- Lebenskünstlerin zu Gast an der DHBW Mosbach Die Autorin Greta Taubert wagte den Selbstversuch: Ein Jahr lang übte sie Konsumverzicht. Sie ging jagen, baute Stadtgemüse an, züchtete Pilze, schneiderte, schlief im Wald und wurde so zur Selbstmacherin und Tauschhändlerin. In einem Vortrag an der DHBW Mosbach gibt Greta Taubert am 3. Juni 2014 persönlichen Einblick in ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema „Apokalypse Jetzt! Wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite“. Ihre Motivation für das Experiment war die alltägliche Präsenz von Krisen und Katastrophen. Taubert wollte herausfinden, ob es möglich ist, sich auf schlechte Zeiten vorzubereiten. Jede Idee, die ihr beim Überleben helfen konnte, lernte sie kennen. Menschen, die sich bereits jenseits der Konsumpfade bewegen und der Verschwendung entsagt haben, wurden ihre Lehrer. Am Ende erkannte die Autorin: Mit jedem Schritt, den sie aus dem Kreislauf des Noch-mehr-haben-Wollens herauswagt, verschwindet die Angst vor dem Ungewissen und der Zukunft. Ihre Erlebnisse mündeten in dem Buch „Apokalypse Jetzt“. Die Autorin und Reporterin lebt in Leipzig und schreibt u.a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, das SZ Magazin und Die Zeit. Der Vortrag startet am Dienstag, den 3. Juni 2014 , um 17 Uhr im großen Hörsaal im Gebäude A der DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.
- Am 30. Juni 2008 nahm Prof. Reinhold Geilsdörfer, Direktor der Berufsakademie Mosbach (BA), das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, entgegen. Die BA Mosbach mit ihrer Außenstelle Bad Mergentheim hatte sich durch die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung – erfolgreich auf die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie prüfen lassen. Im Rahmen der Auditierung wurden zunächst bestehende Maßnahmen betrachtet und weiterführende Zielvorgaben erarbeitet. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren, danach schließt sich eine Überprüfung der erreichten Ziele an. Unter den 74 Hochschulen, die seit Einführung des Audits im Jahre 2002 ausgezeichnet wurden, ist mit der BA Mosbach erstmals eine Berufsakademie vertreten. „Wir wollen uns als attraktiver Arbeits- und Studienort etablieren“, so Geilsdörfer. Anlässlich der feierlichen Verleihung der Zertifikate in Berlin hob Bundesfamilienministerin von der Leyen, die gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Michael Glos die Schirmherrschaft für das Audit trägt, die enorme wirtschaftliche und soziale Bedeutung von familienfreundlicher Personalpolitik hervor. Dabei rücke vor allem der Faktor Zeit in den Fokus, eine größere Flexibilität sei hier unabdingbar. Die BA Mosbach hat sich in ihren Zielen vorgenommen, den Beschäftigten künftig noch bessere Möglichkeiten der Abstimmung von Arbeitszeit und -ort mit familiären Bedürfnissen zu bieten. Darunter fallen unter anderem die Planung von Telearbeit sowie die Ausweitung bereits bestehender Gleitzeitregelungen. Auch für Studierende sollen Hilfestellungen bereitgehalten werden, die ihnen Freiräume in im Studienalltag verschaffen, beispielsweise durch die Ausweitung von Blended-Learning-Angeboten. Mit Hilfe von Kooperationspartnern können den Studierenden und Beschäftigten unterschiedliche Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Einen weiteren Schwerpunkt wird die BA auf die Bündelung und Weitergabe von familienrelevanten Informationen legen. Ziel ist eine dauerhafte Sensibilisierung für Themen der Familienarbeit, zum Beispiel der Kindererziehung und -betreuung sowie der Pflege von Angehörigen, die eine wachsende Herausforderung darstellt. Im Rahmen der Zertifikatsverleihung bestand in verschiedenen Foren die Möglichkeit, Erfahrungen zu diskutieren und sich mit anderen Hochschulen auszutauschen. Mit vielen neuen Ideen wird die BA Mosbach in den kommenden drei Jahren Projekte initiieren. „Die zertifizierten Unternehmen und Institutionen zeigen jeden Tag aufs Neue, wie ein Betrieb familienbewusst und zugleich erfolgreich geführt werden kann“, so von der Leyen in ihrer Festrede.
