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Zwischen Rollenbild und Frauenquote

- Podiumsdiskussion im Rahmen der Frauenwirtschaftstage an der DHBW Mosbach Unter dem Motto „Nicht steckenbleiben – Frauen zwischen Karriere und Familie“ fand im Rahmen der Frauenwirtschaftstage die Aktion für Gleichstellung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach statt. Mit verschiedenen Referentinnen und Referenten und Veranstaltungspartnern hatte das Publikum die Möglichkeit, sich in einer Diskussionsrunde über Chancengleichheit und Förderung von Frauen auszutauschen. Die Rektorin der DHBW Mosbach Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann begrüßte die Anwesenden und nannte Eckzahlen zu den Studentinnen an ihrer Hochschule: Zwar seien 48 Prozent der Studierenden in der Fakultät Wirtschaft weiblich, allerdings nur 18 Prozent in der Technik. Nach wie vor verdienten Frauen im Schnitt etwa 22 Prozent weniger als Männer, so die Rektorin. Angelika Bronner-Blatz, Beauftragte für Chancengleichheit und Frauenförderung des Landkreises Neckar-Odenwald, nahm diesen Faden auf und wies darauf hin, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen zwar mittlerweile gut seien, doch: „Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist es jetzt, diese gesetzlichen Rahmenbedingungen mit Leben zu füllen.“ Dies geschehe durch Netzwerke oder Vorbilder: Frauen und Männer, die von ihren Erfolgen und den eigenen Lösungswegen erzählen. Das anschließende Grußwort durch Landrat Dr. Achim Brötel hob die mittlerweile gut ausgebaute Kinderbetreuung im Neckar-Odenwald-Kreis hervor, wies jedoch darauf hin, dass hier noch Luft nach oben sei. Besonders die Betreuung von Kindern während der Ferienzeiten und der Ausbau zu Ganztagsschulen müsste noch weiter vorangetrieben werden. Darüber hinaus forderte er Frauen auf, mutiger zu sein und sich zu trauen, Führungsaufgaben zu übernehmen. Sabine Schweiger, Bürgermeisterin von Aglasterhausen, hielt im Anschluss einen Impulsvortrag mit dem Thema „Seid nicht so schlaff!“ Trotz besserer Rahmenbedingungen wagten sich viele Frauen nicht in höhere Positionen oder hielten selbst an traditionellen Rollenmustern fest. Hier sei es wichtig, dass Frauen selbstbewusster auftreten und das Problem weiblicher Altersarmut nicht verharmlosen. Die Politik dürfe hier nicht die Augen verschließen und sei mit gezielter Unterstützung bei der Berufsorientierung, Kinderbetreuung und familienbewusster Personalpolitik gefragt. Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel folgte mit dem Impulsvortrag „Zwischen Barbie-Knick und Frauenquote – Versuche das ‚Warum‘ zu beantworten“. In seinem Impulsvortrag „Männliche Erfahrung mit der Elternzeit“ erklärte Prof. Dr. Polzin, Studiengangsleiter an der DHBW Mosbach, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur Frauensache ist. Rektorin Gabi Jeck-Schlottmann zeigte im Anschluss die Chancen und Möglichkeiten für Frauen an der DHBW Mosbach auf und stellte erfolgreiche Absolventinnen aus Wirtschaft und Technik vor, die als die geforderten Vorbilder für aktuelle und künftige Studentinnen fungieren können. Anknüpfend an die Impulsvorträge moderierte Prof. Erika Gauch die abschließende Diskussionsrunde, an der sich auch die Studentin Sabrina Weinreich beteiligte. Gauch sprach hier die Problematik an, dass nur 23 Prozent der in einer Studie befragten Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für möglich halten, denn neben Betreuungsplätzen für die Kinder fehle es vor allem an gesellschaftlichem Bewusstsein und dem Engagement beider Elternteile. Dass dies jedoch zunimmt, zeigte Polzin, der insgesamt dreimal die Elternzeit in Anspruch genommen hatte. Sein Fazit: Es ist eine Frage des Wollens. „Man muss Männern Zeit geben, aber die Bereitschaft ist vorhanden!“ Neben einem gesellschaftlichem Umdenken sind jedoch auch Vorbilder wichtig, wie Studentin Weinreich anmerkte: „Man sieht an den Beispielen, dass es geht. Und das macht mir Mut."

