- Der Studiengang Onlinemedien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach lädt am Dienstag, 20. November, um 18 Uhr zur öffentlichen Filmpremiere ein. Präsentiert wird die zweite Staffel der StadtLandFluss-Geschichten. In sechs kurzen Dokumentarfilmen porträtieren die Studierenden Menschen aus Mosbach und der Region, „die anscheinend ganz alltäglich und zugleich doch irgendwie besonders sind“. Die Protagonisten - ein Fesselballon-Fahrer, ein Frisör, der Bademeister des Mosbacher Frei- und Hallenbades, ein „Bio“-Koch, ein Mensch mit Handicap und die zwei Damen von der mobilen Kaffeebar - werden bei der Filmpremiere anwesend sein. Moderiert wird der Filmabend von SWR-Redakteur Alexander Dambach. Der Eintritt ist frei. Die Filmvorführung beginnt nach Sektempfnag und Begrüßung im Foxer von Gebäude B auf dem Campus Mosbach, Lohrtalweg 10, um 18.80 Uhr und dauert bis 20 Uhr. Anschließend freuen sich die Studierenden auf ein "Get Together" mit anregenden Gesprächen.
- Wie geht’s weiter nach dem Abi? Im Rahmen des bundesweiten Studieninformationstag können sich Schülerinnen und Schüler über ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach informieren. Von 8.15 Uhr bis 13.00 Uhr finden in Mosbach und in Bad Mergentheim verschiedene Vorträge und Campus-Rundgänge statt. Die künftigen Studierenden erhalten allgemeine Informationen zum Studium, können sich die Labore anschauen und sich Tipps zur Bewerbung geben lassen. Da der Informationstag während des regulären Studienbetriebs stattfindet, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldungen können an bennebach@dhbw-mosbach.de geschickt werden. Was ist ein duales Studium? Das duale Konzept sieht abwechselnde Theorie- und Praxisphasen vor. Die DHBW Mosbach übernimmt die Verantwortung für den theoretischen Anteil des Studiums, die Partnerunternehmen qualifizieren die Studierenden in der beruflichen Praxis. Voraussetzung für ein Studium an der DHBW Mosbach ist ein Studien- und Ausbildungsvertrag bei einem Partnerunternehmen. Die Studierenden bewerben sich also direkt beim Unternehmen um einen Studienplatz. Das Unternehmen stellt sicher, dass im jeweiligen Studiengang eine Stelle zur Verfügung steht und schließt bei Eignung mit dem Bewerber einen Vertrag ab. Freie Plätze der Partnerunternehmen können auch online unter www.dhbw-mosbach.de/studienplaetze eingesehen werden. Das Studium dauert genau drei Jahre und ist in sechs Studienhalbjahre mit jeweils zwölf Wochen Theorie und zwölf Wochen Praxis eingeteilt. Die Absolventen aller Studiengänge schließen mit dem international anerkannten Bachelorgrad ab. Studieren und gleichzeitig Geld verdienen Von den Partnerunternehmen erhalten die Studierenden über die vollen drei Jahres ihres Studiums eine Vergütung. Im Rahmen des Studien- und Ausbildungsvertrages sind die Studierenden zudem sozialversichert und genießen den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Urlaub wird während der Praxisphase im Umfang eines normalen Jahresurlaubes gewährt. Denn: Ein Studium an der DHBW Mosbach ist nur in Kombination mit einem Ausbildungsvertrag möglich. Das bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen verdienen die DHBW-Studenten von Anfang an Geld, zum anderen können sie ihre theoretischen Kenntnisse schon während des Studiums praktisch anwenden. Das Studienangebot am Standort Mosbach Fakultät Wirtschaft (Bachelor of Arts): Bank, Electronic Business, Handel, Holz-Betriebswirtschaft, Industrie, Industrie / Zeitarbeit, Internationaler Handel, Onlinemedien, Steuern und Prüfungswesen, Vertriebs- und