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Weitere Stipendien für Studierende Förderung & Finanzierung Startseite International Förderung & Finanzierung Weitere Stipendien für Studierende Erasmus+ Baden-Württemberg-STIPENDIUM Bürkert-Stiftung Auslands-BAföG Stipendien besondere Bedürfnisse Weitere Stipendien für Studierende Überblick über weitere mögliche Stipendien Es gibt viele Organisationen oder Stiftungen, die Sie bei Ihrem Vorhaben, internationale Erfahrung zu sammeln - sei es durch ein Austauschsemester, ein Semester als Freemover oder auch ein Auslandspraktikum oder einen Sprachkurs im Ausland - unterstützen können. Bitte beachten Sie: Die DHBW Mosbach übernimmt für die unten genannten Links, ihre Verfügbarkeit, Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer Inhalte und Funktionalitäten keine Haftung. Die Links stellen keine Empfehlung dar, sondern lediglich Beispiele einschlägiger Angebote. DAAD: www.daad.de/ausland/studieren/de/ (Informationen des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) zu Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Ländern sowie Finanzierungsmöglichkeiten); www.studieren-weltweit.de (Weitere Informationen vom DAAD zu Studium, Praktikum oder Sprachkurs im Ausland) DAAD-Stipendiendatenbank für Auslandsstipendien: www.auslands-stipendien.de DAAD/HAW.International: Mit dem Stipendienprogramm HAW.International: Semesteraufenthalte und Abschlussarbeiten für Studierende fördert der DAAD mehrmals pro Jahr Auslandssemester von DHBW-Studierenden. DAAD/HAW.International: Mit dem Stipendienprogramm HAW.International: Auslandspraktika für Studierende fördert der DAAD mehrmals pro Jahr Auslandspraktika von DHBW-Studierenden.

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News:
Der Einsatz von Kilobots