News:
Die Autoindustrie auf Frauenfang - eine fotografische Dokumentation

- Frauen entwickeln und bauen Autos. Das dokumentiert die Ausstellung des Stuttgarter Fotodesigners Sebastian Berger, die 25 Frauen in ihrem beruflichen Alltag beim Autohersteller Audi zeigt – von der Auszubildenden über die Testfahrerin bis hin zur Ingenieurin. Am Dienstag, den 12. März 2013 wird die Ausstellung "Frauen in der Automobilbranche" um 18 Uhr im Gebäude des Campus Heilbronn der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach eröffnet. Frauen sind längst in einer der letzten Männerdomänen, der Automobilindustrie, angekommen. Wer sich nicht im Vorfeld hat abschrecken lassen, profitiert von hervorragenden Karrierechancen. Die Zeiten, in denen Frauen in technischen Berufen gegenüber Männern benachteiligt waren, sind längst vorbei. „Die Bilder zeigen, wie spannend und vielfältig die verschiedenen Berufe in der Automobilbranche sind“, so Audi-Personalleiterin Stefanie Ulrich. Von jeder Frau sind zwei Aufnahmen zu sehen: Ein Portrait, das die Protagonistin schlicht vor einem neutralen Hintergrund zeigt, herausgelöst aus dem direkten Arbeitsumfeld und reduziert auf das Wesentliche. Auf der zweiten Aufnahme sind die Frauen in ihrem direkten Arbeitsumfeld zu sehen. Frauen tun der Automobilindustrie gut. Und das nicht nur vor dem Hintergrund des vielzitierten Ingenieurmangels. Fast 80 Prozent aller Kaufentscheidungen für ein Auto werden von Frauen getroffen oder zumindest stark beeinflusst. Aber woher weiß die Autoindustrie, worauf es den Frauen ankommt? Und woher kommt die Hemmschwelle vieler Frauen, sich für technische Berufe zu qualifizieren? Über diese und andere Fragen diskutieren zur Eröffnung der Ausstellung Fred Schulze, Werkleiter AUDI AG Neckarsulm, der Fotograf Sebastian Berger und Prof. Dr. Nicole Graf, Leiterin des Campus Heilbronn der DHBW Mosbach. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von dem Duo „KlangGourmets mit Tansy Davis“ (Gesang und Gitarre). Im Anschluss an die Vernissage sind alle Gäste zu einem kleinen Imbiss eingeladen. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenlos, um Anmeldung unter bastian@dhbw-mosbach.de wird jedoch gebeten.Weitere Informationen zu Ausstellungen am Campus Heilbronn finden Sie hier .

