- Mosbacher Professor veröffentlicht Buch Das betriebliche Instandhaltungsmanagement als wichtige Querschnittsfunktion bestimmt die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens entscheidend mit. Dennoch wird ihr oft nur wenig Beachtung geschenkt, findet man vielerorts eher Instandhaltungswüsten als einen effizienten Unternehmensprozess vor. Prof. Dr.-Ing. Andreas Weißenbach von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach veröffentlicht darum sein Know-how als erfahrener Ingenieur und Spezialist in einem Buch, um Praktiker dabei zu unterstützen, ungenutzte Möglichkeiten der Rationalisierung durch professionelles Instandhaltungsmanagement auszuschöpfen. Er erläutert mit Fokus auf die praktische Umsetzung, wie man Potenziale professioneller Instandhaltung ausschöpfen kann. Inhalte sind dabei Grundlagen und Standards, Anforderungen maßgeblicher DIN-Normen und VDI-Richtlinien, Strategien und Konzepte, insbesondere der kooperativen Instandhaltung. Darüber hinaus beleuchtet er auch Ressourcenplanung unter geeigneter Ermittlung von Instandhaltungskosten sowie personeller und technischer Kapazitäten sowie Maßnahmenentwicklung und Implementierung passgenauer Instandhaltungsinstrumente. Mit dem vorgestellten Online-Analysetool Quick-Maintenance-Check identifizieren Interessierte systematisch Schwachstellen und Optimierungsmöglichkeiten der betriebseigenen Instandhaltung. Zum Autor Andreas Weißenbach studierte nach mehrjähriger Industrietätigkeit als gelernter Maschinenschlosser an der TU München und TU Ilmenau Maschinenbau, insb. Produktions- und Umwelttechnik. Nach weiterem Industrieeinsatz in einem namhaften Maschinenbaukonzern und als Projektleiter in einem internationalen Beratungsunternehmen befasste er sich im Rahmen seiner Forschung u. a. mit Konzepten zu innovativem Instandhaltungsmanagement für KMU . Dafür wurde er durch das Forum Vision Instandhaltung (FVI) e.V. mit dem FVI-Förderpreis ausgezeichnet. Er ist heute Studiengangsleiter im Studienzentrum Maschinenbau der DHBW Mosbach und Hochschuldozent im Fachgebiet Fabrikbetrieb an der TU Ilmenau. Zudem ist er Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für integrierte rechnerunterstützte Produktion irp e.V. der TU Ilmenau und Vorstandsmitglied der International Maintenance Association IMA. An der DHBW Mosbach war er Mitorganisator des Industrieforums "Intelligente Instandhaltung" . Das Buch Titel: Professionelles Instandhaltungsmanagement - Strategie, Organisation, Kooperation Autor: Andreas Weißenbach Erscheinungsjahr: 2017 ISBN: 978-3-503-17190-3
- Anfängerzahlen erlauben qualitative Weiterentwicklung 1.220 neue Studentinnen und Studenten beginnen in diesem Herbst ihr wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Nach den Rekordzahlen der letzten Jahre sorgt diese Nachricht für Entspannung: Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann nutzt die Chance für neue Qualitätsoffensiven in der Lehre. Insgesamt studieren nun 3.600 junge Leute nach dem dualen Prinzip an den Campus Mosbach und Bad Mergentheim. Besonders beliebte Studienfächer sind am Campus Mosbach Maschinenbau, BWL-Handel und Bauwesen. Knapp 40 Prozent aller Studienanfänger haben sich für einen dieser drei Studiengänge eingeschrieben. Am Campus Bad Mergentheim studiert beinahe die Hälfte der dortigen Erstsemester BWL-International Business. Insgesamt betrachtet sind die Neulinge auf die beiden Fakultäten in etwa gleich verteilt (52% Technik, 48% Wirtschaft). Mit Blick auf die Gesamtstudierendenzahl der DHBW Mosbach lernen nun knapp drei Prozent weniger junge Leute an den beiden Campus als im vergangenen Jahr. „Nach den Jahren ungebremsten Wachstums tut uns diese Konsolidierung vor allem unter den Aspekten Qualität und Ressourcen ausgesprochen gut“, kommentiert Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann die neuen Studierendenzahlen. Und sie gibt auch gleich den Kurs fürs nächste Jahr vor: „Die Qualitätssicherung in der Lehre hat nach wie vor oberste Priorität.