- Dr. Günter Hermann referierte in einem Impulsvortrag über Risiken und Chancen von Unternehmensgründungen in China. Bad Mergentheim, 21. November 2016. Wissen anwenden und konstruktiv kritisch an Themen herangehen, mit diesem Ziel lud der Studiengang BWL-International Business Studierende zu einem anschaulichen Expertenvortrag ein. Für diese Veranstaltung im neuen Format konnte Dr. Günter Hermann gewonnen werden. Hermann ist Experte auf dem Gebiet Joint Ventures in China. „Mit diesem Event haben wir eine neue Plattform zum Lernen und Diskutieren geschaffen“, erklärte Prof. Dr. Enrico Purle, Studiengangsleiter BWL-International Business, zu Beginn. Neben dem Vortrag zu einem aktuellen Thema mit anschließender Fragerunde konnten die Teilnehmenden in einem zweiten Teil untereinander ins Gespräch kommen und sich „vernetzen“. Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim hob in seinem Grußwort hervor, dass solche Veranstaltungen „Meilensteine im Studium sein werden, an die man sich gerne erinnert“. Hermann, langjähriger CEO der SGL Group in China, referierte in seinem spannenden Fachvortrag über die Schwierigkeiten aber auch Chancen beim Aufbau eines Joint Ventures in China. „Chinas Entwicklung wird das Weltgeschehen in den kommenden Jahren prägen und auch Deutschland verändern“, stellte Hermann fest. 1994 führte ihn ein Projekt zum ersten Mal nach China. 1997 zog er mit seiner Familie nach Shanghai und gründete in den Folgejahren mehrere Tochterunternehmen und Joint Ventures für SGL in China und benachbarten asiatischen Ländern. Im Rahmen der Gründung und der Leitung dieser Joint Ventures lernte Hermann die chinesische Kultur, das politisches System, die Wirtschaftssteuerung aber auch die Innovationskraft kennen. Mit kleinen Anekdoten aus seinem reichen Erfahrungsschatz verdeutlichte er die kulturellen Unterschiede und Fallstricke. „Jeder sollte in seinem Studium oder auch in seiner beruflichen Laufbahn einmal im Ausland arbeiten und sich mit der entsprechenden Kultur auseinandersetzen“, empfahl Hermann. China als aufstrebende Weltmacht bietet gerade für Führungskräfte eine Plattform für die eigene berufliche Weiterentwicklung. Im Namen der Gastgeber dankte Prof. Dr. Rainer Jochum, Studiengangsleiter BWL-International Business, dem Referenten für die erkenntnisreichen und authentischen Ausführungen: „Der Vortrag fesselte alle Anwesenden, auch nach einem Tag voller Vorlesungen und Arbeit“. Abgerundet wurde der Abend im Forum des Deutschordensschlosses bei einem gemeinsamen „Networking“ zwischen Studierenden, Professoren und dem Referenten. Die Studierenden waren begeistert: „Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen und gut organisiert! Es war interessant und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte vom Gespräch mit Dr. Hermann noch viele Anregungen und Tipps mitnehmen und freue mich deshalb bereits auf die nächste Veranstaltung dieser Art.“
- Leiter des Studienprogramms Prof. Dr. Matthias Laforsch über den DHBW-Marketing-Master Der Master in Business Management – Marketing (MBM Marketing) ist ein berufsbegleitendes und weiterbildendes Studienangebot. Es wird gemeinsam von den beiden Hochschulen DHBW Mosbach und German Graduate School of Management and Law (GGS) angeboten. Der wissenschaftliche Leiter des Studienprogramms Prof. Dr. Matthias Laforsch erklärt im Interview die Besonderheiten des Masterprogramms und warum er sich über Studierende aus unterschiedlichen Branchen und fachlichen Disziplinen freut. Das Masterprogramm startet im Herbst mit dem dritten Jahrgang. Was ist das Besondere an diesem Studiengang? Laforsch: Zugegeben, Masterstudienprogramme, insbesondere mit Vertiefung Marketing, gibt es mittlerweile fast so häufig wie Sand am Meer. Im Vergleich zu vielen anderen ist der MBM Marketing in Mosbach aber ein berufsbegleitendes und weiterbildendes Studienprogramm. Wir sprechen mit dem Studienkonzept nicht nur die „klassischen“ BWL-Absolventen an, sondern auch diejenigen aus natur-, ingenieur- oder geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die sich fehlende Managementkompetenzen in Marketing und Vertrieb aneignen möchten. Mit unserem Master können sie einen ganz neuen beruflichen Schwerpunkt setzen. Sie haben Ende letzten Jahres die Leitung übernommen. Welche Prägung möchten Sie dem