- Auf große Resonanz stieß der Studieninformationstag der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Rund 250 Schüler der 12. Klassen fanden, teils zusammen mit ihren Eltern und Lehrern, den Weg auf den Campus am Lohrtalweg 10, um sich über die Studienangebote und das besondere duale System zu informieren. An der DHBW Mosbach werden Studierende, die bereits einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen haben, in den Schwerpunkten Wirtschaft und Technik mit insgesamt rund vierzig Studienangeboten ausgebildet. Alle drei Monate wechseln sie zwischen der Theoriephase am Campus zur Praxisphase im Unternehmen. Während der Führungen über den Campus konnten die Zwölftklässler schon mal „Hochschulluft“ schnuppern und vor allem in den Laboren selbst ein bisschen erforschen, wie man zum Beispiel einen kleinen Roboter programmieren kann. An der „Stellenbörse“ hingen mehr als hundert aktuelle Stellenangebote vom Bauwesen bis zur Wirtschaftsinformatik aus, die dazu ausliegenden Ausdrucke waren sehr begehrt. „Bewerben Sie sich rechtzeitig“, war einer der wichtigsten Tipps, die die künftigen Studierenden an diesem Tag sicher öfter hörten. Ob beim Bewerbungscoaching von Bertold Eckert, bei den gut besuchten Vorträgen der Fakultäten Wirtschaft und Technik oder zum Thema “Wie angele ich mir einen Firmenplatz“ wurde eindringlich darauf hingewiesen, dass bereits jetzt die Auszubildenden für das kommende Jahr gesucht werden. Wer den Studieninformationstag in Mosbach verpasst hat, hat am 17. November von 8.15 Uhr bis 13 Uhr Gelegenheit, sich an den Außenstellen der DHBW Mosbach auf dem Campus Heilbronn (Bildungscampus 4) und dem Campus Bad Mergentheim (Schloss 2) über die Studienangebote und Partnerunternehmen zu informieren. Weitere Informationen gibt es auch auf der Webseite www.dhbw-mosbach.de, speziell zum Studieninformationstag unter www.dhbw-mosbach.de/studieninfotag.
- Veranstaltung am 9. Oktober, 15-20 Uhr Die Lebenswelten von Frauen in Deutschland haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Keine Frauengeneration war bisher so hoch qualifiziert, engagiert und ambitioniert. Bei der Hochschulbildung haben die Frauen die Männer bereits überholt, junge Frauen sind heute besser ausgebildet als gleichaltrige Männer. Zudem hat sich weltweit der Anteil der berufstätigen Frauen in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Laut der International Labour Organization (ILO) stellen sie inzwischen über 40 Prozent der globalen Arbeitskraft. Das neue Arbeitsmodell sorgt zugleich für eine steigende Belastung. Einer Umfrage der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2008 zufolge besteht die größte Schwierigkeit für Mütter darin, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Wie man „mit Familie zum Erfolg“ gelangt, dazu gibt Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability an der Fachhochschule Ludwigshafen in ihrem Vortrag ab 18 Uhr auf den Frauenwirtschaftstagen in Mosbach konkrete Hinweise. Ihre wichtigste These lautet: Frauen sind ein wichtiger Produktivfaktor für die deutsche Wirtschaft. Zugleich nehmen immer mehr Männer das Elterngeld in Anspruch und übernehmen selbst einen wichtigen Part in der Erziehung des Nachwuchses. Um künftig als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, müssen sich Unternehmen überlegen, welche Unterstützungsdienstleistungen und Flexibilitäten sie ihren Mitarbeitern anbieten bzw. einräumen können. Mehr denn je stehen Unternehmen künftig vor der Herausforderung, Fachkräfte im Unternehmen zu binden bzw. überhaupt fürs Unternehmen zu gewinnen. Gerade aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird es daher notwendig, den „Lebensstau“ der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu entzerren bzw. ein optimales, an die individuellen Bedürfnisse angepasstes Arbeitsumfeld zu schaffen. Im Foyer der DHBW Mosbach zeigen über 20 Organisationen und Einrichtungen ihr Unterstützungsangebot, um die Pendler zwischen Familie und Beruf optimal zu unterstützen. Die Frauenwirtschaftstage sind eine Initiative der Landesregierung von Baden-Württemberg. Jedes Jahr im Herbst organisieren öffentliche Einrichtungen Vorträge, Ausstellungen und Worshops, die sich beispielsweise mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Vernetzung und Kooperation oder dem Thema Existenzgründung beschäftigen. Mit den Frauenwirtschaftstagen soll auch die große Bedeutung der Frauen für das Wirtschaftsleben Baden-Württembergs aufgezeigt werden.
