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News:
DHBW Mosbach erfolgreich reauditiert

- Im März 2021 wurde unter strengen Hygieneregeln das externe Überwachungsaudit nach der DIN EN ISO 9001:2015 durchgeführt. Es konnten Gespräche mit 24 Interviewpartner/innen geführt werden. In diesem Rahmen wurden 66 Dokumente und dahinterliegende Prozesse in Papierform oder elektronisch eingesehen. Der nun veröffentlichte Auditbericht bestätigt: Alle Auditziele wurden erreicht und die Zertifizierung bis 2023 verlängert. Äußerst erfreulich ist, dass keine Abweichungen festgestellt wurden. Besonders gewürdigt wurde in diesem Jahr der Umgang mit den Chancen und Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Es zeigte sich ein gut eingeführtes Risikomanagement, welches ein flexibles Agieren ermöglichte. Neben der Online-Lehre und der Umsetzung von Home-Office wurden insbesondere die neuen virtuellen Formate der Kontaktpflege, im Studierendenmarketing und für Gremienangelegenheit sowie neue digitale Workflows im Verwaltungsbereich gelobt. Zudem wies die Auditorin im Abschlussgespräch darauf hin, dass in allen Gesprächen trotz der aktuell schwierigen und stressigen Situation eine positive und kollegiale Grundstimmung mit gegenseitiger Wertschätzung der Kolleg*innen untereinander wahrnehmbar war. Auch in den nächsten Jahren gilt es, weiterhin das Qualitätsmanagementsystem (QMS) weiterzuentwickeln und das Bewusstsein dafür in der gesamten Organisation zu stärken.

News:
Das etwas andere Auslandssemester

- Hallo zusammen, mein Name ist Benjamin Hettrich und ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen (ITP) an der DHBW Mosbach. Im Rahmen meines Studiums durfte ich in meinem letzten Studienjahr an einem Austauschprogramm der DHBW und der University of South Wales teilnehmen. Von Anfang des Studiums war mir klar, dass ich die Gelegenheit nutzen möchte ins Ausland zu gehen, um nicht nur interkulturelle Kompetenzen zu sammeln, sondern auch meine eingerosteten Englischkenntnisse aufzufrischen. Obwohl das Auslandsjahr schon lange geplant und vorhergesehen war, war bis zuletzt unklar in welcher Form es stattfinden würde, da mal eben eine Pandemie meine Pläne durchkreuzt hatte. Wie auch immer, trotz der Ungewissheit ging es im Sommer 2020 mit dem Bewerbungsschreiben und der Organisation los. Nach dem ich die Zusage bekommen habe kam zeitnah dann leider auch die Gewissheit, dass zumindest der erste Teil des Terms sicher online stattfinden wird. Trotz dieser Ernüchterung habe ich mich entschlossen Mitte September nach Cardiff in unsere Wohnung, die ich mit zwei Kommilitonen angemietet hatte, zu reisen. In der ersten Woche hat die „International Welcome Week“ stattgefunden, in der ich auch schon erste Studenten kennen lernen durfte und ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde – nur leider alles online. In der zweiten Woche haben dann die Vorlesungen begonnen. Trotz des Online-Unterrichts waren diese sehr gut organisiert und waren auch echt interessant, nur liegt der selbst zu erarbeitende Anteil des Stoffes weit höher als dies in Deutschland der Fall ist. Mit der Sprache bin ich überaus gut zurechtgekommen und hatte eigentlich nie großartige Probleme. In den ersten Wochen konnte ich dann auch etwas die Stadt erkunden. Cardiff ist wirklich eine liebenswerte und facettenreiche Stadt die auch durch die vielen Studenten, sehr viel zu bieten hat. Leider wurde aufgrund der hohen täglichen Infektionen Ende Oktober ein zweiwöchiger nationaler Lockdown ausgerufen. Kurzfristig habe ich daher meine Koffer gepackt und bin kurzerhand wieder zurück nach Deutschland geflogen – die anschließende Quarantäne konnte ich immerhin produktiv für Hausarbeiten nutzen. Die Vorlesungen konnte ich problemlos weiterhin von Deutschland aus besuchen und dahingehend hatte es überhaupt keine Probleme gegeben. Aus dem Zweiwochen-Lockdown wurde, wie wir alle wissen, ein langer Winter, der den Plan nach Weihnachten wieder zurückzukehren aufgrund der britischen Virusmutante wiederum über Bord geworfen hatte. Aufgrund der erfolgreichen Impfkampagne in GB war es mir aber möglich Anfang März endlich wieder zurückzukehren. Voller Motivation, mein restliches Auslandssemester noch ein Stück weit zu genießen, habe ich die Reise angetreten, diesmal mit dem Auto. Drei Grenzen und gefühlte zehn Kontrollen später war ich angekommen und durfte mal wieder in Quarantäne, die mir aber gelegen kam, da ich zu dieser Zeit viele Abgaben hatte. Mit dem Ende meiner Quarantäne kamen hier auch schon die ersten Lockerungen und ich konnte die ersten Ausflüge unternehmen. Wales ist ein wirklich ein wunderschönes Land mit vielen atemberaubenden Landschaften. In einer vorlesungsfreien Woche konnte ich sogar einmal in den Norden von Wales fahren und das Land dort etwas erkunden.Mit den weiteren Lockerungen konnte ich auch immer mehr Bekanntschaften knüpfen, die den Auslandsaufenthalt zumindest mehr nach einem Studentenleben anfühlen ließen, als das zu dem Zeitpunkt in Deutschland wahrscheinlich der Fall gewesen wäre. Alles in allem bin ich froh den Schritt gewagt zu haben ins Ausland zu gehen, auch wenn es letztendlich alles ein bisschen anders gekommen ist als erhofft. Generell würde ich jedem der die Möglichkeit hat ein Auslandssemester zu machen, wärmstens empfehlen diese wahrzunehmen. Auch wenn es letztendlich ein finanzieller Mehraufwand ist, unterstützt einen das Auslandsamt der DHBW mit all ihren Möglichkeiten – Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.