Studienprogramm mitgeben? Laforsch: Mir fällt positiv auf, dass die Diskussionen in den laufenden Seminaren häufig besonders kreativ und produktiv sind, weil Meinungen und Ansätze aus unterschiedlichen Branchen und fachlichen Disziplinen aufeinandertreffen. Ich möchte diese besondere Atmosphäre weiter fördern und dafür sorgen, dass die Durchgängigkeit für Bewerber aus unterschiedlichen Disziplinen, Branchen und auch Ländern so bestehen bleibt. Denn ich bin davon überzeugt, dass durch eine Konfrontation mit anderen Perspektiven viele Ansätze und Lösungen entstehen, die jenseits der ausgetretenen Denkpfade der klassischen BWL-Disziplinen liegen. Solche branchen- und disziplinübergreifenden Lösungen sind für Unternehmen im Wettbewerb heute überlebenswichtig. Wer profitiert von dem Masterstudiengang Marketing? Laforsch: Sowohl die Unternehmen als auch unsere Masterstudierenden – wie beim Dualen Konzept üblich. Marketing und Vertrieb sind wettbewerbskritische Aktivitäten und qualifizierte Mitarbeiter in diesen Bereichen darum ein großer Wettbewerbsvorteil. Zudem erhalten die Unternehmen ein hervorragendes Instrument zur Mitarbeiterbindung. Die Studierenden profitieren von der Möglichkeit, karriererelevante Kompetenzen gezielt und berufsintegriert auszubauen und damit ihre Aufstiegschancen zu verbessern. Um diesen Wunsch zu unterstützen, kooperieren wir im Masterprogramm mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, zum Beispiel Industrie, Finanzen, Handel und Dienstleistungen. Unsere Studierenden erleben einen umfassenden und vielfach branchenübergreifenden Praxisbezug, eine individuelle Betreuung und einen permanenten inhaltlichen Transfer zwischen Job und Studium. Wie unterscheidet sich das Masterstudium an der DHBW Mosbach von einem dualen Bachelorstudium? Laforsch: Dazu fallen mir spontan drei Aspekte ein. Erstens vergeben wir im Masterstudium die Studienplätze nicht an duale Partnerunternehmen, sondern direkt an geeignete Bewerberinnen und Bewerber. Dabei signalisieren die Unternehmen, bei denen unsere Studierenden beschäftigt sind, mit einem Kooperationsvertrag, dass sie ihre Mitarbeiter während des Studiums unterstützen, beispielsweise indem Forschungsprojektarbeiten und Master Thesis betrieblich betreut werden. Darüber hinaus ist der MBM Marketing als weiterbildendes Studium angelegt. In einer modernen und schnelllebigen Arbeitswelt ist heute für die Karriereentwicklung „lebenslanges Lernen“ gefordert. Unser Masterprogramm richtet sich deshalb an Personen mit erfolgreich abgeschlossenem Grundstudium – meist ein Bachelor –, die bereits seit mindestens einem Jahr, häufig auch länger, mitten im Berufsleben stehen. Die Masterstudierenden sind hinsichtlich der Altersstruktur, des praktischen Erfahrungswissens oder des Berufswegs weitaus heterogener als ein durchschnittlicher Jahrgang im Bachelorstudium. Der dritte Aspekt betrifft den Wechsel von Theorie- und Praxisphasen. Ich möchte nicht verschweigen: Die Studierenden werden im Tausch für ihren Masterabschluss einige Wochenenden, vier Vollzeitwochen und diverse Freizeitstunden opfern müssen, um an den Präsenzveranstaltungen teilzunehmen und die virtuellen Studieninhalte in einem „Blended Learning Konzept“ aufzubereiten. Der Workload von 90 ETCS-Punkten teilt sich auf jeweils 6 Module in den Bereichen „General Management“ und „Vertiefung Marketing und Vertrieb“ auf. Im Gegenzug können die „Professionals“ weiterhin fast vollständig ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. Was müssen Interessierte für die Bewerbung beachten? Laforsch: Die Bewerber müssen 210 ECTS-Punkte mitbringen. Wer im vorangegangenen Studium nicht BWL studiert hat oder aus einem Bachelorstudium weniger Punkte mitbringt, kann über Aufbaumodule vor Studienstart grundlegende BWL-Kenntnisse oder fehlende ETCS-Punkte erwerben. Die Leistungen, die in einem solchen Aufbaumodul zu erbringen sind, werden nach Eingang der Bewerbung für jeden individuell und verbindlich festgesetzt. Sie sind bis zu Studienbeginn im Oktober zu erbringen. Da heißt es, sich im Sommer auf den Hosenboden zu setzen, um vorhandene Lücken zu schließen. Und was kostet so ein Masterprogramm? Laforsch: Pro Semester sind 3.750 Euro zu zahlen, also insgesamt 15.000 Euro. Allerdings gibt es Fördermöglichkeiten für alle Studierenden. Zum Studienstart 2014 sind noch Studienplätze mit Stipendium zu vergeben! Die besten und schnellsten Bewerberinnen und Bewerber können eine Förderung von bis zu 10.000 Euro zum Masterprogramm erhalten! Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2014. Bewerbung
