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News:
Berufliche Schulen und Duale Hochschule kooperieren

- Schulleiter und Schulträger im Informationsaustausch mit dem Prorektor Die Beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis sind überaus wichtige Bildungseinrichtungen. Die Mehrheit der Abiturienten aus dem Main-Tauber-Kreis hat ein berufliches Gymnasium der Richtungen Wirtschaft, Technik, Sozialwissenschaften, Ernährungswissenschaften oder Bio-technologie besucht. Ihnen bietet sich mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg – Campus Bad Mergentheim – eine ideale Studienplattform. So ergibt sich von der Schule bis zur Hochschule ein transparentes und in sich geschlossenes Bildungsangebot innerhalb des Landkreises. Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis, der Prorektor der DHBW Mosbach – Campus Bad Mergentheim, Prof. Dr. Seon-Su Kim, und die Vertreter des Schulträgers Main-Tauber-Kreis, unter der Leitung von Dezernent Jochen Müssig, trafen sich in diesen Tagen zu einem Informationsaustausch. Von den Beruflichen Schulen waren Manfred Breuer (Berufliches Schulzentrum Wertheim), Robert Dambach (Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim), Wilhelm Ehrenfried (Kaufmän-nische Schule Bad Mergentheim), Anke Mund (Berufliche Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung Bad Mergentheim), Hermann Ruppert (Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim), und Edeltraud Smolka (Gewerbliche Schule Bad Mergentheim) vertreten. In dem Gespräch wurde Wert darauf gelegt, dass sich innerhalb des Main-Tauber-Kreises ein überaus attraktives und transparentes Bildungsangebot von den allgemeinbildenden über die beruflichen Schulen bis hin zur Studienmöglichkeit an der Dualen Hochschule in Bad Mergentheim entwickelt hat. Prorektor Prof. Dr. Seon-Su Kim informierte zunächst über die allgemeinen Eckdaten der Hochschuleinrichtung in Bad Mergentheim. Der Campus Bad Mergentheim besteht seit dem Jahr 2002 als Außenstelle der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach. An der Dualen Hochschule studieren insgesamt etwa 3.600 Studenten, wovon inzwischen 513 in Bad Mergentheim eingeschrieben sind. Rund 44 Prozent dieser Studenten kommen aus dem Main-Tauber-Kreis und 56 Prozent von außerhalb. Von ganz besonderer Bedeutung bei einem dualen Studium ist die anschließende Übernahme durch die Praxisbetriebe, deren Anteil bei nahezu 90 Prozent liegt. In Bad Mergentheim werden die Studiengänge „International Business“, „Gesundheitsma-nagement“ und „Wirtschaftsingenieurwesen“ angeboten. „Mit diesen Studiengängen liegen wir in einem guten Trend“, sagte Prof. Kim. Denn im Vergleich aller Dualen Hochschulen in Baden-Württemberg belegt die Statistik, dass die Standorte in Mosbach und Bad Mergentheim weit überdurchschnittliche Zuwächse haben. Der Campus Bad Mergentheim konnte so gegenüber dem Vorjahr um 17,6 Prozent zulegen. Ziel des Campus Bad Mergentheim ist es, die Studentenzahl auf rund 800 zu erhöhen. Hierzu werden inzwischen unterschiedliche Vermarktungsvorhaben umgesetzt, darunter die Kontaktaufnahme zu den Beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis und im Nachbarlandkreis Würzburg. Parallel