News:
Thailand

- Auslandssemester Erstmal einen schönen Gruß an alle Interessenten, die sich über das Auslandssemester in Thailand informieren wollen, ich kann euch nur sagen es lohnt sich! Ich habe an der Mahidol University im Jahr 2020/2021 während Corona in Bangkok studiert. Ich habe Thailand ausgewählt, da ich bereits in China gelebt habe mit 16 und ich die asiatische Welt unbedingt wiedererleben wollte. Auch wenn die meisten meiner Mitstudenten abgesagt haben, bin ich das Risiko eines ungewissen Studiums während der Pandemie eingegangen und wie man im Fortlauf dieses Berichtes sehen kann hat es sich geloht! Unterschiede im Studium Aufgrund des reinen online Studiums und den verschiedenen Plattformen, war es anfangs eine Eingewöhnung alle Dokumente und Links zu finden in dem verwendeten Sky System. Auch die Notengebung in vielen kleinen Teilleistung, sowie Anwesenheit und Qualität der Antworten war für mich in einem Studium neu im Vergleich zu einer gewohnten Abschlussprüfung am Ende. Allerdings hat die Entzerrung der Leistungen den Lerndruck über das Semester verteilt und sofern man jede Woche ein paar Studenten investiert, konnte man sehr gute Resultate erreichen und hatte dennoch viel Reisezeit. Auslandsaufenthalt Ich habe im Vorfeld einige Videos über Thailand angeschaut, versucht mich in deren Kultur einzulesen und zu verstehen wie man sich am besten Verhält in verschiedenen Situationen. Auch die Erfahrungsberichte von meinen Vorgängern waren hierbei sehr hilfreich. An sich hilft einfach ein grundsätzliches offenes herangehen und die Einheimischen sind immer extrem hilfsbereit falls man doch mal ein Problem hat. Gasthochschule Ich würde diese Universität und alles darum weiterempfehlen. Die Professoren und Mitarbeiter haben sich bemüht die bestmöglichen Vorlesungen anzubieten und waren stets hilfsbereit. Auch das Umfeld ist spannend und die Reisemöglichkeiten neben dem Studium. Auch die Möglichkeit viele weitere internationale Studenten zu treffen und in Gesprächen mehr über andere Länder und Kulturen zu erfahren, empfand ich als ein Pluspunkt. Vor allem in dem Wohnheim „Bundit House“ in dem alle internationalen Studenten wohnen und zusammen zur Universität mit dem Shuttlebus fahren, war die Gemeinschaft einzigartig. Insgesamt sowohl von der sehr schönen Universität hin zu all den Möglichkeiten herum sehr empfehlenswert. Thailand Ich hatte keine großen Probleme mich dort einzuleben. Ich habe sehr schnell Anschluss gefunden und mit meinen neuen Freundeskreis Thailand erkundet. Lediglich die Tiervielfalt und vor allem die vielen Straßenhunde haben mich anfangs erschreckt. Natürlich dauert es einige Zeit, bis man sich an alles gewöht, aber sofern man offen gegenüber der Kultur, Essen und den Menschen ist sollte dies ohne große Probleme funktionieren in einem so freundlichen Land wie Thailand. Unsere spontanen Reisen auf die verschiedenen Inseln um die Region von Krabi. Wir haben in einem großen Airbnb mit 16 Leuten aus 12 Ländern gewohnt und der Mix aus Kulturen, Sprachen und Gewohnheiten war eine einzigartige Kombination und definitiv eine unvergessliche Zeit in diesem Haus. Ich würde jedem empfehlen offen für solche Reisen zu sein und einfach spontan versuchen solche Reisen zu finden und zu buchen. Anschließend sind die folgenden Wochen durch ganz Thailand gereist und ich selbst habe nur 1 Woche in der Nähe der Universität verbracht in Bangkok. Viel mehr habe ich die Vorlesungen auf dem Boot, im Flugzeug oder notfalls eine Aufzeichnung angeschaut. Wer also das perfekte Reiseland mit vielen Abenteuern sucht ist bei Thailand genau richtig, auch wenn nicht jeder zukünftig wochenlang reisen kann, so reichen die langen Wochenenden doch für vieles aus! Ich würde empfehlen das Visum so früh wie möglich zu beantragen und notfalls nicht nur ein Visa Amt, sondern Frankfurt und München anschreiben. Ich habe mehr als 20 E-Mails und Anrufe gebraucht, um dann über Umwege noch einen Termin zu bekommen. Da ich nur 3 Wochen vorher das Visumbeantragt habe, war dies sehr zeitkritisch. Dies könnte aber auch Corona und der Situation geschuldet sein, dennoch ist es frühes Planen sehr empfehlenswert. Ich hoffe das ich einen guten Eindruck über meine Zeit schildern konnte und euer Interesse geweckt habe. Bei Fragen stehe ich gerne über meine Mail ( jonaspfannes@gmail.com ) zur Verfügung.