- Am Samstag, den 19. Juli 2008 lädt die Berufsakademie Mosbach (BA) zu ihrem traditionellen Tag der offenen Tür ein. Von 10.00 bis 15.00 Uhr wird ein abwechslungsreiches und informatives Programm geboten. Mit 100 Unternehmen, zum Teil international operierenden Konzernen aus dem gesamten Bundesgebiet, die BA-Studierende ausbilden, präsentieren sich mehr Aussteller als jemals zuvor. Alle Studiengänge der Berufsakademie Mosbach und ihrer Außenstelle Bad Mergentheim werden durch Professoren, Studierende und Mitarbeiter vorgestellt. Absolventen, die bereits Auslandserfahrungen vorweisen können, sind auf die Anforderungen der weltweit vernetzten Wirtschaft bestens vorbereitet. An einem eigenen Stand werden die internationalen Programme der BA erläutert. Wer sich über die Inhalte der einzelnen Studiengänge informieren und Kontakte zu den Betrieben knüpfen möchte, sollte den Tag der offenen Tür nutzen und sich vor Ort einen Einblick verschaffen. Als besonderen Service organisiert die Berufsakademie eine Stellenbörse, bei der sich Schülerinnen und Schüler über freie Studienplätze bei den ausstellenden Unternehmen kundig machen können. Die BA bietet außerdem Vorträge von Firmenvertretern, die darlegen, wie man seine Chancen optimieren kann, einen Firmenplatz zu ergattern. Weiter referieren ein BA-Professor, der die Berufsakademie vorstellt und ein Coach, der Tipps zu Bewerbungsverfahren gibt. Berthold Eckert von Eckert Coaching steht auch für individuelle Beratungen und Mappenanalysen zur Verfügung. Oberstufenschülerinnen und -schüler können ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen und prüfen lassen. Es besteht außerdem die Möglichkeit eine computergestützte Profilanalyse durchzuführen, die bei der Wahl des persönlich passenden Studiengangs weiterhilft. Selbsterfahrung steht beim Hochseilparcours der Spezialisten für Teamentwicklung von eventure park, Mudau, und beim Astronautentrainer Health Flyer im Vordergrund. Für gute Laune sorgt die Marching Band Speedy Gonzales, für das leibliche Wohl die mobile Kaffeebar, ein Stand mit italienischen Spezialitäten und ein Eiswagen. Wer das Rätsel zum angebotenen Rundgang richtig löst, kann einen mp3-Player, eine Webcam oder einen anderen spannenden Preis gewinnen.
- Prof. Dr. Doris Nitsche-Ruhland ist vom Senat der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in das Präsidium gewählt worden. Frau Nitsche-Ruhland ist seit 2009 Studiengangsleiterin an der DHBW Stuttgart im Studiengang Informatik, seit 2015 gewähltes Mitglied im Senat der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und hatte auch die Sprecherfunktion im Senat inne. Frau Nitsche-Ruhland ist für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt worden. Professor Dr. Nitsche-Ruhland studierte Informatik und Linguistik an der Universität Stuttgart und wurde im Bereich der Informatik promoviert. Bereits seit dem Jahr 2000 war sie Professorin im Studiengang Informatik an der früheren Berufsakademie und heutigen DHBW Stuttgart; im Jahr 2009 wurde sie Studiengangsleiterin. Seit 2007 engagiert sich Nitsche-Ruhland in der Fachkommission Technik und ist stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der DHBW Stuttgart. Darüber hinaus war sie von 2003 bis 2015 im Vorstand des Verbands der Mitarbeiter der DHBW (VMDH). DHBW Präsident Prof. Arnold van Zyl PhD/Univ. of Cape Town gratulierte Prof. Nitsche Ruhland zu ihrer Wahl: "Mit Frau Professorin Nitsche-Ruhland gewinnen wir eine sehr sachkundige, äußerst engagierte und erfahrene Kollegin für das Präsidium der DHBW. Seit vielen Jahren macht sie sich für das duale Studium an der DHBW stark; sie verfügt über ein großes Netzwerk und bringt zudem umfangreiche Gremienerfahrung mit. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit im Präsidium." Frau Nitsche-Ruhland wird damit die Nachfolge von Frau Professorin Dr. Bärbel G. Renner antreten, die sich ebenfalls seit mehr als 10 Jahren mit unglaublichem Engagement für die Belange der DHBW einsetzt, und die Hochschule auf eigenen Wunsch zum Jahresende verlassen wird.