werden Kooperationen zu Unternehmen und natürlich zu Studierwilligen selbst gesucht. Ergänzend wird über die Erweiterung des Studienangebotes nachgedacht. Gegenwärtig werden deshalb verschiedene Optionen geprüft. In der Aussprache ging es unter anderem darum, die Lehrinhalte zum Thema Industrie 4.0 sowohl an den Beruflichen Schulen als auch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach effizient zu etablieren. Als Ergebnis wurde vereinbart, das Hochschullabor der DHBW Mosbach zu besuchen. Eventuell können dortige Lerninhalte auch bei den Beruflichen Schulen berücksichtigt werden. Stolz ist man bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, dass die Zahl der Studienabbrecher im Vergleich zu anderen Hochschuleinrichtungen wesentlich geringer ausfällt. Liegt die Zahl der Studienabbrecher über alle Studiengänge hinweg bei rund 30 Prozent, sind es bei der DHBW Mosbach nur rund 15 Prozent. In dem Informationsaustausch wurde deshalb auch intensiv darüber gesprochen, wie Studienabbrecher aufgefangen und beispielsweise an das duale Studium herangeführt werden können. „Für uns ist es wichtig, dass die jungen Menschen erkennen, dass innerhalb des Main-Tauber-Kreises jede schulische Ausbildung bis hin zum Studium und eine anschließende berufliche Karriere möglich sind“, erklärte Dezernent Jochen Müssig für den Schulträger Main-Tauber-Kreis. Der Geschäftsführende Schulleiter der Beruflichen Schulen, Wilhelm Ehrenfried, fügte den Gedanken an, über die Schulen und die Hochschule hinweg Netzwerke aufzubauen, „um jungen Menschen nach dem Abbruch eines Studiums bei der Neuausrichtung zu helfen“. Um die Studienangebote der Dualen Hochschule noch näher an die jungen Menschen heranzubringen, wurde auch der Einsatz von Studienbotschaftern ins Gespräch gebracht. Wenn Bedarf besteht, können die Beruflichen Schulen die Studienbotschafter anfordern. Bei allen Bemühungen ist es der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sehr wichtig, weitere Partnerunternehmen zu gewinnen, erklärte Prof. Kim. Inzwischen haben sich diesem dualen Studiensystem bereits 57 Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis angeschlossen. Dadurch hat sich ein enger Kontakt zwischen Praxis und Wissenschaft entwickelt. Dies bringt auch Dynamik in die einzelnen Unternehmen. Weitere interessierte Betriebe können sich mit der Hochschule in Bad Mergentheim in Verbindung setzen. Die Schulleiter der Beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis beabsichtigen den Dialog zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg künftig auch durch Einzelprojekte fortzusetzen. Hierbei soll es unter anderem um den Leistungsstand von möglichen Studenten für eine Aufnahme an die Hochschule gehen. Informationen zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg gibt es bei der DHBW Mosbach – Schloss 2/Schloss 10, 97980 Bad Mergentheim, Telefon: 07931/530-600, Fax: 07931/530-604, Internet: www.studieren-im-schloss.de. Informationen zu den Beruflichen Schulen gibt es hier . Medienkontakt: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Büro des Landrats, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5612, Telefax 09341/82-5690, pressestelle@main-tauber-kreis.de