Kooperationsmanagement, Warenwirtschaft und Logistik, (Bachelor of Science) Wirtschaftsinformatik Fakultät Technik (Bachelor of Engineering): Bauwesen / Fassadentechnik, Bauwesen / Projektmanagement, Elektrotechnik, Holztechnik, Informationstechnik, Kfz-Elektronik, Kunststofftechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Projekt Engineering, Verfahrenstechnik, Virtual Engineering, Wirtschaftsingenieurwesen / Internationales Technisches Vertriebsmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen / Produktion und Logistik Das Studienangebot am Campus Heilbronn Fakultät Wirtschaft (Bachelor of Arts): Konsumgüter-Handel, Dienstleistungsmanagement In Mosbach können sich Interessierte zudem über das Studienangebot Dienstleistungsmanagement und Konsumgüter-Handel informieren, das ab dem Herbstsemester 2010 auf dem Campus Heilbronn angeboten wird. Das Studienangebot am Campus Bad Mergentheim Fakultät Wirtschaft (Bachelor of Arts): Food Management, Gesundheitsmanagement, Gesundheitsmanagement / Healthcare Industry, International Business (IB)/ Angewandte Technik, IB / Change Management, IB / Interkulturelles Management
- Festakt zum Ruhestand Nach 28 erfolgreichen Jahren beim Studierendenwerk Heidelberg übergab Ulrike Leiblein die Geschäftsführung in die Hände ihrer Nachfolgerin Tanja Modrow. Am 28. September wurde die scheidende Geschäftsführerin Ulrike Leiblein im Rahmen eines Festaktes im Marstallhof in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, bevor Tanja Modrow ab dem 1. Oktober die Geschicke des Hochschuldienstleisters steuert. Neben Universitätsrektor Professor Bernhard Eitel gehörten auch Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Dachverbands Deutsches Studentenwerk, und Benjamin Weber, studentisches Verwaltungsratsmitglied, zu den Rednern und Gratulanten, die ihr Anerkennung und Wertschätzung für ihre Leistungen zollten. „Exzellente Lehre braucht exzellente Rahmenbedingungen – dafür haben Sie sich, Frau Leiblein, leidenschaftlich und mit bleibendem Erfolg engagiert. Die Schaffung bezahlbaren modernen Wohnraums, preiswerte Verpflegung sowie Studieren mit Kind zählen neben vielfältigen Services für Studierende zu ihren besonderen Leistungen“, so der Rektor der Universität Heidelberg, der die Geschäftsführerin in seiner Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender würdigte. Auch studentisches Verwaltungsratsmitglied Benjamin Weber dankte Frau Leiblein für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Dem Fest wohnten neben diversen externen Gästen und treuen WegbegleiterInnen aus Stadt und über die baden-württembergischen Landesgrenzen hinaus auch zahlreiche Bedienstete des Studierendenwerks Heidelberg bei. Seit 2006 fungierte Ulrike Leiblein als Geschäftsführerin des – damals noch – Studentenwerks Heidelberg, nachdem sie 1990 als stellvertretende Geschäftsführerin ihren Dienst angetreten hatte. Ihre Zeit beim Unternehmen ist geprägt von der Schaffung von über 1.500 neuen Wohnheimplätzen in Heidelberg wie auch in Heilbronn. Die Umwandlung der ehemaligen amerikanischen Liegenschaften am Holbeinring in studentische Wohnanlagen war ein besonderer Coup. Weitere Erfolge konnte Ulrike Leiblein insbesondere im Bereich Studieren mit Kind verzeichnen. Die Steigerung der Kitaplätze um knapp 70 Prozent belegt ihre Leistung eindrücklich, wie auch Generalsekretär Meyer auf der Heyde in seiner Rede betonte: „Ich danke Ihnen für fast drei Jahrzehnte unermüdlichen Einsatz für die Studierenden und Hochschulen in Heidelberg, Schwetzingen, Heilbronn, Künzelsau, Schwäbisch Hall, Mosbach und Bad Mergentheim.