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News:
Neu auf ganzer Linie: Medien-Relaunch der DHBW Mosbach

- Seit 28. Juli 2010 hat die DHBW Mosbach ein neues Gesicht in den Medien. Alle Printmedien der Hochschule und die Website wurden neu gestaltet und umstrukturiert. Angesichts der Tatsache, dass die DHBW Mosbach mittlerweile über drei Standorte (Mosbach, Bad Mergentheim und Heilbronn) und mehr als 40 unterschiedliche Studienangebote verfügt, war dies kein kleines Projekt. Insgesamt waren in den letzten Monaten drei Agenturen und zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule aus den Bereichen Hochschulkommunikation und Web-Technik mit dem Relaunch beschäftigt. Leiter des Projektes war Prof. Dr. Thomas Wirth, Medienbeauftragter der Hochschule und Dozent im Studiengang Onlinemedien. „Wir haben uns vorgenommen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unsere Zielgruppen im Web leichter zu ihren Informationen finden. Außerdem können wir in der neuen Informationsarchitektur die aktuellen Entwicklungen im Web besser gerecht werden.“ Lead-Agentur für das Projekt war DER PUNKT aus Karlsruhe, eine Multimedia und Web-Agentur, die u.a. auch für die Medien des renommierten KIT in Karlsruhe tätig war. Sie hatten im Herbst 2009 den Wettbewerb um die Gestaltung der Medien der DHBW Mosbach zusammen mit ihrem technischen Partner punkt.de, ebenfalls aus Karlsruhe, gewonnen. Der Grund für den Medien-Relaunch war die Umwandlung der Berufsakademien in die Duale Hochschule Baden-Württemberg, die im Frühjahr 2009 abgeschlossen wurde. Das traditionelle Logo der Berufsakademien wurde damit ungültig und musste durch ein neues ersetzt werden. Dieses hat sich bereits als gemeinsames Erkennungszeichen und visuelle Klammer für die acht Standorte der Dualen Hochschule durchgesetzt. Mosbach ist nun der zweite Standort nach Ravensburg, der sich nach außen mit einem vollständig neu überarbeiteten Corporate Design darstellt. Trotz der Komplexität der Organisation wird es mit Hilfe eines Farbleitsystems und einer ausgeklügelten Bild- und Formensprache leicht, sich in dem Auftritt zu orientieren. Prof. Wirth spricht in diesem Zusammenhang von einer „syntaktischen Konzeption“, die zusammen mit den Kreativen der Agentur sehr konsequent umgesetzt werden konnte. Die neue Informationsarchitektur der neuen Website folgt keiner monolithischen Hierarchie mit nur wenigen Einstiegspunkten und Dutzenden von Ebenen, stattdessen werden „Microsites“ konstruiert, die für einen bestimmten Anlass oder eine Zielgruppe maßgeschneidert sind. Diese spannen bestimmte Themenwelten aus dem Hochschulleben auf, z.B. „Zulassung und Prüfungen“ oder „Gesundheit und Sport“. Als weitere Beispiele können das Rechercheportal der Bibliotheken oder Zielgruppenseiten für Studieninteressenten, Jobsuchende oder Duale Partner der Hochschule genannt werden. „Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass viele Stammbenutzer nun zunächst einmal umlernen und ausgetrampelte Pfade verlassen müssen. Andererseits ist das aber unvermeidlich, denn das Wachstum von großvolumigen Websites ist ohne eine regelmäßige Umstrukturierung gar nicht denkbar. In dem neuen System können wir sehr viel flexibler aus- und umbauen und auf die sich ständig verändernden Kommunikationsanforderungen reagieren.“ Als Perspektive für die Zukunft der Medien der DHBW Mosbach plant die Abteilung Hochschulkommunikation eine verstärkte Einbindung von Inhalten aus den großen Communities bzw. „Web 2.0“ Plattformen und eine Öffung in die Welt der mobilen Endgeräte (Smartphones, iPad).

