- Bluthochdruck ein Thema auch für junge Leute Bluthochdruck – ein wichtiges Gesundheitsthema auch schon in jungen Jahren. Warum das der Fall ist, erklärte Dr. Jochen Selbach, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, in seinem Vortrag bei den Studierenden des dualen Studiengangs BWL-Gesundheitsmanagement des Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach. Anlass der außerplanmäßigen Vorlesung im Bad Mergentheimer Mittelstandszentrum: Der Welthypertonie-Tag am 17. Mai. An diesem Tag informiert die Deutsche Hochdruckliga mit verschiedenen Aktionen über die Gefährdung durch Bluthochdruck und dessen Folgeerkrankungen, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Nieren- und Gefäßschädigungen. Ziel ist es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die eigenen Blutdruckwerte zu wecken. Durch eine frühzeitige Prävention könne man den Folgen von Hypertonie entgegenwirken, auch schon in jungem Alter, unterstrich Dr. Jochen Selbach. Der Regionalbeauftragte der deutschen Hochdruckliga warnte davor, die Folgen von Bluthochdruck zu unterschätzen: „Die Nierengefäße erkranken oder durch Durchblutungsstörungen im Gehirn kann es zu einem Schlaganfall kommen“. Der Internist und Hypertensiologe (Spezialist für Bluthochdruck) weckte durch seine zielgruppennahen und praxisorientierten Beispiele das Interesse des überwiegend jungen Publikums: „Wenn man zu lange im hohen Drehzahlbereich fährt, kommt es irgendwann zum Motorschaden. Genau so ist es auch mit einem hohen Blutdruck“, erläutert Dr. Selbach. Die Tatsache, dass viele Menschen ihren Blutdruck gar nicht kennen, hat die deutsche Hochdruckliga dazu veranlasst eine Vision auszugeben: Alle Menschen über 30 Jahre sollten ihren Blutdruck kennen. Frühes Erkennen von Bluthochdruck reduziere durch entsprechende Behandlung die Gefahr von möglichen Folgeschäden, denn oft könne man auch ohne Tabletten effektiv behandeln. Die Selbstmessung sei dabei eine wichtige Information, auch für den Arzt. Der Hypertensiologe mahnte dabei allerdings: „Viele Blutdruckmessgeräte sind oft ungenau oder fehlerhaft, vor allem die Nicht-Automatischen“ und gab als Hinweis, die Prüfsiegel auf den entsprechenden Geräten zu beachten. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Studierenden, sowie der Leiter am Campus Bad Mergentheim Prof. Dr. Seon-Su Kim, noch die Möglichkeit ihren Blutdruck überprüfen zu lassen. Der Prorektor der DHBW Mosbach bedankte sich bei Selbach für sein Kommen und hob die gute Zusammenarbeit hervor. Viele Studierende suchten im Anschluss an den Vortrag das Gespräch mit Selbach und signalisierten damit ein reges Interesse an der Prävention von Bluthochdruck.
