- Die Konzeption des Studienangebotes erfolgte im September 2006 von einer Arbeitsgruppe von interessierten Personen aus der SHK-Branche und wurde anschließend mit dem Verband der Deutschen Sanitärwirtschaft (VDS) abgestimmt. Nach der Auflegung eines Erweiterungsprogrammes für die baden-württembergischen Hochschulen wurde für das Studienangebot im November 2006 mit dem Marketing bei potenziellen Ausbildungsunternehmen der Sanitärbranche begonnen. Im März 2007 wurden dann auf der ISH auch zusätzlich noch Unternehmen der Heizungs- und Klimatechnik-Branche angesprochen. Ab dem Sommer 2007 wurden auch erste Unternehmen aus dem Bereich der Baumärkte und von Baustoffherstellern angesprochen. Im März 2007 fand auch die erste Arbeitskreissitzung von interessierten Unternehmen an der DHBW Mosbach statt. Es waren insgesamt 18 Teilnehmer anwesend, die sehr positiv von der DHBW Mosbach und dem Konzept beeindruckt waren. Die Unternehmen machten sich dann auf die Suche nach Studierenden, was aber nicht in allen Fällen durch die Kurzfristigkeit von Erfolg gekrönt war. Dies führte zur Einrichtung eines Bewerberservices auf der Homepage um zukünftig solche Probleme zu vermeiden. Nichtsdestotrotz konnte der Studienganges zum 01.10.2007 mit 8 Studierenden aus allen drei Vertriebsstufen (eine Studierende eines Herstellerunternehmens, 6 Studierende aus dem Handelsbereich (Sanitär, Handwerkerbedarf und Baumarkt) sowie eines Studierenden aus dem Bereich Handwerk / Dienstleistung) gestartet werden. Die Studierenden haben die grundlegenden Lehrveranstaltungen zusammen mit Studierenden der Holz-BWL (Holzhandel), während die Profilfächer zu Vertriebs- und Kooperationsmanagement eigenständig unterrichtet werden für die kleine Studierendengruppe. Für den Studienjahrgang 2008 gibt es eine sehr hohe Zahl von Reservierungen von Studienplätzen durch die Unternehmen, so dass die Entscheidung gefällt wurde in 2008 einen eigenständigen, zusätzlichen Kurs zu eröffnen.
- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach arbeitet neben dem Stamm von hauptamtlichen Mitarbeitern und Professoren sehr intensiv mit nebenberuflichen Dozentenstamm, auch um flexibel neue Studienangebote anbieten zu können. Von daher werden für das Profilangebot Vertriebs- und Kooperationsmanagement sehr stark Dozenten aus der Praxis und der SHK-/Baubranche eingesetzt. Für die beiden ersten Semester wurden die folgenden Dozenten gewonnen: Handwerk und sein Rechtsrahmen (1. Semester) Herr Dipl.-Betriebswirt Toni Gmyrek - Geschäftsführer Handwerkkammer Heilbronn-Franken, Heilbronn ( www.hwk-heilbronn.de ) Handwerk in der Praxis (1. Semester) Herr Dipl.-Betriebswirt Erich Bechtold - Geschäftsführer Badnet, Mosbach in Kooperation mit dem Zusammenschluß Handwerker24.de ( www.badnet.de , www.hand-werker24.de ) Logistikplanspiel (1. Semester) Herr Prof. Dr. Alexander Neumann - Professor der DHBW Mosbach Lebensgestaltung als Basis der Lebensraumgestaltung - Kundengruppen (2. Semester) Herr Rechtsanwalt Jens J. Wischmann - Geschäftsführer Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS), Bonn ( www.vds.de ) Lebensraumgestaltung - Design und Gestaltung (2. Semester) Herr Dipl.-Industriedesigner Carl-W. Engelmann- Leiter Entwicklung und Design, DUSCHOLUX GmbH, Schriesheim ( www.duscholux.de )
- Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Handwerk und sein rechtlicher Rahmen" hat Herr Gymrek für die Studierenden des 1. Jahrganges des Studienangebotes Vertriebs- und Kooperationsmanagement auch eine Exkursion organisiert, die am 23.11. stattfand. Diese führte zur Heizungs-Schmidt-Gruppe Möckmühl ( www.heizungs-schmidt.de ), einer sehr innovativen Handwerksunternehmensgruppe mit insgesamt 170 Mitarbeiter verteilt über mehrere Standorte in ganz Deutschland. Dort erhielten die Studierenden einen umfassenden Eindruck in die Tätigkeitsbereiche der Heizungs-Schmidt-Gruppe, die Kunden, die Organisation der Abwicklung, die Lieferanten und Partner. Ausgehend von der Unternehmensphilosophie "anders als andere" wurde vom Geschäftsführer Stefan Schmidt sehr anschaulich aufgezeigt, wodurch man sich am Markt differenziert. Dies ist die Mitarbeiterqualifikation und besonders die straffe interne Organisation, bei der man sehr früh auf die EDV gesetzt hat. Es ist weiter der faire und humanzentrierte Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Man erwartet aber gleichzeitig von den Partnern und Mitarbeitern Leistung, damit man diese auch den Kunden bieten kann. Hier wurde im Hinblick auf die Mitarbeiter sehr detailliert auf die Zeiterfassungs- und Entlohnungssystematik eingegangen. Die Studierenden erhielten vielfältige und höchst interessante Einblicke, teilweise auch in die Bewertung Ihrer Unternehmen als Lieferanten von dem Unternehmen. Vielen herzlichen Dank Herr Schmidt für diese tolle Exkursion im Namen aller Studierenden !!!!
