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Intelligente Instandhaltung

- DHBW Mosbach lud zu Industrieforum Industrie 4.0 verändert Technologien, Abläufe und Organisationsstrukturen. Das erfordert auch eine Neuausrichtung der Instandhaltung in der Fabrik der Zukunft. Die IHK Rhein-Neckar und die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach widmeten das Industrie-Forum 2016 deshalb dem Thema „Intelligente Instandhaltung – In Verbindung mit Industrie 4.0 bei KMU“. Mitorganisator Prof. Dr. Andreas Weißenbach führte die 35 Instandhaltungs-Experten und Fachleute aus der Produktion und dem Engineering mit seinem Vortrag über den aktuellen Stand ins Thema ein. „Wir wollten mit dem Industrieforum die Instandhaltung bei KMUs in den Fokus rücken und ihnen gleichzeitig eine Plattform zum Austausch und zur Information für die Neuerungen durch Industrie 4.0 bieten“, so der Professor. Weißenbach weiß um die Vorteile funktionierender Netzwerke bei dieser Thematik, da er zu diesem Themenkomplex in Verbindung mit der Instandhaltung promovierte. Er zeigte den Teilnehmern auf, dass beispielsweise Verbundinstandhaltung und ähnliche Kooperationsmodelle die Ausfallzeiten und die Instandhaltungskosten drastisch reduzieren können. Mit Rainer Tremmel (Perfect Production GmbH) referierte ein Experte für MES-Systeme dazu, wie Daten zur Instandhaltung genutzt werden können. Dr. Stefan Knopf (SAP Deutschland SE) ging ergänzend der Frage nach, wie die Vernetzung durch die vierte industrielle Revolution die Bedingungen für die Instandhaltung ändern wird. Benedikt Rauscher (Pepperl+Fuchs GmbH) skizzierte, wie Sensorik in der Industrie 4.0 angewendet werden kann, um eine ganzheitliche Instandhaltung statt lediglich Messwerte zu erhalten. Abgerundet wurde das Industrieforum durch Wirtschaftsingenieur Prof. Dr. Simon Möhringer: Er zeigte den Teilnehmern, wie Daten, die durch die Verzahnung der Produktion mit den modernen Informations- und Kommunikationstechniken in einem Unternehmen vorliegen, genutzt werden können, um Energieeinsparungen bei Strom oder Wärme in der Instandhaltung zu erwirken. Zum Ausklang führte Prof. Dr. Christian Kuhn die Teilnehmer durch die digitale Modellfabrik. „Das Forum thematisierte, wie Informationsdaten aus der Instandhaltung den gesamten Betriebsablauf beeinflussen können“, so Weißenbach. „Für eine intelligente Instandhaltung müssen die Werkzeuge für den vernetzten Einsatz weiterentwickelt werden. Daneben muss die Instandhaltung als integraler Bestandteil eines Unternehmens auch durch Industrie 4.0 Informationen erfassen und verarbeiten.“ Damit rücke sie in der zukünftigen Prozessentwicklung deutlich stärker zum Kernprozess der Wertschöpfung. Die Vorträge finden Sie auf der Webseite der IHK Rhein-Neckar: www.rhein-neckar.ihk24.de/innovation/innovationsberatung/Industrie_4_0/Veranstaltung--Industrie-4-0-/3152438 . Das nächste Industrieforum findet im Oktober 2017 statt.

