- DHBW-Studienarbeit auf internationaler Konferenz ausgezeichnet Seit 40 Jahren brechen die viralen hämorrhagischen Fieber Ebola und Lassafieber immer wieder aus. Hochansteckend und mit einem schweren Krankheitsverlauf sind sie bis heute eine ernstzunehmende Bedrohung für die für die Gesundheit des Menschen. Die Ergebnisse einer Studienarbeit der Angewandten Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach wurden nun auf der ICACTE 2018 mit dem Best Presentation Award ausgezeichnet. „Das Ausmaß der Bedrohung durch virale hämorrhagische Fieber entsteht unter anderem dadurch, dass es an technischer Ausrüstung für die effiziente und effektive Erkennung und Identifikation des verursachenden Virus fehlt“, erklärt Nikolai Steur, Informatik-Student im 6. Semester an der DHBW Mosbach. Sein wissenschaftlicher Artikel „Classification of Viral Hemorrhagic Fever focusing Ebola and Lassa Fever using Neural Networks“ adressiert diese Problematik. Nikolai Steur publizierte seine Ergebnisse auf der renommierten 11th International Conference on Advanced Computer Theory and Engineering (ICACTE 2018) in Hanoi und erzielte damit den Best Presentation Award in der Session II – Computer Science and Information Technology. Erweiterung der bewährten Methode Nikolai Steur konzipierte und implementierte in seiner Studienarbeit eine leistungsfähige Software-Architektur, um Viren auf elektronenmikroskopischen Aufnahmen automatisch zu klassifizieren. Damit erweiterte er die bewährte, aber kosten- und zeitintensive Methode der Gewebekultivierung mit anschließender Pathogenklassifizierung unter Verwendung von Elektronenmikroskopie. Die Lösung basiert auf dem Zusammenspiel der Module Multiple Segmentierung, Dimensionalitätsreduktion und Klassifikation. „Die Leistungsfähigkeit der Software-Architektur für die automatische Virenklassifikation wurde anhand von authentischen elektronenmikroskopischen Aufnahmen des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) von infiziertem Gewebe mit Virionen von sowohl Ebola als auch Lassafieber nachgewiesen“, erklärt der wissenschaftliche Betreuer der Arbeit, Dr. Carsten Müller. Die wesentlichen Vorteile dieser Lösung für die Bekämpfung von hämorrhagischem Fieber: Die Bildsegmente werden automatisch klassifiziert und potentielle virale Infektionen mit Ebola oder Lassa hervorgehoben. Die manuelle Virusklassifikation wird intelligent unterstützt und signifikant beschleunigt. Die Module der leistungsfähigen Software-Architektur Im Detail funktioniert die Software-Architektur folgendermaßen: Die Multiple Segmentierung zerlegt das Eingabebild – eine elektronenmikroskopische Aufnahme von Gewebeproben – in eine Vielzahl von individuellen Bildsegmenten. Durch diese innovative Technologie ist es möglich, die relevanten Bildobjekte aus diversen Perspektiven zu analysieren und die Viren zu klassifizieren. Die Multiple Segmentierung ist nebenläufig klassifiziert, wodurch die Geschwindigkeit der Verarbeitung gesteigert wird. Die erste Dimensionalitätsreduktion findet bereits mithilfe der Multiplen Segmentierung statt, indem das Gesamtproblem der Bildklassifikation auf kleinere Probleme (Bildsegmente) der gleichen Problemklasse zurückgeführt wird. Die zweite Dimensionalitätsreduktion wird durch eine leistungsfähige Präprozessor-Filterkette herbeigeführt. Die Präprozessor-Filterkette besteht aus bildverarbeitenden Filtern, die die Eingangsdaten mit möglichst minimalem Informationsverlust auf nur noch zehn Prozent der Originalgröße reduzieren. Für die Berechnung verwendet Nikolai Steur hochgradig leistungsfähige neuronale Netze, die sich an der Anatomie des menschlichen Gehirns für die Entscheidungsfindung orientieren. „Es trifft den Zeitgeist, neuronale Netze auch für die Virenklassifikation einzusetzen“, erklärt Nikolai Steur. Um die Datenmenge auf ein Niveau zu reduzieren, das die Rechner schnell und mit guter Erkennungsrate verarbeiten können, werden die Bilddaten mit den vorgenannten intelligenten Technologien vorgefiltert und komprimiert. „Forschungsfragen rund um die künstliche Intelligenz stehen im Fokus in unserem neuen Swarm Lab “, so Studiengangsleiter Informatik Prof. Dr. Alexander Auch. „Die Natur ist ein hervorragendes Vorbild nicht nur für schwarmbasiertes Verhalten von kollaborativen Robotereinheiten, sondern auch für Informationsfilter und -verarbeitung wie hier beim Einsatz von neuronalen Netzen.“ Die International Conference on Advanced Computer Theory and Engineering Die 11th International Conference on Advanced Computer Theory and Engineering (ICACTE 2018) ist eine international renommierte Konferenz, auf der aktuelle Forschungsresultate aus dem Bereich der Informatik präsentiert und diskutiert werden. Die ICACTE 2018 fand vom 28. bis zum 30. September 2018 in Hanoi, Vietnam, statt. Zu der Konferenz wurden weltweit anerkannte Wissenschaftler geladen, welche mit der Vorstellung ihrer neusten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung die ICACTE 2018 eröffneten. Danach wurde die Konferenz mit den Präsentationen zu den eingereichten wissenschaftlichen Artikeln fortgesetzt. Die Präsentationen wurden in die zwei Sessions „Deep Learning and Data Analysis“ sowie „Computer Science and Information Technology“ unterteilt. Die Jury verleiht je Session den „Best Presentation Award“ an einen Wissenschafter für die beste wissenschaftliche Leistung und Präsentation. In beiden Sessions wurde ein DHBW-Student ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr über das Engagement und die hervorragende Leistung der Studierenden. Auch zukünftig wird die DHBW mit wissenschaftlichen Publikationen – basierend auf Studienarbeiten – auf international renommierten Konferenzen teilnehmen“, erklärten Auch und Müller.
