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News:
STEAM active: Förderung für DHBW Mosbach

- Nach einer erfolgreichen Bewerbung für ein europaweites Forschungsprojekt freut sich DHBW Mosbach nun, dieses gemeinsam mit Hochschulen in Spanien, Griechenland, Italien und Litauen durchführen zu können. Das Projekt ‚STEAM-Active‘ ist Teil der EU-Initiative „Erasmus+“ deren Schwerpunkte aktuell soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel sowie die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben sind. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden neue Lern- und Lehrformen entwickelt und aufgebaut, die eine besonders anwendungsorientierte und praxisnahe Hochschul-Ausbildung in den Ingenieurwissenschaften ermöglichen. Grundlage hierfür ist der sogenannte ‚STEAM‘-Ansatz, der insbesondere im naturwissenschaftlich-technischen Bereich durch Kreativität, Interaktion und Kommunikation ein zielführendes Lernen und Innovationen fördern soll. Beispielsweise werden durch die Arbeit an Kleinprojekteninnerhalb von praktischen Seminaren gemeinsam von den Studierenden vielfältige Kompetenzen gewonnen, die sie im Endeffekt fit für die Berufswelt machen. Der Projektleiter der DHBW, Prof. Dr.-Ing. Christian Kuhn, erläutert die Ziele der DHBW im Rahmen des Projektes: ‚Die Digitalisierung von Produkten und Prozessen ist für alle Studierenden im Ingenieurwesen relevant, aber im Rahmen der existierenden Lehrveranstaltungen oftmals recht theoretisch und wenig interaktiv. Auf Basis unserer ‚Digitalen Fabrik‘ wollen wir daher ein neues Seminar ‚Digital Engineer‘ aufbauen und etablieren, um auf die Anforderungen der Berufswelt besser einzugehen und die relevanten Kompetenzbedarfe der Studierenden zu erfüllen.“ Das Projekt läuft bis Frühjahr 2024 mit einem Förderanteil von 51.000€ für die DHBW, mit ersten Ergebnissen ist im nächsten Jahr zu rechnen. Weitere Infos auf den Forschungs-Seiten der DHBW Mosbach: https://www.mosbach.dhbw.de/forschung-transfer/projekte-uebersicht/ sowie auf der offiziellen Projektseite: https://steam-active.pixel-online.org/

News:
Startschuss 2024: Duale Studierende beginnen an der DHBW Mosbach und dem Campus Bad Mergentheim

- Am 1. Oktober 2024 begann für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Der Studienstart an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und am Campus Bad Mergentheim. Insgesamt 1.156 Studierende an beiden Standorten haben sich in diesem Jahr für ein duales Studium entschieden. Sie wurden von der Hochschule, der Studierendenvertretung und Vertretern der Städte Mosbach und Bad Mergentheim feierlich begrüßt. In der Fakultät Technik haben sich in diesem Jahr insgesamt 646 Studierende eingeschrieben, während die Fakultät Wirtschaft 510 Studierende verzeichnet. Am Campus Mosbach liegt die Gesamtzahl der Erstsemester bei 950, während am Campus Bad Mergentheim 196 neue Studierende ins duale Studium starten. Insgesamt studieren damit 3.125 junge Leute am nördlichsten DHBW-Standort. Im Vorjahr lag die Gesamtzahl der Erstsemester-Studierenden an beiden Standorten nach niedrigen Anfängerzahlen in der Corona-Zeit bei 1.245. Der Rückgang zum aktuellen Studienjahr spiegelt sowohl die angespannte wirtschaftliche Stimmung als auch den demografischen Wandel wider. Die dualen Studienplätze sind stark an die Nachfrage der Wirtschaft gekoppelt, da jeder Studierende einen Vertrag und Gehalt von einem Partnerunternehmen erhält. Wirtschaftliche Schwankungen wirken sich also zügig und direkt auf die Zahl der Studienanfänger aus. Zusätzlich beeinflusst der demografische Wandel die Anzahl der Abiturienten. Dieser Trend zeigt sich nicht nur an der DHBW Mosbach, sondern auch an anderen Hochschulen und DHBW-Standorten. Gefordert sind Eigeninitiative… Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, Rektorin der DHBW Mosbach, hob in ihre Ansprache die Besonderheit des dualen Studiums hervor: die Entscheidung für zwei Lernorte, nämlich die Hochschule und das Partnerunternehmen. „Ein Studium ist so viel mehr als lediglich Wissenserwerb - das könnten Sie in Zeiten von KI, Chat GPT und Online-Lehre auch anders. Hochschule ist ein Ort der Neugier, der wissenschaftlichen Entdeckungen und… ein sozialer Ort, ein Ort der Begegnung, bei dem Sie zusammenkommen, ein Ort des sozialen Lernens.“ Die Neu-Studierenden sollten die zahlreichen Möglichkeiten – ob Sportangebote, Veranstaltungen der Studierendenvertretung oder den neuen Begegnungsraum – nutzen und sich vernetzen, um das Beste aus den kommenden drei Jahren zu machen. Für eine aktive Freizeitgestaltung sei ebenso wie für ein erfolgreiches Studium Eigenständigkeit gefragt. „Der Anfang und das Ende liegen dicht beieinander. Also genießen Sie die Zeit dazwischen!“ Mit diesen Worten eines unbekannten Autoren ermutigte sie die Studierenden, die kommenden drei Jahre nicht nur zu nutzen, um akademische Erfolge zu erzielen, sondern auch, um wertvolle Erfahrungen und Begegnungen zu sammeln. Der beste Ansprechpartner fürs studentische Netzwerken und die Freizeitgestaltung ist dabei die Studierendenvertretung, die sich auch gleich bei den Erstsemestern vorstellte. Sie versteht sich nicht nur als politische Vertretung, sondern organisiert die ersten Kennenlern-Abende für den Studienstart, Spiele-Abende, Sportevents oder Kleidertauschbörsen. … und Engagement Auch Prof. Dr. Kim Linsenmayer, Campusleiterin in Bad Mergentheim, betonte die Bedeutung von harter Arbeit für den Studienerfolg: „Erfolg ist kein Zufall – vielleicht kennen Sie den Song von Kontra K, in dem er singt: 'Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen' – und darin liegt definitiv ein wahrer Kern.“ Sie hob hervor, dass die Studierenden durch Fleiß und Engagement, aber in ihrem eigenen Tempo, ihre Ziele erreichen und die bevorstehenden Herausforderungen meistern können. Linsenmayer fügte hinzu: „Das Schöne an einem Studium an der DHBW ist, dass Sie das alles nicht alleine meistern müssen. Sie haben ein starkes Team hinter sich: die DHBW, Ihre Partnerunternehmen und Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen. Nutzen Sie dieses Netzwerk, unterstützen Sie sich gegenseitig, und seien Sie offen für neue Ideen und Perspektiven.“

