- Es ist wieder soweit! Der Tag der Lehre findet dieses Jahr in Mosbach statt. Der 4. Mosbacher Tag der Lehre findet statt am Montag, den 16.09.2024, an der DHBW Mosbach. Gerne können Sie sich bereits jetzt anmelden Wir halten Sie/Euch auf dem Laufenden und informieren laufend auf dieser Webseite: www.tag-der-lehre.de
- Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach entwickelten eine virtuelle Ausstellung, in der Besucher online durch Räume mit Kunstwerken wandeln können. So verbindet sich Kunst mit Technologie und erweitert die Grenzen der traditionellen Kunstwelt – und die Studierenden lernen, Nutzeranforderungen zu erfüllen und ein komplexes Projekt zu betreuen. Traditionelle Kunstausstellungen sind durch Raum und Zeit begrenzt. Kunstliebhaber müssen vielleicht lange anreisen, für eine Sonderausstellung im richtigen Zeitraum kommen. Auch für Personen mit körperlichen Einschränkungen können in konventionellen Ausstellungsräumen Barrieren vorhanden sein. Zusätzlich entstand in der Pandemiezeit, in der physische Ausstellungen gar nicht möglich waren, der Bedarf an alternativen Präsentationsformen. „Unsere Studierenden schließen diese Lücke mit ihrer virtuellen Kunstaustellung. Sie schaffen eine Plattform, die Kunstwerke in einer digitalen Umgebung zugänglich macht“, erklärt Prof. Dr. Christian Schalles, Studiengangsleiter für Wirtschaftsinformatik an der DHBW Mosbach. Das Projekt war Teil eines Seminars, bei dem Studierendengruppen eine konkrete Aufgabenstellung bekommen und daraus einen realen Prototyp programmieren müssen. Vier Studentinnen und ein Student mussten zunächst herausfinden, was sich die Künstlerin wünscht. Patricia Ranz hat selbst vor rund einem Jahrzehnt an der DHBW Mosbach Holzwirtschaft studiert. Mittlerweile arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Kunsttherapeutin. Die Liebe zum Wald ist geblieben, nach ihrem Jagdschein entwickelte sie das Konzept der Waidkunst , in der sie natürliche Materialien wie Rinde, Blätter oder Holzasche mit tierischen Spuren, aber auch mit Gegenständen aus der Jagd wie Patronenhülsen kombiniert. Fünf Räume sollte ihre Ausstellung haben, deren virtuelle Wände und Böden nach ihren Vorgaben gestaltet wurden. Die Umsetzung erfolgte unter Verwendung von „PlayCanvas“. „Mit diesem Programm können 3D-Umgebungen entwickelt werden, die anschließend im Webbrowser zugänglich sind“, erklärte Steven Orthey. „Es ähnelt der Methode, wie Spiele programmiert werden.“ Für die Visualisierung der 3D-Objekte – also für die Kunstwerke mit ihren Texturen, aber auch für die Vorhänge und sonstigen architektonischen Details – sollten die Studierenden Software „Blender“ verwenden. „Die Studierenden haben hier explorativ gearbeitet, denn solch ein Projekt ist nicht das typische Arbeitsfeld in der Wirtschaftsinformatik“, so Schalles. Für eine optimale Nutzung wird die Verwendung des Chrome- oder Edge-Browsers empfohlen. Die Steuerung mit Touch für mobile Geräte und Smartphones ist noch nicht implementiert. Die virtuelle Kunstausstellung zum Leben zu erwecken war aufwendig, sind sich alle Beteiligten einig. „Das war das erste Mal, dass wir im Studium so ein komplexes Projekt hatten“, erzählt Claudia Laskowitz. Aber es sei eine gute Vorbereitung aufs Berufleben, denn dort müssen die Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatiker ebenfalls die Nutzerseite und die IT-Seite zusammenbringen. Die Studierenden arbeiteten mit der Methode SCRUM als agiles Projektmanagementwerkzeug. Nach dem Briefing bekamen die Studierenden Bilder und Beschreibungen der Kunstwerke, es gab regelmäßige Treffen mit der Austraggeberin zu den Fortschritten. Um eine optimale Kunsterfahrung zu garantieren, wurde besonders auf eine ästhetische Gestaltung geachtet, denn die Kunstwerke sollten bestmöglich präsentiert werden. Für Patricia Ranz ist Kunst auch Erleben, und manche Kunstwerke bauen aufeinander auf oder verändern sich. So entstand aus der Videoperformance „Feuer“ anschließend die Fotogalerie „Aus der Asche“, für die die Künstlerin sich selbst mit der Asche bemalt hat. Beide Kunstwerke sind nun in der virtuellen Ausstellung hintereinander erlebbar. Im Kunstwerk „Drachenhaut“ hat Ranz verschiedene Motive über einen Zeitraum von Monaten in mehreren Schichten aufgetragen. Die reale Leinwand zeigt nur noch das letzte Werk. In der virtuellen Kunstausstellung jedoch, die mittlerweile auf der Webseite der Künstlerin und des Studiengangs eingebettet ist, kann nun jeder durch die einzelnen Motive blättern und sich damit gleichsam durch die Zeit bewegen.