- Neue Stiftungsprofessur am DHBW-Campus Bad Mergentheim Der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach ist um eine Stiftungsprofessur und bald einen Studienschwerpunkt reicher: Zusammen mit den Stiftern entsteht dort im Wirtschaftsingenieurwesen das Studienangebot Service Engineering. Darunter versteht man die systematische Entwicklung von industriellen Dienstleistungen. Durch den neuen Schwerpunkt erhalten die Studierenden ein modernes Ingenieurstudium, das über die Vermittlung rein technischer Inhalte hinausgeht. „Durch Digitalisierung und Industrie 4.0 kommt es zu einem gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft“, erklärt Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim. Für die zukunftsorientierte Lehre und angewandte Forschung in diesem Bereich hat die DHBW Mosbach bereits das interdisziplinäre Kompetenzzentrum „Fertigungs- und Informationsmanagement“ mit Living Lab und Virtueller Fabrik etabliert, das als einer von „100 Orten für Industrie 4.0“ in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde. Viele der Dualen Partner haben erkannt, dass in der Gestaltung und Marktpositionierung neuer Dienstleistungen ein hohes Potenzial liege, so Kim. Deshalb sei es ein gemeinsames Anliegen von Hochschule und Unternehmen der Region, dieses Thema auch in der Qualifizierung zukünftiger Mitarbeiter voranzutreiben. Mit WITTENSTEIN SE und VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG hat der Standort nun zwei Stifter an seiner Seite, die den Campus Bad Mergentheim durch die Stiftungsprofessur über 10 Jahre fördern. „Der Dienstleistungsaspekt wird auch in unserem Marktumfeld immer bedeutsamer. Frühzeitig auf diese Entwicklung zu reagieren bedeutet für uns, frühzeitig Chancen wahrzunehmen – und genau das tun wir mit der Stiftungsprofessur", erklärt Philipp Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung bei VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken. Dr. Ing. Anna-Katharina Wittenstein, Vorstandssprecherin der WITTENSTEIN SE, ergänzt: „Der Campus Bad Mergentheim und WITTENSTEIN sind gemeinsam den nächsten Schritt einer engen Kooperation eingegangen, die eine lange Tradition hat. Mit dem neuen Studienangebot Service Engineering wird exakt der Puls der Zeit getroffen: Zukünftigen Ingenieuren werden im Zukunftsfeld der Industrie 4.0 eine ausgezeichnete Ausbildung und langfristige berufliche Perspektiven in der Industrie geboten, um unsere Region nachhaltig personell und inhaltlich zu fördern.“ Digitalisierung in nahezu allen Wertschöpfungsstufen Service Engineering wird im Wirtschaftsingenieurwesen angesiedelt und damit technische und kaufmännische Bereiche abdecken. Während am Campus Mosbach der Fokus des Studiengangs auf technischen Aspekten der Digitalisierung und betrieblichen Prozessen liegt, greift das Service Engineering die Aspekte der Dienstleistungen heraus. Damit ergänzt es das bisherige Studienangebot um einen wesentlichen Punkt der Wertschöpfungskette und schärft das Profil der gesamten DHBW Mosbach im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0, erklärt der Campusleiter. Die Spezialisierung im neuen Schwerpunkt erfolgt über Module mit besonderem Bezug zu industriellen Dienstleistungen: von der Entwicklung und Simulation über die Informationstechnik bis hin zu Marketing und Qualitätsmanagement von Dienstleistungen. „Die angehenden Ingenieure können danach Service-Entwicklungskonzepte, Geschäftsmodelle und Markteinführungsstrategien, aber auch Simulationssoftware, Tools zum Beschwerdemanagement oder für Standardisierungsprozesse im digitalen Umfeld und speziell für den industriellen Bereich entwickeln und umsetzen“, so Kim. Zielgruppe für das neue duale Studienangebot sind die klassischen Maschinen- und Anlagenbauer und Produktionsunternehmen sowie Anbieter technischer Dienstleistungen, Ingenieurbüros und IT-Dienstleister, die im Zuge der Digitalisierung in nahezu allen Wertschöpfungsstufen auch die Entwicklung und Umsetzung von neuen Dienstleistungen berücksichtigen können bzw. müssen. Campusleiter Kim plant, idealerweise im Oktober 2018 die ersten Studierenden für den neuen Schwerpunkt Service Engineering in Bad Mergentheim begrüßen zu können. Interessierte Duale Partner können sich auf der Webseite weiter informieren: www.mosbach.dhbw.de/service-engineering
- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach ist die „Hochschule der Unternehmen“: Sie ist Dienstleister für Aus- und Weiterbildung, über die Studierenden Problemlöser und bietet unternehmens- und branchenorientierte angewandte Forschung. Dies gilt allgemein, aber auch besonders für bestimmte Branchen, auf die sich die einzelnen Standorte der DHBW ausrichten. Für den Standort Mosbach ist die Ausrichtung auf die Bauwirtschaft charakteristisch mit dem Bauingenieurwesen und der Holztechnik und in der Betriebswirtschaftslehre dem Branchenhandel Bau, Haustechnik, Elektro und der Holzwirtschaft. Der Studiengang BWL – Branchenhandel Bau, Haustechnik, Elektro spricht dabei alle drei Wertschöpfungsstufen an: Industrieunternehmen, die Baustoffe, Haustechnik und Elektroprodukte fertigen, Handelsunternehmen der Branchen und auch Bau- und Handwerksunternehmen. Vom 11. – 15. März ist der Studiengang erstmals mit einem eigenen Messestand auf der ISH vertreten, der internationalen Leitmesse Wasser, Wärme, Klima, in Frankfurt präsent: Halle 10.3, Stand D41. Unter dem Motto Dual3 hat der Studiengang ein integriertes handlungs-, innovations-, forschungs- und branchenorientiertes Lehrkonzept entwickelt ( www.mosbach.dhbw.de/bhe-forschung ). Dual 1 bedeutet handlungsorientiertes praktisches Lernen im Unternehmen gekoppelt mit Innovationsprojekten als klassischem Erfolgsbaustein dualer Studiengänge. Beispielsweise hat Christian Hartmann als Student bei Häsele baucentrum bereits in seiner ersten Projektarbeit durch eine Prozesskostenrechnung eine verursachungsgerechte Kostenzuordnung der internen Logistik-Kosten erarbeitet, die dem Unternehmen wichtige Anhaltspunkte zur angemessen Preisgestaltung geliefert hat. Dual 2 steht für handlungsorientiertes Lernen in der Theoriephase. Dabei sind anwendungsorientierte Forschungsprojekte in die Lehrveranstaltungen integriert. Beispiele sind das Handwerkerprojekt mit der Aufstellung der eigenen Anforderungen als Endkunde an den Handwerker sowie der Betriebsanalyse, jährliche Marktforschungsprojekte, ein Vergleich von Homepages und E-Shops zur Ermittlung des Stands und der Entwicklungstendenzen oder Store-Checks zur Optimierung der Warenpräsentation. Dual 3 vernetzt den Lernort Hochschule und den Lernort Unternehmen in übergreifenden Projekten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Hierzu gehört die Durchführung der jährlichen Tagung „Branche meets Hochschule“, beispielsweise zu Digitalisierung, Smart Home und Personalakquisition in der Branche. Am 12. September 2019 steht „Wirtschaftlich erfolgreich im Zeitalter der Digitalisierung“ auf dem Tagungsprogramm (Infos und Downloads unter www.mosbach.dhbw.de/bhe-veranstaltungen ). Der Studiengang ist von den wesentlichen Branchenverbänden anerkannt: dem BDB (Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel), dem VDS (Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft), DG Haustechnik (Deutscher Großhandel Haustechnik), ZVSHK und VEG (Bundesverband Elektrogroßhandel). Infos unter: www.mosbach.dhbw.de/bhe
- Junge Frauen sind in Technik- und Informatikstudiengängen immer noch deutlich unterrepräsentiert. An der DHBW Mosbach liegt der Anteil angehender Ingenieurinnen und Informatikerinnen je nach Studiengang zwischen knapp 10 Prozent und etwa 25 Prozent. Das Programm woman@MINT soll mit einer Workshop-Reihe Abhilfe schaffen. Deutschlandweit gesehen haben Ingenieurinnen trotz des Fachkräftemangels im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen immer noch größere Probleme, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, und gelangen wesentlich seltener in Führungspositionen, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte der DHBW Mosbach Prof. Gudrun Reichert. „Die Gründe hierfür sind vielfältig, liegen aber keinesfalls in mangelnder Fachkompetenz, denn die wenigen Frauen, die sich für ein Technik- oder Informatikstudium entscheiden, schließen dieses meist mit überdurchschnittlichem Ergebnis ab.“ Auch die Abbruchquote sei niedriger als bei den männlichen Kommilitonen. Laut einer VDE-Umfrage aus 2014 waren mehr als die Hälfte der befragten Ingenieurinnen gewillt, eine Führungsposition zu übernehmen. Als Haupthindernis gaben sie negative Vorurteile gegenüber Frauen in technischen Berufen an. „Den Frauen scheint es häufig nicht zu gelingen, ihre hohe Fachkompetenz angemessen nach außen zu kommunizieren und sich im Unternehmen erfolgreich zu positionieren“, so Gudrun Reichert. Schwierig sei auch der Umgang mit dem „Exotinnen-Status“, mit dem Frauen in den männerdominierten Technik- und Informatikbereichen sowohl im Studium als auch im Beruf leben müssen. Verhalten sie sich „zu weiblich“, werden die Unterschiede zu den männlichen Kollegen noch betont, ahmen sie dagegen „männliche“ Verhaltensweisen nach, wirke dies oft unauthentisch und sie erscheinen als profilierungssüchtig und dominant. Hier setzt die modulare Workshop-Reihe an, die an der DHBW Mosbach für MINT-Studentinnen im Rahmen des Programms women@MINT angeboten wird. Die Auftaktveranstaltung