News:
Prof. Reinhold Geilsdörfer im Interview mit den Fränkischen Nachrichten

- Fränkische Nachrichten, 29. Januar 2011, von Sabine Braun "Noch einmal eine große Herausforderung" Mit einem lachenden und einem weinenden Auge räumt Professor Reinhold Geilsdörfer in diesen Tagen seinen Schreibtisch in Mosbach aus: Der bisherige Leiter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Standort Mosbach - früher bekannt als Berufsakademie Mosbach - wird zum 1. März Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg insgesamt und damit "oberster Chef" aller acht Hochschulen mit ihren vier Außenstellen. "Eine große Herausforderung", auf die sich der gebürtige Boxberger freut. Über Mosbach nach Stuttgart Geilsdörfer lässt in Mosbach eine Hochschule mit derzeit 2800 Studenten hinter sich. Einen Standort, den er zusammen mit Professor Alexander von Freyhold vor 30 Jahren aus dem Nichts entwickelt hat. Der Zufall führte ihn damals in die Kreisstadt: "Ich hatte einen Lehrauftrag an der Fachhochschule in Heilbronn und fand Spaß daran, Lehrer zu sein. Als dann in Mosbach die Stelle an der neuen Berufsakademie ausgeschrieben war, habe ich mich beworben." Mit 18 Studenten fing alles an. Geilsdörfer erinnert sich daran, Bedenken gehabt zu haben, ob es möglich sein würde, an diesem Standort im ländlichen Raum eine Akademie aufzubauen. "Aber wir haben massiv gekämpft und es ist gut gelaufen": Ende der 80er Jahre bekam die Hochschule ein eigenes Gebäude im Lohrtal und wuchs ständig weiter. Immer mehr Dozenten unterrichteten immer mehr Studenten in immer mehr - zuletzt 40 - Studiengängen. Und auch an mehreren Standorten. Ebenfalls sehr gut entwickle sich der Standort Bad Mergentheim mit den drei Studiengängen International Business, Gesundheitsmanagement und Food Management. Positiv sieht Geilsdörfer auch die neue Außenstelle in Heilbronn. "Wenn wir mit dem Erreichten nicht zufrieden wären, müssten wir größenwahnsinnig sein". Politische und strategische Arbeit Nun übergibt er sein "Kind" an Nachfolger Dr. Dirk Saller; "ein Kind, das schon ganz schön erwachsen ist". Mosbach habe sehr von der Hochschule profitiert und werde weiter profitieren. Denn "Saller wird den Job sehr gut machen". Im Präsidium in Stuttgart wartet eine vor allem politische und strategische Arbeit auf Reinhold Geilsdörfer. Der Prozess, die acht bislang sehr eigenständigen Akademien zu einer Hochschule zusammenzuführen, habe gerade erst begonnen. Die "neue Marke Duale Hochschule" müsse bei jungen Leuten und vor allem bei der Industrie noch bekannter werden. Internationalität ist ein großes Thema, wobei das duale Modell auch ein "Exportschlager" für Lateinamerika sei. Die Möglichkeiten, den Studienabschluss "Master" auf den "Bachelor" draufzusatteln, sollen erweitert werden, weil die Nachfrage der Studierenden sehr groß ist. Das soll demnächst auch berufsbegleitend möglich sein. In Vorbereitung auf den Doppeljahrgang 2012 müssen im Rahmen des Hochschulpakts noch Plätze geschaffen werden. Nicht zuletzt muss sich auch die Duale Hochschule darauf einstellen, dass mit rückläufiger Schülerzahl bald ein Wettbewerb um junge Studierende einsetzt. "Aber da habe ich für uns kaum Bedenken". Noch viele Ideen Zwar nimmt sich Geilsdörfer gelegentlich Freiräume für Hobbys und Reisen. Doch sein Lebensstil sei "schon sehr berufsorientiert", sagt der junge 60-Jährige. Folgerichtig reagiert er fast empört auf die Frage, ob es keine Alternative war, sein Berufsleben in Mosbach gemütlich "auslaufen" zu lassen. "Rente? Ganz unvorstellbar. Dafür habe ich noch zu viele Ideen". Artikel im Original lesen

News:
Elektromobilität an der DHBW Mosbach

- IHK Rhein-Neckar veranstaltet Industrieforum Bei der Veranstaltung „Elektromobilität im ländlichen Raum“ am 22. Oktober um 16 Uhr stehen Forschungsaktivitäten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und die Netzwerkarbeit des Clusters E-Mobilität Süd-West im Mittelpunkt. Das Forum ist Teil des IHK-Hochschulkooperationsprogramms POTENZIALE. Publikum und Veranstalter diskutieren die Fragen: Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat die Elektromobilität aktuell? Welche Chancen bietet sie für Unternehmen? Wie können Trends und Entwicklungen aus der Hochschule in die Praxis übertragen und genutzt werden? Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch das E-Labor der DHBW Mosbach mit Vorstellung aktueller Forschungsprojekte. Die Veranstaltung findet im Audimax der DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10, statt. Eine Online-Anmeldung ist notwendig auf der IHK-Webseite unter www.rhein-neckar.ihk24.de.

