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News:
Trauer um Professor Heiko Sinnhold

- Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir an der DHBW Mosbach vom plötzlichen Tod unseres geschätzten ehemaligen Kollegen Prof. Dr. Heiko Sinnhold erfahren, der am 14. Juni 2024 von uns gegangen ist. Prof. Dr. Heiko Sinnhold wurde am 1. März 1958 in Sundern (Kreis Herford) geboren und schloss im Jahr 1977 sein Abitur am Ravensberger Gymnasium in Herford ab. Er studierte Sozialwissenschaften, Englisch und Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld, wo er auch im Jahr 1988 mit Auszeichnung promovierte. Bereits während seines Studiums sammelte er Praxiserfahrung bei verschiedenen Unternehmen und auch bereits erste Lehrerfahrungen. Sein beruflicher Schwerpunkt lag auf den Themen Bildung, Weiterbildung, Personal und Führungskräfteentwicklung, u.a. in führenden Positionen bei Deutschen Aerospace AG, der Daimler Benz AG und der Deutschen Bahn. Im Jahr 2007 trat Prof. Dr. Heiko Sinnhold an der DHBW Mosbach als Studiengangsleiter im Bereich BWL-International Business mit dem Schwerpunkt Change Management ein. Sein besonderes Engagement, die hohe Akzeptanz bei den internationalen und deutschen Gastprofessoren, den Kolleg*innen, den Studierenden und vor allem auch bei den Unternehmen trug signifikant zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Außenstelle in Bad Mergentheim bei. Mit seinem Fachwissen, seiner Begeisterung und seinem Engagement prägte Prof. Dr. Heiko Sinnhold nicht nur den Studiengang BWL-International Business, sondern die gesamte Hochschule. Sein Wirken und sein Beitrag zur akademischen Lehre und Forschung werden uns stets in Erinnerung bleiben. Am 1. April 2021 trat Prof. Dr. Heiko Sinnhold in den wohlverdienten Ruhestand ein, nachdem er mehr als 14 Jahre lang an der DHBW Mosbach tätig war. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen geschätzten Kollegen, sondern auch einen Mentor, Freund und Vorbild. Er war ein exzellenter Fachmann, Lehrer und Kollege, der immer mit vollen Einsatz seine Aufgaben und Rollen vorbildlich ausgefüllt hat. Er wird mit seinem sehr klaren, immer konstruktiven und stets hilfreichen Verstand und Wesen sehr fehlen. Wir werden Prof. Dr. Heiko Sinnhold stets in dankbarer Erinnerung behalten und sein Vermächtnis in Ehren halten. Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn kannten und schätzten.

News:
Veröffentlichung des Onlinetrainings "Kollegiale Beratung"

- Die kollegiale Beratung ist eine Methodik, um selbstgesteuert und hierarchiefrei Lösungsmöglichkeiten zu einer Problemstellung von Gleichgesinnten zu erhalten. Problemstellungen können beispielsweise im beruflichen oder studentischen Kontext auftreten, bei denen eine selbstständige Lösungsfindung nicht mehr ausreicht und Input von außen erforderlich ist. Dieses Onlinetraining ist als Selbstlernmodul konzipiert, kann jedoch auch leicht in eine Vorlesung integriert werden - ein Lernauftrag läge hierfür bereit. Der Kurs läuft auf der Moodle-Version 4.1. Folgende Themen werden behandelt: Verschiedene Einführungsvideos innerhalb des Onlinetrainings zu den vielfältigen Einsetzungsmöglichkeiten, Ablauf der kollegialen Beratung, Merkmale der kollegialen Beratung, Rollenverteilung in einer Beratungssituation, Vorteile und Ausschlusskriterien einer Beratung, Methoden, wie die Beratenden Rückmeldung geben können, Checklisten und Lernauftrag zur Integration in eine Vorlesung, Quizfragen zur Wissensüberprüfung. Das Onlinetraining wurde am Standort Mosbach erstellt und ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz . Bei allen Fragen rund um OER stand das Kompetenzzentrum Open Educational Resources zur Verfügung. Zu den weiteren Informationen und den Materialien des Onlinetrainings