News:
Lockerungen bringen doch noch Auslandserfahrungen

- Mein Name ist Frieder Karle und ich studiere seit 2018 Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung „Internationales Technisches Projektmanagement“ an der DHBW Mosbach. Im Rahmen des Studiums war es für mich möglich an einem Programm der Partneruniversität „University of South Wales“ in Cardiff, Wales teilzunehmen und somit zwei Theoriesemester im Ausland zu studieren. Die Motivation hierfür lag vor allem darin, in einem anderen Land zu leben, den Doppelabschluss der USW zu erlangen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Der Auslandsaufenthalt zieht sich über zwei Semester von September 2020 bis Juni 2021. Aufgrund der Corona Pandemie musste ich leider bereits nach einem Monat nach Deutschland zurückreisen und bin nun erst seit Anfang März wieder in Großbritannien. Aufgrund der fortgeschrittenen Impfkampagne und einem harten Lockdown sind die Covid-Fallzahlen in den vergangenen Monaten stark gefallen, weshalb Großbritannien Mitte März mit einem stufenweisen Öffnungsplan gestartet hat, der nach und nach immer mehr Freiheiten ermöglicht. So konnte ich gemeinsam mit meinen zwei Kommilitonen bereits einige Male Ausflüge in Wales unternehmen. Hierbei sind wir entweder ins Landesinnere gefahren, um im landschaftlich tollen Breacon Bacons Nationalpark wandern zu gehen und dort die Natur sowie die Aussicht zu genießen, wobei wir auch ein paar der zahlreichen alten Schlösser von Wales besichtigt haben. Der Breacon Bacons Nationalpark ist geprägt von mehreren Erhebungen von denen man auf endlose Graslandschaften mit Schafen sowie auf Seen herabschauen kann. Darüber hinaus sind wir auch schon einige Male an die Küste gefahren, um dort Küstenabschnitte und Strände zu erkunden. Darüber hinaus erkundige ich auch die Stadt Cardiff, die mit der Hafenpromenade, einer schönen Innenstadt und tollen Parkanlagen zu überzeugen weiß. Cardiff ist generell eine sehr lebendige Stadt und es leben viele Studenten hier, was einen aufgeweckten und dynamischen Eindruck vermittelt. Aufgrund der fortgeschrittenen Impfkampagne und einem harten Lockdown sind die Covid-Fallzahlen in den vergangenen Monaten stark gefallen, weshalb Großbritannien Mitte März mit einem stufenweisen Öffnungsplan gestartet hat, der nach und nach immer mehr Freiheiten ermöglicht. So konnte ich gemeinsam mit meinen zwei Kommilitonen bereits einige Male Ausflüge in Wales unternehmen. Hierbei sind wir entweder ins Landesinnere gefahren, um im landschaftlich tollen Breacon Bacons Nationalpark wandern zu gehen und dort die Natur sowie die Aussicht zu genießen, wobei wir auch ein paar der zahlreichen alten Schlösser von Wales besichtigt haben. Der Breacon Bacons Nationalpark ist geprägt von mehreren Erhebungen von denen man auf endlose Graslandschaften mit Schafen sowie auf Seen herabschauen kann. Darüber hinaus sind wir auch schon einige Male an die Küste gefahren, um dort Küstenabschnitte und Strände zu erkunden. Darüber hinaus erkundige ich auch die Stadt Cardiff, die mit der Hafenpromenade, einer schönen Innenstadt und tollen Parkanlagen zu überzeugen weiß. Cardiff ist generell eine sehr lebendige Stadt und es leben viele Studenten hier, was einen aufgeweckten und dynamischen Eindruck vermittelt. Die Uni ist jedoch leider weiterhin (berechtigterweise) geschlossen, weshalb alle Vorlesungen online besucht werden müssen und auch die Abgabeleistungen in Form von Hausarbeiten elektronisch erbracht werden. Daher konnte ich bisher noch keine Kontakte zu britischen Kommilitonen knüpfen und noch nicht ganz in das typische walisische Leben eintauchen. Somit fällt ein Bereich, in dem sprachliche Fortschritte durch die Kommunikation mit englischsprachigen Studenten gemacht werden können leider weg und die Sprache muss vor allem durch die Online Vorlesung und die Erstellung der Hausarbeiten verbessert werden. Dennoch klappt dies sehr gut und ich bin in der Lage den Vorlesungen meist ohne größere Probleme zu folgen. Alles in allem bin ich sehr glücklich, dass ich nach der zwischenzeitlichen Unterbrechung des Auslandssemesters nun doch noch einige Zeit hier in Cardiff verbringen kann, auch wenn es noch einige Einschränkungen gibt und die Vorlesungen nicht in Präsenz stattfinden können. Daher freue ich mich nun noch auf die restlichen Wochen und hoffe diese so gut wie möglich noch genießen zu können.

