- Frauenwirtschaftstage an der DHBW Mosbach Scheidungsrecht, Rentenrecht, Steuerrecht: Ein Dschungel aus Paragraphen und Vorschriften? Wie komme ich zu meinem Recht und wie sichere ich meine Rente? Der Frauenwirtschaftstag am 19. Oktober an der DHBW Mosbach informierte zu diesem Thema. Nach der Begrüßung durch DHBW-Verwaltungsdirektorin Christine Zimmer und der Beauftragten für Chancengleichheit und Frauenförderung des Neckar-Odenwald-Kreises Angelika Bronner-Blatz machte Rechtsanwältin Hedwig Deters den Auftakt. Die Fachanwältin für Familienrecht und zudem Mediatorin startete mit einem Einblick über den Ablauf einer Scheidung sowie, welche Folgen eine Scheidung nach sich ziehe und welche einzelnen Regelungen zu beachten seien: Wenn die Ehe geschieden wird, wird auch der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft aufgelöst, so Deters. Wichtig sei zudem, dass im Rahmen des Versorgungsausgleichs Ansprüche auf Rente und sonstige Versorgung ausgeglichen und aufgeteilt werden. Der Kindesunterhalt habe Vorrang vor allen anderen Unterhaltsempfängern. Mit dem Zitat von Wilhelm Busch „Kinder seid ihr denn bei Sinnen? Überlegt euch das Kapitel! Ohne die gehör´gen Mittel soll man keinen Krieg beginnen!“ wies die Anwältin darauf hin, dass ein Versorgungsausgleich keine adäquate Rente für Frauen darstellen kann. Der Vortrag von Michaela Martus, Rentenberaterin und Dozentin für Sozialversicherungsrecht, widmete sich der Frage: Frauen kümmern sich um die Familie! Aber was wird mit der Rente? Durch niedrige Löhne, Minijobs oder keine durchgehenden Erwerbsbiografien arbeiten Frauen häufig über längere Zeiträume, in denen kein Durchschnittslohn erzielt werden kann. Dies führe dazu, dass das Rentenniveau sinke und 2036 rund 20 Prozent der Menschen von Altersarmut betroffen seien, viele davon Frauen. Martus betonte, man solle deshalb die Altersabsicherung mit dem 3-Säulen System abdecken und gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge kombinieren. Weiterhin zeigte sie auf, wie eigene Rentenansprüche durch Kindererziehung und Pflege von Angehörigen erworben werden können. Zum Abschluss analysierte die Steuerberaterin Anke Schwing die steuerliche Seite der einzelnen Lebensphasen Heirat, Kinder, Altersvorsorge und Rentenalter. Durch eine beispielhafte Berechnung des Arbeitslohns zeigte sie auf, welche Steuern und Beiträge vom Bruttolohn abgezogen werden und wie sich der Nettobetrag zusammensetzt. Auch werden zukünftig durch das Alterseinkünftegesetz viele Rentner auch nach ihrem Arbeitsleben eine Steuererklärung abgeben müssen. Ab 2040 werden alle Renten voll besteuert, so Schwing. Beim anschließenden Get together konnten die rund 50 Gäste noch weiter mit den Referentinnen ins Gespräch kommen. Der Vortragsabend war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis und deren Beauftragten für Chancengleichheit und Frauenförderung Angelika Bronner-Blatz, der DHBW Mosbach, der Bürgermeisterin von Aglasterhausen Sabine Schweiger, und dem Kreisseniorenrat Neckar-Odenwald-Kreis e.V. Bernd Ebert.