- Kamingespräch mit ebm-papst-Geschäftsführer Rainer Hundsdörfer „Unternehmen müssen sich global aufstellen“, forderte Rainer Hundsdörfer. „Denn sonst kommen die Mitbewerber bis vor die eigene Haustür.“ Welche Faktoren dabei zum Erfolg beitragen und welche Herausforderungen das für die Unternehmenskultur und -struktur bedeutet, erklärte der Vorsitzende der ebm-papst-Geschäftsführung in seinem Vortrag am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach. „Wir befinden uns aktuell im Wandel vom internationalen zum globalen Unternehmen“, erzählte Hundsdörfer beim Studium Generale am vergangenen Mittwoch. International bedeute dabei, dass viele Geschäftsbereiche in aller Welt von Deutschland aus koordiniert würden. Ziel des Ventilatorenherstellers sei aber, immer mehr Geschäftsprozesse komplett in andere Länder zu verlagern und damit zum globalen Unternehmen zu werden. „Mit Rainer Hundsdörfer haben Sie einen Geschäftsführer vor sich, der bereits viele Unternehmensstrukturen und Führungsstile von innen gesehen hat“, stellte Campusleiter Prof. Dr. Seon-Su Kim den Gast seinen Studierenden vor. „Hier können Sie hautnah und direkt erfahren, welche Anforderungen der internationale Kontext an Manager stellt.“ „Das Wissen steckt in den Köpfen“ Der ebm-papst-Chef skizzierte für rund 40 angehende Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure, wie sich die Unternehmensgruppe international entwickelt hat: Zuerst entstehen Vertriebsniederlassungen, die nach einiger Zeit auch kundenspezifische Lösungen anbieten. Der nächste Schritt ist die Veredlung von Standardprodukten aus Deutschland vor Ort, gefolgt von der vollständigen Produktion im anderen Land. Letztendlich wünscht sich die ebm-papst-Gruppe aber, dass auch die Produktentwicklung international abläuft. „Der Kunde bezahlt uns nicht für zusätzliche Produkteigenschaften“, so Hundsdörfer. „Chinesische Entwickler können darum viel gezielter Produkte für den chinesischen Markt entwickeln als deutsche.“ Sie sind näher am Markt, kennen die Wettbewerbssituation und sind dadurch schneller. Rainer Hundsdörfer hat dabei kaum Bedenken, dass die Unternehmensgruppe beispielsweise in China zu viel Know-how preisgibt: „Solange wir nur kopiert werden, können wir nicht überholt werden – und es ist ja ein Lob und Beleg dafür, dass wir alles richtig machen.“ Mittlerweile gebe es wirksamen technischen Schutz, dass Baupläne und ähnliches nicht gestohlen werden könnten. „Aber das Wissen steckt ja auch in den Köpfen. Deswegen müssen wir schauen, dass der Mensch bei uns bleibt!“ Dabei helfen beispielsweise lokale Geschäftsführer. Der Mensch im Mittelpunkt Damit dieses Konzept funktioniert, müsse die Unternehmenskultur passen, so der Geschäftsführer, der selbst im Ausland und bei ausländischen Unternehmen gearbeitet hat und damit den Blick von außen aus einem Tochterunternehmen kennt. „Das wichtigste ist, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.“ Konkret bedeutet das, dass die Unternehmensgruppe sich darum kümmert, dass die Mitarbeiter weltweit gern zur Arbeit kommen. Am Stammsitz Mulfingen gibt es Shuttle-Busse, mit denen die Mitarbeiter von Zuhause abgeholt werden, und in Landshut Fitnesskurse während der Arbeitszeit, die nebenbei die Krankheitsquote drastisch reduziert haben. Werke in Indien dagegen sind klimatisiert, was im tropischen Klima sowohl die Arbeitsqualität verbessert als auch die Produkte selbst schont. Die Mitarbeiter können sich wiederaufbereitetes Trinkwasser mit nach Hause nehmen, dort eine wertvolle Ressource. „Wir akzeptieren andere Kulturen gerne, tragen aber natürlich unsere Kernwerte in die Außenstellen“, so