- Personalforum an der DHBW Mosbach beschäftigte sich mit aktuellen Herausforderungen in der Arbeitswelt Höhere Lebenserwartung, weniger arbeitende Menschen zwischen 20-65 Jahren, ein wachsender Migrantenanteil in der Gesamtbevölkerung: Solchen Herausforderungen widmete sich das vierte Forum Personalpraxis an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach in Zusammenarbeit mit der Heidelberger O&P Consult. Schwerpunktthemen waren das Recruiting jüngerer Fach- und Führungskräfte, der Umgang mit älteren Mitarbeitern sowie die körperliche und mentale Gesundheit. Initiator Prof. Dr. Dietmar Polzin, Fakultät Wirtschaft, begrüßte zunächst die 150 Interessierten und wies auf die Auswirkungen des demographischen Wandels für die Unternehmen hin: Studien belegen, dass es Unternehmen immer noch an klaren Konzepten zur Personalentwicklung mangelt, obwohl die personellen Veränderungen schon deutlich spürbar sind, so Polzin. Dr. Arno Schimpf, Psychologe und Sportwissenschaftler, wies in seinem Key Note Vortrag auf die „Körperliche und mentale Gesundheit in gesunden Organisationen“ hin und leitete zu den beiden Workshops über. Fazit seiner Ausführungen war, dass Achtsamkeit auf seine Gesundheit, Zeit für Entspannung und wenig aber regelmäßiger Ausdauersport ein Garant für hohe Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter sind. In Workshop A diskutierten die Teilnehmer mit Referentin Katrin Sommerfeld, Personalmarketing Audi AG, moderiert von Prof. Dietmar Polzin, über die Herausforderungen für ein erfolgreiches Employer Branding der „Generation Y“. Die heute 15-35-Jährigen sind geübt in modernen Arbeitstechnologien, wünschen sich im Beruf Flexibilität und eine ausgewogene Work Life Balance und fordern zugleich Sinnhaftigkeit im Arbeitsleben, so die Personalerin. Für das Employer Branding gelte es, diese Forderungen zu berücksichtigen, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Sommerfeld ergänzte die Diskussionen mit Erfahrungen aus der Audi AG und auch Studierende der DHBW konnten ihre Ansichten beisteuern. In Workshop B befassten sich die Teilnehmer mit der „Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens“ mit Referent Bernhard Rettler, Personaleiter Deutsche Hutchinson GmbH Mannheim, und Julian Gräf, Vertriebstrainer und Leiter Außendienst der Gerhard Sprügel GmbH Ingelfingen. Moderiert wurde der Workshop von Markus Neuburger von der O&P Consult in Heidelberg. Als wichtigste Erkenntnisse nannten sie Empoyability als eine Kernaufgabe des HR Managements. Einzelne Instrumente und Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit älterer Kollegen wurden vorgestellt und mit den Unternehmensvertretern diskutiert. Zum Ende der Veranstaltung gab es eine Abschlussdiskussion der Referenten mit den Teilnehmern. Unter anderen ging es um die Umsetzung der vorgestellten Konzepte aus der Welt der Großunternehmen auf die Klein- und mittelständische Wirtschaft. Insgesamt war dieses vierte Personalforum an der DHBW Mosbach wieder ein großer Erfolg. Eine Rekordteilnehmerzahl zeigte das hohe Interesse der dualen Partner an solchen Informations- und Diskussionveranstaltungen zu personalpolitischen Themen. Eine Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe ist daher für 2016 wieder geplant.
