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News:
Schlossgeflüster mit Dr. Wittenstein

- „Ist das produzierende Gewerbe ein Auslaufmodell?“ Diese Frage stellte Dr. Manfred Wittenstein zu Beginn seines Vortrages beim dritten „Schlossgeflüster“ auf dem Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach. Etwa 100 Studierende waren der Einladung gefolgt, um Ein- und Ausblicke zu erhalten, welche Herausforderungen die Industrie in den nächsten Jahren bewältigen muss. Die Krise, so Dr. Manfred Wittenstein, habe insbesondere den Maschinenbau schwer getroffen. Der Umsatzrückgang von 20% in Deutschland mache sich schmerzlich bemerkbar. Die wichtigste Frage sei nun: Wie kann sich diese gerne als Old Economy bezeichnete Branche fit für die Zukunft machen? Die Antwort darauf sieht Dr. Manfred Wittenstein in der Antizipation von Megatrends wie dem demographischen Wandel und der Globalisierung. Wichtig sei es, so Dr. Manfred Wittenstein, sich über trendbedingte Veränderungen klar zu werden und rechtzeitig darauf mit neuen Lösungen zu reagieren. Dabei gehe es nicht darum, bestehende Technologien um der Technologie willen immer weiter auszureifen und zu perfektionieren, sondern technologische Innovationen an den tatsächlichen Bedarf der Menschen anzupassen. Bereits beim Innovationsprozess müsse immer im Vordergrund stehen, ein Produkt zu entwickeln, dass einen tatsächlichen Nutzen stiftet. Ein Geschäftsmodell, dass alleine auf Preisdumping aus sei, sei langfristig nicht tragbar, sondern führe unweigerlich in die Insolvenz. Die wichtigsten Themen, mit welchen sich gerade das produzierende Gewerbe auseinandersetzen muss – da ist sich Dr. Manfred Wittenstein sicher - sind unter anderem: Klimafreundliche Produkte Technologien zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels Technologien zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz Entwicklung von neuen Recyclingtechnologien Anpassungsstrategien an steigende Rohstoffpreise Technologien zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien „Wir müssen innovativ, besser und schneller sein. Eine gute Voraussetzung dafür ist, dass Maschinenbauer gute Technologieintegratoren sind. Je nach Kundenwunsch schaffen Sie es, die Technologie auf die nächste Ebene anzuheben.“ Den Studierenden gab er mit auf den Weg, dass es beim Erfolg eines Unternehmens insbesondere auch auf die Unternehmenskultur ankomme. Verantwortung, Vertrauen, Offenheit, Innovation und Wandel, darin sieht Dr. Manfred Wittenstein die wichtigsten Stellschrauben für den Unternehmenserfolg. Darüber hinaus sei es wichtig sich auszutauschen und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken: „Unternehmen mit Netzwerk sind wesentlich produktiver.“ Letztlich sei die Frage, ob das Geschäftsmodell Deutschland noch funktioniere, also doch mit ja zu beantworten: Dadurch, dass das Geschäftsmodell nicht starr sondern beweglich sei, bleibe es zukunftsfähig – wenn rechtzeitig die Parameter angepasst würden. „Um zukünftige Herausforderungen und vielleicht auch Krisen anzugehen ist es wichtig, nicht zu lange an überkommenen Strukturen festzuhalten.“