News:
UN COP16: Finanzwelt stellt Biodiversität in den Fokus

- Auf der Welt-Biodiversitäts-Konferenz 2024, der COP16 der Vereinten Nationen, steht ein Thema besonders im Mittelpunkt: Die wachsende Bedeutung der Biodiversität für Wirtschaft und Finanzinstitutionen weltweit. Vorgestellt wird dabei auch das Projekt einer niederländischen Universität, in dem Prof. Dr. Markus Zimmer, Professor für Sustainable Management, die wirtschaftlichen Risiken des Verlusts an Biodiversität für den Finanzsektor erforscht. Das Forschungsprojekt „Biodiversitätsbezogene Risiken und Chancen für den Finanzsektor“ der Universität Wageningen wird in Kooperation mit Banken, Versicherungsunternehmen und Finanzberatern durchgeführt. Ziel ist es, eine Methodik zur Bewertung der wirtschaftlichen Risiken und Chancen zu entwickeln, die durch den Verlust der Biodiversität entstehen. „Die Verbindung zwischen der Natur und der Stabilität unseres Finanzsystems ist enger, als viele bisher dachten“, erklärte Prof. Markus Zimmer. Er ist seit Herbst 2024 Professor für Sustainable Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Davor war er Wissenschaftlicher Koordinator am ifo-Institut, wo er sich intensiv mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Umweltveränderungen befasste und entwickelte bei der Allianz Prozesse zur Bewertung von Klimarisiken. Neben dem Schwerpunkt des Zusammenwirkens von Biodiversität und Klimaschutz betont die COP16 die Notwendigkeit , die biologische Vielfalt in wirtschaftliche und finanzielle Entscheidungen zu integrieren. Die Konferenz, die in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen organisiert wird, versammelt Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer aus aller Welt, um Lösungen für die globalen Umwelt- und Biodiversitätskrisen zu finden. Ergebnisse des Projekts: Der Wert der Bestäuber Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Berechnung des wirtschaftlichen Wertes von Biodiversität, beispielsweise von Bestäubern wie Bienen und andere Insekten. Die Auswirkungen von Biodiversitätsverlusten sind regional sehr unterschiedlich. Studien innerhalb des Projekts zeigen, dass ein Verlust von nur 20 Prozent der Bestäubungsaktivität in Belgien oder den USA jährlich zu einem Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion um 1,9 beziehungsweise 1,3 Prozent führen würde, was einem wirtschaftlichen Verlust von 0,2 und 5,4 Milliarden US-Dollar entspricht. In Frankreich und Deutschland fallen die relativen Verluste deutlich niedriger aus und der Produktionsrückgang von 0,7 und 0,6 Prozent entspricht Verlusten von 0,6 und 0,4 Milliarden US-Dollar. Um diesen Verlusten entgegenzuwirken, identifizierte das Projekt verschiedene Maßnahmen, darunter kostengünstige Techniken wie Prozesse für Präzisionslandwirtschaft, aber auch teurere Optionen wie der Einsatz von Nematoden anstelle von Insektiziden. Neben direkten Produktionsausfällen durch den Verlust von Bestäubern identifiziert das Projekt auch sogenannte „Transformationsrisiken“. Hierbei handelt es sich um Risiken, die durch plötzliche Änderungen in der Politik, Technologien oder den Verbraucherpräferenzen entstehen können. „Wenn Unternehmen sich nicht rechtzeitig an neue Umweltvorschriften anpassen, könnten hohe Kosten auf sie zukommen“, erläuterte Prof. Zimmer. „Wir können in unseren Studien belegen, dass der Schutz der Biodiversität zwar oft kurzfristig Kosten verursacht, mittel- und langfristig jedoch auch wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist.“ Auswahl an Publikationen aus dem Projekt

News:
Neuer Jahrgang, neue Chancen: Das Studienkolleg wächst!

- Der Startschuss ist gefallen! Mit großer Vorfreude und viel Motivation haben 33 internationale Talente aus 18 verschiedenen Ländern ihr Vorbereitungsjahr am Studienkolleg der DHBW begonnen. Damit geht das erfolgreiche Programm, das internationale Studieninteressierte auf ein technisches Studium in Deutschland vorbereitet, in die nächste Runde – und das größer und vielfältiger als je zuvor! Der Leiter des Studienkollegs Prof. Dr. Axel Gerloff zeigt sich erfreut über den wachsenden Erfolg des Programms: „Die stetig steigende Zahl der Teilnehmenden und die positive Resonanz der Absolventinnen und Absolventen wie auch der Partnerunternehmen zeigen, dass das Studienkolleg einen wichtigen Beitrag zur Integration internationaler Studienbewerberinnen und -bewerber in das duale System leistet.“ Das Studienkolleg verzeichnet in diesem Jahr eine besonders hohe Nachfrage. Die Gruppe setzt sich aus 24 Kollegiaten und neun Kollegiatinnen zusammen, die alle eines gemeinsam haben – den Wunsch, in Deutschland ein technisches Studium zu starten. Die Teilnehmenden stammen aus Afghanistan, Cape Verde, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Marokko, Mexiko, Nigeria, Peru, (staatenlos), Syrien, Tadschikistan, Türkei, Ukraine, Usbekistan. Auch hinsichtlich der Studienwünsche zeigt sich ein breites Spektrum: Knapp die Hälfte der Teilnehmenden strebt ein Studium der Informatik an, doch auch Architektur, Biotechnologie, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen stehen hoch im Kurs. Erfolgreiche Absolventen des Jahrgangs 2023/24 Rund Dreiviertel der Absolventinnen und Absolventen des letzten Jahrgangs haben zudem im Wintersemester ein duales Studium an verschiedenen Standorten der DHBW aufgenommen, darunter in Friedrichshafen, Lörrach, Mannheim, Mosbach und Stuttgart. Die restlichen Absolvierenden haben sich für ein Studium an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften oder Universitäten in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern entschieden. Über das Studienkolleg der DHBW Das Studienkolleg wird seit Beginn der Pilotphase maßgeblich durch Spenden der Porsche AG und der Stiftung Pro DHBW Mosbach gefördert. Zielsetzung ist die Vorbereitung ausländischer Studieninteressierter auf ein Studium an der DHBW samt Erlangung der notwendigen Hochschulzugangsberechtigung. Mehr Informationen: https://www.dhbw.de/studienkolleg