am 2. Februar 2019 beschäftigte sich mit dem Erkennen der eigenen Stärken und Ziele, einer Reflexion der eigenen Verhaltensmuster und eventueller emotionaler Fallen sowie mit individuellen Strategien zur Zielerreichung. Zwei weitere Workshops folgen im Mai und im Oktober 2019. Die Workshops bauen zwar thematisch aufeinander auf, können aber auch jeweils separat besucht werden. Neben der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit besteht ein weiteres Ziel der Workshop-Reihe in der jahrgangsübergreifenden Vernetzung von MINT-Studentinnen. „Die „Blitzlicht“-Umfrage unter den Teilnehmerinnen am Schluss des Tages ergab, dass die Erwartungen übertroffen wurden und dass die jungen Frauen viel für sich persönlich mitnehmen konnten“, freute sich Reichert. Der Netzwerk-Gedanke sei ebenfalls angekommen: Bereits während des Tages wurde eine Whatsapp-Gruppe gegründet und auch auf Instagram posteten die Studentinnen direkt aus dem Workshop. Tanja Eggers von ANCORIS Consulting leitete den Workshop und zog folgendes Resümee: „Als Alumna der DHBW Mosbach freut es mich sehr, dieses Projekt zu begleiten. Auf Basis meiner Erfahrungen als Managerin und Business Coach habe ich diese Workshop-Reihe für junge Frauen konzipiert, damit sie ihre Stärken und Talente (wieder) erkennen, um diese gezielt im beruflichen und privaten Kontext einzusetzen, für ein Diversity-Teamwork – auf Augenhöhe. Ich war sehr beeindruckt davon, wie selbstreflektiert die Studentinnen im Workshop agiert haben, wie offen sie für den angebotenen Perspektivwechsel waren und welche persönlichen Erkenntnisse und AHA-Effekte dadurch gewonnen wurden.“
- Wir sind umgeben von digitalen Lösungen: Bankgeschäfte werden immer häufiger online abgewickelt, wir informieren uns über Produkte und Preise im Internet, recherchieren Warenbestände, Öffnungszeiten und Verkehrswege. Das verändert die Erwartungen der Gesellschaft an Dienstleistungen auch in der öffentlichen Verwaltung. Ein Kooperationsprojekt zwischen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und der Stadt Mosbach widmete sich daher dem Thema Bürgerbeteiligungsportal. Michael Ferch, Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Mosbach, war der offizielle Auftraggeber für das Studierendenprojekt. „Bürgerportale können die Kommunikation zwischen Verwaltung, Ratsmitgliedern und den Bürgern verbessern“, erklärt er. 47 Wirtschaftsinformatik-Studierende im fünften Semester bearbeiteten neun Wochen lang das Thema. In sechs Gruppen konzipierten sie mögliche „Use Cases“, also welche Anwendungsfälle das Bürgerportal bewältigen muss, und entwickelten darauf basierend lauffähige Prototypen. Woher die Idee kam, die Studierenden auf ein Digitalisierungsprojekt aus dem öffentlichen Bereich anzusetzen, erklären die beiden DHBW-Projektbetreuer Prof. Dr. Herbert Neuendorf und Prof. Dr. Dirk Palleduhn: „Bei einem Workshop zu digitalen Zukunftsthemen haben wir Ansätze des eGovernment diskutiert. Unsere Hochschule trägt mit einem solchen Projekt dazu bei, die ländliche Region zu stärken und ihr Wissen nach außen zu tragen.“ Vorgabe war, dass die Bürger über das Projektportal Vorschläge und Anliegen einreichen und darüber dann – unverbindlich zunächst – abstimmen können, damit die Stadt ein Meinungsbild bekommt. Auch Fragebögen sollten über das Portal abgewickelt werden können. Die Studierenden mussten sich die Logik und den Aufbau der Software überlegen – Welche Nutzer bekommen welche Rechte? Kann man das Portal auch mobil nutzen? Wie verhindert man Abstimmungsmanipulation? Anschließend entwickelten sie auf der Grundlage verschiedener Software-Lösungen u.a. von Microsoft und SAP mehrere Prototypen. „Die Herausforderung auf technischer Seite war dabei, in kurzer Zeit zu lauffähigen Prototypen zu kommen, die alle erforderlichen Grundfunktionalitäten beinhalten“, erklärten die Professoren. Im Februar stellte der Studiengang seine Ergebnisse dem Digitalisierungsbeauftragten Michael Ferch vor. „Wir sind beeindruckt von den kreativen wie auch zielgerichteten Ideen und Lösungsansätzen der Studierenden, die in so kurzer Zeit ausgearbeitet und prototypisch umgesetzt wurden. Wir haben viele Inspirationen erhalten, die wir in unsere Digitalisierungsstrategie einfließen lassen und bei der Verbesserung unserer Website beachten können.“ Über das Kompetenzcluster Digitalisierung Das Projekt ist Teil des neuen Kompetenzclusters Digitalisierung der DHBW Mosbach/Bad Mergentheim. Die Hochschule möchte damit die akademische Nahversorgung im ländlichen Raum stärken und darüber hinaus auch die gesamte Region, die Dualen Partner sowie die Gesellschaft bei der Digitalisierung begleiten. Mehr dazu unter www.dhbw-code.de.