News:
Der Elektro-Segler fliegt

- Segelflieger-Konzept der DHBW-Mosbach verwirklicht Auf der AERO 2015 in Friedrichshafen wurde der von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach konzipierte Elektroantrieb für ein Segelflugzeug als System erstmals in einem Mockup vorgestellt. Nun hob der Prototyp ab. Das doppelsitzige Segelflugzeug ASG 32 EL mit einer Spannweite von 20 Metern ist das erste Flugzeug der Alexander Schleicher GmbH, das mit einem Elektroantrieb ausgerüstet ist. Ein ausklappbarer, elektrischer Antrieb dient dem Piloten als „Heimkehrhilfe“ dient: Bei ungünstigen Wetterbedingungen oder nachlassender Thermik können so über 100 Kilometer zurückgelegt werden und der nächste Flugplatz oder der Heimatflugplatz sicher erreicht werden. Dieses innovative Antriebskonzept wurde im Rahmen von „Hessen ModellProjekte“ aus Mitteln der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Für die Entwicklung bildete man unter der Federführung der Firma Schleicher ein Konsortium mit der DHBW Mosbach, der Universität Kassel sowie mit Unternehmen, die sich auf anspruchsvolle Batterielösungen spezialisiert haben. Propeller und Bediengerät entstanden ebenfalls in Zusammenarbeit mit Spezialfirmen. Der Studiengang Mechatronik mit dem Schwerpunkt Elektromobilität der DHBW Mosbach hatte das Innovationsprojekt bei Schleicher angestoßen und mitentwickelt. 100 Kilometer Reichweite Nach ausgiebigen Testläufen am Boden wurde jetzt mit Spannung erwartet, ob sich auch in der Luft die rechnerischen Leistungsdaten bestätigen. Angepeilt waren 20 Minuten Laufzeit unter Volllast. Zusammen mit Steigwerten von 1,3 m/s ergibt das eine Reichweite von 100 Kilometer – und das doppelsitzig besetzt. Die ASG 32 El hob im F-Schlepp ab, um dann in ausreichender Höhe zunächst alle Funktionen des Elektroantriebs zu überprüfen. Der anschließende erste ausgiebige Steigflug unter Volllast bestätigte dann alle zuvor theoretisch ermittelten Werte auch in der Praxis. Innerhalb 20 Minuten Motorlaufzeit wurden rund 1.500 Meter Höhe gewonnen.

News:
Kinderuni: Wie leben Chinesen heute?

- Neben Ratten, Ziegen, Schlangen und Hunden saßen auch einige kleine Drachen im großen HörsaaI der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Sie lauschten den Worten, mit denen die Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler von der Universität Heidelberg etwas über das Reich der Mitte erzählte. Über jenes Land also, in dem das Horoskop nicht im Monatsrhythmus, sondern im Jahresrhythmus Glück oder Unglück voraussagt: China. Mit „Ritter Rost“, den Kindergeschichten von Jörg Hilbert, begann sie ihre „Reise ins Land von Ping und Pong“. Geschickt orientierte sie sich dabei an verschiedenen Kinderbüchern und gab ganz nebenbei Lesetipps, so lange, bis die gut 120 Kinder selbst mit ihren Fragen durch die Vorlesung führten. Mittler zeigte sich flexibel und ging auf alles ein. Schnell räumte sie mit den Klischees von den Glatzen mit den langen Zöpfen und Bärten auf. Dieses Bild vom "typischen Chinesen" hatten einst die Manchu geprägt, die von 1644 bis 1911 fast 300 Jahre lang in China herrschten. Auch die Füße der kleinen Mädchen werden nicht mehr qualvoll für den feinen Gang zusammengebunden. Um ihre Erklärungen noch anschaulicher zu gestalten, stellte sie die Gesellschaft Chinas der in Europa gegenüber. Auch wir quälen unsere Füße: in Stöckelschuhen. Sehr spannend fanden die Kinder, was die Chinesen essen. Das ließ sich am besten mit den Ideen von Michael Ende beschrieben, dessen Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer manches Verständigungsproblem lösen mussten. „Mayi shungshu“ (Ameisen, die einen Baum hochklettern) waren wohl nicht das Wahre, „zarte Seidenraupen mit weichgekochten Igelstacheln“ auch nicht. Lukas wollte „was Vernünftiges“, Käse zum Beispiel, aber das mochte Ping Pong nicht: „Iiih , das ist ja verschimmelte Milch!“ Ein Fünftel der Bevölkerung spricht chinesisch, „aber wir verstehen es eigentlich nur, wenn wir nichts verstehen“, wies Prof. Dr. Mittler augenzwinkert auf die Redewendung „Ich glaube, der spricht chinesisch“ hin. Sie freute sich über ihr junges Publikum, das aufmerksam den Informationen lauschte. Wer nach diesem Vortrag, der von der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) organisiert worden war, sein Wissen noch mehr vertiefen wolle, könne gerne ans Institut in Heidelberg kommen. Das Beste aber, um China kennenzulernen, sei, so sagte sie abschließend, eine echte Reise nach China.