- Im Rahmen des Logistik-Planspieles lernen die Studierenden (hier im Bild die Studierenden des Jahrganges 2008) die gesamte Wertschöpfungskette und ihr Zusammenwirken spielerisch kennen. Es müssen zwei verschiedene Produkte aus Legosteinen erstellt und vertrieben werden, die teilweise auch beim Kunden installiert werden müssen. Dabei besteht die Wertschöpfungskette aus einem Lieferanten, der die Legosteine anliefert, einem Hersteller mit einer Wareneingangsprüfung und Beschaffung, einer Vormontage, einer Endmontage, einem Werkslager und einer Werksdisposition, einem Händler, der eine eigene Vertriebsdisposition, ein Auslieferlager und eine Disposition der Handwerker besitzt Kunden, die entsprechende Aufträge an die Wertschöpfungskette vergeben. Ziel ist es eine optimale Leistung in der Wertschöpfungskette zu erbringen und dabei die Wechselwirkungen zu erkennen. Auf Basis einer ersten Spielrunde müssen die Studierenden dann Verbesserungen für die Wertschöpfungskette erarbeiten und können dann die Auswirkungen von Veränderungen in einer zweiten Spielrunde erleben. Über die Messung zentraler Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators - KPI´s) werden die Verbesserungen greifbar.
- Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Handwerk in der Praxis", durchgeführt von Herrn Bechtold, erarbeiten die Studierenden zwei Ausarbeitungen. Die erste Ausarbeitung zielt ab sich in den Kunden und dessen Erwartungen an das Handwerk hinein zu versetzen. Die zweite Ausarbeitung erfolgt auf Basis einer Beobachtung eines Handwerkers während eines gesamten Tagesablaufes um die Schwierigkeiten und Hindernisse eines Handwerkers, aber auch die vorhandenen Potentiale der Optimierung zu erkennen. Darüber erhalten die Handwerker Hinweise und eine Reflektion über ihre eigene Tätigkeit. Die Studierenden durften dankenswerterweise bei den Unternehmen Spohn (Stuckateurbetrieb), Steinwerk Fehr (Natursteine und Fliesen), Bergmann Raumkonzepte (Sanitärbetrieb) und Elektro-Betzwieser (Elektrobetrieb) Einblick nehmen und Mitarbeiter bei deren Arbeit begleiten. Es entstanden auf Basis der Ausarbeitungen für die Unternehmen zum Teil sehr interessante Erkenntnisse durch die Analyse der Studierenden. Die Ergebnisse werden den Unternehmen noch im Laufe des Semesters dargestellt. Passende Handwerksunternehmen, die im nächsten Jahr teilnehmen wollen, können sich gerne bei der Studiengangsleitung melden.
- Als Zusatzveranstaltung erhielten die Studierenden des Studienangebotes Vertriebs- und Kooperationsmanagement einen Einblick in das Virtual Reality Center der DHBW Mosbach. Dort können bestehende CAD-Abbildungen so gezeigt werden, dass man sich über eine 3D-Brille beim Anblick so fühlt, als ob man im echten Raum wäre und man erhält ein sehr viel wirklichkeitsgetreueres Abbild als bei einer klassischen 3D-Darstellung am Bildschirm. Bisher wird diese Technologie im Rahmen der Entwicklung neuer Produkte eingesetzt. Diese wird aber mit den Kostensenkungen der Technologie in Zukunft auch für die Vermarktung, gerade im gehobenen Preissegment sicherlich eingesetzt werden. Durch die Vorführung erhielten die Studierenden anschaulich demonstriert wie diese Technologie funktioniert und welche Möglichkeiten sich hier auftun. Vielen herzlichen Dank unserem Laboringenieur Herrn Dipl.-Ing. (BA) Wolfgang Knapp für die plastische Vorführung mit einem Flug durch den Petersdom und die anschließende Diskussion.