News:
Neue Rektorin gewählt

- Jeck-Schlottmann übernimmt Amt von Saller Der Hochschulrat der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach hat Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann zur neuen Rektorin gewählt. Die bisherige Prorektorin der DHBW Mosbach ist bereits seit 1987 als Professorin im Fachbereich Wirtschaft tätig und hat die positive Entwicklung und das rasante Wachstum des Standortes Mosbach mit seinen Außenstellen in Bad Mergentheim und Heilbronn aktiv begleitet und unterstützt. Jeck-Schlottmann tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Dirk Saller an. Der Ministerpräsident muss die Wahl noch bestätigen. „Ich freue mich sehr über dieses Wahlergebnis und das Vertrauen, das mir der Hochschulrat damit entgegenbringt. Primäres Ziel bleibt weiterhin, die DHBW Mosbach als attraktiven Studienort für Studierende, Lehrende und Duale Partner zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann nach der Wahl. Vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen, der Entwicklung ähnlicher dualer Studienangebote in den angrenzenden Bundesländern und der räumlichen Nähe zu einem städtischen Hochschulstandort in Heilbronn sei dies zwar keine leichte, aber eine spannende und lösbare neue Aufgabe. Jeck-Schlottmann studierte Wirtschaftspädagogik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und promovierte 1987 zum Dr. rer. oec. im Studienbereich Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing. Bevor sie ihre Tätigkeit an der damaligen Berufsakademie Mosbach aufnahm, war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes mit Lehr- und Forschungsaufgaben sowie diversen Beratungsprojekten im Bereich Marketing und Werbung. Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit an der DHBW Mosbach verfügt Prof. Dr. Jeck-Schlottmann über eine hervorragende Kenntnis in allen Bereichen der Lehre, Forschung und hochschulinternen Strukturen der DHBW. Sie war seit 2006 stellvertretende Direktorin und Studienbereichsleiterin Wirtschaft der damaligen Berufsakademie Mosbach und nach Umwandlung der Berufsakademien in die Duale Hochschule Baden-Württemberg im Jahr 2009 Prorektorin und Dekanin der Fakultät Wirtschaft der DHBW Mosbach. Als künftige Rektorin leitet Jeck-Schlottmann den drittgrößten DHBW Standort mit den Campus Bad Mergentheim und Heilbronn und insgesamt über 4.500 Studierenden. „Ich bedanke mich bei Prof. Dr. Dirk Saller für seine hervorragende Arbeit, mit der er maßgeblich zum Wachstum des Standortes Mosbach beigetragen hat. Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann gratuliere ich sehr herzlich zu ihrer Wahl. Mit ihr leitet eine kompetente Kennerin der DHBW mit langjähriger Erfahrung in der Fakultät Wirtschaft unseren Standort in Mosbach mit den Außenstellen in Bad Mergentheim und Heilbronn, die sie sicher mit viel Engagement und Tatkraft erfolgreich weiterentwickeln wird. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit“, so DHBW Präsident Prof. Reinhold R. Geilsdörfer nach der Wahl. Auch der Vorsitzende des Hochschulrats, Professor Dr. Jürgen Kletti, begrüßt die Wahl Jeck-Schlottmanns. „Mit Gabi Jeck-Schlottmann an der Leitungsspitze ist für Kontinuität am Standort gesorgt. Als Mitglied des DHBW Steuerungskreises zur Entflechtung von Heilbronn hat sie Verhandlungsgeschick bewiesen. Sie wird die DHBW Mosbach in sichere Gewässer steuern“, ist Kletti überzeugt. Der noch amtierende Rektor Saller zeigt sich über den Wahlausgang ebenfalls erfreut: „Unter Gabi Jeck-Schlottmanns Leitung wird sich die DHBW Mosbach erfolgreich weiter entwickeln.“

News:
Kinderuni in Mosbach

- „Warum verlieben sich Tiere?“ so lautet das Thema der Vorlesung am Mittwoch, den 27.01.2010 um 15 Uhr im Rahmen der Kinderuni auf Reisen in Mosbach. Herr Professor Nico Michiels von der Universität Tübingen beschäftigt sich zusammen mit den Kinderuni-Studenten unter anderem mit den Fragen, wie es ist, wenn Tiere sich verlieben und ob es für alle Tiere überhaupt geeignete Partner gibt. Was Tiere alles auf sich nehmen, um einen Partner zu finden und ob hier eher „innere Werte“ oder „äußere Schönheit“ zählen, darauf dürfen interessierte Kinder gespannt sein. Professor Michiels gilt als Experte auf dem Gebiet der Evolutionszoologie. Seine wissenschaftliche Karriere begann in Antwerpen, wo er sein Studium der Zoologie abschloss und auch promovierte. Nach verschiedenen Forschungsstationen unter anderem in Belgien, Großbritannien und den USA ist er seit 2004 Professor für die Evolutionsökologie der Tiere an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen.