News:
DHBW Mosbach: Neue Verwaltungsdirektorin im Amt

- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach hat seit 1. Juni eine neue Verwaltungsdirektorin: Christine Zimmer tritt die Nachfolge von Siegfried Glier an, der im März an das Center for Advanced Studies (CAS) der DHBW in Heilbronn gewechselt ist. „Durch ihre langjährige Tätigkeit als stellvertretende Verwaltungsdirektorin kennt Christine Zimmer die Anforderungen und Aufgabenfelder in der Verwaltung sowohl in der Breite als auch im Detail, sowohl lokal als auch landesweit“, begrüßt Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann die Entscheidung der Stellenbesetzungskommission. Zimmer ist bereits 1996 in die frühere Berufsakademie Mosbach eingetreten. Zwischen 2007 und 2009 wurde sie ins Referat „Berufsakademien“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg abberufen. Anschließend gehörte die 46-Jährige dem Gründungsteam der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an und arbeitete 2009 im Präsidium. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir sowohl der Standort als auch das Präsidium damit entgegenbringt“, sagt Zimmer über ihren Karriereschritt. „Ich werde mich auch weiterhin voller Engagement den anstehenden und zukünftigen Aufgaben zuwenden, auch wenn sie nicht immer angenehm sein werden.“ In Verwaltungsfragen kennt sich die aus dem Neckar-Odenwald-Kreis stammende Zimmer bestens aus: Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten arbeitete sie fünf Jahre für das Bürgermeisteramt in Hüffenhardt. 1993 begann Zimmer ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, das sie mit dem akademischen Grad „Diplom-Verwaltungswirtin (FH)“ erfolgreich abschloss. Auch aus pragmatischen Gründen ist die Wahl Zimmers für Rektorin Jeck-Schlottmann ein Glücksfall: „Es ist so ein nahtloser Übergang ohne allzu große Vakanz- und Einarbeitungszeiten möglich. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Frau Zimmer.“

News:
BA wird familiengerechte Hochschule

- Am 28. April 2008 erhielt die Berufsakademie Mosbach (BA) mit ihrer Außenstelle Bad Mergentheim das Grundzertifikat zum „audit familiengerechte hochschule“. Damit wurde erstmals eine Berufsakademie auf die Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie geprüft und ausgezeichnet. Zuständig für das „audit familiengerechte hochschule“ ist die berufundfamilie gGmbH, eine Initiative der Hertie-Stiftung. Die offizielle Verleihung wird am 30. Juni 2008 in Berlin durch die beiden Schirmherren, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, erfolgen. Im Rahmen der Auditierung wurden der Bestand familienorientierter Maßnahmen begutachtet und weiterführende Zielvorgaben zur Verwirklichung familiengerechter Studienbedingungen sowie einer familienbewussten Personalpolitik definiert. Die Berufsakademie Mosbach hat sich verpflichtet, die erarbeiteten Ziele und Maßnahmen innerhalb von drei Jahren zu prüfen und umzusetzen. Verläuft dieser Prozess erfolgreich, erhält die BA nach einer Re-Auditierung das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“. „Wir möchten die BA als einen attraktiven und familienbewussten Arbeits- und Studienort etablieren und dabei durchaus als Vorbild dienen“, so die stellvertretende Direktorin, Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann. „Oberstes Ziel ist eine breite Sensibilisierung aller Lehrenden und Beschäftigten. Wir denken diesbezüglich an Familienaufgaben, die sowohl im Bereich der Kindererziehung als auch in der Pflege von Angehörigen übernommen werden.“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden, die familiären Verpflichtungen nachkommen, soll mehr Zeitsouveränität und ein ortsunabhängigeres Arbeiten ermöglicht werden. Informationen zu familienrelevanten Themen sollen gebündelt und für Studierende, Beschäftigte und Lehrende bereitgestellt werden, eine spezielle Vortragsreihe zum Thema Pflege soll initiiert werden. „Die Berufsakademie Mosbach hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Wir freuen uns darauf, diese wichtigen Handlungsfelder zu gestalten und uns weiter zu verbessern“, erklärt Prof. Reinhold Geilsdörfer, Direktor der Berufsakademie Mosbach. Nähere Informationen finden Sie hier .