- Interview zum Master-Angebot der DHBW Viele Bachelorabsolventen möchten nach dem Abschluss ihre akademische Laufbahn mit einem Master fortsetzen. Die Nachfrage ist groß: Mehr als die Hälfte aller Fachhochschulabgänger und sogar drei Viertel der Universitätsabsolventen nehmen ein Masterstudium auf. Auch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) steigt der Bedarf nach akademischer Weiterqualifizierung. Zum Master-Infotag Anfang Dezember kamen mehr als 100 Interessierte an die DHBW Mosbach, um sich über das Angebot eines „Dualen Masters“ zu informieren. Aber ist ein Masterstudium immer sinnvoll? Für wen eignet sich das Programm der DHBW? Dazu und weiteren Fragen steht Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, Prorektorin und Dekanin der Fakultät Wirtschaft der DHBW Mosbach, im Interview Rede und Antwort. Frau Professor Jeck-Schlottmann, die DHBW Mosbach hat Ende November knapp 630 Absolventen verabschiedet. Was raten Sie diesen jungen Leuten – sofort zurück in den Hörsaal? Jeck-Schlottmann: Nein, das sicher nicht. Die duale Bachelorausbildung bietet alles, was sich Unternehmen von Berufseinsteigern wünschen: fundiertes Fachwissen kombiniert mit Schlüsselkompetenzen und Praxiserfahrungen in Wirtschaft und Technik. Das bestätigt unsere hohe Übernahmequote jedes Jahr aufs Neue. Und genau das war auch das Ziel der Bologna-Reform: kürzere Studienzeiten mit hoher Employability. In der Wirtschaft ist der Bachelor längst angekommen. Auf der Bologna-Konferenz „Bologna@Germany“ haben 62 Personalvorstände namhafter Unternehmen eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Wie erklären Sie sich dann die hohe Nachfrage nach Masterstudienangeboten? Jeck-Schlottmann: Das Problem ist, dass es dem Bachelor nach wie vor an gesellschaftlicher Akzeptanz mangelt. Weite Teile der Öffentlichkeit sind der Ansicht, der Bachelor sei ein Abschluss zweiter Klasse und erst der Master kröne die akademische Laufbahn. Das war so von der Bologna-Reform nicht beabsichtigt. Sie stellt klar die Berufsbefähigung des ersten Abschlusses in den Mittelpunkt. Ziel eines Masterstudiums ist hingegen, die Studierenden zu wissenschaftlicher Arbeit und Methodik zu befähigen. Außerdem werden theoretisch-analytische sowie Managementfähigkeiten vermittelt. Wer also daran Interesse hat oder gar eine Promotion plant, für den ist der Master genau das Richtige. Dennoch sind die Übergangsquoten sehr viel höher. Das hängt mit Studiengängen, Branchen, Berufsfeldern und der Art des Bachelors zusammen. In Physik zum Beispiel gibt es Übergangsquoten von nahezu 100 Prozent. Laufbahnrechtlich ist in einigen Berufen ein Master oder eine Promotion zwingend, z.B. in der Lehre oder der Wissenschaft. Absolventen mit einem Bachelorabschluss, der die Anforderungen von Bologna hinsichtlich Berufsbefähigung weniger gut erfüllt, schließen häufig ein Masterstudium an, um ihre Berufschancen zu erhöhen. Per se führt der Master aber nicht zwingend zu Führungspositionen oder höherer Vergütung. Wenn ich mich für ein Masterstudium entschieden habe, wo bin ich besser aufgehoben? An der Uni oder hier an der DHBW? Jeck-Schlottmann: Auch hier kommt es ein wenig darauf an, wie die Interessen gelagert sind. Wer in die Grundlagenforschung möchte und eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, der sollte sich an der Universität bewerben. Ein konsekutives, also ein sich direkt an das Bachelorstudium anschließendes, Masterprogramm ist dann ratsam. Es baut auf das erworbene Wissen auf und setzt das Bachelorstudium vertiefend fort. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es aufgrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels für viele Unternehmen interessanter ist, wenn nach dem Bachelorstudium zunächst Berufserfahrung gesammelt und erst später ein weiterbildender, anwendungsorientierter Master angeschlossen wird. Wenn man außerdem noch die Argumente Halbwertszeit des Wissens und verlängerte Lebensarbeitszeit in die Waagschale wirft, spricht vieles für einen weiterbildenden Master. Die Inhalte sind perfekt auf die berufliche Erfahrung abgestimmt. Das Konzept eignet sich daher insbesondere für praxisorientierte Menschen, die darüber hinaus Wert auf lebenslanges Lernen legen. Die Duale Hochschule hat sich bei ihren Masterangeboten für diesen zweiten Weg entschieden. Wie sieht das Konzept des Dualen Masters aus? Jeck-Schlottmann: Das DHBW-Masterprogramm ist berufsintegrierend und -begleitend, d.h. die Studierenden gehen wie gewohnt ihrer Arbeit im Unternehmen nach und besuchen überwiegend am Wochenende die Masterseminare. Zusätzlich ist Selbststudium gefragt. Hier setzen wir auch stark auf unsere bewährten E-Learning-Tools. Vorausgesetzt wird mindestens ein Jahr Berufserfahrung und die im DHBW-Bachelorstudium üblichen 210 Creditpoints. Da das Studium auch beim Master sehr intensiv ist, ist es von Vorteil, wenn Interessierte einen guten bis sehr guten Bachelorabschluss vorweisen können. Welche Abschlüsse können erlangt werden und welche Perspektiven eröffnen sich durch das Masterstudium? Jeck-Schlottmann: An der DHBW Mosbach schließt das Masterprogramm entweder mit dem Master of Engineering, dem Master of Science oder dem Master of Business Administration ab. Da die Weiterqualifizierung stets in Kooperation mit einem Unternehmen erfolgt, ist die Wahrscheinlichkeit auf einen langfristigen Arbeitsplatz mit entsprechender Verantwortung, auch in Führungsposition, sehr hoch. Die Masterarbeiten beschäftigen sich häufig mit einer aktuellen Problemstellung im Unternehmen, zu der auf wissenschaftlicher Basis eine Lösung erarbeitet wird. Die enge Bindung zwischen Dualem Partner und Absolvent wird so noch weiter gestärkt. Frau Professor Jeck-Schlottmann wir danken für dieses Gespräch.
- In den Räumen des Campus Heilbronn der DHBW Mosbach ist seit der Eröffnung des Bildungscampus die Ausstellung „Stille Zeitzeugen“ des Heilbronner Lichtbildners Bernhard J. Lattner zu sehen. Der Architekturhistoriker Joachim J. Hennze hat die Architekturfotos erklärend kommentiert und trägt mit Fakten und Zahlen dazu bei, die Bildauswahl historisch einzuordnen und dem Betrachter charakteristische Elemente des jeweiligen Baustils nahe zu bringen. Nach zwei Jahren intensiver Vorarbeit publizierte der Heilbronner Architekturfotograf Bernhard Lattner 2005 den ersten Band der Reihe - seitdem hat sich das Archiv um zahlreiche Werke erweitert. Die fotografische Entdeckungsreise von der baulichen Vergangenheit der Industriestadt am Neckar beginnt im Mittelalter mit dem Götzenturm und findet ihr – vorläufiges – Ende auf dem im Oktober 2011 eröffneten Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung. Auf etlichen neuen Blättern dokumentiert Lattner die tiefgreifenden Veränderungen, die das Stadtbild in den letzten Jahren geprägt haben: Man denke beispielsweise an den Umbau des ehemaligen Lagergebäudes Hagenbucher zum Science Center experimenta, die Stadtgalerie in unmittelbarer Nähe zum historischen Deutschhof oder den Neubau der Kunsthalle Vogelmann in der Allee, wo bis Ende 2010 ein dreigeschossiger Ausstellungskubus errichtet wurde. Auch das Gelände zwischen Mannheimer Straße, Schaeuffelenstraße und Dammstraße blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: 1898 entstand im Nordwesten der Altstadt ein Verwaltungsgebäude für die Papierfabrik Schaeuffelen. Später zog dort das Möbelhaus Fritsch ein, an dessen Stelle heute das Gebäude der DHBW steht. In unmittelbarer Nähe an der Kreuzung Schaeuffelen- und Mannheimer Straße entstand bereits 1994 ein viergeschossiger Verwaltungsbau, das sogenannte Hofkammergebäude. Heute ist es in die Gebäudegruppe des Bildungscampus integriert: Die Architekten Eckart Mauch und Martin Ritz aus dem Stuttgarter Büro Glück und Partner entwarfen vier kubische Gebäude mit Lichthöfen, die sie um einen zentralen begrünten Innenhof gruppierten. Der „Bildungscampus Heilbronn“ zeichnet sich durch seine überschaubare Grundfläche und raffinierte Flächenaufteilung aus. Das Forum als zentrales Gebäude des Campus ist der Treffpunkt für alle Studierenden und Mitarbeiter. Aula, Mensa und Bibliothek laden ein zum Gedankenaustausch, zum gemeinsamen Lernen und zum Dialog. Mit