“ Neben dem verstärkten Ausbau des Angebots, das Schülern den Übergang zur Hochschule erleichtern und das Rüstzeug für ein erfolgreiches Studium an die Hand geben soll, setzt die Rektorin außerdem auf mehr Professoren- und Infrastrukturstellen. „Hohe Qualität in der Lehre ist nur möglich, wenn auch das Betreuungsverhältnis stimmt“, so Jeck-Schlottmann. In diesem Jahr konnten 33 Stellen neu geschaffen werden. Knapp die Hälfte der insgesamt 45 Neueinstellungen entfällt auf Professuren bzw. akademische Mitarbeiter. Dreizehn weitere Professuren befinden sich im Ausschreibungs- bzw. Berufungsverfahren. Die DHBW Mosbach liegt damit im Vergleich zu anderen DHBW-Standorten mit 2,0 Professoren pro Kurs à 30 Teilnehmer leicht über dem Durchschnitt. Tag der Lehre: Weiterqualifizierung von Professoren und Dozenten „Wir müssen weiter qualifizierte Lehrende finden und auch binden, denn die Überlast aus den starken Abitur-Doppeljahrgängen 2012/13 ist nach wie vor vorhanden“, erklärt Jeck-Schlottmann. Die DHBW Mosbach engagiert sich daher besonders stark im Bereich Weiterqualifizierung von Professoren und Lehrbeauftragten: Erstmals führt sie im Oktober landesweit einen „Tag der Lehre“ durch. In Workshops und Vorträgen erfahren Professoren, Dozenten, aber auch Personalverantwortliche der Dualen Partner, wie sie der zunehmenden Heterogenität von Studienanfängern in der Lehre Rechnung tragen können. Insgesamt werden 23 Projekte verschiedener Hochschultypen aus dem In- und Ausland vorgestellt, wie Studierende über den gesamten „Student-Life-Cycle“ hinweg – also von der Studienentscheidung über die Eingangsphase bis zum erfolgreichen Abschluss – begleitet werden können. Hohes Invest in Medienausstattung Der Einsatz von adäquaten Medien in der modernen Hochschuldidaktik spielt bei der Qualifizierung der Studierenden ebenfalls eine wichtige Rolle. Die DHBW Mosbach hat deshalb 2014 mehr als eine halbe Million Euro in die medientechnische Ausstattung ihrer Seminarräume und Hörsäle investiert. Zusätzlich zur standardmäßigen Beamer-Laptop-Ausstattung können die Professoren auf sogenannte Visualiser und Smart Podia zurückgreifen, die mehr Interaktivität in der Vorlesung erlauben. „Wir wollen unsere Hochschule sattelfest für die Zukunft machen – moderne Räumlichkeiten inklusive top-ausgestatteter Labore für Lehre und Forschung sowie eine indidviduelle Betreuung der Studierenden sind dafür zwingend notwendig“, ist Jeck-Schlottmann überzeugt. Erstsemesterbegrüßung der Fakultät Wirtschaft in Mosbach und Bad Mergentheim
- Zum ersten Mal findet dieses Jahr unser Master-Info-Tag im Sommer statt – parallel zum Tag der offenen Tür . Vertreter verschiedener Hochschulen präsentieren ihre Master-Programme. Dazu gibt es Kurzvorträge und die Möglichkeit, sich an Messeständen direkt und individuell bei den Vertretern unterschiedlicher staatlicher und privater Hochschulen über die jeweiligen Programme zu informieren und beraten zu lassen. Hier gibt es weitere Informationen .