News:
Austausch über duales Studium

- Französische Delegation informierte sich an der DHBW Mosbach Eine vom französischen Wissenschaftsministerium organisierte Delegation besuchte die DHBW Mosbach im November 2016. Die rund 40 Mitglieder der Delegation waren Professoren, Dozenten und Verantwortliche französischer Hochschulen und Universitäten, die sich über das duale Studium informierten. Neben Führungen durch die Labore und Einblicke in das Blended-Learning-Konzept der DHBW Mosbach lag der Schwerpunkt der Reise auf dem Kennenlernen eines Dualen Partners. „Nach dem Besuch der DHBW Mosbach und dem Dualen Partner AZO in Osterburken wissen wir nun auch, warum das duale Studienmodell der DHBW so erfolgreich ist“, so Dr. Nathalie Leroy und Dr. Frederic Sauvage, die die Delegation im Auftrag des Ministeriums organisiert hatten. Die beiden wie auch die übrigen Besucher zeigten sich insbesondere davon beeindruckt, wie vorbildlich sich Duale Partner für die Studierenden und die Hochschule engagieren.

News:
Anlegen mit Herz und Verstand

- Kapitalmarktforum rückt Behavioral Finance in den Mittelpunkt „Sell in May and go away“ lautet eine der bekanntesten Börsenweisheiten. Das häufig bemühte Bonmot will wissen, dass Aktienkurse in den ersten Monaten des Jahres oft besser laufen als im Sommer. Und rechtzeitig, bevor das Börsengeschehen womöglich wieder unruhiger wird, richtete der Studiengang BWL-Bank der DHBW Mosbach sein zweites Kapitalmarktforum aus. Hochkarätige Referenten gaben sich ein Stelldichein zum Thema „Behavioral Finance in der Anlagepraxis“. Der Forschungsansatz der Behavioral Finance rückt das tatsächliche Verhalten von Anlegern an den Finanz- und Kapitalmärkten in den Mittelpunkt. Dabei fließen psychologische und soziologische Aspekte ein. Über 130 Besucher, darunter zahlreiche Studierende, Absolventen, Lehrbeauftragte und Vertreter aus der Bankpraxis erfuhren zwar nicht, ob es sich lohnt Börsenweisheiten zu folgen, dafür Grundlegendes zu Behavioral Finance, Altersvorsorge und technische Analyse der Börsenkurse. „Wir haben spannende Vorträge zum Thema gehört und die Zuhörer haben sicher einiges mitnehmen können“, so Organisator und Studiengangsleiter Prof. Wolf Wössner. „Besonders freut mich, dass unter den Referenten mit Sophia Wurm eine Absolventin der DHBW Mosbach ist.“ Ausflug in die Anlegerpsyche Eröffnet wurde der Vortragsreigen von Prof. Dr. Rolf Daxhammer von der ESB Business School an der Hochschule Reutlingen mit einer gleichermaßen faszinierenden wie eingängigen Darstellung der noch jungen Disziplin „Behavioral Finance“ , die das Verständnis, wie Kapitalmärkte und Kapitalanleger „funktionieren“, inzwischen nachhaltig verändert hat. Warum wir Anleger den Erfolg unserer Wertpapieranlagen gerne im Hinblick auf unseren Kaufkurs beurteilen und meist Aktien heimischer Provenienz bevorzugen, wurde ebenso deutlich wie die Antwort auf die Frage, weshalb wir uns von „Gewinneraktien“ schnell trennen, während wir unsere Verlustbringer nach dem „Prinzip Hoffnung“ im Depot behalten. Prof. Dr. Daxhammer verwies aber auch auf die Grenzen des derzeitigen Erkenntnisstands, nachdem die Aussagen der Behavioral Finance bislang noch nicht in ein geschlossenes Theoriegebäude zusammengefügt werden konnten. Abschließend zeigte er die derzeit vielversprechendsten künftigen Forschungsansätze auf. Diese