News:
Innovative Entwicklungen im Bauwesen

- Fachtagung an der DHBW Mosbach Das Kompetenzzentrum Bauwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach veranstaltet am 27. Oktober 2016 die Fachtagung „Innovative Entwicklungen im Bauwesen“. Das Programm umfasst ein breites Spektrum an Fachvorträgen. Namhafte Fachleute aus der Industrie, den Behörden und aus dem Rechtswesen referieren über die Neuerungen im Baugeschehen. Es wird über den aktuellen Stand der Energieeinsparverordnung und der Wärmegesetze berichtet. Die daraus resultierenden Herausforderungen im modernen Fassadenbau werden anschließend von Praktikern beleuchtet. Zwei bauvertragliche „Dauerbrenner“ werden rechtlich für Bauauftragnehmer aus der Sicht eines Juristen behandelt. Diese Themen tangieren auch den neuen Studienschwerpunkt „Öffentliches Bauen“ an der DHBW Mosbach, zu dem auch der erste Landesbeamte des Landratsamtes des Neckar-Odenwald-Kreises Dr. Björn-Christian Kleih und der Studiendekan Prof. Dr. Wolfgang Schwalbe etwas sagen werden. Aus dem Bereich Baubetrieb wird eine neuartige Universalschalung vorgestellt. Abgerundet wird die Vortragsveranstaltung mit den zukunftsweisenden Themen „Building Information Modeling (BIM) – Die Digitalisierung des Bauens“ und „Integrale Planung 2.0“. Für die Gebäudemodellierung und die Planung sollen die Chancen, die Herausforderungen aber auch der Nutzen für die Bauwirtschaft herausgestellt werden.

News:
Kreative Ideen für echte Auftraggeber

- Agentur-Pitch im Studiengang Onlinemedien für Münsteraner Verlag Über zwei Semester haben sich 26 Studierende aus dem 2012er Jahrgang des Studiengangs Onlinemedien mit einer besonderen Aufgabenstellung beschäftigt: In einem realistischen Wettbewerb – in Fachkreisen „Pitch“ – traten sechs Gruppen gegeneinander an. Ziel war, die besten Gestaltungskonzepte für den Relaunch der Website bzw. des Online-Shops des Ökotopia Verlags in Münster zu entwerfen. Zusätzlich erwarteten die Auftraggeber von den Teams kreative, neuartige Ideen für digitale Produkte und zur Darstellung des Verlagsprogramms auf mobilen Endgeräten. Das Besondere dabei: Nicht nur die Aufgabe und der Kunde waren echt, auch der Pitch wurde Anfang März während einer Exkursion nach Münster in den Räumen des Verlags durchgeführt – unter absolut realistischen Bedingungen also. Der Geschäftsführer des Ökotopia Verlags, Stefan Scholz, hatte sich gemeinsam mit Andreas Bergmoser, Vorstand der Bergmoser und Höller Verlagsgruppe, sowie weiteren Expertinnen und Experten aus dem Umfeld des Verlags als Jury zur Verfügung gestellt, um die studentischen Ideen und Präsentationen zu bewerten. Die Profis aus der Praxis waren sehr daran interessiert, aktuell brennende Fragestellungen aus der Realität der Verlagswelt von Studierenden beispielhaft bearbeiten zu lassen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Scholz zeigte sich anschließend begeistert „von den tollen Ergebnissen der Arbeitsgruppen“. Gewonnen hatte schließlich nach einem langen und vor allem für die nachmittags präsentierenden Gruppen durchaus nervenaufreibenden Tag schließlich die Gruppe „APEX“, bestehend aus Nikolas Kopp, Dominik Sauer, Christopher Siegel und Kevin Weber. Die Gruppe „Pineapple“ – Patrick Frank, Shanice Kleine, Daniel Rascher und Daniel Hense – erhielt einen Sonderpreis für Innovation, weil sie mit ihrer Idee einer Lernspielewelt für Tablet-Computer und einem GPS-Armband für den Kindergarten überzeugten. Aber auch die anderen Teams „Colorvision“ (Marie Belkenheid, Linda Kreiser, Karen Schmid, Julius Blatt und Tim Hendriks), „re.load“ (Svenja Brinschwitz, Laura Hailer, Stefan Flemmer und Lea Ronge), „DMD“ (Melanie Arweiler, Anna-Lena Janus, Tobias Kern, Sandra Krämer) und „Handcraft“ (Hannes Flaig, Rebecca Konrad, Tobias Kirchner, Raphael Leuthner, Henrik Müller) hatten durchdachte Ideen und hochwertige Entwürfe vorzuzeigen. Der als Preis ausgelobte Zuschuss des Verlags für zukünftige studentische Projekte wurde deshalb auf alle Teams verteilt. Prof. Dr. Thomas Wirth, verantwortlicher Dozent aus dem Studiengang Onlinemedien, kommentierte: „Wir bieten unseren Studierenden mit diesem Projekt ein Szenario an, das für die Arbeit von Agenturen sehr typisch ist.“ Und weiter: „Diese Form des Lehrens und Lernens ist zwar aufwändig, nicht alles ist planbar und die Anforderungen für die Studierenden sind sehr hoch. Aber es hat sich für alle Beteiligten gelohnt.“ Der Studiengang wird nach den positiven Erfahrungen das Konzept „Agentur-Pitch“ als festes Element im Verlauf des Studiums noch weiter entwickeln. Dazu ist Wirth stets auf der Suche nach echten Kunden.