- Vortrag an der DHBW Mosbach Am 16. Juni um 17 Uhr findet an der DHBW Mosbach ein Vortrag von Prof. Dr. Sandra Gesing (University of Notre Dame, Indiana, USA) statt. Im Audimax der Hochschule referiert sie in deutscher Sprache über das Thema „Bioinformatics - Containing Malaria“. Dabei erklärt sie, wie komplexe Fragestellungen der Biologie mit Hilfe von Simulationen auf Rechnern (meistens Cluster oder Grids, also ein Verbund an sehr vielen Rechnern) anzugehen sind. Ein praktisches Anwendungsbeispiel: Die Ausbreitung des Malariaüberträgers kann damit modelliert werden - inklusive der Ansteckungsgefahr. Hierzu werden agentenbasierte Modelle verwendet, die den Lebenszyklus jeder einzelnen Mücke innerhalb der Population simulieren. So soll die Ausbreitungsdynamik der Krankheit besser verstanden und die Auswirkung verschiedener Strategien zur Bekämpfung in der Simulation studiert werden. Die Referentin erläutert während des Vortragsabends, warum man eine hohe Rechenleistung benötigt, um solch große Populationen über den Zeitraum zu simulieren. Darüber hinaus skizziert sie, welche Rechenprogramme nötig sind und warum diese auch über benutzerfreundliche Oberflächen von Anwendern einfach bedienbar sein sollten. Mehr Informationen hier .
- Psychosoziale Beratung für Studierende ab 15. Januar auch in Mosbach Lustig ist das Studentenleben? Nicht immer, denn in heutiger Zeit sind junge Menschen häufig einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt. Auch wenn das Studium gemeinhin als freier und unbeschwerter Lebensabschnitt gilt, kann es immer wieder Situationen im Leben der Studierenden geben, in denen sie alleine nicht mehr weiter wissen. Gleichgültig, ob es sich dabei um Prüfungsangst, Trennungsschmerz oder Arbeitsüberlastung handelt: In solchen Situationen hilft ein kompetenter Ansprechpartner weiter. Seit heute haben die Studierenden der DHBW Mosbach einen erfahrenen Diplom-Psychologen aus dem Team der Psychosozialen Beratung für Studierende des Studentenwerks Heidelberg immer mittwochs vor Ort. Im persönlichen Gespräch mit Dr. Frank-Hagen Hofmann können Probleme und Schwierigkeiten angesprochen werden, über die man vielleicht nicht mit Freunden oder der Familie reden kann oder möchte, um gemeinschaftlich Lösungen aus scheinbar ausweglosen Situationen zu erarbeiten. Einfach und unbürokratisch kann man telefonisch montags von 14.00 bis 15.30 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 16.30 Uhr und Freitag von 8.30 bis 10.00 Uhr unter 0172 / 391 932 1 oder per E-Mail einen Termin vereinbaren. Der Diplom-Psychologe hat sein Büro im Raum D 1.03 im Oberen Mühlenweg 2–6 und steht dort immer mittwochs für ein streng vertrauliches Beratungsgespräch bereit. Dieser Service des Studentenwerks Heidelberg ist für die Studentinnen und Studenten kostenlos. Wer den anonymen Weg dem persönlichen Gespräch vorzieht, der kann sich unter www.pbsonline-heidelberg.de anmelden, sein Anliegen elektronisch schildern und erhält in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen Antwort vom fachkundigen Team der Psychosozialen Beratung für Studierende. Detailinformationen bietet der Flyer des Studentenwerks. Weitere Hilfsangebote finden Studierende auch auf den Webseiten der DHBW Mosbach .