News:
Der Grundstein für beruflichen Erfolg

- DHBW Mosbach verabschiedet Absolventen in Bad Mergentheim Die DHBW Mosbach feierte heute ihre 169 Absolventinnen und Absolventen am Campus Bad Mergentheim. Nach drei Jahren Studium bekamen sie ihr Bachelor-Zeugnis und haben damit „die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben“, so Campusleiter Seon-Su Kim. 76 der Absolventen schlossen ihren Bachelor in der Studienrichtung BWL-International Business ab, 36 in BWL-Gesundheitsmanagement und 57 in BWL-Foodmanagement. Sie alle haben lehrreiche, anstrengende, aber auch schöne Momente im Schloss in Bad Mergentheim erlebt. „Nicht nur für Sie, auch für uns gibt es zwei besondere Momente während eines Studiums“, begrüßte Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim die Ehemaligen. „Am ersten Tag, bei der Erstsemesterbegrüßung, haben wir Sie neugierig erlebt, vielleicht sogar ängstlich oder besorgt, wie es weitergehen wird. Umso schöner ist es für uns, Sie am zweiten besonderen Tag zu sehen, an Ihrer Graduierungsfeier. Sie haben viele neue Menschen kennengelernt und sich weiterentwickelt.“ Auch Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann freute sich mit den Bacheloranden über den Meilenstein in deren Leben: „Dieser duale Abschluss ist der Grundstein für Ihren beruflichen Erfolg.“ Vorfreude auf Theoriephasen Christian Kaiser, der BWL-International Business studiert hat, bestätigt: „Die Zeit an der DHBW Mosbach mat mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht.“ Er erinnert sich noch gut an die Anfangszeit in Bad Mergentheim, die ersten Zweifel, ob die kleine Kurstadt genug studentisches Flair entwickeln würde. „Doch in den Kursen hat sich schnell ein guter Zusammenhalt entwickelt. Leben und Lernen im Schloss wurde in der Gemeinschaft mit den anderen nicht nur erträglich: Wir konnten es bald genießen und haben mit Vorfreude unsere Rückkehr in die Theoriephasen erwartet.“ Persönliche Stärken und Interessen erkennen Ihr Studium und den Campus behalten die Absolventen in positiver Erinnerung – so wie Tim Bender, der BWL-Gesundheitsmanagement studiert hat. „Vor allem die praxisnahen Erfahrungen helfen, persönliche Stärken und Interessen besser zu erkennen und abzuwägen. Insbesondere bietet sich durch das duale Studium die Chance, unterschiedliche betriebswirtschaftliche Bereiche zu durchlaufen.“ Dieser umfassende Einblick hat dem 24-Jährigen letztlich auch geholfen, sich nach dem Studium als Quereinsteiger schnell in eine neue Branche einzuarbeiten, denn inzwischen ist er bei Würth Industrie Service tätig. Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen optimal Auch Marius Preuss, BWL-Food Management-Absolvent, resümiert: „Ich habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht und würde mich immer wieder für ein BWL-Food Management-Studium entscheiden. Der Wechsel zwischen den Praxis- und Theoriephasen war optimal ausgestaltet.“ Marius Preuss stammt ursprünglich aus Rottweil und arbeitet bei der Steuerkanzlei Preuss in Bad Dürrheim. Branchenspezifische BWL-Kenntnisse Alumna Nicole Kanne studierte ebenfalls BWL-Food Management am Campus Bad Mergentheim und schätzt die Besonderheit des Studiengangs: „Die Verbindung von BWL mit Food-Themen, wie beispielsweise Warenkunde oder Ernährungslehre, ist genial.“ Aber auch das Studentenleben und gemeinsame Unternehmungen kamen beim Studium nicht zu kurz. So erinnert sich die 25-Jährige besonders gerne an die kulinarische Studienfahrt durch das Piemont sowie die gemütlichen Abende mit Freunden in Bad Mergentheim. Erstsemestern rät sie, so viel Wissen wie möglich aufzusaugen, sich nicht unterkriegen zu lassen und die Zeit zu genießen. Vor Beginn ihres Studiums machte Nicole Kanne eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel und arbeitete während ihres Studiums im Bereich Qualitätsmanagement. Inzwischen ist sie bei ihrem Ausbildungspartner tegut als Kundenbetreuerin angestellt. Praxisorientierte Vorlesungen und unkonventionelle Lehrmethoden Lisa Schraud, BWL-Gesundheitsmanagement, wurde ebenfalls von ihrem Dualen Partner, der Stiftung Juliusspital Würzburg, direkt übernommen. Sie arbeitet dort im Qualitätsmanagement und im Controlling. Die 23-Jährige mochte in Bad Mergentheim besonders die „praxisorientierten Vorlesungen mit sinnvollen, manchmal auch unkonventionellen Lehrmethoden und Rollenspielen.“ Die besondere Herausforderung im Studium lag ihrer Meinung nach nicht immer am Schwierigkeitsgrad der Prüfung, sondern auch in der Selbstorganisation, also beispielsweise möglichst viel in kürzester Zeit zu lernen. „In Sachen Zeitmanagement und auch Improvisation sind die DHBW-Studenten auf jeden Fall gut für die Zukunft vorbereitet.“ Bereit für das nächste Studium Für die Zukunft vorbereitet ist auch Pierre Vidal. Er ist nicht nur bereit für das Berufsleben, sondern nimmt demnächst auch ein berufsbegleitendes Masterstudium in Angriff. Der 23-Jährige wohnt bei Limburg an der Lahn und ist bei Fritz Stephan GmbH Medizintechnik im Marketing tätig. Sein Rat für die Erstsemester: „Mit Fleiß können (fast) immer gute Resultate erzielt werden.“ Besonders positiv bleibt ihm die Berlinfahrt mit dem gesamten Studiengang in Erinnerung. „Da die Berlinfahrt am Ende des 6. Semesters stattfand, war der Klausurstress vorbei, so dass jeder die Fahrt entspannt genießen konnte.“ Bildergalerie zur Graduierungsfeier