News:
Prof. Dr. Dirk Saller im Interview mit der RNZ

- Am 1. März 2011 wird Prof. Dr. Dirk Saller Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach und damit Nachfolger von Prof. Reinhold Geilsdörfer. Im Gespräch mit dem Journalisten Heiko Schattauer von der Rhein-Neckar-Zeitung erklärt der "Neue", wie er die großen Fußstapfen füllen und die Hochschule weiter voran bringen will. RNZ: „Frischer Wind tut immer gut“, hat eine Studentin auf der Internetplattform „Ich bin dual“ die Nachricht kommentiert, dass Dirk Saller neuer Rektor an der Dualen Hochschule BW in Mosbach wird. Aus welcher Richtung wird der Wind ab 1. März am Campus Mosbach wehen? Ich glaube, dass der Wind weiterhin aus einer ähnlichen Richtung wehen darf wie bisher. Die DHBW Mosbach hat in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen auf sich aufmerksam gemacht. Da sind natürlich die Studierendenzahlen zu nennen, welche deutlich zugenommen haben, während gleichzeitig das hohe Qualitätsniveau des Dualen Studiums gesichert werden konnte. Andererseits ist das Zustandekommen des neuen Campus in Heilbronn erwähnenswert. Beides wird uns in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen. In diesen „Wind der Veränderung“ gliedert sich natürlich auch ein Teil meiner zukünftigen Aufgaben ein. Ich freue mich darauf und bin zuversichtlich, dass ich an der einen oder anderen Stelle auch eigene Ideen und Erfahrungen einbringen kann. RNZ: Sie sind nicht nur Physiker, sondern auch in Sachen Mathematik außergewöhnlich bewandert. Wie sieht Ihre Gleichung für ein erfolgreiches Wirken in Mosbach aus? Spontan möchte ich die folgenden, nicht ganz wörtlich zu nehmenden, Vergleiche ziehen: Zum einen bin ich ein Freund der „angewandten Relativitätstheorie“ in dem Sinne, dass es immer mehrere gleichberechtigte Perspektiven gibt. Dies spielt gerade im Dualen System eine große Rolle, wo man mit den verschiedenen Akteuren in Theorie und Praxis häufig auch Zielkonflikte austariert. Dann würde ich zum Zweiten sofort noch an die Unschärferelation in der Quantenmechanik dahingehend denken, dass in einer Hochschule auch im Idealfall Leistung und Qualität nicht immer beliebig präzise definierbar oder messbar sind, getreu dem Motto: „Viele Wege führen nach Rom“. Wenn Sie mich nun nach einer harmonischen, mathematischen Vereinheitlichung dieser beiden „Gleichungen“ in eine Einzige fragen, so muss ich (wie viele meiner Kollegen auch) leider passen. Auch wenn ich hier naturwissenschaftlich an meine Grenzen stoße bin ich optimistisch, dass sich diese Lücke in unserer Gleichung durch persönliche Eigenschaften, wie z.B. respektvolle und zielorientierte Zusammenarbeit, überbrücken lassen. RNZ: Ihr Vorgänger war viele Jahre in Mosbach in der Verantwortung, hat mit Gründungsrektor von Freyhold aus der kleinen Berufsakademie eine große Hochschule gemacht, die weit über die Region hinaus eine hervorragenden Ruf besitzt. Was überwiegt vor Ihrem Amtsantritt: Der Respekt vor den großen Fußstapfen oder die Freude über ein wohl bestelltes Feld? Ich müsste sehr naiv oder überheblich sein, wenn mir die Entwicklungen der letzten Jahre keinen gehörigen Respekt einflößen. Meine Entscheidung mich in Mosbach auf die Nachfolge von Prof. Geilsdörfer zu bewerben, hing auch eng mit diesen Entwicklungen zusammen. Glücklicherweise gab es auch sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen meiner neuen Aufgabe und meiner Tätigkeit als Prorektor und Dekan der Fakultät Technik in den letzten Jahren. Durch den fast vollständigen Wechsel in der Leitung der DHBW Mannheim war es mir möglich, sehr viele Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Rektors zu bekommen, diese teilweise mit zu gestalten und Erfolgsmerkmale eines Standorts zu identifizieren. Von außen betrachtet verfügt die DHBW Mosbach über solche Erfolgsmerkmale. Der Erfolg einer Hochschule ist aber eine kontinuierliche Aufgabe, bei der es darum geht, die Stärken gemeinsam weiterzuentwickeln und neue aufzubauen. Zum jetzigen Zeitpunkt überwiegt daher die Freude, diese Herausforderungen anzunehmen. RNZ: Was reizt Sie denn am meisten an der