- Wissenschaftsministerin Theresia Bauer besucht die DHBW Mosbach zum Richtfest für den 1.500 Quadratmeter großen Neubau der Hochschule: „Mosbach ist als wichtiger Hochschulstandort des Ländlichen Raumes stark aufgestellt“. „Der Neubau für die DHBW Mosbach ist ein sichtbares, zukunftsweisendes Bekenntnis der Landesregierung zum Standort Mosbach und seiner Hochschule“. Dies betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer heute (24. Februar) beim Richtfest in Mosbach. In dem Neubau mit rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche sollen Seminar-, Labor- und Büroräume sowie ein Audimax untergebracht werden. Die Planungs- und Baukosten belaufen sich auf 9 bis 10 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Oktober 2014 geplant. Die Unterbringung der DHBW werde damit weiter verbessert, so die Ministerin. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen anderer Hochschulen könne sie Mosbach zu diesem Campus und dem Neubau nur beglückwünschen. Der Bau setzt Zeichen, was Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz betrifft: Die Dachflächen werden als Testflächen für Solarpaneele genutzt, ferner wird das ganze Gebäude als Passivhaus errichtet und erfüllt damit besondere energietechnische Anforderungen. „Mosbach realisiert damit ein Pilotprojekt im Hochschulbau des Landes“, sagte Bauer. DHBW-Präsident Reinhold Geilsdörfer stellte die hervorragende Entwicklung der DHBW Mosbach in den vergangenen Jahren heraus: „Mosbach ist der am stärksten gewachsene Standort der DHBW und inzwischen der drittgrößte der Dualen Hochschule“. Auch in der schwierigen wirtschaftlichen Phase 2008 und 2009 habe sich Mosbach den besonderen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen gewachsen gezeigt. Geilsdörfer verwies darauf, wie wichtig die DHBW auch für die Unternehmen der Region sei. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen werde es zunehmend schwieriger, die notwendigen Fach- und Nachwuchskräfte zu rekrutieren: „Die Hochschule kann hier eine wichtige regionale Bindungsfunktion wahrnehmen sowie stabilisierend und unterstützend für die regionale Wirtschaft wirken“. Neubau als klares Bekenntnis zum Standort Die Ministerin nahm auch zu der von der Landesregierung im November 2013 beschlossenen Umwandlung der Außenstelle Heilbronn in eine eigenständige Studienakademie der DHBW Stellung: Sie sei sehr froh, dass es dem von ihr beauftragten Steuerungskreis inzwischen gelungen sei, ein einvernehmliches, ausgewogenes Konzept zur Entflechtung der beiden Standorte Mosbach und Heilbronn zu erarbeiten. „Die DHBW Mosbach liegt uns sehr am Herzen. Der Neubau meißelt dieses Bekenntnis gewissermaßen in Stein“, sagte Bauer. Mosbach sei im Vergleich mit anderen Standorten gut aufgestellt. Das Entflechtungskonzept berücksichtige sowohl die besondere Situation von Mosbach als Standort des Ländlichen Raumes als auch die unmittelbare Nachbarschaft zur Studienakademie Heilbronn. Im Anschluss an das Richtfest trafen sich die Ministerin und der DHBW-Präsident mit dem scheidenden Rektor Dirk Saller und der in der vergangenen Woche gewählten neuen Rektorin Gabi Jeck-Schlottmann sowie weiteren Vertretern der DHBW Mosbach zu einem Gedankenaustausch über aktuell anstehende Fragen. „Ich nehme einen guten Eindruck mit“, resümierte Bauer. „Die Richtung in Mosbach stimmt und der Standort hat eine gute Zukunft vor sich“.