- Vor fast 60 Jahren zündete Peter Benenson eine Kerze an und wusste damals noch nicht, dass dies der Beginn einer weltweiten Bewegung sein sollte. Seit ihrer Gründung im Jahre 1961 tritt Amnesty International – mittlerweile als die weltweit größte Bewegung – für die Menschenrechte ein. Studierende und Mitarbeiter der DHBW Mosbach am Campus Bad Mergentheim haben seit ein paar Wochen Gelegenheit, die Arbeit der Menschenrechtsorganisation per Unterschrift zu unterstützen. Mitglieder der Amnesty-Gruppe Bad Mergentheim haben dafür eine Briefbox am Campus aufgestellt, legen regelmäßig neue „Briefe gegen das Vergessen“, Petitionen und andere Appellaktionen bereit und leeren die Box. Durch öffentliche Aufmerksamkeit und Proteste aus aller Welt kann so Menschen geholfen werden, die unter Menschenrechtsverletzungen leiden, zu Unrecht inhaftiert sind oder gefoltert und schikaniert werden. Prof. Dr. Seon-Su Kim, Leiter des Campus Bad Mergentheim, begrüßte die Initiative der Gruppe und sagte spontan seine Unterstützung zu. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass wir unsere Studierenden für solche Engagements auch außerhalb des Studiums anregen können“, so Kim im Rahmen eines Treffens mit Mitgliedern der Amnesty-Gruppe Bad Mergentheim.
- Die Produktions- und Logistikprozesse der Unternehmen befinden sich in Zeiten von Industrie 4.0 und Internet der Dinge im Umbruch. Diese sogenannte vierte industrielle Revolution begleitet die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach bereits seit Jahren mit einer digitalen Fabrik. Auf der Hannover Messe präsentiert die Hochschule in Halle 2 Stand A18 einen Schwarm Kilobots, mit denen sie schwarmbasierte Algorithmen für autonome Systeme erforscht. Während viele Prozesse derzeit noch zentral geregelt werden, liegt die Steuerung bald dezentral in intelligenten Netzen und autonomen Systemen. Werkstücke tragen Informationen in Chips mit sich, Produkte werden intelligenter und tauschen Informationen untereinander und mit den Menschen aus. Im Swarm Lab simulieren DHBW-Studierende schwarmbasierte Algorithmen, mit denen zukünftig Materialbewegungen möglich sind, die sich autark steuern, organisieren und optimieren. Das Labor der Angewandten Informatik setzt dabei auf Kilobots, kleine Roboter, die sich über je zwei Vibrationsmotoren drehen und nach vorne bewegen. Mittels Infrarotsensoren kommunizieren sie miteinander, wobei jeder Kilobot für sich nur die jeweils nächsten Kilobots wahrnimmt und beispielsweise den Abstand schätzt. Das Verhalten von Schwärmen ist ein Phänomen, das sich aus genau solch einer Wechselwirkung von benachbarten Individuen ergibt. Die Studierenden beginnen mit einfachen Algorithmen wie dem Nachverfolgen eines Leitroboters oder einem Räuber-Beute-System, deren Verhaltensweisen in der virtuellen Simulation programmiert werden. Neuentwicklung der Mosbots „Die Kilobots leisten einen wertvollen Beitrag zum vertieften Verständnis von Schwarmverhalten“, so die Projektbetreuer Prof. Dr. Alexander Auch und Dr. Carsten Müller. Die Ergebnisse fließen in zukünftige Vorlesungen im Bereich Software Engineering ein, um den Studierenden die Methodik solcher Algorithmen und die Programmierung von Mikrocontrollern zu vermitteln. Der Schwarm der DHBW besteht aktuell aus 50 Individuen. 10 davon entsprechen dem ursprünglichen Design aus Harvard, die neue Generation der „Mosbots“ besitzt erweiterte Sensorik und eine optimierte Platine. Für Hardwareherstellung und Platinenlayout kooperiert die Informatik mit der Elektrotechnik und der Mechatronik . Die Materialkosten eines einzelnen Kilobots liegen bewusst im niedrigen Bereich, um kostengünstig große Schwärme produzieren zu können. Dies erlaubt, die virtuellen Simulationen in der Realität zu testen. Die Vision: Die Kilobots bzw. deren Nachfolger transportieren zukünftig Werkstücke zwischen kollaborativen Robotern. Das Swarm-Lab Der Beitrag der DHBW Mosbach im Wissenschaftsjahr 2019 „Künstliche Intelligenz” ist die Erforschung von Schwarmintelligenz mit Kilobots, für die Studierende der Angewandten Informatik Algorithmen entwickeln. Das Swarm Lab ist damit eingebettet in die forschungsintegrierte Lehre: www.mosbach.dhbw.de/swarm-lab