zielen darauf ab, durch neurowissenschaftliche Methoden noch besser zu verstehen, was im Gehirn des Kapitalanlegers im Zuge seiner Entscheidung vor sich geht. Prof. Dr. Daxhammer ist Mitverfasser des Standardwerks „Behavioral Finance“. Altersvorsorge: Beim Sparen den „inneren Schweinehund“ überlisten Der zweite Referent, Hans-Jörg Naumer, Global Head of Capital Markets & Thematic Research bei Allianz Global Investors, beleuchtete das Thema von der praktischen Seite. Mit unserer menschlichen Natur stehen wir uns bei finanziellen Entscheidungen oft genug selbst im Weg, mit überaus gravierenden Konsequenzen, etwa im Hinblick auf die Altersvorsorge. „Behavioral Finance“ kann gewissermaßen als Wegweiser für eine „clevere Selbstüberlistung“ dienen! Ein paar Kostproben: Mehr Auswahl und Vielfalt an Vorsorgemöglichkeiten erhöht nicht etwa die Bereitschaft zur Vorsorge, sondern vermindert sie. Zuviel Vielfalt hemmt unsere Entschlusskraft. Wir verstehen zwar, dass wir für unsere Altersvorsorge sparen müssen, tun dies jedoch nur widerwillig, denn gesparte Gelder können wir nicht ausgeben. Hans-Jörg Naumer zeigte auf, wie wir aus diesem Dilemma herauskommen. „Überlisten“ können wir uns, indem wir uns heute entscheiden, einen Teil der künftigen Gehaltserhöhung für die Altersvorsorge beiseite zu legen. „Morgen mehr sparen!“ – Erfahrungen in den USA zeigen, dass dieses einfache Rezept wirksam greift. Aktien bleiben das Nonplusultra Sophia Wurm, Technical Analyst in der Investment Banking-Einheit „Corporates & Markets“ der Commerzbank AG, beleuchtete im dritten Vortrag Trends und Perspektiven an den Kapitalmärkten. Die technische Analyse hat zum Ziel, die Richtung der Börsen aus dem sich entfaltenden Kursgeschehen heraus abzuleiten. Das Verhalten der Anleger treibt die Kapitalmärkte und hinterlässt seine Spuren. „Kein Rauch ohne Feuer“ – so lässt sich dies kurz gefasst auf den Punkt bringen. Für Sophia Wurm bietet die Aktienanlage derzeit nach wie vor die besten Perspektiven – einfach weil überzeugende Alternativen fehlen. Gold hat seinen langjährigen Glanz verloren, die Renditen von bonitätsstarken Staatsanleihen liegen real im Minus und die Zinsaufschläge für Risikoanleihen so mager wie vor der Finanzkrise. Aktien hätten zwar bereits kräftige Zuwächse hingelegt, jedoch stiegen auch die Gewinne und daher seien die Aktien keineswegs überteuert. Da die Aufwärtstrends an den führenden Märkten intakt sind, vermutet Wurm weiteres Aufwärtspotenzial, wenn auch nicht mehr in der bisherigen Dynamik. 10.500 Punkte traut die Analystin und DHBW-Absolventin dem DAX im Jahresverlauf zu. Die Kunst der richtigen Anlage besteht für sie aber in erster Linie in der richtigen Selektion. Wer liegt vorne? Diese Frage stellt sich nicht nur im europäischen Marktvergleich, wo die Referentin dem spanischen mehr zutraut als dem deutschen, sondern auch innerhalb einzelner Branchen. Im Nahrungsmittelbereich zieht sie hier beispielsweise das Schwergewicht Nestlé gegenüber dem heimischen Primus Südzucker vor. Literaturhinweise Rolf J. Daxhammer / Máté Facsar: Behavioral Finance, Konstanz München 2012. Hans-Jörg Naumer: Überliste Dich selbst! - Erkenntnisse der Behavioral-Finance-Theorie für die Praxis der Anlageberatung, S.167 - 189. In: Herbert Berger / Michael Legner (Hrsg.): Anlageberatung im Privatkundengeschäft, Frankfurt am Main 2011.