dem Forum öffnet sich der Bildungscampus auch den Menschen, Unternehmen und Organisationen der Stadt, der Region Heilbronn-Franken und weit darüber hinaus. Diese und viele andere Heilbronner Bauten hat Lattner festgehalten und neu entdeckt – auch Zeitgenossen, die mit wachen Augen durch ihre Stadt gehen, werden ungewohnte und überraschende Perspektiven erleben. Zur Finissage der Ausstellung am Donnerstag, 15. Dezember 2011 ab 18.30 Uhr ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Neben den Exponaten wird dort auch eine neu gestaltete Audiovisuelle Schau der Werke zu sehen und zu hören sein. Wir bitten um Anmeldung unter bastian@dhbw-mosbach.de
- Am 22. April ist Girls’ Day an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach: Schülerinnen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren sind dazu eingeladen in technische Studiengänge der DHBW Mosbach reinzuschnuppern. Die ProfessorInnen und LaboringenieurInnen haben sich dazu interessante Workshops einfallen lassen. Unter anderem können die Schülerinnen Experimente im Windkanal durchführen und erfahren, was Informatik mit Marienkäfern und Kleeblättern zu tun hat. Vor allem Spaß soll es machen, wenn sich die Mädchen in den technischen Studiengängen versuchen. Wer mag, kann sich außerdem den Hochschulcampus zeigen lassen und Infos über das Studienangebot einholen. Wer am Girls’ Day teilnehmen möchte, muss sich vorher unter girlsday@dhbw-mosbach.de anmelden. Der Girls' Day ist speziell dafür eingerichtet worden, um Mädchen für technische Berufe und Studiengänge zu begeistern und sie ihnen näher zu bringen. Obwohl Mädchen oft die besseren Schulabschlüsse und Noten haben, und durchaus Begabungen in Fächern wie Mathe und Technik aufweisen, ergreifen immer noch überproportional viele von ihnen einen „typisch weiblichen" Beruf und trauen sich nicht an männerdominierte technische Berufe ran. Je früher Mädchen aber damit beginnen, ihre Scheu vor der Technik zu verlieren und sich mit den vielfältigen Vorgängen auseinander zusetzen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer späteren entsprechenden Berufswahl.
- Arbeitskreis Wissenschaft der FDP-Landtagsfraktion zu Gast am Campus Bad Mergentheim Im Rahmen einer Informationsreise durch die Region Heilbronn-Franken machte der Arbeitskreis Wissenschaft und Forschung der FDP-Landtagsfraktion u.a. auch Station am Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Nach einer Begrüßung durch den Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim wurden im gegenseitigen Austausch zentrale Herausforderungen insbesondere für die Hochschullandschaft im ländlichen Raum erörtert. Die Zahlen sprechen für sich, Bad Mergentheim ist als Standort in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und erfreut sich bei den Studierenden einer anhaltenden Beliebtheit. Allerdings würde die Hochschule daher, insbesondere bezüglich Unterbringung und Personal, in zunehmendem Maße an ihre Belastungsgrenze gelangen, führten die Vertreter der Hochschulleitung den Politikern vor Augen. Wer möchte, dass sich unsere Wissenschaftslandschaft gerade auch hier im ländlichen Raum langfristig weiterentwickeln kann und sich somit die äußerst positiven Effekte auf die heimische Wirtschaft verstetigen, muss im Landeshaushalt hierfür auch die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen, waren sich Hochschulvertreter und FDP einig. Ein zentrales Standbein des Campus Bad Mergentheim bildet unter anderem dessen internationale Ausrichtung. "Diesen Ansatz wollen wir nicht zuletzt auch im Hinblick auf potentielle Studierende aus den Reihen der Flüchtlinge weiterhin verstärkt im Fokus behalten", führte der Campusleiter aus. Beeindruckt von der technischen Ausstattung und den vermittelten Lehrinhalten zeigte sich die FDP-Delegation bei einem anschließenden Rundgang mit Prof. Dr. Simon Möhringer durch die Laboratorien am Campus in der Kurstadt. In diesem Zusammenhang verwies Landtagsabgeordneter Dr. Bullinger zudem auf die in den kommenden Jahren zwingend notwendige verstärkte Anstrengung der Politik im Bereich der Digitalisierung.