neuen Aufgabe in Mosbach? Grundsätzlich empfinde ich die verantwortliche Mitgestaltung an einer besonderen Bildungsinstitution wie der Dualen Hochschule mit all ihren Facetten als ein Privileg. Die Arbeit ist spannend und die Vielfalt der Persönlichkeiten in und um die Duale Hochschule ist auch eine persönliche Bereicherung. Neugierig bin ich momentan auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Professorinnen und Professoren an allen drei Campus. Ich bin gespannt darauf, wie sich in diesem Zusammenhang die verschiedenen Identitäten und Kulturen als einheitliche Organisation verstehen und sehe in dieser Erfahrung auch einen Vorteil im zunehmenden Wettbewerb der Hochschulen, z.B. im Hinblick auf Profilbildung. RNZ: Und wo sehen Sie die nächsten Baustellen? Für die Berufsakademie und auch die DHBW ging es in Mosbach bis dato immer nur aufwärts. Kann man immer noch einen drauf legen (etwa bei den Studentenzahlen) oder muss man allmählich in Richtung Konsolidierung steuern? Auch wenn in Zeiten von doppelten Abiturientenjahrgängen und Fachkräftemangel immer auf Studierendenzahlen geachtet wird, sehe ich Wachstum erst in Verbindung mit Qualitätssicherung als nachhaltiges Erfolgskriterium einer Hochschule. Das Wachstum der letzten Jahre ist beachtlich und jeder, der die Finanzierungsstruktur einer Hochschule kennt weiß: Man macht nicht mal eben so einfach die Tore auf und nimmt mehr Studierende an. Natürlich geht es jetzt auch darum, den Studienbetrieb auf Dauer auf dem neuen Niveau zu etablieren. Das Ausbauprogramm des Landes Baden-Württemberg hat dazu einen Teil beigetragen. Passend zu den Studierendenzahlen müssen wir in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen abschließen, wie z.B. der Ausbau von Personal und Infrastruktur. Bei unserer besonderen Hochschule gebührt der Dank für das Wachstum der Studierendenzahlen aber gleichzeitig auch den Partnerunternehmen, die ihre Ausbildungskapazitäten deutlich erhöht und trotz Krise auf hohem Niveau gehalten haben. Besonders erfreulich ist, dass mit jedem neuen Studienplatz der DHBW ein in der Regel langfristig angelegter Arbeitsplatz mit hervorragenden Karrierechancen entsteht. Im Ergebnis stellt sich die Situation wie folgt dar: die mit dem Ausbauprogramm gegebene Chance auf weitere Studienplätze wollen wir im bisher beantragten Umfang nutzen und erfolgreich abschließen. Die damit eingehende Konsolidierung läuft und wird uns in den nächsten Jahren weiter beschäftigen. Da man über den Staatsdienst in den Medien (gefühlt) tendenziell eher kritische Töne hört möchte ich an dieser Stelle einmal anmerken, dass die Leistung und Flexibilität der Menschen innerhalb der DHBW in den letzten Jahren große Anerkennung verdient. RNZ: Ich weiß, sie stehen erst am Anfang Ihrer Arbeit in Mosbach. Wagen Sie für die RNZ-Leser dennoch mal einen kleinen Ausblick. Wo steht die DHBW Mosbach 2020? Und wo steht Dirk Saller? Für die DHBW Mosbach stelle ich mir vor, dass sich die Entwicklungen im Kern gemäß dem Struktur- und Entwicklungsplan darstellen und wir 2020 neben Bad Mergentheim mit Heilbronn einen weiteren beständigen Außenstandort haben, an dem wir sogar neue Erkenntnisse hinsichtlich der Vernetzung mit anderen Bildungseinrichtungen gewinnen konnten. Diese Erkenntnisse können wir nutzen, um das Duale System insgesamt weiter zu entwickeln. Darüber hinaus bin ich zuversichtlich, dass wir im Zusammenhang mit thematischer Profilbildung auch mit kooperativen Forschungsprojekten auf uns aufmerksam machen können. Bei allen Neuerungen der letzten und zukünftigen Jahre bis 2020 vertraue ich aber auch darauf, dass Mosbach weiterhin vor allem nah an der Wirtschaft ist, innovative Studienangebote erkennt und in kürzester Zeit mit den Partnern umsetzt. Dies ist mit Abstand die schwierigste Frage, weil die Antwort hart an der Grenze zur Kaffeesatzleserei liegen würde. Wo ich persönlich stehe ist momentan eher zweitrangig. Ich wünsche meiner Frau und meinen drei Kindern auf jeden Fall, dass sie für Ihren Mut zur Veränderung belohnt werden und sich möglichst bald in Mosbach und Umgebung zuhause fühlen.