News:
Mein Auslandssemester in Thailand

- Im Frühjahr dieses Jahres, hatte ich die tolle Gelegenheit, ein Semester in Thailand zu verbringen. Diese Erfahrung hat mein Leben auf vielfältige Weise bereichert und mich persönlich als auch beruflich weitergebracht. In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Erlebnisse und Eindrücke aus dieser Zeit mit euch teilen und auf ein paar wichtige Aspekte meines Auslandssemesters eingehen. Meine Motivation Die Entscheidung, ein Semester im Ausland zu verbringen, hatte ich schon zu Beginn meines Studiums. Zum einen wollte ich meine Sprachkenntnisse verbessern und eine neue Kultur kennenlernen. Thailand wurde mir dabei von einem Kommilitonen aus einem höheren Semester empfohlen. Als ich mich etwas mehr damit auseinandergesetzt habe, haben mich vor allem die beeindruckende Natur und die Lebensweise der Menschen in Thailand begeistert. Auch war ich bisher noch nicht in Asien und wollte das dringend nachholen. Für mein Studium zum Wirtschaftsingenieur eine gute Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln und meine interkulturellen Kompetenzen zu erweitern. Die ersten Tage in Thailand Die ersten Tage in Thailand waren eine völlig neue Erfahrung, überwältigend und aufregend zugleich. Nachdem ich nach einer sehr langen Flugreise endlich in Bangkok angekommen bin, hat mich zuerst das extrem schwüle Wetter begrüßt und das zwei Tage nach Neujahr. Die ca. einstündige Fahrt vom Flughafen zu meiner Unterkunft fühlte sich sehr surreal an. Der Verkehr war auf den ersten Blick total chaotisch und überall waren Menschen und Wolkenkratzer an Wolkenkratzer. Grüne Stellen habe ich erstmals vergeblich gesucht, bei so vielen Gebäuden und vor allem Straßen. Meine Unterkunft war zum Glück nicht direkt in Bangkok, sondern in einem Vorort, ungefähr eine halbe Stunde entfernt. Hier gab es dann schon deutlich mehr Natur und der Verkehr war nicht ganz so schlimm. Die Universität war zudem nur 5 min mit dem Auto entfernt. Hier habe ich auch sehr schnell gemerkt, dass fast alle Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden, Gehwege waren meistens eher ein Fremdwort. Die nächste große Umstellung war das Essen, besonders die, im Vergleich zu Deutschland, sehr scharfe Küche war gewöhnungsbedürftig. Aber man konnte zum Glück auch Gerichte ganz ohne Schärfe bestellen und sich so nach und nach an die Schärfe gewöhnen. Schon am zweiten Tag hatten wir, von der Uni organisiert, Orientierungstage. Dort bekamen wir den riesigen Campus gezeigt und eine kleine Einführung in die thailändische Kultur und Sprache. Die Tage haben sehr geholfen sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und gleich neue Kontakte zu knüpfen, da alle internationalen Studenten daran teilgenommen haben. Hier habe ich auch die sehr große Gastfreundschaft und Freundlichkeit der thailändischen Menschen erlebt. Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Besuch eines thailändischen Parks mit allen internationalen Studenten, hier merkte man wie viel Mühe sich die Universität für die ausländischen Studenten macht. Das erste Wochenende haben wir direkt genutzt, um Bangkok kennenzulernen, nach dem Besuch einer Mall, haben wir die Stadt auf eigene Faust zu Fuß erkundet und gegen Abend eine sehr berühmte Partystraße besucht, die Khaosan Road. Zum Schluss sind wir noch in eine Rooftop Bar gegangen und haben den Abend ausklingen lassen. Kontakte mit den Einheimischen Die Kontakte mit den Einheimischen waren von Anfang an herzlich und offen. Thailänder sind bekannt für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft, was ich in vielen Situationen hautnah erleben durfte. Egal ob an der Universität, in Restaurants oder beim Reisen. Stets wurde ich mit einem Lächeln begrüßt und fühlte mich jederzeit willkommen. Das, obwohl ich die thailändische Sprache nicht sprechen konnte, anfangs hatte ich versucht die Sprache etwas zu lernen. Das stellte sich aber schnell als aussichtslos heraus, zum Glück konnten die meisten Menschen so viel Englisch, dass man sich verständigen konnte. Auch wenn es bei dem ein oder anderen Taxifahrer etwas länger gedauert hat, empfand ich es nie als großes Problem. Auf sich alleine gestellt So weit weg von allem Vertrauten zu sein, fühlte sich anfangs sehr ungewohnt an. Dennoch kann ich nur jedem empfehlen diesen Schritt zu wagen, dadurch das ich sehr schnell neue Freundschaften knüpfen konnte und man in Thailand so viel erleben konnte, hatte ich kein Heimweh und konnte die Zeit sehr genießen. Für mich war es auch eine einmalige Gelegenheit mich selbst neu zu entdecken und unabhängiger zu werden. Ziemlich schnell konnte ich mich in neuen ungewohnten Situationen zurechtfinden und man konnte fast überall neue Freunde finden. Das hat mir auf jeden Fall gezeigt, wie wichtig es ist, offen für Neues zu sein und sich auf Veränderungen einzulassen. Auch wenn es anfangs vielleicht nicht der bequemste Weg ist, bringt es einen enorm weiter. Was hat mir besonders gut an Thailand gefallen? Thailand hat sehr viel zu bieten und viele faszinierende Aspekte, die mich begeistert haben. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt und Schönheit der Natur. Die ich zum Glück hautnah durch viele Wochenendreisen erleben konnte. Dabei war ich nicht nur an den traumhaften Stränden im Süden Thailands in Krabi, Phuket, Koh Lanta und Koh Samui, sondern auch im grünen bergigen Norden in Chiang Mai. Hier konnte man die riesige Vielfalt des Landes erkennen und die atemberaubende Landschaft. Auch wenn ich anfangs die sehr scharfe thailändische Küche gewöhnungsbedürftig fand, wurde es mit der Zeit immer besser und ich habe sehr viele tolle neue Gerichte kennengelernt. Besonders die Vielfalt an Gerichten, die Verwendung von wirklich frischen Zutaten und die tollen Kombinationen von Gewürzen haben mir sehr gut gefallen. Die Balance zwischen süß, sauer, salzig und scharf machen das Essen einzigartig und sehr lecker. Zudem gab es eine sehr große Auswahl, egal ob im Restaurant oder auf einem Street Food Markt, das Angebot war unglaublich vielfältig und immer ein Erlebnis. Mein größter Kulturschock Moment Der größte Kulturschock Moment war mit Sicherheit der erste Besuch eines traditionellen Marktes in Bangkok. Dass die Hygienestandards auf einem Stand sind, als in Europa war mir zuvor schon bewusst, aber das, was ich dann gesehen habe, war anfangs doch sehr gewöhnungsbedürftig. Zudem waren unglaublich viele Menschen auf engstem Raum und von allen Seiten hat es nach den verschiedensten Zutaten gerochen. Anfangs war ich eher skeptisch und habe nicht das Verlangen gehabt etwas zu probieren. Als ich mich doch entschieden habe, war es eine völlig neue Erfahrung und hat großartig geschmeckt, die Sorgen waren somit unberechtigt. Mit der Zeit bin ich sehr gerne auf Märkte gegangen, aufgrund der riesigen Auswahl, der Frische der Zutaten und es war immer was los. Sogar an unserer Universität gab es jeden Freitag einen großen Markt mit den unterschiedlichsten Ständen. Besonders die vergleichsweise kleinen Portionen haben mir gut gefallen, so konnte man möglichst viel Unterschiedliches probieren und kennenlernen. Mit der Zeit hatte man dann auch seine Lieblingsstände gefunden und sich vorher schon darauf freuen können. Mein schönster Moment Einen schönsten Moment während meines Auslandssemesters zu finden ist schwierig, da ich in der Zeit so viel unterwegs war dementsprechend viel erlebt habe. Wenn ich mich entscheiden muss, fallen mir zwei besondere Wochenendtrips ein, an die ich besonders gerne zurückdenke. Zum einen hatte ich die wunderbare Gelegenheit einen drei-tägigen Tauchkurs zu absolvieren. Der Tauchkurs fand auf der Insel Koh Tao statt und kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, schon die Hinreise von Bangkok aus mit dem Bus und der Fähre, war ein wahres Erlebnis. Da wir spätabends losgefahren sind, konnte man im Bus gut schlafen und die acht-stündige Fahrt war kein Problem. Die Fahrt mit der Fähre wurde dann an diesem Tag deutlich interessanter, da der Wellengang besonders stark war. Die Überfahrt werde ich auf jeden Fall so schnell nicht vergessen und meine Mitfahrer wohl auch nicht. Angekommen, auf der wirklich traumhaften Insel, blieb nur wenig Zeit und es ging direkt mit der Theorie für den Tauchschein los und schon am Nachmittag folgte der erste Tauchgang in einem Pool mit voller Ausrüstung. Hier wurden die ersten Übungen durchgeführt, sodass man am nächsten Tag mit einem guten Gefühl den ersten Meertauchgang antreten konnte. Der erste „richtige“ Tauchgang wurde in fünf Metern Tiefe durchgeführt. Hier wurden auch alle Tricks und Übungen nochmals trainiert, das im Ernstfall niemand in Panik gerät und weiß was zu tun ist. Die erfolgreiche Übung und das problemlose Durchführen des Druckausgleiches haben mir ein gutes Gefühl für die weiteren Tauchgänge gegeben. In insgesamt zwei Tagen und vier Tauchgängen sind wir bis zu 18 Meter tief getaucht und es war eine völlig neue Erfahrung und wirklich wunderschön. Die Highlights waren sicherlich der Tauchgang zu einem alten versunkenen Schiffswrack und der Tauchgang zu einem riesigen Korallenriff. Zwischen zwei Taugängen konnten wir uns bei Kaffee und frischer Ananas erholen und das mittlerweile sonnige Wetter genießen. Auch abseits der Tauchgänge ist Koh Tao eine wirklich schöne Insel, die einen Besuch Wert ist. Zum anderen ein dreitägiger Dschungeltrip im Norden von Laos. Laos ist ein direkter Nachbarstaat von Thailand und grenzt im Norden zudem an China. Anders als Thailand ist Laos noch vergleichsweise wenig touristisch geprägt, daher habe ich dort Südostasien nochmal ganz anders kennengelernt. Schon die Hinreise war ein Erlebnis, von Bangkok aus ging es mit dem Flugzeug nach Luang Prabang. Nach einer weiteren Zugfahrt und einer anschließenden Busfahrt über nicht befestigte Straßen sind wir im Norden in Luang Namtha angekommen. Von dort ging es zusammen mit einem lokalen Guide für 3 Tage in den Dschungel. Schon der erste Tag war beeindruckend, nach dem Besuch eines lokalen Marktes, wo wirklich kein anderer Tourist gewesen ist, ging es mit einem Jeep weiter ins Gebirge. Die erste halbe Stunde ging es erstmal nur nach oben, das war mit 10 kg Gepäck auf dem Rücken und dem schwülwarmen Wetter doch sehr anstrengend. Mit genügend Trinkpausen war es dann doch machbar und die Natur drumherum hat die Anstrengung entschädigt. Mittag gegessen wurde mitten im Dschungel, kurzerhand ein Feuer gemacht und das vorher auf dem Markt gekaufte Fleisch zusammen mit sehr viel Gemüse stilecht auf einem Bananenblatt auf dem Boden gegessen. Nach ca. sieben Stunden war der erste Wandertag geschafft und wir erreichten ein Dorf, das weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten ist. Fließend Wasser und Strom gab es nicht, daher haben wir uns direkt nach Ankunft in einem nahen Fluss gewaschen und ein bisschen abgekühlt. Zum Abendessen wurden wir von einer Familie aus dem Dorf eingeladen. Es gab sehr viel Gemüse und eine Menge Reis, dazu Fisch und Fleisch. Das Essen war sehr reichhaltig und wirklich lecker. Der nächste Tag begann wieder mit einem tollen Frühstück von unserem Guide, danach verabschiedeten wir uns vom Dorf und gingen wieder in den Dschungel. Die erste Stunde hatten wir wieder einen steilen Anstieg zu bewältigen