- Die Energieversorgung in Deutschland ist nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein hochpolitisches Thema. Der Ausstieg aus der Kernenergie nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima/ Japan mag das besonders deutlich gemacht haben. Wie können wir es schaffen, nachhaltig für Wärme und Wohlstand zu sorgen? Diese Frage warf Dr. Ulrich Fahl vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart in seinem Vortrag zum Thema „Nachhaltige Energieversorgung – Energieoptionen und Energiepolitik auf dem Prüfstand“ auf. Im Rahmen des Studiums Generale an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach zeigte er mit beeindruckenden Zahlen und Fakten die Folgen und Kosten des schnellen Abschaltens der Atomkraftwerke in Deutschland auf. Ohne wesentlich die gesundheitlichen Gefahren und nachhaltigen Schäden für die Umwelt im Falle eines Reaktorunglücks zu berücksichtigen, sieht er in der Atomenergie eine der günstigsten Möglichkeiten der Stromerzeugung. Der überwiegende Teil des wegfallenden Stroms aus Kernenergie müsse durch verstärkte Stromimporte (auch aus Kernenergie benachbarter Staaten) ersetzt werden. Zudem gewännen auch fossile Kraftwerke mit Kohlendioxid-Abtrennung „aus wirtschaftlichen Überlegungen“ an Bedeutung. Besonders teuer und wegen des verarbeiteten Materials zur Gewinnung der Sonnenergie auch nicht ganz „gesund“ ist die von der Bevölkerung besonders akzeptierte Photovoltaik. Rentabel und damit am meisten zukunftsweisend hingegen sind die Windenergie und die Stromerzeugung durch Biomasse. Hinter alle alternativen Energien jedoch setzte Fahl letzten Endes einen Smiley, dessen Mundwinkel entmutigend nach unten hingen. Deutschland bräuchte mit 4000 km ein dreimal längeres Stromnetz als es derzeit vorhanden ist. Die Geothermie verursache Risse in Wohnhäusern. Die technische Realisierbarkeit für die Windenergienutzung auf See müsse erst noch nachgewiesen, an Land mit anderen Interessen abgewogen werden. Fazit des Vortrags von Fahl ist, dass das Fördern alternativer Energien und das Bemühen um Nachhaltigkeit ein sehr schwieriger Balanceakt zwischen den mit viel Konfliktpotenzial besetzten Zielen „Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umwelt- und Klimaschutz“ ist.
- Am Samstag, den 11. Juli 2009, lädt die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach zu ihrem traditionellen Tag der offenen Tür ein. Von 10.00 bis 15.00 Uhr wird ein abwechslungsreiches und informatives Programm geboten. Mit 120 Partnerunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet, die zusammen mit der DHBW Mosbach Studierende ausbilden, präsentieren sich mehr Aussteller als jemals zuvor. Die frühere Berufsakademie kann mit einigen Neuerungen aufwarten. Die im Rahmen der Hochschulumwandlung vollzogene Namensänderung ist sicherlich die Augenfälligste. Damit einhergeht die Aufwertung der Abschlüsse, wovon zukünftige Absolventen profitieren werden. Am 1. Oktober 2010 wird ein neuer Campus der DHBW Mosbach in Heilbronn seinen Studienbetrieb aufnehmen. Erstmals können Studieninteressenten am Tag der offenen Tür Informationen über die Angebote der zukünftigen Außenstelle einholen. Darüber hinaus präsentieren sich alle weiteren Studiengänge der DHBW Mosbach und ihres Campus Bad Mergentheim. Wer sich also umfassend über die Inhalte des Dualen Studiums informieren und Kontakte zu den Betrieben knüpfen möchte, sollte die Möglichkeit nutzen und sich vor Ort einen Einblick verschaffen. Als besonderen Service organisiert die DHBW Mosbach eine Stellenbörse, bei der sich Schülerinnen und Schüler über freie Studienplätze bei den ausstellenden Unternehmen kundig machen können. Wem noch gänzlich unklar erscheint, welche Fachrichtungen für ein späteres Studium in Frage kommen, kann zunächst einen computergestützten Berufsinteressentest absolvieren. Ein erfahrener Coach gibt Tipps zum Bewerbungsverfahren und wie eine überzeugende Bewerbungsmappe aussehen sollte. Oberstufenschülerinnen und -schüler können ihre Bewerbungsunterlagen gerne mitbringen. Schließlich erläutern Firmenvertreter in Vorträgen, wie man seine Chancen auf einen Studienplatz bei einem Ausbildungspartner der DHBW Mosbach optimieren kann. Geschicklichkeit ist beim elektronischen Wundertorhüter RoboKeeper gefordert, der aus dem klassischen Torwandschießen ein spannendes Duell zwischen Mensch und Maschine werden lässt. Das Saxophon-Quartett „Sax mal anders“ übernimmt das musikalische Begleitprogramm und natürlich wird auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Weitere Informationen finden Sie hier auf unserer Website.
