessung von Flussdeichen unter Berücksichtigung zeitabhängiger Belastungsstrukturen“ lautet der etwas sperrige Titel seiner Doktorarbeit, die er in Kooperation mit der TU Dresden schreibt. „Wir werden Hochwasserereignisse nicht verhindern können, aber mit cleveren Methodiken das Ausmaß und Schadenspotential reduzieren“, ist sich Öttl sicher. Sein Forschungsprojekt steht noch am Anfang, doch ihm ist es ein Anliegen, dass die verheerenden Folgen der Hochwasserereignisse des vergangenen Jahres im Grenzgebiet von Deutschland, den Niederlanden und Belgien sowie in Bayern und Sachsen das Hochwasserrisikomanagement zu einem Thema des öffentlichen Interesses entwickeln. Im Video erklärt er, das meist mehrere Faktoren die Sicherheit von Deichen beeinflussen. Bei der Analyse der Standsicherheit von Flussdeichen sind die Wechselwirkungen zwischen der Belastungsgröße des Hochwasserstandes und der daraus resultierenden Durchsickerung ein Prozess von hoher Relevanz. Schließlich trennt die Sickerlinie die Querschnittsfläche in den wassergesättigten und ungesättigten Querschnittsanteil. Bei stationärer Betrachtung wird die Lage der Sickerlinie in homogenen Deichen durch die äußere Kubatur in das System eingeprägt und liegt für reale Hochwasserereignisse weit auf der sicheren Seite. Die Berücksichtigung zeitabhängiger Belastungsstrukturen im Rahmen einer instationären Betrachtung zeigt jedoch deutlich, dass die Lage der Sickerlinie vom zeitlichen Verlauf der Hochwasserganglinie, den daraus resultierenden Wassergehalts- und Saugspannungen im Deich sowie der gesättigten Durchlässigkeit der Deichbaumaterialen abhängt. Die Charakteristik der Ganglinie findet allerdings in der derzeitigen Bemessungspraxis nach DIN 19712 und DWA-M-507 keine direkte Anwendung. So wird beispielsweise die resultierende Einstaudauer einer Hochwasserganglinie nur indirekt berücksichtigt. Mit diesem Beitrag wird eine Methodik im Allgemeinen vorgestellt, die für einen ausgewählten Deichabschnitt natürliche Abhängigkeitsstrukturen durch synthetisch erzeugte Bemessungsganglinien in der probabilistischen Bemessung quantifiziert und direkt in den geohydraulischen Prozess der Durchsickerung integriert. Unter Verwendung ausgewählter Wasserstands- und Abflusszeitreihen an einem Deichabschnitt können mithilfe der erweiterten Hochwassermerkmalsimulation nach MUNLV, Hochwasserwellen anhand von fünf Parametern beschrieben werden. Nach erfolgreicher Anpassung geeigneter Verteilungsfunktionen werden im nächsten Schritt Abhängigkeiten der Parameter mithilfe von Copula-Funktionen quantifiziert. Anschließend werden durch die Kombination der Parameter und deren Abhängigkeiten beliebig viele synthetische Hochwasserganglinien generiert. Nach dem Prinzip der Monte-Carlo-Simulation führt eine ausreichend große Anzahl synthetischer Ereignisse dazu, auch extreme Ereignisse mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit gut abzubilden. Durch eine entwickelte Routine kann der Verlauf der Durchsickerung für die jeweiligen Hochwasserganglinien zu unterschiedlichen Zeitpunkten in einem instationären, geohydraulisch numerischen Modell simuliert und visualisiert werden. Im Ergebnis lassen sich Aussagen hinsichtlich der Verhaltensmuster der resultierenden Sickerlinien, basierend auf den synthetischen Bemessungsganglinien, ableiten und prognostizieren. Diese werden einer Zuverlässigkeitsanalyse zugeführt und ermöglichen somit eine probabilistisch gestützte Bewertung der Standsicherheit des Deichabschnitts. Weitere Informationen unter: https://www.mosbach.dhbw.de/forschung-transfer/kooperative-promotion/#panel-12680-1864