Hundsdörfer. Das sind Vertrauen in die Mitarbeiter, gute und transparente Kommunikation nach innen und nach außen, die gleichen Ausbildungsstandards und Arbeitsbedingungen weltweit, aber beispielsweise auch gleiche Bezahlung der Führungskräfte an allen Standorten und unabhängig von der Herkunft. Einige persönliche Tipps hatte der Manager während der anschließenden Fragerunde auch für die Studierenden: Sie sollten weltoffen bleiben und Sprachen lernen. Sie sollten Auslandserfahrungen sammeln und bei einer Bewerbung im Anschreiben zeigen, welche Persönlichkeit in ihnen steckt. Sie sollten den Mut finden, immer mal wieder etwas Neues anzufangen. Aber am wichtigsten: „Überlegen Sie sich, welche Arbeit Ihnen Spaß macht! Dann werden Sie erfolgreich sein und mit Begeisterung arbeiten. Aber vernachlässigen Sie nie Ihre Familie, denn manche privaten Erlebnisse können Sie nie nachholen.“
- Gutes tut sie schon lange, darüber geredet wurde bislang wenig. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung Pro Berufsakademie Mosbach als erste Stiftung einer Baden-Württembergischen BA gegründet und hat sich bis heute hervorragend entwickelt. Sie unterstützt die Berufsakademie Mosbach und deren Außenstelle Bad Mergentheim dabei, einen stetigen Optimierungsprozess voranzutreiben, der ihr Bestehen im nationalen und zunehmend internationalen Wettbewerb der Hochschulen sichert. Die Stiftung übernimmt in wichtigen Handlungsfeldern die Finanzierung von Projekten, die mit den vom Land zur Verfügung gestellten Haushaltsmitteln nicht realisiert werden können. Ein Schwerpunkt ihres Engagements liegt im Bereich Internationalisierung, indem sie weltweite Kooperationen und Austauschprogramme unterstützt; ein weiterer in der Förderung zeitgemäßer, professioneller Werbemaßnahmen, die dazu beitragen, qualifizierte Schülerinnen und Schüler für die BA zu begeistern und weitere Ausbildungsunternehmen für das duale Studium zu gewinnen. Hinzu kommen unter anderem die Bezuschussung der Mosbacher Campus Gespräche sowie der Bad Mergentheimer Schlossgespräche, der Aufbau eines Alumni-Netzwerkes und die Vergabe von Stipendien. Geschäftsführer Kurt Finkenberger betont die enorme Bedeutung, die der Berufsakademie Mosbach und ihrer Außenstelle Bad Mergentheim in der Bildungslandschaft von Neckar-Odenwald- und Main-Tauber-Kreis zukommt. Für Jugendliche der Region schaffe sie beste Perspektiven und zöge darüber hinaus junge Menschen aus ganz Deutschland an. Genauso setzten inzwischen nicht nur zahlreiche regionale Unternehmen auf die Qualifikation von Nachwuchskräften vor Ort, die BA kooperiere bundesweit mit namhaften, international operierenden Firmen. Auch der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Klaus W. Frink, sieht die Berufsakademie als wichtigen Standortfaktor und die Stiftung als zentrales Instrument um diese zu stärken. Die Stiftung Pro Berufsakademie Mosbach finanziert sich über Sponsoren-Partnerschaften und Zuwendungen aus der Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmen wie auch die Großen Kreisstädte Mosbach und Bad Mergentheim engagieren sich bei der gemeinnützigen Institution, die der BA für 2008 so eine Fördersumme von 180.000 Euro zur Verfügung stellen kann. Die jüngste Investition in ein neues Dienstfahrzeug für die Außenstelle Bad Mergentheim soll deren Mitarbeiter mobiler machen. Diese können nun bestens ausgestattet ihre Institution bei Schulen, Unternehmen und Bildungsmessen vorstellen. Dass das „BA-Mobil“ selbst als Werbefläche genutzt wird, verdoppelt den Wirkungsgrad dieser Fahrten noch einmal. Nähere Informationen zur Stiftung finden Sie unter www.stiftung-bamosbach.de .