News:
Unvergessliche 3 Monate im IPE

- International Program in Engineering Vor genau drei Monaten begann das International Program in Engineering (IPE). Letzte Woche konnten wir einen erfolgreichen Abschluss des Programms feiern. Zum Ausklingen zog das IPE in das Indianercamp in Haßmersheim, wo alle Teilnehmer nochmal gemeinsam BBQ und Lagerfeuer genießen konnten. Die internationalen Studierenden aus Mexico, Ungarn, Litauen, China und den Niederlanden reisten nun in ihre Heimatländer zurück, mit wertvollen Erfahrungen und Erinnerungen im Gepäck. Einer unserer niederländischen Studenten, Joost Boomstra, beschrieb das Semester wie folgt: “IPE war schön, das beste Semester in meinem Leben!“ Die Aussage bestätigte auch Jin Zhong Yuan, einer der beiden chinesischen Teilnehmer: „Ich habe in den letzten drei Monaten viel gelernt und erlebt und werde die schöne Zeit nie vergessen.“ Bei der Evaluierung gaben 100% der Teilnehmer an, dass sie das IPE auf jeden Fall ihren Kommilitonen empfehlen würden. Wir freuen uns schon jetzt auf das IPE im kommenden Jahr, bei dem wieder interessante Exkursionen und Vorlesungen mit internen und internationalen Dozenten geplant sind. Farewell

News:
Elektromobilität an der DHBW Mosbach

- IHK Rhein-Neckar veranstaltet Industrieforum Bei der Veranstaltung „Elektromobilität im ländlichen Raum“ am 22. Oktober um 16 Uhr stehen Forschungsaktivitäten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und die Netzwerkarbeit des Clusters E-Mobilität Süd-West im Mittelpunkt. Das Forum ist Teil des IHK-Hochschulkooperationsprogramms POTENZIALE. Publikum und Veranstalter diskutieren die Fragen: Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat die Elektromobilität aktuell? Welche Chancen bietet sie für Unternehmen? Wie können Trends und Entwicklungen aus der Hochschule in die Praxis übertragen und genutzt werden? Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch das E-Labor der DHBW Mosbach mit Vorstellung aktueller Forschungsprojekte. Die Veranstaltung findet im Audimax der DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10, statt. Eine Online-Anmeldung ist notwendig auf der IHK-Webseite unter www.rhein-neckar.ihk24.de.

News:
Umzug perfekt: Studiengang Bauwesen ist jetzt in der Johannes-Diakonie

- Sehr gut vorbereitet war der Empfang der Studierenden, Dozenten und Mitarbeiter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am frühen Morgen auf dem Gelände der Johannes-Diakonie an der Neckarburkener Straße 2-4. Künftig werden die insgesamt 244 Studierenden des Studiengangs Bauwesen in den Räumen des Berufsbildungswerks (BBW) unterrichtet, Tür an Tür mit Jugendlichen mit einer Lern- und Mehrfachbehinderung. Helfer der Johannes-Diakonie, in ihren gelben Warnwesten gut sichtbar, haben die Studierenden schon früh morgens erwartet und sie zu den Parkflächen geleitet, die künftig für die DHBW Mosbach zur Verfügung stehen werden. Da (noch) nicht jeder sicher im Umgang mit Menschen mit Behinderungen ist, hat die DHBW Mosbach in einem Flyer über die Besonderheiten auf dem Gelände der Johannes-Diakonie informiert. Nicht alle Menschen, die dort leben und arbeiten, sind in der Lage, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Deshalb die dringende Bitte, sich an das vorgeschriebene Tempo 30 zu halten: „Fahren Sie bitte so, dass Sie zu jeder Zeit anhalten können.“ Wer zu Fuß zum BBW kommt, wird gebeten, unbedingt die Fußgängerunterführung an der B27 zu nutzen, zumal Menschen mit Handicap dies beobachten könnten. Denn nur so kommt man wirklich sicher über die stark befahrene Bundesstraße. Gelegenheit, sich einander zu begegnen, bietet die Cafeteria. Die Regale dort sind gut gefüllt und die Damen am Buffet, so sagen sie, „warten auf den Ansturm“. Neun Vorlesungsräume und ein CAD-Labor stehen im BBW, das an der DHBW Mosbach nun als „Gebäude F“ bezeichnet wird, zur Verfügung. Studierende wie Mitarbeiter sind begeistert von den „hellen, großen und gut ausgestatteten“ Räumen. „Am Oberen Mühlenweg hatten wir nur fünf Räume. Wir brauchen jetzt endlich nicht mehr auf Raumsuche zu gehen oder für Klausuren in die Alte Mälzerei auszuweichen“, sagt Claudia Öhlschläger aus dem Studiengangssekretariat. Ihre Kollegin Sibylle Reiß ist fasziniert von den modernen PC-Arbeitsplätzen in einem großen Verbindungsflur zwischen den Seminarräumen. „Das ist eine ganz tolle Insel zum Arbeiten, Austauschen und Abhängen.“ Auch die Studierenden sind zufrieden mit ihren neuen „Studienplätzen“ mit wunderbarer Aussicht. Ein Wermutstropfen, so meint ein Student, sei der nun längere Weg zur Mensa und zur Altstadt. „Unsere Studierenden haben hier die Chance, neben ihrer Fachkompetenz auch eine hohe Sozialkompetenz zu lernen und zu beweisen“, sagte Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der DHBW, bei der Unterzeichnung des Mietvertrags im Januar. Auch Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach, freut sich über die „durchweg positive Resonanz von allen Beteiligten“. Prof. Dr. Dirk Saller, das Organisationsteam sowie die Sicherheitsbeauftragten der DHBW Mosbach, welche die Studierenden bereits in Einführungsveranstaltungen über die neuen Räume und die besondere Hausordnung umfassend informiert haben, bitten die Studierenden, Mitarbeiter und Dozenten des Studiengangs Bauwesen, als Botschafter der DHBW Mosbach stets ein Vorbild im Umgang miteinander zu sein. Man werde nicht nur miteinander, sondern auch voneinander lernen können. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Johannes-Diakonie und der DHBW Mosbach .

