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News:
Neues Web-Based-Training: Barrierefreie Gestaltung in Moodle

- Seit Februar gibt es in der ZHL Bildungswelt ein neues Web-Based-Training, das Lehrende dabei unterstützt, digitale Inhalte in Moodle barrierefrei zu gestalten. Digitale Barrieren sind oft unsichtbar, doch für viele Menschen stellen sie große Hürden dar. Die Bundesregierung betont mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) die Wichtigkeit eines barrierefreien Zugangs – auch im digitalen Raum. Unser neuer Selbstlernkurs , entwickelt vom Moodle-Team der DHBW , zeigt praxisnahe Strategien, um Lehrmaterialien in Moodle für alle zugänglich zu machen. Nutzen Sie diese Gelegenheit und gestalten Sie Ihre Moodle-Kurse barrierefrei! 👉 Jetzt in der ZHL Bildungswelt entdecken!

Berufsperspektive & Einsatzgebiete

Berufsperspektive & Einsatzgebiete Elektrotechnik und Informationstechnik Startseite Studium Studienangebot Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik Berufsperspektive & Einsatzgebiete Studieninhalte & Profil Studienrichtungen Studienberatung Elektrotechnik und Informations­technik Berufsperspektive & Einsatzgebiete Aus Lehre & Forschung Duale Partner & Studienplätze News & Aktuelles Dokumente & Downloads Ansprechpersonen Berufsperspektive & Einsatzgebiete Hirn und Herz der modernen Welt: Elektrotechnik und Informationstechnik Als Absolvent/Absolventin der EIT wirst Du die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidend prägen und mitgestalten. Du wirst mit digitalen, nachhaltigen und individuellen Produkten, Anwendungen, Lösungen und Konzepten unsere Welt verändern. Die Berufsfelder und Einsatzgebiete der EIT sind sehr umfangreich und spannend - aber auch durchaus herausfordernd. Viele Unternehmen benötigen dieses Berufsprofil, und in den Unternehmen gibt es vielfältige Aufgaben in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik, Service und Vertrieb/Marketing. Und die Berufs- und Karriereaussichten sind super: der Bedarf wächst, auch und gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten, und Absolventen der Dualen Hochschule sind mit Ihrer Praxisnähe die erste Wahl. Mit dieser positiven Perspektive ist auch eine langfristige Sicherheit des Berufsfeldes verknüpft, Dein 'Typ' wird auch in Zukunft dringend gebraucht! Und noch besser: mit den erworbenen Kompetenzen kannst Du Deinen beruflichen Fokus auch jederzeit verändern, Dich weiterentwickeln, Deinen eigenen Karriereweg gehen und in anderen Gebieten der Berufswelt aktiv werden! Diese Flexibilität ist jederzeit gegeben, Du kannst Deine Vielseitigkeit gewinnbringend nutzen. Du suchst weitere Informationen über Berufsbilder, Themen und Aufgaben? Hier ein paar Anregungen mit Links zu Verbänden, Infoseiten und Youtube-Kanälen: VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V.): Webseite www.vde.com , YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/ @VDEGroup VDE Young Net (Netzwerk der nächsten Generation e-technischer Experten): https://www.vde.com/de/vde-youngnet ZVEI (Verband der Elektro- und Digitalindustrie): Webseite www.zvei.org , Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/@ZVEIorg VDI (Verein deutscher IngenieurInnen): Website: www.vdi.de , YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@VDIde Besonders lesenswert – eine spannende Handreichung ‚Faszination Elektro- und Informationstechnik‘ des VDE Nachwuchsinitiative des VDE mit vielen interessanten Berichten: https://www.vde.com/de/sbg/e-it-nachwuchskampagne Berufsbilder in Elektrotechnik und Informationstechnik der Arbeitsagentur Ingenieurwesen Elektrotechnik: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58716 Ingenieurwesen Informationstechnik : https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58723