- Am 13.07.2013 fand erstmalig am Tag der offenen Tür an der DHBW Mosbach auch ein Treffen für die ehemaligen Studierenden statt. Bei Kaffee und Kuchen auf der Dachterrasse im Lohrtalweg über alte Zeiten plaudern und neue Kontakte knüpfen: Den Teilnehmern hat es gefallen, an ihre „alte“ Hochschule zurück zu kommen. Prof. Dr. Nicole Graf, Leiterin des Campus Heilbronn und des Ressort Alumni hieß die Teilnehmer um 14 Uhr herzlich willkommen und informierte über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen an der DHBW Mosbach. Marlies Ludwig, Vorstandsmitglied von DHBW friends for life e.V., dem Verein der Freunde und Förderer der DHBW Mosbach, begrüßte die Teilnehmer im Namen des Vereins und stellte die vielen Vorteile einer Mitgliedschaft dar. Die bunte Mischung aus Ehemaligen älterer Jahrgänge und „frisch“ Graduierten, aus „Einheimischen“ und weit her Gereisten z.B. aus der Nähe von Hannover und Dresden sowie Ehemaligen aus unterschiedlichen Studiengängen von Maschinenbau über Bank zeigt die Netzwerk-möglichkeiten, die DHBW friends for life bietet. Einige der Teilnehmer nutzten die Angebote am Tag der offenen Tür, um sich über Masterprogramme und eine Dozententätigkeit zu informieren, ihre Professoren und Studiengangsleiter wieder zu treffen und sich die Räumlichkeiten der DHBW anzusehen. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn wir auch Sie beim nächsten Alumni-Treffen am Tag der offenen Tür im Juli 2014 begrüßen dürfen.
- Ganz gleich, ob es um Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen geht: Die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit stellt eine große Herausforderung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch für ihre Arbeitgeber dar. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach setzt sich seit 2008 zum Ziel, durch verschiedene Maßnahmen sukzessive die Rahmenbedingungen für Beruf bzw. Studium und Familie zu verbessern. Hierfür lässt sie sich im Abstand von drei Jahren von unabhängiger Seite prüfen und zertifizieren. Für ihre Bemühungen wurde der DHBW Mosbach daher am Mittwoch, nach erfolgreichem Abschluss der Re-Auditierung, zum zweiten Mal das Zertifikat zum audit familiengerechte Hochschule verliehen. Die Überreichung der Zertifikatsurkunde in Berlin an die Prorektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann erfolgte durch den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze. „In den zurückliegenden drei Jahren haben wir in vielen Bereichen Prozesse angestoßen, die wir fortführen und ausbauen möchten“, betont Prof. Dr. Jeck-Schlottmann. „Exemplarisch wären Konzepte für Blended-Learning zu nennen, mit denen unsere Studierenden auch ortsunabhängiger lernen können. Dezentrales Arbeiten ist in gleichem Maße aber auch für unsere Beschäftigten ein wichtiges Thema, weshalb wir die alternierende Telearbeit eingeführt haben.“ „Es geht uns grundsätzlich um eine Veränderung der Kultur an der Hochschule“, ergänzt die Prorektorin und Dekanin der Fakultät Wirtschaft. „Daher stand und steht auch zukünftig die fortwährende Sensibilisierung von Beschäftigten und Studierenden in unserem Maßnahmenkatalog.“ Notwendig hierfür sei eine verstärkte Kommunikation über geeignete Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Teilnahme am audit familiengerechte hochschule war an der DHBW Mosbach von Anfang an eng verbunden mit der Absicht, neben dem Thema Betreuung von Kindern auch die Pflege von Angehörigen zu berücksichtigen. Entsprechende Vortragsangebote fanden große Resonanz unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sollen auch zukünftig fortgeführt werden. In seiner Festrede hob Staatssekretär Hintze die Vorbildfunktion der auditierten Unternehmen und Hochschulen hervor. Die DHBW Mosbach, damals noch unter dem Namen Berufsakademie Mosbach, war die erste Bildungseinrichtung ihrer Art, der das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule verliehen wurde. „Ich sehe uns in einer Vorreiterrolle,“ meint deshalb auch Prof. Dr. Jeck-Schlottmann. „Wir wünschen uns, dass wir mit der Zertifizierung in der Region und gegenüber unseren Partner-unternehmen sowie den Studierenden und Lehrenden hinsichtlich des Familienbewusstseins einen wichtigen Impuls setzen können.“ Das "audit berufundfamilie" ist eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Seit 2002 wird das audit auch Hochschulen unter dem Titel „audit familiengerechte hochschule“ angeboten. Die Schirmherrschaft für das audit der berufundfamilie gGmbH tragen gemeinsam Bundesfamilien-ministerin Dr. Kristina Schröder und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler.