Berufsperspektiven & Einsatzgebiete Infotronik Startseite Studium Studienangebot Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik Studienrichtungen Infotronik Berufsperspektiven & Einsatzgebiete Studieninhalte & Profil Studienverlauf & Organisatorisches Berufsperspektiven & Einsatzgebiete Duale Partner & Studienplätze Infotronik verbindet zwei spannende Bereiche: die Informatik und das Ingenieurwesen Die Studienrichtung Infotronik bildet die Studierenden zu anwendungsorientierten Informatik-Ingenieurinnen und -Ingenieuren aus, insbesondere für die Entwicklung und Projektierung von automatisierungs- und informationstechnischen Lösungen in Unternehmen und Organisationen. Hierbei steht das interdisziplinäre Zusammenspiel in komplexen Anwendungen sowie bei der Projektierung und Implementierung technischer Anlagen und Komponenten im Vordergrund, aber auch informationsorientierte Dienste und Lösungen auf Basis der digitalisierten Produktwelt sowie Systemintegration. Die möglichen Tätigkeitsfelder sind daher sehr breit: Infotronikerinnen und Infotroniker sind in vielen Bereichen einsetzbar und gut vorbereitet für verschiedene Karrierewege in klassischen Bereichen wie Entwicklung Projektierung Produktion und Logistik Servicemanagement aber auch für neue Bereiche wie Data Science Digital Services & Innovation
Studienverlauf & Organisatorisches Infotronik Startseite Studium Studienangebot Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik Studienrichtungen Infotronik Studienverlauf & Organisatorisches Studieninhalte & Profil Studienverlauf & Organisatorisches Berufsperspektiven & Einsatzgebiete Duale Partner & Studienplätze Abschlüsse Für diesen Studiengang der Fakultät Technik verleiht das Land Baden-Württemberg auf Grund erfolgreicher Abschlussprüfung nach dreijährigem dualem Studium den Hochschulgrad Bachelor of Engineering Praxisphasen und Theoriephasen Die Studierenden lernen nicht nur an der Hochschule: Ein Teil der Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb statt, hier erhalten die Studierenden den notwendigen direkten Praxisbezug und können ihre theoretischen Kenntnisse im industriellen Umfeld umsetzen. Abgerundet wird das Studium durch den Erwerb außerfachlicher Qualifikationen wie z. B. persönliche, soziale und betriebswirtschaftliche Kompetenzen. Durch die Verknüpfung von Naturwissenschaft und Technik sowie der im Studium erworbenen Kompetenzen und der begleitenden Berufspraxis wird eine zukunftssichere Basis für den persönlichen und beruflichen Erfolg gelegt. Übersicht der Studieninhalte
News & Aktuelles Data Science & Künstliche Intelligenz Startseite Studium Studienangebot Bachelor Data Science & Künstliche Intelligenz News & Aktuelles Studieninhalte & Profil Studienverlauf & Organisatorisches Berufsperspektiven & Einsatzgebiete News & Aktuelles Duale Partner & Studienplätze Projekt- und Bachelorarbeiten Ansprechpersonen News & Aktuelles 15.02.2024 Paper accepted to EDBT 2024 Pythagoras: Semantic Type Detection of Numerical Data in Enterprise Data Lakes Authors: Sven Langenecker, Christoph Sturm, Christian Schalles,… Weiterlesen 28.09.2023 Article in Database Spectrum Vol. 23 (2023) accepted SportsTables: A New Corpus for Semantic Type Detection (Extended Version) Authors: Sven Langenecker, Christoph Sturm, Christian Schalles, Carsten… Weiterlesen 15.09.2023 