- Der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach mietet ab dem 1. Oktober drei Vorlesungsräume im Mittelstandszentrum Tauber-Franken an, um der wachsenden Studierendenzahl gerecht zu werden. Dieses Jahr starten am Campus Bad Mergentheim mehr als 200 Erstsemester in den dualen Studiengängen BWL-International Business, BWL-Gesundheitsmanagement und BWL-Food Management, insgesamt sind es dann mehr als 500. In einem rollierenden System werden alle Studierenden jeweils für 4 Wochen die neuen Räumlichkeiten beziehen. Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim freut sich über diese gelungene Lösung: „Wir haben die Räumlichkeiten für die nächsten fünf Jahre fest angemietet, nächstes Jahr kommen nochmals drei weitere Vorlesungsräume im Mittelstandszentrum Tauber-Franken mit dazu.“ Neben den drei Vorlesungsräumen stehen dann ein Sekretariatsbüro, ein Büro für nebenamtliche Dozenten sowie zwei Büros für hauptamtliche Dozenten zur Verfügung, um die Betreuung der Studierenden vor Ort sicherzustellen. Zudem wurde für die Studierenden ein Pool an Online-Arbeitsplätzen und eine Kopierstation eingerichtet. Insgesamt verfügt der Campus Bad Mergentheim damit über weitere 400 qm. „Selbst mit der Anmietung des Mittelstandszentrums sind wir gerade am Limit“, so Christof Bauer, Verwaltungsleiter am Campus Bad Mergentheim, der für die Zukunft weiteren Platzbedarf sieht. Er lässt gerade den möglichen Ausbau von Schloss 10 prüfen, welches für den Studienbetrieb saniert werden könnte. Vor dem Ausbau müsste auch die Finanzierung geprüft werden. Das Wachstum des Campus Bad Mergentheim geht indes weiter: Bis 2015 sollen 800 junge Menschen in Bad Mergentheim studieren. „Mit unseren Studierendenzahlen sind wir absolut im Plan“, so der Campusleiter, der im kontinuierlichen Wachstum die Notwendigkeit für die räumliche Erweiterungen sieht. Das Wachstum sieht er unabhängig vom doppelten Abiturientenjahrgang. Vielmehr könne ein nachhaltiges Interesse der Unternehmen an Studienplätzen festgestellt werden. Oberbürgermeister der Stadt Bad Mergentheim, Udo Glatthaar, weiß: „Die Firmen der Region wollen, dass der Campus Bad Mergentheim weiter ausgebaut wird und neue Studiengänge hier angesiedelt werden, die auch eine technische Weiterbildung beinhalten.“ Die Stadt unterstütze mit voller Überzeugung die DHBW und setze sich deshalb mit allen Fragen auseinander, die zu einem erfolgreichen Studienstandort gehören. Im Zuge dieser Entwicklung beschäftige sich die Stadt mit der Frage, wie künftig weiterer Wohn- und Parkraum für Studierende gestaltet werden könne. Udo Glatthaar signalisierte, das geplante Wachstum des Campus Bad Mergentheim zu unterstützen und auf politischer Ebene weiter voranzutreiben. Dazu gehören auch Überlegungen, wie der Ausbau im Schloss finanziert und gestaltet werden kann.
- „Alles wird demnächst über das Netz geregelt: Die Logistik, die Navigation, die Bildung, die Tele-Medizin, e-Democracy und die Verteilung der Energie“, das ist die wichtigste These von Prof. Dr. Gunter Dueck. Am Mittwoch, den 2. Juni 2010, referierte er im überfüllten Großen Hörsaal an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach im Rahmen des Studium Generale. Veranstalter des Vortrags war der Verein DHBW friends for life e.V. Notwendig für die Revolution des Netzes sei es, dass das Internet auch wirklich funktioniere. Der Ingenieur und Zukunftsforscher weiß wovon er spricht: Schließlich wohnt er im digital noch ungenügend erschlossenen Waldhilsbach bei Heidelberg. Dueck geht davon aus, dass künftig der Privattraffic im Netz nur noch 10% ausmache. Wichtiger würde die "machine-to-machine-communication". Seine Forderung lautet daher: „Gebt jedem 10 Mal mehr Internet, als er normalerweise brauchen kann“, darin sieht er die Voraussetzung für den Sprung der Gesellschaft auf eine nächste Komplexitätsebene. Gerade an der mangelhaften Datenverbindung sei auch Second Life gescheitert, weil sich niemand in einer pixeligen, langsamen virtuellen Welt bewegen wolle – in einer virtuellen Welt in Realzeit mit hoher Auflösung in zehn Jahren dann allerdings schon. „Alles ist jetzt IT, die Innovation ist, dass ALLES so wird“, erklärte Dueck, wie er sich die Welt in 20 Jahren vorstellt. Was bislang noch auf großen Widerstand stößt, sei für die neue Generation bereits der Normalzustand. „Die Digital Natives brauchen keine Fotokopierer oder Bibliotheken mehr, sie regeln alles über das Netz“, so Dueck. Gerade stünden wir am Beginn eines neuen Zeitalters ganz im Sinne der Theorie der Kondratieff-Zyklen. Danach sorgen Infrastrukturrevolutionen in regelmäßigen Abständen immer wieder für Zerstörung und Wiederaufbau der Märkte. Dueck ist sich sicher, dass über das Internet alles zusammen wächst und ein Internet der Dinge entsteht. Im Zuge dessen stünde die Dienstleistungsgesellschaft auf dem Prüfstand: Künftig würden Dienstleistungen durch das Netz ersetzt. Geräte können darüber zentral gesteuert und auch repariert werden, der Arztbesuch läuft via Videokonferenz ab, Wissen wird über Youtube-Filme, Hörbücher und Wikipedias vermittelt und das Tom-Tom-Gerät misst für’s Finanzamt die Fahrtenkilometer. Dueck zeichnete in seinem Vortrag eine Zukunftswelt der totalen Vernetzung und Automation: „Wir stehen gerade vor einem Aufbruch in die quartiäre Wissensgesellschaft, dennoch können sich die meisten nicht die Dimension vorstellen, in der das Netz unsere Gesellschaft auf den Kopf stellen wird.“ Gunter Dueck arbeitet an der technologischen Ausrichtung der IBM, an Strategiefragen und Cultural Change mit. Zudem ist er Mitglied der Präsidien der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV). Er wurde vor allem durch seine Vorträge und satirisch-philosophischen Bücher bekannt.