“ Weitere Herzensprojekte waren unter anderem das studentische Eltern-Kind-Café „Einhorn“ und die Aktion „Mensa for Kids“ mit kostenlosem Mensaessen für den akademischen Nachwuchs, die landesweit Schule machte. Der Festakt im Marstallhof war der passende Schlussakkord einer bemerkenswerten Karriere im Dienste des Studierendenwerks Heidelberg. Ulrike Leiblein reicht den Staffelstab nun an Tanja Modrow weiter. Die studierte Betriebswirtin aus Hamburg zeichnete nach verschiedenen beruflichen Stationen in Führungspositionen die letzten fünf Jahre für die Geschäftsführung des Evangelischen Stadtkirchenbezirks Pforzheim verantwortlich. Die neue Geschäftsführerin, die auf langjährige Führungserfahrung im privatwirtschaftlichen sowie im sozialen Bereich zurückblickt, freut sich auf die künftige Herausforderung: „Auf die neue Aufgabe mit den facettenreichen Leistungsspektren des Studierendenwerks Heidelberg freue ich mich sehr. Gern möchte ich seinen gemeinnützigen Charakter bewahren und es innovativ gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterführen.“ Ulrike Leiblein verlässt das Studierendenwerk Heidelberg naturgemäß mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Mein herzlicher Dank gilt den Bediensteten, ohne die die Erfolgsgeschichte des Unternehmens nicht hätte geschrieben werden können – ohne sie wäre unser Service für Studierende und Hochschulen nicht der, der er heute ist.“
- 10. Mosbacher Finanz- und Steuertag an der DHBW Mosbach Digitalisierung ist ein Schlagwort, das derzeit häufig zu hören und zu lesen ist. Der Wechsel von der analogen in die digitale Welt hat zwar schon vor langem im privaten wie im geschäftlichen Bereich begonnen, entwickelt sich jedoch zunehmend dynamischer. Auch das Steuer-, Finanz- und Rechnungswesen bleibt davon nicht unberührt. Deshalb setzte der 10. Mosbacher Finanz- und Steuertag (MoFiSta), der seit Beginn vom Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH (IWS) in Mosbach und der Stiftung Pro DHBW Mosbach e.V. ermöglicht wird, zu seinem Jubiläum den Fokus auf den „Brennpunkt Digitalisierung“. Die fachliche Organisation und Leitung der überregional bekannten Tagung am 8. Mai mit über 130 Teilnehmern lag in den Händen von Steuerberaterin Prof. Dr. Elke Heizmann, Studiengangsleiterin „RSW – Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen“ und Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick vom IWS. 7 Grundregeln der Archivierung Nach der Begrüßung durch Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann eröffnete Diplom-Finanzwirt Rüdiger Weimann, Umsatzsteuerspezialist aus Dortmund, mit dem ersten von insgesamt drei Vorträgen. Weimann widmete sich in seinem einleitenden Vortrag den bestehenden Anforderungen der Finanzverwaltung an die Archivierung von elektronischen Rechnungen und den damit im Zusammenhang stehenden Problemen. Die steuerpflichtigen Unternehmer und teils auch deren Berater seien in Teilen verunsichert, was ihre Archivierungspflichten im Zusammenhang mit digitalen Rechnungen betreffe, so der Referent. Weimann erläuterte anhand von „7 Grundregeln“ der Archivierung, wie Unternehmen rechtssicher ihre elektronischen Rechnungen archivieren können. Blockchain Technologie In einem weiteren Vortrag referierte Francesco Pisani, Unternehmensberater bei der Ernst & Young AG in Berlin, über die Frage, ob die sogenannte „Blockchain Technologie“ als Träger von Risiken oder Chancen betrachtet werden sollte. Die Besonderheit dieser kryptotechnologischen Software liegt darin, dass auf verschiedenen