- Die Produktions- und Logistikprozesse der Unternehmen befinden sich in Zeiten von Industrie 4.0 und Internet der Dinge im Umbruch. Während viele Prozesse heutzutage zentral geregelt werden, liegt die Steuerung bald dezentral in intelligenten Netzen und autonomen Systemen: Werkstücke tragen die Informationen in Chips mit sich, Produkte werden intelligenter und tauschen Informationen untereinander und mit den Menschen aus. Diese sogenannte vierte industrielle Revolution begleitet das Kompetenzzentrum "Fertigungs- und Informationsmanagement" (FIM) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach bereits seit Jahren mit einer digitalen Fabrik. Prof. Dr. Christian Kuhn (Elektrotechnik) und Prof. Dr. Alexander Auch (Angewandte Informatik) erklären im Interview, warum sie zur Entwicklung solcher Systeme auf Kilobots setzen. Wie könnte in der Fabrik der Zukunft konkret der Einsatz von Kilobots bzw. ihren größeren Brüdern ablaufen? Christian Kuhn: Der aktuelle Trend in der Industrie – Stichwort „Industrie 4.0“ - geht zur Individualisierung der Fertigung bis hin zu Einzelfertigung von Produkten. Das erreicht man unter anderem durch flexible Produktionszellen. Dabei spielt die Intralogistik eine wesentliche Rolle, also der Waren- und Materialfluss innerhalb der Fertigungshalle vom Lager zur Fertigungszelle. Die Individualisierung ist eine große Herausforderung für die Logistik: Es gibt immer mehr Bewegungen, die immer flexibler gestaltet werden müssen. Eine zentrale Steuerung kommt da schnell an ihre Grenzen und ist zu starr und überlastet. Hier Kilobots einzusetzen ist deshalb sehr spannend, denn in der autarken Steuerung von Materialbewegungen sehe ich die Zukunft der Produktion. Kleine Materialien kann ein Bot alleine übernehmen und transportieren, wobei er aufpasst, dass er nirgendwo anstößt. Wenn ein anderer Kilobot sowieso leer in dieselbe Richtung laufen muss, optimieren die beiden den Ablauf, treffen sich an einer Übergabestelle und sparen Weg und somit Energie. Falls ein Werkstück zu groß ist, können sich die Kilobots wie Ameisen zusammentun und es gemeinsam ausliefern – und zwar selbständig ohne zentrale Steuerung. So funktioniert ein Materialflusses für die individuelle Fertigung, der sich selbst steuert, organisiert und optimiert. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber mit den Kilobots simulieren unsere Studierenden die ersten Basisprozesse. Was sind die nächsten Zwischenschritte auf diesem Weg? Christian Kuhn: Die Kilobots und das Swarm Lab sind eingebettet in unsere forschungsintegrierte Lehre. Schon heute haben wir mit unserem ‚Living Lab‘ eine digitale Fabrik, in der Lehre und Forschung zusammenfließen, um realitätsnah Fertigungsprozesse zu simulieren. Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier unseren Materialfluss mit schwarmbasierten Algorithmen verbessern. Kilobots bzw. deren Nachfolger transportieren dann Werkstücke zwischen kollaborativen Robotern. Einzelkomponenten als demonstrationsfähige Versionen könnten möglicherweise in drei bis fünf Jahren entwickelt werden. Wie werden die Kilobots denn konkret in der Lehre eingesetzt? Alexander Auch: Meine persönliche Philosophie ist, dass die Studierenden einen Rechner nicht nur auf hoher Abstraktionseben verstehen sollen, auf dem man beispielsweise mit Java Webanwendungen entwickelt. Dort spielt ein Megabyte mehr oder weniger keine Rolle. Bei den Kilobots müssen die Studierenden mit sehr kleinem Speicherplatz auskommen und mit CPU-Beschränkungen, wie man es analog auch in der Automotive-Industrie kennt, in der Embedded-Geräte programmiert werden. Wer sich mit Kilobots beschäftigt, versteht allgemein besser die Grundlagen von Rechner-Architektur, wie man eingeschränkte Systeme programmiert. Gleichzeitig halte ich die Kilobots für spannender als viele andere Anwendungen in diesem Bereich, für die ich vielleicht nur eine LED ansteuern muss. Wir setzen die Kilobots vor allem für Studienarbeiten ein. Die Studierenden beginnen beispielsweise mit einfachen Algorithmen wie dem Nachverfolgen eines Leitroboters, Räuber-Beute-Verhalten oder dem Verhalten von Vogelschwärmen, die mittels einfacher Regeln Abstand und Richtung untereinander koordinieren. Wie auch in der Natur ist die Idee, mit relativ begrenzter Rechenleistung komplexes Verhalten zu erzeugen. Was steckt technisch in so einem Kilobot? Auch: Jedes Smartphone hat wesentlich mehr Rechenleistung als ein einzelner Kilobot. Es ist eine einfache CPU, die mit 8 Megahertz läuft, dazu 32 Kilobyte Flash-RAM, und 2 Kilobyte Hauptspeicher. Damit funktioniert die gesamte Programmlogik. Daher kommt auch die bereits erwähnte Beschränkung, auf die wir beim Programmieren aufpassen müssen. Hier profitieren wir davon, dass wir an der DHBW Mosbach sehr eng fächerübergreifend arbeiten. Wir möchten noch in diesem Jahr das Design der Kilobots erweitern, um komplexeres Verhalten zu ermöglichen. Da nutzt uns die Expertise der Mechatronik und Elektrotechnik, die das Projekt im Bereich Platinenlayout und –herstellung unterstützen. Welche Pläne stehen auf der Wunschliste für die Weiterentwicklung? Alexander Auch: Bei mir hat das Gyroskop hohe Priorität, ein Kreiselstabilisator. Damit kann der Kilobot seine Lage erkennen und selbständig die Neigung ausgleichen, wenn er später einmal auf Rädern steht. Das macht ihn schneller, präziser in der Drehung und lässt ihn geradlinig laufen. Christian Kuhn: Außerdem wünsche ich mir Verbesserungen in der Sensorik, die die Lokalisation der Bots erlaubt. Das kann ein GPS-Chip sein oder besser eine Lokalisation mit der Bluetooth-Beacon-Technologie. Das ist ein aktueller Trend in der Indoor-Navigation, zu dem wir bereits Studienarbeiten in der Elektrotechnik hatten. Da fehlt es derzeit noch an der Präzision der Technologie und der Algorithmik, aber es ist definitiv eine Zukunftsanwendung. Eine klassische Erweiterung für Bots ist außerdem die Sensorik. Mit je mehr Sensoren wir die Bots ausstatten können, desto besser können sie sich selbst steuern. Das Thema hat viele Schnittstellen zum ‚Internet der Dinge‘, für das bereits viele Komponenten, Methoden und Sensoren erschaffen wurden. Wir können also in Zukunft wesentlich bessere Funktionen implementieren. Über die technischen Möglichkeiten der Kilobots lesen Sie mehr in Teil 1 des Interviews . Kontakt