News:
Virtual Wood University – Holz verbindet Europa

- Die Holzindustrie steht vor zahlreichen Herausforderungen: Der Bedarf an nachhaltigen Ressourcen steigt stetig, während gleichzeitig der Fachkräftemangel zunimmt. Internationale Vernetzung und innovative Ausbildungskonzepte sind daher unerlässlich, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Genau das war 2019 der Ausgangspunkt für die „Virtual Wood University“, die mittlerweile über 200 Studierende und Professoren an vier europäischen Standorten miteinander verbindet. Dieses europäisch vernetzten Bildungsprogramms sollte verschiedene Perspektiven der Holzbranche abbilden und die Lehrpläne internationalisieren. Initiiert wurde die Virtual Wood University unter anderem von Prof. Günter Berger (FH Salzburg) und Prof. Dr. Hubert Speth (DHBW Mosbach). „Damals, vor der Pandemie, ahnten wir noch nicht, wie visionär diese Idee war. Virtuelle Hochschulausbildung war kaum ein Thema. Mittlerweile sind wir stolz darauf, dass über die Jahre hinweg Hunderte von Studierenden unsere Programme durchlaufen haben“, erklärt Prof. Dr. Hubert Speth, Studiengangsleiter BWL-Handel Holzwirtschaft. Weiterentwicklung des Projekts Die Virtual Wood University soll nun weiterwachsen und ein paneuropäisches virtuelles Masterprogramm entwickeln. Neben den bestehenden Partnern aus Lahti (Finnland), Tallinn (Estland), Kuchl (Österreich) und Mosbach (Deutschland) kommen nun fünf weitere Hochschulen aus Poznan (Polen), Zagreb (Kroatien), Epinal (Frankreich), Växjö (Schweden) und Weihenstephan (Bayern) hinzu. Das Vorhaben wird als eines von nur fünf Projekten in ganz Österreich im Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert. In den kommenden drei Jahren entsteht so ein virtueller Master im Bereich der Holzwirtschaft, Holztechnik und Nachhaltigkeit nach den europäischen Akkreditierungsregeln.