News:
Erinnerung: Eingeschränkter Support im ESC

- Beachten Sie bitte: Das ESC ist an folgenden Tagen nicht besetzt. Es findet kein Support statt. Mittwoch: 12.01.2022 Freitag: 14.01.2022 Donnerstag: 20.01.2022 Freitag: 21.01.2022 Mittwoch: 26.01.2022 Freitag: 28.01.2022 Dienstag: 01.02.2022 Freitag: 04.02.2022 Freitag: 11.02.2022

News:
Lesenswert: Leitfaden für die hybride Lehre

- Das ZHL hat in Zusammenarbeit mit dem ESC Stuttgart einen Leitfaden zur hybriden Lehre erstellt und diesen online gestellt. Für Lehrende der DHBW Mosbach ist vor allem der Teli zum Thema Didaktik in der hybriden Lehre interessant. Hinsichtlich der technischen Ausstattung verweisen wir alle Lehrenden der DHBW Mosbach auf unsere Informationen zum Thema Medientechnik in den Veranstaltungsräumen: www.mosbach.dhbw.de/vl-streaming www.mosbach.dhbw.de/vl-streaming-mgh Werfen Sie gerne einen Blick in den Leitfaden: Hier geht es zum Leitfaden Hybride Lehre ...

News:
Martina Klärle ist neue Präsidentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