News:
DHBW Mosbach glänzt in DOKA-Bauwettbewerb

- Plane deine Bleibe: Unter diesem Motto stand der renommierte Studentenwettbewerb 2023/2024, organisiert vom österreichischen Schalungshersteller DOKA. Drei Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach bewiesen dabei ihr Können im Vergleich mit anderen technischen Hochschulen und sicherten sich mit ihrem Konzept den zweiten Platz. Der Studierendenwettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, zählt zu den bedeutenden studentischen internationalen Wettbewerben im Baubereich. Ausgerichtet wird er vom Familienunternehmen DOKA, einem der führenden Anbieter in der Schalungstechnologie mit Hauptsitz im niederösterreichischen Amstetten. In diesem Jahr trat die DHBW Mosbach mit den Bauingenieurwesen-Studierenden Florian Steinhauer, Arne Kohlhaas und Fynn Schnur, die ihre eigenen Initialen zum Namen des fiktiven Unternehmens „KSS Gruppe“ verschmolzen. Zum Zeitpunkt des Wettbewerbs befanden sich die drei im dritten Semester mit der Vertiefung „Öffentliches Bauen“. Unterstützt wurden sie von ihren Dualen Partnern – die Autobahn GmbH Niederlassung Karlsruhe sowie das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes – und betreut durch Ruben Meinzer, Anke Fellinger-Hoffmann, Frank Kripfgans und Stefan Schunk. An der DHBW begleitete Prof. Dr. Helmut Schweer das Team. Ein Wettbewerb mit Praxisnähe: Die Herausforderung Der Wettbewerb richtet sich an Studierende im Baubereich und verfolgt das Ziel, Inhalte aus Baubetrieb, Arbeitsvorbereitung und Schalungstechnik praxisorientiert zu vermitteln. In diesem Jahr galt es, den Rohbau eines zehngeschossigen Studentenwohnheims zu planen – inklusive Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Modellierung. Weitere Aufgaben umfassten die Verfahrensauswahl, eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie die Entwicklung eines Sichtbeton- und Abdichtungskonzepts. Abschließend musste eine vollständige unternehmerische Angebotskalkulation erstellt werden. Nach neun Monaten intensiver Arbeit reichten insgesamt neun Teams ihre Ausarbeitungen ein. Die besten drei wurden anschließend zu einem zweitägigen Finale nach Apolda in Thüringen eingeladen. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die praktische Anwendung der Schalungstechnik – sowohl durch Musterpräsentationen als auch bei einem Baustellenbesuch. Drei Juroren aus der Praxis bewerteten als Fachjury die schriftlichen Ausarbeitungen der Finalisten und vergaben die Spitzenplätze wie folgt: Platz: Team 1 der FH Münster Platz: DHBW Mosbach Platz: Team 2 der FH Münster

News:
Routledge Book Series "Frontiers in the Development of International Business, Management and Marketing"

- Routledge Frontiers in the Development of International Business, Management and Marketing About the Series There are various aspects in which diver factors affect the way international business activities are performed as well as the ones in the functional areas of management and marketing. The process of globalisation based on deepened economic interdependence among countries due to international flows of goods and services, investment, and knowledge has recently been put to a test with clear trends in diminishing the significance of integrations and manifestations of nationalism and protectionism… Weitere Informationen sowie die Liste der enthaltenen Titel sowie Informationen zu den Autoren finden Sie hier .