- Als Ergänzung zu den Lehrveranstaltungen "Produktion" und "Lebensraumgestaltung" des zweiten Semesters fand am 23.04. eine Exkursion zu den recht nahe beieinander liegenden und auch sehr intensiv zusammenarbeitenden Unternehmen Duravit AG ( www.duravit.de ) und hansgrohe AG ( www.hansgrohe.de ) statt. In beiden Fällen wurde auf der einen Seite die jeweilige Produktausstellung bzw. das zugehörige Museum besucht, welche einen sehr schönen Überblick über die Gestaltung und die Einbindung der Produkte in den Kontext gaben und zeigten, was heute vom Design her vorhanden ist. Die Studierenden konnten hier auch erfühlen, was die Lehrveranstaltung "Lebensraumgestaltung" die beiden Tage vorher nur mit Bildern vermittelt hatte. Dazu kam in beiden Fällen ein Besuch der jeweiligen lokalen Produktionsstätte, die den Studierenden einen intensiveren Zugang zu den verschiedenen Produktionstechnologien, Formen der Produktionsorganisation und Automatisierungsstufen ermöglichte. Bei Duravit stand die Keramikproduktion mit einem Naturstoff, der im Rahmen des Verarbeitungsprozesses arbeitet, sich um cirka 11% zusammenzieht und auch verzieht im Vordergrund, geprägt durch die Herstellung von vergänglichen, nur 80 Mal nutzbaren Gipsformen, deren Befüllung, teilweise automatisiert, dem Aushärten und Entformen, sowie der vielfältigen manuellen Handarbeit in den folgenden Schritten bis hin zur Glasierung, dem Brennen und der Beschriftung. Bei hansgrohe gab es einen vollkommen andersartigen Gießprozess mit der Herstellung der Messing-Armaturenrohlinge zu sehen, die sehr stark automatisierte maschinelle Bearbeitung, das Polieren mit Robotern aber auch noch sehr stark von Mitarbeiterhand, verschiedene Beschichtungsverfahren mit dem klassischen Galvanisieren, aber auch neueren eher physikalischen Verfahren sowie die Endmontage, teilweise hoch automatisiert, teils recht klassische Montage in Teams. Die Studierenden erhielten vielfältigste Eindrücke an diesem Tag und danken Herrn Bantle von Duravit und Frau Baumann von hansgrohe als den entsprechenden Ansprechpartnern für die betriebswirtschaftliche Ausbildung in beiden Unternehmen für die tolle Organisation dieser Exkursion in den landschaftlichen schönen Schwarzwald.
- Als weitere Ergänzung zu der Lehrveranstaltung "Lebensraumgestaltung" des zweiten Semesters fand am 28.04. eine Exkursion zu dem der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach direkt gegenüberliegenden Architektenbüro Dorbath und Partner ( www.architekten-dorbath.de ) statt. Dort erhielten die Studierenden einen Einblick in die Arbeitsweise eines sehr breit aufgestellten Architektenbüros, welches seit vielen Jahrzehnten am Markt, eine Vielzahl von Bauten, sowohl für den Bereich der öffentlichen Auftraggeber, im Industrie- und Verwaltungsbau sowie im Segment privater Eigenheime abgewickelt hat. Dabei folgte eine praktische Vorführung von Projektplanungen, deren Erarbeitung und deren Ergebnisse am CAD-System sowie eine Präsentation zu den weiteren Tätigkeitsbereichen (aufgezeigt mit Bezug zur Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) und den rechtlichen Rahmenbedingungen (Landesbauordnung mit ihren verschiedenen Teilen sowie zum Planungsrecht). Es wurde anschaulich die Rolle des Architekten zwischen dem Bauherrn, den anderen Sachverständigen, den Bauunternehmen und den Herstellern / den Händlern von Baustoffen und Einrichtungsgegenständen dargestellt und beleuchtet. Damit konnten die Studierenden einen weiteren wichtigen "Handelnden" im Bereich der Bauwirtschaft persönlich näher kennen und verstehen lernen. Herrn Keller und Herrn Bernhard vom Architektenbüro Dorbath und Partner danken wir dafür recht herzlich !!!