- Die mit rund 34.000 Studierenden größte Hochschule des Landes Baden-Württemberg hat eine neue Präsidentin. Prof. Dr. Martina Klärle übernimmt das Amt zum 1. Februar von ihrem Vorgänger Professor Arnold van Zyl. Bereits am zurückliegenden Mittwoch hatten beide ihre Urkunden aus der Hand von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erhalten. Die feierliche Amtsübergabe fand an van Zyls letztem Amtstag im Beisein der Aufsichtsratsspitze der DHBW statt und wurde per Live-Stream an die Mitglieder und Angehörigen der Hochschule an ihren zwölf Standorten in Baden-Württemberg übertragen. Die Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium und Aufsichtsratsvorsitzende der DHBW, Petra Olschowski, sagte anlässlich der Amtsübergabe: „Die DHBW ist eine vielfältige und ganz besondere Hochschule. Wir sind stolz darauf, dass dieses erfolgreiche und weltweit vielfach exportierte Modell der Verbindung aus unternehmerischer Praxis und wissenschaftlicher Ausbildung bei uns erfunden worden ist. Präsident van Zyl hat die DHBW erfolgreich durch sechs teils bewegte und herausfordernde Jahre geführt. Im Namen der Landesregierung danke ich ihm hierfür herzlich. Wir sind sehr froh, dass wir nun Professorin Martina Klärle als neue Präsidentin der DHBW gewinnen konnten. Sie ist Unternehmerin und Wissenschaftlerin und war an verschiedenen Hochschulen tätig. Mit diesem Erfahrungsschatz wird sie unsere größte Hochschule im Land gewiss noch weiter voranbringen. Wir werden sie mit allen Kräften dabei unterstützen.“ Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DHBW und Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Dr. Stefan Wolf, würdigte den scheidenden DHBW-Präsidenten van Zyl als führungsstarken Entscheider, der das Profil der Hochschule geschärft und sie mit einem passgenauen Studienangebot sowie Aktivitäten in Forschung, Innovation und Transfer in eine exzellente Position gebracht habe. An die neue Präsidentin gewandt sagte Wolf: „Sie werden diese einzigartige Hochschule unter Einbeziehung ihrer vielfältigen Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sozial- und Gesundheitswesen erfolgreich weiterentwickeln. Hiervon bin ich zutiefst überzeugt.“ Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, Rektorin der DHBW Mosbach, dankte dem scheidenenden Präsidenten insbesondere für den Kulturwandel an der DHBW mit „mehr Transparenz, mehr Vertrauen und mehr Mitwirkung von uns Rektorinnen und Rektoren im Präsidium.“ Sie gratulierte Martina Klärle und lud sie ein, den nördlichsten DHBW-Standort in einer waldigen Region und mit Holz als identitätsstiftendes Element einiger DHBW-weit einzigartiger Studiengänge kennenzulernen. Auch Prof. Dr. Seon-Su Kim freut sich auf die Zusammenarbeit mit Klärle, die aus dem benachbarten Weikersheim stammt und das Taubertal somit bereits bestens kennt: „Es freut mich natürlich ganz besonders, dass Frau Klärle aus „unserer Region“ kommt. Sie wird sicherlich die Herausforderungen von allen unseren DHBW-Standorten im ländlichen Raum noch etwas besser nachvollziehen können und das hoffentlich auch in ihre Ideen und Visionen einfließen lassen.“ Martina Klärle kommt von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), wo sie seit 2019 Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer war. Die Laudatio zu ihrer Amtseinführung an der DHBW sprach der Präsident der Frankfurt UAS, Professor Frank E.P. Dievernich. Hochschule mit Vorbildfunktion Die neue Präsidentin betonte in ihrer Antrittsrede, dass die DHBW für sie eine einzigartige Hochschule sei. Mit ihrem dualen Studienmodell, ganz nah an der Wirtschaft, und mit ihrer dezentralen sowie regionalen Struktur sei sie ein deutschlandweit unverzichtbarer Baustein der Hochschulwelt und könne europaweit eine Vorbildrolle einnehmen. In den ersten hundert Tagen ihrer Präsidentschaft startet Klärle eine Rundreise, um vor allem die gesamte DHBW mit ihren Menschen, ihren Studiengängen und ihren Praxispartnern besser kennenzulernen. Querschnittsthemen, die ihr dabei besonders am Herzen lägen, sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung sowie die Pflege der Beziehungen zu den Partnern der Hochschule in Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen sowie der Politik. „Die DHBW ist eine Hochschule, die die Menschen und die Wirtschaft in den Regionen Baden-Württembergs stärkt und zugleich Vorbild für die Weiterentwicklung der Hochschullandschaft deutschland- und europaweit sein kann. Das vor rund fünfzig Jahren an den Berufsakademien entwickelte DHBW-Konzept war seiner Zeit fast ein wenig voraus. Heute bin ich dankbar, dass ich eine Hochschule übernehmen kann, die so zukunftsfähig ist. Dabei ist es mein Herzenswunsch, die DHBW insbesondere durch die digitale Transformation zu einer der nachhaltigsten Hochschulen zu machen und dabei den Menschen immer in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte Martina Klärle. Der scheidende Präsident der DHBW, Professor Arnold van Zyl, betonte, dass Hochschulpräsidenten stets auch die Ernte ihrer Vorgänger einführen und die Saat für ihre Nachfolger ausbrächten. Er selbst habe von einer etablierten Hochschulmarke und einer erfolgreichen Wachstumsstrategie seiner Vorgänger profitiert. Mit seinen Anstößen zu Organisationsentwicklung, Hochschulfinanzierung und der strategischen Weiterentwicklung des Bildungsauftrages der DHBW sowie für Forschung, Innovation und Transfer, habe er gemeinsam mit dem Präsidium hoffentlich auch eine gute Grundlage für seine Nachfolgerin gelegt. Die Präsidentin der DHBW wird auf Grundlage des Landeshochschulgesetzes von Baden-Württemberg von Senat und Aufsichtsrat gemeinsam gewählt. Sie leitet das Präsidium und ist Vorsitzende des zentralen Senats der Hochschule. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Zur Person: Prof. Dr. Martina Klärle war seit 2019 Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) sowie Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik und Direktorin des Center for Applied European Studies (CEAS). Als Umweltwissenschaftlerin und Geodätin war sie in den zurückliegenden 18 Jahren Professorin an den Hochschulen in Frankfurt, Osnabrück und Münster. Als Studiengangsleiterin, Dekanin, Institutsleiterin und Vizepräsidentin hat sie vielfältige Erfahrungen als Wissenschaftsmanagerin gesammelt. Ihr eigener zweiter Bildungsweg sowie Unternehmungsgründungen und Beiratstätigkeiten in großen Wirtschaftsunternehmen haben sie zusätzlich für das Amt als Präsidentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg vorbereitet.