News:
Studium Generale zum Thema Internationalisierung

- Im Jahr 2008 organisiert die Berufsakademie Mosbach (BA) im Rahmen des Studiums Generale eine Vortragsreihe zum Thema Internationalisierung. Damit weitet die BA ihre umfassenden Angebote in diesem Bereich auch auf öffentliche Veranstaltungen aus. Experten aus der Praxis gewähren Einblicke in ihre Strategien des Global Business. Am 7. Mai 2008, um 18 Uhr, hält Dr. Stefan Krämer einen Vortrag zum Thema „Interkulturelle Kompetenz Naher Osten“. Die Veranstaltung findet im Lohrtalweg 10, A-Gebäude, im großen Hörsaal, Raum 1.03, statt, der Eintritt ist frei. Internationale Geschäftsbeziehungen mit Ländern des Nahen Ostens werden nicht durch Unternehmen, sondern durch Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die diese Unternehmen vertreten, aufgebaut und gepflegt. Wer Produkte und Dienstleistungen im Nahen Osten vertreiben will, muss Kommunikationsformen und Absatzkanäle des Ziellandes kennen und verstehen, um erfolgreich zu sein. Besonders emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz sind unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Business. Dr. Stefan Krämer berichtet über Geschichte, Religion, Rechtssystem, Verhaltensregeln und wirtschaftliche Fakten des Nahen Ostens. Seit vielen Jahren ist er im gesamten vorderen Orient als Unternehmer und Unternehmensberater tätig. Er ist Mitglied im Beirat der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, dort Koordinator des AK Bildung/Kultur und seit Oktober 2000 der BA Mosbach als Lead-Auditor nach ISO 9001 eng verbunden. Am 11. Juni 2008, um 17.00 Uhr, hält Luis Weiler, Sales Director Europa/Lateinamerika bei der Hansgrohe AG, einen Vortrag zum Thema „Mit global speed vom Schwarzwald in die ganze Welt - wie Hansgrohe mit System und Strategie den Weg zum erfolgreichen Global Player gemeistert hat“. Für den Herbst ist eine weitere Veranstaltung in Planung.

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Unternehmensprozesse spielerisch gestalten und verbessern

- In einem Umfeld aus kontinuierlich zunehmendem Kosten- und Wettbewerbsdruck sind Unternehmen gefordert, ihre Geschäftsprozesse effizient zu gestalten. Im Rahmen des Moduls „Produktionsmanagement“ haben Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens (Kurs IPL15) einen simulationsgestützten Ansatz zur Prozessgestaltung und -optimierung im Detail kennengelernt und angewendet. Die Basis bilden 3D-Modelle innovativer Produkte, die mit Hilfe von LEGO-Steinen zunächst entwickelt und dann in simulierten Fertigungsabläufen auch hergestellt werden. Die Ablaufpläne der Fertigung werden konzipiert, mittels Simulation analysiert, bewertet und mit innovativen Lösungsansätzen neu strukturiert. Dabei unterstützen Werkzeuge wie Zeiterfassung nach REFA, Einsatz von Kanban-Systemen oder eine belastungsorientierte Auftragsabwicklung (BOA). Sie bieten die Basis für Ablaufverbesserungen oder Änderungen von Prozessparametern. In weiteren Szenarien haben die Studierenden untersucht, wie sich Änderungen im Produktdesign auf die Prozessabläufe auswirken können. Unter Leitung unseres langjährigen DHBW-Dozenten Wolfgang Wedmann boten sich in diesem Seminar vielfältige Möglichkeiten, die zunächst aus der Theorie hergeleiteten Methoden und Werkzeuge praxisnah anzuwenden und umzusetzen. Der Planspielcharakter steigerte die Intensität der Aktivitäten zusätzlich und machte die 2 Tage zu einem abwechslungsreichen und erfolgreichen Seminar.