- Prof. Dr. Axel Gerloff, Professor für Volkswirtschaftslehre und Studiengangsleiter International Business, wurde zum 1. Januar 2012 zum Internationalisierungsbeauftragten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ernannt. In seiner neuen Funktion im Präsidium der DHBW in Stuttgart wird Prof. Dr. Gerloff die Auslandsaktivitäten der DHBW koordinieren und das bestehende internationale Netzwerk ausbauen. Das Aufgabengebiet umfasst die Beratung und Unterstützung des Vorstands der DHBW bei der weiteren Internationalisierung der Hochschule. „Die DHBW ist nicht nur die erste praxisintegrierende Hochschule Deutschlands, sondern auch international hervorragend positioniert“, erläutert Prof. Dr. Gerloff. Die landesweit acht Standorte inklusive ihrer Außenstellen verfügten über ein globales Netzwerk an ausländischen Partnerhochschulen, das den Studierenden voll integrierte Auslandssemester ermöglicht, ohne dass sich durch diese Auslandsaufenthalte Studienzeiten verlängern. Dies sei ein erheblicher Wettbewerbsvorteil, den auch die Ausbildungsunternehmen als duale Partner sehr schätzten. Beim Dozentenaustausch ist die DHBW ebenfalls gut aufgestellt. Die Auslandsämter und Kollegen der Standorte pflegen langjährige internationale Beziehungen, in deren Rahmen einerseits ausländische Gastdozenten an der dualen Hochschule lehren und andererseits DHBW-Professoren im Ausland tätig sind. Darüber hinaus wird mit der Ernennung eines Internationalisierungsbeauftragten die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Organisationen zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit wie z.B. dem Deutschen Akademischen Auslandsamt angestrebt. Die DHBW verfüge über ausgezeichnete Voraussetzungen, um durch eine landesweite Koordination der Aktivitäten eine noch stärkere internationale Positionierung der DHBW zu erreichen, ist sich Prof. Dr. Gerloff sicher. Auch der Rektor der DHBW Mosbach, Professor Dr. Dirk Saller, freut sich über die Ernennung: „Wir sind stolz auf die Berufung von Prof. Dr. Gerloff in diese zentrale Funktion. Es ist nicht nur eine Anerkennung für sein persönliches Engagement im internationalen Geschäft, sondern auch Ausdruck der vom gesamten Team International Business am Campus Bad Mergentheim in den vergangenen Jahren erfolgreich ausgebauten internationalen Ausrichtung dieser Studienrichtung.“ Besonders erfreulich sei, dass Prof. Dr. Gerloff dem Campus Bad Mergentheim als Dozent erhalten bleibt. Neben der zentralen Funktion als Internationalisierungsbeauftragter wird er auch künftig Vorlesungen in der Studienrichtung International Business halten.
- Die Graduierungsfeier des Jahrgangs 2008 findet am 09.12.2011 in der Stadthalle in Lauda statt. Ausführliche Informationen finden Sie hier.
- Auch in diesem Jahr: Kinderuni an der DHBW Mosbach - Campus Bad Mergentheim Wenn die Studierenden sich in der Praxisphase befinden, ist Platz für die, die vielleicht in - zugegebenermaßen ferner - Zukunft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach studieren wollen. So auch für die Drittklässler der Grundschule Stadtmitte Bad Mergentheim, die am 13. Juli 2016 den Hochschul-Alltag kennenlernen durften. Nach einem Rundgang und spannenden Geschichten rund um die Bibliothek, geleitet von Ruth Sommer und Sven Binder, führte Prof. Dr. Gisela Köberle die 17 Kinder der Klasse 3 e und ihre Lehrerin in die Welt des Zahlenteufels. In einer einstündigen Mathematikvorlesung lernten die Schüler die Fibonacci-Zahlenfolge kennen und wie man daraus den goldenen Schnitt errechnen kann. Mithilfe von Kaninchenpopulation, Gänseblümchen und Ananas demonstrierte Köberle die Rechenregel für diese Zahlen und verglich gemeinsam mit den Kindern den goldenen Schnitt mit den Größendaten verschiedener Schüler. Die Drittklässler zeigten ihre Begeisterung durch eine rege Teilnahme und zahlreiche Fragen. „Mit einem solch interessierten Publikum zu arbeiten, macht richtig Spaß“, so Köberle über die Veranstaltung. „Und vielleicht konnte ich auch denjenigen die Mathematik ein wenig näher bringen, die angeben, dieses Fach nicht zu mögen.“