Paper accepted to LWDA 2023 Pythagoras: Semantic Type Detection of Numerical Data Using Graph Neural Networks Authors: Sven Langenecker, Christoph Sturm, Christian Schalles,… Weiterlesen 16.08.2023 Poster accepted to DHBW AI Transfer Congress 2023 Steered Training Data Generation for Learned Semantic Type Detection Authors: Sven Langenecker, Christoph Sturm, Christian Schalles, Carsten Binnig … Weiterlesen 06.02.2023 Paper accepted to SIGMOD 2023 Steered Training Data Generation for Learned Semantic Type Detection Authors: Sven Langenecker, Christoph Sturm, Christian Schalles, Carsten Binnig … Weiterlesen Seite 1 von 2 1 2 letzte nächste
Duale Partner & Studienplätze Infotronik Startseite Studium Studienangebot Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik Studienrichtungen Infotronik Duale Partner & Studienplätze Studieninhalte & Profil Studienverlauf & Organisatorisches Berufsperspektiven & Einsatzgebiete Duale Partner & Studienplätze Duale Partner und Studienplätze finden Unsere Dualen Partner sind sowohl mittelständische Unternehmen als auch Konzerne aus unterschiedlichen Branchen, vom Anlagen-, Maschinen- und Automobilbau über die Elektro- und Automatisierungsindustrie bis hin zu Projektierern, Ingenieurbüros und Betreibern technischer Systeme. Liste der Dualen Partner
Microsoft Office für Studierende IT Service Startseite Bad Mergentheim IT Service Microsoft Office für Studierende Allgemeine Informationen Dokumente zur EDV Nützliche Software Microsoft Office für Studierende Warum OpenSource-Software? Spam erkennen Ansprechpersonen Microsoft Office 365 Pro Plus Alle eingeschriebenen Studierenden können Office 365 Pro Plus gegen eine geringe Bereitstellungsgebühr (derzeit 4,39 Euro/Jahr) beziehen. Die Validierungsschlüssel sind über https://www.intern.mosbach.dhbw.de/office365 erhältlich. Die Validierungsschlüssel sind ein Jahr gültig, nach 9 Monaten kann ein Neuer angefordert werden. Der Link zur Installationsanleitung befindet sich hier: http://www.drvis.de/Office365.pdf
- Erstveröffentlichung am 25.09.2023 in der Rhein-Neckar-Zeitung Rückblick, Ausblick und vor allem Einblicke gab es am 20. September 2023 beim 13. Mosbacher Bildungsgespräch im Audimax der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg, erläuterte, wie es um die Schul- und Bildungspolitik im Land bestellt ist. Sie zog Bilanz, beschrieb die Vorhaben der Landesregierung und stellte sich den Fragen und Anregungen des Publikums. Zahlreiche Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter nutzten die Möglichkeit zum Austausch mit der Ministerin und erzählten von Herausforderungen und Missständen an ihren Schulen. „Bildungs- und Schulpolitik sind in einem schweren Fahrwasser“, konstatierte Richard Zöller vom Arbeitskreis Mosbacher Bildungsgespräche gleich zu Beginn der Veranstaltung. Als Beispiele für die aktuelle Krise nannte er den Lehrermangel, die unzureichende Wertschätzung der Lehrkräfte sowie die oftmals veraltete Ausstattung der Schulen. „Wir wissen, wo es fehlt“, sagte Schopper. Der Lehrermangel werde uns die kommenden zehn Jahre begleiten; aktuell seien mehr als 500 Stellen im Land nicht besetzt. Gegensteuern wolle man mit mehr Studienplätzen. Bis jedoch aus den Studierenden Lehrkräfte geworden sind, müsse man sich mit Programmen zum Direkteinstieg in den Schuldienst behelfen, erklärte die