- Max Mühlhäuser für eine weitere Amtsperiode gewählt Am 7. April 2017 wurde der bisherige Amtsinhaber Prof. Dr. Max Mühlhäuser als Prorektor der DHBW Mosbach einstimmig durch den Örtlichen Hochschulrat im Amt bestätigt. Damit ist er für weitere sechs Jahre Teil der Hochschulleitung, Dekan der Fakultät Technik und Leiter des Ressorts Forschung. Max Mühlhäuser konnte sich im Örtlichen Senat und im Örtlichen Hochschulrat in einem starken Bewerberfeld durchsetzen. Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann sieht in dem Ergebnis einen Vertrauensbeweis in die Person des Dekans sowie in die bisherige Strategie der DHBW Mosbach mit dem Auftrag, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: „Max Mühlhäuser hat den noch jungen Forschungsauftrag der DHBW Mosbach mit Leben gefüllt. Insbesondere der Technologietransfer ist ihm wichtig, um Impulse für die Regionalentwicklung zu geben.“ In Mühlhäusers Amtszeit fiel zudem die Internationalisierung der Fakultät Technik und die Weiterentwicklung innovativer Studienangebote. Auch der Präsident der DHBW, Professor Arnold van Zyl, zeigte sich nach der Wahl erfreut: „Die Wahl zum Prorektor ist eine Bestätigung der erfolgreichen Arbeit und des vielfältigen Engagements von Professor Mühlhäuser. Ich bin sicher, dass er die Fakultät Technik sowie auch den Forschungs- und Wissenstransfer an der Studienakademie Mosbach weiterhin forcieren und auf diese Weise die Erfolgsgeschichte des dualen Studiums mitgestalten wird.“ Der promovierte Chemiker fokussierte sich in seiner ersten Amtsperiode als Dekan auf den Ausbau der Forschungsaktivitäten und die Eingangsqualifikation der Studierenden. So koordinierte er kooperative Forschungsprojekte mit Unternehmen und stieß die Drittmittelakquise aus öffentlicher Hand an, unter anderem mit einem EU-weiten Bildungsforschungsprojekt. Mittlerweile forschen die ersten sieben Promovierenden in Kooperation mit anderen Hochschulen und Universitäten in den Bereichen Mathematikdidaktik, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. „Mit dem sogenannten ‚Semester Null‘ ist ein Pilotprojekt an der DHBW Mosbach erfolgreich gestartet, um heterogenen Studienanfängergruppen den Übergang von der Schule in die Hochschule zu erleichtern und den Studienerfolg zu verbessern“, lobte der Vorsitzende des Örtlichen Hochschulrats Robert Zimmermann (AZO) das Engagement Mühlhäusers, im Rahmen der Fachkräftesicherung die Studierfähigkeit zu erhöhen.