und ich merkte, dass meine Füße vom gestrigen Lauf noch etwas Weh taten. Aber nach diesem Anstieg konnte ich mich wieder auf die tolle Natur konzentrieren und das Laufen war, obwohl es ein paar schwierige Stellen gegeben hat, kein Problem. An diesem Tag war unser Ziel ein sogenanntes „Bambuscamp“, insgesamt waren es zwei Hütten aus Bambus. Eine zum Kochen und die andere zum Schlafen. Das Camp haben wir nachmittags erreicht, nach ungefähr sechs-stündiger Wanderung. Dort angekommen haben wir uns in einem kleinen Bach „frisch gemacht“ und die Gegend rund um das Camp erkundet. In der Zwischenzeit hat sich unser Guide um das Abendessen gekümmert. Wir haben gemerkt, unser Guide ist nicht nur ein toller Dschungel-Führer, sondern auch ein wirklich guter Koch. Das hat unser Erlebnis auch wirklich sehr geprägt. Den Abend abgerundet hat ein gemeinsames Lagerfeuer. Am letzten Tag machten wir uns früh auf den Weg, da zum Abschluss eine Kanutour anstand. Die Wanderung zur Anlegestelle war angenehm, da die Strecke nicht sehr viele Höhenmeter hatte und es morgens noch recht kühl war. Auf dem Weg sind wir noch an zwei Dörfern vorbeigekommen und haben einen kleinen Einblick in deren Lebensalltag werfen können. Die Kanufahrt war dann ein gelungener Abschluss, auch wenn der Wasserstand etwas niedrig gewesen ist. So sind wir des Öfteren aufgesetzt und mussten aus dem Kanu aussteigen. Ein Highlight war als unser Guide während der Fahrt aus dem Kanu gesprungen ist, zu einem vermeintlichen Tauchgang. Dabei kam er mit einem Fisch wieder an die Wasseroberfläche, den er mit den bloßen Händen gefangen hat. Das hat er auch ein paar Mal wiederholt, es war sehr beeindruckend. Gegen Mittag war unsere Kanufahrt beendet und wir fuhren mit dem Jeep zurück zur Bahnstation. Von da aus ging es mit dem Zug quer durchs Laos, bis in die Hauptstadt Vientiane. Den Abend haben wir noch dort verbracht und am nächsten Morgen ging es mit dem Flugzeug zurück nach Bangkok und das Dschungel-Abenteuer war vorbei. Alles in allem ein Wahnsinns-Erlebnis, das ich wohl so schnell nicht mehr vergessen werde. Inwiefern hat mich mein Auslandssemester weitergebracht? Der Auslandsaufenthalt in Thailand hat mich in vielerlei Hinsicht weitergebracht. Persönlich habe ich an Selbstständigkeit und Selbstvertrauen hinzugewonnen. Die Herausforderungen des Uni-, aber auch normalen Alltags in einer fremden Kultur haben mir gezeigt, dass ich in der Lage bin, mich in neuen Situationen zurechtzufinden und Lösungen zu finden. Fachlich konnte ich mein bereits erlerntes Wissen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen durch internationale Perspektiven und Erfahrungen erweitern. Die Kurse an der thailändischen Universität (Mahidol University International College) haben mir interessante Einblicke in die thailändische/globale Lehre gegeben. Die vielen Gruppenarbeiten in interkulturellen Teams waren sehr interessant, besonders die verschiedenen Herangehensweisen zur Problemlösung. Diese Erfahrungen werden später einmal bestimmt von Vorteil sein. Des Weiteren habe ich die thailändische Wirtschaft ein bisschen kennengelernt und es wurden uns im Rahmen des Kurses Marketing ein paar heimische Unternehmen vorgestellt. Diese wurden auch stets im internationalen Rahmen betrachtet. Welche Kompetenzen habe ich hinzugewonnen? Während meiner Zeit in Thailand habe ich, wie ich finde, ein paar Kompetenzen erworben/verbessert: Teamfähigkeit: Durch die angesprochenen Gruppenarbeiten und die generelle Zusammenarbeit mit den einheimischen und internationalen Studenten, habe ich gelernt mit unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedenen Perspektiven möglichst effektiv zusammenzuarbeiten. Flexibilität: Die häufige Anpassung an neue Umstände und viele unvorhergesehene Situationen haben meine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gestärkt. Problemlösungsfähigkeit: Im thailändischen Alltag gab es viele kleine und größere Herausforderungen zu bewältigen. Diese Erfahrungen haben meine Fähigkeiten zur Lösung von Problemen verbessert. Interkulturelle Kompetenz: Der wohl wichtigste Punkt, durch den direkten Kontakt mit einer fremden Kultur hat sich mein Verständnis und Sensibilität für kulturelle Unterscheide geschärft. Mein Auslandssemester werde ich nie vergessen, weil … Es eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens war. Die Zeit in Thailand hat mich als Person wachsen lassen, meine Horizonte erweitert und mir unvergessliche Erinnerungen beschert. Die vielen Begegnungen, Erlebnisse und Herausforderungen haben mich doch stark geprägt und werden mich noch lange begleiten. Thailand und vor allem die Menschen, die ich kennengelernt habe, werde ich in guten Erinnerungen behalten. Danke an die Christian Bürkert Stiftung Dank des Stipendiums konnte ich viele unvergessliche Erlebnisse und Erfahrungen finanzieren, es ermöglichte mir das Land Thailand zu bereisen und dadurch besser kennenzulernen und zudem die Nachbarländer Laos und Vietnam zu besuchen. Vielen Dank dafür an die Christian Bürkert Stiftung! Fazit Mein Auslandssemester war eine bereichernde und sehr schöne Erfahrung. Ich habe nicht nur fachlich und beruflich profitiert, sondern auch persönlich enorm viel gelernt. Die Zeit in Thailand hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, offen für Neues zu sein und sich auf unbekannte Herausforderungen einzulassen. Ich kann jedem, der die Möglichkeit hat, ein Auslandssemester zu absolvieren, nur dazu raten, diese Chance zu ergreifen. Es ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt zu entdecken, sich selbst weiterzuentwickeln und unvergessliche Erfahrungen zu sammeln.