- Holz-Wandskulpturen von Michael Lerche Das Habitat bezeichnet in der Biologie einen charakteristischen Aufenthaltsbereich einer Tier- oder Pflanzenart. Im modernen Sprachgebrauch steht das Wort Habitat auch für das menschliche Wohnumfeld. Diese Zweideutigkeit des Begriffes Habitat hat den Künstler bewogen, ihn für seine Ausstellung der Holz-Wandskulpturen zu verwenden. Die gezeigten Holzobjekte sind mit einer reduzierten Farbpallette bearbeitet und zum Teil mit anderen Materialien kombiniert. Sie zeigen teilweise die Spuren der "alten" Bewohner, gleichzeitig sind es Objekte, die in ein neues Umfeld transferiert werden, um dort als Kunstwerk weiter zu leben. Im weitesten Sinne von der Larve zum Käfer zum Kunstwerk... Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier. Hier geht es zur Anmeldung .
- Intensiv-Bewerbertraining für Abiturienten - ein gemeinsames Angebot des Handelsunternehmens Lidl, der DHBW Mosbach und des Neckarsulmer Albert-Schweitzer-Gymnasiums Es war der 11. Juli, für die 45 Schüler im Wirtschaftskurs der 11. Jahrgangsstufe im Albert-Schweitzer-Gymnasium Neckarsulm neigte sich das vorletzte Schuljahr dem Ende zu. Zeit, sich zu überlegen, wie es nach dem Abitur weitergeht: Welches Studium passt zu mir? Wie fühlt man sich bei einem Bewerbungsgespräch? In zwei Einheiten führte das eintägige Intensiv-Seminar in den Räumen der DHBW Mosbach am Campus Heilbronn Antworten durch den Bewerbungsprozess. In diesem Projekt kooperierten die Duale Hochschule Mosbach und das Handelsunternehmen Lidl mit dem Albert-Schweitzer Gymnasium aus Neckarsulm. Nach einem erfolgreichen Start im letzten Jahr ging das Bewerbertraining in die zweite Runde. „Diese Plattform“, so Prof. Dr. Zeyer von der DHBW Mosbach, „bietet Schülern in der Entscheidungsphase einen guten Einstieg in die oftmals nicht so einfache Bewerbungsphase. Natürlich ist es auch für uns und unsere Partnerunternehmen eine gute Chance, qualifizierte Nachwuchskräfte schon früh für das duale Studium zu interessieren.“ Am Anfang des Bewerbertrainings steht - wie auch im Leben - die Frage: Wer bin ich und was will ich? Sich mit seinen Interessen, Stärken und Fähigkeiten, also seiner Person auseinanderzusetzen, das ist sicherlich nicht der schnellste, aber dafür ein Erfolg versprechender Weg zu einer tragfähigen Studien- und Berufswahl. Prof. Dr. Zeyer, Studiengangsleiter an der DHBW Mosbach, weiß aus seiner langjährigen Erfahrung mit Studenten: „ Die erste und die wichtigste Frage, die man sich stellen muss, ist die nach der eigenen Person. Unser Seminar soll nicht nur pragmatische Antworten geben, sondern Impulse zum Nachdenken setzen.“ Oliver Vossenberg, Bereichsleiter Personal Lidl, verdeutlichte die Organisation des Bewerbereinganges: „Insbesondere Form, Rechtschreibung sowie Vollständigkeit der Bewerbungsunterlage sind ein MUSS. Hier entscheidet sich in wenigen Minuten, ob die Bewerbung berücksichtigt wird.“ Mit vielen Fragen und in einer entspannten Atmosphäre wurden die Schüler schnell aus ihrer Reserve gelockt. Hannes Weiß sagte stellvertretend für viele seiner Mitschüler: „Das Training heute ist eine gute Chance, die Bewerbungsprozesse aus der Sicht des Unternehmens kennenzulernen. Ich habe viele praktische Tipps bekommen, die ich gut umsetzen kann.