- Zum 1. März 2009 wurde die Berufsakademie Baden-Württemberg in die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) umgewandelt und erlangte nun auch de jure Hochschulstatus. Das Land trägt damit der 30-jährigen Erfolgsgeschichte des baden-württembergischen Bildungsmodells Rechnung. Mit derzeit 23.409 Studierenden, rund 8.000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie über 90.000 Absolventen zählt die Berufsakademie bzw. Duale Hochschule Baden-Württemberg zu den größten Hochschulen des Landes. Die deutsche Hochschullandschaft ist mit der DHBW um eine neuartige, praxisintegrierende Hochschule reicher geworden. Bundesweit einmalig ist die Organisationsstruktur der Dualen Hochschule nach dem Vorbild des US-amerikanischen State-University-Systems. Hauptsitz mit Aufsichtsrat, Vorstand und Senat ist Stuttgart. Die acht Berufsakademie- bzw. jetzt DHBW-Standorte, so auch Mosbach mit Außenstelle Bad Mergentheim, behalten alle bisherigen Funktionseinheiten und Gremien, lediglich die Bezeichnungen wurden der Hochschulterminologie angeglichen. Studienangebote, Zuständigkeiten, Ansprechpartner und die enge Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft bestehen fort. Professor Reinhold Geilsdörfer, Rektor der DHBW Mosbach, ist überzeugt, dass die Hochschulumwandlung der ehemaligen Berufsakademie deutliche Imagegewinne und Wettbewerbsvorteile bringt. „Wir erwarten eine weitere Steigerung der Studienbewerberzahlen und der Bewerbungen auf ausgeschriebene Professorenstellen“, erläutert er. Zukünftig werde man auch Masterstudiengänge anbieten, die von Studieninteressenten und Partnerunternehmen bereits jetzt nachgefragt seien. Markenzeichen bleiben die Kooperation mit Partnerunternehmen und -institutionen sowie die dualen Studiengänge mit alternierenden Theorie- und Praxisphasen. Die Studierenden werden weiterhin durch die dualen Partner ausgewählt und benötigen einen Ausbildungsvertrag, um sich an der DHBW einschreiben zu können. Die Zulassung erfolgt standortspezifisch. Am Tag der Errichtung der Dualen Hochschule wurden die hauptberuflich tätigen Professorinnen und Professoren, Lehrbeauftragten, zugelassenen Studierenden und sonstigen Mitarbeiter/-innen der Berufsakademie Baden-Württemberg in die DHBW übernommen. Die Partnerunternehmen und -institutionen sind seitdem Mitglieder der Hochschule und können sich in den Organen und Gremien beteiligen. Damit gestalten sie die Studieninhalte im ständigen Dialog aktiv mit. Die Hochschulumwandlung bringt einige Neuerungen mit sich, wichtigste Punkte sind: Die Duale Hochschule verleiht national und international anerkannte akademische Grade und erhält den Auftrag, kooperative Forschungsprojekte zu realisieren. So wird die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und -institutionen zusätzlich vertieft und die Aktualität der wissenschaftlichen Lehre weiter verbessert. Professor Dr. Jürgen Kletti, Vorsitzender des Hochschulrates der DHBW Mosbach (ehemals Dualer Senat), betonte, wie wichtig für die Partner der Schritt zur offiziellen Hochschule sei: „Die Verleihung akademischer Grade am Ende des dualen Studiums ist aus Unternehmersicht sehr wichtig, denn die Wertigkeit der Ausbildung wird dadurch deutlich.