News:
Im Tauber Valley studieren und forschen

- „Zuerst war da ein Problemfeld.“ So ein Satz fordert die Lösung des Problems geradezu heraus, zumal sich das Problem Heiko Fischer und Prof. Dr.-Ing. Sven Seidenstricker stellt. Der eine ist akademischer Mitarbeiter, der andere Studiengangsleiter für Wirtschaftsingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am Campus Bad Mergentheim. Heiko Fischer hat in Bad Mergentheim sein Abitur absolviert, dann seinen Bachelor-Abschluss am örtlichen Campus erhalten. Für den Master besuchte er die Technische Universität Chemnitz. Mitte 2020 ist er zurückgekehrt ins Schloss, um zu promovieren. Dabei wird er betreut von Sven Seidenstricker, der 2017 an den Campus kam. Da die DHBW selbst kein Promotionsrecht besitzt, können Doktorschriften nur in Kooperation mit Universitäten und Hochschulen mit Promotionsrecht im In- und Ausland durchgeführt werden, so genannte kooperative Promotionen. Sie sind ein Ausdruck der zunehmenden Expertise der DHBW Mosbach im Bereich Forschung und Entwicklung und werden durch ein DHBW-eigenes Förderprogramm unterstützt. Mit ihrem „Problem“ haben sich Seidenstricker und Fischer für eine Förderung beworben, diese gewährt bekommen und sich mit der Ruhr Universität Bochum zusammengetan. Der Titel von Fischers Forschungsarbeit lautet: Digitale Transformation im technischen Vertrieb . Ein „Megatrend in der Industrie“, wie der junge Mann weiß. Teilweise aufbauend auf den Studieninhalten des Masterstudiengangs untersucht Fischer, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den Vertrieb hat. „Digital Sales“, digitale Vertriebswege, steht als zentraler Begriff über seiner gesamten Forschungsarbeit. Extended Reality, erweiterte Realität, ist ein Schlagwort, das die Beschreibung für eine Verbindung zwischen der physischen und der digitalen Welt ist. Noch prägnanter, fast kryptisch verkürzt auf: XR. Die Erweiterung sind dabei virtuelle Objekte, die man beispielsweise mit einer Datenbrille in die reale Welt einblendet. Das Thema begeistert Heiko Fischer, weil der Praxisbezug da sei. Als das wesentliche Merkmal eines dualen Studiums begleitet die Praxis den 25- Jährigen seit dem Beginn seiner akademischen Laufbahn im Jahr 2014: Als dualer Bachelorstudent war er in einem der zahlreichen innovativen Dualen Partnerunternehmen, bei Wittenstein, tätig, während seines Masterstudiums dagegen konnte er Einblicke in die Start-up-Szene erhalten. Beides bereitete ihn auf sein Promotionsthema vor. „Digitalisierung als Grundkonstrukt ist das Schlagwort im Innovationsmanagement – ein superspannendes Thema!“ Die neue Art verzahnten Arbeitens könne Prozesse effizient(er) gestalten, ist Prof. Seidenstricker überzeugt. Doch aufgrund von unzureichenden Kompetenzen, mangelndem Bewusstsein in Unternehmen und veralteten Strukturen würden die Potentiale der Vernetzung nicht vollständig ausgeschöpft. Viel Potential also für Fischer, der seine Studien folglich nicht allein im Elfenbeinturm der Wissenschaft betreibt. Dass der Campus Bad Mergentheim über eine moderne Laborausstattung verfügt, die die Anwendung von XR-Technologien ermöglicht, stört ihn natürlich nicht... Der Studiengangsleiter weiß, dass viele Betriebe mit den neuen Technologien kämpfen. „Da fragt man sich: Welche Technologien setze ich wie ein und welchen Nutzen habe ich davon? Wie kann ich meine Mitarbeiter besser mitnehmen, und wie sieht die Schnittstelle zu meinen Kunden morgen aus?“ Derartige Fragen nimmt Heiko Fischer in seine Doktorarbeit auf, die Auseinandersetzung damit geschieht im Kontakt mit den Unternehmen. „Insbesondere untersuchen wir Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Technologien im Vertrieb, daraus resultierende Kompetenzanforderungen und Erfolgsfaktoren zum Einsatz der identifizierten Technologien.“ Die Beteiligung an den Forschungsvorhaben schlägt sich für die teilnehmenden Unternehmen darin nieder, dass die Forschungserkenntnisse mit den Teilnehmern geteilt werden sollen. Promotionen an der DHBW sind noch die Ausnahme. Am Bad Mergentheimer Schlosscampus ist Heiko Fischer der zweite Promovend und der derzeit einzige. Dreiviertel seines Arbeitsauftrages gilt der Promotion, die anderen 25 Prozent sind mit Vorlesungen gefüllt. „Außerdem betreue und begutachte ich Studien- und Bachelor-Arbeiten; das ist viel Verantwortung.“ Im Büro hängen auch von Hand beschriebene Zettelchen an der Pinnwand, um seine Ideen zu strukturieren. „Digitalisierung ist gut, aber manchmal tut’s das Analoge auch noch“, kommentiert er seinen Arbeitsplatz. Zu seinem Arbeitsplatz am Campus hat er es nicht weit. Zehn Gehminuten. Überhaupt spielt sich Heiko Fischers akademisches Leben, bedingt durch die Corona-Situation, aktuell überwiegend unweit seines Heimatortes Lauda ab. Dabei liebt Heiko Fischer das Unterwegssein, möglichst international, was zwei Auslandsemester und ein regelmäßiger Sprachaustausch belegen. Auf wissenschaftlichen Konferenzen in Straßburg und New York konnte er bereits seine ersten Forschungsergebnisse präsentieren. Eine gute Möglichkeit, seiner Heimatregion zumindest kurzzeitig mal wieder zu entschwinden! Zur Entspannung und um weg vom Bildschirm zu kommen, zieht er gerne mal ein Paar Schuhe mit je vier Rollen an oder erkundet das Taubertal auf dem Fahrrad. Wenn wahr wird, was Fischers Doktorvater Sven Seidenstricker seinem Schützling wünscht – nämlich, dass er von den drei Jahren des Promovierens viel mitnehmen kann, um das zu machen, was er mag – dann sieht er Dr. Heiko Fischer eines Tages auf Inlinern in Tauber Valley herumflitzen. Ob er dort dann an der Dualen Hochschule lehren, die Hidden Champions in der Region bei der weiteren Digitalisierung des Vertriebs unterstützt oder ein Start-up gründen wird, das lässt er offen…

