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News:
Blogbeitrag Dominik Löffler Chung-Ang University in Seoul, Südkorea

- 10 Millionen Einwohner und 25 Millionen im Großraum Seoul. Das ist fast die Hälfte der gesamten südkoreanischen Landesbevölkerung. Mein Name ist Dominik Löffler und ich hatte die Möglichkeit mein viertes Theoriesemester an der Chung-Ang University im Herzen der Metropole Seoul zu verbringen. Dort habe ich vier Monate lang meine Kurse für mein duales Studium zum Wirtschaftsingenieur belegt. Für die Chung-Ang University habe ich mich entschieden, da ich die Möglichkeit wahrnehmen wollte für einen längeren Zeitraum in einer ganz anderen Kultur und einer der größten Städte der Welt zu leben. Aufgrund von COVID fanden alle Vorlesungen online statt. Das war sehr schade für das Universitätserlebnis, hat uns aber auch die Möglichkeit gegeben, schon während des Semesters zu reisen und verschiedene Facetten Koreas zu entdecken. Die Vorlesungen fanden alle auf Englisch statt und zusammenfassend kann man sagen: Man lernt sehr viel, intensiv und vor allem schnell. In meiner Freizeit habe ich viel Zeit in Seoul verbracht. Die Hauptstadt ist unfassbar vielseitig und man kann jeden Tag etwas völlig Neues unternehmen. Leider waren Reisen in das Ausland ohne eine zweiwöchige Quarantäne nicht möglich. Somit waren meine Reiseziele lediglich auf Südkorea begrenzt. Hierbei ist mir besonders die Reise an die Südküste in Erinnerung geblieben. Dort war ich eine Woche nur mit einem Rucksack unterwegs. Schöne Erfahrungen und noch schönere Orte – Ich denke das beschreibt diesen Trip am besten. Ein weiteres Highlight war der 3-tägige Templestay. Dort haben ich und vier weitere deutsche Studenten drei Tage in einem buddhistischen Tempel verbracht und dort das Leben der Mönche kennengelernt. Auch diese Erfahrung war einzigartig und wird mir in Erinnerung bleiben. Überrascht hat mich, dass es teilweise sehr schwer war sich zu verständigen, da die Englischkenntnisse vieler Koreaner (besonders bei Älteren) relativ schlecht waren. Doch auch wenn es oft ein wenig länger dauerte, konnte ich durch die Nutzung von Übersetzungs-Apps mit jeder Situation umgehen. Ich hatte vor der Reise eigentlich keine spezifischen Erwartungen an das Auslandssemester. Mein Ziel war es eine völlig neue Kultur kennenzulernen, viele einzigartige Erfahrungen zu sammeln und nette Menschen zu treffen. Diese Ziele wurden definitiv erfüllt. Für mich hat die Zeit im Ausland gezeigt, dass ich mir vorstellen könnte auch für längere Zeit in einem anderen Land zu leben oder auch zu arbeiten. Außerdem möchte ich weitere Städte im Inland wie auch im Ausland erkunden. Zudem habe ich gelernt, dass die Fähigkeiten Kompromisse einzugehen und empathisch zu handeln im Umgang mit anderen Kulturen besonders wichtig sind. Letztendlich kann ich jedem empfehlen Auslandserfahrungen im Rahmen eines Auslandssemesters zu machen. Der Kontakt zu den anderen Studenten macht es zu einer einmaligen Erfahrung. Auch wenn man nicht das Privileg hat von einem Stipendium zu profitieren, sollte man über einen Aufenthalt im Ausland nachdenken. Dennoch: Ich bin sehr dankbar für das Baden-Württemberg-STIPENDIUM, welches mir ermöglichte mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Ich bin sehr froh, dass mir in diesen „unsicheren Zeiten“ diese Möglichkeit gegeben wurde und ich dabei unterstützt wurde, diese Auslandserfahrung zu machen. Für mich ist die Zeit in Südkorea einzigartig und ich bin sehr glücklich darüber den Schritt gewagt zu haben. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und bin um einige Erfahrungen reicher zurück nach Deutschland gekommen.

News:
Mein Auslandssemester in Südkorea

- Mein Name ist Nina Königs, ich studiere BWL mit Fachrichtung Bau an der DHBW in Mosbach, und mein Auslandssemester habe ich in Süd-Korea in Seoul an der Chung Ang University absolviert. Mir war von vornherein klar dass ich mein Auslandssemester auf einem anderen Kontinent verbringen würde, oder eher gesagt war meine Intention „so weit weg wie möglich“, einfach um mal eine ganz andere Kultur kennen lernen zu können um mal zu sehen wie andere Menschen auf der Welt so leben. Und somit bin ich dann auf Süd-Korea gekommen. Meine Erwartungen wurden auch erfüllt, ich hab eine ganz andere Kultur kennengelernt! Die Ankunft in Süd-Korea war recht anstrengend, aufgrund der Corona-Pandemie musste man erst mal zwei Wochen unter Quarantäne und das sorgte auch schon am Flughafen für „Stress“, man musste gefühlt 10 Stationen durchlaufen, mehrere Papiere ausfüllen und vor allem lange warten. Doch dann irgendwann bin ich an meiner Quarantäne Unterkunft angekommen und konnte dort erst mal zwei Wochen verbringen. Nach den zwei Wochen habe ich mich gefreut endlich rauszukommen, ich habe mich mit Studenten getroffen die ebenfalls von meiner Heimat-Uni kommen. Es war aber am Anfang erst mal eine reine Überforderung, Seoul ist wirklich eine riesen Stadt mit mehreren Stadtteilen die alle was zu bieten haben, da war es schwer zu entscheiden wo hin mal als erstes geht. Durch diese erste richtige Begegnung mit Seoul, hat man die ersten Erfahrungen gemacht wie die Stadt oder eher gesagt dieses Land & Leute tickt. Und diese Stadt hat immer was zu bieten, vor allem aber auch die verrücktesten Sachen die bei uns irgendwie unvorstellbar sind, wie zum Beispiel Tier-Cafés die es mit Waschbären gibt, Katzen, Schafen, Hunden, oder auch Erdmännchen (manchmal auch alles zusammen in einem). Oder auch Läden in denen nur Fotoboxen stehen inkl. lustiges Zubehör und Spiegel an dem es einen Föhn + Glätteisen gibt, um sich nochmal vor den Fotos schick zu machen! Am meisten hat es mir echt gefallen einfach abends wenn es schon dunkel ist durch die vollen Straße von Hongdae oder Gangnam (Stadtteile in Seoul) zu gehen, überall bunte Lichter die die Straßen beleuchten, überall cool gestylte Koreaner die den Abend genießen in vollen Restaurants und Bars. Ich persönlich finde genau dann erlebt man den Lifestyle in Seoul am besten! Es muss aber einem auf jeden Fall klar sein, das man mit Englisch nicht wirklich weit kommt! In Restaurants sind die Speisekarten auch relativ selten übersetzt, deswegen war Google Translater unser bester Freund. Allgemein ist es relativ schwierig Koreanische Freunde zu finden, da die Koreaner doch ein Recht Schüchternes Volk sind. Dadurch dass ich den Kurs „Elementary Korean“ belegt hatte an der Chung Ang University, konnte ich wenigstens etwas Koreanisch lernen. Das Alphabet hat man dadurch dann erlernt, und Basic Sätze wie „ein Kaffee bitte“ oder Hallo und Danke. Aber nicht abschrecken lassen, irgendwie kann man sich mit den Koreaner auf jeden Fall verständigen, zur Not mit Hand und Fuß! Mein Auslandssemester werde ich wohl nie vergessen, weil es doch krass war so in eine neue Kultur & in ein anderes Land „geschmissen“ zu werden und dann dort für 4 Monate zu leben. Es war mega Interessant und man hat immer was Neues dazu gelernt, aber ich war dann auch wieder froh in meine gewohntes Umfeld und meine gewohnte Kultur zurück zu kommen. :-)