News:
Forschungsschwerpunkt "Präventive Biomechanik"

- Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach ist Partner beim Schwerpunktprogramm "Präventive Biomechanik" – ein Projekt im Rahmen des Forschungsförderungprogramms des Landes Hessen. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Frankfurt und den Universitäten Frankfurt und Marburg werden biomechanische Fragestellungen unterschiedlichster Art untersucht. Das Projekt wird bis Ende 2012 mit rund 3,8 Millionen Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und setzt sich nachdrücklich mit der Erforschung biomechanischer Eigenschaften humaner Weichgewebe und deren pathologischen Veränderungen auseinander. In dem Forschungsvorhaben überlagern sich medizinisch-diagnostische Fragen zur Gewebemechanik mit informationstechnischer und ingenieurwissenschaftlicher Expertise zur Modellierung von Materialverhalten. Der Forschungsschwerpunkt der DHBW Mosbach liegt auf der Bioströmungsmechanik speziell in der gekoppelten Betrachtung von Struktur- und Fluidproblemen. Projektverantwortlicher am Standort Mosbach ist Prof. Dr. Uwe Janoske. Das Gesamtprojekt wird von Prof. Dr. Gerhard Silber vom Fachbereich Informatik und Ingenieurswissenschaften der Fachhochschule Frankfurt koordiniert.

News:
Balkenbiegung als Laborversuch in der Technischen Mechanik

- Im Rahmen der Vorlesung Technische Mechanik führten die Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens dieses Jahr wieder einen Versuch zur Balkenbiegung durch. Das Verständnis der Biegebelastung als eine der Grundbeanspruchungsarten von Bauteilen ist für die richtige Dimensionierung und Werkstoffauswahl für angehende Ingenieure von großer Bedeutung. Da das Konzept der Schnittreaktionen Studierenden meist recht abstrakt erscheint, bietet der Laborversuch eine gute Möglichkeit, die theoretischen Überlegungen und Berechnungen direkt mit eigenen Messungen zu vergleichen. Dazu wurden zunächst in der Vorlesung von Jens Teifel, Professor im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, verschiedene Lastfälle betrachtet und die dabei auftretenden Kräfte und Spannungen im Balken berechnet. Anschließend begleitete Vanessa Grigat, Laboringenieurin der DHBW Mosbach im Bereich Technik, die Studierenden bei den Versuchen, in denen die zuvor berechneten Lastfälle praktisch umgesetzt wurden. Das verwendete Labormodell wird von GUNT, einem Anbieter von Systemen für die technische Ausbildung aus der Nähe von Hamburg vertrieben, und setzt einen geschnittenen Balken mit einem reibungsarmen Gelenk ein, durch das mit Hilfe zweier Messuhren eine Messung der Schnittreaktionen im Balken ermöglicht wird. Die erhaltenen Versuchsergebnisse wurden in der anschließenden Vorlesung mit den Berechnungen verglichen und im Hinblick auf Messunsicherheiten und Fehlerquellen diskutiert.