“ Die Weiterentwicklung der Berufsakademie zieht für ihn auch ein weiteres Wachstum nach sich. Nicht nur in seiner Freude über die Aufwertung des Standorts Mosbach, sondern auch in seiner Sorge um dessen Zukunft ist Kletti sich mit Oberbürgermeister Michael Jann einig. „Der veröffentlichte Ministerratsbeschluss besagte, dass die Gründung einer neuen Außenstelle in Heilbronn nicht auf Kosten des Standorts Mosbach gehen dürfe. Ein Ausbau in Mosbach wurde ankündigt. Die nun bekannt gewordenen gegenteiligen Äußerungen verwundern uns sehr, “ erläutert Jann. Beide stimmen überein, dass die Hochschulumwandlung für die Profilierung der Bildungseinrichtung, aber auch der Stadt und der Region von großer Bedeutung sei. Am ersten Arbeitstag der Dualen Hochschule Baden-Württemberg wurden in einem symbolischen Akt die neuen, offiziellen Wegweiser eingeweiht. Die Zukunft der DHBW Mosbach sieht derzeit trotz Finanzkrise sehr positiv aus, denn die Anzahl der durch die Wirtschaft zur Verfügung gestellten Studienplätze ist 2009 noch einmal deutlich gestiegen und auch die Summe der bereits besetzten Plätze bricht alle Rekorde.
- Our international students from the University of North Florida had a guided tour in Bad Mergentheim and Würzburg in the beginning of the GLACIP-Semester. Please find below photos of the tours:
- DHBW auch in Zukunft starker Partner für Wirtschaft und Gesellschaft „Wissen sichert Zukunft“ – das ist die zentrale Zielsetzung von Prof. Arnold van Zyl PhD/University of Cape Town, der heute genau 100 Tage als Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Amt ist. Die DHBW stelle mit ihrer einzigartigen Struktur und ihrem besonderen Studienkonzept, das vor über vierzig Jahren von Unternehmen in Baden-Württemberg initiiert wurde, einen sehr zukunftsträchtigen Ansatz in der deutschen Hochschullandschaft dar, so van Zyl heute in Stuttgart. „Wissen sichert Zukunft. Die damit einhergehende Verantwortung für die nächste Generation und deren Befähigung für die Arbeitswelt sowie der Innovationsauftrag sind eine entscheidende Motivation für mich“, betonte Prof. van Zyl. Die DHBW nehme eine überaus bedeutende Rolle in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein. Wilfried Porth, Vorsitzender des Aufsichtsrates der DHBW sowie Vorstand Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG, hob ebenfalls die besondere Rolle der DHBW als starkem Partner der Wirtschaft hervor: „Damit Deutschland auch in Zukunft ein weltweit erfolgreicher Wirtschafsstandort bleibt, müssen wir nachhaltig in Bildung und Fachkräfteausbildung investieren. Hier leistet die DHBW seit Jahren einen wertvollen Beitrag: die große Praxisnähe und Verknüpfung mit theoretischen Studieninhalten ist einzigartig. Insbesondere bei aktuellen Themen wie Digitalisierung spielt der Wissens- und Technologietransfer eine entscheidende Rolle – nur so können wir unsere Innovationskraft stärken.