News:
Buchen Sie jetzt Ihre hochschuldidaktische Weiterbildung im Herbst 2021

- Das Zentrum für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen (ZHL) in Heilbronn hat das Herbstprogramm 2021 veröffentlicht. Hier geht es zum Herbstprogramm des ZHL Buchen Sie gerne jetzt schon Ihre hochschuldidaktische Weiterbildung über die zentrale Weiterbildungsplattform der DHBW unter: https://weiterbildung.dhbw.de/ Wollen Sie das Programm des ZHL nach Erscheinen direkt erhalten? Dann können Sie sich hier eintragen: https://www.zhl.dhbw.de/hochschuldidaktik/newsletter/#anchor-main-content

News:
Erfolgreiches Upgrade auf Moodle 3.9

- Am Montag den 12. 07 fand das erfolgreiche Upgrade auf Moodle 3.9 statt. Hiermit geht einher: neue Funktionalitäten ein überarbeitetes Design die Möglichkeit zur Nutzung des neuen, responsiven Kachelformats für Kursräume. Einen kurzen Überblick zu den Veränderungen haben wir Ihnen hier zusammengestellt. Tipp: für umfangreiche Informationen empfehlen wir Ihnen die Moodle-Dokumentation - hier sind sämtliche Funktionen und Einstellungen ausführlich erklärt.

News:
Semester Null 2021 - Wichtige Information zum Anmeldeprozess

- Der Anmeldezeitraum für alle Intensivvorkurse, die angehende Studierenden im Rahmen des Semester Null buchen können, ist seit 11.07.2021 wie unter Termine kommuniziert abgeschlossen. Anmeldungen zu diesen Angeboten sind leider aus organisatorischen Gründen nicht mehr möglich. Die Anmeldung zu unseren Selbstlernangeboten im Bereich Mathematik sowie zum betreuten Onlinevorkurs Mathematik ist nachwievor bis einschließlich 02.08.2021 über untenstehenden Button möglich. Melden Sie sich hier bis zum 02.08.2021 zu den Selbstlernangeboten in Mathematik und dem betreuten Onlinevorkurs Mathematik an. Weitere Informatione zu den Angeboten finden Sie hier .

News:
Sommerservice des ESC

- Beachten Sie bitte die veränderten Servicezeiten des ESC im Juli und August 2021: Das ESC ist für Sie vom 01.07.2021 bis zum 31.08.2021 montags bis freitags von 8 bis 12:30 Uhr erreichbar. Für Beratungen und Betreuung außerhalb dieser Zeiten, stimmen Sie bitte einen möglichen Termin ab unter lehren@mosbach.dhbw.de

News:
Dualer Student in Südkorea – zweifach Bildung trifft auf akademischen Elitarismus