News:
Ein Jahr Campus Heilbronn: „Wir sind angekommen“

- Ein Jahr ist es nun her, dass der Campus Heilbronn der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach seine Arbeit aufgenommen hat. „Inzwischen sind wir in der Stadt und der Region angekommen“, so Campusleiterin Prof. Dr. Nicole Graf. Angefangen hat alles im Mikrokosmos – zunächst noch ohne Studierende und lediglich mit zwei Mitarbeitern. Ende Januar 2010 bezogen Campusleiterin Prof. Dr. Nicole Graf mit den beiden Studiengangsleitern Prof. Dr. Ulrich Zeyer und Prof. Dr. Günter Käßer-Pawelka die Übergangsräumlichkeiten auf dem Gelände der Heilbronner Versorgungs GmbH. „Erst, nachdem wir wirklich vor Ort waren, wurden wir als Campus der Dualen Hochschule Baden-Württemberg wahr genommen“, erinnert sich Prof. Dr. Nicole Graf. Nach und nach füllte sich der neu geschaffene Campus Heilbronn mit Leben: zunächst wurden knapp 20 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Aufbauarbeit rekrutiert, am 1. Oktober 2010 nahmen dann die ersten 90 Studierenden ihr Studium am Campus Heilbronn auf. „Dass der Aufbau so schnell funktioniert hat, haben wir in erster Linie auch der umfassenden Unterstützung seitens der Unternehmen und Kommunen zu verdanken“, so die Campusleiterin. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier des Campus Heilbronn am 1. Oktober 2010 lobte Minister Prof. Dr. Peter Frankenberg das sich entwickelnde Bildungsprofil des Wirtschaftsstandorts Heilbronn. „Ich bin sicher, dass dank der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit der Dualen Hochschule mit der Wirtschaft der Standort deutlich an Qualität und überregionaler Ausstrahlung dazu gewinnt“, so der Minister in seiner Rede. Über den jüngsten Campus der DHBW freute sich auch Gründungspräsident der DHBW, Prof. Dr. Hans Wolff, beim Festakt: „Es ist wichtig, nun auch im Ballungsgebiet der Region Heilbronn-Franken mit einem Campus präsent zu sein und den lokalen Partnern die Möglichkeit zu geben, ihren Führungsnachwuchs direkt vor Ort dual studieren lassen zu können. Mit seinem besonderen Profil im Bereich Konsumgüterhandel und Dienstleistungsmanagement wird der neue Campus auch über die Landesgrenzen hinaus Zeichen setzen.“ Noch bis September 2011 ist der Campus Heilbronn in einem Interimsgebäude der HVG untergebracht, bevor die gesamte Außenstelle der DHBW Mosbach auf den Bildungscampus Heilbronn umzieht. Das Übergangsgebäude wurde dazu vollständig renoviert und für die Bedürfnisse des Lehrbetriebs ausgestattet. Während einen Steinwurf entfernt die Bauarbeiten am Bildungscampus auf Hochtouren laufen, ist bereits im Herbst 2010 die Webserie 30-9 gestartet, die in verschiedenen Online-Kanälen ihre Verbreitung findet. Bis zur Eröffnungsfeier am 30.9.2011 spinnt sie in vier Staffeln eine dramatische Handlung rund um den Bildungscampus und dessen Institutionen. „Wir sind damit deutschlandweit die ersten Bildungseinrichtungen, die über eine Online-Websoap auf ihr Studien- und Weiterbildungsangebot aufmerksam machen“, so Prof. Dr. Nicole Graf. Um