Computern von Anwendern gleichzeitig dasselbe „Buch“ geführt wird, indem die jeweils relevanten Transaktionen (z.B. Geldtransaktionen, Grundbucheinträge) parallel dokumentiert werden. Auf diese Weise lassen sich Transaktionen vertrauenswürdig abwickeln, ohne dass es eines zentralen Mittlers (z.B. Zentralbank; Notar) bedarf. Pisani folgend dürfte in verschiedenen Branchen (z.B. Finanzdienstleistungen, Energiehandel) der Durchbruch der Blockchain Technologie in den nächsten 10 bis 15 Jahren zu erwarten sein, wobei sich in diesem Zusammenhang auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater frühzeitig die Frage stellen sollten, welche Auswirkungen diese Technologie auf ihre eigene Berufstätigkeit haben kann. Digitale Kassenführung Klaus Keller, Diplom-Finanzwirt und ebenfalls Berater bei der Ernst & Young AG in Heilbronn, beleuchtete schließlich die Problembereiche der digitalen Kassenführung aus Sicht der Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung. Hier gilt es, so Keller, dringend die vielfältigen Anforderungen zu beachten, da ansonsten bei der Feststellung von Mängeln im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung die Schätzung des Gewinns seitens der Finanzverwaltung droht, die zu hohen Belastungen der betroffenen Unternehmen führen kann. Hiervon betroffen sind insbesondere Branchen, die ihre Verkäufe bar abwickeln (z.B. Einzelhandelsgeschäfte, Eisdielen, Restaurants). Insgesamt sind die Veranstalter mit der Jubiläumstagung mehr als zufrieden. „Auch im zehnten Jahr war der MoFiSta ein voller Erfolg“, so Studiengangsleiterin Heizmann. „Den hochkarätigen Referenten ist es gelungen, das aktuelle Thema Digitalisierung in verschiedenen Facetten anschaulich zu machen.“ Auch Rechtsanwalt Fränznick zeigte sich zufrieden: „Es freut mich sehr, dass wir auch im Jubiläumsjahr für alle Teilnehmer aus Steuerberatung, Unternehmen, Wirtschaft, Finanzverwaltung und Justiz ein interessantes, aktuelles und fachübergreifendes Thema intensiv beleuchten konnten.“
- Veranstaltung für Schulen an der DHBW Mosbach Wie können Schülerinnen und Schüler besser über ihre Studienmöglichkeiten informiert werden? Auf welchen Wegen kann man ihnen eine Entscheidungsgrundlage bieten? Darüber tauschte sich die Duale Hochschule Baden Württemberg (DHBW) Mosbach am Montagabend gemeinsam mit 18 Vertreterinnen und Vertretern regionaler Schulen im Audimax des Campus aus. Zunächst informierten die Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann sowie Prof. Dr. Seon-Su Kim, Prorektor und Leiter des Campus Bad Mergentheim, allgemein über die Hochschule. Von Studierendenzahlen und Studienangebot bis zur Zulassung erhielten die Teilnehmer wichtige Informationen rund um das duale Studium. Anschließend lernten sie den Campus Mosbach durch einen kurzen Rundgang kennen. Vertreten waren Schulen aus Mosbach, Walldürn, Heilbronn, Marktheidenfeld, Buchen, Eisenfeld, Sinsheim und Würzburg. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Frage, wie Schülerinnen und Schüler eine solide Entscheidungsgrundlage für ihr späteres Studium bekommen: Über welche Kanäle müssen sie informiert werden? Welche Informationen erwarten sie von Lehrern, welche von den Hochschulen? Verschiedene Konzepte wurden diskutiert und führten zu neuen Ideen und Anregungen. „Ich habe mich sehr über die neuen Schwerpunkte gefreut, die wir nun sowohl inhaltlich, als auch im Format umsetzen können. Eine schöne Informationsmöglichkeit könnte zukünftig sein, dass unsere Studierenden ihre Studienprojekte direkt in Schulen vorstellen“, so Jeck-Schlottmann.