- 14.02.2021 um 6 Uhr morgens. Viel zu früh am Morgen für einen Valentinstag inmitten der Corona Pandemie könnte man meinen. Für mich konnte es an diesem Tag allerdings gar nicht früh genug sein, immerhin machte ich mich mit Schmetterlingen im Bauch auf dem Weg zum Stuttgarter Flughafen. Bereit für eine sehr lange Reise in ein Land auf der anderen Seite der Welt. Nicht nur das: Für mich würde diese Reise mit 25 Jahren das erste Mal sein, dass ich das vertraute Europa verlassen würde. Mein Name ist Tamara Hirsch und ich studiere International Business an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach am Campus Bad Mergentheim. In meinem Studiengang ist es eigentlich üblich im 4. Semester ein Auslandssemester einzulegen und obwohl das für einige Studierende in diesem Jahr nicht möglich war, hatte ich Glück und konnte im Februar mein 4-monatiges Auslandssemester an der Korea University – Sejong Campus in Südkorea antreten. Natürlich waren die Vorbereitungen dafür sehr viel aufwendiger als normalerweise, doch ich hatte Glück. Nicht nur die Gasthochschule war sehr hilfsbereit, sondern auch die DHBW und die koreanische Botschaft. Neuer Reisepass, Visa, PCR-Test, Tuberkolosetest, noch ein Schnelltest am Flughafen in Stuttgart und natürlich die eigentliche Bewerbung für das Auslandssemester und schließlich für das Stipendium der Baden-Württemberg Stiftung, waren alles Dinge, die mehr oder weniger einfach in der Zeit von Oktober 2020 bis Februar 2021 erledigt werden mussten, doch schließlich war alles geschafft und nach einer langen Flugreise betrat ich gegen 15:00 südkoreanischer Zeit den Incheon Flughafen in Seoul. Und sah mich direkt mit einem ausgeklügelten, aufwendigen System konfrontiert. Quarantäne-App und Essenszeiten. Am Flughafen in Seoul spürte man sofort die andere Mentalität. Alles musste schnell gehen und doch sollten unzählige Schritte durchlaufen werden. Bereits auf dem Flug hatten alle Reisenden zusätzlich zu den bereits mitgebrachten Dokumenten noch eine Gesundheitserklärung und eine Einfuhrerklärung, sowie eine weitere Bestätigung der Quarantäne-Verordnung ausfüllen müssen, welche an der ersten Station im Flughafen, zusammen mit den negativen COVID-Testergebnissen und dem Reisepass abgegeben werden mussten. Wenige Worte wurden gewechselt, dann ein schneller Temperatur-Check, neue Papiere, welche man in die Hand gedrückt bekam und weiter gings zur nächsten Station. Für manche zu einem weiteren Test am Flughafen, für die meisten allerdings nur zum Ausfüllen neuer Dokumente und dem Download der wichtigsten App der nächsten 2 Wochen: Die Quarantäne-App. Die erfolgreiche Installation wurde natürlich noch ein weiteres Mal überprüft, bevor ich nach einigen wenigen Telefonaten zur letzten Passkontrolle und schließlich zur Kofferausgabe geschickt werden. Noch eine letzte Kontrolle der Temperatur und dann begegne ich bereits meinem Fahrer, welcher mich und zwei weitere Studierende zum Campus fahren wird. Nach dem anstrengenden Flug und den nervenaufreibenden Kontrollen war die ruhige Fahrt begleitet von meinem ersten Sonnenuntergang in Südkorea eine wundervolle Abwechslung. Auch der Fahrer gab sich während der Fahrt größte Mühe sich mit mir auf Englisch zu unterhalten, zu erklären, durch welche Städte wir fuhren, was ich sehen konnte. Endlich fühlte ich mich angekommen und nach etwa 2 Stunden Fahrt lernte ich auch endlich meine Koordinatorin für die nächsten 4 Monate kennen. Noch ein schneller Test, dann war ich allein in dem Zimmer, welches für zwei Wochen mein Zuhause sein würde. Zwei Wochen voller geplanter Essenszeiten, regelmäßiger Temperatur-Checks und Einsamkeit. First-Steps Zwei Wochen verbrachte ich also alleine in einem kleinen Zimmer mit drei Hochbetten, einer Toilette und einer Dusche, bevor ich nach einem letzten PCR-Test endlich das Zimmer verlassen und ein Stockwerk höher in das Zimmer ziehen konnte, welches ich für die nächsten Monate mit einer weiteren Austauschstudierenden bewohnen würde. Da diese allerdings erst einen Tag später aus der Quarantäne entlassen wurde, hatte ich den ersten Tag noch für mich allein. Glücklicherweise war noch eine weitere deutsche Auslandsstudierende am Campus zu diesem Zeitpunkt und da sie bereits ein Semester dort verbracht hatte, konnte sie mich mit in die Stadt nehmen und mir dabei helfen die ersten Besorgungen zu machen. Trotz strömendem Regen machten wir uns also auf dem Weg in die Innenstadt zu dem hiesigen Daiso – einer Kette vergleichbar mit den deutschen 1 € Stores und nach einer Weile machten wir uns vollkommen durchnässt auf den Weg zurück zu den Dorms um uns fertig zu machen für mein erstes Abendessen mit weiteren Austauschstudierenden, welche bereits ein Semester hier verbracht hatten. Erst am nächsten Tag lernten wir dann auch die neuen Studierenden unserer Gruppe kennen, nachdem jeder aus der Quarantäne entlassen worden waren. So begannen also unsere Monate in einem fremden Land, fernab von allem Vertrauten, von Familie und Freunden. First-Steps Zwei Wochen verbrachte ich also alleine in einem kleinen Zimmer mit drei Hochbetten, einer Toilette und einer Dusche, bevor ich nach einem letzten PCR-Test endlich das Zimmer verlassen und ein Stockwerk höher in das Zimmer ziehen konnte, welches ich für die nächsten Monate mit einer weiteren Austauschstudierenden bewohnen würde. Da diese allerdings erst einen Tag später aus der Quarantäne entlassen wurde, hatte ich den ersten Tag noch für mich allein. Glücklicherweise war noch eine weitere deutsche Auslandsstudierende am Campus zu diesem Zeitpunkt und da sie bereits ein Semester dort verbracht hatte, konnte sie mich mit in die Stadt nehmen und mir dabei helfen die ersten Besorgungen zu machen. Trotz strömendem Regen machten wir uns also auf dem Weg in die Innenstadt zu dem hiesigen Daiso – einer Kette vergleichbar mit den deutschen 1 € Stores und nach einer Weile machten wir uns vollkommen durchnässt auf den Weg zurück zu den Dorms um uns fertig zu machen für mein erstes Abendessen mit weiteren Austauschstudierenden, welche bereits ein Semester hier verbracht hatten. Erst am nächsten Tag lernten wir dann auch die neuen Studierenden unserer Gruppe kennen, nachdem jeder aus der Quarantäne entlassen worden waren. So begannen also unsere Monate in einem fremden Land, fernab von allem Vertrauten, von Familie und Freunden „We made contact.