Ansprechperson:
Helmut Neemann

News:
Die Geschichten hinter den Pixeln

- Orientierungslos im Dschungel der Digitalisierung: Viele Menschen fühlen sich derzeit überfordert, wenn es um Internet, mobile Apps und digitale Themen geht. Die Komplexität vernebelt den Blick auf die Hintergründe, aber auch auf die Gefahren und Fallstricke des Netzes. Diesen Nebel lichtet jetzt der Podcast achwas.fm. „Die Geschichten hinter den Pixeln“ – so der Untertitel – erzählen seit Juni 2021 zwei Lehrende der DHBW Mosbach, der Psychologe und Onlinemedien-Professor Thomas Wirth sowie der Bonner Datenwissenschaftler Hans-Werner Klein. In rund einstündigen Beiträgen blicken sie auf Phänomene, die uns täglich im Netz begegnen, und fragen nach Zusammenhängen: Wie ist der beispiellose Erfolg sozialer Medien zu erklären? Was ist von den Verheißungen der künstlichen Intelligenz zu halten? Wofür und von wem werden die Datenspuren verwendet, die wir im Netz hinterlassen? Verändert das Web die natürlichen Regeln unseres Zusammenlebens? Warum surfen wir manchmal stundenlang im Netz – mit dem unguten Gefühl, gar nicht mehr aufhören zu können? Mit welchen Strategien optimieren Firmen ihre Angebote für das menschliche Verhalten? Wieso haben sich soziale Medien und Messenger zu berüchtigten Spielplätzen von Hass, Lügen und Mobbing entwickelt? Der Online-Experte Thomas Wirth: „Die Digitalisierung der vergangenen 30 Jahre war keine sanfte Evolution, also etwas, an das wir uns langsam gewöhnen und das wir erlernen konnten. Es war eine harte Transformation: In kürzester Zeit gab es viele ungeahnte digitale Möglichkeiten. Internet und mobile Apps bieten viele inzwischen unverzichtbare Funktionen für den Beruf, Wissenserwerb, Alltag, Spaß und Zerstreuung. Daneben gibt es aber auch missbräuchliche, ungute Entwicklungen. Wir schauen uns in unserem Podcast bei aller Begeisterung für die Ersteren auch die Letzteren gründlich an.“ Dass es solche „digitalen Verwerfungen“ definitiv gibt, hatte zuletzt beispielhaft die Whistleblowerin Frances Haugen mit ihren Hinweisen auf Missstände bei Facebook deutlich gemacht. Nicht umsonst überlegen die EU und die USA derzeit, die Marktmacht großer Internet-Konzerne einzuschränken. Start mit dem Cambridge Analytica-Fall Ganz bewusst hatten sich die beiden Wissenschaftler in ihrem allerersten Beitrag dem Skandal um die Firma Cambridge Analytica im Jahr 2014 gewidmet. „Diese Folge zeigt sehr gut, wie Kommerz, Politik, Psychologie und neue Methoden der Datenanalyse zusammenwirken“ sagt Data Scientist Hans-Werner Klein. Cambridge Analytica konnte für den Wahlkampf von Donald Trump auf die Persönlichkeitsdaten von 87 Millionen Facebook-Nutzer zurückgreifen. Diese Daten wurden für gezielte persönliche Ansprachen genutzt, was als eine der Grundlagen für den Wahlerfolg von Trump gilt – oder zumindest von Cambridge Analytica so reklamiert wird. „Wahrscheinlich spielte diese Kombination von Persönlichkeitstests und Methoden des Online-Marketings auch bei der Brexit-Entscheidung eine Rolle“, so Klein. Mehrere Folgen widmen sich aus verschiedenen Blickwinkeln den sogenannten „Dark Patterns“. „Dabei geht es um die mehr oder weniger offenen Taktiken, mit denen Info-Portale, Shops oder Spiele-Anbieter ihr Publikum zu bestimmten Verhaltensweisen leiten, überreden, manipulieren oder zwingen wollen“, erläutert Thomas Wirth. „Mit diesen Taktiken sind die Anbieter im Web oft sehr erfolgreich.