“ Knock-Out-Kriterien sind immer noch ganz grundlegende Fehler: unseriöse E-Mail Adressen wie "steppenwolf@hotline.de", Serienbriefe mit der Adresse und dem Ansprechpartner des Konkurrenzunternehmens oder die Urlaubsfotos vom letzten Strandurlaub statt professioneller Bewerbungsfotos vom Fotografen. In fünf Gruppen geteilt, schlüpften die Schüler selbst in die Haut des Personalchefs und ordneten einen Stapel Bewerbungsmappen mit Fallbeispielen nach ihren Favoriten. Nach der Mittagspause folgte die Königsdisziplin, das simulierte Vorstellungsgespräch. Professoren der DHBW Mosbach und Personalleiter Vossenberg stellten Fragen, auf die 60 Prozent der jungen Bewerber nicht vorbereitet sind und die oft große Sprachlosigkeit hervorrufen. Vossenberg empfahl eindringlich: „Diese Fragen kommen. Bereiten Sie sich vor.“ Hochkonzentriert beantwortete der Schüler Furkan Iri ungewohnte Fragen nach seinen Stärken und Karrierezielen. „Einem Interviewer gegenüber zu sitzen, den man nicht kennt, und die Interviewsituation ganz real zu erleben, war eine neue Herausforderung.“ Das Netzwerk der Dualen Hochschule, ihrer dualen Partner und der Schulen im Umkreis ist engmaschig: Neben den Bewerberseminaren bietet die DHBW Mosbach an allen drei Campus vielfältige Möglichkeiten, sich zu orientieren und zu informieren: das BEST – Entscheidungs- und Zielfindungstraining in Bad Mergentheim, Informationsveranstaltungen an Schulen, Unternehmens-Planspiele für Abiturienten, Studieninformationsveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und das direkte Gespräch mit den Professoren und Mitarbeitern. Weitere Informationen auf der Website der DHBW Mosbach: http://www.dhbw-mosbach.de/informationen-fuer/studieninteressenten.html
- Zum ersten Mal fand am 24.5.2011 in den Räumen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach das Mosbacher Industrieforum statt. Teilnehmer von Wirtschafts- und Industrieunternehmen sowie aus Forschung und Lehre nutzten das Forum, um sich über aktuelle Themen zu informieren und auszutauschen. Inhaltlicher Schwerpunkt der ersten Veranstaltung waren „Betriebliches Instandhaltungsmanagement und Industrielles Service Management“. Veranstalter des 1. Mosbacher Industrieforums sind der Studiengang BWL-Industrie und der Studiengang Maschinenbau der DHBW Mosbach unter der Leitung von Prof. Dr. Seon-Su Kim und Prof. Andreas Weißenbach. Nach der Begrüßung durch Prorektor Prof. Dr. Max Mühlhäuser gab Prof. Weißenbach einen Überblick über den aktuellen Stand und die noch vielfach ungenutzten Potenziale im Bereich des „Betrieblichen Instandhaltungsmanagements“. Anschaulich belegt wurde dies durch den Beitrag von Rainer Schürmanns vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. am Beispiel der Instandhaltung von Raketenprüfständen. Dr. Jörg Niemann von der ABB AG zeigte, wie das professionelle Service Management mit Hilfe eines Life Cycle Index unterstützt werden kann. Carsten Neugrodda von der Océ-Deutschland GmbH, erläuterte, warum heute ein Best-in-Class-Service nicht mehr ausreicht, um im industriellen Wettbewerb zu bestehen. "Ein wunderbarer Überblick", so Prof. Kim, "über die verschiedenen Facetten des modernen industriellen Service Management." Die Veranstalter, Referenten und Teilnehmer des 1. Mosbacher Industrieforums waren mit der Auftaktveranstaltung sehr zufrieden. „Dieses Forum bot für Experten und interessierte Fachleute eine gute Plattform, um sich gezielt über ein industrieorientiertes Thema zu informieren und sich vor allem mit anderen Experten auszutauschen“, so Prof. Weißenbach in seinem Fazit. Prof. Kim ist überzeugt, „dass die Vorträge und Diskussionen beim Mosbacher Industrieforum einen wertvollen und aktuellen Beitrag für das neue Profilfach Industrielles Service Management in der Studienrichtung BWL-Industrie an der DHBW Mosbach bieten, so dass diese Veranstaltung bestimmt nicht die letzter dieser Art“ gewesen sei.
- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach hat eine neue Partneruniversität: Die Frostburg State University (FSU) in Maryland, USA. Kanzler Prof. Dr. Ahmad Tootoonchi war in Bad Mergentheim zu Gast, um die Urkunde entgegenzunehmen. Zukünftig soll sowohl Dozenten- als auch Studierendenaustausch mit der Universität durchgeführt werden. Das Auslandssemester in den USA kann über die Kooperation ohne Studiengebühren für die Studierenden und Dualen Partner angeboten werden. Die Frostburg State University ist damit einer der mehr als 60 internationalen Hochschulpartner der DHBW Mosbach.
- Am Mittwoch, 01. Juni 2011 findet ab 18.00 Uhr ein Vortrag im Rahmen des Studium Generale zu dem Thema "Kopfgeburt und Arbeitsauftrag - Der deutsche Wald" statt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier . Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, die 2011 unter dem Generalthema "Nachhaltigkeit - Annäherungen an einen vieldiskutierten Begriff" steht, findet am Mittwoch, 1.6.2011 ein Waldspaziergang der besonderen Art statt: Dr. Detlev Arens, Publizist und Autor, lädt dazu ein: Dass die deutsche Romantik den Wald als ihr angestammtes Biotop begriff und nachhaltig pflegte, gehört zum Basiswissen der Kulturhistoriker. Weniger geläufig ist, dass zeitgleich die realen Wälder hierzulande das Gesicht änderten. Ihr robuster Umbau aus dem Geist der Aufklärung sollte europaweit Schule machen. Der deutsche Wald: Auf der einen Seite ein rationales Konstrukt, auf der anderen Gegenstand „tief inniger“ Schwärmerei. Wenn irgendetwas deutsch am Deutschen Wald ist, dann diese eigentümliche Parallelentwicklung. Sie wird im Mittelpunkt des Vortrags stehen, den Dr. Detlev Arens im Rahmen des Studium Generale am 1.6.2011 um 18 Uhr an der DHBW Mosbach hält. Dr. Arens bezeichnet sich selbst als leidenschaftlichen Grenzgänger zwischen Natur und Kultur. Im Herbst 2010 erschien sein vielbeachtetes Buch "Der deutsche Wald". Der Vortrag findet an der DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10, 74821 Mosbach im Raum A 1.03 statt, der Eintritt ist frei. Neben Studierenden und Mitarbeitern der DHBW Mosbach sind auch Vertreter der dualen Partner und interessierte Gasthörer herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter bennebach@dhbw-mosbach.de wird gebeten.