- Rund 200 wissbegierige junge Frauen aus der Region kamen zum Girls’ Day 2009 an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Bei insgesamt 14 unterschiedlichen, wiederholend angebotenen Workshops waren die Mädchen mit Begeisterung dabei und setzten alle Konstruktionsaufgaben kreativ und außerordentlich geschickt um. Wie jedes Jahr wurden extra für diesen Tag neue Angebote entwickelt: Die Teilnehmerinnen bauten ein elektrisches Teelicht und eine Brücke aus Spaghetti, die bis zu 24 Kilogramm tragen konnte. Sie wurden in die Geheimnise eines PCs eingeführt und erlernten die Grundlagen der Aerodynamik. Im Workshop „Viel Wind um nichts?“ verwandelten sie selbst ein kantiges Automodell zu einem schnittigen Flitzer, testeten diesen im Windkanal, fanden heraus, wie weit sie den Luftwiderstand reduzieren konnten und optimierten weiter. Auch altbewährte Angebote wie die Konstruktion von Alarmanlagen für den Schrank, Büroklammermotoren, Hightech- oder virtuellem Schmuck, wie Holzmikroskopie, Bildbearbeitung und Programmierung stießen wieder auf reges Interesse. Wer schon konkrete Zukunftspläne schmieden wollte, konnte sich bei Rundgängen und Vorträgen über die Hochschule und das duale, praxisintegrierende Studium informieren und an einem Bewerbertraining teilnehmen. Die Resonanz - das zeigte eine anonyme Umfrage - war wieder durchweg positiv. Besonders die Vielseitigkeit der Angebote sowie die Kompetenz und Offenheit der ProfessorInnen und MitarbeiterInnen wurden sehr gelobt.
- The modules of the IPE15 course include a lot of topics like Industry 4.0 and Internet of Things. To get a better insight into the implementation of these topics, we had an excursion to the Hannover fair last week. The Hannover fair is a very important industrial fair with a lot of companies and universities showing their latest developments. You can find implementations within the whole industry supply chain which aims to simplify and shorten your processes and make them more efficient. All of the students had chosen one development which they liked the most, to present it to the IPE class afterwards. Our excursion started on Tuesday, 24th April. After arriving in Hannover, we first had some free time at the fair and had the possibility to explore some inventions on our own. In connection with that we had a tour through the Siemens booth where they showed us their highlights and gave us some additional information. Siemens provided us with good interaction to the digital world, where we were introduced to new Siemens technologies. Afterwards, we went to our hostel to stay the night and recover from the Hannover Fair. On Wednesday, our day started with a tour through the SAP booth where latest software in the SAP environment was shown to us. Subsequently we again had some free time at the fair and took the opportunity to talk with some companies and tried some of the exhibited tools. After the fair, our excursion continued with a bus ride to Hamburg to spend the evening there and explore parts of the city. The next day we had an interesting tour to different attractions in Hamburg with a tour guide. She showed us the most famous places of the city and told us some background information about the history. The tour provided all the students with plenty of moments to take beautiful pictures. After the sightseeing, it was time to head back to Mosbach.
- DHBW Mosbach rezertifiziert Verbürgte Qualität für Studierende, Partnerunternehmen und Mitarbeiter: Der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach wurde auch 2017 im Rahmen des Re-Zertifizierungsaudits von CERTQUA die Konformität mit der ISO 9001:2015 bestätigt. Um die vielfältigen internen und externen Ziele zu erreichen, setzt die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach auf ein umfassendes, integriertes Qualitätsmanagementsystem. „Qualität ist für uns ein essentieller Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung und Garant für nachhaltigen Erfolg in Lehre und Forschung“, so Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann. In diesem Jahr erfolgte das Audit erstmals nach der überarbeiteten Norm DIN ISO 9001:2015. „Die Veränderungen umfassen u.a. drei Aspekte: Das Qualitätsmanagementsystem muss zukünftig in die strategische Ausrichtung der Organisation eingebunden werden. Aber auch das Risikomanagement und die Verteilung von Verantwortlichkeiten wurden in die Norm aufgenommen. Umso erfreulicher, dass wir auch nach der neuen Norm zertifiziert sind und die Erfüllung