News:
Hallo oder wie man in Finnland sagt: Hei hei oder moi

- Hallo oder wie man in Finnland sagt: Hei hei oder moi, ich bin Luisa Neber und studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt internationale Produktion und Logistik im zweiten Studienjahr an der DHBW in Mosbach. Da mich schon immer eine Auslanderfahrung gereizt und der Norden mich angezogen hat, habe ich beschlossen mein Auslandsemester im glücklichsten Land der Welt, in Finnland, zu verbringen - und ich hatte wirklich eine glückliche Zeit dort! Von Januar bis April 2024 habe ich an der Centria studiert, eine internationale und sehr modern eingerichtete Universität in der Stadt Kokkola. Die Stadt befindet sich an der Westküste und in der unteren Hälfte des Landes. Die Kurse wurden auf Englisch doziert, Gott sei Dank, denn Finnisch ist sehr schwierig zu lernen. Es war nicht schwierig den Vorlesungen auf Englisch zu folgen, für niemanden war es die Muttersprache und wir sprachen alle auf einem ähnlichen Level Englisch. Auch hatte man nicht den typischen Klausurenstress. Die Kurse begonnen und endeten verteilt auf das Semester, sodass die Klausuren nicht alle geballt am Semesterende geschrieben werden mussten. Mit anderen Austauschstudenten habe ich einige Wochenendausflüge unternommen. Das absolute Highlight war die Reise mit anderen Studenten in einem Wohnmobil an das Nordkap während der Winterferien, dabei haben wir viele Nordlichter und wunderschöne Landschaften gesehen. Mit den Finnen selbst ist es schwierig in Kontakt zu kommen, sie sind sehr wortkarg und zurückhaltend. Ist aber einmal das Eis gebrochen, kann man sehr schnell eine Freundschaft schließen. Die ersten Tage in Finnland waren ein echter (Kälte-)Schock: Nicht nur, dass die Tage sehr kurz waren – es war nur von etwa 10 bis 14 Uhr hell – sondern es war auch unfassbar kalt: -30 Grad! Bei solchen Temperaturen zieht man sich alles an, was man hat, und bleibt nicht allzu lange draußen. Ein Saunabesuch mit Eisbaden ist da eine absolute Wohltat. Wir waren oft in der Sauna, in der man sich wunderbar wieder aufwärmen kann. Auch die Finnen tauen hier auf; einige haben sogar mit uns auf Deutsch gesprochen. Danach gönnt man sich eine reichhaltige Lachssuppe mit Knäckebrot und Butter. Zum Nachtisch gibt es Fastnachtecken – einfach lecker! Finnland eignet sich hervorragend, um eine Vielzahl von Winteraktivitäten zu unternehmen: Schlittenfahren, Eisfischen, Skifahren, Langlaufen, Schlittschuhlaufen und vieles mehr. Abends kann man in Bars und Clubs wunderbar mit den Finnen feiern, die Karaoke lieben. Ebenfalls sehr beliebt ist Eishockey. Die Spiele sind oft äußerst unterhaltsam. Allerdings war man den Schnee irgendwann auch mal überdrüssig. Im April war das meiste geschmolzen, die Natur taute auf und es wurde deutlich wärmer. Zum Schluss hatte es ca. 5 Grad was sich zu den anfänglichen -30 Grad unglaublich warm anfühlt – man gewöhnt sich tatsächlich an die Kälte. Ich war aber trotzdem froh, endlich den warmen deutschen Frühling wieder zu spüren. Nun zu der Frage, die mir oft gestellt wurde: Was konnte ich persönlich mitnehmen? Ich durfte in ein anderes Land, in einen anderen Lebensstil eintauchen, der absolut naturverbunden ist. Ein Lebensstil, der im Kontrast zur deutschen Leistungsorientierung steht. Das Leben in Finnland habe ich als entschleunigt und ruhig empfunden, was vermutlich auch den extremen Temperaturen geschuldet ist. Außerdem habe ich viele neue Menschen kennen gelernt, bei einigen sind sogar Freundschaften entstanden. Deshalb empfehle ich jedem, dem sich die Möglichkeit bietet, ein Auslandssemester zu machen. Für mich war es eine sehr bereichernde Erfahrung. Frostige Grüße, Luisa