News:
Mosbacher Absolventen bekommen Deutschen Gründerpreis

- In THE LÄND leben viele Menschen mit guten Ideen. Aus guten Ideen werden Erfindungen. Und mit Erfindungen kann man ein StartUp gründen. Diesen Weg gingen die Brüder Nathanael und Johannes Laier, nachdem sie erfolgreich ihr Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach abgeschlossen hatten: Sie gründeten die WeSort.AI GmbH in Würzburg, die mit KI die Abfallwirtschaft revolutioniert - und nun mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichneten wurde. „Wir sind stolz darauf, mit unserem Ansatz der KI-basierten Abfallerkennung und Sortierung in der Endrunde eines so renommierten Preises wie des Deutschen Gründerpreises zu sein“, erklärt Johannes Laier, Geschäftsführer von WeSort.AI. Er hat Angewandte Informatik an der DHBW Mosbach studiert, seine Expertise liegt in den Bereichen Softwareentwicklung und künstlicher Intelligenz. Sein Bruder, der ebenfalls an der DHBW Mosbach studiert hat, allerdings Mechatronik, brachte technisches Know-how und einen kreativen Ansatz zur Lösung komplexer Probleme mit. Die Brüder entschlossen sich, ihre gemeinsame Leidenschaft für Technologie und Nachhaltigkeit zu nutzen, um die Abfallwirtschaft zu revolutionieren. 2021 gründeten sie WeSort.AI, das Team zählt mittlerweile 12 Köpfe. Die Systeme des StartUps sind in der Lage, Abfälle nicht nur nach Materialien, sondern präzise auf Objektebene zu sortieren. Diese technologische Neuerung ermöglicht eine deutlich effizientere Wiederverwertung der Materialien. „Unsere Technologie setzt neue Maßstäbe in der Genauigkeit und Effizienz der Abfallsortierung.“ Die Systeme identifizieren und sortieren Gegenstände fünfmal schneller als menschliche Sortierer und erreichen dabei fast vollständige Genauigkeit. Besonders im Fokus steht auch die Sicherheit: Die Technologie von WeSort.AI ermöglicht es, gefährliche Stoffe wie Batterien im Müll zu erkennen und auszusortieren und minimiert damit das Risiko von Bränden in Sortieranlagen. Über den Deutschen Gründerpreis Der Deutsche Gründerpreis, der jährlich von den Partnern Stern, Sparkassen, ZDF und Porsche verliehen wird, würdigt herausragende unternehmerische Leistungen in Deutschland. In der Kategorie StartUp zeichnet die Jury überzeugende Jungunternehmer:innen aus, die mit einer besonders effektiven Geschäftsidee begeistern, neue Marktchancen nutzen und ihr Unternehmen zielstrebig an die Spitze führen. Dabei müssen sie ihren Businessplan besonders erfolgreich umgesetzt haben und ihre Unternehmensgründung darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen: StartUp | Deutscher Gründerpreis (deutscher-gruenderpreis.de)

News:
Erfolgreiche Studienarbeiten: Messe am ‚Tag der Technik‘

- Die Abschlussjahrgänge der Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik stellten im Juni ihre Projekte an einer besucheroffenen Messe am ‚Tag der Technik‘ vor. Eine Vielzahl von spannenden Projekte wurden über zwei Semester (5.+6. Fachsemester) alleine oder in Kleingruppen von den Studierenden bearbeitet. Betreut wurden sie hierbei von Mitarbeiter*innen oder Dozierenden der DHBW Mosbach. Auf der Messe war lebhaftes Treiben, die Prototypen und Arbeitsergebnisse wurden dem Publikum vorgestellt, überall war Bewegung, Surren und oftmals auch ein bewunderndes ‚Oh‘ zu hören. Das Spektrum der Arbeiten war sehr breit, oftmals wurden für die Projekte mit einer Kombination aus Hardware und Software entwickelt. Eine Auswahl von Arbeiten im Bereich Robotik ist in den Bildern zu sehen. Der nächste Tag der Technik mit Studienarbeitspräsentationen wird im Juni 2025 stattfinden.

News:
Spannende Lehr- und Lernformen entwickelt: Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen

- Wie bringe ich komplexe Lehrinhalte ‚besser rüber‘? Das war die Fragestellung beim EU-Forschungsprojekt ‚STEAM-Active‘, dass im Sommer 2024 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Durch die vielfältigen Projektergebnisse (Dokumente, E-Learning-Kurse, Lehrbeispiele) werden Dozierende im Ingenieurwesen dabei unterstützt, innovative Lehrmethoden anzuwenden und die vielfältigen Kompetenzen der Studenten zu entwickeln, auch um den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Die Projektergebnisse wurden auch auf der 18. Ingenieurpädagogische Jahrestagung 2024 in Mosbach vorgestellt und diskutiert. Insbesondere das Wechselspiel von Theorie und Praxis in der Lehre und neue Wege zur technischen Bildung wurden thematisiert. Weitere Informationen zu diesem Kongress sind auf der Homepage des IPW zu finden ( https://ipw-edu.org/tagungen ), die Projektseite STEAM-Active ( https://steam-active.pixel-online.org/ ) beinhaltet alle Projektergebnisse in ausführlicher Form.