News:
Die Erforschung von Schwarmintelligenz

- Die Natur fasziniert mit hochkomplexem Verhalten bei Tieren in großen Gruppen. Es gibt viele Beispiele für die Zusammenarbeit einzelner Individuen, die für sich genommen wenig bewerkstelligen können, aber in einer Gruppe zu erstaunlichen Leistungen fähig sind. Das neue Swarm Lab des Studiengangs Angewandte Informatik der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach setzt sogenannte Kilobots in Forschung und Lehre ein, um schwarmbasierte Algorithmen weiterzuentwickeln und den Studierenden zu vermitteln. Über die technischen Möglichkeiten und industriellen Anwendungsfälle sprachen wir mit zwei Professoren der DHBW Mosbach im Vorfeld der Hannover Messe, auf der die Kilobots vorgestellt werden. Was ist eigentlich ein Bot? Christian Kuhn: Ein Bot ist ein Computerprogramm, das weitgehend automatisch Aufgaben abarbeitet, ohne dabei auf die Interaktion mit einem menschlichen Benutzer angewiesen zu sein. Zunächst einmal ist es nicht mechatronisch, sondern eine reine Softwarelösung. Auch ein Frage-Antwort-Spiel mit Chatprogrammen in der Kundenkommunikation funktioniert über Bots, hinter denen kein Mensch steht. Kilobots sind eine spezielle Form eines Bot, die mit Sensoren und Aktoren ausgestattet sind. Sensoren brauchen sie, um den Raum wahrzunehmen und miteinander zu kommunizieren; über die Aktoren sind Bewegungsabläufe möglich. Alexander Auch: Die Kilobots entstanden 2011 in einem Projekt der Harvard University. Eine Arbeitsgruppe entwickelte für die Lehre einfache, mobile Einheiten, von denen kostengünstig große Mengen hergestellt werden können, um Schwärme zu simulieren. Die Möglichkeiten der Kilobots sind deswegen zunächst beschränkt, aber man kann trotzdem sehr gut Schwarmverhalten mit ihnen erforschen. Welchen Nutzen versprechen Sie sich aus der Erforschung schwarmbasierter Algorithmen? Christian Kuhn: Die Logik, wie sich Bots verhalten, kann man mit den kleinen Kilobots modellieren. Danach überträgt man seine Erkenntnisse auf andere Bots. Diese können in Zukunft in der Industrie wie kleine mobile Roboter eingesetzt werden und damit wesentlich mehr Fähigkeiten und Funktionen haben. Auch: Die Kilobots können sich bisher nämlich nur drehen, laufen und sehr beschränkt ihre Umgebung wahrnehmen. Über zwei Vibrationsmotoren, wie sie auch in Handys verbaut sind, sind Drehungen nach links oder rechts möglich. Außerdem laufen die Kilobots damit geradeaus, wenn auch nicht sehr schnell und präzise. Über einen Infrarot-Sender und -Empfänger, die unten an den Bots angebracht sind, können sie Nachrichten miteinander austauschen. Das Infrarotsignal wird vom Boden reflektiert, sodass es sich relativ breit streut. Worüber ‚reden‘ die Kilobots miteinander? Alexander Auch: Jeder Kilobot sendet seinem Nachbarn seine Identität, ob er einer bestimmten Einheit angehört und welche Nachbarn er ‚sieht‘. Auf diese Weise empfängt er auch, wie viele Nachbarn seine Nachbarn wahrnehmen und kann abschätzen, ob er und seine Nachbarn sich in der Peripherie oder im Zentrum des Schwarms befinden. Über die Signalstärke können die Kilobots die Distanz zum nächsten Nachbarn abschätzen; ab einer gewissen Distanz verlieren sie den Kontakt. Diese Nachrichten sind für den einzelnen Kilobot wichtig, damit er schnell reagieren kann, wenn ein anderer Bot von ihm wegwandert. Denn dann kann er selbst zügiger loslaufen, um den Kontakt zum Schwarm nicht zu verlieren. Natürlich hängt das Verhalten des einzelnen Bots davon ab, welcher Gruppe der andere Bot angehört, der sich nähert oder entfernt. Das wird wichtig, sobald wir komplexe Szenarien simulieren. Welche Szenarien muss man sich in der Schwarmforschung vorstellen? Alexander Auch: Aktuell beschäftigen wir uns vermehrt mit dem Räuber-Beute-Szenario. Für die Schwarmforschung orientieren wir uns an Beispielen aus der Natur. Ameisenkolonien suchen so zum Beispiel große Bereiche nach Nahrung ab oder schließen sich zu Brücken und Ketten zusammen, um Hindernisse zu überqueren oder zu umgehen. Das Verhalten von Schwärmen ist ein Phänomen, das sich ausschließlich aus der Wechselwirkung von benachbarten Individuen ergibt. Diese Verhaltensweisen möchten wir in unsere Kilobots hineinprogrammieren. Was genau passiert dann mit den Räubern und ihrer Beute? Alexander Auch: Für das Räuber-Beute-Szenario haben wir unsere Kilobots in zwei Gruppen einteilt: Zwei Kilobots sind Wölfe, acht Stück sind Schafe. Die Schafe müssen zunächst eine Art Schwarm bilden, d.h. sie müssen sich finden. Dazu laufen sie und drehen sich, bis sie in ihrer Umgebung mindestens drei andere Kilobots ‚sehen‘. Danach bleiben sie stehen und grasen friedlich. Dieser Modus wird mit einer weißen LED auch dem Zuschauer angezeigt. Ein sich nähernder Kilobot übermittelt wie bereits erwähnt eine Nachricht, wer er ist und vor allem, ob er Wolf oder Schaf ist. Wenn ein Wolf kommt, nehmen die Schafe das wahr und versuchen auszuweichen. Dieser Panikmodus wird mit einer pinken LED angezeigt. Weil die Kilobots in ihrer beschränkten Sensorik die Richtung des Signals nicht orten können, zeigen sie ein zufälliges Verhalten: Sie laufen in eine beliebige Richtung und messen ständig die Distanz zum Räuber. Wird die Distanz kleiner, wissen sie, dass sie in die falsche Richtung laufen und dann erfolgt eine Drehung. Auf diese Art versuchen sie zu entkommen. Über die Einsatzmöglichkeiten der Kilobots lesen Sie mehr in Teil 2 des Interviews . Kontakt