dieser zusätzlichen Anforderungen bestätigt wird“, so die Rektorin. Das Audit attestiert der DHBW Mosbach die Konformität mit den Kriterien der ISO-Norm und ein wirksames Managementsystem. „Die Darstellung der strategischen Ausrichtung der DHBW Mosbach konnte seitens der obersten Leitung sehr gut im Zusammenhang mit dem implementierten Risikomanagement präsentiert werden“, bestätigt der Auditbericht. Insbesondere seien die Anforderungen der Stakeholder bei Planung und Umsetzung der Studiengänge berücksichtigt sowie Prozesse und Abläufe klar definiert dargestellt. Darüber hinaus lobten die Auditorinnen die relativ kurzen Entscheidungswege der Prozesse im Studienbetrieb. Die ISO 9001 ist eine weltweit gültige Norm, in der Qualitätskriterien als von guten Organisationen zu erfüllende Mindeststandards für jedwede Art von Unternehmen festgeschrieben sind. Um die Funktionstüchtigkeit des Managementsystems zu belegen, fand die Erstbegutachtung der DHBW Mosbach 2001 unter dem strategischen Qualitätsbeauftragten Prof. Dr. Alexander Neumann statt, der das Qualitätsmanagement seitdem begleitet. Dabei wurde der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach als erster staatlicher Einrichtung im Hochschulbereich in der Bundesrepublik Deutschland die Einhaltung der ISO 9001:2000 bestätigt und eine Urkunde für die erfolgreiche Zertifizierung überreicht. Die DHBW Mosbach unterzieht sich seitdem jährlich externen Prüfungen, um dieses Zertifikat weiterhin tragen zu dürfen. Das Qualitätsmanagementsystem der Hochschule wurde 2015 nach der überarbeiteten Norm DIN ISO 9001:2015 weiterentwickelt. Bei der Rezertifizierung 2017 handelte sich um die Re-Zertifzierung für die gesamte DHBW Mosbach inklusive Campus Bad Mergentheim. Die 36 interviewten Personen waren so ausgewählt, dass sie die Organisationsfelder und Funktionen repräsentativ abdeckten. Insgesamt wurden 113 Dokumente und diverse elektronische Datenbanken eingesehen.
- Mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern feierte die Duale Hochschule Baden-Württemberg am 23. September 2014 das 40-jährige Jubiläum des Dualen Studiums. Rund 1.400 Gäste nahmen an dem Festakt im Mannheimer Congress Center Rosengarten teil, bei dem Ministerin Theresia Bauer die Festansprache hielt. Dr. Wieland Backes entlockte den Zeitzeugen aus den Anfängen spannende Details und interessante Geschichten. So trafen sich mit Prof. Dr. Gerhard Mussel (BA / DHBW Stuttgart) und Siegfried Schön (früher Volksbank Stuttgart eG) Professor und Student der ersten Stunde. Auch Hermann Bruhn (früher Daimler AG) und Joachim Raabe (früher ABB AG) erinnerten sich an die Anfänge vor vierzig Jahren. Überaus anschaulich erzählten Prof. Dr. Heinz Griesinger (früher Robert Bosch GmbH) und Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Erhardt (Wissenschaftssenator a. D.), wie die Berufsakademie von Seiten der Unternehmen beziehungsweise des Ministeriums damals auf den Weg gebracht wurde. Besonders eindrucksvoll waren die Filme, die an der DHBW Ravensburg von Studierenden anlässlich des Jubiläums produziert wurden. Leitbegriffe der DHBW wurden mit einer faszinierenden Leuchtjonglage von Christoph Rummel inszeniert. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch die Oscar Canton Band. Für staunende Gesichter sorgte Christoph Rummel mit seiner Leucht-Jonglage. Im Anschluss an den Festakt fand die von der DHBW Mannheim organisierte „Night of the Decades“ statt, bei der mit der Band „Musicals meets Rock“ und Stargast Chris Thompson bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert wurde. Die Erfolgsgeschichte fortsetzen Die DHBW hatte allen Grund zu feiern: Was im Jahr 1974 mit knapp 200 Studierenden und 60 Firmen an den Standorten Stuttgart und Mannheim begann, hat sich mit rund 34.000 Studierenden und 9.000 Dualen Partnern inzwischen zur größten Hochschule in Baden-Württemberg entwickelt: Aus der Berufsakademie ging schließlich im Jahr 2009 die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) hervor. Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der DHBW, blickt angesichts des 40-jährigen Jubiläums des Dualen Studiums optimistisch in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass es der DHBW gemeinsam mit ihren Dualen Partnern gelingen wird, das Studienangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit unseren hohen Qualitätsansprüchen diese Erfolgsgeschichte noch viele Jahre fortzusetzen.“ Eine Galerie mit weiteren Fotos finden Sie auf dem Facebook-Auftritt der DHBW .