News:
Melken in stürmischen Zeiten

- 12. Rinderforum an der DHBW Mosbach Milchwirtschaft lebt heute nicht von reiner Kostenreduktion, sondern vielmehr von einer effizienteren Milchproduktion. Beim Rinderforum am 14. Dezember 2016 präsentieren das Raiffeisen Kraftfutterwerk Kehl und der Studiengang BWL-Handel mit dem Schwerpunkt Branchenhandel Agrar Ansätze, wie landwirtschaftliche Betriebe auch in schwierigen Zeiten auf Kurs bleiben. Schwerpunkt des Forums sind Fragen rund um die Milchviehhaltung, insbesondere die Themen Fütterungs- und Rohfasereffizienz sowie Neuerungen im Bereich der Kälberaufzucht, die positiv auf Lebensdauer und Lebensleistung wirken. Abgerundet wird der Tag von einem Vortrag des Landvolkpfarrers Dr. Thomas Dietrich zu „Fürsorge für Tiere zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung“. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten (Tel. 07851- 870931). Das Programm finden Sie unter www.rkw-kehl.de .

News:
Erste Gesundheitskonferenz in Bad Mergentheim: Experten und Duale Hochschule gaben Tipps für innovatives Management im Gesundheitswesen

- Wie geht das deutsche Gesundheitswesen mit einer alternden Gesellschaft, leeren Kassen und einem Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften um? Diese Themen beleuchtet der „1. Tag für Management im Gesundheitswesen“ in Bad Mergentheim. Rund 100 Zuhörer aus der Medizin, der Pflege und dem Klinikwesen waren zu Gast, um Einblicke in die Best Practices von Kollegen zu gewinnen, sich zu vernetzen und nicht zuletzt auch einen Blick in die Zukunft zu wagen. Eingeladen hatte die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach Campus Bad Mergentheim in Kooperation mit der Stadt Bad Mergentheim und dem Landratsamt Main-Tauber. Einen Blick in die Zukunft der Krankenhäuser wagte Dr. Eike Wenzel, einer der renommiertesten Zukunftsforscher Deutschland und Geschäftsführer des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung. Während in den 1970er-Jahren Gesundheit noch als Abwesenheit von Krankheit betrachtet wurde, habe sich diese Vorstellung im Wandel der Zeit grundlegend verändert. Gesundheit werde inzwischen bewusst „konsumiert“. „Die Menschen sind bereit dafür sehr viel Geld aus eigener Tasche auszugeben“, so der Zukunftsforscher weiter. Dennoch: Allein höhere Ausgaben führten nicht zu einem gesünderen Leben. Das zeige sich am Beispiel der USA. Dort hätten die Menschen trotz der weltweit höchsten Gesundheitsausgaben eine Lebenserwartung von durchschnittlich 77,9 Jahren. Damit liegt die USA in Punkto Lebenserwartung selbst hinter Entwicklungsländern wie Chile zurück. Mehr Geld sei demnach auch keine Lösung, vielmehr gehe es darum, seine Effizienz zu steigern und über neue Lösungen für Patienten nachzudenken. Auch die Stadt Bad Mergentheim muss sich städteplanerisch mit einer alternden Bevölkerung auseinandersetzen. Oberbürgermeister Udo Glatthaar beschrieb das Gesundheitsmanagement einer Stadt als ganzheitliche Herausforderung: Nicht nur Angebote für das körperliche Wohl müsse eine Kurstadt bieten, sondern auch „die Heilung der Seele“ durch kulturelles Angebot gewährleisten. Besonders bedeutsam für den ländlichen Raum ist laut Glatthaar die Bedeutung der Dualen Hochschule: Durch den Studiengang Gesundheitsmanagement könne das Thema in der Region auch in wissenschaftlicher Hinsicht verankert werden und trage zu neuen Erkenntnisse und Ansätzen bei. Karsten Knoche, Geschäftsführer von Karsten Knoche Consult, forderte mehr „gelebte Gesundheit des Patienten“ durch bereichsübergreifende Kooperationen und weniger Verwaltung. Wichtig sei hierfür, dass sowohl bei den Krankenkassen, aber auch bei den Patienten und Ärzten ein Paradigmenwechsel stattfinde: „Prävention muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, zum Beispiel über gesundheitliches Mentoring für Studierende oder das Fach Gesundheit in der Schule“. Als besondere Herausforderung im Gesundheitswesen beschrieb Dr. Vitus Gamperl vom Bayerischen Staatsministerium das Selbstverständnis der Deutschen optimal medizinisch versorgt zu werden, ohne dafür jedoch mehr Geld bezahlen zu wollen. „Viele vergessen, dass wir hier auf einem sehr hohen Level im Gesundheitsmanagement jammern“. Jetzt gehe es darum zu kämpfen, dass dieses System finanzierbar bleibe, gerade vor dem Hintergrund einer alternden deutschen Gesellschaft. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sieht Ulrich Söding, Institutsleiter von Vivantens, Zuwanderung nach Deutschland als entscheidende Chance in doppelter Hinsicht: Zum einen stelle sie den Bedarf an Nachwuchspflegekräften sicher. Zum anderen brächten sie bereits die notwendige interkulturelle Kompetenz mit, die in der täglichen Arbeit immer häufiger benötigt werde. Zudem müsse man früh damit beginnen, für den Pflegeberuf in den Schulen zu werben. „Eine klare Perspektive über die späteren Anforderungen in der Ausbildung motiviert die Schüler erheblich, sich in der Schule anzustrengen, um später für einen Ausbildungsplatz qualifiziert zu sein“, so Söding. Vivantes selbst unterstütze seine Auszubildenden durch Lernbegleitungs- und Lernberatungsangebote. Neben der eigenen Ausbildung von Personal ist laut Andreas Werner von Board Consultants International jedoch auch die Bindung von Mitarbeitern ans Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Gesundheitsbranche. In erster Linie gehe es den Mitarbeitern bei einer Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen um die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit und nicht ausschließlich um das Gehalt. „Wichtig ist es, Erfolge nach außen zu kommunizieren“, so dass diese auch für Mitarbeiter wahrnehmbar seien. „Nur zufriedene Mitarbeiter sprechen über ihr Unternehmen“, ergänzte Susanne Hartmann, die Leiterin des Ausbildungszentrum Arbeiter-Samariter-Bund Bonn/Rhein-Sieg/ Eifel. Wichtig seien in diesem Zusammenhang auch bedarfsgerechte Arbeitszeiten, Job-Sharing-Modelle und eine umfassende Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Thomas Weber der Gesundheitsholding Tauber-Franken sieht sich durch die medizinischen Innovationen, den Verdrängungswettbewerb und jährliche Investitionen vor großen Herausforderungen. Für ihn ist deshalb die Gründung des Netzwerks sowohl innerhalb der Branche als auch vertikal entlang der Wertschöpfungskette ein wichtiges Mittel, um sich wirtschaftlich besser aufzustellen. „Ohne diese Strukturen würden heute viele Anbieter am Markt gar nicht mehr existieren“, so Weber. Ein Mittel zur Effizienzsteigerung sieht Rainer Beckers, Geschäftsführer des Zentrums für Telematik im Gesundheitswesen, in Telemedizin. Diese ermögliche eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung bei deutlich geringeren Kosten. Dass Jammern über mangelndes Budget nicht weiterhilft, diese Erfahrung hat Martin Wetzel, der Vorsitzende des Medizinischen Qualitätsnetzes Ärzteinitiative Kinzigtal gemacht. Deshalb gründete er zusammen mit anderen selbständigen Ärzten der Region einen Verband, dessen wichtigstes Ziel die optimale Versorgung des Patienten ist. Die Patienten sollen so lange wie möglich ambulant behandelt werden. Wetzel resümiert: „Wir haben damit einen bestmöglichen Gesundheitsstatus bei minimalem Aufwand und höchstmöglicher Akzeptanz bei den Betroffenen erzielt.“ Die Bevölkerung im Kinzigtal konnte die Erfolge bei der Genesung von Krankheiten deutlich verbessern, zugleich wurden die Kosten für die Krankenkassen erheblich gesenkt. Insgesamt konnte durch diesen Ansatz eine Effizienzsteigerung des Gesundheitsmanagements um fast 17 Prozent erzielt werden. Dass sich auch Kliniken nicht nur mit medizinischen Innovationen, sondern verstärkt auch mit dem Marketing auseinandersetzten sollten, dafür spricht die Erfolgsstory der Kliniken Essen-Mitte. Björn Kasper, der dortige Leiter für Marketing und Kommunikation, sieht ein Problem darin, dass viele Kliniken überhaupt nichts über ihre Patienten wüssten. Gerade hier bieten die Social Media gute Kanäle zum Zuhören und auch zum Interagieren. Die entsprechende „Bürgernähe“ zu vereinbaren mit Wirtschaftlichkeit und Qualitätsanforderungen, das sieht Siegfried Hasenbein (Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft) als wichtigstes Thema für das Krankenhaus der Zukunft. Moderiert wurde die Veranstaltung von Professoren und Lehrkräften des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule. Prof. Dr. Dr. Frank Elste, Initiator der Veranstaltung und Studiengangsleiter Gesundheitsmanagement am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach, freute sich über den großen Zuspruch der Veranstaltung: „Unser Ziel war es, die Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft miteinander zu vernetzten und Synergien der Region aber auch über die Region hinaus zu bilden“. Er ist sich sicher: in zwei Jahren soll daher der 2. Tag für Management im Gesundheitswesen stattfinden.