News:
Personalmangement im Fokus des Marketingforum an der DHBW Mosbach

- Wenn es heute um Mitarbeiter geht, möchte man sie „gewinnen“. Vor allem im technischen Bereich sind sie schon rar, auf 2,9 freie Stellen gibt es statistisch gesehen nur einen Bewerber. Auch in anderen Berufszweigen wie Wirtschaft, Gesundheits- oder Sozialwesen werden qualifizierte Mitarbeiter knapp. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland wird bis 2050 von gegenwärtig 50 Millionen auf 29 Millionen schrumpfen. Was können Unternehmen tun, um ihren „Gewinn“ zu steigern? Diesem Thema widmete sich das erste Marketingforum an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. In neun Vorträgen konnten die gut 170 Teilnehmer erfahren, wie sehr das Personalmarketing in die gesamte Strategie eines Unternehmens eingebunden werden muss. Auch bei der Mitarbeitersuche muss sich ein Unternehmen, oder noch deutlicher: der Arbeitgeber, als „Marke“ positionieren. Wie viel kleine und mittelständische Unternehmen dabei von den „großen“ abgucken können, machte Prof. Dr. Jörn Redler (DHBW Mosbach) deutlich. Auch ohne Produktnamen zu zeigen, erkannten alle eine Fast-Food-Kette und verspürten allein durch den Anblick eines halben, roten Smileys die Sehnsucht nach einer schönen Reise. Durch ihre permanente und möglichst originelle Präsenz in der Werbung (Wiederholung!) haben sich diese Marken in unser Gedächtnis eingegraben. Jörn Redler empfiehlt, sich auf eine Kernaussage festzulegen, daran immer festzuhalten und um diesen Kern herum Maßnahmen zu planen und aufeinander abzustimmen: Wozu stehe ich? Was ist das besondere? Wodurch grenze ich mich ab? Wie sehe ich mein Unternehmen, wie sieht es der Bewerber? Was ist mein Ziel? Erst nach dieser Analyse kann man überlegen, welche Maßnahmen zum Unternehmen passen, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Christine Voelk von der Deutschen Employer Branding Akademie rät dazu, allgemeine Botschaften wie „Weltunternehmen“, „Karrierechancen“, „Erfolg“ etc. zu vermeiden und ein ehrliches, individuelles Bild von sich abzugeben: „Ein Highperformer bringt keine Leistung, wenn er nicht zum Unternehmen passt“, sagte Voelk. Nadine Koster von der Roto Frank AG mahnte an, nicht nur auf die Besten zu schielen, sondern auch die leistungsstarken Mitarbeiter zu fördern. Neben der Führungsposition könne die „Fachposition“ als Wertschätzung eingerichtet werden und zum Beispiel durch einen Dienstwagen oder dieselbe Hierarchieebene wie Führungskräfte anerkannt werden. Auch ein aufs Unternehmen abgestimmtes Gesundheitsmanagement kann die Attraktivität des Arbeitgebers steigern. „Was hält uns gesund?