- Studenten der Dualen Hochschule Mosbach begaben sich zurück in die Zeit der frühen Druckerkunst Von Gutenbergs revolutionären Erfindungen im Buchdruck, über die erste mechanische Setzmaschine, bis zu den heutigen digital gesteuerten Druckmaschinen – die faszinierenden Anfänge des modernen Buch- und Zeitungsdrucks liegen nun schon einige hundert Jahre zurück. Eine beachtliche Zeitspanne, in der sich entwicklungstechnisch, insbesondere im heutigen Zeitalter der Digitalisierung, einiges getan hat. Auf die Spuren der „schwarzen Kunst“ begaben sich dieser Tage die Studenten des Studiengangs „Onlinemedien“ der Dualen Hochschule Mosbach. Gemeinsam mit dem Lehrbeauftragten für den Bereich „Print“, Gerhard Cherdron, Geschäftsführer der Druckerei Laub in Dallau, erkundeten sie das breit gefächerte Spannungsfeld von modernen elektronischen Medien bis hin zu althergebrachten mechanischen Druckmethoden. Nach einigen in die Thematik einführenden Vorlesungen, unter anderem mit interessanten Inhalten zur Geschichte des Druck und der Herstellung von Papier, ging es in das Mosbacher Druckmuseum in der Hospitalscheune. Die Einrichtung, heute Teil des Stadtmuseums, wurde von passionierten ehemaligen Druckern und Setzern rund um Karl Kretschmer im Industriepark Neckarelz gegründet. Mit liebevoll gepflegten und damit voll funktionsfähigen Druck- und Setzmaschinen wird die über 550-Jährige Geschichte des Druckgewerbes veranschaulicht. Angefangen hat alles mit Gutenbergs Erfindung der Bleilettern, einzelnen gegossenen Buchstaben. Bereits 1884 konstruierte Ottmar Mergenthaler eine Setzmaschine, die die Fließsatzarbeit erheblich erleichterte. „Erst durch den Mengensatz war die Herstellung von Zeitungen im heutigem Umfang möglich“, wusste Herbert Schmitt, Maschinensetzer i. R., der zuvor über 30 Jahre bei der RNZ gearbeitet hat. Er führte vor, wie mit der Setzmaschine „Linotype“ ganze Buchstabenreihen aus Matrizen gesetzt und mit flüssigem Blei abgegossen werden konnten. Die fertigen Zeilen wurden dann vom Handsetzer oder Metteur zu Seiten zusammengesetzt und in den Schlitten einer Druckmaschine, beispielsweise dem „Johannisberger Stoppzylinder“, eingespannt. Diese Maschine war bereits 1890 in der Lage, das manuell unterstützte Einziehen der Blätter, die Einfärbung der Form und den Druck, sowie das anschließende Falzen „inline“ auszuführen. „Die Maschine funktioniert nach denselben Prinzipien, die wir heute beim Drucken kennen“, so Gerhard Cherdron. Karl Kretschmer machte auf die aus der Maschine hervorgehende Weiterentwicklung, die Rotationsmaschine, die „rund gegen rund“, statt auf Bogen-, auf Rollenpapier druckt, aufmerksam. Die heute noch funktionstüchtigen Maschinen sowie der damals gelegte Grundstein für die moderne Technik faszinierten nicht nur die Studenten. So wurde die Besichtigung mit Interesse verfolgt und die Verantwortlichen freuten sich anschließend über eine positive Resonanz. Nebenbei holten sich die Studierenden zahlreiche wertvolle Anregungen für ihr Filmprojekt im Rahmen des Studiums. Das eigenständig erstellte Filmmaterial der letzten Jahre über Mosbach lässt sich im Internet unter www.stadtlandfluss-geschichten.de abrufen. Diesen Artikel verfasste Jana Grosser für die Rhein-Neckar-Zeitung .
- Trotz bestem Badewetter herrschte am Tag der offenen Tür auf dem Campus der DHBW Mosbach reger Betrieb. Jasmin Weimüller, Schülerin der 11. Klasse des Ludwig-Erhardt-Wirtschaftsgymnasiums in Mosbach, stand schon um zehn Uhr am Info-Stand der DHBW. „Alle Firmen und alle Studiengänge an einem Ort- bequemer geht es nicht. Ich möchte gern BWL studieren, weiß aber noch nicht genau, in welche Richtung. Da kann das Schwimmbad bis morgen warten.