- Joachim Frech ist neuer Direktor des CAS / Verabschiedung von Gründungsdirektor Otto H. Jacobs Stuttgart/Heilbronn, 8. November 2016 – Nach zwei Jahren als Gründungsdirektor des Center for Advanced Studies (CAS) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg hat Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Otto H. Jacobs sein Amt gestern an Prof. Dr.-Ing. Joachim Frech übergeben. Frech war im September vom Aufsichtsrat der DHBW zum künftigen Direktor gewählt worden. Er war bereits seit Juni 2014 Dekan der Fakultät Technik und stellvertretender Direktor am CAS. „Professor Jacobs hat es vermocht, seine exzellenten Sachkenntnisse aus fast 40 Jahren Hochschulerfahrung für den Aufbau des Center for Advanced Studies mit Verve einzusetzen und somit die Positionierung des Dualen Masters der DHBW weiter voranzutreiben. Dabei ist es ihm auch gelungen, die dualen Master-Programme bei den Partnerunternehmen zu etablieren und die standortübergreifende Studienorganisation effizient zu strukturieren. Herrn Jacobs ist es zu verdanken, dass die Gründungsphase des CAS so hervorragend verlaufen ist. Er hat den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Dualen Masters gelegt“, so DHBW Präsident Prof. Arnold van Zyl in seiner Ansprache. Professor Jacobs hatte während seiner Amtszeit neue Strukturen für das Master-Studienangebot aufgestellt und neue Standards eingeführt. Besonders setzte er sich dabei für die fachliche und wissenschaftliche Qualität der Master-Programme ein. Er weitete das Studienangebot aus und bereitete auch neue Studienangebote wie den Master Wirtschaftsinformatik vor. Aufbauend auf seine profunden Kenntnisse von Hochschulstrukturen führte er die Verzahnung der Studienangebote ein und erreichte damit eine große Flexibilität der Programme, die sehr konsequent auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet sind. So etablierte er in der Fakultät Wirtschaft den Master in Business Management als breit angelegtes Master-Programm mit Studienrichtungen, die karriere-spezifische Schwerpunktsetzungen ermöglichen. Der Nachfolger und neue Direktor des CAS Prof. Dr.-Ing. Joachim Frech engagierte sich bereits vor der Gründung des Center for Advanced Studies im Jahr 2014 für die dualen Master-Studiengänge in der Fakultät Technik. Er trieb den Aufbau maßgeblich voran und bezog dabei die Verantwortlichen der Standorte intensiv mit ein. Mit großem Engagement restrukturierte Professor Frech die Studiengänge in der Fakultät Technik hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und etablierte parallel dazu in den Fakultäten Wirtschaft und Technik das Seminarangebot „Fachübergreifende Kompetenzen“, das heute ein Aushängeschild des Dualen Masters ist. Kommissarisch führte er zudem das Zentrum für Hochschuldidaktik und Lebenslanges Lernen (ZHL) am CAS und richtete es zukunftsfähig aus. „Unser Studienangebot im Dualen Master der DHBW bietet allen Dualen Partnern ein außergewöhnliches Instrument zur Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung. Für alle Bachelor-Absolventinnen und -absolventen der DHBW haben wir ein passendes Master-Studium im Angebot. Auf dieser Basis führen wird den Ausbau der Studienangebote z.B. mit dem zukünftigen Master Wirtschaftsinformatik und auch mit innovativen Modulangeboten innerhalb der Studiengänge fort. Doch es geht auch strukturell weiter: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Dualen Partner, die zuvor in anderen Hochschulsystemen studiert haben, stellen inzwischen einen beachtlichen Anteil der Studierenden. Das bereits realisierte Angebot, im Kontaktstudium einzelne Module zur punktuellen Fortbildung zu belegen, werden wir zukünftig um weitere Formen der betrieblichen Weiterbildung ausbauen“, gibt Professor Frech einen Ausblick. Vom Erfolg ist er überzeugt: „Was wir bieten, ist einmalig: ein flexibles, berufsintegrierendes Studium, das sich Studierende wie auch Duale Partner individuell zuschneiden und im persönlichen Tempo durchführen können.“