Ministerin. So können Menschen, die nicht auf Lehramt studiert haben, unter bestimmten Voraussetzungen unterrichten. Besorgt sei Schopper hinsichtlich der vielen Jugendlichen ohne Schulabschluss: Mehr als 6.000 junge Menschen verlassen jedes Jahr ohne Abschluss die Schule und laufen damit Gefahr, auf Dauer nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Schopper führte dies auch auf unterschiedliche Voraussetzungen in den Familien zurück. Zu viele Kinder erreichen nicht die Mindeststandards für den Grundschulabschluss in Mathematik und Deutsch. Deshalb will die Ministerin die Basiskompetenzen und die frühkindliche Bildung mehr in den Mittelpunkt rücken: „Wir erarbeiten gerade ein Konzept, um an der Einschulungsuntersuchung verbindliche Maßnahmen festzumachen, etwa für Sprachförderung.“ Bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ab 2026 gehe es nicht nur um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagte Schopper. Kinder, die in ihrer Familie nicht gut unterstützt werden, haben so eine bessere Bildungschance, etwa durch Hausaufgabenbetreuung. Zudem könnten in der zusätzlichen Zeit Angebote von Sportclubs und anderen Vereinen integriert werden. Damit könnte man auch dem Bewegungsmangel entgegenwirken. Schulen mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien sollen künftig stärker unterstützt werden. Der Sozialindex gibt seit vergangenem Jahr Auskunft über den Förderbedarf der Einrichtungen. Ist dieser erhöht, könnten Pädagogische Assistenten die Lehrkräfte entlasten, erklärte die Ministerin. Noch ist das in der Modellphase. Die anschließende Gesprächsrunde eröffnete DHBW-Rektorin Professor Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, die zuvor bereits auf veränderte Kompetenzen, mit denen junge Menschen an die Hochschule kommen, hingewiesen hatte. Die Abiturnoten werden immer besser, in den Leistungen spiegele sich das aber nicht immer wider, was zu Problemen im Studium führen könne. Jeck-Schlottmann wünschte sich, dass Schulen zu aussagekräftigeren Leistungsausweisen zurückkehren. Eine Lehrerin erzählte, dass sie manche Dinge für den Schulalltag aus eigener Tasche zahle, weil nicht genug Budget zur Verfügung stünde. Schopper verwies diesbezüglich auf die Verantwortung der Kommunen als Schulträger. Ein anderer Lehrer beklagte, dass er wegen Klassenzimmermangels mit seinen Schülern in der Kartenkammer sitzen müsse. Ausstattungsprobleme sprach auch eine Mutter an: Viele Schultoiletten seien sanierungsbedürftig. Sie habe schon länger an ein Toilettensanierungsprogramm gedacht, meinte Schopper, aber es sei nicht einfach, ein solches aufzusetzen. Wenngleich das Gymnasium „sozusagen die neue Volksschule“ sei, werde die verbindliche Grundschulempfehlung nicht wieder eingeführt. Zu groß sei sonst der Druck in den Klassen drei und vier, fand die Ministerin. Zur Frage nach dem Zwei-Lehrer-Prinzip, dass also Lehrkräfte im Team unterrichten, äußerte sie Verständnis, musste aber angesichts Personalmangels eine Absage erteilen: „Ich kann da für die nächsten Jahre nicht viel Hoffnung machen.“ Gut zwei Stunden Zeit nahm sich Schopper für das Bildungsgespräch, sodass noch weitere Fragen etwa zu Gemeinschaftsschule oder Bundesjugendspielen beantwortet werden konnten. Bei manchem sei sie selbst noch in der Findungsphase, meinte die Kultusministerin abschließend.