- Ministerin Theresia Bauer und Daimler-Vorstand Wilfried Porth: „Reinhold Geilsdörfer hat Herausragendes für die DHBW geleistet“ Der Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Professor Reinhold Geilsdörfer (64), hat den Aufsichtsrat der DHBW darüber unterrichtet, dass er zum Ende des laufenden Studienjahres in den Ruhestand treten wird. Diese Entscheidung Geilsdörfers gaben Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Wilfried Porth, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Vorsitzender des DHBW-Aufsichtsrates, am Freitag (6. März 2015) in Stuttgart bekannt. Ministerin Bauer: „Präsident Geilsdörfer, der im Frühjahr 2011 die Leitung der DHBW von Gründungspräsident Professor Dr. Hans Wolff übernahm, hat in den vergangenen Jahren die DHBW mit großem Geschick, Umsicht und eindrucksvollem Gespür für neue Entwicklungen und Chancen geführt. Er hat es dabei verstanden, in der komplexen Organisationsstruktur der DHBW mit ihren neun Standorten und drei Außenstellen die Balance zwischen der notwendigen Weiterentwicklung zentraler Leitungs- und Steuerungsstrukturen auf der einen Seite und der Gewährleistung funktionsfähiger und leistungsstarker DHBW-Standorte in den Regionen auf der anderen Seite zu finden“. Wilfried Porth: „Professor Geilsdörfer war für die DHBW der richtige Mann zur richtigen Zeit. Er hat es in besonderer Weise verstanden, aufbauend auf den dezentralen Stärken der DHBW-Standorte und ihrer dualen Partner eine Hochschule zu formen, die heute Vorbild für viele nicht nur in Baden-Württemberg ist“. In der Amtszeit Geilsdörfers als Präsident verzeichnete die DHBW ein beeindruckendes Wachstum auf rd. 34.000 Studierende. Die DHBW ist damit inzwischen die größte Hochschule Baden-Württembergs. In dieser Zeit erfolgten wegweisende Weichenstellungen für die DHBW. So wurde bereits im Doppelhaushalt 2013/14 die Grundfinanzierung der Hochschule verbessert. Unter Leitung von Professor Geilsdörfer wurde eine zukunftsweisende, berufsbegleitende Masterkonzeption der DHBW entwickelt und hierfür das DHBW Center for Advanced Studies (CAS) in Heilbronn eingerichtet. Außerdem erfolgte die Weiterentwicklung des DHBW-Campus Heilbronn zur neunten Studienakademie der DHBW. Ministerin Bauer: „Bei den Verhandlungen zum Hochschulfinanzierungsvertrag 2015 bis 2020 hat Präsident Geilsdörfer als kompetenter, hartnäckiger und verlässlicher Verhandlungspartner des Landes dafür gesorgt, dass die besonderen Bedürfnisse der DHBW als einer in den letzten Jahren weit überdurchschnittlich gewachsenen Hochschule angemessen Berücksichtigung fanden“. Der Aufsichtsrat der DHBW hat in seiner Sitzung am 6. März die Einrichtung einer Findungskommission beschlossen, die mit der Suche des/der künftigen DHBW-Präsidenten/-in beauftragt wurde. Mit Daimler-Vorstand Wilfried Porth als Vorsitzendem des Aufsichtsrates sowie Ministerin Bauer und Prof. Roland Klinger, Direktor des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), wurde die Findungskommission von Seiten des Aufsichtsrates hochkarätig besetzt. Hinzu kommen noch drei vom Senat der DHBW zu bestimmende Mitglieder der Findungskommission. Theresia Bauer und Wilfried Porth betonten: „Die DHBW ist uns sehr wichtig. Deshalb werden wir alles daran setzen, diese herausragende Leitungsfunktion nach dem Ausscheiden von Präsident Geilsdörfer mit einer starken Führungspersönlichkeit zu besetzen, damit die erfolgreiche Entwicklung der DHBW konsequent fortgesetzt werden kann“. In neuer Funktion für die Dieter Schwarz Stiftung Prof. Reinhold R. Geilsdörfer wird sich ab November 2015 einer neuen Aufgabe widmen. Gestern gab die Dieter Schwarz Stiftung bekannt, dass er die Geschäftsführung übernehmen wird. Er verantwortet dort künftig den gesamten Hochschulbereich, die Stiftungsprofessuren und die Projekte des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft. Dazu Dr. Erhard Klotz für die Stiftung: „Professor Geilsdörfer bringt vielfältige Erfahrungen und beste Kontakte im Hochschulbereich mit und wird die Kooperation der Hochschulen auf dem Bildungscampus sowie die Vision der Stiftung zur 'Wissensstadt Heilbronn' tatkräftig vorantreiben.“ Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dieter Schwarz Stiftung