News:
Informationen übers Studium aus erster Hand

- Am Samstag fand an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach der Tag des dualen Studiums statt. Rund 500 Besucher hatten die Möglichkeit, sich über die Studienangebote an der DHBW zu informieren und auch gleich das passende Partnerunternehmen zu finden. Ein besonderes Highlight war das Studienplatz-Speeddating, bei dem 35 Studieninteressierte mit Vertretern von dualen Partnerunternehmen ins Gespräch kamen. Über 80 zehnminütige ‚Dates’ wurden geführt, um einen Einblick in die verschiedenen Studienrichtungen und Karrieremöglichkeiten beim Unternehmen zu geben. „Wir waren begeistert von diesem Format“, erzählt Martina Lohmüller, Personalleiterin bei der GarLa Gruppe AG, einem Unternehmen für Gartenbau. Der Studiengang BWL-Garten- und Landschaftsbau ist einer der neusten an der DHBW Mosbach, und so war der diesjährige Tag des dualen Studium der erste für die Personalerin. „Wir hatten beim Speeddating vier Gespräche. Drei Personen planen einen Studienstart noch in diesem Herbst. Hier hoffen wir auf weitere Gepräche und Bewerbungsunterlagen. Eine Kandidatin wird erst später anfangen und hoffentlich vorab noch ein Praktikum bei uns machen.“ Die Stiftung Pro DHBW Mosbach fördert den Tag des dualen Studiums jährlich in besonderem Maße. Geschäftsführer Gerhard Lauth lies es sich nicht nehmen, persönlich bei denjenigen Unternehmen vorbeizuschauen, die die Hochschule mit einem jährlichen Beitrag für Forschungs- und Lehrprojekte unterstützen. Aber auch beim Marketing hilft die Stiftung. Der Tag des dualen Studiums ist häufig der erste Kontakt zwischen den Studieninteressierten und den Unternehmen und schlägt damit die Brücke zwischen Schule und Hochschule. Durch das Event werden Unternehmen dabei unterstützt, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Einer dieser möglichen neuen Studierenden ist Noah aus der Gemeinde Schöntal. Er will sein Studium 2025 beginnen. Es soll dual sein, das weiß er schon sicher. Noch offen ist, ob es ein Studium Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen wird. Daher nutzte er den Tag vor allem, um sich bei den Studiengängen über Inhalte, Voraussetzungen und Karriereoptionen zu informieren. Die Entscheidung sei ja eine sehr wichtige, befand auch sein Vater als Begleitung, weshalb die Familie sich schon so frühzeitig um Studieninfos kümmert. Auch Christin aus Miltenberg strebt ein duales Studium an, allerdings in der Fakultät Wirtschaft. Über die Ländergrenze Baden-Württemberg / Bayern hinweg sei es eher schwierig, in den Zeitungen viel über das duale Studium zu erfahren, erzählte ihre Familie. Auf die Informationen aus erster Hand freuten sie sich daher besonders. Studiengangsleiter Prof. Dr. Sven Seidenstricker kam vom Campus Bad Mergentheim nach Mosbach, um seinen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vorzustellen. Besonders schön fand er, auch viele ehemalige Studierende zu sehen, die nun ihre dualen Partnerunternehmen repräsentieren und somit einen Einblick in ihre berufliche Entwicklung geben konnten. Einblicke ins Studium gaben auch ganz viele Technik-Exponate. An fast jedem Tisch ratterten kleine Lego-Maschinen, lösten Zauberwürfel oder bewegten Waren. Kollaborative Roboter fütterten ein Sparschwein und kleine Züge wurden von KI angesteuert. Viele der Exponate sind Arbeiten aus dem Studienalltag. Beispielsweise hatte ein Mechatronik-Student im letzten Semester ein Hochregallager konstruiert, mit dem die Besucher Süßigkeiten einsortieren und sich auch aushändigen lassen konnten - im wahrsten Sinne des Wortes ein Vorgeschmack aufs eigene Studium.