- Lernen Sie unsere Hochschule kennen, informieren Sie sich über unsere Studienangebote, kommen Sie mit zahlreichen unserer Partnerunternehmen in Kontakt. Hier finden Sie weiterführende Infos .
- Sind Softwareentwickler die fleißigsten Schriftsteller? In jedem Fall bestehen Programme längst nicht mehr aus wenigen sondern vielmehr hunderttausenden von Zeilen. „Inzwischen ist es schon fast eine Kunst, diese zu systematisieren“, so Prof. Bernhard Nicolin, Initiator des Informatik-Kolloquiums des Studiengangs Angewandte Informatik / Informationstechnik der DHBW Mosbach. Wie eine solche Strukturierung aussehen kann, stellte am Mittwoch, den 10. März 2010 Hans-Christian Herter von der Mosbacher Firma MPDV Mikrolab GmbH vor. Der Referent ist sich sicher: Das größte Problem in der Softwareentwicklung bestehe häufig darin, dass der Kunde gar nicht genau wisse, was er eigentlich haben wolle. Standardisierte Vorgehensmodelle sollen deshalb dabei helfen, den Prozess der Softwareentwicklung übersichtlicher zu gestalten: „Vorgehensmodelle sind im Prinzip Projektdurchführungsstrategien“, so Herter, die durchaus nicht nur auf die Softwareentwicklung beschränkt blieben. Verschiedene Ansätze hätten sich hierbei herauskristallisiert. Ganz am Anfang, erklärte Herter, habe das „Trial and Error-Modell“ gestanden mit lediglich drei Phasen: Schreiben, Testen und Erweitern. Problematisch sei es jedoch, wenn viele Personen in ein Projekt involviert seien, denn dann sei ein systematisches Vorgehen zwingend notwendig. Nach und nach hätten sich die Vorgehensmodelle weiter ausdifferenziert, erklärte Herter weiter, unter anderem die folgenden: Sequentielle Vorgehensmodelle: Jeder Projektschritt muss abgeschlossen sein, bevor der nächste beginnt – spätere Korrekturen sind nicht mehr möglich. „Ein solch starrer Ablauf macht daher nur Sinn, wenn Projektschritte nicht oder nur mit großem Aufwand revidierbar sind – wie zum Beispiel beim Hausbau“, so der Experte. Evolutionäre Vorgehensmodelle: Nach diesem Konzept werden Projekte aufgeteilt in einzelne Aufgabenpakete, die dann auch parallel bearbeitet werden können. Hierbei handele es sich, so Herter, um ein sehr projektorientiertes Vorgehen mit hohem Abstimmungsaufwand, da sich die verschiedenen Phasen überschneiden können. Agile Vorgehensmodelle: Alles außer bürokratisch ist diese Vorgehensweise. Beim agilen Vorgehensmodell steht der Mensch im Mittelpunkt, vor Prozessen oder der Technik. Die wichtigsten Prinzipien lauten: Simple Gestaltung, aktive Teilnahme des Kunden, keine Überstunden und sich selbst organisierende Teams. Am Ende stünde jedoch kein chaotisches Vorgehen, sondern lediglich eine sehr flexible, kundenorientierte Vorgehensweise, so Herter. Eine Besonderheit stellt das V-Modell XT dar: Dieses Vorgehensmodell „gehört“ der Bundesrepublik Deutschland. Es hat seinen Ursprung zwar im Militärbereich, wurde jedoch im Laufe derzeit immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Es umfasst eine Vielzahl verschiedener Vorgehensbausteine, die durch individuelle Zusammenstellung ein maßgeschneidertes Projektmanagement ermöglichen. Doch welches ist jetzt das beste Modell? Herter ist sich sicher: DAS Vorgehensmodell gibt es nicht, es müssten immer bestimmte Anpassungen an die jeweilige Projektsituation, die konkreten Anforderungen und Voraussetzungen vorgenommen werden. „Der Projekterfolg und nicht das Vorgehensmodell ist letzten Endes das, worauf es ankommt.“