“ Zumindest war es so am Anfang, denn schon nach wenigen Tagen fand nicht nur die Gruppe der Austauschstudierenden enger zusammen. Auch die Einheimischen schienen neugierig zu sein auf unsere Heimat, unsere Kultur und unsere Erzählungen und waren schnell bereit uns herumzuführen und bei abendlichen Veranstaltungen zu begleiten. Schnell füllten sich unsere Abende mit besuchen verschiedener Restaurants, Bars, Sportveranstaltungen oder Karaoke. Die Wochenenden wurden zum Reisen genutzt. Nach Sejong für einen Nachmittag, Asan für einen Tagesauflug, Seoul für einen Tag oder das ganze Wochenende, Daejong und Daegou für die ein oder andere Party oder auch nur für ein bisschen shoppen gehen. In den kleinen Gruppen, welche sich schnell bildeten, obwohl jeder mit jedem zurechtkam, erkundeten wir das Land mit seiner fremden Kultur, oft mit einem hilfsbereiten „Fremdenführer“ 😉. Das half uns natürlich auch die Kultur noch besser kennen zu lernen, gerade meine Gruppe war aber auch immer wieder „alleine“ unterwegs. Meine Gruppe, das waren ich, ein Student aus Paris und eine multibilinguale Studentin aus New Castle, welche bereits ein Semester an der Korea University verbracht hatte. Obwohl wir so oft nicht die „Geheimverstecke“ der Städte entdeckten, wurden uns so die Gebräuche des Landes und vor allem die Sprache immer vertrauter. Für mich persönlich war gerade die Sprache anfangs ein Hindernis, welches mich zugegeben nervös machte. Ich wusste bereits früh, dass ich den angebotenen Sprachkurs der Universität nicht in meinen Stundenplan integrieren konnte, da ich ein gewissen Kontingent an Kursen für die DHBW belegen musste. Natürlich versuchte ich bereits vorher mir die Basics beizubringen und über die Zeit lernte ich mehr und mehr. Zum Glück sind die Südkoreaner sehr freundlich und hilfsbereit, so dass ich trotz meines limitierten Wortschatzes nie ein Problem hatte herumzukommen. Ausflüge Mein erster größerer Ausflug führte mich mit zwei weiteren Austauschstudierenden für einen Tag nach Seoul. Unser Plan war eine kleine Erkundungstour, gutes Essen, Shoppen gehen und dann ein entspannter Ausklang des Tages in einer Bar. Dafür wählten wir den Stadtteil Hongdae aus, wo wir nach zweieinhalb Stunden Zug- und Busfahrt den Großteil des Tages im dortigen Hyuundai Shopping-Center verbrachten. Hier findet man nahezu alles, von Essen über Bücher, Küchenutensilien und Homedekor, zu kleinen Accessoirshops bis hin zu der großen Auswahl an Kleidung für jeden Geldbeutel. Nach einer kleinen Shoppingrunde wanderten wir schließlich etwas durch den Stadtteil um Fotos zu machen, ehe wir in einem der zahlreichen Katzencafes landeten. Die meisten dieser Cafes geben Straßenkatzen ein neues Zuhause und dienen neben einer Möglichkeit für die Menschen mit den Tieren zu kuscheln, auch eine Möglichkeit diese Tiere zu adoptieren. Für uns war es eine schöne Abwechslung und ein entspannter Ausklang des Tages, bevor es für uns wieder zurück zum Campus ging. Ein paar Tage später ging es für mich dann auf einen weiteren Ausflug nach Asan, eine kleine Stadt nicht weit weg von unserem Campus, in der wir erst das mediterrane Dorf erkundeten, bevor wir uns zu einer Tempelanlage aufmachten. Das dortige Museum bereitete die Geschichte des Tempel auf eine interessante Art und Weise auf und auch der Rest der Tempelanlage war sowohl schön für einen Spaziergang, als auch informativ. Als ich schließlich das nächste Mal Seoul besuchte, dieses Mal mit einer anderen Gruppe an Austauschstudierenden, besuchten wir nicht nur den Namsan Tower um den Sonnenuntergang anzusehen, sondern liehen auch traditionelle Kleider aus, um den Palast zu besuchen. Den Abend und den nächsten Tag verbrachten wir schließlich in dem internationalen Stadtteil Itaewon, welcher in den vielen Seitenstraßen einige Geheimverstecke, Bars und kleine Restaurants und Shops für uns bereit hielt. Jeju Island – Meeresrauschen und traditionelle Märkte Dank dem digitalen Semester war es uns auch möglich für mehrere Tage dem Campus zu „entfliehen“ und die Meisten der Gruppe nutzen dies um einen 5 Tages Ausflug nach Jeju Island zu machen, der südlichsten Insel Südkoreas. Gleich am ersten Abend führte das zu einem mitternächtlichen Badegang in einem der natürlich geformten Pools und einem Ausflug zum Strand am nächsten Tag. Den Rest des ersten Tages nutzte ich schließlich dafür den traditionellen Markt in Jeju City zu erkunden – ein wundervoller Markt in dem es nicht nur Lobster und traditionell gefüllte Buns, sondern auch kleine Läden mit Souvenirs zu entdecken gab. Auch die nächsten Tage hielten einige Entdeckungen für uns bereit. So machten wir beispielsweise einen Ausflug nach Udo, einer weiteren kleinen Insel, benannt nach ihrer Form: einer schlafenden Kuh (U). Hier konnten wir uns elektrische Fahrräder für den Tag ausleihen, mit welchen wir rund um die Insel fuhren und neben den vielen Stränden, einer Höhle und dem hier typischen Erdnussbuttereis auch den Leuchtturm am höchsten Punkt der Insel erkundeten. Mit dickem Sonnenbrand, müde und wunderschönen Fotos in der Tasche schauten wir uns schließlich noch den Sonnenuntergang auf einem nahegelegenen Berg auf Jeju Island an, bevor wir die Straßensänger das allabendliche Feuerwerk am Strand in der Nähe unserer Unterkunft genossen. Den Sonntag nutzten einige, um den höchsten Berg der Insel zu besteigen, während andere zum Souvenir shoppen den traditionellen Markt besichtigten und dort den Großteil des Tages verbrachten. Am Montag, unserem letzten vollen Tag, hatte ich vor meinen Kursen noch die Möglichkeit mit einer weiteren Studierenden das dortige Maze-Museum zu besuchen, in dem wir uns zum Glück nur leicht verliefen und am Ende wieder heil rausfanden. Während die anderen den restlichen Tag auf der anderen Seite der Insel verbrachten, hatte ich meine Kurse, bevor ich den Abend mit italienischem Essen und Kaffee am Strand verbrachte, wo ich auf den Rest wartete, um die letzte Nacht noch auszunutzen. Am Dienstag ging es für uns dann leider schon wieder zurück zum Campus ging. Academic Pressure Wie bereits erwähnt hatte ich von der DHBW einige