- Redakteur Kilian Krauth berichtete für die Heilbronner Stimme (17.12.2011) über die Finissage am Campus Heilbronn der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach: "Heilbronn - Andächtig blicken die Besucher zur Großbildleinwand. Vor ihren Augen spielt Lichtbildner Bernhard J. Lattner seine neue Audiovision-Show "Stille Zeitzeugen − 500 Jahre Heilbronner Architektur" ab. Mit 160 Aufnahmen spannt er den Bogen weit über 500 Jahre hinaus: von der mittelalterlichen Burg Horkheim über den ersten Renaissanceturm nördlich der Alpen, den Kiliansturm, bis zu modernen Bauten im Zukunftspark Wohlgelegen. Ein faszinierendes Konzentrat, das die Käthchenstadt von ihren allerschönsten Seiten zeigt − und über allem strahlt ein blauer Himmel. Markenzeichen Zu Lattners Markenzeichen zählen klares Licht, teils extreme Perspektiven und raffiniert eingefangene Details. Untermalt werden die 43 kurzweiligen Minuten durch Günther Kasseckerts einfühlsames Klavier und Joachim Hennzes wohlformulierte Texte, die Schauspielerin Kerstin Müller gut dosiert intoniert. Auch der Rahmen passt: das Foyer der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) auf dem Bildungscampus, dessen ambitionierte Gestaltung in ihren Einführungsworten Leiterin Nicole Graf und der Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung, Erhard Klotz, ins rechte Licht zu rücken wissen..." Weiterlesen auf der Website der Heilbronner Stimme
- DHBW Mosbach öffnete ihre Türen Der Tag der offenen Tür der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am 16. Juli bot wieder ein volles Programm am ganzen Campus – von Messeständen und Speeddating über Vorträge bis hin zum Segway-Parcours. Die Entscheidung fürs Studium ist eine Entscheidung fürs Leben: Zentraler Bestandteil des Infotags für die über 1.200 Besucher war deshalb, dass die Professorinnen und Professoren der 23 Studienangebote sowie Personaler der rund 120 anwesenden Dualen Partner ausführlich über Studienmöglichkeiten und Angebote informierten. Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann fasste zusammen: „Mit unserem Tag der offenen Tür zeigt sich – wie jedes Jahr – wie gut die Beziehungen der DHBW Mosbach zu ihren Partnerunternehmen sind. Wir bieten hier eine Plattform für unsere Dualen Partner und die Besucher. Die einen suchen gezielt nach vielversprechenden Nachwuchskräften, die anderen informieren sich in persönlicher Beratung über vielfältige Karrieremöglichkeiten.“ Gerade das Bewerber-Speeddating bot hierfür eine passende Plattform. Christine Wagner, Leiterin Ausbildung beim Futtermittelhersteller Josera Erbacher Service, war zum ersten Mal dabei: „Ich finde das eine originelle Idee, sich auf diesem anderen Weg kennenzulernen. Man hat in einer kompakten Zeitspanne die Möglichkeit, sich direkt gegenüberzusitzen und Fragen loszuwerden. Die jungen Leute sind interessiert und bereiten sich gut auf diese Gespräche vor.“ David (19) macht ein Freiwilliges Soziales Jahr und informiert sich über einen Studienplatz im Studiengang Onlinemedien. Er findet das Speeddating sehr gut zum Kennenlernen: „Ich habe viel gelernt und Informationen bekommen. Bei einem Dualen Partner hat es sich richtig gut angefühlt und ich habe meine Bewerbung gleich abgegeben. Grundsätzlich ist so ein Speedating toll für einen ersten Eindruck!