- Aufgrund ihres hohen Praxisbezugs bieten duale Studiengänge vielfältige Vorteile für Studierende und ausbildende Unternehmen. So verbringen die Studierenden rund die Hälfte ihrer Zeit an der Hochschule, um sich mit theoretischen Aspekten ihres Studienfachs auseinanderzusetzen. Die andere Hälfte des Studiums verbringen sie in ihrem Partnerunternehmen, um das erlernte theoretische Wissen so früh wie möglich in der Praxis einzusetzen. Der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach hat mit dem Schul- und Büromöbelhersteller VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken in Tauberbischofsheim nun ein praxisnahes Seminar erprobt, das innerhalb der Theoriephase des dualen Studiums im fünften Semester stattfindet. Außergewöhnlich ist dabei, dass sämtliche an dem Projekt teilnehmende Studierende bei anderen Unternehmen angestellt sind, VS also nicht kennen. „In diesem Seminar setzen wir die Methode des Problemorientieren Lernens ein. Die Studierenden erarbeiten in Kleingruppen selbstständig Lösungsstrategien anhand konkreter Fälle“, beschreibt Prof. Dr. Enrico Purle, Studiengangsleiter BWL-International Business am DHBW-Campus Bad Mergentheim, die Projektidee. Der Experte für Industriegütermarketing und -vertrieb hat das Seminar begleitet – als Coach, nicht als Dozent, wie er betont. Die Anregungen für die konkreten Fälle, mit denen sich die Studierenden auseinandersetzen sollten, kamen vom Unternehmen VS. „Wir haben zwei Herausforderungen aus den Bereichen Marketing und Business Development gewählt, mit denen wir uns derzeit beschäftigen, und waren gespannt, welche Impulse wir von den Studierenden bekommen würden“, so Steffen Weis, der als Kaufmännischer Geschäftsleiter bei VS auch für die kaufmännische Ausbildung und die betreffenden Studiengänge verantwortlich ist. Die 13 Studierenden der BWL-Studienrichtung „International Business“ der DHBW bildeten vier Teams. Jeweils zwei Teams arbeiteten an einer konkreten Herausforderung aus der Unternehmenspraxis. Nach dem Kick-off Ende November 2018 stand zunächst eine Marktforschungsphase an, um sich den Themen zu nähern. Ergänzend gab es im Dezember einen Workshop bei VS. Mitte Januar diskutierten die Teams ihre Zwischenergebnisse mit Vertretern des Unternehmens. In den nachfolgenden Wochen erarbeiteten sie schließlich mögliche Lösungen, wobei Ihnen bei VS kontinuierlich Ansprechpartner zur Verfügung standen. Mitte Februar, nach insgesamt rund 3000 Stunden Arbeitszeit, präsentierten die Studierenden schließlich ihre Marketing- bzw. Business-Development-Konzepte bei VS und stellten sich den Fragen der Verantwortlichen aus den Abteilungen Marketing + Kommunikation, Vertrieb International sowie Vertretern der Geschäftsleitung. „Wir sind sehr angetan von den Ergebnissen und von der Fähigkeit der Projektteilnehmer, sich innerhalb kürzester Zeit in die gegebenen Problemstellungen hineinzudenken und absolut praxistaugliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten “, zieht Steffen Weis Bilanz aus dem Projekt: „Da die Studierenden nicht aus unserem Unternehmen kamen, konnten sie ohne Vorbehalte Lösungen entwickeln, auf die wir vielleicht nicht ohne Weiteres gekommen wären.“ Auch für die Studierenden hat sich der Einsatz gelohnt, denn „wo sonst haben wir die Chance, so intensiv fachorientiertes und pragmatisches Denken zu üben?“, wie ein Teilnehmer die sehr positive Projekterfahrung beschreibt. Zudem erhielt das Team mit der überzeugendsten Präsentation einen Restaurantgutschein, alle Teilnehmenden bekamen darüber hinaus als Dankeschön ein Exemplar des neuen höhenverstellbaren Bewegungssitzes „Hokki” überreicht. Die Ideen der vier Teams werden nun von VS-internen Projektteams aufgegriffen und weiterentwickelt.
- Neuer Wirtschaftsingenieur-Professor im Porträt Sven Seidenstricker ist seit 2017 Professor für Wirtschaftsingenieurwesen am DHBW-Campus Bad Mergentheim. Für seine Berufung an die Hochschule bringt er drei Dinge mit: Begeisterung für Forschung, Engagement als Wissensvermittler und ein Verständnis für Unternehmen. Auch nach seiner Promotion an der Universität Stuttgart im Themenfeld Geschäftsmodelle für technologieorientierte Unternehmen blieb er der Forschung verbunden und veröffentlichte in den Bereichen Technologievermarktung, Technologie- und Geschäftsmodellinnovationen und emergente Technologien. Das Weitergeben dieses Wissens war ihm schon immer eine Herzensangelegenheit, so engagierte er sich schon früh in der Lehre an der Universität Stuttgart und an anderen Hochschulen. Am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart begleitete er führende Industrieunternehmen und Konzerne dabei, neue Märkte für sich zu identifizieren, Technologiestrategien abzuleiten und Zukunftsfelder für sich nutzbar zu machen. Zudem war er in verschiedenen international tätigen Industrieunternehmen in der Industriegüter- und der Konsumgüterindustrie tätig und dort u.a. verantwortlich für den Bereich Innovations- und Technologiemanagement. Im Interview verrät er, wie sein Studium war, in welchen Bereichen er sich als Dolmetscher sieht – und warum er Wirtschaftsingenieure mit Schwänen vergleicht. Studiengang und Lehre Was hat Sie motiviert, Professor zu werden? Mit dem Beruf (oder „der Berufung“) wird ja oftmals die „Freiheit in Forschung und Lehre“ in Verbindung gebracht. Ich denke das macht ein Stück weit den Berufsstand aus… wenngleich mit der Freiheit auch die Verantwortung verbunden ist. Persönlich finde ich es sehr spannend, mit jungen Erwachsenen und zukünftigen Führungskräften zusammenzuarbeiten, den Diskurs zu pflegen und die