- Mit einem weiteren Ausbau der Studienangebote reagiert die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Studienplätzen an seinen drei Campus in Mosbach, Heilbronn und Bad Mergentheim. Ab dem Wintersemester 2013 soll deshalb sowohl in Mosbach als auch am Campus Bad Mergentheim der technisch orientierte Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen bedarfsgerecht angeboten werden, der Studiengang BWL-Foodmanagement soll langfristig von Bad Mergentheim an den Campus Heilbronn ziehen. In seiner Sitzung vom 5. November 2012 hat der Hochschulrat diesem Vorschlag zur Optimierung der Studienangebote zugestimmt. Er wird nun dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) vorgestellt. Stimmt das MWK zu, stärkt diese Maßnahme das anerkannt hohe Niveau in der Qualität der Lehre. Der Beschluss schärft zudem die jeweiligen Profile aller drei Campus. Der Campus Bad Mergentheim gewinnt neben seinen wirtschaftlich orientierten, internationalen Studienangeboten nun ein technisches Lehrangebot. Dies kommt dem schon seit Jahren geäußertem Wunsch der regionalen Partnerunternehmen entgegen. Am Campus Heilbronn rundet BWL-Foodmanagement das bestehende Studienangebot ab. Am Campus Mosbach sichert die strukturelle Anpassung nachhaltig die Aufnahmekapazität.
- The International Program in Engineering (IPE) at the DHBW in Mosbach started on April 10. The course consists of 24 students from six different countries. The semester began with “speed-dating” and a warm-hearted welcome from the head of study Prof. Dr. Andreas Schramm and his IPE-team. The international course feeling was strengthened by a guided city-tour, an intercultural course with a city-rally, an international dinner and a team building event at the Kletterarena (climbing arena) in Heilbronn. After a great first week, all IPE students are looking forward to a wonderful and memorable time in and around Mosbach. You can find further information at: http://www.mosbach.dhbw.de/international-program-in-engineering.html
- Neues Studienprofil „Internationaler Technischer Handel“ an der DHBW Mosbach Im Oktober 2014 ist das neue Studienprofil Internationaler Technischer Handel (ITH) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach mit neun Studierenden an den Start gegangen. Im Rahmen der Studienrichtung BWL-Handel wurde ein Studienangebot für duale Studierende aus dem Produktionverbindungshandel entwickelt. Zum Produktionverbindungshandel gehören Produktions- und Handelsunternehmen, die technische Produkte aus den Bereichen Befestigungs- und Verbindungselemente, Werkzeuge, Stahl oder Komponentenprodukte aus Gummi, Metall oder Kunststoff vertreiben. In solchen Unternehmen arbeiten die meisten der ITH-Studierenden, so auch Teoman Kilic: „Ich arbeite im Einkauf und habe viel mit kleinen Bauteilen zu tun. Da will ich natürlich nicht nur das betriebswirtschaftliche Wissen haben, sondern auch das technische.“ Auch Christian Bentz ist vom Studienkonzept überzeugt: „Die Grundidee ist super, sonst hat man nur das BWL-Wissen. Mit der Vertiefung lernen wir auch die technischen Grundkenntnisse und setzen uns mit der Materie auseinander.