- Immer mehr Seminarteilnehmer bei der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim), steigende Studentenzahlen bei der Dualen Hochschule (DHBW) und der German Graduate School (GGS) sowie immer mehr Weiterbildungskooperationen mit Unternehmen – das ist nach einem Jahr die Bilanz des Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung. „Wir haben den Bildungscampus vor allem geschaffen, um den von der Stiftung getragenen Hochschulen GGS und der Heilbronner DHBW sowie der Weiter-bildungsakademie aim bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Das ist uns in einem allseits anerkannten Baukomplex sehr gut gelungen. Dabei bilden die drei unter-schiedlichen Einrichtungen auf dem Campus nicht nur unser Ziel – das lebenslange Lernen – hervorragend ab. Sie öffnen sich auch noch mehr für neue Wege und ent-wickeln sich gegenseitig weiter“, freuen sich Dr. Erhard Klotz und Klaus Czernuska, die Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung. So zeigten sich bei den beiden Hochschulen erste inhaltliche Synergieeffekte, berichten Czernuska und Klotz weiter. Die staatliche DHBW und die private GGS bieten ab Oktober 2012 einen gemein-samen Master-Studiengang für Marketing an. „Solche Kooperationen zwischen staat-lichen und privaten Hochschulen sind ebenfalls Zukunftsmodelle. Hier profitieren beide Seiten von den Stärken des anderen Partners“, zeigen sich die Stiftungs-Geschäftsführer überzeugt. Das bestätigen auch die Leiter der drei Bildungsein-richtungen, die auf dem Campus vereint sind. Katalysator für Wachstum Prof. Dirk Zupancic, Präsident der GGS, sieht den Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung als Katalysator für das Wachstum seiner Hochschule. „Im ver-gangenen Jahr sind wir sowohl qualitativ als auch quantitativ gewachsen. Die Zahl unserer Studierenden steigt beständig und immer mehr Unternehmen nutzen unsere Angebote im Bereich der Executive Education“, berichtet der Professor für Marketing und Vertrieb. Es falle besonders auf, dass die Zufriedenheit der Studenten und Kun-den sehr hoch sei. Dieser Qualitätsindikator spiele für eine Business School, die an-spruchsvolle Manager und Nachwuchskräfte ausbilde, eine besonders wichtige Rol-le, so Zupancic. Neben neuen Master-Studiengängen, die künftig gemeinsam mit der DHBW und der Akademie Würth Business School angeboten werden, konnte die GGS in den letzten Monaten mehrere Großprojekte im Bereich der Managementaus-bildung lancieren. Beispielsweise gründete die Hochschule mit dem Personaldienst-leister BERA die BERA Corporate University und begleitet die Kreissparkasse Heil-bronn bei der internen Personalentwicklung von Kundenberatern und zertifiziert die Mitarbeitenden und die Geschäftsstellen. Mehr als 1.000 Studenten bis 2013 Ähnliches berichtet Prof. Nicole Graf, Leiterin der DHBW-Außenstelle Heilbronn. „Wir haben auf dem Bildungscampus schon jetzt mehr Studienkurse eingerichtet, als wir uns ursprünglich bis 2015 vorgenommen hatten“, freut sich die Prorektorin der DHBW. Aus 86 Studierenden im Jahr 2010 seien bis Oktober 2012 mehr als 700 ein-geschriebene DHBW-Studenten geworden. Und ein Ende des Wachstums sei derzeit nicht abzusehen, so Graf weiter. Bis 2013 sollen es mehr als 1.000 Studenten wer-den. Trotz dieses Erfolges ist es der DHBW aber auch wichtig, die Qualität des Stu-diums auf hohem Niveau sicherzustellen und das Studienangebot entsprechend der Anforderungen und des Bedarfs der Wirtschaft weiterzuentwickeln. Bildungsatmosphäre auf dem Campus ist großer Vorteil Steigen Besucherzahlen verzeichnet auch die Weiterbildungsakademie aim. Ihre Kurse und Fortbildungen besuchten in diesem Jahr bisher über 48.000 Kinder und Erwachsene. Geschäftsführerin Tatjana Linke hat aber noch ganz andere Aspekte im Blick. „Mit dem Bildungscampus erreichen wir jetzt auch Kinder aus sozial schwä-cherem Umfeld besser“, freut sich die Bildungsexpertin. Ein großer Vorteil sei hier die gesamte Bildungsatmosphäre auf dem Campus gemeinsam mit der DHBW und der GGS. Sie senke die Hemmschwelle bei Kindern, die aim-Kurse besuchten, erheblich, so Linke. Ein großer Schwerpunkt der aim liegt deshalb künftig auf der Sprachförde-rung, aber auch auf der Förderung mathematischer Kompetenzen. Denn der Fach-kräftemangel in den technischen Berufen habe viel damit zu tun, dass sich Jugend-liche einfach nicht zutrauten, mathematische Anforderungen zu bewältigen, ist aim-Geschäftsführerin Linke überzeugt. Neue Projekte in Planung Doch auch für die Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung gilt das Prinzip des lebenslangen Lernens. Deshalb denken sie gemeinsam mit dem Stifter ständig über neue Ideen und Formate nach. „Gemeinsam mit den Verantwortlichen der DHBW überlegen wir, wie die einzelnen Standorte der DHBW ausgebaut werden könnten. Wir wollen hier eine Win-Win-Situation für alle schaffen. Die Unternehmen der Re-gion sollen von einer starken DHBW profitieren. Gemeinsam mit den Master-Studien-gängen der GGS soll so ein attraktives Umfeld für die notwendige Ausbildung in der Wirtschaft und für die Weiterbildung von Fach- und Führungskräften geschaffen wer-den“, blicken die beiden Bildungsmanager Klotz und Czernuska in die Zukunft.