- DHBW Mosbach setzt bei der Vermittlung wissenschaftlicher Lern- und Arbeitsmethoden auf E-Learning und WebApp Lernen immer und überall – was bei Schülern eher noch Schrecken auslöst, ist für Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach goldwert. Mit der neuen WebApp „WissFIT“ können die jungen Leute auch jenseits des Hörsaals ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten festigen und vertiefen. „Das duale Ausbildungskonzept, das auf wechselnden Theorie- und Praxisphasen beruht, erfordert ein hohes Maß an Flexibilität. Mit mobilen E-Learning-Methoden geben wir unseren Studierenden ein praktisches Tool an die Hand, das sie bei ihrem straffen Zeitplan unterstützt“, erklärt Prof. Dr. Petra Morschheuser, Initiatorin des Projekts. Die Baden-Württemberg Stiftung hat die Entwicklung der mobilen Mikrolerneinheit mit 44.000 Euro gefördert. Bereits im August hatten die Mosbacher aus dem Ressort Qualität der Lehre und Mediendidaktik unter Leitung von Erika Deimling die E-Learningplattform Moodle so angepasst, dass sie auch auf Tablets und Smartphones genutzt werden kann. Seither kamen 25 Prozent der Seitenaufrufe von mobilen Endgeräten. Mit der WebApp wird das mobile Lernen nochmals vereinfacht: „WissFIT zeichnet sich durch kurze Lerneinheiten aus, die mal eben ‚zwischendurch‘ bearbeitet werden können“, sagt Morschheuser. „Genau wie die große Schwester WissBASE vermittelt das Programm Rüst- und Handwerkszeug für das Studium wie Arbeitstechniken und Lernmethoden – nur eben in kleinen Happen.“ Zudem wird in wissenschaftliches Arbeiten sowie korrekte Zitierweisen eingeführt. Das Online-Training WissBASE ist auf der Mosbacher Lernplattform Moodle verfügbar und kann jederzeit von den Studierenden im Selbststudium genutzt werden. Den Lehrenden der DHBW Mosbach steht es darüber hinaus frei, das Training in ihre Vorlesungen und Seminare zu integrieren und Leistungsnachweise darüber abzuwickeln. WissBASE wurde entwickelt, um Studierende besser auf die Anforderungen an der Hochschule vorzubereiten. „Da unsere Studierenden immer jünger und auch heterogener werden, brauchten wir ein Hilfsmittel, das schnell und unkompliziert an grundlegende Lern- und Arbeitstechniken heranführt ohne zu viel Zeit in der Präsenzlehre zu verlieren“, weiß Deimling. WissBASE startete 2010 mit einem kurzen Onlinetraining. Seither wird es laufend weiterentwickelt und durch multimediale Inhalte ergänzt. Mittlerweile ist das Training so erfolgreich, dass auch andere DHBW Standorte wie Lörrach, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart das Training auf ihren Servern eingebunden haben. Für eine leichtere Verbreitung soll der externe Zugriff anderer Standorte und weiterer Interessenten auf WissBASE ab 2014 über ein eigens eingerichtetes MoodleSystem (OpenMoodle Mosbach) erfolgen. „Wir wünschen uns, dass WissFIT, die kleine Schwester, dann genauso gut angenommen wird“, so Deimling abschließend. Die WebApp läuft auf mobilen Endgeräten mit den Betriebssystemen Android bzw. iOS.