News:
Herbstprogramm 2016 des ZHL veröffentlicht

- Das Herbstprogramm 2016 des ZHL in Heilbronn und Heidenheim ist ab sofort online verfügbar. Eine Vielzahl der Seminare beschäftigt sich mit der Digitalisierung der Lehre. Ob Flipped Classroom oder Urheberrecht, wir haben diesen Schwerpunkt gewählt, um Ihnen den Einstieg in eine moderne, zeitgemäße Lehre zu erleichtern. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Blättern in unserem Katalog und natürlich können Sie sich ab sofort anmelden. Weitere Informationen auf einen Blick Neue Formate Damit der Herbst auch richtig bunt wird, haben wir nicht nur neue Inhalte, sondern auch neue Formate. Neben den beliebten Online-Kursen, gibt es betreute Onlinekurse (Social Learning), sowie Kurse die aus einem Tag in Heilbronn und folgenden Onlineeinheiten (Urheberrecht und Blended Learning) bestehen. Auf diese Weise lassen sich die Kurse flexibler in den Alltag integrieren. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen. Einführung E-Zertifikat Kompakt und hilfreich ist das neue E-Learning-Basis-Zertifikat des ZHL. Durch die Kombination aus zweitägigen Veranstaltungen und individuellem Coaching können Sie sich bestens auf die Möglichkeiten der digitalen Lehre vorbereiten. Anstelle einer frontalen Information über Tipps und Tricks des E-Learning arbeiten Sie während des ganzen Prozesses an Ihren eigenen Lehr- und Lernmaterialien. Nutzen Sie die Chance, Ihre Lehre im Sinne einer dualen Didaktik ansprechend und modern zu gestalten. Weitere Informationen finden Sie hier oder sprechen Sie uns direkt an. Für Fragen stehen Ihnen die Teams in Heilbronn und Heidenheim gerne zu Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie hier . Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unserem Programm. Ihr ZHL-Team Carsten Schnekenburger

News:
StuV der DHBW Mosbach holt John Noville

- Musikalischer Ausklang zum After-Work-Shopping Erst shoppen, dann rocken: Am Mittwoch, 19. März, lädt die Werbegemeinschaft Mosbach Aktiv gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern zum großen After-Work-Shopping nach Mosbach. Das anschließende Konzert mit John Noville, Teilnehmer und Viertelfinalist der 3. Staffel von „The Voice of Germany“, hat die Studierendenvertretung (StuV) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW) organisiert. Von 16 bis 20 Uhr locken die Mosbach Aktiv Fachgeschäfte beim großen After-Work-Shopping mit attraktiven Angeboten. „Ganz gleich ob aktuelle Mode, trendige Schuhe, schicke Schmuckaccessoires, spannende Bücher oder topmoderne Smartphones und Handys – in Mosbach wird jeder fündig“, erklärt Peter Stadler, erster Vorsitzender von Mosbach Aktiv. Während des Einkaufsbummels bieten die zahlreichen Restaurants und Cafés ebenso vielfältige wie leckere Möglichkeiten zur Stärkung. Nach einer ausgiebigen Shopping-Tour erwartet die Besucher direkt im Anschluss ein weiteres Highlight: John Noville bringt den großen Rathaussaal mit karibischen Rhythmen in Stimmung. „Es wird ein chilliger Abend zum Ausklang des After-Work-Shoppings werden“, sagt Jürgen Veits, StuV-Mitglied der DHBW Mosbach. Der aus Barbados stammende Noville sang sich bereits im Rahmen der TV-Show „The Voice of Germany“ in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauern. Mit seiner markanten Stimme interpretiert er Klassiker von Bob Marley, John Legend und Prince auf seine ganz eigene Weise. Die begeisternde Mischung aus Pop, Funk, Latin & Soul und Reggae sorgt mitten im März für bestes Sommerfeeling in Mosbach. Einlass für das Konzert ist ab 20 Uhr, Tickets sind zum Preis von 7 Euro erhältlich. Schüler, Studenten, Rentner und Schwerbehinderte erhalten ermäßigten Eintritt (6 Euro).