News:
Nur Mut: Mädchen und Technik ist kein Widerspruch

- Sie sind erst in der neunten Klasse und planen ihre berufliche Zukunft schon ziemlich zielstrebig. Sehr aufmerksam folgten neun Realschülerinnen und drei Gymnasiastinnen dem Vortrag von Prof. Dr. Volkhard Wolf über das ganz besondere Studienangebot an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Sie waren im Rahmen des Projekts „MuT“ (Mädchen und Technik), das die Bundesagentur für Arbeit Tauberbischofsheim und der Verein „Lernende Region Heilbronn-Franken“ gemeinsam organisiert haben, an die DHBW Mosbach eingeladen. Nicht nur bei den Abiturienten komme das Duale Modell, das die Theorie ganz nah an der Praxis vermittle, gut an, sondern auch bei den Firmen, erklärte Prof. Wolf. „Was wir hier machen, finden die Betriebe total toll“, sagte er und schwärmte vom „märchenhaften Aufstieg“ der DHBW Mosbach. Obwohl im ländlichen Raum, ist der Standort Mosbach landesweit der drittgrößte von insgesamt acht Standorten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Tolle Aufstiegschancen, Studium und Berufserfahrung zugleich, die ständig überprüfte, hohe Qualität der Ausbildung und ein akademischer Abschluss, der Bachelor, nach nur drei Jahren – das alles mache den „Charme“ des Dualen Studiums an der DHBW Mosbach aus. „Nur Mut“, mochte man den zwölf Mädchen zurufen, die wissen wollten, wie gut man in Mathematik sein müsse, ob man bei den Prüfungen auch mal durchfallen dürfe oder eventuell sogar die Studienrichtung wechseln könne, wenn einem das „gewählte Fach vielleicht doch nicht so liegt“. „Wer mit dem richtigen ‚Biss‘ mitmacht, der kann mit unserer Unterstützung rechnen“, versicherte Prof. Wolf. „Unser Vorteil ist, dass unsere Studierenden in kleinen Gruppen mit höchstens 30 Teilnehmern lernen und sich dadurch schon untereinander fordern und fördern“, sagte er. Die Professoren kennen „ihre“ Studierenden persönlich und natürlich liegt ihnen auch deren Erfolg sehr am Herzen. Manchmal zum Beispiel müsse man die Ausbildungsleiter in den Betrieben darauf hinweisen, dass deren „Arbeitnehmer“ als Studierende auch Zeit zum Lernen brauchen. Es wird nicht verschwiegen: Das Duale Studium ist ein anspruchsvolles, „hartes“ Studium, das sich aber lohnt. Damit auch an diesem Tag neben der Theorie die Praxis nicht zu kurz kam, führte Laboringenieur Peter Hülsebusch die Fünfzehnjährigen über den Campus und zeigte ihnen in den Laboren die Elektronik des Audi A8 und die 3 D-Power Wall, mit der man zum Beispiel Reparaturen am Raumschiff simulieren kann. Mit dem Lötkolben in der Hand bastelten sie selbst ein LED-Teelicht, das sie natürlich mit nach Hause nehmen durften. Diesen zwölf Mädchen, die trotz Schwimmbadwetter in den Sommerferien einen Tag an der DHBW Mosbach verbrachten, konnte man wirklich „Aufwiedersehen“ sagen. Noch auf dem Weg zum Bus hörte man sie eifrig über Notendurchschnitte, Wunschbetriebe, die DHBW-Homepage www.dhbw-mosbach.de mit ihrer Firmenplatzliste diskutieren …