- Die DHBW mit ihren inzwischen knapp 28.000 Studierenden verdankt ihre Erfolgsgeschichte insbesondere auch ihren rund 9.000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen. Damit diese Dualen Partner ihre Mitgliedschaft bei der DHBW noch deutlicher kommunizieren können, wurde nun ein Partner-Logo entwickelt. Es wird künftig von den Dualen Partnern unter anderem bei der Bewerbung von Studienplätzen eingesetzt. Im Sinne eines "Gütesiegels" soll es Studieninteressierten eine Orientierungshilfe bieten und deutlich signalisieren: mit diesem Unternehmen bzw. dieser sozialen Einrichtung können sie an der DHBW studieren - der Nachfolgerin der Berufsakademie und damit dem echten "dualen Original". Das Partnerlogo kann ab sofort unter www.dhbw.de/partnerlogo heruntergeladen werden. Partner-Postkarte zur Akquise von Studieninteressierten Neben dem Partnerlogo kann unter dem oben genannten Link ab sofort auch die „DHBW Partner-Postkarte“ bestellt werden. Die Partner-Postkarte kann von den Dualen Partnern mit ihrem Logo und ihren Kontaktdaten versehen und bei der Akquise von Studieninteressierten eingesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie ebenfalls unter www.dhbw.de/partnerlogo
- Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise beherrscht die Schlagzeilen: „Kreditklemme“, „Auftragseinbruch“, „Liquiditätsengpass“ – die Herausforderungen für Unternehmen sind gewaltig. Eine besondere Aufgabe bei der erfolgreichen Bewältigung der Krise besteht in der sorgfältigen Analyse der betrieblichen Finanzdaten und der strukturierten Ableitung von unternehmerischen Maßnahmen. Der diesjährige Mosbacher Finanz- und Steuertag (MoFiSta) – veranstaltet von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und der IWS Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH – stand daher ganz im Zeichen des Finanzmanagements in der Wirtschaftskrise. Prof. Reinhold Geilsdörfer, Rektor der DHBW Mosbach, konnte zu diesem Thema über 100 Gäste aus nah und fern in den Räumen der DHBW Mosbach begrüßen. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht: Zum zweiten Mal nach der Premiere im Jahr 2008 war es den Veranstaltern unter Federführung von Steuerberater Prof. Dr. Elke Heizmann (DHBW Mosbach) und Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas Fränznick (IWS Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH) gelungen, namhafte Referenten zu gewinnen. Die fachlichen Referate waren zwar den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gewidmet. An die Stelle des allgemeinen Beklagens der Krise setzten die Referenten jedoch konkrete Strategien und Handlungsempfehlungen. Geboten wurden wertvolle Empfehlungen, wie trotz Krise das Wertschöpfungspotenzial von Unternehmen angehoben oder auf der Grundlage einer fundierten betriebswirtschaftlichen Analyse des Unternehmens Kreditklemme und Auftragsrückgänge überwunden werden können. Über die angespannte wirtschaftliche Situation hinaus werden die Unternehmen aktuell auch dadurch belastet, dass mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) und der Erbschaftsteuerreform zwei zentrale Gesetzesnovellen in der Praxis umzusetzen sind. Auch zu diesen aktuellen Themen wurden mit hohem Sachverstand nicht nur die neue Rechtslage, sondern klare Vorschläge, Umsetzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten – gerade in Zeiten der Krise – diskutiert. Die hohe Teilnehmerzahl und der intensive Meinungsaustausch der Teilnehmer zeigen, dass mit dem zweiten MoFiSta erneut Maßstäbe gesetzt wurden. „Unser Konzept, den Unternehmen ein Forum für dringende Finanz- und Steuerfragen zu bieten, das mit ausgewiesener Fachkompetenz aufwarten und überzeugen kann, ist voll aufgegangen“ freut sich Prof. Dr. Elke Heizmann. „Der DHBW Mosbach und der IWS Institut für Wirtschaft und Steuer GmbH ist es gelungen, einen Dialog mit überregionaler Ausstrahlung zu installieren“ ergänzt Thomas Fränznick. Ein Dialog der auch künftig weitergeführt und ausgebaut werden soll – an Themen wird es in der Zukunft sicher nicht mangeln.