Ansprechperson:
Lisa Maria Fell

News:
Interview mit DHBW-Absolventin und DHBW-Mitarbeiterin Lisa Schneider

- Wie ging es nach dem Studium bei Ihnen beruflich weiter? Bachelor Studium International Business Administration mit dualem Partner CONRAC GmbH Weikersheim von 2005 – 2008. Ich hatte relativ früh ein Übernahmeangebot meines damaligen dualen Partners, CONRAC GmbH Weikersheim (jetziger Name Data Modul) in der Marketingabteilung. Auf Grund der Finanzkrise 2009 musste ich leider nach ca. 1,5 Jahren mein Unternehmen verlassen und bin so über Umwege relativ direkt bei der DHBW Mosbach gelandet. Ich hatte eine Initiativbewerbung nach Mosbach geschickt, hatte freitags einen Anruf von Frau Zimmer und habe am Montag im Sekretariat beim damaligen Rektor der DHBW Mosbach, Herr Geilsdörfer, angefangen. Ich würde von allen Teammitgliedern wahnsinnig herzlich empfangen, hatte so einen perfekten Einstieg an der DHBW. Ich bin den Kolleg*innen heute noch sehr dankbar und mit vielen aus der damaligen Zeit stehe ich immer noch in Kontakt. Herr Geilsdörfer wurde dann zum Präsident der DHBW gewählt und hat mich im März 2011 als seine Assistentin mit ins Präsidium gebracht. Was genau sind Ihre Aufgaben heute? Was ist das Coolste an Ihrem Job? Nach einiger Zeit als Assistentin von Herrn Geilsdörfer im Präsidium, bin ich relativ schnell den Gremienbereich gewechselt und habe dort Präsidium, Senat und Aufsichtsrat betreut. Seit Anfang 2012 bin ich in der Zentralen Auslandskoordination im DHBW Präsidium, seit 2016 stellvertretende Referatsleiterin und seit Oktober 2022 zusätzlich akademische Leiterin des Studienkollegs in Bad Mergentheim. In der Funktion in der Zentralen Auslandskoordination koordinieren und unterstützen wir die International Offices an den Standorten in allen internationalen Belangen. Dies reicht von den klassischen Verwaltungsaufgaben über die Initiierung und Durchführung von DHBW weiten Projekten wie z. B. University Abroad oder das Interkulturelle Zertifikat. Darüber hinaus sind wir die Schnittstelle und Ansprechpartner von MWK, DAAD, der Baden-Württemberg Stiftung, Baden-Württemberg international, der Fulbright Kommission und vielen mehr. Ich habe den großen Vorteil, dass ich die DHBW aus Studierenden- und auch Standortperspektive kenne. Das macht die Zusammenarbeit in vielerlei Hinsicht einfacher. Ich finde toll, dass ich in meiner täglichen Arbeit viel Freiheit habe und auch immer eigene Ideen mit einbringen kann. So habe ich bereits vor vielen Jahren die Idee des Studienkollegs, eines studienvorbereitenden Jahres von internationalen Studienbewerber*innen entwickelt und wird in der Pilotphase von mir als Projekt mit sehr viel Herzblut betreut. Weiterentwicklungsmöglichkeit: Masterstudium währen der Zeit im DHBW Präsidium 2016 im Studiengang Marketing am CAS. Was erwarten Sie von der Zukunft? Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Auch wenn ich seit knapp 12 Jahren in dieser Position bin, haben sich meine Aufgabengebiete stetig gewandelt. Neue Projekte und Aufgaben kommen dazu, manch andere werden abgeschlossen. Es wird nie langweilig. Aktuell kann ich mir mein Leben nicht ohne die DHBW vorstellen, daher sehe ich mich in 10 Jahren immer noch für die DHBW arbeiten. Was ist die wichtigste Erkenntnis aus Ihrem Studium? Welches Wissen, welche Kompetenzen haben Ihnen am meisten genutzt? Die interkulturellen und internationalen Erfahrungen. Gleich in der ersten Woche hatten wir einen Dozenten aus den USA. Der Kurs hieß „Intercultural Management“ und bestand aus Vorlesungen und Gruppenarbeit bzw. einer Abschlusspräsentation. Diese Erfahrung (Inhalt der Vorlesung und auch das Format) waren so „anders“, wie ich es aus meiner Schulzeit kannte und ich habe sehr viel mitgenommen. Ich habe dann das 3. Semester an der Oregon State University in den USA verbracht. Im Nachhinein betrachtet haben mich diese 3 Monate sehr geprägt. Der Auslandsaufenthalt hat enorm zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen. Ich bin das erste Mal aus meiner Komfortzone herausgekommen und habe über den Tellerrand hinausgeblickt. Ich habe mich sprachlich weiterentwickelt, bin deutlich selbstbewusster geworden. Außerdem haben die 3 Monate meine Offenheit und Interesse für andere Kulturen gefördert und ich habe gelernt mich schnell anzupassen bzw. auf neue Situationen einzustellen. Was mich darüber hinaus besonders geprägt hat, waren die internationalen Studierenden aus USA, Spanien, Kolumbien, Slowakei und Frankreich in Bad Mergentheim, die ich betreut habe. Mit gemeinsamen Freizeitaktivitäten, wie Ausflüge, Kochen oder auch Partys, wollte ich den Studierenden hier meine Heimat zeigen und ein positives Bild von Deutschland vermitteln. Hier sind viele Freundschaften entstanden und ich habe immer noch Kontakt zu dem ein oder anderen. Ich bin mir sehr sich, dass diese Erfahrungen die Grundlage waren, warum ich im internationalen Bereich arbeiten wollte. Wo sehen Sie den größten Vorteil des dualen Studiums? Die Employability. Das duale Studium bietet die perfekte Mischung aus Fachkompetenz, Methodenkompetenz, sozialer und persönlicher Kompetenz. Genau diese Qualifikationen werden von Unternehmen gesucht. Welche beruflichen Ziele hatten Sie während des Studiums? Warum sind Sie an die DHBW zurückgekehrt? Berufliche Ziele in dem Sinn hatte ich während der Zeit des Studiums nicht. Mir hat das Studieren und Arbeiten sehr viel Spaß gebracht und die 3 Jahren sind wie im Flug vergangen – ich hätte auch noch länger studieren können. Sicher war ich mir nur darüber, dass ich nach dem Studium im internationalen Bereich arbeiten wollte, egal wo und für welches Unternehmen. Zur Zeit des Studienabschlusses hätte ich allerdings noch nicht damit gerechnet, wieder an die DHBW zurück zu kehren. Vielleicht war das Schicksal. Manchmal gehen Türen zu, andere auf, durch diese man dann auch gehen sollte. Welchen Rat würden Sie Erstsemestern für Ihr Studium mit auf den Weg geben? Genießt die Zeit als Studierende, auch wenn das Studium intensiv ist. Versucht eine internationale Erfahrung während des Studium zu machen, egal ob Auslandssemester, Kurzzeitaufenthalt oder Exkursion. Das bringt euch soviel weiter. Wenn Sie nochmal wählen könnten, würden Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden? Warum? Definitiv ja. Für mich war das duale Studium die beste Studienform, die ich hätte wählen können. Ich wollte nach dem Abitur auch eher eine Ausbildung machen, da ich keine Lust mehr hatte mehrere Jahre mich in Vorlesungen berieseln zu lassen. Daher kam mir das duale Studium mit Theorie- und Praxisphasen sehr gelegen. Es war ein unglaublich tolles Gefühl das erste Gehalt auf dem Konto zu haben. Würden Sie im Nachhinein etwas anders machen? Nein. Obwohl vielleicht Kontakt mit meinen Kommilitonen nach dem Abschluss zu halten, das ist leider etwas zu kurz gekommen. Ihr schönstes Studienerlebnis? Ihre schönste Erinnerung an Bad Mergentheim? Ich glaube mein damaliger Kurs, wir waren der 3. Jahrgang der in Bad Mergentheim überhaupt. Das heißt, es gab noch relativ wenig Studierende. Wir kannten die Jahrgänge davor und auch danach und war immer ein sehr nettes Miteinander. In den Pausen, aber auch nach der Vorlesung und an den Wochenenden. Sehr viele der damaligen Studierenden waren vor zwei Jahren beim 20-jährigen Jubiläum von IB in Bad Mergentheim. Es war einfach toll alle wiederzusehen und spannend wohin es wen verschlagen hat. Das erste Semester hatte mein Kurs damals in Schloss 10, in dem Kursraum mit dem anschließenden Pavillon. Auch wenn alles dort noch etwas provisorisch war, hatten wir eine tolle Zeit in den Räumlichkeiten beim gemeinsamen Kennenlernen im 1. Semester untereinander und dem Alltag als Studierende. Was ist der größte Unterschied zwischen den Studierenden zu Ihrer Studienzeit und den Studierenden heute? Ich glaube die Studierenden selbst haben sich nicht verändert, eher das Format des Studierens und natürlich die Anerkennung der Abschlüsse. Zu meiner Zeit haben die Professor*innen und Dozent*innen natürlich auch schon teilweise mit Powerpoint gearbeitet, trotz allem gab es auch noch einige, die klassischen Folien und Overhead Projektoren genutzt haben. Das Studium heute ist deutlich digitaler. Was besser oder schlechter ist, mag ich nicht beurteilen. Ich war einer der letzten Jahrgänge, der noch das Diplom der Berufsakademie erhalten hat. Wir mussten damals noch sehr um die Anerkennung der Abschlüsse der Berufsakademie kämpfen, seit der Hochschulwerdung ist das deutlich einfacher geworden. Wir mussten uns von Studierenden von Unis und Hochschulen Aussagen anhören, wie „Du studierst ja nur an der Berufsakademie“ oder „Du studierst ja gar nicht richtig“. Heute kann man als DHBW Studierende stolz darauf sein, an der größten Hochschule des Landes zu studieren. „Die DHBW Mosbach ist für mich…“ … mehr als nur mein Arbeitgeber. Fun Facts: Mein damaliger Studiengangsleiter, Herr Gerloff, ist mein Vorgesetzter. Frau Bröckl aus dem International Office in Bad Mergentheim, die mich 2007 ins Auslandssemester entsendet hat, ist meine Kollegin im Kreis der Auslandsbeauftragten.