Vorgaben bezüglich der Kurse, die ich belegen sollte. Aus diesem Grund belegte ich an der Korea University 6 verschiedene Kurse: North Korean Propaganda, Korean Culture for Foreigners, Corporate Finance, Principles of Economics: Macroeconomics, Production and Operations Management und Human Resource Development and Career Development. Ein entscheidender Unterschied zu den Kursen in Deutschland war insbesondere das Notensystem und die Tatsache, dass die meisten der Dozenten das dauerhafte Anschalten der Kamera voraussetzen. North Korean Propaganda Der Kurs North Korean Propaganda brachte uns unterschiedliche Techniken zur Propagandaanalyse näher und erklärte die Geschichte North Koreas in Verbindung mit unterschiedlichen Propaganda Areas des Landes. Im Verlaufe des Semesters wurde nicht nur unsere Beteiligung gewertet, sondern auch eine Präsentation mit begleitetem Essay einer Propagandanalyse und des Final Exams. Korean Culture for Foreigners Dieser Kurs richtete sich hauptsächlich an südkoreanisch Studierende im Bereich Diplomatie, lied allerdings auch Austauschstudierende zur Diskussion ein, was nicht nur den Südkoreanern half die Perspektive von Ausländern zu verstehen, sondern gab auch mir die Möglichkeit mehr über die Kultur und Geschichte des Landes zu lernen. Die Endnote setzte sich aus einem Mid-term und einem Final Exam, sowie einer Präsentation und Response Papern der Kapitel zusammen. Corporate Finance Als Flipped Class brachte uns der Dozent die Kapitel hauptsächlich in seinen bereitgestellten Videos näher, welche von wöchentlichen Fragerunden begleitet wurden. Die regelmäßigen Hausaufgaben mussten wir entweder alleine oder in unserem vorher zusammen gestellten Team bearbeiten. Diese Abgaben flossen genauso wie ein Paper über eine wichtige Theorie in Corporate Finance und einem Final Exam in die Endnote ein. Principles of Economics: Macroeconomics Macroeconomics war der einzige Kurs in meinem Semester, welcher keine Beteiligung für die Endnote bedurfte. Allerdings stellte der Professor hier lediglich seine Präsentationsfolien zur Verfügung, was eine Anwesenheit in seinen Stunden nötig machte. Für die Endnote mussten wir schließlich ein Mid-Term und ein Final Exam ablegen, welche mit 40 und 60 % eingerechnet wurden. Production and Operations Management Auch dieser Kurs wurde in Form einer Flipped Class unterrichtet. Hierfür mussten wir wöchtentliche Kapitelvideos zur Vorbereitung einer einstündigen Vorlesung je Woche anschauen. Jede Vorlesung erfoderte eine rege Beteiligung der Studierenden, wobei das erlernte Wissen zusätzlich in kurzen Tests abgefragt wurde. Im Gegensatz zu anderen Kursen mussten wir hier allerdings kein Mid-Term und Final Exam ablegen. Stattdessen setzte sich die Note aus 3 Examen, der Beteiligung, den Tests und einer Team Präsentation über ein nachhaltiges Unternehmen zusammen. Human Resource Development and Career Development Dieser Kurs orientierte sich hauptsächlich an dem Buch Foundations of Human Resource Develpment von Richard A. Swanson und Elwood F. Holton III. Jede Woche besprachen wir ein weiteres der Kapitel, welche uns als Grundlage für wöchentliche Essays und Präsentationen dienten. Diese Essays und Präsentationen ersetzten zusammen außerdem unsere Mid-Terms und erforderten neben einer Analyse eines der Konzepte jedes Kapitels auch die Anwendung des Konzepts auf ein öffentliches oder Non-Profit Unternehmens. Das Final Exam wurde von einer Präsentation ersetzt, welche die Vorstellung und Analyse eines öffentlichen oder Non-Profit Unternehmens in Hinsicht der erlernten Konzepte erforderte. The Aftermath Insgesamt half mir dieses Auslandssemesters nicht nur dabei eine fremde Kultur kennen zu lernen, sondern auch über meinen eigenen Schatten zu springen. Für mich war es das erste Mal, dass ich außerhalb Europas auf Reisen ging, nachdem ich dafür nie die Möglichkeit und auch nie den nötigen Mut besessen hatte. Für mich persönlich war dies eine Erfahrung, welche mir zeigte, dass ich auch alleine auf einem fremden Kontinent zurechtkommen konnte und die bisherige Angst vor langen Reisen in fremden Kulturen keinen wirklichen Grundsatz hatte. Außerdem hat es mir geholfen die Kontrolle, welche ich normalerweise für Ausflüge gerne behielt, abzugeben und flexibel auf andere Austauschstudierende einzugehen. Auch fachlich konnte ich mich deutlich weiter entwickeln. Die andere Struktur der Kurse, welche geprägt war von Abgaben während des gesamten Semesters, half mir dauerhaft vorweg zu arbeiten und die Inhalte der Kurse besser und nachhaltiger zu verinnerlichen – sicherlich etwas, was ich mir auch in meinem Studienalltag zu Hause zu Herzen nehmen werde. Auch beruflich hat wird mich dieses Auslandssemester sicherlich weiterbringen. Das Kennenlernen der südkoreanischen Kultur und die Kontakte, welche ich hier knüpfen konnte, haben mich nachhaltig geprägt. Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM hat mir dieses Auslandssemester erst möglich gemacht. Da ich mir die Reise und das Studium in Südkorea alleine finanzierte, hätte ich ohne das Stipendium sicher nicht die Möglichkeit gehabt, die Ausflüge und Reisen zu finanzieren. Ich konnte so einiges erleben und erkunden, was mir unter anderen Umständen verwehrt geblieben wäre. Dieses Auslandsemester wird mir nicht nur auf Grund des vielen gesammelten akademischen Wissens in Erinnerung bleiben, sondern hat mir auch Freunde auf der ganzen Welt gebracht, mit welchen ich sicherlich noch lange Kontakt halten werde. Schon jetzt sind hier die ein oder anderen Zusammenkünfte geplant und es werden sicherlich noch einige weitere hinzukommen. Zurück in Deutschland denke ich noch jetzt an die Erlebnisse, insbesondere die Tage auf Jeju Island, und ziehe Vergleiche zu der Situation zu Hause. Von einem strengen Lockdown entfloh ich in ein offenes Land, welches zwar strikte Regeln implementiert hatte, allerdings auch das Zusammentreffen der Leute, Shoppen und Essen gehen erlaubte und kam zurück in nach Bayern, wo es auf Grund der niedrigen Zahlen nur noch wenige Regelungen gab. Für mich war das eine langsame Eingewöhnung zurück in ein nahezu normales, freies Leben. Ich bin dankbar für die Erfahrung und werde die vier Monate in guter Erinnerung behalten.