News:
Marketingideen für den „Pakt Zukunft“

- Studierende entwickeln ein Kommunikationskonzept zur Förderung der Region Heilbronn-Franken Die Region Heilbronn-Franken steht vor einer großen Herausforderung: Sie ist eine der wachstumsstärksten und dynamischsten Regionen im Land Baden-Württemberg – aber die Zukunftsinfrastruktur hinkt der wirtschaftlichen Entwicklung weit hinterher. Um die künftige Prosperität sicherzustellen, haben die Wirtschaft und die Kommunen der Region Heilbronn-Franken in 2007 den Pakt Zukunft ins Leben gerufen. Mehr als 150 Partner aus Wirtschaft und Kommunen der Region wirken daran mit, die Region zukunftsfit zu machen. Die Initiative entwickelt Lösungen für die stetig steigenden Anforderungen an die städtischen Infrastrukturen. Megatrends wie der demographische Wandel, Bildung, Mobilität und Neo-Ökologie bedingen und verändern nachhaltig die urbanen Zentren. Die Region Heilbronn-Franken will schon jetzt darauf reagieren mit einem besseren Bildungssystem, umweltfreundlicheren Programmen, barrierefreien Behörden, einem besseren Mobilitätsnetz und weiteren Optionen für ältere Mitbürger. Es geht darum, die bestehende Infrastruktur intelligenter und innovativer zu gestalten. Die Projektidee ist gut – allein: ihr fehlt es an Bekanntheit. Um jetzt mehr Aufmerksamkeit in der Region zu generieren, haben die IHK und der Marketingclub Heilbronn die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, genauer die Drittsemester des Studiengangs BWL-Industrie, beauftragt, ein tragfähiges Marketingkonzept für den Pakt Zukunft zu entwickeln. Die IHK Heilbronn-Franken als Projektkoordinator und der Marketing-Club als Partner des Pakts Zukunft beurteilten die Ergebnisse der Studierenden. Besonders positiv beurteilte die Jury den Ansatz der Studierenden, das Thema mit mehr Emotionen zu besetzen. Sowohl das Logo als auch die Website kämen bislang noch recht steril daher, es sei notwendig, mehr Originalität zu beweisen, um auf die Initiative aufmerksam zu machen. Die Ideen, wie das genau geschehen könne, reichten von klassischen Gestaltungsmedien wie dem Plakat und Flyer bis hin zu einer Gruppe in StudyVZ und MySpace und einem Twitter-Account. Ein Exot unter den Vorschlägen war die Idee, einen Karnevalswagen für den Pakt Zukunft zu bauen und mit diesem auf Festumzügen zu werben. Dass sich auch klassische Medien unkonventionell einsetzen lassen, bewiesen die Studierenden sowohl mit einem Vorschlag für ein Print-Mailing. Statt eines üblichen Infobriefes hatten die Studierenden die Idee, eine Infobox inklusive einem Brief in der Deckelinnenseite und einer persönlichen Einladung zu einem Networking-Event zu versenden. Eine weitere Idee war es, eine Landkarte mit dem Mobilitätsnetz der Region zu verschenken, inklusive Bahnnetz, Autobahnnetz und den Schleusen in der Region. Eine interessante Idee, die sich noch mit Angaben zum Ausbau des Datennetzes erweitern ließe. Anklang fand auch die Idee, einen Imagefilm zu produzieren, der sich dann auch in verschiedenen, einschlägigen Online-Foren verbreiten ließe. Dieser könne – so die Idee der Studierenden – beim Public Viewing der WM 2010 in der Halbzeit gezeigt werden. Studiengangsleiter von BWL-Industrie Prof. Dr. Volkhard Wolf zeigte sich sehr zufrieden: „Es ging darum, die Marketingwerkzeuge aus erster Hand kennenzulernen“ und war überrascht von der Kreativität der Studierenden, für die im „vollgestopften Bachlor-Studienbetrieb“ sonst wenig Zeit bleibt. Auch Peter Schweiker, Geschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, ist sich sicher: „Das Experiment ist gelungen“. Als Kunde habe er gemeinsam mit den Studierenden gelernt und viele Hausaufgaben mitgenommen. Ein Teil der Vorschläge soll jetzt ins Marketingkonzept aufgenommen werden.