“ Eine der bekanntesten ist wohl die reflexartige Zustimmung zu nervigen seitenlangen AGBs – nur damit es endlich weitergeht. Wir kaufen, bestellen, übergeben persönliche Daten und erteilen Genehmigungen: Klick, klick, klick. Wir treffen Entscheidungen nicht so, sondern anders, wir klicken nicht diesen, sondern jenen Button. Wie Erkenntnisse der Psychologie hierbei zum Teil sehr subtil eingesetzt werden, um Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken, erklären die Podcast-Macher sehr verständlich. Differenzierte Betrachtungen statt eindimensionaler Aussagen Auch der Frage, wie es sein kann, dass Facebook, Instagram oder TikTok als erfolgreiche milliardenschwere Stars der Digitalisierung gelten, obwohl sie Jugendliche krank oder sogar depressiv machen, widmet sich der Podcast. Die beiden Experten tauschen sich über eine Studie mit dem Titel „Social Media Nutzung und jugendliche psychische Gesundheit“ aus, der eine Befragung von 10.904 vierzehnjährigen Heranwachsenden zugrunde liegt. Hier wird eine der großen Stärken der Podcasts deutlich: die besprochenen Phänomene und Erkenntnisse stets differenziert zu betrachten und nicht nur zu eindimensionalen Aussagen wie „Facebook macht depressiv“ zusammenzufassen. Sie belassen es dabei nicht bei Anekdoten, sondern belegen ihre Erklärungen – wie in allen Episoden ihres Podcasts – mit Daten und Fakten aus der Wissenschaftsgeschichte und aktuellen Studien. „Mit den Geschichten, die wir einmal die Woche neu erzählen, bauen wir Stück für Stück ein Gesamtbild auf“, sagt Hans-Werner Klein. „Wir wollen das Internet natürlich nicht kaputt reden und sagen: Schau mal, so hässlich ist es dort. Wir wollen vielmehr aufklären.“ Die digitale Transformation des Alltags bedeute bildlich, dass man sich in täglich in fremden Ländern bewegt, in denen man sich noch nicht so richtig auskennt. „Diese Länder können wunderschön sein. Es können aber auch tiefe Moraste und Gletscherspalten lauern, auf die wir eben auch aufmerksam machen.“ Zu allen Folgen gibt es auf der Webseite achwas.fm umfangreiche Quellenangaben und Links zu weiterführenden Informationen. Den Podcast findet man unter anderem auf den verbreiteten Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast und anchor.fm. Auch Apps wie beispielsweise Podcast Addict und andere finden achwas.fm. Einfach mal reinhören! Spotify: https://open.spotify.com/show/2MS8pAQ2qzmoWyEgWvABIJ?si=9eb08e6cdaae4dbe Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/achwas-die-geschichten-hinter-den-pixeln/id1574087365 Anchor: https://anchor.fm/achwas Blog: https://www.achwas.fm