News:
„Zu den digitalen Entwicklungen gibt es keine Alternative“

- 5. Praxisforum Personal an der DHBW Mosbach Kleines Jubiläum: Das DHBW-Forum Personalpraxis befasste sich in seiner fünften Auflage mit den Herausforderungen und Auswirkungen, die die digitale Entwicklung in der Arbeitswelt bedeutet. Im Fokus standen die Folgen des technologischen Wandels für die Personalentwicklung. Das Forum Personalpraxis ist Prof. Dr. Dietmar Polzins Kind. Seit 2010 behandelt dieses Format an der Dualen Hochschule Mosbach das breite Themenfeld des Personalmanagements, und auch dieses Mal konnte sich der Studiengangsleiter BWL-Handel über mehr als 70 Zuhörerinnen und Zuhörer – Personalverantwortliche und Ausbildungsleiter der Dualen Partner – ebenso freuen wie über hochkarätige Referenten. Die vierstündige Veranstaltung ist eine Mischung aus Vorträgen und Workshops, die sich seit 2010 je einem Schwerpunktthema widmen. 2018 galt alle Aufmerksamkeit den Einflüssen, die die Digitalisierung auf die Personalarbeit hat und wie man den allgegenwärtigen, massiven und rasanten Veränderungen begegnet. Nachdem Prof. Dr. Karl Albert Strecker, Prorektor und Dekan der Fakultät Wirtschaft, einen Überblick über die duale Hochschule sowie aktuelle Entwicklungen skizziert hatte und Harald Töltl, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar als erstmaliger Kooperationspartner des Forums die Notwendigkeit der Nähe der akademischen und des beruflichen Wege zu einer Dualität betont hatte, bekam mit Prof. Dr. Rupert Felder ein ausgewiesener Fachmann das Wort. Denn der Jurist ist Senior Vice President HR Global der Heidelberger Druckmaschinen. HR sollte eine an diesem Tag noch oft gehörte Abkürzung sein, sie steht für Human Resource, zu Deutsch: Personalwesen. Eben dieses Personalwesen unterliegt durch die Digitalisierung großen Veränderungen – wie andere Unternehmensbereiche auch. „Heidelberg goes digital“ hat der weltweit agierende Druckmaschinenhersteller seinen strategischen Fokus auf Technologieführerschaft, digitale Transformation und operative Exzellenz gelegt. Felder eröffnete mit der Schlagzeile seinen 50-minütigen Vortrag und ließ offen, ob das als Wunsch, Befehl oder Unternehmensziel verstanden werde. „In unserem ganzen Unternehmensprozess ist die Digitalisierung zentraler Punkt, auch wenn weiter mit Farben auf Papier gedruckt wird.“ In den Druckprozessen halte die Digitalisierung mehr und mehr Einzug, das fange mit der Online-Bestellung an und ende nicht mit dem Service, den die Maschine sich selbst bestelle. „Was heißt das für einen Personaler?“ fragte der oberste Personaler von Heidelberg in die Reihen von Zuhörern herein, um als Antwort plakativ folgen zu lassen: „Zu den digitalen Entwicklungen gibt es keine Alternative. Wir sind keine Gerber mehr!“ Daten seien die neue Währung, die Trends der Veränderung auslöse: Wer personenbezogene Daten intelligent erfasst, bewertet und verknüpft, eröffnet sich Chancen. „Mich interessiert nicht der Krankenstand von gestern, sondern von Montag.“ Mit datenbasiertem Vorausschauen solle man auch dort agieren, wo es gilt, neue Köpfe zu rekrutieren. Schon heute muss man wissen, wer wann das Rentenalter erreicht und darauf reagieren. Mit Wanderungsbilanzen und Wettbewerbsanalysen gehen Talente auch da nicht ganz verloren, wo Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Digitalisierung bringt regelrechte (Unternehmens)kulturveränderungen mit sich. Der entscheidende Punkt sei, so Dr. Felder, sich nicht irritieren zu lassen, eine Strategie zu haben, nach dem Mehrwert zu fragen und Prioritäten zu setzen. Die mitunter bang gestellte Frage, ob der digitale Faktor den menschlichen überflüssig mache, beantwortete Felder für sein Unternemen eindeutig: „Das Personalwesen im Digitalisierungszeitalter muss den Mitarbeiter-Mehrwert in den Mittelpunkt stellen.“ Ohne die menschliche Dimension geht keine digitale Entwicklung. Eigentlich nichts Neues also… Was an der Digitalisierung dran ist und was nicht Mit Jun.Prof. Dr. Susanne Steffes hatte die Duale Hochschule eine weitere hervorragende Referentin nach Mosbach holen können. Steffes ist Senior Researcher am Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), wo sie im Bereich „Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung“ forscht; zudem ist sie Juniorprofessorin an der Universität zu Köln. In ihr Thema in Mosbach – Nachhaltiges Personalmanagement in Zeiten veränderter Arbeitsmärkte – stieg sie ein mit der Feststellung, dass eine Definition, was denn diese „neuen Technologien und eine Industrie 4.0“ seien, nicht einfach zu treffen wäre. Obwohl die Begriffe in aller Munde seien, setzten erst vier Prozent der Unternehmen in Deutschland Industrie 4.0-Projekte um oder planten dies in naher Zukunft ein. Dass der technologische Wandel Arbeitsplätze koste, entlarvte die Volkswirtin als eher bedrohliche Annahme in den öffentlichen Debatten und Medien. Aber ZEW-Untersuchungen hätten ergeben, dass keineswegs gesichert ist, dass ein zunächst arbeitssparender technologischer Wandel insgesamt zu Beschäftigungsverlusten führt. Statt der zerstörerischen solle die schöpferische Kraft neuer Technologien auf dem Arbeitsmarkt mehr in den Blick genommen werden, so die Empfehlung der ZEW. „Für Geringqualifizierte allerdings stellt Automatisierung eine größere Bedrohung dar und ist somit ein sozialpolitisches Thema“, ergänzte Dr. Steffes. Für das Personalmanagement stellt der technologische Wandel eine Herausforderung dar. Einerseits werden Tätigkeiten ersetzt, andererseits unterstützt. In beiden Fällen sind die Personaler gefragt, um Qualifizierung, Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Mit neuen Technologien geht eine Flexibilisierung der Arbeit einher, an die auch die Human-Resource-Strategien angepasst werden müssen. Die räumliche und zeitliche Entgrenzung ist eine weitere Folge der vernetzten und veränderten Arbeitswelt, die alle fordert: die Mitarbeiter, das Personalmanagement und die Unternehmensführung. „Alle Akteure sind gefragt, um zu einem effizienten Umgang mit der Digitalisierung zu kommen“ schloss Dr. Steffes. Praktisch und wissenschaftlich derart vorbereitet, konnten die Teilnehmer zwischen zwei vertiefenden Workshops wählen: IHK-Geschäftsführer Harald Töltl ging auf „Digitalisierung in der Personalarbeit“, und Prof. Dr. Polzin fragte unter dem Stichwort „Recruiting 4.0“, was die Generation Y wolle. Kontakt Informationen und Handouts zur Tagung können Sie beim Organisator und Studiengangsleiter anfragen:

News:
Digitalisierung in der Unternehmenswelt

- 10. Mosbacher Finanz- und Steuertag zeigt Chancen und Risiken auf Digitale Technologien haben sich längst im geschäftlichen Alltag etabliert. Der Wandel zur digitalen Gesellschaft stellt sowohl Unternehmen als auch deren Berater vor eine große Herausforderung. Der 10. Mosbacher Finanz- und Steuertag am 8. Mai 2017 setzt den Fokus auf den „Brennpunkt Digitalisierung“ und bietet eine Weiterbildungs- und Netzwerkplattform. Wie behandelt man E-Rechnungen umsatzsteuerrechtlich, wie sind sie zu archivieren? Was ist die Blockchain Technologie und welche Relevanz hat sie für das Rechnungswesen? Wie sind die Anforderungen an digital geführte Kassensysteme? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Unternehmens- und Führungskultur aus? Antworten auf diese Fragen geben die vier Vorträge beim Mosbacher Finanz- und Steuertag. Der Studiengang Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Unternehmensrechnung und Finanzen (BStUF) an der DHBW Mosbach und das Institut für Wirtschaft und Steuer (IWS) laden Unternehmensvertreter und deren Berater ein, gemeinsam zu prüfen und zu disktutieren, wie der Paradigmenwechsel der Digitalisierung die Unternehmensführung fachlich und persönlich herausfordert. Die Teilnahme am MoFiSta ist kostenfrei, um Anmeldung per Mail wird gebeten: info@iws-institut.de Eckdaten zur Veranstaltung Datum: 8. Mai 2017 Uhrzeit: 10:00 bis 16:15 Uhr Ort: DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10, 74821 Mosbach Raum: Audimax im Gebäude E

News:
Zeichen von Verbundenheit

- International Business-Absolventen trafen sich in Bad Mergentheim Wie ein großes Klassentreffen: Der Einladung des Studiengangs BWL-International Business zum Alumni-Treffen war mehr als jeder achte der bisher 498 Abgänger aus den letzten zwölf Jahren gefolgt. So fanden sich Anfang November etwa 70 Personen am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach im Schloss ein, um die ehemaligen Mitstudierenden und Professoren wiederzusehen. Bereits bei der Campusführung durch Studiengangsmanagerin Julia Weller zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt von der Entwicklung, die ihre Hochschule in den letzten Jahren genommen hat. Viele hatten Schloss 10 weder in der alten noch in der ausgebauten Form kennengelernt, in ihrer eigenen – zum Teil pionierhaften – Studienzeit gab es weder den Aufenthaltsraum für die Studierenden noch den Fitnessraum. Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim belegte die Entwicklung des Standorts in seinem Grußwort: „Nicht nur die Studierendenzahl ist in den letzten Jahren gestiegen, auch das Studienangebot hat sich erweitert.“ Seit einem Jahr gibt es in Bad Mergentheim mit dem Wirtschaftsingenieurwesen nämlich auch ein technisches Angebot. Die beiden Studiengangsleiter von BWL-International Business, Prof. Dr. Heiko Sinnhold und Prof. Dr. Rainer Jochum, führten durch das Programm. Das historische Ambiente der Veranstaltung war den Absolventen bekannt, der Rote Saal rief verschiedene Erinnerungen hervor: Alle hatten hier am ersten Studientag ihre Erstsemesterbegrüßung erlebt, bekannten sie per Handzeichen. Viele erhielten hier im Rahmen der feierlichen Graduierungsfeier ihr Abschlusszeugnis – und einige mussten hier auch Klausuren schreiben. „Dass Sie heute hier sind, sehen wir als Ausdruck der tiefen Verbundenheit mit der DHBW, dem Studiengang und der Stadt“, begrüßte Sinnhold die Teilnehmer. „Auch wenn das Intensivstudium manchmal durchaus fordernd war und kleine Enttäuschungen bereithielt: Langfristig überwiegt der Nutzen.“ Zusätzlich waren viele Teilnehmer neugierig, zu sehen, was aus den Mitstudierenden und dem Studienort Bad Mergentheim geworden ist. Eine Absolventin habe ihm gebeichtet, erzählte der Professor, dass dieser Ort zunächst ein Jahr der Gewöhnung bedürfe. Im zweiten Jahr entfalte er seinen Charme und im dritten Jahr – so wie bei ihr – lasse er einen nicht mehr fort. Sie blieb im Taubertal, statt ins heimatliche Nordrhein-Westfalen zurückzukehren. Nach der Begrüßung referierte Ulrich Hößler, Diplom-Psychologe und selbständiger Berater für interkulturelle Kompetenz sowie Arbeits- und Organisationspsychologie, zum Thema „´Jetzt weiß ich, woran es lag!` – von der Auslandserfahrung zur interkulturellen Kompetenz“. Mit seinem Vortrag regte er sein Publikum dazu an, Studieninhalte und Auslandserfahrungen interkulturell zu reflektieren. Beispiele aus dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und aus seiner aktuellen Forschung zum Thema bereicherten seine Ausführungen. Beim anschließenden, reichhaltigen Snack – gesponsert vom Förderverein „DHBW Friends for Life“ e.V. – teilten die Ehemaligen gemeinsame Erlebnisse und Anekdoten, tauschten Neuigkeiten aus und schmiedeten jahrgangsübergreifende Kontakte. Für die Professoren war es eine Freude, mehr über die erfolgreichen beruflichen Laufbahnen ihrer ehemaligen Schützlinge zu erfahren. Sehr positiv nahmen sie die Rückmeldungen derjenigen Absolventen auf, die im Anschluss an ihre Mergentheimer Zeit ein Masterstudium absolviert haben: Viele lernten die klare Struktur des IB-Studiums im Nachhinein noch mehr schätzen, die meisten profitierten von den soliden inhaltlichen Grundlagen für ihr weiteres Studium und lobten die Ausstattung und Serviceorientierung der Bibliothek – gerade im Rückblick und Vergleich zu neuen Erfahrungen. Informationen zum Alumni- und Förderverein DHBW friends for life e.V. finden Sie hier .