Ansprechperson:
Stephan Geßner

Ansprechperson:
Alexandra Brenner

Ansprechperson:
Carsten Müller

Ansprechperson:
Julia-Catrin Haas

Ansprechperson:
Stefan Bauer

News:
KI befreit von Routine-Aufgaben im Vertrieb

- Herr Prof. Seidenstricker, welche Skills und Fähigkeiten benötigt der wettbewerbsfähige „B2B-Vertriebler“ in Zukunft? Der Vertriebler der Zukunft sollte sich das Leben leichter machen. Sicher, die Fülle der aktuellen Herausforderungen in der täglichen Arbeit im Vertrieb sind groß, aber es gibt Hoffnung. Neue Technologien erleichtern den Vertriebsmitarbeitern die Arbeit erheblich. Angst, dass sie zukünftig durch Maschinen ersetzt werden, müssen sie aber nicht haben. Der wettbewerbsfähige Mitarbeiter sollte in der Lage sein, die Möglichkeiten der intelligenten Systeme für sich zu nutzen und Daten zu interpretieren. Das erfordert Offenheit, Mut und digitale Kompetenzen. In aktuellen Stellenanzeigen in Deutschland ist dies nur bedingt abgebildet. Dies mag daran liegen, dass Unternehmen überhaupt froh sind, Fach- und Führungskräfte in ihrer Branche zu finden. In Zukunft wird diese Kompetenz aber zentral sein. Der Engpass an Ressourcen und Zeit wird Führungskräfte noch stärker fordern, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen und sich selbst intensiv einzubringen. Laut Ihrer aktuellen Studie besteht in Deutschland, im Hinblick auf die digitale Transformation, noch Aufholbedarf beim B2B-Vertrieb. Was sollten die Unternehmen und Sales-Mitarbeitende jetzt ändern? Wir haben eine Studie mit jeweils über 200 Vertriebsmitarbeitern in den Ländern USA, Indien, China und Deutschland durchgeführt. Das Gesamtergebnis ist eindeutig: Sowohl bei der Offenheit gegenüber neuen technologischen Möglichkeiten als auch beim klaren Fokus, die Digitalisierungskompetenz auszubauen, haben China und Indien die Nase vorn. Es besteht aber Hoffnung, die Corona-Pandemie hat hier einiges dazu beigetragen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist das Vorhandensein einer kommunizierten und gelebten Digitalisierungsstrategie im Unternehmen. Viele Unternehmen sind dran und haben dies ganz oben auf die Agenda genommen. Wir haben festgestellt, dass ohne enge Verzahnung von IT und Vertrieb nichts geht. Es braucht die IT-Kompetenz direkt im Vertrieb sowie die „Erlaubnis“, die notwendigen Projekte umsetzen zu können. Deshalb ist es uns so wichtig, das Interesse für neuste Technologien schon im Studium zu fördern, indem die angehenden Wirtschaftsingenieure Nutzungsbeispiele für Datenbrillen erstellen oder Prototypen für digitale Services und Geschäftsmodelle entwickeln. Welche Vertriebsaufgaben können KI- und Automatisierungstechnologien heute schon übernehmen? Wir haben uns angeschaut, welche Prozesse entlang der Customer Journey schon heute automatisiert und bspw. mit KI unterstützt werden können. Insgesamt bietet sich Automatisierungspotenzial entlang der gesamten Customer Journey. Dazu gehören die Lead-Qualifizierung durch Predictive Analytics, das Erstellen personalisierter Angebote und Inhalte, das Lead-Scoring zur Priorisierung von Verkaufschancen, automatisierte E-Mail-Kampagnen sowie die Analyse von Kundenfeedback zur Verbesserung des Wertangebots. Darüber hinaus bietet die datenbasierte dynamische Preisgestaltung sowie die automatisierte Berichterstellung und Datenanalyse neue Chancen für den Vertrieb. Basierend auf Kundenprofilen kann das individuelle Kundenerlebnis auf eine neue Ebene gehoben werden und Chatbots können grundlegende Beratungsleistungen rund um die Uhr übernehmen. Welche Tools und neue Technologien können zum Einsatz kommen? Unternehmen nutzen schon heute generative KI, um Nachrichten automatisch zu generieren und dadurch die Kunden zu bedienen. Darüber hinaus ermöglichen Tools wie Leexi, Vertriebsmeetings zusammenzufassen und zu analysieren, oder der LinkedIn