News:
DHBW auf der Hannover Messe 2018

- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist mit zukunftsweisenden Projekten vom 23. bis 27. April 2018 auf der weltweit größten Industriemesse, der Hannover Messe. Am Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg in der Halle 2 für Research & Technology (Stand A18) werden aktuelle Projekte aus den Bereichen Automotive, Mobilität sowie künstlicher Intelligenz vorgestellt. In diesem Jahr präsentiert die DHBW verschiedene Beispielexponate aus Lehre und Forschung, die sehr deutlich zeigen, wie praxisnah und industrieorientiert das duale Studium an den einzelnen Standorten der DHBW ist. Die Studienakademie Mosbach stellt mit ihren Kilobots ein Beispiel schwarmbasierter künstlicher Intelligenz vor: Sie können mittels Infrarotsensoren miteinander kommunizieren, wobei jeder Kilobot für sich nur die jeweils nächsten Kilobots wahrnimmt. Darüber schätzen sie u.a. die Abstände zueinander ein. Über je zwei Vibrationsmotoren drehen die Kilobots sich und bewegen sich nach vorne. Somit können kostensparend Schwärme von 10 bis 1000 Einheiten aufgebaut werden, um neue Algorithmen zur Kommunikation und Organisation der Schwärme zu entwickeln. Hierdurch sollen zukünftig intelligente Verkehrssysteme basierend auf Schwarmintelligenz erforscht werden. Bereits heute dient die Simulation von Schwarmverhalten dazu, Stau zu vermeiden oder Emissionen durch intelligente Verkehrsflüsse zu reduzieren. Die Studienakademie Stuttgart (Campus Horb) präsentiert in diesem Jahr zweierlei Projekte mit den Forschungsschwerpunkten Automotive und Mobilität: Der Aufbau eines Motors mit elektromagnetischem Ventiltrieb wird als aktuelles Studierendenprojekt präsentiert. Der vorgestellte Motor kommt ohne Nockenwelle aus. Einlass und Auslassventil werden über Elektromagnete und Kipphebel gesteuert. Dieses System lässt eine vollvariable Ansteuerung des Ventiltriebs zu. Damit können deutlich bessere Wirkungsgrade im Teillastbetrieb erreicht werden. Als Beispiel für die Transferforschung wird mit der Mikrowellenzündung ein innovatives Zündsystem für Verbrennungsmotoren vorgestellt. Durch die Kooperation mit dem Innovationscampus in Empfingen stehen der DHBW modernste Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Mit der dort angesiedelten MWI AG als Forschungspartner konnte weltweit das erst Mal ein Versuchsmotor auf dem Prüfstand mittels Mikrowellenzündung betrieben werden, welcher in diesem Jahr erstmals auf der Hannover Messe präsentiert wird.