News:
MoFiSta: Erster Mosbacher Finanz- und Steuertag - ein voller Erfolg

- Finanzen und Steuern - kein anderes Thema prägt die Diskussion um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Unternehmen mehr als diese Thematik. Nicht zuletzt durch die jüngst beschlossene Unternehmensteuerreform 2008 ergeben sich für Unternehmen wandelnde Planungsgrundlagen. Diese können erheblichen Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen nehmen. Vor diesem Hintergrund fand am vergangenen Freitag mit dem „Mosbacher Finanz- und Steuertag (MoFiSta)“ in den Räumen der Berufsakademie Mosbach erstmals eine Fachtagung zu aktuellen Fragen des Unternehmensteuerrechts statt. Die gemeinsame Einladung der Berufsakademie Mosbach und des IWS-Instituts Mosbach zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch stieß auf große Resonanz. So konnte Prof. Reinhold Geilsdörfer, Direktor der Berufsakademie Mosbach, rund 80 Praktiker des Steuer- und Finanzwesens aus den unterschiedlichsten Unternehmen begrüßen. „Wir bieten mit Referaten kompetenter Experten Diskussionen und intensivem Erfahrungsaustausch in Mosbach ein Forum. Damit möchten wir Denkanstöße liefern und zu konkreten Lösungsmöglichkeiten für praktische Fragestellungen anregen.“ So umschreibt Prof. Dr. Elke Heizmann, Leiterin des Studiengangs BWL- Steuern und Prüfungswesen, die Zielsetzung. Dementsprechend standen, neben der Betrachtung der grundlegenden Änderungen durch die Steuerreform, deren Auswirkungen auf der Tagesordnung. Betroffen ist hiervon beispielsweise die Finanzierung von Unternehmen mit Fremd- und Eigenkapital. Auch die vorgesehen Änderungen im Bereich der Finanzberichterstattung von Unternehmen durch das geplante Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurden vorgestellt und diskutiert. Deutlich wurde, dass Belastungen für Unternehmen nicht nur durch Steuerzahlungen entstehen. Ebenso gilt es, die veränderten Pflichten zur Berichterstattung zu berücksichtigen. Nach dem Verlauf der Tagung waren sich alle Beteiligten darin einig, dass der MoFiSta eine Bereicherung für die Region darstellt. „Wir planen den MoFiSta zu einer festen Größe im Mosbacher Veranstaltungskalender werden zu lassen“, so Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick, Geschäftsführer des IWS-Instituts in Mosbach. Für genügend Diskussionsstoff auch in den künftigen Jahren wird angesichts der hohen Veränderungsgeschwindigkeit des Steuerrechts sicher gesorgt sein. Der MoFiSta soll sich hierbei als „Lotse“ etablieren.

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