News:
Annyeonghaseyo! [안녕하세요]

- Mein Name ist Isabell Balogh und ich bin 21 Jahre alt. Aktuell studiere ich Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Campus in Mosbach. Da es sich um ein duales Studium handelt arbeite ich zusätzlich bei der TecAlliance GmbH in Weikersheim. Trotz der Corona-Situation hatte ich die Möglichkeit von März bis Juni 2021 ein Semester in Südkorea an der Chung-Ang University im Herzen Seouls zu verbringen. In diesem Erfahrungsbericht möchte ich gerne über meine Motivation, Erlebnisse und meine persönliche Weiterentwicklung während meines Auslandsaufenthaltes berichten. Schon zu Beginn meines dualen Studiums war mir klar, dass ich die Möglichkeit eines Auslandssemesters wahrnehmen möchte. Ich war schon immer sehr weltoffen und konnte mich bereits in Urlauben für andere Länder, Sprachen sowie die vielfältige Kulinarik dieser Welt begeistern. Jedoch habe ich noch nie eine längere Zeit im Ausland verbracht und wollte erfahren, wie sich das Leben im Ausland zu dem im Heimatland unterscheidet. Natürlich wollte ich auch mein Sprachniveau in Englisch verbessern und eventuell auch eine weitere Sprache lernen. Für Südkorea habe ich mich entschieden, da ich gerne außerhalb Europas studieren wollte und die Studienfächer an dieser Partneruniversität am Besten mit meinen Fächern an der DHBW übereingestimmt haben. Für mich ging es dann am 13.02.2021 für die nächsten vier Monate los nach Südkorea. Nach großem Abschiedsschmerz, dem ein oder anderen PCR-Test und über 10h Flug bin ich zusammen mit einem anderen Austauschstudenten in Seoul-Incheon gelandet und eine völlig neue Lebensphase sollte hiermit beginnen. Leider musste ich zunächst eine sehr unschöne Erfahrung machen und das war die 14-tägige Quarantäne nach Einreise aufgrund von COVID-19. Diese Zeit war wirklich sehr herausfordernd, da ich außer meinem Wohnheim-Zimmer, lauwarmem Essen und Wasser nichts hatte und mich Tag für Tag irgendwie beschäftigen musste. Außerdem war der Jetlag demnach auch nicht einfach, da ich mich in Isolation kaum an den neuen Rhythmus gewöhnen konnte. Dennoch ziehe ich auch aus dieser Zeit positive Erkenntnisse, da ich über mich selbst hinausgewachsen bin und mich heute als belastbarer beschreiben würde. Da ich keine Auswahl der Gerichte hatte, konnte ich schon von Anfang die koreanische Küche kennenlernen, und wer weiß ob ich mir das sonst jemals im Restaurant bestellt hätte. Nach der Quarantäne war die Vorfreude, endlich die Metropole Seoul kennenzulernen, riesig. In den ersten Tagen war ich so überwältigt von all den hohen Gebäuden, den vielen Menschen, Autos und Lichtern auf der Straße, dass ich Abends kaum zur Ruhe gekommen bin. Ich habe Seoul vor allem am Abend sehr aufgeweckt, bunt und laut erlebt. Ich muss zugeben, dass ich mich zu Beginn nicht komplett auf die andere Kultur einlassen konnte. Ich habe lange gebraucht um wirklich anzukommen und Südkorea voll genießen zu können. Beispielsweise war ich am Anfang vielmehr auf der Suche nach westlichem Essen, beziehungsweise nach allem was einem von zu Hause vertraut war. Nach einiger Zeit jedoch hat sich diese Einstellung komplett verändert und ich habe die asiatischen Gerichte der Pizza vorgezogen und konnte mich total auf die koreanische Küche einlassen. Ich habe mich vor der Anreise, abgesehen von typischen Do’s and Dont’s, wenig über die koreanische Kultur informiert, da ich mir mein eigenes Bild machen und wenig Vorurteile mitbringen wollte. Schnell wurde mir bewusst, dass Englisch in Korea nicht so geläufig war, wie ich mir das erhofft hatte. Viele Einheimische sprechen gar kein bis kaum Englisch und so wurden Restaurant-Besuche, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten oft zu einer großen Herausforderung. Ich nutzte viele Übersetzungs-Apps, dennoch konnten auch diese mir nicht immer weiterhelfen. Ein Gericht mit Fisch, obwohl man Fleisch bestellt hatte oder ein Taxifahrer, der einen nicht an das richtige Ziel brachte, gehörten von nun an zum Alltag dazu. Am Anfang hatte ich mich darüber noch geärgert, jedoch mit der Zeit auch gelernt zu akzeptieren, dass nicht immer alles reibungslos funktionieren kann. Nach einiger Zeit begann ich dann koreanische Vokabeln resultierend aus diesen Problemsituation zu lernen, so wusste ich nach und nach beispielsweise was „Fleisch“ bedeutet und wusste mir bei der Bestellung im Restaurant besser zu helfen. Allerdings ist koreanisch eine sehr schwierige Sprache, die man innerhalb vier Monaten leider nicht ansatzweise lernen oder verstehen kann, dennoch haben die einzelnen Worte im Alltag schon sehr geholfen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Koreaner zum einen sehr diskret sind und auf ihre Mitmenschen achten und zum Beispiel immer stillschweigend in Bussen und Bahnen sitzen, da es als unhöflich angesehen wird wenn man laut spricht, andererseits können Sie aber am Abend auch sehr laut und gesprächig werden. Was mir über Korea besonders gut in Erinnerung bleiben wird ist die sehr gute Infrastruktur, da sowohl Verkehrsnetz als auch Mobilfunknetz sehr gut ausgebaut sind. Des Weiteren empfand ich die Koreaner alle als sehr zielstrebig. Die einheimischen Studenten saßen stundenlang in Study-Cafés oder in der Bibliothek und machten den Anschein, als würde Ihnen das gar nichts ausmachen. Außerdem wurde mir oft bewusst, dass in Korea die Gesellschaft über dem Individuum steht. Beispielsweise würde ein Koreaner nie eine Gruppe am Abend verlassen, nur weil er müde ist. Stattdessen würde er bleiben und warten bis alle nach Hause gehen. Diese Werte sind mir aufgefallen, als ich mit einer Gruppe von internationalen Austauschstudenten sowie einem Koreaner eine Inlandsreise unternommen habe. Auch die Vielzahl an Coffee-Shops sowie Convenience-Stores, die rund um die Uhr geöffnet haben, bleiben mir positiv in Erinnerung. Neben all den positiven Erfahrungen, habe ich natürlich auch negative Erfahrungen während meiner Zeit in Südkorea gemacht. Mein größter Kulturschock-Moment war dabei ein Unfall zwischen zwei Rollerfahrern (Lieferdienste) auf einer viel befahrenen Kreuzung. Nachdem die beiden Fahrer zusammen gestoßen waren, lag einer der beiden verletzt am Boden und Scherben sowie die Essenslieferung lagen ebenfalls auf der Kreuzung verteilt. Statt dem Mann sofort zu helfen, begann der andere Unfallteilnehmer zunächst zu telefonieren (vermutlich mit dem Arbeitgeber). Außerdem lief der Verkehr ganz normal weiter und Autos und Busse fuhren an dem Mann, der mit Schmerzen auf dem Boden lag, vorbei. Für mich war dieses Szenario unfassbar, da man in Deutschland ganz anders reagiert hätte und die Straße wahrscheinlich gesperrt worden wäre. Nach einiger Zeit stand der Verletzte auf und schob seinen Roller ganz alleine an den Straßenrand. Erst nach mehr als 30 Minuten erreichte ein Krankenwagen den Unfallort. Da in solch einer Situation in Deutschland ganz anders gehandelt wird, würde ich diesen Moment für mich persönlich als Kulturschock beschreiben. Vor allem schockiert hat mich, dass es wohl normal war, dass niemand groß zur Hilfe kommt und der Verkehr einfach weiter lief, als wäre nichts geschehen. Einer meiner schönsten Erfahrungen war ein 2-tägiger Aufenthalt in einem buddhistischen Tempel. Dabei konnte ich tiefe Einblicke in den Buddhismus erhalten und lernte die Werte kennen, welche die Menschen die in diesem Tempel leben, verfolgen. Mein Tag startete hier bereits vor 05:00 morgens, da die ersten Gebete vor Sonnenaufgang stattfanden und das Frühstück (Reis und Gemüse) direkt im Anschluss. Über den Tag verteilt fanden verschiedene Aktivitäten wie Meditation, Teezeremonien mit Mönchen, Stretching, sowie das Sunmundo-Training statt. Sunmundo kombiniert eine Art Meditation mit koreanischen Kampfkünsten. Auch zu Mittag und Abendessen gab es immer Reis und Gemüse. Geschlafen wurde auf einem ganz dünnen