“ Handlungsfelder für morgen Ein wesentliches Ziel wird es sein, die Berufsbefähigung, die so genannte Employability, der Absolventinnen und Absolventen weiter zu steigern. Hierbei steht eine Weiterentwicklung des DHBW-Absolventenprofils mit klar erkennbaren fachlichen, akademischen und gesellschaftlichen Fähigkeiten im Fokus. Im Mittelpunkt steht auch die weitere Profilbildung der einzelnen Studienakademien der DHBW. Mit ihren spezifischen und bedarfsorientierten Leistungen für die Dualen Partner vor Ort zeigen sie den besonderen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert und sind mit ihrem Wissens- und Technologietransfer wichtige regionale Impulsgeber, die von großer Bedeutung für die Innovationskraft des Landes sind. Die weitere Stärkung des State University Systems mit den neun Studienakademien, drei Campus und dem Präsidium stellt ebenfalls ein essenzielles Zukunftsfeld für den neuen Präsidenten dar. Auch die konsequente Weiterentwicklung der berufsintegrierenden Master-Studienangebote der DHBW ist hiermit eng verknüpft und orientiert sich vor allem an den spezifischen Bildungs- und Wissensbedürfnissen der Dualen Partner in den verschiedenen Regionen. Der Forschungsbereich soll weiter gestärkt werden, nicht zuletzt, um der Aufgabe als Wissenspartner der Dualen Partner noch mehr gerecht zu werden. Umso erfreulicher ist es, dass im Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg und der CDU Baden-Württemberg 2016 - 2021 der Ausbau der Forschungsaktivitäten festgehalten ist. Auch die Internationalisierung gilt es weiter voranzutreiben. Vorreiterrolle bei der Akademisierung von Gesundheitsfachberufen Die DHBW ist seit 2011 Pionier bei der Konzeption und Entwicklung von Gesundheitsstudiengängen und bietet bereits heute die Hälfte aller Studienplätze in Baden-Württemberg in diesem Bereich an. Hervorzuheben ist hier die Gründung des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaften für Pflege in Stuttgart. Derzeit wird zudem der erste Studiengang für Hebammen in Baden-Württemberg überhaupt entwickelt. Auch ein Master-Studiengang für Gesundheitsfachberufe befindet sich im Aufbau. Aktuell konnte bei einer Ausschreibung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ein großer Erfolg erzielt werden, indem die Kapazität um weitere 210 Studienplätze im Gesundheitsbereich erweitert werden konnte. Intersectoral School of Governance Laut Koalitionsvertrag wollen das Land Baden-Württemberg, der Arbeitgeberverband Südwestmetall, die Robert-Bosch-Stiftung, die Dieter Schwarz Stiftung und weitere Partner in Zusammenarbeit mit der DHBW eine Intersectoral School of Governance einführen. Sie soll ein einzigartiges Ausbildungsangebot schaffen und zugleich eine Vernetzungsplattform für Führungskräfte aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sein. Aktuelle Herausforderungen Durch den Hochschulfinanzierungsvertrag 2015 - 2020 wurden spürbare Verbesserungen erzielt. Um Zukunftsfelder erfolgreich angehen und notwendige Weiterentwicklungen und Verbesserungen bei Lehre, Forschung und Innovation durchführen zu können, sind im Interesse der Studierenden und der 9.000 mit der DHBW kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen jedoch dringend weitere finanzielle Ressourcen erforderlich. Es ist sehr positiv, dass im Koalitionsvertrag das überproportionale Wachstum der DHBW konstatiert wird und die Landesregierung eine nachhaltige Finanzierung der aufgebauten Studienplätze erreichen möchte.