News:
Kinderhochschule Medizin: Was passiert im Notarztwagen?

- Freiwillig lernen, kaum dass die Sommerferien begonnen haben? Tatsächlich wollten das rund 120 wissbegierige Schülerinnen und Schüler zwischen acht und zwölf Jahren an den ersten beiden Ferientagen in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Die Neckar-Odenwald-Kliniken hatten für sie am 26. und 27. Juli erstmals die „Kinderhochschule Medizin“ organisiert und mit Vorlesungen zu den Themen Notarzteinsatz, Knochen, Verdauung und Operationen durchs Schlüsseloch in das Ferienprogramm des Klinikstandortes eingebunden. Blaulicht, ein Notarztwagen vor Ort und Ärzte in weißen Kitteln stimmten die Kinder auf die anschließenden Vorträge ein. Initiator Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Leitender Notarzt im Neckar-Odenwald-Kreis, freut sich über die große Resonanz an der DHBW Mosbach: „Meinen Kollegen und mir hat es viel Freude gemacht zu erleben, wie aufgeschlossen und neugierig die vielen teilnehmenden Kinder gegenüber medizinischen Themen sind.“ Auch Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, war begeistert von dem großen Interesse der jungen „Studierenden“: „Wie ich hörte, arbeitet Dr. Genzwürker schon am Programm für 2013. Wenn es zeitlich passt, unterstützen wir die Vortragsreihe gerne durch einen Beitrag aus unserem Studienangebot ‚BWL-Gesundheitsmanagement‘.“ Die jungen Teilnehmer der Kinderhochschule Medizin folgten gespannt den kurzweilig präsentierten Vorträgen der Chefärzte Dr. Harald Kirr (zum Thema ‚Schlüsselloch-Operationen’), Dr. Rüdiger Mahler (‚Von der Reise der Speise’), Dr. Harald Genzwürker (‚Wie funktioniert ein Notarzteinsatz’) und des Ärztlichen Leiters der Notaufnahme am Krankenhaus Mosbach, Dr. Reiner Stupp und seiner Kollegin Isabel Klopsch, zur Funktion der Knochen. Für den elfjährigen Julius aus Mosbach war „... die Geschichte mit dem Notarzt am coolsten, weil der so schnell machen muss und alles mögliche beachten muss, damit den Leuten geholfen werden kann“. Auch für die Eltern, Großeltern und weitere erwachsene Begleiter war die Kinder-Hochschule Medizin nach eigenem Bekunden „ein großes Erlebnis“. Sie konnten die Vorlesungen im Nebenraum per Videoübertragung verfolgen: „Eine prima Initiative der Neckar-Odenwald-Kliniken und ein Sonderlob dafür, dass sich erfahrene Ärzte und Chefärzte dazu bereit erklärt haben, den Kindern medizinische Themen so einfach, unterhaltsam und verständlich näher zu bringen.“ PD Dr. Genzwürker verspricht: „Die Termine und Themen für 2013 werden rechtzeitig bekanntgeben.“