- Karriereziel: Macht und Geld?! In unserer erfolgsorientierten Gesellschaft ist dies ein weitläufig anerkanntes Streben. Heribert Rohrbeck, CEO der Bürkert Gruppe, wurde ebenfalls mit dieser Erwartung ins Berufsleben geschickt. „Meine Eltern gaben mir damals auf den Weg: ‘Spare, lerne, leiste was, dann hast Du, kannst Du, bist Du was!‘.“ So begann er seine Karriere mit dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik. Heute führt er ein Unternehmen mit über 2600 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von 400 Mio. Euro. Trotzdem sagt er: „Hierarchische Machtverhältnisse sollten in modernen Unternehmen längst der Geschichte angehören.“ Dreißig Besucher dieser Studium Generale Veranstaltung am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach ließ der 52-jährige Manager auf unterhaltsame Weise an seinem großen Erfahrungsschatz teilhaben. „Ich möchte Geschichten aus meinem Leben aufgreifen und mit Ihnen ins Gespräch kommen“, rief Rohrbeck den Studierenden zu Beginn zu. In seinen mittlerweile 25 Berufsjahren hat er viel erlebt und selbst klein angefangen. Nach dem Studium und seiner Diplomarbeit bei Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB, heute European Aeronautic Defence and Space Company - EADS) begann er im Bereich Entwicklung eines Luft- und Raumfahrttechnik Unternehmens und lernte die strenge Hierarchie eines Großkonzerns kennen. „Ohne Ellbogeneinsatz kommt man dort nicht weit, das habe ich schnell feststellen müssen“, so Rohrbeck. Er wollte Verantwortung übernehmen, sah sich aber den Zwängen dieser klassischen Hierarchie unterworfen. Nach sieben Jahren wechselte er 1993 zu seinem heutigen Arbeitgeber. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht und diese bei Bürkert gefunden“, begründete der Manager seinen Schritt. Dort wollte man etwas „Neues“ ausprobieren: „Ich sollte ein Team führen, dass sich aus Fachleuten unterschiedlicher Abteilungen zusammensetzt.“ Was heute bei Bürkert eher normal klingt und unter dem Begriff „Prozessorganisation“ verstanden wird, war damals ein Novum. Das klassische Denken „von oben nach unten“ wurde aufgesprengt. Internetstruktur als Vorbild für moderne Unternehmenskultur Als CEO ging Rohrbeck später sogar noch einen Schritt weiter: „Wir haben uns das Internet zum Vorbild für unsere Organisation genommen.“ Verschiedene Server auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass alle Menschen ausfallsicher und rund um die Uhr das WWW nutzen können. Bürkert hat nach diesem Muster weltweit z.B. „Systemhäuser“ etabliert. Die Verantwortung wurde dezentralisiert und ein Netzwerk aufgebaut, das ausfallsicher und flexibel Kundenprojekte bearbeitet. „Das ist unser Wettbewerbsvorteil: Wir reden miteinander auf Augenhöhe und verzichten auf die klassische Machtausübung“, erklärte Rohrbeck. Die Philosophie die dahinter steckt ist genauso einfach wie genial: „Jeder an seinem Arbeitsplatz ist der oder die wichtigste Person, wenn man sich entsprechend in dieses Netzwerk einbringt und dabei auch die Bodenhaftung nicht verliert.“ Auch Fehler werden bei Bürkert nicht vertuscht und einem Team nicht zum Nachteil ausgelegt. „Fehler passieren, aber selbst die negative Erfahrung bringt uns gemeinsam weiter“, sagte Rohrbeck. Auf die Frage, ob ihm selbst schon einmal so richtig etwas daneben ging, antwortete Rohrbeck offen: „Da gibt es einige Dinge“, aber er erfuhr selbst immer eine hohe Toleranz seiner Vorgesetzten und ergänzte: „Wichtig ist es, aus seinen Fehlern zu lernen.“