- Bereits zum dritten Mal fand am 11.06.2010 in den Räumen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach der diesjährige MoFiSta statt. Über 70 Teilnehmer aus Forschung und Lehre, Wirtschafts- und Industrieunternehmen sowie aus der Steuer- und Unternehmer-Beratung tagten zum Brennpunktthema „Unternehmenswert - Erkennen - Gestalten - Sichern“. Veranstalter des MoFiSta waren bereits zum dritten Mal der Studiengang BWL-Steuern und Prüfungswesen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach unter der Leitung von Frau Steuerberaterin Prof. Dr. Elke Heizmann und das IWS Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH unter der fachlichen Leitung des Geschäftsführers Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick. In seinen einführenden Worten hob Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Fränznick die große Bedeutung der Unternehmensbewertung auch für inhabergeführte Unternehmen hervor. So ist die Unternehmensbewertung auch für inhabergeführte Unternehmen mit Blick auf Interessen der Stakeholder von großer Bedeutung. In den kommenden Jahren steht jährlich bei rund 70.000 Unternehmen die Unternehmensnachfolge an, wobei in einer Vielzahl der Fälle keine Nachfolger in der Familie vorhanden sind und der Unternehmer sein Unternehmen an fremde Dritte abgeben muss. Insbesondere in diesen Fällen wird der Unternehmenswert eine entscheidende Größe sein. Schließlich erlangt der Unternehmenswert auch infolge der Reform des Bewertungs-, Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts, welches nunmehr auf die tatsächlichen Wertverhältnisse abzielt, eine größere Rolle. Wichtig sei es, so Frau Steuerberaterin Prof. Dr. Elke Heizmann, den Unternehmenswert zu erkennen und mit gezielten Gestaltungen zu erhöhen bzw. zu sichern. In einem Vortrag zu den Methoden der Unternehmensbewertung wurden verschiedene Möglichkeiten der Unternehmensbewertung dargestellt. Dass Personal bzw. Mitarbeiter nicht nur eine Kostenlast, sondern auch ein Werttreiber des Unternehmens sein können, belegte ein weiterer Beitrag. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Strategien zur Optimierung des Unternehmenswertes aus erbschaft- und schenkungsteuerlicher Sicht vorgestellt. Die Veranstalter des MoFiSta, so Prof. Heizmann, waren auch in diesem Jahr mit der Veranstaltung und der Resonanz außerordentlich zufrieden. Prof. Heizmann bekräftigte, dass sich der MoFiSta nach der nunmehr dritten erfolgreichen Veranstaltung zu Recht als fester Termin im Veranstaltungskalender der DHBW und des IWS-Institutes etabliert hat. Auch im nächsten Jahr, so Prof. Heizmann, werden wir einen MoFiSta mit aktuellem Thema durchführen. Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits.