News:
Erfahrungsbericht Auslandssemester 2021

- Hallo zusammen! Mein Name ist Robert und ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mosbach. Ich schreibe diesen Bericht kurz nach der Rückkehr von meinem Auslandssemester in Kalifornien und möchte in diesem Rahmen von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten: Lange Zeit, war es aufgrund der Corona Pandemie fraglich, ob ich überhaupt ein Auslandssemester absolvieren kann. Umso größer war meine Freude, als es für mich feststand, dass ich mein fünftes Theoriesemester an der University of California Santa Barbara verbringen darf. Bevor es jedoch im September 2021 losging, mussten einige organisatorische Dinge wie z.B. das Studentenvisum für die USA, die Kurswahl, eine Unterkunft in den USA sowie die passenden Flüge rechtzeitig geklärt und organisiert werden. Als jedoch die Bürokratie abgehakt war konnte ich mich voll und ganz auf den Startschuss freuen. Anfang September 2021 war es dann soweit, über einen kurzen Zwischenstopp in New York, flog ich in das sonnige Santa Barbara an der Westküste der USA. Die ersten Tage an der Universität sowie bei meinen Mitbewohnern waren sehr eindrucksvoll da der Campus um einiges größer ist als ich es gewohnt war und auch viel mehr Studenten dort ihrem Studium nachgehen. Zudem gab es auf dem Campus viele kleine Stände an welchen Studenten für Freizeitaktivitäten, Studentenverbindungen sowie gemeinsame Aktivitäten auf und um das Campus Gelände warben. Durch meine amerikanischen Mitbewohner kam ich bereits in den ersten Tagen in Kontakt mit vielen weiteren Studenten der UCSB welche allesamt äußerst freundlich zu mir waren und mich in deren Freundeskreise integrierten. Leider wurden die Vorlesungen von drei Kursen kurzfristig online durchgeführt, weshalb ich weniger Zeit in richtigen Vorlesungsräumen verbrachte. Dennoch habe ich die Vorlesungen auf dem Campus bzw. in der großen Bibliothek der Universität verfolgt. Die Bibliothek war ein passender Ort um fokussiert, die wöchentlichen Aufgaben und Abgaben zu bearbeiten und sich gemeinsam mit anderen Studenten in Lerngruppen auf Prüfungen vorzubereiten. Glücklicherweise wurden meine Vorlesungen so gelegt, dass ich diese von montags bis mittwochs besuchen konnte und mir somit viel Zeit dafür blieb, die nähere Gegend sowie weitere Teile von Kalifornien zu erkunden. Zusammen mit anderen Studenten der DHBW Mosbach unternahm ich während des Semesters Ausflüge in den Yosemite Nationalpark, nach San Francisco, Los Angeles, San Diego oder auch nach Las Vegas und an den Grand Canyon. Die Entfernung zur Heimat stellte für mich kein Problem dar, sicherlich half hierbei aber auch die Ablenkung durch die vielen verschiedenen Aktivitäten rund um das Leben an der UCSB mit meinen Mitbewohnern als auch mit den für mich bereits bekannten Studenten der DHBW. Bei dem Verfassen von diesem Erfahrungsbericht habe ich versucht an den schönsten oder eindrucksvollsten Moment während meiner Zeit an der UCSB zu denken. Jedoch kann ich mich hierbei nicht festlegen. Ich denke es ist die Mischung aus den Menschen, die ich kennen lernen durfte, das tolle Wetter (selbst im Dezember), die schönen Sonnenuntergänge in Kalifornien, die Zeit auf dem Campus der Universität oder auch mein abschließender Ausflug nach Hawaii in Folge an die letzten Prüfungen, was dieses Auslandssemester für mich zu einer unvergesslichen Zeit gemacht hat. Auch nehme ich von diesem Auslandssemester vieles für meine persönliche als auch berufliche Zukunft mit. Die sehr praktisch orientierten Vorlesungen vermittelten mir viel Nützliches für den Berufsalltag und mein Studium. Das alleinständige Leben, entfernt von der Heimat, half mir dabei mich persönlich weiterzuentwickeln und selbstständiger zu werden. Abschließend blicke ich auf eine eindrucksvolle Zeit an der UCSB zurück, welche ich definitiv nicht vergessen werde und jedem empfehlen kann, der mit dem Gedanken spielt, einen Teil seines Studiums im Ausland zu verbringen.