- Gemeinsame Veranstaltung von IHK Rhein-Neckar und DHBW Mosbach Die Zukunft der Industrie ist automatisiert: Eindrucksvoll führten die Referenten des Mosbacher Industrieforums in ihren Vorträgen dazu den Beweis. Egal, ob es darum geht, Bestände immer im Blick zu haben, die Produktion digital zu überwachen oder Autos wie von Zauberhand zusammenzubauen: Das Thema „Industrie 4.0“ beschäftigt Großkonzerne genauso wie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Die IHK Rhein-Neckar nahm sich daher des Themas an und organisierte die Tagung im Rahmen des Hochschulkooperationsprogramms POTENZIALE gemeinsam mit der DHBW Mosbach. Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Prorektor und Dekan der Fakultät Technik der DHBW Mosbach, begrüßte Gäste und Referenten. Gleichzeitig verwies er auf das neu eingerichtete FIM-Labor (Fertigungs- und Informationsmanagement) an der Hochschule, in dem zukünftig nicht nur Studierende fachübergreifend lernen, sondern auch KMUs ihre Chancen für „Industrie 4.0“ ausloten können. „Es gibt viele Möglichkeiten zur Kooperation, um gemeinsam Antworten auf anwendungsorientierte Fragestellungen zu finden“, so der Professor. Nach einem Grundsatzvortrag zum Thema Industrie 4.0 von Prof. Dr. Christian Kuhn, Studiengangsleiter Elektrotechnik, erhielten die fast 100 Teilnehmer der Veranstaltung praktische Einblicke in das Fertigungs- und Informationsmanagement bei fünf Unternehmen der Region. Mit einem eigens entwickelten Bereitstellungsbehälter zur optischen Erfassung des Füllstands verschafft die Würth AG ihren Kunden Überblick über Bestände und verwaltet mit diesem System laut Referent Matthias Mayer im eigenen Unternehmen mehr als eine Million Artikel. Um die Informationsflut zu bewältigen und essenzielle Fertigungsdetails zu optimieren, positioniert die MPDV Mikrolab GmbH Manufacturing-Executive-Systeme (MES). Diese sind zwischen ERP-Systemen (Enterprise-Ressource-Planning) und den verschiedenen Steuerungselementen der Produktion geschaltet und fungieren damit als Drehschreibe zwischen den Systemen, wie Markus Diesner in seinem Vortrag ausführte. Die Wittenstein AG entwickelte hingegen ein repräsentatives Spektrum Cyber-Physischer-Systemmodule für Produktion und Logistik im Verbundforschungsprojekt CyProS. Als Schaufensterfabrik wird es nun im eigenen Unternehmen eingesetzt, berichtete Dr. Philippe Isabey. Wie Industrie 4.0 in der Automotive-Branche genutzt werden kann, beschrieb Peter Heidecke von der amotiq automotive GmbH anschaulich anhand von Türverkleidungen, für die sich bei einem einzigen Modell eines deutschen Automobilherstellers mehr als 2.000 Varianten ergeben. Im letzten Vortrag führte Georg Schappes von ebm-papst aus, wie er ein hochflexibles MES ins ERP-System integrierte und so Produktionsprozesse mit Reaktionszeiten von weniger als 200 ms in einem weltweit agierenden Unternehmen gesteuert werden können. Nach dem Credo „Die richtige Information, zur rechten Zeit, am rechten Ort“ wird der Big-data Informationsfluss aus der Fertigung nun gezielt über ein Mastercockpit an den Arbeitsplatz geleitet. Schappes berichtete, dass die Einführung dieser Technik auch von den dort beschäftigten Mitarbeitern sehr gut angenommen und akzeptiert wird. Nach den Vorträgen stand den Teilnehmern das neue FIM-Labor der DHBW Mosbach offen. Typische Produktionsanlagen und Fertigungsprozesse können dort in Form von Modellen, Simulationen oder auch realen Teilkomponenten nachgebildet und mit realen Informationssystemen vernetzt, analysiert und gesteuert werden, Beim abschließenden Get-together diskutierten die Besucher intensiv mit den DHBW-Professoren und Mitorganisatoren Prof. Dr. Wolfgang Funk, Prof. Dr. Stephan Hähre und Prof. Dr. Christian Kuhn. Die IHK Veranstaltungsreihe „POTENZIALE“ wird mit den verschiedenen Hochschulen der Region fortgesetzt, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Tür zu regionalen Fachinstituten und Forschungseinrichtungen zu öffnen, um gemeinsam neue Produkte und Dienstleistungen auf den Weg zu bringen. Die Vortragsunterlagen sind auf den Webseiten der IHK Rhein-Neckar unter der Dokumentennummer 169740 abrufbar.