News:
CHANGE THE DATE: Landesweites Alumnitreffen 2022

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News:
Croeso i Gymru - Willkommen in Wales

- Hallo zusammen, mein Name ist Benjamin Hettrich und ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen (ITP) an der DHBW Mosbach. Im Rahmen meines Studiums durfte ich in meinem letzten Studienjahr an einem Austauschprogramm der DHBW und der University of South Wales teilnehmen. Seit September wohne ich in Cardiff und verfolge Corona bedingt die Vorlesungen leider nur online. Nachdem Ende Oktober, wie in fast ganz Europa, ein nationaler Lockdown aufgrund verschlechterter Infektionszahlen ausgerufen wurde, bin ich über die Weihnachtszeit wieder nach Hause gereist und habe von dort aus die Vorlesungen verfolgt, was super funktioniert hat. Da sich im neuen Jahr die Lage infolge der erfolgreichen Impfkampagne in Großbritannien wieder enorm verbessert hat, bin ich kurzer Hand wieder mit dem Auto Richtung Cardiff aufgebrochen. Die Reise hat trotz der enorm scharfen Einreisebestimmungen gut funktioniert und die anschließende Quarantänezeit konnte ich sinnvoll für die ein oder andere Hausarbeit nutzen. Nach meiner Quarantäne wurden hier nach und nach die Corona-Restriktionen zurückgenommen und ich konnte mit dem ein oder anderen Ausflug beginnen. Wales ist ein wunderschönes Land mit vielen sehenswerten Landschaften. Mit dem Auto war die komplette Südküste des Landes gut zu erreichen, und ich konnte an einem freien Wochenende auch mal in den Nationalpark im Landesinneren fahren, wie auf den Bildern zu sehen ist. In einer Vorlesungsfreien Woche konnte ich sogar mit Freunden für eine Woche lang in den Norden fahren und auch dort das Land etwas erkunden. Im Norden hat es einen der schönsten Nationalparks in ganz Großbritannien. Zudem konnten wir dort die schnellste Zip-Line auf der Welt fahren, was ein wirklich tolles Erlebnis war. Da auch die Kontaktbeschränkung stetig gelockert wurden, habe ich auch einige sehr nette Bekanntschaften machen können, die das Auslandssemester mehr nach einem richtigen Studentenleben anfühlen ließ, als dies zu dem Zeitpunkt in Deutschland wahrscheinlich der Fall gewesen wäre. Generell sind die Waliser ein sehr nettes und aufgeschlossenes Volk, bei denen man sehr gut und schnell Anschluss finden kann. Alles in allem bin ich sehr froh wieder zurück in der UK zu sein und bin gespannt darauf, was ich in meinen verbleibenden Wochen noch alles für schöne Orte entdecken darf und welche neuen Bekanntschaften sich noch entwickeln werden. Die Unterstützung der Christian Bürkert Stiftung hat mir hierbei sehr geholfen, die doch recht hohen Lebenshaltungskosten in Großbritannien zu tragen und damit diese tolle Möglichkeit des Auslandssemesters wahrnehmen zu können, vielen Dank an dieser Stelle.