“ Zum ersten Mal mit dabei war die DAK, die den Hochschulstandort seit diesem Jahr als Goldpartner fördert. Bezirksleiter Marko Weiß über die Beratung an seinem Stand: „Wir haben gute Gespräche mit den Besuchern geführt. Besonders begeistert sind wir aber vom engen Kontakt zum Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement, mit dem wir hier gemeinsam beraten.“ Die DAK bietet jährlich eine zweistellige Anzahl an Studienplätzen am Campus Bad Mergentheim, die auf eine Karriere in der Gesundheitsbranche vorbereiten. Der Personalreferent von SSI Schäfer, Thomas Pfandl, ist ebenfalls zufrieden mit der Resonanz. „Wir haben eine ganz neue Stelle für den Studiengang Elektrotechnik. Am liebsten wollen wir sie 2016 noch besetzen.“ Erfreulicherweise konnte er am Beratungsstand Kontakte zu einem Kandidaten knüpfen, der in einigen Monaten ein Studium beginnen möchte – und sich für die Unternehmensgruppe im Bereich der Lager- und Logistiksysteme interessiert. Das Mosbacher IT-Systemhaus MPDV Mikrolab hat drei seiner aktuellen Studenten als Berater mit an den Stand genommen. Lukas Bossler, 4. Semester Wirtschaftsinformatik: „Wir bekommen viele Fragen zur Atmosphäre am Campus, zu den Studieninhalten – und wie schwer der Matheanteil wohl ist. Die Hürde ist viel niedriger, uns Studenten zu fragen als den Personaler.“ Martin Geppert, Leiter des Beratungsbereiches, bestätigt das: „Unsere Studierenden sind unsere besten Botschafter!“ Ein Höhepunkt für technikbegeisterte Mädchen war das IT-Quiz, bei dem 20 Fragen rund um die Technik-Studiengänge der DHBW Mosbach zu beantworten waren. Siegerin eines Tablets war Elisabeth aus Reichenbuch, die sich nun detaillierter über ein IT-Studium informieren möchte. Beim Quiz mussten die Schülerinnen Stände besuchen und die Standbetreuer interviewen. „Damit haben wir unser Ziel erreicht: Neugierig machen und die Hemmschwelle für Fragen senken“, so die Gleichstellungsbeauftragte Prof. Gudrun Reichert. Neben den Ständen der rund 120 Dualen Partner und dem Gewinnspiel der Bibliothek gab es das „Forum“ mit Prof. Dr. Volkhard Wolf und Radio-Ton-Moderator Thilo Eickhoff. Für die zahlreichen Zuschauer sammelten sie in Interviews mit knapp 30 Professorinnen und Professoren, Studierenden und Personalern Informationen über die technischen und wirtschaftlichen Studienmöglichkeiten, das Studium im Ausland und die Praxisphasen beim Dualen Partner. Eine Stellenbörse mit freien Studienplätzen rundete das Angebot ab. Neben den Laboren gab es einen Whatsapp-Live-Ticker, der die Besucher über den Tag mit den neuesten Infos aufs Smartphone versorgte.
- Doktorarbeit von Prof. Dr. Andreas Weißenbach gibt Anstoß für Pilotprojekt Betriebliche Instandhaltung ist ein Thema, mit dem Unternehmen jeder Größe und Branche konfrontiert sind. Wo industriell gearbeitet wird, dort entsteht Verschleiß, regelmäßige Wartungsarbeiten sind obligatorisch. Große Betriebe beschäftigen zu diesem Zweck meist unternehmenseigenes, ausschließlich für diese Tätigkeiten zuständiges Personal. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügen hingegen nur selten über ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten. In seiner Dissertation stellt Prof. Dr. Andreas Weißenbach, Studiengangleiter im Fach Maschinenbau an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, anhand von Fallbeispielen und Simulationen ein Konzept für eine unternehmensübergreifende Instandhaltung von KMU vor. In einem Pilotprojekt soll diese völlig neuartige Möglichkeit der kooperativen Ressourcennutzung nun in die Praxis umgesetzt werden. „Gerade hier im ländlichen Raum gibt es viele Mittelständler, die von der Form einer gemeinsamen Instandhaltung profitieren würden“, ist sich Weißenbach sicher. „Denn die Instandhaltung bestimmt zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.