- Zum 01.10.2008 begann erstmals ein eigener Kurs mit insgesamt 29 Studierenden im Schwerpunkt BWL-Vertriebs- und Kooperationsmanagement , nachdem im Jahr 2007 noch nur 8 Studierende in diesem damals absolut neuen Studienangebot für die SHK-/Baubranche ihr Studium begonnen hatten. Die im Kurs vertretenen Unternehmen sind: Adolf Würth, Baywa, Bembe Parkettfabrik, Bieber und Marburg, Bosch Thermotechnik, Duravit, Fischer J.W. Zander, Geberit, Grohe, Hansgrohe, Hansa Metallwerke, HolzLand, Herrlinger, HS-C. Hempelmann, Kampmann, Konrad Kleiner, Richter und Frenzel, Saint-Gobain Building Distribution, Theo Förch Damit erhöhte sich 2008 die Anzahl der gemeinsam gemanagten Handelskurse an der DHBW Mosbach erstmals auf 5, alle mit um die 30 Studierenden. Ziel ist es auch in 2009 wieder einen bauorientierten Kurs Vertriebs- und Kooperationsmanagement und die Zahl von 5 Handelskursen zu erreichen. Die Studienplätze anbietenden Unternehmen finden Sie unter der Rubrik Firmen . Im Bild zu sehen sind die Studierenden am zweiten Studientag vor Ihren Ausarbeitungen des ersten Studientages zur Einführung in das Logistikplanspiel und während des Logistikplanspieles zum spielerischen Kennenlernen der Abwicklungskette Zulieferer - Hersteller - Handelsunternehmen - Installateur - Kunde mit Legosteinen. Dabei wurden die Probleme nicht abgestimmter Entscheidungen mit einem Auf- und Abschaukeln der Bestände in der Kette und schlechter Liefertreue (cirka 42%) aus Sicht des Kunden sehr deutlich. Nach verschiedenen Optimierungen lief das Spiel dann aber viel besser und 100% Liefertreue wurde bei einem guten Miteinander erreicht.
- Die im Jahr 2007 / 2008 im Profilfach eingesetzten Dozenten wurden von den Studierenden des 1. Jahrganges hoch gelobt und stehen dankenswerter Weise auch im Jahr 2008/2009 wieder zur Verfügung. Dazu kommt, bedingt durch die erstmals eigenständige Studentengruppe, für dieses Jahr eine Vielzahl von neuen Dozenten für das 1. Studienjahr und für die Vertiefung im 2. Studienjahr, von denen hier eine Auswahl kurz vorgestellt wird: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Handelsbetriebslehre (1. Semester) Herr Diplom-Betriebswirt (BA), Master of Business Administration (MBA) Franz Wilhelm Seegerer - früher Geschäftsführer in der SHK-Branche, selbständiger Berater, Teilhaber bei der Eisen-Fischer Gruppe in Nörlingen, Crailsheim. Marketing (2. Semester) Frau Birgit Volesky (geb. Hassmann), Beraterin im Bereich der SHK-/ Baubranche, Familienunternehmen Hassmann KG und Hassmann Consulting ( www.hassmann-consulting.com ) Dienstleistungs und Produktion, Lagerwirtschaft, Warenwirtschaft, Handelslogistik (1./2. Semester) Herr Prof. Dr. Alexander Neumann - Professor der DHBW Mosbach Volkswirtschaftslehre (1./2. Semester) Herr Prof. Dr. Johannes Schmidt - Professor der DHBW Mosbach, Träger des Landeslehrpreises Baden-Württemberg im Jahr 2007 Technische Grundlagen für Baubereich (3. Semester) Herr Dipl.-Ing. Rico Spohn - Geschäftsführer / Mitinhaber Elektro-Spohn, Mosbach ( www.spohn-mosbach.de ) Herr Dipl.-Ing. Jürgen Walz - Geschäftsführer / Mitinhaber Ingenieurbüro Wulle Lichti Walz ( www.wulle-lichti-walz.de ) Herr Dipl.-Ing. Thorsten Heiß - Bauingenieur, Statiker Baurecht (4. Semester) Herr Dr. Christian Freitag - Rechtsanwalt für Baurecht, Ludwigsburg ( www.anwalt.de/dr-freitag ). Angebotswesen im Baubereich (4. Semester) Herr Ulrich Bergmann, Geschäftsführer Sanitär Bergmann GmbH, und Herr Erich Bechtold, Geschäftsführer badnet GmbH, Mosbach. Herr Dipl.-Ing. Arnulf Bernhard, Partner Architekturbüro Dorbath und Partner, Mosbach ( www.architekten-dorbath.de ).