News:
Schwarmintelligenz in den Produktionswelten und Verkehrsleitsystemen der Zukunft

- DHBW Mosbach im April auf der Hannover Messe Die Natur fasziniert mit hochkomplexem Verhalten bei Tieren in großen Gruppen. Es gibt viele Beispiele für schwarmbasierte Verhaltensweisen, für die die Zusammenarbeit einzelner Individuen, die für sich genommen wenig bewerkstelligen können, aber in einer Gruppe zu erstaunlichen Leistungen fähig sind. Ameisenkolonien suchen so zum Beispiel große Bereiche nach Nahrung ab oder schließen sich zu Brücken und Ketten zusammen, um Hindernisse zu überqueren oder zu umgehen. Das Verhalten von Schwärmen ist ein emergentes Phänomen, das sich ausschließlich aus der Wechselwirkung von benachbarten Individuen ergibt. Um die Verhaltensweise von autonomen Systemen studieren zu können, entwickelte eine Arbeitsgruppe an der Harvard University einfache bewegliche Roboter, sogenannte Kilobots. Sie können mittels Infrarotsensoren miteinander kommunizieren, wobei jeder Kilobot für sich nur die jeweils nächsten Kilobots wahrnimmt. Darüber schätzen sie u.a. die Abstände zueinander ein. Über je zwei Vibrationsmotoren drehen sich die Kilobots und bewegen sich nach vorne. Mit den Kilobots können Schwärme von 10 bis 1000 Einheiten aufgebaut werden, um neue Algorithmen zur Kommunikation und Organisation der Schwärme zu entwickeln. Das Labor des Studiengangs Angewandte Informatik der DHBW Mosbach setzt diese Kilobots in Forschung und Lehre ein, um schwarmbasierte Algorithmen weiterzuentwickeln und den Studierenden schwarmbasierte Algorithmen zu vermitteln. Studierende der DHBW Mosbach im Studiengang Angwandte Informatik kombinieren die Basisfunktionalitäten zu einem leistungsfähigen Forschungsmodell. Die Studierenden beginnen beispielsweise mit einfachen Algorithmen wie dem Nachverfolgen eines Leitroboters, Räuber-Beute-Verhalten (einem Räuber ausweichen) oder dem Verhalten von Vogelschwärmen, die mittels einfacher Regeln Abstand und Richtung untereinander koordinieren. „Die Kilobots leisten einen wertvollen Beitrag zum vertieften Verständnis von Schwarmverhalten“, so Prof. Dr. Alexander Auch und Dr. Carsten Müller. Nutzen für logistische Material- und Warenflüsse Doch welchen Nutzen verspricht sich die Hochschule aus ihren Erkenntnissen? Die Produktions- und Logistikprozesse der Unternehmen befinden sich in Zeiten von Industrie 4.0 und Internet der Dinge im Umbruch. Während viele Prozesse heutzutage zentral geregelt werden, liegt die Steuerung bald dezentral in intelligenten Netzen und autonomen Systemen: Werkstücke tragen die Informationen in Chips mit sich, Produkte werden intelligenter und tauschen Informationen untereinander und mit den Menschen aus. Diese sogenannte vierte industrielle Revolution begleitet das Kompetenzzentrum "Fertigungs- und Informationsmanagement" (FIM) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach bereits seit Jahren mit einer digitalen Fabrik. "Auch für die logistischen Material- und Warenflüsse innerhalb einer Produktionsumgebung helfen Erkenntnisse aus der Erforschung von schwarmbasierten Algorithmen, um dezentrale Organisations- und Interaktionsmöglichkeiten von autonomen Systemen besser zu verstehen", so Prof. Dr. Christian Kuhn. Als Vision für die Zukunft können auf Grundlage solcher Forschungen sich selbst zusammenbauende kleinen Einheiten entwickelt werden, um Fertigungskomponenten zu bauen, deren Struktur sich dynamisch der Aufgabe anpasst. Nutzen für Verkehrsleitsysteme Durch die Kilobots sollen zukünftig intelligente Verkehrssysteme basierend auf Schwarmintelligenz erforscht werden. Bereits heute dient die Simulation von Schwarmverhalten dazu, Stau zu vermeiden oder Emissionen durch intelligente Verkehrsflüsse zu reduzieren. Des Weiteren kann die Forschung mit Kilobots dazu beitragen, dass die gesamte Verkehrsinfrastruktur sicherer und effizienter genutzt werden kann. Das Projekt wird auf der Hannover Messe im April vorgestellt. Besuchen Sie uns in Halle 2, Stand A18. Kontakt