“ Momentan sind KMU für Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten an ihren industriellen Anlagen entweder auf externe Dienstleister oder den Kundendienst des Maschinenherstellers angewiesen. Das ist oftmals nicht nur teuer, sondern auch mit langen Wartezeiten verbunden. Weißenbach beschreibt in seiner Arbeit einen Lösungsansatz für diese Problematik, welcher zwar naheliegend scheint, in dieser Form jedoch noch nie untersucht wurde: Kräfte bündeln, lautet dabei die Devise. Würden sich Unternehmen mit geringer räumlicher Distanz zusammenschließen und die zur Instandhaltung benötigten Ressourcen gemeinsam nutzen, so könnte die Effizienz jedes Einzelnen deutlich gesteigert werden. Weißenbach setzt dabei nicht nur auf den Austausch von Personal, sondern auch Betriebsmittel wie Werkzeuge und Ersatzteile muss seinen Erfahrungen nach keinesfalls jedes Unternehmen selbst vorhalten. Das Verbundprinzip scheint zukunftsweisend: Durchschnittlich ca. 37 Prozent der Instandhaltungskosten könnten durch die Kooperation von KMU eingespart werden. „So machen KMU organisatorisch-strukturelle und finanzielle Nachteile gegenüber großen Unternehmen wett“, erklärt der Professor. Derzeit ist Weißenbach auf der Suche nach Partnerunternehmen, um das theoretische Konzept zur kooperativen Instandhaltung in die Praxis umzusetzen. Für die Teilnahme an diesem Pilotprojekt eignen sich Firmen, die innerhalb eines größeren Industriegebiets angesiedelt sind bzw. in einem Radius von bis zu 25 Kilometern eine hohe Betriebsdichte aufweisen. „Für die Kooperation ist es dabei völlig unerheblich, aus welchen Branchen die Unternehmen kommen und wie groß sie sind“, sagt Weißenbach. Ausgezeichnete Promotion Für seine Doktorarbeit, die er im Fachgebiet Fabrikbetrieb der Technischen Universität Ilmenau unter Leitung von Professor Wolf-Michael Scheid angefertigt hat und mit „summa cum laude“ bewertet wurde, ist Weißenbach Ende letzten Jahres zudem mit dem Förderpreis der gemeinnützigen Organisation Forum Vision Instandhaltung (FVI) ausgezeichnet worden. Neben dem wissenschaftlichen Anspruch war hierbei die Praxisrelevanz ausschlaggebendes Bewertungskriterium. Dass seine Forschungsthematik von größtem Interesse für die Branche ist, beweist auch seine Berufung in den Vorstand der Internationalen Maintenance Association (IMA). Der Mosbacher Professor ist dort das einzige deutsche Mitglied.
- 181 Absolventinnen und Absolventen des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach haben letzten Freitag ihre Bachelorurkunden erhalten. Rektor Prof. Dr. Dirk Saller sah darin „die Krönung einer dreijährigen intensiven Zeit“. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Während viele andere Hochschulen noch mit der Umstellung vom Diplom- bzw. Magisterstudium auf den Bachelor kämpften, habe die Duale Hochschule „den Bologna-Bachelor schon vorher gehabt“. Der Erfolg der ehemaligen Studierenden bestätige die hohe Wertigkeit des dualen Bachelors. Viele seien inzwischen in Führungspositionen gelandet: „Eine exzellente Hochschule misst sich an der Qualität und dem Erfolg der ehemaligen Studierenden in den Unternehmen“. Auch Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, MdL und Minister a.D., gratulierte den Absolventinnen und #Absolventen zum „historischen Tag“. Die Duale Hochschule sei gerade im ländlichen Raum wie Bad Mergentheim ein großer Gewinn, um Fachkräfte in der ländlichen Region auszubilden und auch zu halten. Zugleich bezeichnete er die Graduierten als wichtige Botschafter in den anderen Bundesländern und im Ausland. Die steigenden Anfängerzahlen seien das beste Zeichen für die Qualität und den Zuspruch zum dualen Studium. Die Besonderheit sei die Kombination von einem voll akademischen Abschluss mit gleichzeitig 1,5 Jahren Berufserfahrung. Damit hätten sich die ehemaligen Studierenden einen wichtigen Vorsprung erarbeitet, der sich im späteren beruflichen Erfolg