“ So lag der Schwerpunkt in der ersten Profilwoche, die jetzt im zweiten Semester Mitte April stattfand, auf der Werkstoffkunde und -anwendung. Hierbei bekamen die Studierenden insbesondere Kenntnisse vermittelt, die für einen Ein- oder Verkäufer von technischen Produkten notwendig sind. Karl-Friedrich Berger, Geschäftsführer der Firma ISGATEC, stellte am konkreten Beispiel einer Leckage in einer Brauerei die Entscheidungskriterien für Elastomerwerkstoffe vor. Die zukünftigen Ein- und Verkäufer unter den Studierenden konnten ein Verständnis entwickeln, wie Kundenanwendungen in konkreten Produktanforderungen umzusetzen sind und entsprechende Kundenlösungen beschafft werden. „Da ich vom Grundkonzept der Dualen Hochschule und dem neuen Studienschwerpunkt überzeugt bin, habe ich mich spontan dazu entschieden, meinen Beitrag für ein Gelingen zu erbringen und mein Fachwissen auf dem Gebiet der Elastomertechnik zu vermitteln. Es war ein interessantes, bereicherndes Erlebnis. Für die Unternehmen selbst ist es eine Bereicherung, wenn die Vermittlung von Materialkenntnissen nicht nur in den Unternehmen erfolgt“, so Berger. Genau dieser Praxisbezug ist den Studierenden wichtig, bestätigt Student Jan Kalbantner: „Das ist hier schon ein großer Vorteil, dass wir so fachspezifische Dozenten haben, die uns direkt aus der Praxis berichten.“ In der nächsten Profilwoche im dritten Semester wird der Schwerpunkt im Bereich technisches Zeichnen und Maschinenelemente liegen. Das Lesen einer technischen Zeichnung, von Ansichten und Bemaßungen, Passungen und Toleranzen, gehört heute zum Grundrüstzeug technischer Ein- und Verkäufer. Den Abschluss des Studienprofils bildet jeweils eine Profilwoche im vierten und fünften Semester, die sich mit dem Vertriebsprozess und -methoden für technisch anspruchsvolle, erklärungsbedürftige Produkte beschäftigt.
- Vor zehn Jahren sind die ersten 20 Studierenden im bilingualen Studiengang „BWL-International Business“ am Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach gestartet, heute sind es bereits 520 junge Menschen. Am letzten Freitag feierte der Campus Bad Mergentheim sein rundes Jubiläum im Roten Saal des Deutschordensschlosses. Prof. Reinhold Geilsdörfer, Präsident der DHBW, dankte den Gründungsvätern und Unterstützern dafür, den Campus Bad Mergentheim überhaupt möglich gemacht zu haben. Prof. Alexander Freyhold habe als Direktor der damaligen Berufsakademie Mosbach persönlich den Aufbau der neuen Außenstelle vorangetrieben und die Grundlagen für den heutigen Stand gelegt. „Auch ohne die Unterstützung durch Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, wäre die Einrichtung einer Außenstelle in Bad Mergentheim nicht möglich gewesen“, so der Präsident. Die Weiterentwicklung des Studienangebots habe Prof. Dr. Nicole Graf in ihrer fünfjährigen Amtszeit als zweite Campusleiterin vorangetrieben. Mit dem neuen Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim ist sich Geilsdörfer sicher, den passenden Nachfolger gefunden zu haben: „Sie sind die richtige Persönlichkeit für Bad Mergentheim, wir setzen große Hoffnungen in Sie“. Ein Alleinstellungsmerkmal des Campus Bad Mergentheim sieht der DHBW-Präsident insbesondere beim Thema Gesundheit: „Im Bereich der Pflege und der Therapie ist in den nächsten Jahren eine zunehmende Akademisierung zu erwarten. Wir werden in diesem Bereich eine große Zahl an Studienplätzen schaffen müssen, um für die Nachfrage auf den Märkten von morgen gerüstet zu sein“, so Geilsdörfer weiter. Der Campus Bad Mergentheim sei durch seine Lage in der Kurstadt hervorragend dazu geeignet, zu einem gesundheitswissenschaftlichen Zentrum weiterentwickelt zu werden. Festredner Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, grüner Landtagsabgeordneter für den Landtagswahlkreis Wiesloch, fühlt sich als ehemaliger BA-Student nach wie vor eng verbunden mit der Dualen Hochschule. Das hoch innovative und teilweise auch deutschlandweit einmalige Studienangebot am