- Am 10. Mai findet an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach für Abiturienten ein Studienplatz-Speeddating mit 26 Partnerunternehmen statt. Aus der Mosbacher Region sind unter anderem MPDV Mikrolab und AMMA Alfred Müller mit dabei, daneben aber auch weitere Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar und Weltmarktführer wie BayWa, Würth und HeidelbergCement. Wer sich für das duale Studium und einen Studienbeginn 2017 interessiert, ist beim Studienplatz-Speeddating genau richtig: Ab 15 Uhr führen die Teilnehmer im 10-Minuten-Takt Gespräche mit den Personalern der Dualen Partner der DHBW Mosbach. Das Speeddating am 10. Mai dient zur ersten Kontaktaufnahme. Wenn der Bewerber und das Unternehmen sich einig sind, legen sie das weitere Vorgehen fest. Die rund 30 angebotenen Studienplätze umfassen das fast das gesamte technische und wirtschaftswissenschaftliche Spektrum der Hochschule: Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Mechatronik, Holztechnik, Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL-Handel, BWL-Industrie und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen. Zur Vorbereitung bietet die DHBW Mosbach ab 14 Uhr ein Bewerbungscoaching an. Eine Anmeldung zu Coaching und Speeddating ist erforderlich. Die Terminvergabe der maximal 10 Plätze je Unternehmen verläuft nach der Reihenfolge der Anmeldung. Alle Informationen, die Liste der Dualen Partner vor Ort und die Anmeldemöglichkeit unter www.mosbach.dhbw.de/speeddating .
- IHK-Forschungstransferpreis in Silber für DHBW-Projekt Der Sportartikel-Hersteller POGO verwirklichte zusammen mit der DHBW Mosbach ein ambitioniertes Projekt: die Entwicklung einer Hochleistungs-Segelyacht, die sich nach dem Kentern ohne fremde Hilfe selbst aufrichten kann. Das Projekt wurde nun von der IHK für seinen Forschungstransfer ausgezeichnet. Am 26. Februar verlieh die IHK Heilbronn-Franken zum vierten Mal den IHK-Forschungstransferpreis. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurden drei herausragende Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet. Über den mit 5.000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreis in Silber freuten sich Dipl.-Ing. FH Joachim März vom Löwensteiner Sportartikelhersteller POGO und Professor Dr. Andreas Reichert, Wirtschaftsingenieur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. In seiner Laudatio lobte Helmut Jahnke, Leiter des Informationszentrums Patente in Stuttgart, ihr Projekt. Gemeinsam hatten die beiden einen Trimaran entwickelt, der im gekenterten Zustand alleine durch die Crew wieder aufgerichtet werden kann. Ein Trimaran erreicht sehr hohe Geschwindigkeiten, erkauft diesen Vorteil aber mit einem Risiko: Sobald ein Trimaran kentert, kann er ohne Hilfe von Außen nicht wieder aufgerichtet werden. Hier setzt die Idee der rückkenterbaren Dreirumpfyacht an. März und Reichert sind Segler und verstehen die Problematik von Kenterungen. Joachim März baut mit seinem Geschäftspartner Martin Sammet seit 1983 Sportgeräte zum Windsurfen, Snowboarden und Longboarden. Von den einstigen Surfbrettern zu einem Bootskonzept sei es zwar ein großer Sprung, sagt März, doch „Windsurfen ist letztendlich Segeln in seiner puristischsten Form. Insofern ist der Schritt zur Entwicklung eines Segelbootes leicht nachvollziehbar. Desweiteren ist ja auch nur der Verkauf von Systemplänen angedacht, denn für den Bau von Yachten wäre unsere Firmenstruktur einfach zu klein“. Forschungstransfer verbindet Hochschulen und Unternehmen Die Lösung für das Rückkentern des Trimarans sind klappbare Außenrümpfe. „Kentert das Boot, wird einer der Außenrümpfe ohne externe Hilfe geflutet und nach unten geklappt. Anschließend wird auch der ungeflutete Rumpf der anderen Seite angeklappt, jedoch ohne vorheriges Fluten“, erklärt Reichert. Dadurch wendet sich die Yacht mit ihrem Mast zurück zur Wasseroberfläche und der geflutete Außenrumpf bewegt sich unter dem Gewichtsschwerpunkt des Hauptrumpfes hindurch. In diesem Moment wird durch Druckluft aus einer Taucherflasche das Wasser aus dem gefluteten Rumpf verdrängt, sodass dieser wieder an die Wasseroberfläche kommt und die Außenrümpfe zurückgeklappt werden können. „Durch diese Aktion ist das Dreirumpfboot wieder manövrierfähig und kann die Fahrt bis zu einem sicheren Hafen fortsetzen“, so der Professor. Professor Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach, Präsident der IHK Heilbronn-Franken und Jurymitglied: „Der IHK-Forschungstransferpreis dient dazu, Wissenschaft und Unternehmen zu vernetzen und aufzuzeigen wie Wettbewerbsvorteile durch Kooperationen entstehen können. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren enorm von der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, wenn es darum geht, durch ständige Innovationen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen.“ Forschungstransferpreis 2015 Der IHK-Forschungstransferpreis zeichnet jedes Jahr drei besonders herausragende Projekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus. Sowohl Forschungseinrichtungen als auch Betriebe können eine Bewerbung einreichen. Voraussetzung ist, dass einer der beiden Kooperationspartner aus der Region kommt und der Abschluss der Arbeit nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Bewertet wird jeweils die innovatorische Leistung, der Wissenstransfer, die Anwendungsmöglichkeit und das wirtschaftliche Erfolgspotenzial des eingereichten Projektes: http://heilbronn.ihk.de/meta/standardseite/ihkhnnewspresse/id-3332.aspx
- Die drei Heilbronner Hochschulen, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, die German Graduate School of Management and Law (GGS) und die Hochschule Heilbronn (HHN), treten beim 8. Böckinger Drachenbootrennen gegeneinander an - ganz im Sinne des traditionellen Wettbewerbes zwischen den englischen Universitäten Oxford und Cambridge. 2 × 200 m Rennstrecke Welches der drei Teams am schnellsten paddeln kann, entscheidet sich am 19. Juni 2010 auf dem Neckar. Die beiden Punktläufe starten um 16.48 Uhr und 18.42 Uhr im Neckarkanal Heilbronn zwischen Sontheimer- und Böckinger-Brücke beim Bootshaus der Union Böckingen. Auf der 200 Meter langen Strecke messen sich die DHBW Dragons mit den GGS Masters und den Academic Dragons. In jedem Drachenboot sitzen 18 Personen. Dazu kommt jeweils eine Trommlerin bzw. ein Trommler. Bei der HHN übernimmt diese Aufgabe Prorektorin Prof. Dr. Ruth Fleuchaus, bei der DHBW Prorektorin Prof. Dr. Nicole Graf. Und auch das Boot der GGS Masters wird tatkräftig von CEO und Managing Dean Prof. Dr. Dirk Zupancic unterstützt. Weitere gemeinsame sportliche Aktivitäten geplant Das Drachenbootrennen ist zugleich der Auftakt für weitere sportliche Aktivitäten, die künftig auf dem neuen Bildungscampus Heilbronn stattfinden sollen. „Neben dem Drachenbootrennen können wir uns den Aufbau eines gemeinsamen Hochschulsport-Programms vorstellen“, bestätigt Thorsten Dum, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sportkoordinator an der GGS. Der Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung werde hier nach seiner Fertigstellung im Oktober 2011 zahlreiche neue Möglichkeiten schaffen, ist Dum überzeugt. Auf dem neuen Campus in der Heilbronner Innenstadt wird ab Herbst 2011 neben der GGS und der DHBW die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) untergebracht. Eine solche Kooperation zwischen einer privaten und einer staatlichen Hochschule sowie einer Weiterbildungsakademie ist in Deutschland bisher einmalig. DHBW Mosbach startet mit neuen Studiengängen in Heilbronn Bereits im Oktober 2010 starten zunächst noch in Übergangsräumlichkeiten auf dem Gelände der Heilbronner Versorgungs GmbH zwei duale Studiengänge der DHBW Mosbach in der Käthchenstadt: Dienstleistungsmanagement und Konsumgüter-Handel, ab 2011 dann auf dem Bildungscampus Heilbronn. Insgesamt 120 Studienplätze stehen im ersten Jahr des Campus Heilbronn der DHBW Mosbach zur Verfügung, Abiturienten und Fachhochschüler können sich jetzt noch auf freie Plätze bewerben. Die Firmenliste finden Interessenten unter dem folgenden Link: www.dhbw-mosbach.de/studienplaetze . Von Synergien profitieren Gemeinsam mit den Masterangeboten der GGS und dem Studienangebot der HHN erweitert die DHBW Mosbach damit das Bildungsangebot der Region Heilbronn-Franken. Außerdem möchten die drei Heilbronner Hochschulen in Zukunft verstärkt von ihren Synergien profitieren. Gemeinsam wollen sie die Region Heilbronn-Franken als Bildungsregion auch im überregionalen Wettbewerb bekannt machen.