Sales Navigator unterstützt bei der Leadgenerierung. Augmented und Virtual Reality sorgen für ein nie dagewesenes Kundenerlebnis im digitalen Raum und optimieren dadurch die Interaktion zwischen Vertrieb und Kunden. Weiterhin gibt es bereits Lösungen, die bei der Interpretation von Emotionen unterstützen und dadurch Inhalte noch besser auf Kunden ausrichten. Durch die stetige Sammlung von Daten in CRM-Systemen entsteht ein digitaler Zwilling des Kunden und sein Verhalten kann besser prognostiziert werden. Zukünftig ist auch denkbar, dass Kunden Technologien einsetzen, die automatisiert Käufe tätigen und menschliche Interaktionen beim Kauf- bzw. Verkaufsvorgang reduzieren. Was sind entscheidende Erfolgsfaktoren beim Einsatz der neuen Technologien im Vertrieb? Der Einsatz von intelligenten Systemen muss zum Wertangebot, zur Branche und der aufgebauten Geschäftsbeziehung passen. Der Nutzen und Effizienzgewinn durch digitale Lösungen sollten stets im Vordergrund stehen. Daher sind Fragen zu klären, wie: Welche Vorteile bietet die neue digitale Lösung gegenüber bestehenden Systemen? Wo könnte diese getestet werden? Gibt es Best-Practise-Beispiele und Experten, deren Erfahrungen genutzt werden können? Die neuen Technologien sollten die Mitarbeiter unterstützen, für ihre Kunden und deren Bedürfnisse mehr Ressourcen zu haben. Gleichzeitig bedeutet ein automatisierter Vertrieb nicht, dass sich alles in den digitalen Raum verlagern wird. Neben der Bereitschaft auf Kunden- und Vertriebsseite ist ein hybrides Vertriebsmodell, das digitale und analoge Möglichkeiten durchgängig miteinander verknüpft, ein wichtiger Erfolgsfaktor. Welche Vorteile haben Mitarbeitende und Unternehmen davon? Künstliche Intelligenz im B2B-Vertrieb bietet die Chance, den Vertrieb stärker von Routineaufgaben zu befreien, sodass er Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben hat: die Betreuung seiner Kunden. Werden Vertriebsberichte, Zusammenfassungen von Meetings oder die wichtigsten Kundenspezifika auf Basis der verfügbaren Daten automatisiert zusammengefasst und dem Vertrieb in Echtzeit zur Verfügung gestellt, kann er seine Kunden tiefgreifender verstehen und seine Beratung optimieren. Er kann seine Beratung und Wertangebote noch zielgerichteter auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten und dadurch deren Zufriedenheit und Loyalität steigern. Darüber hinaus können Leads zielgerichteter identifiziert und qualifiziert werden, was eine immense Zeitersparnis für den Vertrieb bedeutet. Er kann sich stärker strategischen Aufgaben widmen und seine Zeit und Tätigkeiten auf die wirklich wichtigen Kunden ausrichten. Herr Prof. Seidenstricker, mit welchen Forschungsprojekten sind Sie und Ihr Team gerade beschäftigt? Wir starten ab Juli 2024 ein Expertennetzwerk für führende Unternehmen der Branche, um dem Thema Digitalisierung des Vertriebs eine Plattform zu bieten. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an dem Thema Customer Success Management. Die führenden IT-Unternehmen im globalen Kontext haben Customer Success Management „entwickelt“. Ihr Erfolg hat ihnen Recht gegeben und diesen Ansatz sukzessive zu einem durchschlagenden Managementansatz weiterentwickelt. Die Forschung hat die Erfolge lange ignoriert. Wir arbeiten seit etwa 5 Jahren daran und sind einer der führenden Hochschulen in Europa, um die Forschung voranzubringen und dies in die Praxis zu transferieren. Nur ein Beispiel: Es gibt global Hunderttausende Customer Success Manager. Bis heute gibt es aber kaum Ausbildungsinstitute oder Hochschulen, die die Inhalte vermitteln. Die nächsten Schritte sind, dies mit Nachhaltigkeit und Value-Based Selling zu verbinden. Alle drei Themen hängen aus unserer Sicht zusammen, um intrinsisch motiviert für nachfolgende Generationen eine saubere und mensch-zentrierte Welt zu hinterlassen.