News:
Im Juni: DHBW auf der Cebit 2018

- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist mit zukunftsweisenden Projekten vom 11.-15. Juni 2018 in Hannover auf der Cebit. Am Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg in der Halle 27, Stand H51, stellt der Standort Mosbach mit seinen Kilobots ein Beispiel schwarmbasierter künstlicher Intelligenz vor. Die Kilobots können mittels Infrarotsensoren miteinander kommunizieren, wobei jeder Kilobot für sich nur die jeweils nächsten Kilobots wahrnimmt. Darüber schätzen sie u.a. die Abstände zueinander ein. Über je zwei Vibrationsmotoren drehen die Kilobots sich und bewegen sich nach vorne. Somit können kostensparend Schwärme von 10 bis 1000 Einheiten aufgebaut werden, um neue Algorithmen zur Kommunikation und Organisation der Schwärme zu entwickeln. Hierdurch sollen zukünftig intelligente Verkehrssysteme basierend auf Schwarmintelligenz erforscht werden. Bereits heute dient die Simulation von Schwarmverhalten dazu, Stau zu vermeiden oder Emissionen durch intelligente Verkehrsflüsse zu reduzieren. Erfolgreich auf der Hannover Messe vorgestellt Erstmalig vorgestellt wurden die Kilobots der DHBW Mosbach bereits auf der Hannover Messe, der Leitmesse für Industrie 4.0. „Inzwischen sind wir als DHBW Mosbach schon fast ‚gesetzt‘, wenn es um ein interessantes Exponat geht“, freute sich Prof. Dr. Christian Kuhn, einer der treibenden Kräfte in Mosbach für das Thema Industrie 4.0. „In diesem Jahr haben wir mit unseren ‚Kilobots‘ und dem Thema ‚Schwarmintelligenz‘ ein weiteres Highlight präsentiert – das Exponat kam sehr gut an und war DER Anziehungspunkt für den gesamten Stand." Resonanz und Feedback seien großartig und weitere Forschungspartner möglicherweise gefunden, so der Elektoringenieur. Für den zweiten Auftritt der Bots ist eine neue, verbesserte Simulation geplant. Mehr zu den Kilobots und zum Swarm-Lab der DHBW Mosbach: www.mosbach.dhbw.de/swarm-lab .

News:
Unterstützung fürs Baukompetenzzentrum

- SPD-Fraktionschef besuchte DHBW Mosbach Der Fraktionschef der SPD im Stuttgarter Landtag, Landtagsabgeordneter Andreas Stoch, besuchte kurz vor Pfingsten den Neckar-Odenwald-Kreis und die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Neben der strategischen Ausrichtung stand das Baukompetenzzentrum im Fokus der SPD-Delegation, zu der neben Andreas Stoch auch der SPD-Landtagsabgeordnete des Neckar-Odenwald-Kreises Georg Nelius gehörte. Inhalte des Gesprächs mit Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann waren die Entwicklung der DHBW Mosbach und deren Strategie. Insbesondere die Besonderheiten des Mosbacher Profils innerhalb der Hochschullandschaft Nord-Baden-Württembergs wurden diskutiert: das Baukompetenzzentrum und das Forschungs- und Lehrcluster Digitalisierung und Produktionswelten der Zukunft. „Wir fühlen uns unseren Dualen Partnern in der Region verpflichtet, insbesondere den KMU und Hidden Champions. Gerade in der ländlichen Region ist die DHBW Mosbach ein wesentlicher Faktor für die Fachkräfteversorgung“, so die Rektorin. Für eine langfristige positive Entwicklung der Region benötigen die Unternehmen eine starke Hochschulpartnerschaft mit dezentralen Strukturen und kurzen Wegen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingeht. Bedarfsgerechte Studienangebote mit einem breiten Spektrum an Studiengängen – auch mit internationaler Ausrichtung – gehören ebenso dazu wie Weiterbildungsangebote, so die Rektorin. Als besonders gelungenes Beispiel präsentierte Jeck-Schlottmann die Konzepte für das Baukompetenzzentrum, mit dem die Hochschule zu einer noch wichtigeren Wissenspartnerin und Impulsgeberin in der Region wird. Nachfrage der Dualen Partner hat sich verstetigt Bauingenieurwesen an der DHBW Mosbach ist ein deutschlandweit einzigartiger dualer Studiengang, der bereits heute über Fachsymposien und Zertifikatsangebote zu einem Wissenstransfer beiträgt, so die Rektorin. Ziel ist es, neben der grundlegenden Bachelorausbildung zukünftig über Masterprogramme und Weiterbildungsangebote bis hin zu kooperativer Forschung den kompletten akademischen Bildungsweg abzudecken und durch Beteiligung weiterer baunaher Studienangebote wie Holztechnik oder den BWL-Branchenhandel-Profilen für Bau, Haustechnik, Elektro, Wohnen oder Holz ein Angebot aus einer Hand anzubieten. „Die DHBW Mosbach verzeichnet eine gestiegene Nachfrage seitens der Dualen Partner. Das zeigt, dass das Wachstum der letzten Jahre nicht nur temporär war“, so Andreas Stoch. Rektorin Jeck-Schlottmann ergänzte: „Wir freuen uns, mit Herrn Stoch einen engagierten Partner an unserer Seite zu haben, der insbesondere für das Baukompetenzzentrum einen hohen Bedarf sieht, aber auch die Ressourcenausstattung im Blick hat.“