Kompetenzentwicklung jedes Einzelnen zu beobachten. Dies gelingt an großen Universitäten nur selten, wo an dieser Stelle die DHBW ihre Vorteile ganz klar aufzeigt. Schon als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen fand ich es sehr schön ehemalige Studierende wiederzutreffen und über deren Werdegang nach der Hochschule zu erfahren. Mit einigen stehe ich heute noch nach mehreren Jahren regelmäßig in Kontakt. Neben der Förderung der Kompetenzentwicklung auf Individualebene sehe ich es auch als Aufgabe eines Professoren, neue Kompetenzfelder im Dialog mit Unternehmen, Kollegen und der Forschung zu identifizieren und den Kompetenztransfer aktiv und zukunftssichernd zu gestalten. Warum sollte man heute Ihr Fach studieren? Wirtschaftsingenieurwesen erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit und ich denke, dies wird auch anhalten. Wirtschaftsingenieuren wird ja nachgesagt, sie seien wie Schwäne: Sie können schwimmen, laufen und fliegen, aber nichts wirklich richtig gut. Ich denke jedoch, gerade darin liegt eine große Stärke des Studiums. Man bekommt mit dem Studium eine breitangelegte technische Grundausbildung. Fachkenntnisse aus Spezialgebieten werden dagegen eher im Job erworben. Gerade im Schwerpunkt Innovations- und Produktmanagement ist dies sehr hilfreich. Denn in diesem Aufgabenfeld wird man sich ständig mit neuen Technologien auseinandersetzen müssen, versuchen deren technische Prinzipien zu verstehen und die Anwendbarkeit im eigenen unternehmerischen Kontext zu bewerten. Gepaart mit der im Studium erworbenen Methoden- und Problemlösungskompetenz sind die besten Voraussetzungen geschaffen: um selbst sich in kürzester Zeit in ganz neue Wissensgebiete einzuarbeiten. Was ist Ihnen im Bereich Lehre besonders wichtig? Mir ist besonders wichtig, dass die Studierenden konkret etwas mitnehmen - entweder für die berufliche Praxis oder für sich selbst. Dabei geht es mir darum, die Zusammenhänge deutlich zu machen und dass das eigene Tun – insbesondere bei der Anwendung des Erlernten – auch schon mal kritisch hinterfragt wird. Viele erlernte Methoden, Ansätze und Konzepte sind kontextabhängig und der Transfer in die Praxis würde vermutlich bei veränderten Rahmenbedingungen nicht den gewünschten Effekt bringen. Die Voraussetzungen kennen, Instrumente in der Anwendung verstehen und praxisgerecht einsetzen, das sind für mich sehr wichtige Facetten der Lehre. Bitte vervollständigen Sie die Sätze: Wirtschaftsingenieurwesen ist für mich, ... ein Verstehen von (mindestens) zwei Welten. Das Dolmetschen zwischen diesen Welten macht mir sehr viel Spaß. Die größte Veränderung für meinen Studiengang bis 2025 wird ... die Begleitung der Unternehmen und Vorbereitung der Studierenden von einer analogen oder analog-digitalen Welt in eine „data driven world“ sein. Mein Wunsch an meine Studierenden : Vertraut auf eure eigenen Stärken – insbesondere vor und in der Prüfung. Persönliches Rund ums Studieren Was sehen Sie als den größten Unterschied zwischen Ihrer Studienzeit und der heutigen Situation der Studierenden? Ich denke dies ist die Angebots- und Nachfragesituation. Ich will ein Beispiel bringen: Hiwi-Jobs waren zu meiner Zeit heiß begehrt und stark umworben. Meist hat man derartige Jobs nur im Hauptstudium und mit mindestens gutem Notenspiegel bekommen. Die Situation stellt sich heute anders dar, heute haben eher die Studierenden die (Aus-)Wahl. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert? Es war eine Mischfinanzierung aus Jobben während dem Studium, Erspartem von Jobs vor dem Studium, Stipendien und BAföG. Wo haben Sie in der Studienzeit gewohnt? Fast ausschließlich in WGs und an diese Zeit erinnere ich mich sehr gerne zurück. Reisen und fremde Länder In welchen Land könnten Sie sich vorstellen zu leben? Grundsätzlich haben ja viele Kulturen ihren Reiz. Einen längeren Lebensabschnitt würde ich aber wohl eher dort verbringen wollen, wo die für uns manchmal selbstverständlichen Grundbedürfnisse wie Frieden oder Infrastruktur im Gesundheitswesen etc. auch gewährleistet sind. Besonders reizen würde mich Nordamerika, Spanien, aber auch Namibia. Wie verbringen Sie Ihrem Urlaub am liebsten? Eine Mischung aus Erholung, Sport und Abenteuer ist mir am liebsten. Voraussetzung ist eine ordentliche Dusche. Ein schönes Frühstück macht den Urlaub perfekt. Was wäre, wenn ... Welche Berufe wären für Sie noch in Frage gekommen? Bauingenieurwesen oder Medientechnik. Bauingenieurwesen beinhaltet auch technische und wirtschaftliche Inhalte und ist praktisch orientiert. Beim Studium Medientechnik hat mich der Informatikanteil im konkreten Bezug neuer Medien gereizt. Charakter & Tugend Welchen Charakterzug an anderen Menschen schätzen Sie besonders? Aufrichtigkeit Kochen Kochen Sie gerne? Nach welchen Rezepten? Ich koche gerne, leider fehlt gerade die Zeit. Beim Kochen nach Rezepten mag ich es eher simpel, ohne