niederschlage. „Ausgelernt“ hätten die Studierenden jedoch noch lange nicht, das gab Prof. Dr. Harald Unkelbach, Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG, den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg. Die Zeiten einer „Rucksack-Ausbildung“, den man im Laufe seiner Berufstätigkeit „vervespere“ seien endgültig vorbei. „Sie können nur weiterkommen, wenn Sie jeden Tag etwas dazulernen“. Zugleich sei es wichtig, im Berufsalltag ein soziales Bewusstsein zu entwickeln und nach ethischen Grundsätzen zu handeln: „Jeder einzelne entscheidet und ist verantwortlich dafür, was wir tun.“ Da die Berufszeit die meiste Zeit des Lebens ausmache, sei es sehr wichtig, mit Lust und Freude zu arbeiten: „Das, wofür man brennt, geht sehr viel leichter von der Hand.“ Das Ziel müsse es sein, nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch ein wertvoller Mensch zu werden. Udo Glatthaar, Oberbürgermeister von Bad Mergentheim, dankte den Firmen für ihren „Mut, Geld auszugeben, um jungen Menschen in Kooperation mit der DHBW Mosbach auszubilden. Er versprach, den Ausbau und das Wachstum des Campus Bad Mergentheim weiter zu unterstützen. Dafür müsse der Ausbau des Schlosses weiter vorangetrieben und zugleich Mietverträge mit anderen Einrichtungen abgeschlossen werden. Einen entscheidenden Vorteil von Bad Mergentheim als Studienstandort sieht er in den günstigen Lebenshaltungskosten. Im Gegensatz zu den großen Metropolen seien hier die Mietpreise günstig. Zugleich versprach er den Studierenden, sich für mehr gastronomisches Leben und Freizeitangebote einzusetzen, um den Standort für junge Menschen noch attraktiver zu gestalten. Dr. Gundo Zieres, Geschäftsführer MDK Rheinland-Pfalz, schickt jährlich 8 Studierende an die DHBW Mosbach. „Wir haben uns damals ganz bewusst für das baden-württembergische Modell entschieden, obwohl wir in Rheinland-Pfalz ansässig sind.“ Das Original sei eben meist doch besser, als nachgeahmte Modelle. Die enge Verzahnung von Theorie und Beruf habe ihn sofort überzeugt. Jedes Jahr sei er von der Persönlichkeitsentwicklung und der zunehmenden Selbständigkeit seiner Studierenden überrascht, vom Vorstellungsgespräch bis zur Graduierungsfeier. Beeindruckt zeigte er sich von der Leistungsfähigkeit der Studierenden, die im Laufe ihres Studiums rund 60 Klausuren bestehen müssten. Die Studierendenvertreter Alexander Geuking, Jan Schubert, Katharina Lomb und Dominik Nusser empfanden ihre Studienzeit als sehr intensiv und anstrengend. „Uns wurde schnell klar: Nur unter Druck entstehen Diamanten.“ Trotzdem sind sie sich sicher: „Von den Erfahrungen, die wir gemacht haben, hat uns jede einzelne auf unserem Lebensweg weitergebracht“ – und trotz Doppelbelastung seien die schönen Dinge nicht zu kurz gekommen. Der Abschluss habe ihnen Türen geöffnet, jetzt müsse man nur noch hindurchtreten. Für herausragende Leistungen in ihren Bachelor-Arbeiten erhielten Ines Werner (Gesundheitsmanagement) und Martin Krönig (International Business) den mit jeweils 750 Euro dotierten Preis der Stiftung „Wirtschaft und Ethik“. Der Preis würdigt Abschlussarbeiten, die sich intensiv mit der Thematik „Wirtschaftliches Handeln unter Einhaltung ethischer Normen“ befassen. Überreicht wurde der Preis von Stiftungsgründer Dr. Manfred Wahl. Zwei weitere Preise im Gesamtwert von 1500 Euro erhielten die beiden Absolventinnen Christina Schneider und Theresa Scholz (beide Gesundheitsmanagement). Ihre Bachelorarbeiten wurden von der Bad Mergentheimer Leber-Zentrum e.V. ausgezeichnet, weil sie sich in besonderem Maße mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen. Prof. Dr. Werner Romen, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Caritasklinik in Bad Mergentheim, überreichte den Preis und überbrachte die Glückwünsche der Stifter.