News:
Das duale Studium: seit 50 Jahren auf Erfolgskurs

- Frau Prof. Klärle, wie hat sich das duale Studium bei der DHBW seit Gründung entwickelt? Die Erfolgsgeschichte der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) begann vor 50 Jahren, als sie 1974 als Berufsakademie Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde. Am 1. März 2009 wurde sie zur bundesweit größten Transferhochschule überführt: Die DHBW. Das war ein extrem mutiger Schritt und passt perfekt zu Baden-Württemberg, einem Land, das eine ganz eigene Hochschulform entwickelt hat. Viele Bundesländer und Staaten haben versucht, dieses Modell zu kopieren, aber niemand hat es so gut hinbekommen wie das Original. Die DHBW hat sich rasant weiterentwickelt und ist heute mit etwa 32.000 Studierenden und 800 Professuren die größte Hochschule Baden-Württembergs. Man könnte es auch so ausdrücken: mit unseren jährlich 10.000 Absolvent:innen sind wir die Exzellenzhochschule in der Fachkräfteentwicklung. Welchen Beitrag und Mehrwert konnte die DHBW in diesen vielen Jahren für den Standort Deutschland leisten? Die DHBW hat durch ihr einzigartiges praxisintegrierendes Studienmodell, das 50 % Theorie und 50 % Praxis kombiniert, erheblichen Mehrwert für den Standort Deutschland geschaffen. Unternehmen haben die Möglichkeit, Nachwuchskräfte auf Hochschulniveau und maßgeschneidert auf ihre eigenen Anforderungen zu qualifizieren. Mit einer Übernahmequote von über 90% fungiert die DHBW als Jobmotor für den akademischen Nachwuchs und hilft, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Über 220.000 Alumni der DHBW sind heute in Unternehmen tätig und tragen maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Welche Veranstaltungen stehen im aktuellen Jubiläumsjahr noch an? Das Jubiläumsjahr der DHBW ist reich an spannenden Veranstaltungen. Im Moment bin ich noch ganz begeistert von unserem Empfang auf der Hannover Messe an dem unser Ministerpräsident eine flammende Rede über den Erfolg der DHBW und des dualen Studiums gehalten hat. An allen unseren Standorten findet ein individuelles Event statt, wie z.B. in Lörrach mit dem Leitthema Nachhaltigkeit. Am 3. und 4. Juli 2024 findet der DHBW Forschungstag 2024 unter dem Motto „Bridging the Gap – Innovationstransfer für Studium und Praxis“ statt. Am 11. Juli 2024 laden wir zum AI Transfer Congress ein, einem internationalen Kongress zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Ein besonderes Highlight ist das 4. landesweite Alumni-Treffen am 10. August 2024, das in der beeindruckenden Arena des VfB Stuttgart stattfinden wird. Dies bietet eine fantastische Gelegenheit, den Bezug zur Fußball-Europameisterschaft und ein Gefühl von Gemeinschaft und sportlichem Geist zu schaffen. Darüber hinaus findet am 18. September 2024 in Friedrichshafen das Diversity Bar Camp statt, das sich mit Themen rund um Vielfalt und Inklusion beschäftigt. Abschließend freuen wir uns auf den Hochschulpolitischen Abend am 6. November 2024, bei dem das Thema „Duales Studium: Das Erfolgsmodell für ein wirtschaftlich starkes Europa“ im Mittelpunkt, bei dem Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammenkommen, um über die Zukunft des dualen Studiums zu diskutieren. Diese Veranstaltungen bieten zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung. Wir schließen das Jubiläumsjahr mit einem Neujahrsempfang im Januar 2025 ab. Welche Projekte lagen und liegen Ihnen besonders am Herzen und welche Highlights möchten Sie hervorheben? Eine besonders wichtige Errungenschaft ist, dass wir 2023 von der EU zur European University geadelt wurden. In einer Allianz mit acht weiteren dualen Hochschulen von Finnland bis Malta, von Spanien und Frankreich bis Österreich, Ungarn, Kroatien und Polen zeigen wir innerhalb der EU die Qualität des dualen Studiums und setzten Standards. Ein wichtiger Schritt, das duale Studium außeräuropäisch für unsere Wirtschaft sichtbar zu machen. EU4Dual ist unter den ca. 50 Hochschulallianzen in der EU die einzige duale Allianz. Dies unterstreicht unsere Vorreiterrolle in Europa und ermöglicht es uns, duale Studiengänge auf internationaler Ebene zu etablieren. Ein weiterer strategisch wichtiger Schritt ist, die DHBW weiter gemeinsam mit ihren 9000 dualen Partnern als weltweit größte Transferhochschule für die großen Transformationsaufgaben in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft als strategische Partnerin zu etablieren. Derzeit bauen wir die Forschung und Weiterbildung im Sinne der Dualität und Regionalität aus und haben uns auf den Weg gemacht einen Antrag für eine duale Promotion zu erarbeiten. Ein Herzensthema für mich ist unsere Nachhaltigkeitsstrategie, die in der letzten Sitzung des Senats befürwortet wurde. Nun werden wir in allen Studiengängen die 17 Nachhaltigkeitsziele der EU etablieren und unsere Studierenden zu Botschaftern der Nachhaltigkeit entwickeln. Welche Ziele stehen für die DHBW in Zukunft noch auf der Agenda? Die DHBW hat sich ambitionierte Ziele gesetzt. In erster Linie möchten wir weiterhin die Qualität unserer Studiengänge und die Zufriedenheit unserer Studierenden und Partnerunternehmen auf höchstem Niveau halten. Ein wichtiges Ziel ist die weitere Internationalisierung unserer dualen Studiengänge gemeinsam mit unseren weltweit agierenden Unternehmen, um unseren Studierenden und dualen Partnern attraktive Möglichkeiten der Fachkräfteentwicklung zu bieten. Zudem setzen wir verstärkt auf digitale Transformation und Innovation in der Lehre. Die zukunftsorientierte Einbindung der Künstlichen Intelligenz in allen Bereichen der DHBW, der Lehre, Forschung, Weiterbildung und unserer Verwaltung ist mir ein Anliegen, dies sind immense Changeprozesse, die wir mit Nachhaltigkeit und im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung als zentrale Themen weiter vorantreiben möchten. Und zum Abschluss möchte ich Ihnen noch ein Zitat meiner Lieblingswissenschaftlerin Marie Curie mit auf den Weg geben, das wie kein anderes zur Bescheidenheit und Innovationskraft der DHBW passt: „ Bescheidenheit schickt sich für die Wissenschaftlerin, nicht aber für die Ideen die in ihr wohnen.“

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