- Das Testzentrum für Studieninteressierte der gesamten Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist seit Anfang des Jahres am DHBW Center for Advanced Studies angesiedelt. Wer ohne allgemeine Hochschulreife an der DHBW studieren möchte und daher einen Studierfähigkeitstest ablegen muss, kann dies künftig auf dem Bildungscampus in Heilbronn tun. Auch wer nicht die Allgemeine Hochschulreife mitbringt, kann an der DHBW sein Wunschfach studieren: Mit der Fachhochschulreife oder der fachgebundenen Hochschulreife in der Tasche können Studieninteressierte eine sogenannte Deltaprüfung ablegen. Diese Eingangsprüfung ebnet ihnen bei Erfolg den Weg zu einem Bachelor-Studium in allen Studienbereichen der DHBW. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: dem allgemeinen Studierfähigkeitstest und dem studiengangs- und berufsfeldspezifischen Auswahlverfahren eines Arbeitgebers, der mit der DHBW kooperiert. Nach der bestandenen Deltaprüfung können sich die Studieninteressierten bei Unternehmen und Einrichtungen für einen dualen Studienplatz bewerben. Bisher boten die verschiedenen Standorte der DHBW zu bestimmten Terminen Deltaprüfungen an. Ab diesem Frühjahr übernimmt diese Prüfungen das Testzentrum der DHBW im Zentrum für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen (ZHL) des Center for Advanced Studies. Das Team des Testzentrums wird rund ums Jahr an mehreren Terminen pro Woche und damit an über 100 Terminoptionen pro Jahr den Studierfähigkeitstest anbieten. Die neue Leiterin des ZHL, Prof. Dr. Doris Ternes, betont die Vorteile des Testzentrums: „Eine Deltaprüfung ermöglicht Studienbewerbern den Zugang zum dualen Studium, denen dieses sonst nicht möglich gewesen wäre. Durch die große Terminvielfalt erhalten potentielle Duale Partner und auch deren mögliche Studierende rasch Klarheit über die weiteren Optionen.“ Alle Seiten gewinnen: Die Wirtschaft könne auf diese Weise auf den größtmöglichen Pool geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten zurückgreifen, denn „die endgültige Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber treffen unsere Dualen Partnerunternehmen und -einrichtungen bei ihren Einstellungsgesprächen“. Die Deltaprüfung Das griechische Delta (Δ) steht für eine Differenz. Wer keine allgemeine Hochschulreife ins Studium mitbringt, muss nachweisen, dass er oder sie die Differenz zwischen dem eigenen Abschluss und den Zugangsvoraussetzungen fürs Studium überbrücken kann. Erst mit bestandener Deltaprüfung ist der Weg an die Hochschule fachübergreifend frei. Das Abitur (Allgemeine Hochschulreife) berechtigt zum Studium aller Fächer an der DHBW, jeder Universität und sonstigen Hochschule. Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt an der DHBW, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen im Regelfall nur zum Studium der entsprechenden Fachrichtung. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften berechtigt sie zum Studium aller Fachrichtungen. Wer fachfremd an der DHBW studieren möchte, muss im Regelfall vorab die Deltaprüfung bestehen. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und zum Studium des Studiengangs Frühe Bildung und Erziehung (Elementarpädagogik) an einer Pädagogischen Hochschule. Für ein Studium an anderen Hochschulen wie der DHBW ist vorab eine erfolgreiche Deltaprüfung notwendig. Detailinformationen auf www.cas.dhbw.de/testzentrum