- Auf Einladung der Deutschen Ordensobernkonferenz haben die drei DHBW-Wissenschaftler Kirsten Bock, Prof. Dr. Anja Kern und Prof. Dr. Hubert Speth in einem zweitägigen Seminar im hessischen Hünfeld bei Fulda die Arbeitsgemeinschaft Berufungspastoral der Deutschen Orden (AGBO) über die betriebswirtschaftlichen Dimension von Klöstern beraten. In der AGBO vernetzen sich Ordensleute, die in der Berufungspastoral tätig sind. Sie bieten denen, die ihre Berufung suchen, Orientierungs- und Entscheidungshilfen an. Um junge Menschen kompetent begleiten zu können und um auf dem Laufenden zu sein, was sich in den Ordensgemeinschaften tut, veranstaltet die AGBO einmal im Jahr eine Jahreskonferenz, die neben einem eher organisatorisch geprägten Konferenzteil auch einen Studienteil hat, zu dem Referenten von außen eingeladen werden. Zu der Konferenz mit fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedenster Orden aus ganz Deutschland und Österreich wurden für den Studienteil in diesem Jahr drei Mosbacher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen. Im ersten Seminarteil berichtete Kirsten Bock über das mittlerweile zweijährige gemeinsame Projekt der DHBW Mosbach im Studiengang BWL-Handel mit dem Kloster Stift Neuburg. In diesem Projekt untersuchten Studierende des Studiengangs die Strukturen des Heidelberger Klosters und gaben Handlungsempfehlungen ab, wie das Kloster sich neu ausrichten sollte, um auch in der kommenden Generation attraktiv für junge Novizen zu sein. Im zweiten Teil führte Anja Kern die Teilnehmer in die Organisationslehre ein. Sie erläuterte dabei, dass ein Kloster als Organisation in manchen Aspekten einem Unternehmen ähnelt. Am Beispiel eines Eisberges zeigte sie auf, dass ganz unten die Glaubenssätze und Grundannahmen verankert sind, die zum größten Teil unbewusst und nur schwer beeinflussbar sind. „Nach den Ergebnissen der von Studierenden durchgeführten Studie suchen junge Novizen eine Organisation, deren Glaubenssätze und Grundannahmen erlauben, ihren Glauben in der Gemeinschaft zu leben.“ Die sichtbaren und formalen Aspekte wie Karrierewege, Berufsbilder, Stellenbeschreibungen oder Strategie scheinen eine weniger große Rolle bei der Auswahl zu spielen, so die Professorin. Am zweiten Seminartag organisierte Hubert Speth einen Workshop mit den Seminarteilnehmern. Er führte in einem kurzen Referat in die Stakeholder-Analyse ein. Er zeigte dabei auf, dass ein Kloster, wie jede andere Organisation auch, eine ganze Reihe von Anspruchsgruppen besitzt, sogenannte Stakeholder, die und deren Ansprüche man kennen muss, um auf deren Bedürfnisse eingehen zu können. In den darauf anschließenden Gruppenarbeiten, durften die Teilnehmer die wesentlichen Stakeholder und deren Ansprüche für ihren jeweiligen Aufgabenbereich im Kloster selbst erarbeiten und dem Plenum präsentieren. „Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es eine Überraschung, wie sehr doch die Betriebswirtschaftslehre mit ihrem monastischen Leben zu tun haben kann“, fasst Speth zusammen.