News:
Begeisterung für Technik wecken: Grundschule Diedesheim besucht DHBW Mosbach

- Bereits im Februar und März dieses Jahres betreuten der a kademische Mitarbeiter für die Digitale Fabrik Peter Steinert und der duale Student Mojtaba Esfahani ein MINT-Projekt für die beiden vierten Klassen der Grundschule Diedesheim im Rahmen des Sachunterrichtsthemas „Elektrotechnik“. Gemeinsam bauten die Kinder eine elektronische Spiel-Geschicklichkeits-Konsole, was ihnen nicht nur theoretisches Wissen vermittelte, sondern auch praktische Fähigkeiten schulte. Im Juli freute sich die DHBW Mosbach auf einen besonderen Besuch: Rund 40 Schülerinnen und Schülern sowie ihren beiden Lehrkräfte erkundeten den Campus. Dies war das Highlight vor den Sommerferien und versprach, ein spannender und lehrreicher Tag zu werden. In einer kleinen Theorieeinheit wurden die Kinder in die Grundlagen der Robotik eingeführt und lernten, wie Roboter programmiert und gesteuert werden. Anschließend zeigte die Hochschule technische Exponate, die vorwiegend aus aktuellen Studienarbeiten stammten. Die zwei Klassen sahen 3D-Drucker, radelten, um eigenen Strom zu erzeugen, lösten Zauberwürfel, bestaunten die Herstellung eines Fisch-Brettchens im Holz-Labor. D as E-Mobilitätslabor bot den jungen Gästen Einblicke in zukunftsweisende Technologien.