News:
Der Podcast über die Geschichten hinter den Pixeln

- Wir alle müssen uns damit auseinandersetzen, dass Online-Medien und soziale Netzwerke nicht nur zum Gewinnen neuer Freunde oder zur Verbreitung von Wissen und Frohsinn dienen. Zur digitalen Gegenwart gehört genauso die Verbreitung von Verschwörungsmythen und das Schüren von Hass, Vorurteilen und Rassismus. Inzwischen ist solides Wissen über die Hintergründe der Digitalisierung nicht nur für das Überleben der Wirtschaft unentbehrlich, sondern zunehmend auch für die Stabilität unserer Zivilgesellschaft. Verantwortliche in Politik und Wirtschaft fordern deshalb allenthalben Digital- und Medienkompetenz, neuerdings sogar „Datenkompetenz“, wobei vielfach unklar bleibt, was damit genau gemeint sein soll. Prof. Dr. Thomas Wirth, Psychologe und Professor im Studiengang Onlinemedien an der DHBW Mosbach, und der Bonner Marktforscher und Data Scientist Hans-Werner Klein haben sich zum Ziel gesetzt, hierfür ein Angebot zu entwickeln. In ihrem Podcast „achwas.fm“ (Die Geschichten hinter den Pixeln) erklären sie einer interessierten Öffentlichkeit wissenschaftlich fundiert und trotzdem verständlich die Hintergründe und die Abgründe der Digitalisierung. Es geht also ausdrücklich nicht nur um die sachlichen Aspekte von Themen wie Social Media, Online-Marketing, oder künstliche Intelligenz. Kritische Entwicklungen, wie z. B. der berüchtigte „Cambridge Analytica Skandal“, werden genauso beleuchtet wie die vielen neuen Begriffe der Digitalisierung: Dark Patterns, Trolling, Phubbing, Targeting, Slacktivism, Predictive Policing, FOMO, AB-Testing, Gamification ... Die beiden Podcaster schöpfen dabei aus ihrer langjährigen Erfahrung und tragen sehr aktuelle, teils aber auch altehrwürdige Forschungsergebnisse zusammen. Sie berichten über Studien und Fakten, suchen nach ungewöhnlichen Zusammenhängen und Erklärungen, recherchieren nach Vorläuferideen und -projekten in der Geschichte. Die Erzählungen und Gespräche entstehen aus ihrer Expertise in experimenteller Psychologie, Neurowissenschaften, Marktforschung und Data Science. Mittlerweile sind schon zwanzig Folgen des – ungeachtet der komplexen und ernsten Themen – sehr unterhaltsamen Podcasts „on air“. Die zuletzt Erschienenen handeln von prädiktiver Polizeiarbeit, der Facebook-Whistleblower-Affäre und betrügerischen E-Mails aus Nigeria. Neue Folgen erscheinen wöchentlich; sie können unter der Adresse www.achwas.fm oder www.anchor.fm/achwas oder in allen gängigen Podcast-Plattformen, wie Spotify, iTunes oder Google Podcasts, gehört werden.

News:
Hochschulstadt Mosbach

- Die enge Verbindung von Stadt und Hochschule ist nun bereits an der Ortseinfahrt sichtbar: Seit Januar 2022 darf die Große Kreisstadt den Zusatztitel Hochschulstadt tragen. Oberbürgermeister Michael Jann und Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann weihten nun am östlichen Ortseingang unweit der Johannes-Diakonie bzw. des Gebäudes F der Hochschule das erste von insgesamt sechs Schildern ein. Ein glückliches Ende einem langen Weg, befand die Rektorin. "Denn die DHBW ist ein Standortfaktor für die Stadt und Region". 2009 wurde die Berufsakademie Mosbach zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Die daraufhin installierten Schilder waren jedoch nicht genehmigt und mussten wieder entfernt werden. Erst 2020 regelte eine neue Gemeindeordnung die Genehmigung von Zusatzbezeichnungen neu. Der Gemeinderat Mosbachs unterstützte den Antrag mit folgender Begründung: "Die jüngste Geschichte Mosbachs ist zweifelsohne eng mit der Entwicklung des DHBW-Campus Mosbach verbunden. Als Kommune im Ländlichen Raum ist es ein großer Zugewinn, eine solche Bildungseinrichtung Vorort zu haben. Die DHBW Mosbach prägt nicht nur das Image der Großen Kreisstadt, sondern auch den örtlichen Einzelhandel, die Gastronomie, den Wohnungsmarkt und vieles mehr. Ein Mosbach ohne studentisches Flair ist heute kaum mehr vorstellbar.“ Genehmigt wurde der Antrag im November 2021.

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