“ ist dafür die Kernfrage von Prof. Dr. Nicole Hegel (Hochschule Coburg). Arbeitgeber könnten schon mit relativ geringem Aufwand „gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen“ schaffen. Etwa durch Arbeitsgeräte, mit denen durch eine angenehme Arbeitshöhe oder körperlich leichte Bedienbarkeit auch ältere Mitarbeiter gut umgehen können. Haben sich Arbeitgeber und Mitarbeiter füreinander entschieden, geht es darum, den „Neuen“ nachhaltig ans Unternehmen zu binden. Prof. Dr. Petra Morschheuser (DHBW Mosbach) sieht in der Nutzung von Kennzahlen und Kenngrößen eine Möglichkeit, die subjektive Einschätzung von Mitarbeitern zu überprüfen. Sie stellte das computerunterstützte Analyse-Instrument CAPTain vor, das das Profil des Arbeitnehmers hinsichtlich seiner Arbeitsleistung wie auch seiner sozialen Kompetenzen aufzeigt und vergleichbar macht. Personalleiterin Pia Sprügel (Sprügel GmbH) arbeitet indes regelmäßig mit einem standardisierten Mitarbeiterfragebogen. Das darauf folgende Feedback-Gespräch rücke vor allem die Stärken in den Focus. „In den Unternehmen wird viel zu wenig gelobt“, sagte sie. „Lob kostet nichts, bringt aber ganz viel“, ist auch Marco Petracca von psv marketing überzeugt. „Sagen Sie zum Beginn Ihrer Meetings fünf Minuten nur Positives und Sie können zusehen, was sich verändert“, rät er. Mit viel hintergründigem Witz machte er sich auf die Suche nach „Dingen, die wenig kosten, aber viel bringen“ und machte klar, dass man eine Marke nicht kaufen kann, sondern „ist“. „Wenn vierzig Jahre alles gut war, warum soll man plötzlich alles ändern?“, warnte er, leicht ironisch, vor blindem Aktionismus. Wie paradox sei es, das Unternehmen auf Facebook zu präsentieren, den Mitarbeitern aber die Nutzung zu verbieten. Ein Unternehmer muss authentisch sein, begeistern, für sein Produkt „brennen“, mit allen in dieselbe Richtung streben, Blockaden knacken, offen für Neues sein, kreativ und unkonventionell. Social Media, so erklärte Prof. Dr. Thomas Batz (DHBW Mosbach) schon zum Beginn des von Prof. Seon-Su Kim und Prof. Dr. Jörn Redler organisierten Marketingforums, sei nur dann sinnvoll, wenn es zum Unternehmen passe und die Zielgruppe dafür klar definiert werden könne. Wichtig sei, dass alle Maßnahmen eines Unternehmens wie ein Räderwerk präzise ineinandergreifen. Umfassende Markttransparenz, ein Personalmarketingkonzept, Aus- und Weiterbildungsstrategien und eventuell auch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern (Personalvermittlern) sind dabei Standards, die alle Referenten teilen. Ebenso wie Batz Credo: „Das beste Unternehmen ist immer das mit den besten Mitarbeitern.“

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Volles Haus beim Studium Generale zum Thema „Blickpunkt USA“