Futonbett, besser gesagt auf dem Boden und während des gesamten Aufenthaltes habe ich traditionell buddhistische Kleidung getragen. Der Aufenthalt im Tempel hat mich persönlich zur Ruhe gebracht, da ich auch mein Smartphone über diese Zeit ausgeschalten habe. Ebenfalls lernte ich hierbei, dass ich mich auch mit wenig Luxus wohlfühlen kann. Die Gespräche mit den Mönchen waren dabei auch sehr prägend, da ich einige Einstellungen und Weltansichten in dieser Religion, wobei ich es viel eher als einen Lebensstil beschreiben würde, beeindruckend finde. Diese Erfahrung war für mich einmalig und hat mir sehr gut gefallen. Ebenfalls erinnere ich mich gerne an einige Wanderungen zurück, die ich gemeinsam mit anderen Austauschstudenten unternommen habe. Wir erklimmten den Hallasan, der höchste Berg Koreas, auf der Vulkaninsel Jeju-do, welche zu den sieben Weltnaturwundern zählt. Auch die alte Stadtmauer Seouls, die über 20km lang ist und sich über 4 Berge streckt, lief ich an einem Tag entlang. Vor allem die Aussicht und die Erleichterung, wenn wir endlich an seinem Ziel angekommen waren, machten diese Tage besonders. Ich war allgemein sehr begeistert von Südkoreas Landschaft. Es gibt sehr schöne Nationalparks und Wanderwege im ganzen Land verteilt und auch inmitten von Seoul gibt es mehrere Berge und Nationalparks, die definitiv einen Besuch wert sind. Auch wenn ich natürlich schon vor meinem Auslandsaufenthalt erwachsen war, hat mich dieser weitaus selbständiger werden lassen. Fernab von der eigenen Familie, den gewohnten Freunden und der Muttersprache, musste ich meinen Alltag in einem völlig fremden Land selbst organisieren. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und bin so auch viel offener auf Menschen zugegangen, als ich es für gewöhnlich bin. Schon von der Quarantäne an, musste ich mich viel mit mir selbst beschäftigen und mir Fragen über mich selbst stellen. Wer bin ich eigentlich? Was sind meine Interessen, was nicht? Was fehlt mir von zu Hause und was vielleicht auch gar nicht? Gibt es Dinge, die ich ändern möchte sobald ich wieder zurück in Deutschland bin? Wie gestalte ich meine Zukunft? Und davon sind über die 4 Monate noch weitaus mehr Fragen aufgekommen. Mir hat diese Zeit sehr dabei geholfen, mich und mein Leben zu Hause zu reflektieren und mir Gedanken darüber zu machen, welche Ziele ich als nächstes habe. Auch mein Sprachniveau in Englisch hat sich verbessert und so fühle ich mich heute im Berufsalltag sicherer Englisch zu sprechen. Ich bin mir auch sicher, dass mir der Aufenthalt den Umgang mit neuen Kollegen erleichtern wird. Ich habe gelernt, dass nicht alle Menschen die gleichen Werte verfolgen wie ich und irgendwann gelernt das zu akzeptieren und vor allem damit umzugehen. Ich glaube, so kann ich offener neuen Menschen, vor allem aus anderen Kulturen, gegenüber treten. Auch die Kurse, die ich an meiner Gasthochschule belegt habe waren vor allem in den technischen sowie naturwissenschaftlichen Fächern sehr anspruchsvoll. Das ist typisch für Südkorea, jedoch wurden mir in der Schulzeit ganz andere Grundlagen gelehrt, so dass es zu einigen Schwierigkeiten in den Kursen für mich kam. Dennoch habe ich versucht alles selbst aufzuarbeiten und habe mich vor allem in Mathematik und auch einigen technischen Fächern stark verbessert. Zu meiner persönlichen Entwicklung hat das Auslandssemester auch viel beigetragen. Da ich viel mit Gruppen unterwegs oder auf Reisen war, musste man oft gemeinsam Entscheidungen treffen und so hat sich meine Kompromissbereitschaft in dieser Zeit verbessert. Da nicht immer jeder das gleiche machen wollte musste ich auch lernen flexibler zu werden. Zu Beginn war ich oft skeptisch was die Auswahl eines Restaurants betraf und habe mich dann auch oft nicht der Gruppe angeschlossen, wenn ich etwas anderes essen wollte. Nach einiger Zeit bin ich dieser Hinsicht offener und flexibler geworden und habe auch neue Sachen ausprobiert, die auf den ersten Blick nicht meinen Vorstellungen entsprachen, und oft wurde ich sehr positiv überrascht. Meinen Auslandsaufenthalt in Südkorea werde ich nie vergessen, weil ich für über vier Monate in ein komplett anderes Leben eintauchen durfte. Ich wurde Teil einer völlig anderen Kultur und nach einiger Zeit hat sich Südkorea schon wie ein Stück Heimat für mich angefühlt. Ich habe sehr tolle Freundschaften in dieser Zeit geschlossen. Sowohl andere Deutsche, als auch Freunde aus der ganzen Welt wie Belgien, Frankreich, USA, Spanien sowie natürlich auch einige Koreaner. Der Austausch unter uns war sehr spannend und führte immer wieder zu einigen interessanten Diskussionen. Außerdem habe ich das Land durch diesen Aufenthalt ganz anders erleben dürfen, als es in einer kurzen Reise möglich gewesen wäre. Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten konnte ich erfahren, wie das Leben in Südkorea ist. Ich habe mich in der Zeit meines Auslandsaufenthaltes weiter entwickelt und bin sehr oft über mich hinausgewachsen. So bin ich zum Beispiel hinauf auf den Lotte World Tower, das viert höchste Gebäude der Welt, trotz sehr starker Höhenangst. Auch auf all die Gipfel nach oben zu wandern hätte ich mir vorher nie vorstellen können. Ich bin sehr froh, dass ich meine Ängste überwinden konnte und bin mir sicher, dass ich es auch weiterhin in vielen Situationen kann und mich dabei immer an Südkorea zurück erinnern werde. Auch meine Ansprüche an mich selbst und gegenüber anderen sind nicht mehr so hoch wie vorher, da ich erlebt habe, dass man auch mit ganz wenig zurecht kommt und vielleicht auch mal weniger mehr ist. Durch das Stipendium der BWS wurden mir einige Möglichkeiten in Südkorea geboten. Aufgrund von Corona fand das gesamte Semester online über Zoom-Vorlesungen oder Videos, die ich mir selbständig anschauen sollte, statt. Zum einen war das wirklich schade, da ich gerne mehr Zeit am Campus der Gasthochschule verbracht hätte und somit auch der Kontakt zu Einheimischen vermutlich einfacher gewesen wäre. Andererseits war ich so während der gesamten Zeit an keinen festen Ort gebunden, da ich die Vorlesungen von überall aus verfolgen konnte. Voraussetzung: stabile Internetverbindung, aber da hatte ich mit Südkorea die richtige Wahl getroffen. So war es mir möglich, innerhalb der vier Monate nahezu das ganze Land zu erkunden. Am Morgen konnte ich wandern und einen Tempel ansehen und am Nachmittag besuchte ich in einem Café für zwei Stunden eine Vorlesung über Zoom. Außerdem war Südkorea zu dieser Zeit nicht stark besucht, da Touristen noch nicht einreisen durften. Auch das war ein Fluch und Segen zu gleich. Einige Ausflüge wurden nicht angeboten oder bestimmte Sehenswürdigkeiten waren geschlossen aber andererseits war es oft sehr ruhig und wir hatten den ein oder anderen Strand ganz für uns alleine oder mussten an den beliebtesten Restaurants und Cafés nicht lange anstehen. Während der Zeit habe ich die Hafenstadt Busan, die alte Hauptstadt Gyeongju, die Vulkaninsel Jeju-do sowie den Seoraksan Nationalpark im Osten des Landes besuchen dürfen. Natürlich habe ich auch in Seoul sehr viel erlebt doch selbst nach über vier Monaten noch lange nicht alles dieser riesigen Stadt gesehen. All diese Reisen, Ausflüge und die daraus gewonnenen Erfahrungen wurden mir durch das Stipendium ermöglicht. Ich bin sehr froh all diese Erfahrungen trotz dieser schwierigen Zeit gemacht haben zu können. Auch wenn der Anfang in Südkorea sehr schwer für mich war konnte ich die Zeit danach umso mehr genießen und bin sehr dankbar, dass ich die Vielseitigkeit des Landes mit Hilfe des BWS Stipendiums erleben durfte. Ich würde die Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt immer wieder genau so treffen und auch jedem dazu raten eine Zeit lang im Ausland zu leben, da man sich dadurch so viel weiterentwickeln kann und diese Zeit nie in Vergessenheit geraten wird.