News:
Ein Diamant in der Krone Mosbachs

- Rektorin und der Geschäftsführer der Stiftung im RNZ-Gespräch über die Aufgaben und Attraktivität des Standorts. Das Interview führte Frank Heuß. Es erschien am 20. Mai 2018 in der Rhein-Neckar-Zeitung . Durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist Mosbach mit seinen rund 25.000 Einwohnern eine Hochschulstadt im ländlichen Raum. Studierende aus ganz Deutschland und zunehmend auch aus dem Ausland werden hier akademisch ausgebildet. Um in der Konkurrenz mit Hochschulen in den großstädtischen Ballungszentren mithalten zu können, entwickelt die DHBW beständig strukturelle Konzepte. Ein Eckpfeiler im Hintergrund ist die Stiftung "Pro DHBW Mosbach", über die sich die RNZ mit deren Geschäftsführer Gerhard Lauth und Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann unterhalten hat. Herr Lauth, was macht eigentlich die Stiftung "Pro DHBW Mosbach"? Lauth: Die Stiftung wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen; die Stadt Mosbach gehörte zu den Gründern. Die Intention war und ist, die DHBW in Bereichen zu unterstützen, die nicht vom Staatshaushalt abgedeckt sind. Als Landesinstitution hat die DHBW ein Jahresbudget, das für den normalen Lehrbetrieb reicht, aber man muss auch darüber hinaus etwas bieten können. Wenn man das nicht kann, wird es in der Konkurrenz schwierig. Wo liegen aktuell die Arbeitsschwerpunkte? Lauth: Wir fördern verschiedene Bereiche. Da ist einmal die Qualität der Lehre. Da ist die Internationalisierung, ein wichtiger Bereich. Die Studierenden fit zu machen für das internationale Parkett, ist heute eine Notwendigkeit. Verschiedene Projekte haben wir in den Studiengängen. Reizvoll finde ich, dass wir als einzige duale Hochschule den Studiengang Bauingenieurwesen haben, der sehr stark nachgefragt ist. Dafür haben wir ein Baukompetenzzentrum gegründet, das von der Stiftung getragen wird. Und das neueste Kind heißt Digitalisierung. Hier sind wir dran, ein Konzept zu entwickeln, das speziell auf den ländlichen Raum ausgelegt ist. Jeck-Schlottmann: Die Stiftung ist für uns unerlässlich - ein verlässlicher Partner, für dessen Unterstützung wir sehr dankbar sind. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der DHBW Mosbach. Im ländlichen Raum sehen wir uns in der Pflicht, das Personal so zu qualifizieren, wie es die Unternehmen hier brauchen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. In den Studiengängen, die Digitalisierung originär betreffen, platzen wir aus allen Nähten. Wir würden das gerne ausbauen und um die wichtigen Bereiche Weiterbildung und kooperative Forschung ergänzen. Dazu soll ein "Open Lab" dienen, an das Firmen der Region ihre Fragestellungen herantragen können. Kleinere Firmen im ländlichen Raum könnten in der Digitalisierung abgehängt werden - da sehen wir unsere Verpflichtung zur Hilfestellung. Die Stiftung unterstützt uns hier. Beschränkt sich das auf Geld oder kommt noch mehr hinzu? Etwa durch die Schaffung von Netzwerken? Jeck-Schlottmann: Netzwerke sind natürlich immer gut, und da haben wir eine enge Zusammenarbeit. Lauth: Das können wir mit einem Beispiel konkretisieren: Es geht um die Attraktivität des Standortes. Es war immer schon der Wunsch da, eine Blockhütte zu haben für die Studierenden. Unter den Studierenden heißt es immer noch "in Mos nix los". Das darf man zwar nicht überbewerten, aber es ist dennoch ein Slogan, der am Image kratzt. Und dagegen müssen wir gemeinsam etwas tun. Wir haben jetzt eine gute Aussicht, über das "Leader"-Programm der EU eine Förderung dafür zu beantragen, und die Stiftung würde auch etwas beitragen. Nach einem Gespräch mit OB Michael Jann bin ich nun guter Hoffnung, dass wir einen Standort finden. Der soll fußläufig erreichbar sein, aber auch einen gewissen