News:
Architektur der Nachbarstadt zu Besuch am Bildungscampus

- Vernissage zur Neckarsulmer Industrie- und Wirtschaftsarchitektur eröffnet Ausstellung Warum eine Ausstellung über Neckarsulmer Industriearchitektur am Heilbronner Bildungscampus? Dahinter steckt mehr als gute Nachbarschaft. Campusleiterin Prof. Dr. Nicole Graf erzählte dem Publikum zur Begrüßung, dass der Neckarsulmer Bürgermeister Klaus Grabbe 2009 als Erster die Idee hatte, in der Region eine Außenstelle der Dualen Hochschule zu errichten. Graf dankte Grabbe für diesen entscheidenden Impuls und übergab das Wort an den Laudator. „Der Bildungscampus mit seiner modernen Gebäudeformation ist etwas Besonderes“, begründete Grabbe die Wahl des Ausstellungsortes. Unter den Gästen an diesem Abend waren - neben Unternehmenspartnern, Professoren und Studenten - vor allem die Menschen, die die Gebäude entworfen und gebaut haben und jene, die dort leben und arbeiten. Die Ausstellungsmacher Berhard J. Lattner und Joachim J. Hennze haben diese besonderen Orte dokumentiert, interpretiert und den Geschichten hinter den Fassaden nachgespürt. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die zeigt, wie Architektur sein kann: vielfältig und vielgestaltig, bunt, ohne modisch zu wirken, aber vor allem nachhaltig und umweltverträglich. Aus einem Archiv von über 900 Lichtbildern hat Lattner 52 großformatige Exponate der Industrie- und Wirtschaftsarchitektur gewählt. „Architektur kann viel: in der einfachsten Bauweise Schutz geben, in ihrer ambitionierten Form repräsentieren. Konzernzentralen und Wirtschaftsbauten sind die Kirchen und Schlösser von heute“, so Architekturhistoriker Hennze. Klaus Grabbe hat viele der Neckarsulmer Bauten von der Geburtsstunde an begleitet. Was die Architektur in der ehemals kleinen Weinbau- und Deutschordensstadt so erfolgreich macht, lässt sich seiner Meinung nach auf eine einfache Formel reduzieren: Verantwortung, Kompetenz und Empathie. Verantwortung bedeutet, dass eine Stadt aktiv mitgestaltet, Grundstücke erwirbt und diese Grundstücke nur verkauft, wenn die neuen Gebäude Qualitätsmaßstäbe setzen. „Wir alle kennen die grauenhaften Beispiele von Firmen in Plastikhallen, die bestenfalls regendicht gebaut sind und leider auch eine Unternehmensmentalität widerspiegeln.“ Um das zu verhindern, haben Stadt und neue Eigentümer gemeinsam Leuchttürme der Architektur geschaffen. Neue Adressen bildeten eine Nachbarschaft, in der man sich wohlfühlt und die bis heute andere Firmen mit Weltruf anzieht. Die Musikstücke von Alwin Bazinek und Elke Büttner folgten den Jahrhunderten der Architektur auf den Spuren von Strawinsky über Swing bis hin zur modernen Eigenkomposition „Industrie“. Der Bildungscampus bietet mit seiner lichtdurchfluteten Architektur den Studierenden nicht nur beste Lernbedingungen, sondern auch Identität und Inspiration. „Die eigene Adresse ist Teil des Unternehmens, ein Teil der Identität“, so Grabbe. Nicht nur für Studierende, sondern für alle Interessierten ist die Ausstellung von Lattner/Hennze noch bis zum 31. Juli zu sehen, Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 8-20 Uhr.

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