News:
Im Tauber Valley studieren und forschen

- „Zuerst war da ein Problemfeld.“ So ein Satz fordert die Lösung des Problems geradezu heraus, zumal sich das Problem Heiko Fischer und Prof. Dr.-Ing. Sven Seidenstricker stellt. Der eine ist akademischer Mitarbeiter, der andere Studiengangsleiter für Wirtschaftsingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach am Campus Bad Mergentheim. Heiko Fischer hat in Bad Mergentheim sein Abitur absolviert, dann seinen Bachelor-Abschluss am örtlichen Campus erhalten. Für den Master besuchte er die Technische Universität Chemnitz. Mitte 2020 ist er zurückgekehrt ins Schloss, um zu promovieren. Dabei wird er betreut von Sven Seidenstricker, der 2017 an den Campus kam. Da die DHBW selbst kein Promotionsrecht besitzt, können Doktorschriften nur in Kooperation mit Universitäten und Hochschulen mit Promotionsrecht im In- und Ausland durchgeführt werden, so genannte kooperative Promotionen. Sie sind ein Ausdruck der zunehmenden Expertise der DHBW Mosbach im Bereich Forschung und Entwicklung und werden durch ein DHBW-eigenes Förderprogramm unterstützt. Mit ihrem „Problem“ haben sich Seidenstricker und Fischer für eine Förderung beworben, diese gewährt bekommen und sich mit der Ruhr-Universität Bochum zusammengetan. Der Titel von Fischers Forschungsarbeit lautet: Digitale Transformation im technischen Vertrieb. Ein „Megatrend in der Industrie“, wie der junge Mann weiß. Teilweise aufbauend auf den Studieninhalten des Masterstudiengangs untersucht Fischer, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den Vertrieb hat. „Digital Sales“, digitale Vertriebswege, steht als zentraler Begriff über seiner gesamten Forschungsarbeit. Extended Reality, erweiterte Realität, ist ein Schlagwort, das die Beschreibung für eine Verbindung zwischen der physischen und der digitalen Welt ist. Noch prägnanter, fast kryptisch verkürzt auf: XR. Die Erweiterung sind dabei virtuelle Objekte, die man beispielsweise mit einer Datenbrille in die reale Welt einblendet. Das Thema begeistert Heiko Fischer, weil der Praxisbezug da sei. Als das wesentliche Merkmal eines dualen Studiums begleitet die Praxis den 25-Jährigen seit dem Beginn seiner akademischen Laufbahn im Jahr 2014: Als dualer Bachelorstudent war er in einem der zahlreichen innovativen Dualen Partnerunternehmen, bei Wittenstein, tätig, während seines Masterstudiums dagegen konnte er Einblicke in die Start-up-Szene erhalten. Beides bereitete ihn auf sein Promotionsthema vor. „Digitalisierung als Grundkonstrukt ist das Schlagwort im Innovationsmanagement – ein superspannendes Thema!“ Die neue Art verzahnten Arbeitens könne Prozesse effizient(er) gestalten, ist Prof. Seidenstricker überzeugt. Doch aufgrund von unzureichenden Kompetenzen, mangelndem Bewusstsein in Unternehmen und veralteten Strukturen würden die Potentiale der Vernetzung nicht vollständig ausgeschöpft. Viel Potential also für Fischer, der seine Studien folglich nicht allein im Elfenbeinturm der Wissenschaft betreibt. Dass der Campus Bad Mergentheim über eine moderne Laborausstattung verfügt, die die Anwendung von XR-Technologien ermöglicht, stört ihn natürlich nicht... Der Studiengangsleiter weiß, dass viele Betriebe mit den neuen Technologien kämpfen. „Da fragt man sich: Welche Technologien setze ich wie ein und welchen Nutzen habe ich davon? Wie kann ich meine Mitarbeiter besser mitnehmen, und wie sieht die Schnittstelle zu meinen Kunden morgen aus?“ Derartige Fragen nimmt Heiko Fischer in seine Doktorarbeit auf, die Auseinandersetzung damit geschieht im Kontakt mit den Unternehmen. „Insbesondere untersuchen wir Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Technologien im Vertrieb, daraus resultierende Kompetenzanforderungen und Erfolgsfaktoren zum Einsatz der identifizierten Technologien.“ Die Beteiligung an den Forschungsvorhaben schlägt sich für die teilnehmenden Unternehmen darin nieder, dass die Forschungserkenntnisse mit den Teilnehmern geteilt werden sollen. Promotionen an der Dualen Hochschule sind noch die Ausnahme. Am Bad Mergentheimer Schlosscampus ist Heiko Fischer der zweite Promovend und der derzeit einzige. Dreiviertel seines Arbeitsauftrages gilt der Promotion, die anderen 25 Prozent sind mit Vorlesungen gefüllt. „Außerdem betreue und begutachte ich Studien- und Bachelor-Arbeiten; das ist viel Verantwortung.“ Im Büro hängen auch von Hand beschriebene Zettelchen an der Pinnwand, um seine Ideen zu strukturieren. „Digitalisierung ist gut, aber manchmal tut’s das Analoge auch noch“, kommentiert er seinen Arbeitsplatz. Zu seinem Arbeitsplatz am Campus hat er es nicht weit. Zehn Gehminuten. Überhaupt spielt sich Heiko Fischers akademisches Leben, bedingt durch die Corona-Situation, aktuell überwiegend unweit seines Heimatortes Lauda ab. Dabei liebt Heiko Fischer das Unterwegssein, möglichst international, was zwei Auslandsemester und ein regelmäßiger Sprachaustausch belegen. Auf wissenschaftlichen Konferenzen in Straßburg und New York konnte er bereits seine ersten Forschungsergebnisse präsentieren. Eine gute Möglichkeit, seiner Heimatregion zumindest kurzzeitig mal wieder zu entschwinden! Zur Entspannung und um weg vom Bildschirm zu kommen, zieht er gerne mal ein Paar Schuhe mit je vier Rollen an oder erkundet das Taubertal auf dem Fahrrad. Wenn wahr wird, was Fischers Doktorvater Sven Seidenstricker seinem Schützling wünscht – nämlich, dass er von den drei Jahren des Promovierens viel mitnehmen kann, um das zu machen, was er mag – dann sieht er Dr. Heiko Fischer eines Tages auf Inlinern in Tauber Valley herumflitzen. Ob er dort dann an der Dualen Hochschule lehren, die Hidden Champions in der Region bei der weiteren Digitalisierung des Vertriebs unterstützt oder ein Start-up gründen wird, das lässt er offen…