- Der Paketbote hat ein Päckchen zugestellt. Voller Vorfreude stürzt sich der Empfänger darauf, will es öffnen – und scheitert am robusten schwarzen Plastikband, mit dem der Versender den Karton verschlossen hat. „Umreifungsband“ heißt das Teil in der Fachsprache und ist ein wesentlicher Teil der Verpackungsindustrie. Das mittelständische Unternehmen Mosca aus Waldbrunn hat sich darauf spezialisiert und daraus nachhaltige Verpackungslösungen entwickelt. Geschäftsführerin Simone Mosca stellte ihr Unternehmen und die Nachhaltigkeitsstrategie nun bei einem Vortrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg vor. Simone Mosca, vom Handelsblatt zur nachhaltigsten Maschinenbauerin Deutschlands gekürt, warb vor rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörern im Audimax für das Paketband, dessen Name fast so sperrig ist wie der Umgang mit ihm. Man könne damit mit wenig Materialeinsatz Einzelpakete verschließen, bündeln und leichter tragen und auch ganze Paletten sichern. Das sei wichtig, denn eine verrutschte Palette im LKW führe im schlimmsten Fall dazu, dass die ganze Lieferung abgelehnt wird und Retour geht – nachteilig für Umwelt und Kosten. Darüber hinaus lasse sich das Umreifungsband komplett recyceln. „Klebeband hinterlässt Rückstände am Karton, der dann aufwendiger wiederverwertet werden muss“, erklärte Mosca. Außerdem freue sich jeder Recycler über das hochwertige Material. „Wir bekommen häufig nur noch PET-Flaschen aus dem Gelben Sack und nicht mehr von Discountern, die ihre Flaschen mittlerweile selbst zurücknehmen und wiederverwerten. Die Nachfrage nach sortenreinem Kunststoff ist hoch.“ Simone Mosca weiß, wovon sie spricht. Sie ist seit 2008 Geschäftsführerin des Unternehmens und unter anderem für die Bereiche Nachhaltigkeit und Markenführung und für die Bandproduktion im Standort Muckental verantwortlich. Derzeit erstellt sie den zweiten Nachhaltigkeitsbericht für Mosca. Ab nächstem Jahr ist dieser für Unternehmen verpflichtend, doch da das Thema für das Unternehmen so identitätsstiftend ist, informiert Mosca bereits jetzt freiwillig über die Nachhaltigkeitszahlen. Simone Mosca liegen darüber Ausbildung und Studium am Herzen – die Ausbildungsquote ihres Unternehmens liegt um einige Prozentpunkte höher als der Branchendurchschnitt – und sie ist seit 2016 Hochschulrätin der DHBW Mosbach. Hier bringt sie regelmäßig ihre Expertise ein, beispielsweise bei der Entwicklung des neuen Studiengangs Sustainable Management. „Das große Pfund der DHBW ist der hohe Praxisbezug. Ich bin froh, dass auch der neue Studiengang hier seinen Schwerpunkt setzt.“ In nicht einmal 10 Tagen beginnt daher auch ein neuer Student ihres Unternehmens sein duales Studium in diesem neuen Studiengang. Dabei wird er unter anderem im Produktionsstandort in Muckental eingesetzt, wo Mosca seit 2008 Umreifungsbänder produziert. Nachhaltigkeit war von Anfang an ein zentraler Punkt bei Planung, Bau und Betrieb der Anlage, erzählt die Unternehmerin, beispielsweise über Photovoltaik-Anlagen, passive Kühlsysteme und sinnvolle Nutzung der Abwärme. Doch auch die Umreifungsbänder selbst werden möglichst ressourcenschonend und damit umweltbewusst produziert: Das Material besteht zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen und Abfallmaterial wird zurück ins System geführt. Doch das Unternehmen ist in erster Linie ein Maschinenbauunternehmen. Sichtlich stolz erzählte Simone Mosca an der Hochschule vom „System Mosca“. Neben dem (Verbrauchs-)Material bietet das Unternehmen ganze Umreifungsmaschinen an sowie individuelle Beratung und Lösungen für Unternehmen und Branchen – immer mit gutem Blick für Umwelt und Kosten gleichermaßen. Die Maschinen können bei Bedarf digital überwacht und schnell gewartet und repariert werden. „Wenn bei einem Zeitungsverlag bei der Verpackung Probleme auftreten und die Zeitungen nicht mehr gebündelt werden können, steht innerhalb von kürzester Zeit der gesamte Druck still“, so die Unternehmerin. Bedauerlich findet Simone Mosca, dass die Politik manchmal recht schwerfällig agiert. Bereits vor einem Jahrzehnt hat ihr Unternehmen Biokunststoffe entwickelt, sie selbst testweise zur Kompostierung in der Erde vergraben. Man könnte diese Kunststoffe statt normalen Kunststoffs für Verpackung oder Umreifung einsetzen und auf den ersten Blick Rohstoff einsparen. Der Nachteil: Sie verrotten langsamer als gesetzlich vorgeschrieben und müssten daher verbrannt werden. „Doch damit entziehen wir dem Kreislauf Rohstoffe, die wir zuvor mit viel Energie hergestellt haben“, so Simone Mosca.