News:
Viele interessante Kontakte geknüpft am Tag der offenen Tür

- Trotz der hochsommerlichen Temperaturen war das Haus voll: Am 10. Juli öffnete die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach ihre Türen für alle, die sich über das duale Studium informieren wollten. Insgesamt waren ca. 800 Gäste vor Ort, um die Partnerunternehmen und die Studiengänge persönlich kennen zu lernen. Selbst aus weit entfernten Regionen wie Trier und Köln kamen Interessenten angereist. Coach Berthold Eckert aus Buchen erklärte den Studieninteressenten, worauf es bei einer Bewerbung um einen Studienplatz ankommt. In Einzelgesprächen analysierte er die Mappen von Interessenten und gab wertvolle Verbesserungstipps. „Wichtig ist die persönliche Ansprache im Anschreiben“, ist sich Eckert sicher, so dass sich die Personalverantwortlichen direkt angesprochen fühlen. Die Hürde des Vorstellungsgesprächs muss jeder DHBW-Interessent überwinden. Denn die Voraussetzung für ein duales Studium ist ein Studien- und Ausbildungsvertrag bei einem kooperierenden Partnerunternehmen. Neben den über 1100 Partnerunternehmen besteht auch die Möglichkeit, selbst eine Firma anzusprechen und diese für ein duales Studium zu werben. Für das Wintersemester 2010 sind noch Studienplätze zu vergeben, Infos dazu gibt es unter www.dhbw-mosbach.de/studienplaetze . Wer sich bei der Studienwahl noch unschlüssig ist, konnte am Tag der offenen Tür eine computergestütze Profilanalyse durchführen. Der rund einstündige Test fragte Interessen und Kompetenzen der Teilnehmer ab. Jeder der über 60 Teilnehmer erhielt am darauffolgenden Tag die gut 20-seitige Auswertung direkt auf den privaten E-Mail-Account. Ein besonderes Highlight war der von Studierenden der DHBW Mosbach konstruierte, gebaute und erstmals der Öffentlichkeit präsentierte E-Bolide. Wenngleich noch nicht fahrtüchtig, beeindruckte das Hightech-Auto durch seine hochwertigen Materialien und das ausgeklügelte Antriebssystem mit doppelter Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie. Der Elektro-Rennwagen soll sich vom 4.-8. August im Rennen gegen 15 andere Hochschulteams am Hockenheimring beweisen. Wem es im Gebäude zu warm wurde, konnte sich zu einer Mischung aus Bebop, modernem Jazz, Pop, Funk, Fusion und Salsa der Band Son Riente und eisgekühlten Getränken auf der Wiese vor dem Haupteingang entspannen. Auch die Aussteller hatten vorgesorgt und verteilten den Gästen Getränke und Süßigkeiten. Das Feedback der Partnerunternehmen ist äußerst positiv: 97% der Aussteller gaben an neue Kontakte zu Schülern geknüpft zu haben, 67% konnten interessante Kontakte zu anderen Firmen aufbauen.