- Zu einem „Ort der Begegnung“, weihnachtlicher Vorfreude und Ausgangspunkt einer musikalischen Traumreise avancierte am zweiten Adventssonntag das Gebäude der DHBW Mosbach auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Mit dem dritten Adventskonzert der Konzertviolinistin Ana-Maria Lungu und dem Pianisten Christoph Weinhart begründete der junge Campus eine erste musikalische Tradition. Getaucht in weiches Licht und sanfte sehnsuchtsvolle Töne, strahlte das Foyer in festlichem Glanz. Campusleiterin Prof. Dr. Nicole Graf eröffnete den Abend und begrüßte die Vertreter der Stadt, insbesondere den Ersten Bürgermeister der Stadt Heilbronn, Martin Diepgen, Firmenpartner, Freunde und Gäste. „Es ist ein besonderes Anliegen, unsere Räume mit Kunst und Kultur zu füllen, jungen Künstlern ein Podium zu geben und auch über das Studentenleben hinaus den DHBW-Campus zu einem ‚Ort der Begegnung‘ wachsen zu lassen.“ Guy Ramon, Mitglied des Kunstbeirats der CDU Baden-Württemberg und gefeierter Bass-Bariton, merkte in seiner Laudatio an, dass es wundervoll sei, mit welcher Selbstverständlichkeit Kultur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gefördert werde. Die Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Kulturvereins Schloss Assumstadt Ana-Maria Lungu griff zum Instrument und eröffnete in einer perlenfunkelnden meergrünen Satinrobe mit „ein wenig Temperament“ das Konzert. „Hora de Concert“ – das erste Stück – stand am Beginn einer Auswahl von Werken rumänischer Künstler. Darunter befanden sich zwei Werke, die von ihrem Vater und Mentor Ioan Lungu komponiert wurden. „Mondschein“ entstand nach einer Konzertheimfahrt bis in die Morgenstunden im hauseigenen Studio, inspiriert von einem ungewöhnlich perfekten und hellen Mond am Nachthimmel. Ioan Lungus „Träumerei“ bildete den gefühlvollen Abschluss des Konzerts. Mit der Musik kehrte Lungu immer wieder zurück zu ihren Wurzeln und ließ die über 100 Konzertbesucher an ihrer Familiengeschichte teilhaben: Zur „Balada“ von Ciprian Porumbescu lernten sich ihre Eltern kennen, den Tango „Adiós Nonino“ widmete sie – wie auch der argentinische Komponist Astor Piazzolla vor fast 60 Jahren – dem Vater als Dank für seine Musik. Das Publikum mochte ungern aufwachen aus diesem Traum, unsanft geweckt wie Gabriel Fauré in seiner Vertonung der italienischen Dichtung „Après un rêve“ und wünschte sich, weiter in Traumbildern zu verweilen. Dem stürmischen Applaus folgte eine weihnachtliche Zugabe: das jazzige Gitarrenstück „Over there for Christmas“ des Künstlers Barry Malloney, arrangiert für Geige und Klavier. Im Anschluss an das Konzert präsentierte Ana-Maria Lungu ihre erste eigene CD „Amy“, die wie auch das Konzert einen Bogen schlägt zwischen rumänischer Folklore und moderner Klassik.
- DHBW Mosbach lädt Schüler ein Berge von theoretischem Wissen oder doch direkt in den Beruf einsteigen? Viele Schülerinnen und Schüler sind nach dem Abi unentschlossen, wie es weitergehen soll. Die DHBW Mosbach bietet für junge Menschen vom 17. bis 20. Mai verschiedene Vorlesungen aus Wirtschaft und Technik zum Schnuppern an, um das duale Studium vorzustellen. Wer weder auf Theorie noch auf Praxis verzichten möchte, bekommt an der DHBW Mosbach beides: Dreimonatige Phasen im Unternehmen und in der Hochschule wechseln sich ab, Theorie und Praxis greifen ineinander. Das bereitet bestmöglich auf den Beruf vor. In den Pfingstferien vom 17. bis 20. Mai besteht die Möglichkeit, an die zwei Campus nach Mosbach und Bad Mergentheim zu kommen. Die Teilnehmer wählen zwischen Themen wie Marketing, Konstruktionslehre, Fertigungstechnik, Corporate Management oder Elektrotechnik. Zusätzlich erhalten sie einen Einblick in den Hochschulstandort, können sich bei Einzelterminen beraten lassen und erste Kontakte knüpfen. Alle Termine sind im Internet zu finden. Hier geht es zur Anmeldung.