News:
„Keine Elfenbeinturm-Arbeiten“

- Ekaterina Chechelnitskaya, Nick Reisner und Nick Harnischfeger gewinnen den erstmalig ausgeschriebenen Elektrotechnik-Preis. Für ihre exzellenten, praxisrelevanten Studienarbeiten in der Elektrotechnik und Mechatronik der DHBW Mosbach erhalten sie Studienmodule des DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS), die sich auf ein späteres Masterstudium anrechnen lassen. „Geschicklichkeitsspiele für Kinder gibt es viele – für motorisch eingeschränkte ältere Menschen ist das Angebot jedoch deutlich dünner“, weiß Ekaterina Chechelnitskaya. Die 21-jährige Aalenerin hat daher in ihrer Studienarbeit im fünften Semester an der DHBW Mosbach einen sogenannten Wellenreiter für Senior*innen entwickelt. Der Prototyp ist entsprechend groß, robust, sicher, einfach zu reinigen, ästhetisch ansprechend und intuitiv zu bedienen, erklärt die Mechatronik-Studentin. Sie hat das Gehäuse konstruiert, das Bedienpanel elektrotechnisch bestückt und die Funktionen programmiert. Dafür zeichnet die DHBW Mosbach die Duale Studentin von Zeiss mit dem dritten Platz des diesjährigen Elektrotechnik-Preises aus. Der zweite Platz geht an Nick Harnischfeger. Der Duale Elektrotechnik-Student von Bosch Rexroth hat ein Offline-Spracherkennungssystem entwickelt – damit Siri, Alexa und Co. keine privaten Daten in die Cloud schieben müssen. Der diesjährige Sieger heißt Nick Reisner. Sein Prototyp eines Infraschall-Messgeräts ist bei-spielsweise den Druckwellen von Windrädern auf der Spur. Mit seiner Arbeit, in der er die von einem Differenzdruckmesser aufgenommenen Signale aufzeichnete und dann skalierte, filterte, gewichtete und transformierte, hat der 23-Jährige Pfaffenhofener die Jury stark beeindruckt. Er ist dualer Mechatronik-Student bei thyssenkrupp System Engineering. „Diese Arbeiten sind keine Elfenbeinturm-Arbeiten“, bescheinigt Prof. Dr. Andreas Föhrenbachden drei preisgekrönten Studierenden. Sie würden einmal mehr die wertvolle Verbindung von Theorie und Praxis an der DHBW unter Beweis stellen. Auch die beiden Wissenschaftlichen Leiter des Master-Studiengangs Elektrotechnik am DHBW CAS gratulieren herzlich. Prof. Dr. Andreas Schramm und Prof. Dr.-Ing. Gerald Oberschmidt hatten die nominierten Arbeiten gesichtet und bewertet. Nun freuen sie sich darauf, die drei hervorragenden Bachelor-Studierenden in den gewonnenen Master-Studienmodulen zu begrüßen. Wer danach noch mehr Lust auf Lebenslanges Lernen und den nächsten weiterbildenden Schritt bekommen hat, kann sich die erfolgreich besuchten Module auf ein späteres duales Masterstudium am DHBW CAS anrechnen lassen. Oberschmidt und Schramm nennen beispielsweise die Studienmodule „Numerische Methoden in der Elektrotechnik“, „Erneuerbare Energien“ oder auch „Energieinformationstechnik“ und „Optik und Photonik“, die sich als Einstieg in den Dualen Master Elektrotechnik eignen. So weit sind die drei Preisträger*innen noch nicht. Für sie zählt aktuell vor allem die Wertschätzung, die sie durch die Preise erfahren, sagen sie übereinstimmend. Dies sei eine wichtige „Motivation auf der Endgeraden“, fasst Nick Reisner in seinem aktuell letzten Bachelor-Semester zusammen.