nicht nur über die Webserie das internetaffine Publikum, sondern auch im Stadtbild auf das neue Studienangebot aufmerksam zu machen, hatte Campusleiterin Prof. Dr. Nicole Graf eine weitere außergewöhnliche Idee: Auf der 33 Meter hohen Gaskugel der HVG ließ sie im November 2010 einen Slogan und das Logo der DHBW auf insgesamt 120 qm aufkleben. Das Anliegen der Campus-Chefin: Auf dem „alten“, weithin sichtbaren Gebäude und Wahrzeichen der Industriestadt Heilbronn für das neue Image der Stadt als Ort der Bildung und des Wissens zu werben. Und wie geht es weiter? Die Ausbauplanung ist ambitioniert: Im Herbst 2011 soll es bereits acht Anfängerkurse, davon drei im Studiengang Dienstleistungsmanagement und fünf im Studiengang Konsumgüter-Handel geben. Bis 2015 wächst laut Ausbauplanung die Studierendenzahl am Campus Heilbronn auf 810, perspektivisch bis 2020 dann auf 1500. Die Studierenden fühlen sich schon jetzt sehr wohl am jüngsten Campus der DHBW. Die gerade abgeschlossene Evaluierung der Lehre, des Lernumfeldes und der Ausstattung unter den Erstsemestern ergab Bestnoten. „Im Allgemeinen ein erfolgreicher und gut gelungener Start ins Studium. Fachlich auf hohem, forderndem Niveau ohne zu überfordern“, so der Kommentar eines Studierenden aus dem Kurs Konsumgüter-Handel. Besonders gelobt wurden die persönliche Betreuung, die gute Organisation und die Hilfsbereitschaft des gesamten Personals bei Fragen und Problemen.

News:
Zwischen Karriere und Familie

- Aktion für Gleichstellung an der DHBW Mosbach Wo sind die Fallstricke für junge, bestens qualifizierte Frauen, die Karriere und Familie unter einen Hut bringen wollen? Am 20. Oktober um 17 Uhr findet an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach im Rahmen der Frauenwirtschaftstage mit verschiedenen Partnern die Aktion für Gleichstellung „Nicht steckenbleiben – Frauen zwischen Karriere und Familie“ statt. Frauen mit unterschiedlichen Lebensmustern und aus unterschiedlichen Bereichen kommen mit kurzen Impulsreferaten zu Wort. Das Forum diskutiert mit ihnen über Erwartungen und Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung „Aktion für Gleichstellung“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung unter anderem mit dem Neckar-Odenwald-Kreis, der Bundesagentur für Arbeit, dem Förderverein Frauen- und Kinderschutzhaus und dem Unternehmerinnen-Forum. Das Forum soll sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Wo und warum läuft etwas falsch… - wenn immer noch Erziehungs- und Pflegearbeit als vorrangig weibliche Aufgabenfelder gesehen werden? - wenn Altersarmut vorwiegend weiblich ist? - wenn eine erhebliche Gehaltslücke zu Lasten der Frauen existiert? - wenn die erfolgreichen Schul- und Studienabschlüsse von Frauen sich noch immer nicht in adäquatem beruflichen Erfolg niederschlagen? Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung unter 06261/ 939-280, hemberger@dhbw-mosbach.de oder unter www.dhbw-mosbach.de/frauenwirtschaftstage wird gebeten.

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