Abstand zur Wohnbebauung haben. Wie etwa der Große Elzpark oder vielleicht am Eisweiher. Verwaltet dieses Haus dann die Studierendenvertretung? Lauth: Ich würde das zunächst mal an mich nehmen, sobald wir mit der Stadt einig sind. Dann mit dem Studiengang Bauingenieurwesen eine Planung vorlegen, Sponsoren suchen, den Antrag bei "Leader" stellen und schauen, dass von der Stiftung Mittel bereitgestellt werden. Wenn man dann Ende dieses oder Mitte nächsten Jahres eine Blockhütte für die Studierenden einweihen könnte, dann wäre das ein ganz starkes Signal. Jeck-Schlottmann: Das Beispiel unterstreicht die Bedeutung der Stiftung, mit dem großen Ziel eines attraktiven Hochschulstandorts im ländlichen Raum. Dazu gehören neben einem zukunftsorientierten Studienprogramm auch das Studierendenleben, die Rahmenbedingungen und das Umfeld. Was haben Sie neben dem genannten Projekt perspektivisch noch mit der Stiftung vor? Lauth: Attraktiver Hochschulstandort heißt, dass wir auch in Konkurrenz mit anderen stehen. Es ist unabdingbar, mehr zu bieten, da weitaus größere Sponsoren im Land unterwegs sind, die mehr geben, als wir es können. Und dazu braucht man die Stiftung. Wir geben Geld für Dinge aus, die für den normalen Betrieb wichtig sind, aber wir müssen schon auch Nischen finden, in denen wir absolut "top" sind. Da gehört die Digitalisierung dazu, das wird sehr viel Geld kosten. Und dann gibt es das Baukompetenzzentrum als Alleinstellungsmerkmal, dessen Chance wir ergreifen müssen. Schon zu meiner Zeit als Oberbürgermeister habe ich diese Hochschule immer als Diamant in der Krone Mosbachs betrachtet. Welche Rahmenbedingungen wünschen Sie sich, oder wo könnte noch etwas verbessert werden? Lauth: Mit jeder Steuerschätzung wird der Geldbeutel des Landes und des Bundes dicker. Wir könnten wesentlich mehr Studierende annehmen, als es momentan durch den Haushalt möglich ist. Da könnte das Land schon noch etwas mehr tun und den Geldhahn etwas weiter öffnen. Aber die Stiftung ist auch dabei, bei den Partnerunternehmen das Bewusstsein zu schärfen, dass eine finanzielle Unterstützung eine Investition ist, die dem Unternehmen selbst wieder zugute kommt. Müsste auch vonseiten der Stadt noch etwas getan werden? Jeck-Schlottmann: Sicherlich. Es spricht vieles dafür, dass wir uns organisatorisch verdichten sollten. Ein Ersatzneubau wäre nicht schlecht. Wir haben derzeit fünf in der Stadt verteilte Liegenschaften, noch mehr Verteilung brauchen wir sicherlich nicht. Ideal wäre eine Konzentration auf zwei Standorte in Mosbach mit einem zentral gelegenen Hauptcampus. Hier brauchen wir die Unterstützung der Stadt. Wie sehen Sie die "Marktposition" der DHBW in der Hochschullandschaft? Wo liegen die Stärken und Schwächen dieser "dritten Stufe" nach Universität und Fachhochschulen? Jeck-Schlottmann: Wir sind unter den Hochschulen im anwendungsorientierten Bereich positioniert. Unter den Anbietern dualer Studienangebote ist die DHBW Marktführer. Unser großer Vorteil liegt in der Dualität mit einer echten Verzahnung zwischen Theorie und Praxis. Wir haben mit Bad Mergentheim zusammen etwa 3600 Studierende. Die Absolventen haben keinen "Praxis-Schock", sind sofort einsatzfähig, und das Studium hier ist planbar - die Vorlesungen überlappen sich nicht, nach drei Jahren ist man fertig. Das kommt bei den Studierenden gut an und bei den Unternehmen auch. Die Übernahmequoten in feste Arbeitsverhältnisse sind sehr hoch. Stellen Sie sich vor, Sie wollten einen Abiturienten davon überzeugen, ein DHBW-Studium aufzunehmen und vollenden Sie dafür den folgenden Satz: "Komm zum dualen Studium an die DHBW Mosbach, weil…" Jeck-Schlottmann: ... Du hier dein Ding machen kannst! Lauth: ...Du dich hier wohlfühlen kannst und gleichzeitig auf hohem Niveau ausgebildet wirst!