News:
Corona-Kontakttagebuch als digitaler Pandemie-Helfer

- Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie stellen Analyse und Nachverfolgung von Kontakten infizierter Personen eine wichtige Maßnahme zur Kontrolle des epidemischen Geschehens dar. Im Rahmen von Projektarbeiten an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach entwickelten die Studierenden der Wirtschaftsinformatik in kleinen Gruppen ein funktionsfähiges, webbasiertes Anwendungssystem, wie eine Ergänzung zur Corona Warn-App prototypisch aussehen könnte. Prof. Dr. Klaus-Georg Deck erklärt das Ziel des Seminars, das er zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Herbert Neuendorf im Frühjahr 2021 durchführte: „Die Studierenden bekamen eine Aufgabe, wie sie sie im späteren Berufsleben auch bekommen werden.“ Das hieß, die Kernaufgabe wurde gestellt, in diesem Fall, wie Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt werden könnten. Die Details mussten die Studierenden jedoch selbst festlegen: Welche Funktionen fehlen der offiziellen Corona-Warn-App, wie Kontaktdaten aus Restaurants oder von Unternehmenskantinen? Welche rechtlichen Grundlagen, beispielsweise beim Datenschutz, sind zu beachten? Wie kann eine solche Anwendung die Einreise aus einem Risikogebiet vereinfachen? Wie kann eine digitale Anwendung einer Einzelperson helfen, selbst Daten zu erfassen, um im Ernstfall verlässliche Informationen liefern zu können? „Die Studierenden mussten ein funktionsfähiges, webbasiertes Anwendungssystem entwickeln und prototypisch umsetzen“, so Deck. Dass die Anwendung im Anschluss tatsächlich verwendet wird, stand dagegen nicht im Fokus. Vielmehr ging es darum, das systematische Herangehen an ein solches Projekt zu lernen. „Wir möchten die Studierenden zu forschendem Lernen und aktivem Erproben von Konzepten führen.” Von den studentischen Gruppen wurde im Rahmen des agilen Projektmanagements erwartet, einen vorgegebenen umfangreichen Use Case zu analysieren und eigenständig durch ein selbstentwickeltes IT-System prototypisch umzusetzen. Dabei waren Fragen zu klären wie: Welche Nutzergruppen gibt es und welche Rechte in der Anwendung dürfen diese haben? Welche bestehenden Systeme können genutzt werden und wie kann eine Anbindung daran stattfinden? „Die aktuelle Situation machte es dabei erforderlich, das gesamte Projekt durch reine Online-Kommunikation zu bewältigen – sowohl bezüglich des Projektmanagements als auch der technologischen Umsetzung“, so die betreuenden Professoren der DHBW Mosbach. „Angesichts der besonderen Herausforderungen sind die erzielten Ergebnisse bemerkenswert.“ Die App „Mein Corona Tagebuch“ beispielsweise kombinierte Daten von Kontaktpersonen, die der Nutzer manuell erfasst, mit Informationen über neue Regelungen offizieller Stellen, einer Berechnung des individuellen Ansteckungsrisikos und einer prototypischen Schnittstelle ins Gesundheitsamt, um die telefonische Kontaktnachverfolgung zu erleichtern. Die Studierenden lieferten nicht nur Idee, Layout und einen Prototypen, sondern auch ein Benutzerhandbuch und ein kleines Einführungsvideo – beides wichtige Aspekte im Projektmanagement, um die Akzeptanz einer solchen Anwendung zu erhöhen. „Eine App-Version mit der Funktion, alle Daten immerhin lokal als TXT-Datei im Gerätespeicher zu downloaden, haben wir auch selbst installiert und an Freunde und Bekannte weitergegeben“, erklärt Tobias Müller im Namen der Projektgruppe. „Die Anwendung kann in der prototypischen Version nur ohne Verbindung zu Gesundheitsämtern, also lokal auf dem Handy, genutzt werden. Bei ausgewählten Gelegenheiten tragen wir dann die eigenen Kontakte/Treffen dort auch ein oder nutzen die schnelle Link-Übersicht zu Inzidenzwert & Co.“ Auf der technischen Seite kamen dabei datenbankbasierte Anwendungssysteme, Client-Server-Architekturen sowie Cloud-basierte, mobile Systeme zum Einsatz. Die Studierenden konnten SAP Netweaver, Java, Python, C# und aktuelle Web-Frameworks verwenden.

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