- Am 12. November 2008 hielten anerkannte Experten im Rahmen des Studiums Generale einen Vortrag zum Thema „Blickpunkt USA“ an der Berufsakademie Mosbach. Nicht nur die Frage, was sich mit dem neuen Präsidenten Barack Obama weltpolitisch ändern wird, wurde beantwortet, es wurde auch eine fundierte Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und der aktuellen Geschäftmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in den USA geboten. Rick Myatt, Geschäftsführer des deutsch-amerikanischen Consulting-Unternehmens MLM International, gab einen Überblick über die geografischen, demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den USA. Er stellte die Schlüsselindustrien vor und erläuterte, dass es in den Vereinigten Staaten keinen homogenen Markt gebe, sondern mehrere lokale Märkte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Seine konkrete Empfehlung ging dahin, mögliche Geschäftsaktivitäten zunächst auf eine US-Region zu begrenzen. Eine Niederlassung vor Ort sei genauso dringend erforderlich, wie regelmäßiger persönlicher Kontakt, um erfolgreich zu sein, so Myatt. Trotz der Finanzkrise schätzt er den amerikanischen Markt als äußerst attraktiv für Lieferanten, Hersteller und Investoren ein, da „Made in Germany“ dort nach wie vor als absolutes Qualitätssiegel gelte. Darüber hinaus gebe es immer noch zahlreiche Wachstumsbranchen und attraktive Fördermittel sowie Steueranreize. Fundamentale Kenntnisse der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Kultur und Lebensweise seien jedoch unabdingbar, so der Referent. Dank langjähriger Erfahrung in Sachen Beratung und Begleitung deutscher Unternehmen bei der Markterschließung und dem Ausbau von Geschäftsaktivitäten in den USA, Kanada und Mexiko konnte Myatt auch die Frage, wie der Machtwechsel im Weißen Haus die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen werde, kompetent beantworten. Er sieht den aktuellen Zeitpunkt als geeignet für deutsch-amerikanisches Business und rät darüber hinaus süffisant: „Kaufen Sie sich jetzt ein Haus in den USA, so günstig kriegen Sie es nie wieder!“. Der zweite Referent des Abends, Dr. Andrew Denison, der als Kommentator für den ARD Presseclub, das ZDF Mittagsmagazin, die 3sat-Sendung 19:10, für Phoenix, SWR, WDR und verschiedene Radiosender tätig ist, schloss sich mit einer Analyse der aktuellen politischen Situation an. Barack Obama vereint für ihn Idealismus und Pragmatismus, schafft Einheit in der Vielfalt und denkt sowohl in lokalen als auch in globalen Zusammenhängen. Er ist der Meinung, dass der frisch gewählte Präsident, der mehr Amerikanerinnen und Amerikaner den je an die Wahlurnen brachte, mehr sei, als ein Popstar. Seiner Einschätzung nach wird es Obama gelingen, vieles zu verändern. Das Ziel, ein durch Präsident George W. Bush gespaltenes Amerika wiederzuvereinigen, hat er Denisons Meinung nach schon erreicht. Obamas Blick ginge aber, davon ist der Referent überzeugt, weit über die Grenzen seines Landes hinaus. Er denke nicht nur lokal, sondern global und habe die Fähigkeit, anderen zuhören zu können. Dies sei eine wesentliche Vorraussetzung für erfolgreiche Politik. Der große Hörsaal der BA war voll besetzt. Studierende, Unternehmer und Privatleute waren gekommen und blieben auch nach den Vorträgen, um die Experten mit zahlreichen interessierten Fragen zu konfrontieren und sich untereinander auszutauschen.

News:
MATERIALIEN ZUM AK BWL-INDUSTRIE

- Finden Sie hier die aktuellen Präsentationen Wir bedanken uns herzlich bei allen Industriebetrieben, die an unserer Arbeitskreis-Sitzung am 16. März 2018 teilgenommen haben. Unterlagen zu den Präsentationen finden Sie hier: VORTRAG PROREKTOR PROF. DR. ALBERT STRECKER VORTRAG DR. WEBER: INDUSTRIE 4.0 VORTRAG PROF. DR. DESER