News:
Der Steuerberater als Wirtschaftsmediator

- Steuerberater erwerben über ihre Mandantenkontakte umfassende Erfahrungen im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen und Konflikten. Viele von ihnen bilden sich daher als Mediatoren fort, um ihr Geschäftsfeld zu erweitern oder ihre Mandanten besser betreuen zu können. Die Mosbacher Professorin Dr. Elke Heizmann befasst sich in ihrem neuen Buch „Der Steuerberater als Wirtschaftsmediator“ mit berufsrechtlichen Rahmenbedingungen, Interessenkollisionen und dem Rechtsdienstleistungsgesetz. Konfliktsituationen, mit denen Steuerberater konfrontiert werden, können sich dabei sowohl aus dem beruflichen Feld der Mandanten ergeben – wie Unternehmensnachfolgen oder wirtschaftliche Auseinandersetzungen – oder aber dem privaten – Erbangelegenheiten oder Trennungen beispielsweise. In solchen Veränderungsprozessen ist der Berater nicht nur als Fachexperte gefragt, sondern auch als Vertrauensperson, Mittler oder Unterstützer. Vor Aufnahme einer solchen Tätigkeit sollten Steuerberater jedoch ihre rechtliche Situation überprüfen, so Elke Heizmann. »Mediator« ist beispielsweise keine geschützte Berufsbezeichnung. Rechtsanwälte dürfen sich gemäß ihrer Berufsordnung als »Rechtsanwalt und Mediator« bezeichnen, eine vergleichbare Vorschrift gibt es zurzeit für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater noch nicht. Das Buch der Mosbacher Professorin und Steuerberaterin stellt deshalb umfassend dar, auf welchen Rechtsgrundlagen die Befugnis der Mediationstätigkeit von Steuerberatern beruht und welche Verpflichtungen sich aus ihrem Quellberuf »Steuerberater« ergeben. Die Autorin beantwortet die Frage, wie weit sich das Berufsrecht erstreckt und wie man mit Interessenkollisionen umgehen sollte, die sich aus der Doppelqualifikation als »Steuerberater-Mediator« oder der Mehrfachqualifikation als »Steuerberater-Wirtschaftsprüfer-Mediator« ergeben. Heizmann analysiert die Rechtsprechung und zeigt auf, in welchen Spannungsfeldern noch Rechtsunsicherheit herrscht. Ergänzt werden ihre Ausführungen durch eigens entwickelte Prüfschemata und konkrete Beispiele. „Ich bin überzeugt, dass das Thema Mediation die Beratungsqualität von Steuerberatern erheblich steigern kann“, so die Professorin. „Anderseits eröffnet es neue Geschäftsfelder, mit dem eine Kanzlei auch in Zeiten von Digitalisierung und Automatisierung zukunftsfähig aufgestellt ist.“ Über die Autorin Prof. Dr. Elke Heizmann leitet den Studiengang RSW-Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen an der DHBW Mosbach. Neben Ihrer Qualifikation als Steuerberaterin ist sie zertifizierte Mediatorin und absolvierte das Masterstudium „Mediation und Konfliktmanagement“ (LL.M.) an der Universität Viadrina. Über das Buch Autorin: Prof. Dr. Elke Heizmann Titel: Der Steuerberater als Wirtschaftsmediator. Berufsrechtliche Rahmenbedingungen, Interessenkollisionen, Rechtsdienstleistungsgesetz ISBN: 978-3-7910-4364-7

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