“ Irgendwas mit BWL oder Technik - viele der Schüler kamen mit einer ungefähren Vorstellung zum Tag der offenen Tür, oft in Begleitung von Eltern oder auch Großeltern. Andere waren perfekt vorbereitet, arbeiteten sich durch ihre ganz persönliche Firmenliste und hatten im Vorfeld schon Termine mit den Firmen vereinbart. Ein Großteil der Schüler besucht die elfte Jahrgangsstufe und steigt im September in den Bewerbungsprozess ein. Ein Ausbildungsvertrag mit einem der 1.100 Partnerunternehmen ist Voraussetzung für ein duales Studium. Über 120 Firmen präsentierten sich vor Ort und boten den Schülern die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen und persönliche Kontakte aufzubauen. Für den Bewerbungs-Coach Berthold Eckert aus Buchen ist der Hinweis auf das Gespräch am Tag der offenen Tür ein gelungener Einstieg in ein Bewerbungsanschreiben. „ So hebt ihr euch von der Masse ab, zeigt Engagement und stellt einen persönlichen Bezug zum Unternehmen her.“ Eckert weiß, worauf es bei einer gelungenen Bewerbung ankommt und beantwortete beim Bewerbungsseminar geduldig jede noch so spezielle Frage. Auch bei Frau Lober vom Team Ausbildung der Wittenstein AG riss der Strom der Fragenden nicht ab. Mit einer hohen Ausbildungsquote engagiert sich das Unternehmen sehr stark im Bildungsbereich. „Wir sind seit 2003 von Anfang an beim Tag der offenen Tür dabei.“ An den Ständen von anderen Firmen wurden die Stapel der Broschüren und Infoblätter schnell kleiner, mussten sogar vor Ort nachgedruckt werden. Die Firma Interforst GmbH aus Kirchzell war zum ersten Mal an der Dualen Hochschule und wollte sich eigentlich nur informieren. Jetzt hängt ihr Angebot für einen Firmenplatz an der Stellenbörse der Hochschule. Vor den Türen der Labore im Erdgeschoss drängten sich die Besucher: Hier wurde experimentiert, ausprobiert und nachgefragt. Im Elektrotechnik-Labor ist der Flipper-Automat im 21. Jahrhundert angekommen. Täuschend echt im Gefühl und Sound, rollen die Kugeln durch 31 verschiedene Programme des elektronischen Flippers. Die Idee stammt vom Laboringenieur Stefan Bauer, der den Apparat zusammen mit zwei Studierenden in vielen Stunden entwickelt und aufgebaut hat. Eine Smartphone-App gibt es bereits, die Verbindung zur Bewegungssteuerung Kinect ist in Planung. Ein dichte Traube drängte sich um das nächste Studienprojekt der Studenten Florian Wanke und Pascal Erles: eine Cocktailmaschine, die vollautomatisch gleichzeitig acht verschiedene Drinks zubereitet. „Das Studienprojekt war sehr vielseitig. Neben den mechanischen und elektronischen Aufgabenstellungen entwickelten wir beide uns zu versierten Barkeepern und haben sogar einen eigenen Drink kreiert, den ET10 aus Limette, Wodka, Multivitaminsaft und Grenadine.“, sagt Florian Wanke. Über 1.200 Besucher verteilten sich in den Gebäuden und auf dem Außengelände, zum ersten Mal war auch die Dachterrasse geöffnet. Die Bäckerei Dreschflegel servierte auf der Terrasse und dem Außengelände sommerlichen Eiskaffee, Kuchen, Snacks und Getränke. Um vierzehn Uhr eröffnete das erste DHBW-Alumni-Treffen auf der Dachterrasse. Um über 1.000 Mitglieder in den letzten Monaten gewachsen, ist der Alumni- Verein “DHBW friends for life“ eine wichtige Säule im Hochschulleben. Ob ehemalige Studierende oder Kinder der Mitarbeiter – am Tag der offenen Tür ist für alle Altersgruppen etwas geboten. Im Jahr 2008 als erster Standort der Dualen Hochschulen familienzertifiziert, bietet die DHBW Mosbach erstmals ein Bastelzimmer für Besucher- und Mitarbeiterkinder. Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, zieht ein positives Resümee: „In diesem Jahr feiern wir zusammen mit unseren Partnerfirmen das zehnjährige Jubiläum. Der Tag der offenen Tür hat sich zu einer erfolgreichen Tradition entwickelt.“ Wer gern noch einmal den Vortrag über das duale Studium und die DHBW Mosbach Revue passieren lassen möchte oder wem einfach die Zeit fehlte, bei den Informationsveranstaltungen dabei zu sein, hier gibt es die Präsentation der Dualen Hochschule Mosbach noch einmal zum Nachlesen.