erst den Gewürzhändler seiner exotischsten Gewürzen zu „berauben“. Bevorzugen Sie eine bestimmte Küche? Ich esse gerne indisch, Pizza, Brokkoli und gerne scharf. Leben in Bad Mergentheim Was gefällt Ihnen an Bad Mergentheim besonders gut? Ehrlich gesagt, der Campus im Schloss hat schon was ganz besonderes. Direkt angrenzend an die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, den vielen Brunnen und auf der anderen Seite der liebevoll angelegte Kurpark. Lebensmotto & Lebenspraxis Was ist für Sie Glück? Gesundheit, Familie, Freunde, Natur, Freiheit, nette Begegnungen Reparieren Sie ihr Fahrrad selbst? Mit Rädern habe ich nicht besonders Glück. Meine drei letzten Räder wurden geklaut. Vielleicht kaufe ich mir mal demnächst ein altes Rad und baue es auf. Kontakt
- Forum zu Personalthemen an der DHBW Mosbach Viele Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und diese entsprechend den zukünftigen Anforderungen weiterzuentwickeln. Der Fachkräftemangel trifft insbesondere auch Unternehmen, die im internationen Kontext tätig sind. Das Forum „Personalgewinnung und Kompetenzentwicklung im internationen Kontext“ griff Ende September am DHBW-Campus Bad Mergentheim diese Problematik auf. „Das Forum soll ein Impuls für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschule sein, um dadurch Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, so Prof. Dr. Rainer Jochum, Studiengangleiter BWL-International Business. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Simon Möhringer, Studiengangleiter Wirtschaftsingenieurwesen, eröffnete er die Veranstaltung und konnte rund 60 Unternehmensvertreter, DHBW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und Studierende im Roten Saal des Deutschordensmuseums in Bad Mergentheim begrüßen. Kompetenzzentrum Digitalisierung erweitert Studienangebot Nachdem Oberbürgermeister Udo Glatthaar die Notwendigkeit betont hatte, die „Zukunftsfrage Fachkräftemangel“ in diesem Rahmen gemeinsam zu diskutieren, ergänzte Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim in seinem Grußwort, dass internationale Kompetenz eine Schlüsselqualifikation der heutigen Arbeitswelt sei. „Durch die Internationalisierung des Campus Bad Mergentheim ermöglichen wir den Studierenden, in vielen Bereichen des Studiums interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Zukünftig wird die Digitalisierung die internationale Kompetenz am Campus ergänzen. Dafür bauen wir ein Kompetenzzentrum Digitalisierung auf und erweitern gezielt unser Studienangebot“, so Kim weiter. Mit Rainer Bürkert, Geschäftsbereichsleiter der Würth-Gruppe sowie Geschäftsführer bei Würth Industrie Service in Bad Mergentheim, setzte ein hochkarätiger Redner die Veranstaltung fort. „Die Internationalisierung, insbesondere Richtung Asien, ist für die Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Bei Würth Industrie ist es unser Ziel, durch passende Personalgewinnung, unsere Organisation darauf vorzubereiten“, so Bürkert in seinem knapp 45-minütigen Vortrag. Welchen Beitrag kann der Campus Bad Mergentheim zur internationalen Personalgewinnung leisten? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Enrico Purle, Studiengangleiter BWL-International Business, und Prof. Dr.-Ing. Sven Seidenstricker, Studiengangleiter Wirtschaftsingenieurwesen, in ihrem Kurzvortrag nach. Im Rahmen einer Postersession präsentierten im Anschluss Studierende ihre Erfahrungen im Auslandssemester. Workshops mit Impulsvorträgen Die folgenden Workshops mit Impulsvorträgen präsentierten Lösungsansätze für die Problematik, qualifiziertes Personal zu rekrutieren und im Rahmen der Personalentwicklung zu fördern. Die Teilnehmer konnten zwischen vier Themenbereichen wählen. Kompetenzanforderungen im internationalen Vertrieb diskutierten Kira-Christin Scheurich, Vertriebsingenieurin bei EUGEN WORNER, und Thomas Patzak, Vertriebsleiter bei ebm-papst Mulfingen, mit den Workshopteilnehmern. Die Frage „Internationale Ausbildung – aber wie?“ beleuchtete der Workshop von Anne Döppler, zuständig für Personalentwicklung und Ausbildung bei WITTENSTEIN, und Mario Retzbach, Ausbildungsleiter der R. STAHL Aktiengesellschaft. Kerstin Langohr, Ausbildungsleiterin bei TecAlliance, Weikersheim, ging auf „Alternative Personalgewinnungsmethoden“ ein. Ein vierter Workshop, geleitet von Karin Beier, Personalreferentin Ausbildung Würth IT, widmete sich dem Thema „Auswirkungen der digitalen Transformation auf Personalgewinnung und Kompetenzentwicklung im internationalen Kontext“. Insgesamt bewerteten die Veranstalter die Erstauflage des Forums als sehr erfolgreich. „Die DHBW nimmt ihre Rolle als Bildungspartner in der Region ernst“, fasste Enrico Purle zusammen. „Nicht nur die gute Resonanz, sondern auch der intensive Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern zeigt die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen auch in Bad Mergentheim.“