News:
Interview mit DHBW-Absolvent und DHBW-Professor Jens Saffenreuther

- Wie ging es nach dem Studium bei Ihnen beruflich weiter? Schon damals haben fast alle Ausbildungsunternehmen Ihre Studierenden übernommen. Ich hatte das Glück und bekam auch andere Jobangebote aus der Finanzbranche, blieb jedoch bei meinem Ausbildungspartner um ein berufsbegleitendes Studium zum Diplom-Kaufmann aufzunehmen. Der Beweggrund zum Verbleib beim Ausbildungspartner war schlicht und einfach die mir gebotene Flexibilität für mein berufsbegleitendes Studium. Auch die Auswahl der Hochschule war damals leicht. Nur die Wissenschaftliche Hochschule in Lahr ermöglichte es den Absolventen der damaligen Berufsakademie direkt ins Hauptstudium zu starten. Heute gibt es hier eine kaum noch zu überblickende Anzahl an Studiengängen in Deutschland, so dass die Auswahl für die heutigen Absolventen riesig ist. Während des Studiums zum Diplom-Kaufmann war ich als Risikocontroller und Sanierungsberater tätig. Meiner nach Abschluss des Studiums verschickten Bewerbung bei einem renommierten Bankenlehrstuhl in der Schweiz für ein Promotionsstudium mit einer Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter hatte ich zunächst gar keine großen Chancen eingeräumt. Hier zeigte sich für mich aber erstmals, dass duale Studiengänge auch für die Wissenschaft eine sehr interessante Personengruppe hervorbringen. Diese Praxisorientierung war an unserem Lehrstuhl in Basel eine wichtige Komponente in Studium und Forschung. Was genau sind Ihre Aufgaben heute? Was ist das Coolste an Ihrem Job? Das Aufgabengebiet eines Professors ist umfangreicher, als ich es mir als Studierender früher vorgestellt habe. Hochschulen werden akademisch selbst verwaltet. Somit hat man als Professor keine Vorgesetzen, sondern erfüllt die vom Gesetzgeber definierten Aufgaben eigenverantwortlich. Das bringt eine hohe Verantwortung an diese Berufsgruppe mit sich. Denn die Aufgabengebiete in der Lehre, Forschung und Selbstverwaltung sind vielfältig. So gibt es neben den Vorlesungen und der Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere eine Vielzahl an Gremien und Kommissionen, in die wir uns einbringen. Vom örtlichen Senat am Standort, über Berufungskommissionen zur Ernennung neuer Professor*innen bis hin zum zentralen Senat in Stuttgart braucht es das Arbeitsengagement sowie die Expertise von uns. Das hier eingebrachte Engagement entscheidet über den Erfolg einer Hochschule. Daher liegt ein großer Teil der Arbeit eben auch außerhalb der reinen Lehre. Glücklicherweise hat die DHBW ein sehr engagiertes Team an Mitarbeitern, so dass wir hier sehr gut aufgestellt sind und diese Arbeiten auch viel Spaß machen. Das Beste an unserem Job bleibt aber die Zusammenarbeit mit jungen Menschen und das anschließende Beobachten der vielfältigen Karrierewege. Was erwarten Sie von der Zukunft? Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Ich würde mich freuen, wenn unsere Präsidentin und unsere Gremien es schaffen, das Promotionsrecht für unsere Hochschule zu erkämpfen. Dies ist aus meiner Sicht nun überfällig und der letzte wichtige Schritt zu einer forschenden Hochschule. Mein Job füllt mich aktuell vollständig aus. Die Aufgaben sind so vielfältig und die Inhalte ändern sich aktuell in einer solchen Geschwindigkeit, dass es nicht langweilig wird. Dies gilt insbesondere für unseren Studiengang Bank. So dürfen gerne auch die nächsten 10 Jahre weitergehen. Was ist die wichtigste Erkenntnis aus Ihrem Studium? Welches Wissen, welche Kompetenzen haben Ihnen am meisten genutzt? Am stärksten habe ich sicherlich in meiner Karriere von den sozialen Kompetenzen profitiert. Hier legt die Duale Hochschule einen relativ großen Fokus. Da mein damaliges Bank-Studium auch bereits fachlich sehr tief war, hatte ich auch hier einen großen Vorteil gegenüber anderen Hochschulabsolventen, der einige Jahre anhielt. Dies insbesondere natürlich während meiner Promotions-Zeit an der Universität Basel. Wo sehen Sie den größten Vorteil des dualen Studiums? Ich versuche es in Stichworten zu formulieren: sehr hohe Employability, schnelles Studium und anschließend schnelle Karrierewege, Gehalt im Studium, kleine Kurse im Studium, vollwertiges Studium mit 210 Creditpoints und häufig die Möglichkeit heimatnah zu arbeiten und/oder zu studieren. Welche beruflichen Ziele hatten Sie während des Studiums bzw. wollten Sie immer schon Professor werden? Warum sind Sie an die DHBW zurückgekehrt? Den Job des Professors konnte ich mir tatsächlich bereits im ersten Semester vorstellen. Damals fehlten noch der Glaube sowie die Phantasie dieses umzusetzen. Im 4. Semester wurde ich dann von einem Dozierenden, ein Motivationstrainer, hierzu nachhaltig ermutigt. Seit diesem Tag war der Berufswunsch gesetzt. Der Weg zurück an die DHBW ist nicht besonders überraschend. Wer diese Praxisnähe kennengelernt hat, vermisst sie an den anderen Hochschulen. Welchen Rat würden Sie Erstsemestern für Ihr Studium mit auf den Weg geben? Motivieren Sie sich und glauben Sie an sich! Wenn Sie nochmal wählen könnten, würden Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden? Warum? Auf alle Fälle. Heute ist das Duale Studium vollkommen gleichwertig im Vergleich zum Studium an anderen Hochschulen bzw. Universitäten. Es stehen danach alle Wege offen. Und während des Studiums verdient man bereits und sammelt Berufserfahrung. Würden Sie im Nachhinein etwas anders machen? Ich hätte vermutlich sehr viel Spaß an volkswirtschaftlichen Themen an der Universität gehabt, habe das aber leider nie ernsthaft verfolgt um keine Zeit zu verlieren. Ihr schönstes Studienerlebnis? Ihre schönste Erinnerung an Mosbach? Die vielen Studierendenpartys mit den Kommilitonen, mit denen bis heute die Freundschaft geblieben ist. Was ist der größte Unterschied zwischen den Studierenden zu Ihrer Studienzeit und den Studierenden heute? Es wird heute viel über die Generationenunterschiede gesprochen. Wenn ich in die Vorlesungssäle blicke, sehe ich aber in erster Linie Parallelen zu meiner Studienzeit. Der Unterschied ist nicht so groß wie man denkt. Das Studium ist nach wir vor wichtig, aber auch heute sicherlich nicht alles für junge Erwachsene. Und das soll genauso sein. Das ist die erste eigenständige Lebensphase, die auch Spaß machen soll. Die neue Generation hinterfragt im Durchschnitt sicherlich mehr und fordert mehr Fairness ein. Hochschulen und Unternehmen fordert das und macht uns besser. „Die DHBW Mosbach ist für mich…“ … eine einzigartige Hochschule!

Ansprechperson:
Margit Unger

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