News:
Forschen im „Living Lab“

- Herr Prof. Kuhn, Sie wurden bereits im Jahr 2015 im Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0“ mit Ihrer Forschung rund um die „Digitale Fabrik“ ausgezeichnet, wie hat sich bisher das „Living Lab“ als Modellfabrik im Kontext von Forschung und Ausbildung entwickelt? Wir waren damals die erste Hochschule, die in diesem Wettbewerb ausgezeichnet wurde. Wir bezeichnen unser Labor als unsere „Digitale Fabrik“ mit der Charakteristik eines „Living Lab“, ein Reallabor, das sich mit neuen Anforderungen und Technologien stetig verändert. Bis 2015 haben wir das Labor im Bereich der Automatisierung-, Digitalisierungs- und Informationstechnik selbst aufgebaut, seitdem haben viele Studierende es im Zuge der „Lehrintegrierten Forschung“ weiterentwickelt. Das bedeutet, es ist für die Lehre und die anwendungsorientierte Forschung eine wichtige Plattform geworden. Einige Beispiele der Weiterentwicklung sind die Integration von Simulationstechnik mit digitalen Zwillingen, die Installation kollaborativer Roboter, eine Bilderkennung für die Qualitätssicherung und Inventur, mit Blick auf den Megatrend Nachhaltigkeit wurde ein Energiemanagement verwirklicht und auch Anwendungen der Augmented Reality genutzt. Wie schnell werden die neuen Technologien (KI und ML) unsere Produktionslandschaften verändern oder revolutionieren? In unserer „Digitalen Fabrik“ haben wir diese neuen Technologie bereits eingebunden, zum Beispiel in der Qualitätssicherung und der Prozessdatenvarianz, das heißt, Maschinen verhalten sich normalerweise ideal, aber um Prozesse durchzuspielen, ist es wichtig, dass sich Maschinen real verhalten, Ausfälle und Störungen aufweisen. Wir nutzen Künstliche Intelligenz, um unter anderem zu lernen, wo Engpässe entstehen, sich vermeiden und wie sich Rüstvorgänge optimieren lassen. Meiner Meinung nach wird KI die Produktionslandschaft insgesamt definitiv verändern – in der kompletten Bandbreite von statistischen Methoden bis hin zu neuronalen Netzen. Ein Schlagwort bei möglichen Anwendungsgebieten ist zudem „Predictive Maintenance“, die vorausschauende Wartung. Die KI sammelt Werte wie Temperatur, Vibration, Geräusche und so weiter und unterbreitet aufgrund dieser Daten und Erfahrungswerte passende Handlungsvorschläge. Welche Forschungsmöglichkeiten bietet die Modellfabrik für Ihre Hochschule und Ihre Studierenden? Sowohl Maschinenbauer als auch Elektrotechniker, Mechatroniker, Informatiker und Wirtschaftsingenieure können unsere Fabrik nutzen und Prozesse ganzheitlich denken, nicht nur isoliert, sondern inter- und transdisziplinär. Darüber hinaus können wir uns vorstellen, die „Digitale Fabrik“ für die Ausbildung von Produktionsleitern einsetzen, weil wir hier Situationen provozieren können, die in der Realität nicht gewünscht sind oder selten passieren. Über die Dualen Partnerunternehmen bekommen wir außerdem immer wieder neue Forschungsimpulse – beispielsweise die Anbindung der Fabrik an eine Cloud oder die Frage nach der Einbindung des Menschen in Produktionsprozesse, Stichpunkt „Papierlose Fertigung“. Dabei ist es in der Zusammenarbeit mit den Dualen Partnern selten ein Problem, notwendiges Material und Komponenten zu erhalten. Kritisch ist im Gegensatz eher die personelle Unterstützung durch Laboringenieure oder wissenschaftliche Mitarbeiter, wo es leider oftmals an Kapazitäten fehlt, obwohl uns die Leitung der DHBW beispielhaft unterstützt Welche Produktionsszenarien können durch das Living Lab abgedeckt werden? Unsere Modellprodukte sind reale Taschenlampen und virtuelle Fahrräder, diese werden durch die Produktion „geschleust“. Dabei sind wir in den Szenarien sehr flexibel. Die Studierenden sollen ja einen Einblick in verschiedene Verfahren und Prozesse erhalten. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass wir Menschen in der Produktion nicht ersetzen wollen. Der Mensch hat körperliche und intellektuelle Fähigkeiten, die ein Automatisierungssystem oder eine KI nicht hat. Eine der Forschungsaufgaben ist beispielsweise, Arbeitsplätze bestmöglich zu gestalten. Welche Vorteile in der Ausbildung bringt das „Living Lab“ für zukünftige Ingenieure? Bisher existierten in der Unternehmenswelt zwei getrennte Welten, die reale Welt der physischen und technischen Prozesse, sprich, die Heimat des Ingenieurs, die „Operation Technology“, und die Welt der Informations- und Geschäftsprozesse, die Heimat des Informatikers und Betriebswirtschaftlers. Die Kerncharakteristik bei der „Digitalen Transformation“ ist, dass sich diese Dualität auflöst und die Inhalte konvergieren. Bei uns lernen BWL-Studierende mithilfe der Digitalen Fabrik die Automatisierungstechnik kennen und Elektrotechnik-Studierende die betrieblichen Prozesse. Diese interdisziplinäre Herangehensweise ist ein enormer Mehrwert. Dieses positive Feedback bekommen wir später von den Studierenden sehr oft zurückgemeldet. In der Praxis verstehen sie dann, welchen Vorteil das Labor für sie hatte, um Zusammenhänge zu verstehen. Für welche Systemarchitektur haben Sie sich im Kontext des Firmen-Organigramms entschieden? Es ist ein modernes Echtsystem, keine didaktische Spielfläche. Typische Produktionsanlagen und Fertigungsprozesse werden in Form von Modellen mit realen industriellen Komponenten, verteilter Automatisierungstechnik sowie echtzeitfähigen Simulationssystemen abgebildet und mit realen Informationssystemen wie ERP, MES, SCADA und so weiter vernetzt, analysiert und gesteuert. Ein zukunftsfähiges Kennzahlenmanagement und Ausnahmeprozesse auf Grundlage einer echtzeit- und massendatenfähigen Prozessdatenarchitektur wie OPC, BigData-Cluster/Data Mining und Cloud-Anbindung sind wichtige Pfeiler der Gesamtlösung. Des Weiteren sind Methoden und Komponenten zur automatischen Identifikation von Objekten wie 1D/2D-Barcodes, RFID, NFC bis hin zum „Digitalen Produktgedächtnis“ ebenso Teil des Labors wie aktuelle Konzepte zur Mensch-Maschine-Interaktion inklusive Web-Schnittstellen und mobile Lösungen zur Visualisierung und Steuerung über eigenentwickelte Apps und Datenbrillen. Herr Prof. Dr. Kuhn, vielen Dank für das Gespräch.

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