News:
Wenn wir nur geredet hätten…

- Bildungspartnerschaft mit Vortragsabend feierlich verlängert Seit sieben Jahren sind die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, die Johannes-Diakonie, die Sparkasse Neckartal-Odenwald und das Auguste-Pattberg-Gymnasium Bildungspartner. Mit der zweiten Neuunterzeichnung der Verträge signalisierten nun alle vier Partner im Audimax, wie wichtig ihnen ist, was DHBW- Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann eine „sehr, sehr lebendige Kooperation“ nannte. Der Bedeutung des Anlasses angemessen, war als Gastredner Dr. Franz Alt gekommen. Der streitbare Journalist sprach über ein Thema, das nach Jeck-Schlottmanns Worten Wesen einer Bildungspartnerschaft ist: Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg. Für Alt, den das „Unternehmen Zukunft“ seit jeher umtreibt, hätte und könnte weit über Bildungspartner-schaften hinaus der Weltenlauf mit guter Kommunikation ein besserer sein (können). Wie er das mit Vehemenz kommunizierte, wie er darüber aus selbst Erlebtem und eigener Erfahrung sprach, das fesselte die Zuhörer eine gute Stunde lang. Zunächst jedoch ging es darum, zu Papier zu bringen, was zwischen den vier Partnern als vereinbart gilt und was als kontinuierlicher Prozess den Übergang von der Schule in die Ausbildung, das Studium und den Beruf bereits seit Jahren positiv beeinflusst. Für APG-Schulleiter Dr. Thomas Pauer dienen das Lernen außerhalb der Schule sowie die Möglichkeit, Fachleute als Referenten in die Schule zu holen, der beruflichen Orientierung seiner Schüler. Eben weil die Bildungspartnerschaft nicht nur auf dem Papier stehe, lobte Sparkassen-Direktor Gerhard Stock die langjährige Kooperation, die auch die Ausbildungs- und Studierfähigkeit (zum Beispiel mit Knigge-Training) verbessere. „Brücken bauen statt Brüche verursachen“ DHBW-Rektorin Jeck-Schlottmann ergänzt: „Wir sollten den Übergang von der Schule zur Hochschule bestmöglich erleichtern, Brücken bauen statt Brüche verursachen.“ Durch eine Bildungspartnerschaft fänden die Schülerinnen und Schüler besser das richtige Berufsfeld oder Studium. Schließlich sei es nicht einfach, bei der Flut an Angeboten das richtige Studium zu finden, so die Professorin. Dr. Hanns-Lothar Förschler, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Diakonie, sieht durch den Partner Johannes-Diakonie die soziale Komponente in dem ganzen Bildungspartnerschafts-gefüge und damit die heute so oft geforderten Soft Skills der jungen Menschen gestärkt. Mit der Feststellung, dass der Austausch unter den Kooperationspartnern für alle gut sei, leitete Gabi Jeck-Schlottmann schließlich zum Vortrag von Franz Alt über. Deutschlehrer Richard Zöller, der am APG von Anfang an in das Bildungspartnerbilden maßgeblich eingebunden war, kündigte einen „Streithammel“ an. Das ließ sich der Altmeister des Wortes und des Streites nicht ungern sagen, legte gleich mit fester Stimme los und stellte eine steile These auf mit der Behauptung, dass die Ewigbaustelle Berliner Flughafen mit besserer Kommunikation wohl doch schon fertig sein könnte. Auch Elbphilharmonie und Stuttgart 21 litten darunter, dass die Kommunikation nicht stimme, brachte Alt Beispiele aktuellen Kommunikationsversagens. Um dann ganz weit auszuholen. Von Jesus, dessen (aramäische) Worte Franz Alt in einem seiner Bücher neu „übersetzt“, über Berta Benz und Kaiser Wilhelm II bis zu Gerhard Schröder – lauter falsch verstandene Worte, mangelnde Kommunikation. Klimawandel und MeToo-Debatte, Finanzblase und Flüchtlingsströme, Digitalisierung und Wissensflut – Franz Alt hat zu allem was zu sagen (meist kritisch), und er tat das im freien Redefluss. Digitalisierung ersetzt nicht Kommunikation von Mensch zu Mensch Die Menschheit habe zwar zwischen 1800 und 1900 ihr Wissen verdoppelt und werde es – so die Prognose - ab 2050 alle fünf Minuten verdoppeln, doch, so fragte der fast Achzigjährige: „Was ist dann Kommunikation?“ Wenn wir nicht kommunikationsfähig würden, nütze uns das enorme Wissen nichts. In der Vernetzung und Digitalisierung der Welt erkennt Alt durchaus die Chancen. „Doch sie können niemals der Ersatz werden für die Kommunikation von Mensch zu Mensch.“ Als wichtiges Instrument der lernenden und arbeitenden Gesellschaft, knüpfte er an den Anlass des Abends an, hätten moderne Technologien ihren Platz in unserem Leben. „Aber sie ersetzen nicht den Lehrer, die Mentoren.“ Alle von Menschen gemachten Probleme – da kennt Dr. Alt sich aus – seien auch von den Menschen lösbar. „Wenn wir besser, intensiver, tiefer miteinander kommunizieren.“ Was dieses „besser“ ist, das gab er seinen Zuhörern in Form von elf Geboten mit: Achtsamkeit, Eindeutigkeit, Wahrhaftigkeit, Selbsterkenntnis als Voraussetzung für Kommunikation, auf die Seele achten, Freude an der Arbeit, Unternehmen müssen mit der Gesellschaft kommunizieren, Beziehungskultur ist wichtiger als Konkurrenzkultur, Empathie, Lob und Kommunikation als spirituelle Aufgabe. Mit Sekt, Häppchen und – entspannter – Kommunikation zwischen Mensch und Mensch klang der Abend aus.

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„Digital Humanities“

- Mosbacher Professor bei DFG-Symposium zur Digitalität Die „Digital Humanities“, die digitalen Geisteswissenschaften, sind eine junge Disziplin. An der Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und Informatik beschäftigt sie sich mit der zunehmenden Digitalisierung, Datenaufbereitung und -analyse. Bei dem DFG-Workshop „Digitalität in den Geisteswissenschaften“ hielt nun Professor Dr. Klaus-Georg Deck von der DHBW Mosbach den Eröffnungsvortrag. Bei der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) getragenen Veranstaltung stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 23. und 24. März an der Universität Bayreuth verschiedene Forschungsprojekte der „Digital Humanities“ vor. Sie diskutierten darüber, ob und inwiefern Digitalität den Forschungsgegenstand und die Methoden der Geisteswissenschaften verändert. Vertreten waren neben der Philosophie und der Informatik unterschiedliche geisteswissenschaftliche Disziplinen wie Linguistik, Literaturwissenschaften, Altertumswissenschaften, Japanologie, Archäologie und Kunstgeschichte. Für Klaus-Georg Deck, der sich an der DHBW Mosbach im Studiengang Wirtschaftsinformatik mit Themen wie Programmieren und Webtechnologien in einem eher technischen Umfeld bewegt, ist das geisteswissenschaftliche Terrain kein Neuland. Er hat neben Mathematik auch Philosophie und Kunstgeschichte studiert und betrachtet Digitalität auch aus einer anderen Perspektive. „Zu lange wurde die Dichotomie von empirisch-analytischen Wissenschaften einerseits und den Geisteswissenschaften andererseits kultiviert“, so Deck in seinem Vortrag. Er stellte verschiedene Thesen zum Thema „Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“ zur Diskussion und ging gleichzeitig darauf ein, dass daraus auch Impulse für die Informatik entstehen können. Für ihn stellt das Phänomen des Digitalen eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance dar, nicht nur Brücken zwischen diesen „Welten“ zu schaffen, sondern letztlich besser zu verstehen, was „Industrie 4.0“, „Internet of Things“ und „Big Data“ mit den Menschen machen.

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