News:
Auslandsjahr an der Grenoble Ecole de Management in Frankreich

- Hi, ich bin Melwin, Student der Fakultät Technik und studiere Wirtschaftsingenieurwesen, Internationales Technisches Projektmanagement. Das 5. und 6. Semester habe ich in Frankreich an der Grenoble Ecole de Management absolviert. Ich war in das 3. Jahr des Bachelor International Business Programms eingeschrieben und habe hier das gesamte Programm Ende Mai diesen Jahres abgschlossen. In meinem heutigen Blogbeitrag gebe ich euch ein paar kleine Einblicke, wie der sogenannte Hyflex Unterricht in Frankreich abgelaufen ist und was man in Grenoble so alles erleben kann. Zwar startete das 2. Semester genau wie das erste geendet hatte, nämlich online. Jedoch wurde schon früh geplant, ab Anfang Februar Präsenzunterricht anzubieten. Das war vor allem auch dem Engagement Emmanuel Macron‘s für Kinder, Jugendliche, Schüler und Studenten zu verdanken. Dem französischen Präsident hat viel daran gelegen, die prekäre Lernsituation zu verbessern und hat alles daran gesetzt, Schulen und Universitäten genau wie Geschäfte in den Innenstädten wieder zu öffnen und diese auch konsequent und erfolgreich offen zu halten. Sogar während des dritten, einmonatigen Lockdowns, während dem die Geschäfte nur noch per Click & Collect Verfahren öffnen durften und der Bewegungsradius eingeschränkt war, durften Vorlesungen wie gehabt in den Uniräumen stattfinden. So sind wir im Februar tatsächlich wieder für Kurse, deren Professoren in Frankreich waren, in die Vorlesungsräume gekommen. Studenten die jedoch aufgrund ihrer persönlichen Situation, z.B. keine Einreisemöglichkeit oder ein zu hohes Risiko im Falle einer Infektion, online unterrichtet werden wollten, konnten dies auch weiterhin machen, da die Uni die Räume mit modernster Video, Ton und White Board Technik ausgestattet hat. So konnten sowohl Studenten vor Ort als auch Online aktiv am Unterricht teilnehmen und Teil der Klasse sein. Das Leben in Grenoble mit geöffneten Schulen, Universitäten und Geschäften und weitaus weniger strengen Kontaktbeschränkungen war somit nicht mit der Situation in Deutschland zu vergleichen und ermöglichte mir trotz Corona eine sehr erlebnisreiche Zeit und ein beinah echtes Studentenleben zu erleben. Da Grenoble inmitten der südfranzösischen Alpen liegt und umringt von 3 Gebirgsketten ist, sind die Möglichkeiten für Outdoor-Begeisterte unendlich! In weniger als einer Stunde Autofahrt findet man sich in den Les Ecrins, die als wildeste Bergregion der Alpen bekannten ist, wieder und auch die Bergketten direkt an der Stadt mit bis zu 3000m hohen Gipfeln bieten ideale Bedingungen für Skitouren, Klettern, Bergsteigen, Paragleiten,… Und in Jahren mit geöffneten Skigebieten kann auch mal nach der Vorlesung am Morgen noch der Bus in das nächstgelegene Skigebiet genommen werden und zum Studententarif von 11 Euro der Nachmittag auf der Piste verbracht werden. Durch den enormen Höhenunterschied zwischen der Stadt, die auf 200m ü. NN liegt, und den Bergen bietet sich nicht nur eine einmalige Kulisse, sondern konnten wir auch schon im März die Vorzüge von sommerhaften Temperaturen in der Stadt und tief winterlichen Bedingungen in den Bergen erleben. So kam es am Wochenende nicht selten vor, dass wir den Vormittag in den Bergen beim Skitouren, den Nachmittag beim Klettern direkt an der Stadt und den Abend bei einem kleinen Barbecue im Garten einer WG verbracht haben. Zum Abschluss meines Blogbeitrages kann ich sagen, dass das Auslandsjahr für mich eine große Bereicherung war. Durch die Internationalität der Schule habe ich habe unterschiedlichste Freunde aus aller Welt kennen gelernt, konnte trotz Corona ein passables Studentenleben erfahren und hatte die Möglichkeit in einer der für mich lebenswertesten und vielfältigsten Städte zu leben. Die Kombination aus wertvollem Studium, sogar mit Präsenzvorlesungen und unfassbar vielen Möglichkeiten neue Dinge, gerade in der Natur rundum Grenoble zu erleben und zu entdecken, haben für mich das Jahr außergewöhnlich gemacht. Und so bin ich froh mein Auslandsjahr im Nachbarland verbracht zu haben, denn so habe ich immer wieder und sehr einfach die Möglichkeit zurückzukehren.

News:
Moodle - Upgrade am 12.07.2021

- Am Montag den 12.07 führt das ESC das Upgrade von unserer derzeitigen Moodle Version 3.6 auf 3.9 durch. Sorgen, dass Sie "unser Moodle" dabei nicht wiedererkennen müssen Sie sich allerdings nicht machen. Um auf die Anpassungen vorbereitet zu sein und einen Vorgeschmack auf die neuen, interessanten Funktionen zu erhalten, haben wir Ihnen einige Informationen in unserem "Moodle und Mehr" - Kursraum zusammengestellt. Beachten Sie auch unbedingt, dass es am Tag des Upgrades immer wieder zu Ausfällen kommen kann - berücksichtigen Sie dies unbedingt bei Ihrer Planung. Das Moodle-Team steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung unter moodle@mosbach.dhbw.de

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