News:
Einführung in Akademische Arbeitstechniken für Studienstarter BWL-Handel

- DHBW Mosbach erleichtert Übergang von Schule zu Hochschule Unter dem Motto „Studium ist anders als Schule - Duales Studium erst recht“ haben zum Start des Wintersemesters 2016 rund 90 Studienanfängerinnen und -anfänger des Studiengangs BWL-Handel an einem bisher einmaligen Training teilgenommen. Außerhalb der Hochschule absolvierten die Erstsemester ein zweitägiges interaktives Seminar, in dem sie auf ihre neue Studiensituation vorbereitet wurden. Inhalte des Seminars waren Grundlagen des menschlichen Lernens, geeignete Lerntechniken, Methoden der Selbstmotivation und Tools des Zeitmanagements. Die Inhalte, die in einem Online-Training schon als Vorbereitung auf das beginnende Semester vermittelt wurden, vertieften die Studierenden im Seminar durch Impulsvorträge, Kleingruppenworkshops und Großgruppenmoderationen. Alle Studierenden hatten zudem die Möglichkeit, das Erlernte direkt in die Praxis umzusetzen: Anhand einer Testvorlesung galt es, auf effiziente Weise Mitschriften anzufertigen, Mindmaps zu erstellen oder Exzerpte zu erarbeiten. Besonderer Nebeneffekt war das gegenseitige, auch kursübergreifende, intensive Kennenlernen sowohl zwischen den Studierenden untereinander als auch ihrer Studiengangsleiter. Prof. Dr. Jörn Redler, Studiengansleiter im Studiengang BWL-Handel, ist überzeugt: „Diese Art von Einführung bereitet unsere Studierenden gut und systematisch auf die Anforderungen eines modernen Intensivstudiums vor.“ Den Übergang von Schule zur Hochschule gut zu meistern, ist ein wichtiges Ziel der DHBW Mosbach. „Mit solchen Maßnahmen unterscheiden wir uns signifikant von anderen DHBW-Standorten und generell auch von vielen Hochschulen“, so Studiengangsleiterin Prof. Dr. Petra Morschheuser. „Toll, die anderen gleich zu Anfang so zu erleben“, „Auf jeden Fall weiter so“, oder „Jetzt habe ich weniger Angst vor den Anforderungen und zudem eine Idee, wie ich mit dem kommenden Stress umgehen kann“, sind spontane Rückmeldungen der Teilnehmer am Ende der Veranstaltung. Seit Jahren ist das Seminar „Akademische Arbeitstechniken“ ein wichtiger Baustein der hohen Lehrqualität in der funktionsorientierten Gruppe im Studiengang BWL-Handel. Das Seminar wird auch von einzelnen anderen Studiengängen der DHBW Mosbach eingesetzt.

News:
Produktlebenszyklus bei Armaturen-Stellantrieben

- DHBW-Professor stellt neues Buch vor Da Stellantriebe für Industriearmaturen je nach Einsatzgebiet und Betriebsbedingungen eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr erzielen können, ist es besonders wichtig, neben den Anschaffungskosten auch die über den gesamten Lebenszyklus hinweg auftretenden Kosten vollständig zu erfassen. In seinem gerade erschienenen Buch „Product-Lifecycle-Management bei Armaturen-Stellantrieben – Vergleich von Elektrik und Pneumatik“ liefert Professor Dr. Bernd Bachert, Studiengangsleiter für Maschinenbau – Konstruktion & Entwicklung an der DHBW Mosbach, erste Ansätze wie Unternehmen dies bewerkstelligen können. „Die Idee zu diesem Buch entstand im Zusammenhang mit der im Jahr 2011 geänderten Vergabeordnung durch das Bundesministerium für Technologie und Wirtschaft“, erklärt Bachert. Darin sind Kriterien definiert, wie Aufträge öffentlicher Ausschreibungen vergeben werden sollen. Erstmals fand nun der Aspekt der Lebenszykluskosten Berücksichtigung. „Damit war klar, dass das Thema auch aus wissenschaftlicher Perspektive bearbeitet werden muss“, so Bachert weiter. Die in der Publikation vorgestellten Untersuchungen sollen Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure für diesen Themenkomplex sensibilisieren und eine Art Framework bereitstellen, das als Basis für weitergehende Analysen dienen soll. Bachert hat das Buch gemeinsam mit Dominik Ziems in Kooperation mit der Fa. AUMA Riester GmbH und Co. KG erarbeitet. Es ist unter der ISBN-Nummer 978-3-8027-2217-2 im Vulkan-Verlag erschienen und für 49 Euro im Buchhandel erhältlich.

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