Campus Bad Mergentheim zeuge von der besonderen Marktorientierung des Dualen Studiums. Das akademische Studienmodell habe sich zu einer wertvollen Alternative in der Bildungslandschaft entwickelt. Insbesondere der enge Austausch mit der Wirtschaft trage dazu bei, dass die Studierenden nach ihrem Abschluss sofort als vollwertige Mitarbeiter ins Unternehmen einsteigen können. In der Landespolitik sei es nun wichtig, die Grundfinanzierung für die DHBW Mosbach sicherzustellen. Dem starken Wachstum von 65% innerhalb der letzten fünf Jahre müsse durch eine nachhaltige Finanzierung Rechnung getragen werden. Besonders lobt der Landtagsabgeordnete das neue Masterstudienprogramm der Dualen Hochschule. „Das Angebot eines nicht-konsekutiven Masters ist konsequent und verfolgt weiter das duale Prinzip.“ Die Unternehmen müssten in dieser Zeit nicht auf ihre Mitarbeiter verzichten, dennoch stünde einer akademischen Weiterbildung nichts im Wege. Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, ist stolz auf die positive Entwicklung des Campus Bad Mergentheim: „Der Campus Bad Mergentheim ist stark gewachsen, momentan sind wir auf der Suche nach weiteren Flächen in der Kurstadt“. Bis 2015 sollen hier bereits ca. 800 Studierende eingeschrieben sein. Um den Erfolg der DHBW Mosbach mit den beiden Außenstellen in Bad Mergentheim und Heilbronn nachhaltig zu sichern, ist es Saller wichtig, die Campus künftig weiter zu profilieren und die Synergien zwischen den Campus zu nutzen: „Durch unsere drei Campus haben wir die Chance, unseren Partnerunternehmen das bestmögliche Angebot zu liefern. Unser Ziel ist es, unsere Kompetenzen campusspezifisch zu bündeln und das Studienprofil noch besser an die Bedarfe der Wirtschaft anzupassen.“ Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken Elke Schweig sieht den Campus Bad Mergentheim als Glücksfall für die Region und als „Leuchtturm für das duale Studium“. Als IHK stehe sie hinter dem dualen Studium, welches Theorie, Praxis und den regionalen Bezug hervorragend miteinander verknüpfe. Für die Zukunft wünschte sie dem Campus Bad Mergentheim „Freiraum für Wachstum und neue Ideen, eine partnerschaftliche Feedbackkultur und eine wahrnehmbare Qualität im dualen Studium“. Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, ist sich sicher, dass die eigentlichen Wachstumsjahre des Campus Bad Mergentheim gerade erst begonnen haben. Bereits seit Beginn hat er sich für die Einrichtung der Außenstelle der DHBW Mosbach eingesetzt. Für die kommenden zehn Jahre wünscht er sich die Verdoppelung der aktuellen Studierendenzahl. Gerade dem außergewöhnlichen Studienangebot am Campus Bad Mergentheim sei es zu verdanken, dass Studierende aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland zum Studium in die Kurstadt kämen. Insbesondere im ländlichen Raume sei es wichtig, sich als Standort attraktiv zu gestalten und auf diese Weise auch dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Prof. Dr. Seon-Su Kim freut sich im Jahr des Jubiläums als Campusleiter dazugekommen zu sein. Hier sei in der Vergangenheit Außergewöhnliches geleistet worden. Für die Zukunft hat der Außenstellenleiter ambitionierte Projekte ins Auge gefasst: Internationale Kontakte sollen ausgebaut, das Studienangebot am Campus weiter verfeinert und der Kontakt zu den Schulen und der Wirtschaft in der Region intensiviert werden. „Besonders möchte ich mich für die große Offenheit in der Main-Tauber-Region und allen Unterstützern danken, die maßgeblich zur Fortentwicklung des Campus Bad Mergentheim beigetragen haben“.